Auslosung des Blind-Date-Gewinnspiels

Heute möchte ich – ohne große Vorrede – das Blind-Date-Gewinnspiel des letzten Wochenendes auslosen. Eine Ausgabe von „Und wenn die Welt verbrennt“ geht an: Susi! Vielen Dank auch den anderen beiden Teilnehmern Tanja und Suse (susesbuchtraum). Nicht die Köpfe hängen lassen – das nächste Gewinnspiel folgt bestimmt bald, spätestens aber wohl zur Leipziger Buchmesse Ende März.

Ava Reed und Stefanie Hasse in Frankfurt – ein Lesungsbericht

Gestern Mittag ging es für mich spontan nach Frankfurt in die Hugendubel-Buchhandlung. Ava Reed präsentierte dort ihr in dieser Woche beim Ueberreuter Verlag erschienenes Buch „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“. Zudem nahm als „Special Guest“ Stefanie Hasse an der Veranstaltung teil, plauderte mit Ava und dem Moderator und las aus ihrem neuesten Werk „Heliopolis 2 – Die namenlosen Liebenden“.

Auch wenn der Hugendubel wohl nicht mit dem enormen Andrang gerechnet hatte, wurde flink darauf reagiert. Schnell wurden weitere Stühle herangeschafft, um mehr Sitzplätze bereitzustellen. Zudem gab es am Ende der Veranstaltungen für die Leser kleine Goodies wie eine Taschenbuchbox zu Avas Roman „Die Stille meiner Worte“ – und Papiertüten, mit den Covern von Avas ersten beiden Titeln bei Ueberreuter. Natürlich konnte man auch die Bücher der Autorinnen kaufen und signieren lassen. Einziges Manko: Von Stefanie Hasses Büchern gab es nur sehr wenige, sodass diese relativ schnell vergriffen waren.

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Ich persönlich ließ mir natürlich Avas neuesten Roman signieren – und nutzte die Gelegenheit auch noch dazu, etwas den Hugendubel zu erkunden. Dabei stieß ich – Wunder geschehen! – auch noch auf die überall ausverkaufte Special-Hardcover-Edition von „Someone New“, dem neuesten Roman von Laura Kneidl, und nahm sie natürlich direkt mit.

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Alles in allem also eine sehr gelungene Veranstaltung – und ein toller Tag, der die Vorfreude auf die Leipziger Buchmesse noch stärker geschürt hat. Es wird endlich Zeit, dass das Messejahr 2019 beginnt!

[Gewinnspiel] Blind Date mit einem Buch

Pünktlich zum Valentinstag nahm ich auf Facebook an einer tollen Aktion teil, die von der lieben Kollegin Janna Ruth ins Leben gerufen wurde (ihr Buch „Im Bann der zertanzten Schuhe“ habe ich auch bereits besprochen).

Unter dem Titel „Blind Date mit einem Buch“ wurden 33 Bücher mit einem Steckbrief vorgestellt – bereitgestellt von Autoren und Bloggern. Ich hatte mich schon früh zur Teilnahme entschieden, um eines meiner absoluten Lieblingsbücher wieder etwas mehr ins Rampenlicht zu rücken: „Und wenn die Welt verbrennt“ von Ulla Scheler, mein Jahreshighlight 2018. Dabei möchte ich Euch nach der Enthüllung den Steckbrief natürlich auch nicht mehr vorenthalten!

Klingt toll, nicht wahr? Und daher das Beste zum Schluss: Wenn Ihr Euch für dieses Buch interessiert, habe ich hier noch ein weiteres Exemplar rumliegen. Kommentiert einfach diesen Beitrag damit, warum Ihr das Buch lesen wollt, und schon hüpft Ihr in den Lostopf.

Hier noch die obligatorischen Teilnahmebedingungen

1. Die Teilnahme ist möglich bis zum 17.02.2019, 23:59:59 Uhr

2. Um teilzunehmen, müsst ihr einen Kommentar unter diesen Blogpost setzen.

3. Jeder, der die obigen Teilnahmebedingungen erfüllt, erhält ein Los. Es werden nur Kommentare unter dem Originalbeitrag auf WordPress in die Wertung/Verlosung genommen. Kommentare unter dem Facebook-Beitrag oder weiteren Beiträgen zählen nicht für die Verlosung.

4. Es ist keine Pflicht und es gibt auch keine Zusatzlose für das Rebloggen des Beitrages auf WordPress oder das Teilen und Freunde markieren auf Facebook. Freuen würde ich mich natürlich dennoch drüber :).

5. Nach Ablauf der Zeit wird das Gewinnspiel zeitnah ausgelost und der Gewinner wird sowohl hier als auch auf der Facebook-Seite veröffentlicht. Meldet sich der Gewinner dann nicht binnen einer Woche, wird der Gewinn neu vergeben.

6. Das Gewinnspiel steht in keinerlei Zusammenhang mit facebook oder WordPress.

7. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.

8. Es existiert kein Rechtsanspruch auf den Gewinn. Für auf dem Postweg entstandene Verluste oder Schäden wird keine Haftung übernommen.

9. Der Verlosende behält sich vor, Kommentare, die ehrverletzend sind, gegen die guten Sitten verstoßen oder pornografische, gewaltverherrlichende oder rechts-/linksradikale Inhalte besitzen, zu löschen und von der Verlosung auszuschließen.

Viel Erfolg!

Mini Buchtraum Award

Eine neue Runde, ein neuer Bloggeraward. Vor wenigen Tagen hat mich Anna von „Welt aus Tinte und Papier“ für den Mini Buchtraum Award nominiert, der von „Suses Buchtraum“ ins Leben gerufen wurde. Die Nominierung nehme ich natürlich gern an, verzichte allerdings darauf, selbst eine neue Runde an Bloggern zu nominieren :).

 

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Daher komme ich nun direkt zu den einzelnen Fragen :).

  1.  Hast du schon mal von einem deiner gelesenen Bücher oder von einem Autor/einer Autorin geträumt? Beschreibe, wie der Traum war.
    -> Oha, eine heftige Eingangsfrage. Es kommt nicht allzu häufig vor, dass ich von Büchern träume, aber gelegentlich passiert es doch – in aller Regel, wenn es auch Verfilmungen gibt, die den Charakteren ein noch genaueres Bild geben, sie einem plastisch ins Gedächtnis einbrennen. Aber träume ich auch von einem Autor, einer Autorin? Nächste Frage 😀 😀 :D.
  2. Welches ist dein Traum-Buch-Cover?
    -> Wo soll ich anfangen? Als Coverlover, als Fan von tollen Hochglanzdesigns gibt es soviele Cover, die mich bezaubern und begeistern. Wenn ich mich auf eines festlegen muss, wähle ich in aller Regel „Selection – Der Erwählte“, aber da ich mittlerweile auf einen großen Fundus zurückgreifen kann, gibt es hier einfach mal drei wunderwunderschöne Bilder. Mein Lieblingsdesigner? Covergott Alexander Kopainski, der auch das hier ebenfalls vorgestellte Cover zu „Wir fliegen, wenn wir fallen“ gezaubert hat.

  3. Wenn du dein eigenes Traumbuch schreiben könntest, um was würde es in dem Buch gehen?
    -> Puh, schwierig – als Autor habe ich mehrere Traumbücher. Eines meiner Herzensprojekte ist aber sicherlich eine neuzeitliche Märchenadaption von Aschenputtel, die im heutigen London spielt. Zudem wollte ich schon immer ein Buch über die letzte Zeit der Tempelritter schreiben, und ein Liebesdrama im britischen Hochadel mit anschließender Flucht nach Amerika, um dort in die Wirren des Bürgerkrieges zu geraten, steht auch hoch im Kurs. Aber das alles befindet sich noch ganz am Anfang, erscheint frühestens in ferner Zukunft :).
  4. Welches Buch war dein schlimmster Albtraum?
    -> Schon wieder nicht einfach zu beantworten. Ich habe, wenn ich mich recht entsinne, nur ein einziges Buch abgebrochen. Was mich aber unsäglich gequält hat – und dabei mochte ich eigentlich die Schullektüre („Effi Briest“ gehört noch immer zu meinen Lieblingswerken) – war „Katz und Maus“ von Günter Grass.
  5. Top oder Flopp: Das Buch, das du gerade liest, ist bis jetzt Top oder Flopp?
    -> Endlich eine leichte Frage. Ich lese gerade Bianca Iosivonis „Soul Mates – Ruf der Dunkelheit“, den zweiten Teil der „Soul Mates“-Dilogie. Eigentlich wollte ich in der Zwischenzeit etwas anderes lesen, aber da der erste Teil mich so begeistert und gepackt hat, konnte ich gar nicht anders, als direkt weiter in die Welt um Rayne und Colt einzutauchen. Beide Rezensionen erscheinen in Kürze hier auf dem Blog – aber bereits jetzt kann ich sagen: absolutes Potential zu einem der Jahreshighlights! 🙂

So – das war es soweit erstmal wieder von mir :). Ich hoffe, ich habe alle Fragen zur Zufriedenheit beantwortet :D. Bis zum nächsten Award!

[Veröffentlichung] „Der Schatten des Schwarzen Todes“ – nun vorbestellbar!

In 5 Wochen, am 20.03.2019, und damit pünktlich zur Leizpiger Buchmesse, erscheint im Burgenwelt Verlag die nächste historische Anthologie: „Der Schatten des Schwarzen Todes: 13 Pestgeschichten“. Einer der dreizehn Beiträge entstammt meiner Feder und trägt den, hochdramatischen, Titel: „Das blutige Skalpell“. Unter den anderen Autoren tummeln sich sowohl bekannte Gesichter wie Alvar Borgan, Anna Eichenbach und Anton Vogel, als auch neue Kollegen, die ich hoffentlich in Leipzig kennenlernen werde.

Da der Veröffentlichungstermin in großen Schritten näher rückt, möchte ich Euch heute das Cover in ganzer Pracht präsentieren :).

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Übrigens kann das Buch seit gestern auch vorbestellt werden, unter anderem *hier*. Herausgegeben wird die Sammlung von Regine D. Ritter und Jana Hoffhenke. Ich kann es kaum erwarten, endlich die fertigen Bücher in Händen zu halten.

Ran an den SuB mit Ava 2019 – Februar

Und schon wieder hat vor einigen Tagen ein neuer Monat begonnen – die Zeit verrinnt derzeit wie im Fluge und ich komme kaum hinterher mit allen Büchern, die ich lesen möchte.

Dennoch habe ich natürlich – wie üblich – mir auch dieses Mal für Avas SuB-Abbau-Challenge drei Bücher ausgesucht, die im Februar 2019 zu folgendem Thema passen mussten: „Über 450 Seiten“.

Gewählt habe ich drei Bücher, denen ich teils schon sehr lang entgegen fiebere, die alle Teil oder Beginn einer Reihe sind.

  • Caroline Brinkmann: „Die Vereinten“
  • Trudi Canavan: „Sonea – Die Heilerin“ (Sonea 2)
  • Hanna Caspian: „Gut Greifenau – Abendglanz“ (Greifenau 1)

Auf einen tollen Lesemonat!

Shortlistplatz für „Touchdown für die Liebe“ (AT)!

Nachdem ich es Anfang der Woche bereits auf den Social-Media-Kanälen verkündet habe, und so langsam beginne, es wirklich zu realisieren, möchte ich Euch heute auch hier die tolle Neuigkeit mitteilen!

Meine Einsendung „Touchdown für die Liebe“ (AT) hat es beim großen Schreibwettbewerb „Write! Love! Sport!“ des PIPER Verlages in Zusammenarbeit mit Buchszene aus weit über 100 Einsendungen auf die 13 Titel starke Shortlist geschafft!

Mein allererstes eingereichtes Exposé, ein für mich doch leicht ungewohntes Genre, keinerlei Erfahrungen im Romanbereich als Kurzgeschichtenautor und ein sehr straffer Zeitplan … sehr wenig sprach für einen Erfolg des Titels. Umso überraschter und erfreuter bin ich, dass die Geschichte um den Quarterback Spencer Gilmore und die Literaturstudentin Jane Edwards die hochkarätig und divers besetzte Jury überzeugen konnte.

Pitch und Mini-Leseprobe der Geschichte können unter diesem Link gefunden werden. Dort kann auch im nun anstehenden Publikumsvoting für den Titel oder für die zwölf anderen tollen Autorinnen gevotet werden. Jede Stimme zählt, jede Stimme zeigt dem Verlag, dass seitens der Leser Interesse an dem Genre besteht – sodass am Ende vielleicht nicht nur der Gewinner des Votings, sondern auch einige weitere Geschichten mit einem Verlagsvertrag ausgestattet werden können. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja auch bei mir und ein Debütroman erscheint schneller, als ich je gedacht hätte.

[Buchgedanken] Manuela Schörghofer: „Die Klosterbraut“

Bevor ich in Kürze ganz tolle Neuigkeiten für Euch habe, möchte ich Euch heute noch den Debütroman von Manuela Schörghofer vorstellen. „Die Klosterbraut“ ist 2019 bei MIRA Taschenbuch in der HarperCollins Germany GmbH, Hamburg, erschienen und dem Genre historischer Roman zuzurechnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an die Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

51YoIpok-OL._SX334_BO1204203200_Es ist Frankas Bestimmung, nach der Hochzeit ihrer wunderschönen Schwester den väterlichen Rittersitz zu verlassen, um in ein Kloster einzutreten. Doch vorher möchte sie noch ein letztes Mal auf dem Rücken ihres Pferdes die Freiheit des Waldes, den Wind in ihren Haaren spüren und schleicht sich heimlich aus der Burg. Im Wald stolpert sie einem jungen Ritter in die Arme. Überwältigt von seiner Anziehungskraft und den Gefühlen, die er in ihr auslöst, beginnt Franka, ihre Zukunft in Frage zu stellen. Bis zu dem Moment, als sie erkennt, dass es sich bei dem Fremden um Wulf vom Röllberg, den Verlobten ihrer Schwester, handelt.

„Die Klosterbraut“ ist ein gelungener Debütroman, der vieles richtig macht. Eingebettet in ein tolles Setting, wirft der Roman die essentiellen Fragen der Zeit auf, handelt von Leben und Tod, Glaube, Liebe und Schicksal. Sprachlich sauber zieht die Autorin den Leser sofort mitten ins Geschehen – und in den Bann von Franka, einer Protagonistin, mit der man sich sofort identifizieren kann.

Mit unerwarteten Wendungen gelingt es der Autorin, den Leser immer wieder vom – zugegebenermaßen erwartbaren – Ende abzubringen, ihn zu überraschen und mit neuen Problemen zu konfrontieren. Die größte Stärke des Romanes liegt jedoch in der Figurenentwicklung. Protagonisten und Nebencharaktere sind sorgsam ausgearbeitet und entwickeln sich im Laufe der Geschichte auch organisch weiter – lediglich Melindas Wandlung habe ich ihr nicht gänzlich abgenommen.

Manuela Schörghofers Schreibstil lässt sich – trotz der gelungenen Sprache – leicht und flüssig lesen, ist nicht belehrend und hält die Balance zwischen historischer Authentizität und modernen Leseansprüchen. Auch wenn ich mir einige Beschreibungen mehr gewünscht hätte – das Buch hätte sicherlich 50 Seiten mehr vertragen können – erschafft die Autorin in der Gesamtheit ein sehr rundes, gerade auch für Genreanfänger gut geeignetes Werk.

Lektorat und Korrektorat haben solide gearbeitet, die wenigen, vorhandenen Fehler stören kaum den Lesefluss. Der Buchsatz ist gelungen, aber unauffällig. Ein Pluspunkt ist das vorhandene Glossar und die Dramatis Personae, die man aber noch etwas gekonnter hätte in Szene setzen können. Wie üblich hätte ich mich auch über eine Karte und ggf. einen Stammbaum gefreut, letzterer kann hier aber eher vernachlässigt werden, da die familiären Verstrickungen nicht allzu kompliziert sind. Begeistert bin ich jedoch vom Cover, das nicht nur hochwertig geprägt ist, sondern auch von der Motivwahl sehr edel anmutet. Noch eine Schachfigur als Gimmick und es würde nahe an die Perfektion rutschen.

Mein Fazit? „Die Klosterbraut“ ist ein gelungenes und überzeugendes historisches Debüt, das vor allem durch tolle Charaktere und ein authentisches Setting punkten kann. Für Fans des Genres bedenkenlos zu empfehlen – und auch für Leser, die gern mal in das Genre hineinschnuppern wollen.

 

 

 

LBM2019 – der Trip steht!

Nun ist es offiziell! Nach der bereits erfolgen Akkreditierung und der weit im voraus vorgenommenen Hotelbuchung hat sich nun auch das letzte Puzzleteil ins Bild eingefügt: Mein Urlaub wurde genehmigt! Und so steht einem Aufenthalt in Leipzig von Mittwoch (20.03.2019) bis Montag (25.03.2019) nichts mehr im Wege :).

Ich freue mich schon darauf, tolle Autoren wie Ava Reed, Nina MacKay oder J. Vellguth zu treffen, Freunde, Bekannte und Kollegen wiederzusehen. Zudem bin ich sicherlich das ein oder andere Mal am Stand des Burgenwelt Verlages anzutreffen, da ich dort mittlerweile in vier Anthologien vertreten bin! 🙂

Sicherlich werde ich, wenn ich Anfang März mein Programm genau plane, noch den ein oder anderen (inter-)nationalen Superstar reinmischen, den ein oder anderen Vortrag oder Workshop. Ich kann die Messe bereits jetzt kaum erwarten – und freue mich schon darauf, mit der LBM in ein hoffentlich tolles Messejahr 2019 zu starten. Zur Einstimmung dieses Mal noch ein paar Impressionen von der LBM2017 :).

 

[Buchgedanken] Vera Jürgens: „Emmas Weg“

In den letzten Tagen habe ich „Emmas Weg“ von Vera Jürgens gelesen – vielen Dank an dieser Stelle auch an die Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares. Der Roman ist 2018 im Selfpublishing erschienen und eine Mischung aus einem Entwicklungsroman und einem Liebesroman mit spirituellen Elementen.

41aK472H3oL._SX326_BO1204203200_Nachdem sie ihren Freund mit einer anderen Frau erwischt hat, trennt sich Emma von ihm und fliegt nach Indien, um sich selbst zu finden und spirituell zu wachsen. Dort lernt sie die extrovertierte Gesa sowie den Journalisten Jan kennen, zu dem sich Emma sofort hingezogen fühlt. Als auch ihr Ex-Freund auftaucht, um sie zurückzuerobern, wird alles kompliziert. Erst in einem Ashram in Patna gelingt es Emma, spirituell aufzuwachen und zum Guru aufzusteigen. Doch dann steht plötzlich Jan wieder vor ihr …

„Emmas Weg“ ist zugleich Liebesroman, Entwicklungsroman und spirituelles Buch, es ist Reiseführer und Porträt der indischen Gesellschaft. Und gerade hier liegt auch die größte Stärke des Romanes. Durch die lebensnahen Beschreibungen, durch die vielen Bilder und Personen, durch die Reisen der einzelnen Charaktere lernt  man als Leser die indische Lebensweise, Land und Leute kennen und lieben. Dabei zeigt der Roman auch die krassen Gegensätze zwischen den 5-Sterne-Luxushotels und einfachen Unterkünften, zwischen Stadt und Land auf. Er vermittelt dem Leser spirituelle Konzepte und nimmt ihn auf dem Weg zur Selbstfindung an die Hand, lässt ihn mit Emma zusammen lernen.

Ungeachtet dessen, ob man den Weg zur Erweckung akzeptiert oder nicht, enthält der Roman viele allgemeingültige Wahrheiten, sorgt dafür, dass man sich mit relevanten Themen auseinandersetzt. Dass dabei gelegentlich leicht über das Ziel herausgeschossen wird – wie zum Beispiel bei Gesas Liebe zu Joints – vermag den positiven Eindruck nur leicht zu schmälern.

Genretypisch sind Teile der Handlung natürlich vorhersehbar, der Autorin gelingt es jedoch, immer mal wieder mit unerwarteten Wendungen das erwartbare Ende etwas hinauszuzögern. Vor dem Hintergrund des malerischen Settings kann man als Leser dabei über kleinere Schwächen in der Handlung, über kleinere Längen durchaus auch hinwegsehen.

Von der Buchgestaltung bin ich allerdings nicht restlos überzeugt. Lektorat und Korrektorat haben sehr ordentlich gearbeitet, die wenigen vorhandenen Fehler schmälern keinesfalls den Lesefluss. Der Buchsatz hingegen lässt etwas Kreativität, etwas Frische vermissen und setzt gerade zum Anfang und zum Ende hin kaum Akzente. Das Cover ist ein Eyecatcher und farblich ausdrucksstark, ich hätte mir aber noch eine stärkere Bindung zum Inhalt des Buches gewünscht.

Mein Fazit? „Emmas Weg“ ist ein grundsolider Liebes- und Entwicklungsroman, der mit einem tollen Setting und der ausdrucksstarken Beschreibung der kulturellen Gegensätze punkten kann. Kleinere Schwächen vermögen dabei das Lesevergnügen nicht zu schmälern. Für Liebhaber von spirituell angehauchten Entwicklungsromanen bedenkenlos zu empfehlen.