[FBM2021] Tag 2 – Von Superstars und Superviren (Teil 1)

Gestern stand bereits der zweite Messetag an – und da ich eine Abendveranstaltung besuchte, habe ich den Bericht erneut zweigeteilt. Beginnen möchte ich – wie gestern (Teil 1, Teil 2) – mit den Veranstaltungen auf der Messe, mit: Ariane Kern, Nora Bendzko, Roland Kaiser, Carolin Kebekus und Boris Herrmann bzw. Andreas Wolfers.

Während der erste Tag für mich traditionell mit dem Buchpreisgewinner auf dem Blauen Sofa startete, ist es auch eine gute Tradition, den Folgetag am gleichen Ort mit der Verleihung des Aspekte-Literaturpreises zu beginnen. 2021 wurde Ariane Kochs Debüt „Die Aufdrängung“ prämiert, erschienen bei edition suhrkamp. Sichtlich überwältigt nahm die Autorin den Preis entgegen – den ersten, den sie laut eigener Aussage je gewann, und stellte im Anschluss ihr Buch vor, das vor allem durch seine Sprache brilliert und zur Selbstreflexion anregen soll.

Nachdem ich im Anschluss den wunderschön gestalteten Pavillon des Gastlandes Kanada erkundete – und auch durch die ein oder andere Halle streifte, stand die erste Signierstunde der Messe auf dem Plan. Nora Bendzko, die ich schon jahrelang kenne und schätze, signierte am Stand von Fakriro unter anderem ihren Roman „Die Götter müssen sterben„und verteilte wunderschön gestaltete Postkarten zu den einzelnen Amazonenstämmen. Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, auf den Wegen durch die Halle auch nachzukontrollieren, ob Droemer Knaur Noras Buch standesgemäß ausstellt – und siehe da, es steht am Verlagsstand neben Markus Heitz und Leigh Bardugo. Ehre, wem Ehre gebührt :).

Der Nachmittag begann mit dem ersten Superstar des Tages. In der 30-Minuten-WG, dem Talk von Stern und Penguin Random House, stellte Roland Kaiser seine Autobiographie „Sonnenseite“ vor und sprach vor allem über seine Jugend und seine Anfänge im Musikgeschäft sowie sein politisches Engagement und die Schwierigkeiten, für die die Corona-Pandemie in der letzten Zeit bei Künstlern gesorgt hat. Es ist weiterhin nicht meine Musik – aber für den hochsympathischen Auftritt gebührt ihm mein vollster Respekt.

Leider gab es dann die erste kleine Änderung im Messeprogramm. Boris Herrmann, berühmter Segler und Umweltaktivist, musste seine Messeteilnahme leider aus privaten Gründen absagen. So nahm, ebenfalls in der 30-Minuten-WG von Stern und Penguin Random House, der Journalist Andreas Wolfers seinen Platz ein und stellte das zusammen mit Boris Herrmann verfasste Buch „Allein zwischen Himmel und Meer: Meine 80 Tage beim härtesten Segelrennen der Welt“ vor, ein Bericht über Boris Herrmanns Teilnahme an der Vendée Globe 2020/2021, die er mit dem fünften Platz beendete.

Danach stand auch schon die letzte Veranstaltung des Tages auf dem Plan. Auf der ARD-Bühne nahm Comedy-Superstar Carolin Kebekus Platz und stellte im Gespräch mit Bärbel Schäfer ihr mit Mariella Tripke verfasstes, feministisches Buch „Es kann nur eine geben“ vor. Dabei diskutierte sie über den Konkurrenzkampf zwischen Frauen, über ihre eigenen Anfänge als Komikerin, die Barrikaden, gegen die sie damals stieß, und hielt ein vehementes Plädoyer für die Frauenquote, die zwar nicht ideal sei, aber Unternehmen dazu zwingen würde, Arbeitsplätze familiengerechter zu gestalten. Trotz einiger humorvoller Anekdoten sehr ernste Töne, die zum Nachdenken anregen.

Damit beschloss ich meinen Tag auf der Messe, aber insgesamt war er noch lange nicht zuende, da ich mir noch eine abendliche Lesung ins Programm geschrieben hatte – doch dazu später mehr :).

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