Sunshine Blogger Award – Die nächste Runde

Nachdem ich vor einiger Zeit bereits einmal Fragen zum Sunshine Blogger Award beantwortet habe, erreichte mich vor kurzem eine Nominierung von der lieben Anna, die den tollen Blog „Welt aus Tinte und Papier“ betreibt. Da sie so spannende – und teils schwierige – Fragen gestellt hat, beantworte ich diese einfach trotzdem noch einmal, verzichte aber auf weitere Nominierungen und eigene Fragen.

Daher direkt zu Annas Fragebogen – das wird ein Spaß :).

1. Meine Liebe zum Lesen hat … geweckt.
-> Puh, das ist lange her. Ich verschlinge Bücher schon seit meiner Kindheit und war sehr oft in der Bibliothek zu finden. Ich glaube, die ersten Bücher, die ich en masse verschlungen habe, waren Abenteuerbücher (Fünf Freunde, Knickerbockerbande etc.)

2. Welches Buch ist das außergewöhnlichste (Titel, Inhalt, Cover, Format …), das man in deinem Regal entdecken kann?
-> Das ist noch schwerer, da ich die Bücher an verschiedenen Orten aufbewahre. Aber sehr außergewöhnlich ist zum Beispiel meine Ausgabe von „Harrius Potter et Philosophi Lapis“ – dem ersten Harry-Potter Band auf Latein.

3. Ein Genre, mit dem du nichts anfangen kannst, ist …, weil …
-> Das ist einfach. Horror, insbesondere Splatter. Selbst Krimi oder Thriller lese ich nur vereinzelt. Da kommt mir einfach der Kitsch zu kurz :D.

4. Greifst du lieber zu Büchern aus Publikumsverlagen oder gibst du auch Kleinverlagsautoren/Selfpublishern eine Chance?
-> Sowohl als auch. Ich greife beim Stöbern eher zu Publikumsverlagstiteln, aber lese41-c2d9jv4l-_sx311_bo1204203200_ auch oft Bücher von Freunden und Bekannten, die im Kleinverlag oder Selfpublishing veröffentlicht wurden.

5. Welches Buch verdient mehr Aufmerksamkeit und warum?
-> Jedes! Aber wenn ich mich für eines entscheiden müsste: „A wie B und C“ von Alexandra Kleeman. Verstörend, aber genial.

6. Hast du schon mal so richtig für eine Romanfigur geschwärmt? Wenn ja, für welche?
-> Gilt auch für eine Autorin? Abgesehen davon, ist das aber auch bei Romanfiguren der Fall. Wie kann man als Jugendlicher nicht für Hermine schwärmen? Oder aktueller für zauberhafte Jugendbuchprotagonistinnen wie Margo Roth Spiegelman („Margos Spuren“, John Green) oder Yara („Wir fliegen, wenn wir fallen“, Ava Reed). Auch meine aktuelle Lektüre hat eine zauberhafte weibliche Protagonistin namens Julie zu bieten („Der Mitreiser und die Überfliegerin“, Mira Valentin).

51cbxvlxh2bl-_sx327_bo1204203200_7. Welches Buch oder welche Reihe würdest du gern nochmal zum ersten Mal lesen
können und warum?
-> „Selection“ von Kiera Cass. Die traumhafte Jugendbuchdystopie hat mich restlos überzeugt. Tolle Charaktere, ein überzeugender Weltenbau, eine grandiose Handlung und, hach, eine süße Liebesgeschichte. Und diese Cover!!!

8. Bestellst du deine Bücher online oder stöberst du lieber in Buchläden?
-> Meistens online. Aber gelegentlich, wenn ich gerade in der Stadt unterwegs bin oder Aufenthalt am Bahnhof habe, stöbere ich auch mal in den Buchhandlungen, kaufe dann aber eher selten etwas. Das muss mich schon komplett umhauen.

9. Liest du gerne Kurzgeschichten? Warum (nicht)?
-> Ich schreibe sie lieber. Aber gelegentlich lese ich sie auch, entweder, wenn es Rezensionsbücher sind, oder in den Anthologien, die Geschichten von mir beinhalten.

10. Welches Genre hätte der Roman, dessen Protagonist/in du wärst?
-> Ich hoffe doch, dass der Roman ein schicker New-Adult-Romance-Titel mit zauberhaftem Happy-End wird :).

11. Welches Buch aus deinem Regal hast du öfter gelesen als alle anderen und was verbindest du mit ihm?
-> Puh, es könnte „Das Lächeln der Fortuna“ von Rebecca Gablé sein, das ich so etwa 5-6 Mal gelesen haben müsste. Es ist das erste Buch, das ich von Rebecca kenne – und hat mein Interesse für die Rosenkriege und meine Begeisterung für historische Romane so richtig entfacht.

Das waren meine Antworten zu den spannenden Fragen. Ich bin schon ganz gespannt, wann der nächste Blogaward hereintrudelt.

[FBM2017] Tag 5 – Rekordschlange und Messeausbeute

Am Messesonntag stand für mich nach dem anstrengenden und langem Samstag nur noch eine Veranstaltung auf dem Plan, die es aber in sich hatte. Die Signierstunde von Kerstin Gier sprengte – gefühlt – alle Rekorde. Obwohl ich bereits 15 Minuten nach Messebeginn – und damit 45 Minuten vor Beginn der Signierstunde – am Fischer-Stand war, hatte die Autorin bereits damit begonnen, zu signieren, und die Schlange war bereits endlos lang. Perfekt organisiert vom Fischer Verlag, war die Schlange auf mehrere Hallenteile aufgeteilt, um keine Gänge zu verstopfen (großes Lob!). Nach etwas mehr als 2,5 Stunden konnte ich mir – in etwa als 320. Besucher – ein Exemplar von Wolkenschloss signieren lassen. Hinter mir standen übrigens noch weitere Menschenmassen, sodass Kerstin Gier statt einer Stunde mindestens vier Stunden signierte.

20171015_121710Den Rest des Tages hatte ich mir freigenommen, um kurz durch die Cosplay-Halle zu laufen (wo mir Funkos von Hermine und Laureline in die Tasche gesprungen sind – nein, ich konnte sie nicht daran hindern :D), und um Bekannte zu treffen. Ich habe mich ganz besonders darüber gefreut, dass es endlich geklappt hat und ich Sarah Ricchizzi gefunden habe. Zudem gab es Treffen mit den tollen und supernetten Kolleginnen Anna Eichenbach (Burgenwelt Verlag), Veronika Lackerbauer (Verlag Ohneohren), mit Yvonne, der guten Seele von Twentysix, und mit der kongenialen Julia Adrian.

Abschließend möchte ich Euch meine Messeausbeute zeigen (und erklären).20171016_184147

Alle Bücher rechts von „Poetische Zeiten“ (Kea von Garnier) sind (inklusive Keas Buch) signiert und zur Messe oder auf der Messe erstanden worden, oder kostenlose Leseexemplare. „Origin“ ist — leider – nicht signiert, bei „Hundert Jahre Einsamkeit“ handelt es sich um ein nicht-signiertes Rezensionsexemplar vom Bloggertreffen bei Kiepenheuer & Witsch. „Licht und Schatten, Band 2“ ist ein signiertes Rezensionsexemplar direkt von der Autorin, und „Wenn alte Wellen singen“ sowie „Luther. Aus dem Leben einer Legende“ sind meine eigenen Exemplare, die ich mir von Mit-Autorinnen signieren ließ.

Insgesamt eine tolle Messe. Ich kann die nächste kaum erwarten. Im Messejahr geht es für mich in ziemlich genau einem Monat weiter mit dem Lit.Love.Lesefestival in München. Vielleicht sehe ich ja den einen oder anderen von euch dort.

Mystery-Blogger-Award

Heute ist mal wieder Blogaward-Zeit :D. Die liebe Anna von „weltaustinteundpapier“ hatmysterybloggeraward mich für den Mystery-Blogger-Award nominiert. Dabei handelt es sich um eine tolle Aktion, die von Okoto Enigma ins Leben gerufen wurde, um neue und interessante Blogs kennen zu lernen.

Die Regeln lauten dabei wie folgt. Da ich abschließend keine neuen Personen nominiere, sondern meine Fragen einfach in den Raum stelle (fühle sich nominiert, wer will), habe ich mir die Freiheit genommen, etwas in dem Regelwerk rumzustreichen :D.

  • Nenne den Schöpfer des Awards und setze einen Link auf den Blog.
  • Platziere das Award Logo oder Bild in Deinen Post.
  • Danke der Person, die Dich nominiert hat und verlinke ihren Blog in Deinem Post.
  • Erzähle Deinen Lesern 3 Dinge von Dir selbst.
  • Beantworte die Fragen des Nominierenden.
  • Nominiere selbst 10-20 Blogger.
  • Frage Deine Nominierten 5 originelle Fragen Deiner Wahl.
  • Teile 5 Links zu Deinen besten Blogposts.
  • Benachrichtige Deine Nominierten, indem Du in Ihrem Blog kommentierst.

Puh, drei Dinge über mich. Ganz schön schwer, wo soll ich anfangen?

  1. Ich bin ein Serienjunkie. Auch wenn ich ebenfalls gern Filme schaue (ich streiche schon die Kalendertage bis „Die letzten Jedi“ ab), verbringe ich noch viel mehr Zeit mit Serien. Binge-Watching auf Netflix oder Amazon Prime … ich bin dabei! Meine Lieblingsserien *puh* – viel zu viele. In jedem Fall aber ganz weit oben: Gilmore Girls und Downton Abbey.
  2. Mein chinesisches Tierkreiszeichen ist der Drache. Ob damit die Liebe zur Fantasy – und dem Drachenmondverlag zu tun hat, wer weiß :D.
  3. Ich habe (mit Ausnahme eines Rezi-Exemplars) noch nie ein e-Book gekauft und dabei wird es auch bleiben. Ich liebe es einfach, Bücher anzufassen. Ich habe keinen e-Reader und brauche auch keinen. #PrintFan

Das wäre geschafft – dann mal auf zu Annas spannenden Fragen :).

1. Welches Buch hast du zuletzt hauptsächlich wegen seines Covers gekauft?
-> Hm. Spontan fällt mir keines ein, da ich die ganzen Cover-Highlights auch aus anderen Gründen gekauft habe, weil ich vorher bei Lesungen war oder zu Signierstunden wollte. Ich hätte aber „Selection“ (Kiera Cass), „Royal“ (Valentina Fast) oder „Wir fliegen, wenn wir fallen“ (Ava Reed) auch definitiv allein wegen ihrer genialen Cover gekauft :D.
2. Welches Buch ist (bis jetzt) dein Jahreshighlight 2017?
-> Dürfte niemanden überraschen, der meinen Blog verfolgt hat^^. Julia Adrian: „Die Dreizehnte Fee“ (alle 3 Bände).
3. Den ersten Satz welches Buches kannst du nicht vergessen, weil er dich so überrascht/gepackt/verzaubert etc. hat?
-> „Er war tot.“ (Diana Gabaldon: „Ferne Ufer“ (Outlander 3))
4. Welches Buch hättest du gern selbst geschrieben und warum?
-> Wie ich bereits am Welttag des Buches festgestellt habe, ist das – wen wundert es – Julia Adrians „Die Dreizehnte Fee. Erwachen“. Ich liebe Märchenadaptionen und wollte selbst eine zu Aschenputtel schreiben. Und dann kamen Halo Summer und Julia Adrian. Die eine frech und unangepasst, die andere bildgewaltig. Beide Bücher Jahreshighlights (Halo Summer Platz 2 2016, Julia Adrian 2017). Wie könnte ich dieses Niveau jemals auch nur annähernd erreichen?
5. Welcher Buchcharakter wärst du gerne?
-> Die schwierigste Frage zum Schluss. Es gibt so viele tolle Charaktere, und so viele unterschiedliche Gründe, warum man einer von ihnen sein möchte. Sei es ein guter Charakter, magische oder besondere Fähigkeiten, oder einfach ein spannendes Love Interest. Nach langem, reiflichen Überlegen entscheide ich mich mal für eine gute Mischung aus allem: „Gideon de Villiers“ (Kerstin Gier, Edelsteintrilogie).

Bevor ich abschließend noch für jeden, der sich angesprochen fühlt, eigene Fragen aufstelle, verlinke ich noch schnell die geforderten fünf Blogposts :D.

Zu guter letzt nun noch meine fünf Fragen:

  1. Welcher Serien-/Film-/Buchtod hat dich am meisten getroffen?
  2. Welchen Autor würdest du gern persönlich treffen und warum?
  3. Einhorn oder Drache? Pinguin oder Koala? Katze oder Hund?
  4. In welcher fantastischen Welt würdest du gern leben?
  5. Wenn du dir eine Fortsetzung eines Buches wünschen könntest, welche wäre das (rein hypothetisch, auch bereits verstorbene Autoren)?

 

[Gewinnspiel] Auslosung des Geburtstagsgewinnspiels!

Soeben habe ich das große Geburtstagsgewinnspiel ausgelost – und sehr, sehr lange über den Listen mit den Namen gebrütet.

Insgesamt haben mich 33 Namensvorschläge erreicht – 24 auf Facebook und 9 hier auf WordPress. Nachdem ich hin und her überlegt habe, hatte ich die Liste schnell auf zwei, drei Namen eingegrenzt. Doch bevor wir zum Gewinner des Sonderpreises kommen, löse ich erstmal die Verlosung auf :).

Den blauen Einhornschlüsselanhänger gewinnt: Anke o’Brien, für ihren Vorschlag „Konie“ hier auf WordPress, den rosa Einhornschlüsselanhänger gewinnt Sabine Kohlert für ihren Vorschlag Klara auf Facebook.

Doch nun zum Sonderpreis *Trommelwirbel*.

Eine Ausgabe von „Das Päckchen“ erhält Anna von „weltaustinteundpapier“ für ihren Vorschlag „Eleanor“. Lange war es für mich undenkbar, einen Vorschlag zu prämieren, der keine Alliteration beinhaltet 😀 – doch mit „Eleanor“ gelang es Anna, mir eine neue Namensdimension zu eröffnen, da ich bei dem Vorschlag sofort an Eleanor of Aquitaine denken musste. Von da war es nur noch ein kleiner, historisch-gedanklicher Katzensprung zu dem Namen, den ich schlussendlich ausgewählt habe: „Luise“. Konrad und Luise, Luise und Konrad. Auch wenn sich kein toller Shipping-Name bilden lässt, ein tolles Paar.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, die Gewinner werde ich individuell anschreiben und nach ihren Adressen fragen. An alle, die dieses Mal nicht gewonnen haben: Nicht traurig sein – das nächste Gewinnspiel kommt bestimmt. Vielleicht schon zur Messesaison (FBM, Lit.Love) oder zum Erscheinen der Drachenstern-Anthologien, aber spätestens zum Jahresausklang.

Allen noch einen schönen Sonntag.

[Verlagsvertrag] Das historische Triple!

Bevor (seid wachsam!) im Laufe des heutigen oder morgigen Tages ein großer Gewinnspielbeitrag online geht, möchte ich noch die Gelegenheit nutzen, auch hier bekanntzugeben, dass ich erneut einen Autorenvertrag beim Burgenwelt Verlag für eine historische Kurzgeschichte unterzeichnet habe – zum dritten Mal in Folge! 🙂

Dieses Mal ging es um mittelalterlichen Horror – eigentlich so gar nicht mein Genre, aber man muss ja auch mal über seinen Schatten springen, um sich weiterzuentwickeln. Auch wenn sicherlich noch viel Arbeit im Verlagslektorat vor mir liegt, hoffe ich doch, dass Ihr später mit der Geschichte genausoviel Spaß habt wie ich beim Schreiben. Ich freue mich jedenfalls schon auf das fertige Büchlein, das planmäßig im Dezember 2017 erscheinen wird, und in dem auch viele bekannte Gesichter aus den letzten Büchern vertreten sind :).

Hier noch das zauberhafte Cover zu der Anthologie!

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[FBM2016] Schönheit liegt im Auge des Betrachters (Tag 4)

Nachdem ich etwas angeschlagen in den Tag gegangen bin, habe ich den Messesamstag etwas ruhiger angehen lassen (sofern man davon sprechen kann, da jeder gute Vorsatz von den Menschenmassen zunichte und der Tag stressig gemacht wurde). Am Vormittag war ich bei einem Meet & Greet der Autorin Ashley Gilmore, deren Buch „Lizzy (Princess in love 1)“ ich ja gestern auch auf dem Blog besprochen habe. Das Bild dazu wird in Kürze nachgereicht :). Die Signierstunde von Laura Newman, die ich im Anschluss geplant hatte, ließ ich dann ausfallen, da der Stand so belagert war, dass die Wartezeit sicherlich locker eine Stunde betragen hätte.

In der Mittagspause traf ich mich dann mit der Autorin Anna Eichenbach. Es ist immer toll, die Gesichter und Persönlichkeiten zu den Autoren und Autorinnen kennen zu lernen, mit denen man zusammen zwischen Buchdeckeln steckt :).

Am Nachmittag bin ich dann durch die Hallen gestreift, habe mir Kinderbücher aus 20161022_121506anderen Ländern angesehen und bin dabei, unter anderem, über diese makabre Illustration aus einem mexikanischen oder spanischen Kinderbuch gestoßen, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Auch die Präsentation der Niederlande und Flanderns habe ich besucht, aber auch dieses Jahr konnte mich das Gastland nicht restlos überzeugen.

Später war ich dann auch bei der Verleihung des „Beauty and the Book“-Awards 2016. Von über 600 Einreichung war in 10 Kategorien durch ein Online-Voting jeweils ein Sieger ermittelt worden (u.a. Allgemeine 20161022_165453Literatur, Kinder- und Jugendbuch, Kochbuch, Reisebuch, Kunstbuch etc.), die sich dann auf der FBM der Bewertung der Messebesucher stellten. Den Dreikampf um die meisten Stimmen entschied dabei (entgegen meiner Wertung^^) das Buch „Die 100 wichtigsten Dinge“ aus dem Hatje Cantz Verlag.

Auch am Sonntag werde ich es geruhsam angehen lassen, mich mit einigen Kollegen treffen und am Nachmittag (hoffentlich) die DCM besuchen.

Liebe Grüße
Erik

Ps: Vielen Dank, dass Ihr die Messeberichte so toll annehmt!

[Buchgedanken] Anthologie: „Flucht in ein sicheres Leben“

Selten fiel mir ein Blogpost so schwer wie dieser. In den letzten Wochen habe ich die Anthologie „Flucht in ein sicheres Leben“, herausgegeben von Torsten Exter und Alfons Th. Seeboth, erschienen 2016 im Wölfchen Verlag, gelesen. Das Buch hat mich schon länger interessiert, ich hatte damals selbst einige Zeit überlegt, mich daran zu beteiligen, mich aber schlussendlich dann für eine andere Ausschreibung im Themenfeld der Flüchtlingsunterstützung entschieden. Das Buch habe ich von der beteiligten Autorin Sarah Ricchizzi bekommen, zudem habe ich im Rahmen der Leipziger Buchmesse damals eine Lesung der Geschichten von ihr und Fabian Dombrowski besucht.

Die Anthologie vereint 22 phantastische Geschichten, die sich alle mit der Thematik Flucht und den damit verbundenen Schicksalen im Rahmen einer High-Fantasy-Geschichte beschäftigen sollen. Von den Einnahmen aus den Buchverkäufen wird zudem ein Euro pro verkauftem Buch an ein Flüchtlingsprojekt gespendet – ein löblicher und unterstützenswerter Ansatz, die Projekte können jede Hilfe gebrauchen, die sie bekommen können.

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(c) Wölfchen Verlag, 2016

 

Sieht man mal davon ab, dass einige der Geschichten meines Erachtens nach nicht der High-Fantasy zuzuordnen sind, ich teils sogar das Obergenre Fantasy verneinen würde, ist dies doch den Autoren und Autorinnen fast durchgehend gut gelungen. Viele Geschichten zeigen gute Ansätze, schildern eindrücklich die Gefahren und Anfeindungen, mit denen Flüchtlinge im tagtäglichen Überlebenskampf konfrontiert werden, ich kann leider nicht auf alle im Einzelnen eingehen. Besonders gut gefallen hat mir in diesem Zusammenhang Anna Eichenbachs: „Der Garten der tanzenden Sterne“. Der Autorin gelingt es mit ihrer Sprache eindrucksvoll, Bilder und Gefühle zu transportieren und den Leser mitten in die Geschichte zu ziehen. Ebenfalls erwähnen möchte ich Sarina Woods Geschichte „Sonnenwende“, die anschaulich das menschenunwürdige Geschäft zeigt, mit dem Schlepper die Notleidenden auspressen und dennoch Hoffnung verbreitet, sowie Sarah Ricchizzis: „Die Geschichte des Luchris Sarberry“. In letzterer ist bemerkenswert, dass diese einen Flüchtlingsgegner in den Mittelpunkt der Geschichte stellt und zeigt, wie dessen pauschalisierendes, vorurteilsbehaftetes Weltbild vor dem Hintergrund der bittereren Realität nicht aufrechterhalten werden kann. Inhaltlich stark fand ich zudem „Raols Reise“, von Lila Lestrange.

Besonders schade – gerade vor dem Hintergrund der größtenteils überzeugenden Geschichten – finde ich, dass das Buch leider über diverse Schwächen verfügt. Über die kleineren Schwächen in der Geschichtenauswahl und -Anordnung könnte man noch hinwegsehen, jedoch ist das Buch erheblich fehlerbehaftet. Schwächen im Lektorat, Korrektorat und katastrophale Satzfehler trüben das Lesevergnügen immens und hätten normalerweise dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht zu Ende gelesen hätte. So etwas ist mir, bei einem Verlagsprodukt, bisher noch nie untergekommen. Fehlende Vitae, Schreibfehler im Inhaltsverzeichnis und Leerseiten sind nur einige der Sachen, die man hier erwähnen könnte.

Was dabei noch schwerer wiegt, ist der Umgang des Verlages mit der komplett berechtigten Kritik und die irrelevanten und teils hanebüchenen Erklärungsversuche, auf die ich hier nicht näher eingehen möchte.

Nicht verschweigen möchte ich vor dem Hintergrund jedoch, dass zumindest insoweit Einsicht gezeigt wird, dass nach Verlagsangaben die Anregungen in die zweite Auflage des Buches aufgenommen und die Fehler ausgemerzt werden. Das Gesamtbild kann dies jedoch nicht retten.

Mein (trauriges) Fazit? „Flucht in ein sicheres Leben“ ist ein toll angelegtes Projekt mit einer unterstützenswerten Zielrichtung. Das Buch vereint 22 größtenteils gute, teils sogar sehr gute Geschichten, Schwächen in der Umsetzung trüben jedoch den Gesamteindruck und das Lesevergnügen immens. Schade um die tollen Geschichten – das hätte so gut werden können!