[FBM2017] Vorschau – Proud Ravenclaw

Nur noch eine Woche bis zum Start der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Höchste Zeit, auch für mich einen kurzen Ausblick auf die Messe zu geben :). Ich werde – wie in jedem Jahr – von Mittwoch bis Sonntag die Hallen unsicher machen und freue mich bereits jetzt auf viele tolle Treffen mit Freunden, Kollegen und darauf, ganz viele neue Leute kennenzulernen :).

Dieses Jahr ist die Frankfurter Buchmesse (nach meinem Gefühl noch stärker als sonst) auch ein Magnet für internationale Superstars: Dan Brown, Nicholas Sparks, Cassandra Clare, Jennifer L. Armentrout, Michel Houellebecq, Rafik Schami und viele mehr stellen sich dort den Lesern und der internationalen Fachpresse.

Mein Plan ist bereits jetzt mit Terminen, Lesungen, Signierstunden und Bloggertreffen überfrachtet, spätestens Mittwoch werfe ich den Plan aber sicherlich eh um und nehme nur einen Bruchteil der Veranstaltungen wahr, da mir die Treffen mit Freunden und Kollegen genauso wichtig sind. Zu den Veranstaltungen, die ich aber unbedingt besuchen möchte und werde, gehört unter anderem die Buchpräsentation von „Origin“ (Dan Brown) am Samstagabend (<3 Robert Langdon Superstar!!!), ein exklusives Leser-Blogger-Messefrühstück mit Jennifer L. Armentrout am Samstagmorgen außerhalb der Messe, eine Buchpräsentation von Udo Lindenberg am Freitagabend und die Signierstunde von Kerstin Gier am Sonntagmittag. Ah, und Cassandra Clares Buchvorstellung möchte ich auch nicht missen. So sieht übrigens meine „akribische“ Messeplanung aus :).2017-10-05

Wie in Leipzig dieses Jahr werde ich auch in Frankfurt natürlich wieder ein türkisfarbenes Band an der Tasche tragen und mich als Blogger outen – ich hoffe, viele nehmen an der Aktion „Buchbloggerbande“ teil :). In diesem Jahr habe ich mir allerdings zusätzlich überlegt, in Anlehnung an die tollen Cosplayer und als Hommage an eine der berühmtesten Buchreihen, als „cosplay light“ meine Zugehörigkeit zu einem Hogwarts-Haus zu zeigen. Schon seit unzähligen Jahren ist klar: Ich bin ein Ravenclaw. Warum dies nicht stolz der Menge verkünden. Schal, Krawatte und Anstecker liegen bereit (allein die Verpackung der Krawatte von „Madam Malkins Robes for All Occasions“ ist ein Traum). Wann ich was davon trage, weiß ich allerdings selbst noch nicht – lasst Euch überraschen =).20171005_062920

Da mittlerweile auch die Visitenkarten mit dem neuen Blognamen bestellt sind und voraussichtlich übermorgen hier eintrudeln, kann aus meiner Sicht die Messe kommen. Ich kann es kaum erwarten!

Wen von Euch sehe ich denn dort? Wer hat noch Lust auf ein Treffen, einen Kaffee oder ähnliches? Und wenn Ihr eine Visitenkarte wollt – einfach ansprechen :D.

[Buchgedanken] J.K. Rowling: „Harry Potter und das verwunschene Kind“

Bereits vor einigen Tagen habe ich J.K. Rowlings neuestes Werk gelesen, komme aber erst heute dazu, meine Gedanken zu dem Buch mit Euch zu teilen. Das Buch ist 2016 unter dem vollen Titel „Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei. (Special Rehearsal Edition Script)“ im Carlsen Verlag erschienen.

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um das zur Veröffentlichung angepasste Drehbuch des gleichnamigen Theaterstückes. J.K. Rowling scheint an dem Format auch Gefallen gefunden zu haben – so erscheint Anfang 2017 auch das angepasste Drehbuch zum Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, ebenfalls im Carlsen Verlag.

„Harry Potter und das verwunschene Kind“ spielt neunzehn Jahre nach51b1qxdbzel-_sx336_bo1204203200_ dem Abschluss der Haupthandlung (den Epilog des letzten Buches mal außen vor gelassen). Die Hauptfiguren des Stückes sind Albus Severus Potter, Harrys jüngerer Sohn, und Scorpius Malfoy, der Sohn von Draco Malfoy. Beide stehen vor ihrem ersten Jahr in Hogwarts und hatten es bisher nicht leicht. Albus steht ganz im Schatten des Bruders James und kämpft mit der Berühmtheit seiner Eltern, während sich über Scorpius hartnäckig das Gerücht hält, er sei gar nicht Dracos Sohn, sondern der Nachkomme Lord Voldemorts. Trotz – oder gerade wegen – ihrer jeweiligen Leidensgeschichte, entwickeln die beiden bereits beim ersten Aufeinandertreffen eine tiefe Freundschaft füreinander. Als sie dann noch erfahren, dass das Zaubereiministerium über einen der letzten Zeitumkehrer verfügt, machen sie sich auf den Weg, das Schicksal und die Vergangenheit zu ändern, und stolpern in das größte Abenteuer ihres Lebens.

Mir ist es erstaunlicherweise leicht gefallen, mich an das unübliche Format zu gewöhnen. Die Szenerien werden gut beschrieben, die Dialoge sind lebendig und die eingestreuten Kommentare lassen die Handlung fast genauso bildhaft wirken, wie man es von einem Roman erwartet. Natürlich werden einige Sachen nicht bis ins letzte ausgeführt, aber gerade darin liegt auch eine Stärke des Formats, da die Handlung gnadenlos vorangetrieben wird, ohne sich in seitenlangen Ergüssen zu verlieren.

Es gelingt der Autorin auch, den Zauber, der die ursprüngliche Buchreihe umgibt und mehrere Generationen in seinen Bann gezogen hat, wieder neu zu erwecken. Man trifft in „Harry Potter und das verwunschene Kind“ nicht nur auf das magische Trio Harry, Ron und Hermine, sondern es werden auch einige andere, mehr oder weniger bedeutsame, Charaktere der Vergangenheit mit in den Roman eingebunden, was für ein gelungenes (und teilweise emotionales) Wiedersehen sorgt.

Die Handlung ist spannend, wenn auch aufgrund der multiplen Zeitlinien und alternierenden Realitäten nicht immer stringend – und kleinere Fragezeichen bleiben auch zurück. Aufgrund der gelungenen Dialoge sind die Figuren glaubhaft und vielschichtig.

Der Buchsatz und das Cover überzeugen auf ganzer Linie, Lektorat und Korrektorat haben ebenfalls exzellente Leistungen erbracht.

Doch alles, was ich zu dem Buch sagen kann, versinkt in Bedeutungslosigkeit – spätestens mit den ersten Seiten wird man sofort wieder in den Bann von J.K. Rowlings Welt gezogen, man unterliegt dem Zauber und verfällt ihm gnadenlos. Wer mit Harry Potter aufgewachsen ist, kommt an diesem Buch nicht vorbei – und wird es lieben.

Die einzige Enttäuschung: Es ist sehr kurz – und schnell vorbei. Doch bei so vielen, tollen und erfrischenden Charakteren bleibt die Hoffnung, dass „Harry Potter und das verwunschene Kind“ nicht das letzte Sequel der bekannten Romanreihe bleibt. Und – Dumbledore sei dank – J.K. Rowling hat auch dafür gesorgt, dass eine etwaige Wartezeit gut überbrückt werden kann. Bereits im November erscheint der Kinofilm: „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ (das Drehbuch, wie oben erwähnt, 2017). Vor kurzem gab die Autorin dazu bekannt, dass dies nicht – wie geplant – der Auftakt zu einer Filmtrilogie sei, sondern dass glatte fünf Filme entstehen sollen, die die Handlung um den berühmten Lehrbuchautor Newt Scamander (Oscarpreisträger Eddie Redmayne) erzählen. Lassen wir uns also einstweilen davon überraschen, wie sich die Zauberei in den Vereinigten Staaten von Amerika einige Generationen vor Harry Potter entwickelt hat, bis wir dann hoffentlich bald nach Hogwarts zurückkehren.

Mein Fazit? „Harry Potter und das verwunschene Kind“ ist ein rasantes Spektakel, das jeden Fan der originalen Buchreihe sofort in seinen Bann zieht. Das Drehbuchformat ist erfrischend und legt den Fokus auf die Dialoge und die Handlung. Ein absolutes Must-read für alle Potterheads.

[Buchgedanken] Terry Brooks: „Das Schwert der Elfen“ (Die Shannara Chroniken)

In den letzten Wochen habe ich mir endlich die Zeit genommen, eine Buchreihe zu beginnen, auf die ich mich schon lange freue. Seitdem ich die erste Folge der beeindruckenden Fernsehserie „Die Shannara Chroniken“ gesehen habe, wollte ich unbedingt auch das zugrundeliegende Material lesen. Terry Brooks hat in den vergangenen Jahrzehnten mehrere dutzend Bücher aus dem Shannara-Universum geschrieben – begonnen habe ich mit dem neuaufgelegten „Das Schwert der Elfen“, das die ersten drei alten Bücher „Das Schwert von Shannara“, „Der Sohn von Shannara“ und „Der Erbe von Shannara“ vereint und eine Vorgeschichte zu der Fernsehserie ist.

„Das Schwert der Elfen“ erschien im März 2016 als Taschenbuch bei Blanvalet. Die deutschen Erstausgaben der darin enthaltenen Titel wurden 1978 bei Goldmann und bei Blanvalet veröffentlicht, die Originalausgabe erschien 1977 bei Ballantine Books. „Das Schwert der Elfen“ spielt zwar mehr oder minder in einer dystopischen Zukunft unserer Welt, ich würde es dennoch als klassischen High-Fantasy-Roman einordnen.

Der Roman beschreibt die Geschichte des jungen Dorfbewohn51v1g4uwf0l-_sx332_bo1204203200_ers Shea Ohmsford, dessen ruhiges und beschauliches Leben auf einen Schlag endet, als der Druide Allanon in sein Leben tritt. Zusammen mit einer kleinen Gruppe Gefährten aller Völker macht sich Shea auf den Weg, das legendäre Schwert von Shannara zu finden und die bekannte Welt vor dem Untergang zu bewahren. Einzig die Macht des Schwertes kann den bösen Hexenmeister Brona vernichten, dessen Armeen alle Völker der Welt bedrohen – und nur einer kann diese legendäre Waffe führen : Shea Ohmsford.

Bereits aus dieser Kurzbeschreibung ergeben sich erstaunliche Parallelen zur Geschichte „Herr der Ringe“, die sich im Laufe der Zeit auch fortsetzen. Eine kleine Gruppe Gefährten, zusammengewürfelt aus allen Völkern (Menschen, Zwerge, Elfen) wird von einem Magier durch die Lande geführt, um die Bedrohung von finsteren Armeen aufzuhalten, die von einer dunklen Macht gesteuert wird, mehr tot als lebendig. Diese Parallelen ziehen sich, mal stärker, mal schwächer, durchs gesamte Buch, stören aber keinesfalls – spätestens mit dem nächsten Roman, dessen Handlung ich von der Serie ja bereits kenne, löst sich Terry Brooks auch von der Geschichte und verleiht der Welt von Shannara eine neue, komplexe Struktur. Ohnehin kann Terry Brooks‘ „Das Schwert der Elfen“ problemlos mit Tolkiens Meisterwerk mithalten.

Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben, was mich (erstaunlicherweise) nicht gestört hat. So gelang es dem Autor im Laufe des Romans, allen Protagonisten Tiefe und Vielschichtigkeit zu verleihen, sodass sich der Leser mit jedem einzelnen von ihnen identifizieren konnte. Einziger Kritikpunkt dieses Vorgehens ist für mich, dass mit dem schnellen und abruptem Ende zwar alle Handlungsstränge grob aufgelöst werden, sich jedoch hier nicht die Zeit genommen wird, das Schicksal aller Charaktere, die man beim Lesen liebgewonnen hat, ausführlich zu beleuchten.

Der Stil des Autors lässt sich flüssig lesen, wobei ich nicht weiß, wieviel nach der Übersetzung ins deutsche und der vollständigen Neuüberarbeitung noch wirklich direkt den Worten von Terry Brooks entspringt. Die eingestreuten, ausführlichen und bildgewaltigen Landschaftsbeschreibungen entschleunigen das Geschehen zwar ab und an, sorgen jedoch dafür, dass der Leser ein immer besseres Bild von der Welt bekommt, wie sie sich zum Zeitpunkt des Geschehens präsentiert. Gelungen ist auch, dass die Geschichte der Welt nicht vorangestellt wird, sondern nach und nach im Laufe des Romans scheibchenweise eingeflochten wird und man mit den Protagonisten zusammen die dunkle Vergangenheit kennenlernt.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und aufwendig geprägt, der Satz ist gut gelungen. Lektorat und Korrektorat haben ebenfalls nah an der Grenze zur Perfektion gearbeitet.

Was bleibt mir noch zu sagen, außer dass ich mich bereits jetzt auf den Folgeband „Elfensteine“ freue, der die Geschichte der Elfenprinzessin Amberle Elessedil erzählt – was Staffel 1 der Fernsehserie entspricht, die für mich – wie die Bücher – ebenfalls Maßstäbe gesetzt hat und zu dem Besten gehört, was das Genre in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Ich wäre nicht verwundert, wenn sich mit der Zeit „Die Shannara Chroniken“ zu einem ebensogroßen Massenphänomen entwickeln würden, wie es „Der Herr der Ringe“ heutzutage ist. Das Potential dazu haben die Geschichten von Terry Brooks allemal.

Mein Fazit? „Das Schwert der Elfen“ ist ein rundum gelungener und überzeugender High-Fantasy-Roman, der Parallelen zu „Der Herr der Ringe“ aufweist, den Vergleich mit dem Klassiker von Tolkien aber keineswegs scheuen muss, und den Grundstein für viele weitere Geschichten legt.

Vielleicht noch zum Ende eine kleine Vorschau, was voraussichtlich die nächsten Titel sind, die ich vorstellen möchte:

  • Mikaela Sandberg: Schweig Still
  • Terry Brooks: Elfensteine (Die Shannara Chroniken)
  • Kiera Cass: Die Kronprinzessin (Selection 4)
  • Kiera Cass: Die Krone (Selection 5)
  • J. K. Rowling: Harry Potter und das verwunschene Kind
  • Emily Bold: Lichtblaue Sommernächte
  • u.v.m.

 

Empfehlungen, was man unbedingt gelesen haben muss?
Dann ab damit in die Kommentare :).

Liebe Grüße,
Erik.

Buchverfilmungen 2016

Ich war gestern im Kino und habe mir „Die 5. Welle“ angesehen – eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Bestsellerautor Rick Yancey. Der Film hat mir sehr gut gefallen, vor allem der Cast um die bezaubernde und hochtalentierte Chloe Grace Moretz leistete bestechende Arbeit. Nun werde ich wohl auch die Bücher lesen müssen – ich hasse Cliffhanger ;).

Dies möchte ich als Anreiz nehmen, mal auf die Buchverfilmungen zu blicken, auf die ich mich 2016 am stärksten freue.

Endlich kommt mit „Smaragdgrün“ der dritte Teil der Edelsteintrilogie von Kerstin Gier auf die großen Leinwände. Die Hauptrollen spielen natürlich wieder Jannis Niewöhner und Maria Ehrich. Bärenstarke Young-Adult-Fiction aus Deutschland!

Ein Buch von Dan Brown. Ein Film von Ron Howard. Ein Allstar-Cast um Tom Hanks, Felicity Jones und Omar Sy. Muss man mehr sagen? „Inferno“ ist der vierte Roman und der dritte Film um den Harvard-Professor Robert Langdon. Die Diskrepanz zwischen der Filmnummer und Buchnummer liegt darin, dass „The Lost Symbol“ vorerst übersprungen wurde. Aus meiner Sicht eine richtige Entscheidung – auch wenn es Kritik auf einem hohen Niveau ist, war dies das schwächste aller Langdon-Bücher.

Lieblingsschauspieler. Tolles Franchise. Bezaubernde Bilder. Oscarpreisträger Eddie Redmayne spielt Newt Scamander im von J.K. Rowling geschriebenen Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“. Es wurde aber auch höchste Zeit in das Harry-Potter-Universum zurückzukehren!

Auf „The BFG“ (big friendly giant) bin ich durch den Trailer aufmerksam geworden – ich kannte das Buch von Roald Dahl vorher nicht. Doch wenn Disney sich des Stoffes eines der meistgeliebten, prämierten und erfolgreichsten Kinderbücher der letzten Jahrzehnte annimmt, kann man das schlichtweg nicht ignorieren – und die Bilder sehen zauberhaft aus.

„Allegiant“ ist der letzte Teil der Buchreihe „Die Bestimmung“ von Veronica Roth. Auch wenn die Filme leider stark von den exzellenten Büchern abweichen, sind sie trotzdem, vor allem aufgrund der gelungenen Effekte und starken Schauspielleistungen, sehenswert. Schade ist lediglich, dass der letzte Band der Buchreihe erneut in zwei Filme gesplittet wurde (aber nachdem der Hobbit das gnadenlos übertrieben hat, beschwert sich über zwei Teile ja schon fast keiner mehr…). 2016 erscheint „Allegiant“, 2017 dann das große Finale „Ascendant“.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich abschließend noch „Stolz und Vorurteil und Zombies“ sowie „Alice im Wunderland – Hinter den Spiegeln“.

Freut Ihr Euch auch auf die Filme? Fehlt etwas aus Eurer Sicht? Dann rein in die Kommentare ;).

Erik