[LBM2019] Tag 3 – Von Drachen und Geistern

20190323_091845Der dritte Tag der Buchmesse stand für mich hauptsächlich im Zeichen der Fantasy, denn der Großteil der Veranstaltungen, die ich besuchte, drehten sich um dieses Genre, um fantastische Wesen, Figuren, um Magie und Übersinnliches. Den Start machte eine Signierstunde von Stefanie Hasse, bei der ich mir „Die Welt hinter den Buchstaben“, den zweiten Band ihrer „BookElements“-Reihe signieren ließ.

IMG-20190323-WA0004Im Anschluss besuchte ich den Empfang beim PIPER-Stand für die Shorlistkandidaten des „Write! Love! Sports!“-Schreibwettbewerbes. Bei tollen Gesprächen mit den anderen Autorinnen und Verlagsmitarbeitern, einem Glas Sekt und kleineren Süßigkeiten konnte man den Vormittag gemütlich ausklingen lassen. Die ganze Kraft, war auch für den Folgetermin nötig! In der MCC-Halle signierte niemand geringeres als Christopher Paolini, Fantasy-Superstar, Vorbild und Held meiner Jugendzeit. Ein heftiges Gedränge, ein überforderter Verlag, unklare Warteschlangen und eine mangelhafte Planung sorgten für reichlich Unmut – auch wenn sich die Wartezeit von etwa 90 Minuten noch durchaus in Grenzen hielt.

20190323_145401Da ich pünktlich die Signierstunde verlassen konnte, besuchte ich im Anschluss eine – phantastische – Lesung von Nina MacKay, die aus ihrem neuesten Buch „Black Forest High: Ghostseer“, einem Roman über eine Schule für Geisterjäger, Exorzisten und Geistmedien, las. Sehr interessant – und ganz sicherlich eines der Bücher, das nach der Messe bald auf meinen SuB wandern wird.

54524585_2231464190246164_544665727886426112_nAm Nachmittag stand dann die zweite Release-Party der Messe an. Zusammen mit den Herausgeberinnen Jana Hoffhenke und Regine D. Ritter und einigen teilnehmenden Autoren (Olaf Lahayne, Alvar Borgan, Ulrike Stutzky und ich), wurde die neue Anthologie des Burgenwelt Verlages, „Der Schatten des Schwarzen Todes“, vorgestellt und gebührend gefeiert. Enthalten ist meine Geschichte „Das blutige Skalpell“. Damit endete auch schon der dritte Messetag, ein Ende ist leider bereits in Sicht. Morgen stehen noch einige letzte Lesungen und/oder Meet & Greets an, bevor die erste Messe des Jahres bereits wieder ihre Pforten schließt.

[LBM2019] Tag 2 – Die Ruhe vor dem Sturm

Kaum vorstellbar – aber die halbe Messe liegt bereits hinter mir. Zeit, um den gestrigen Tag noch einmal Revue passieren zu lassen. Obwohl ich einige Termine hatte, war auch dieser Tag eher ruhig, eher beschaulich, bevor heute sicherlich die 20190322_193227Menschenmassen über Leipzig hereinbrechen. Meine erste Veranstaltung des Tages: eine Signierstunde beim Drachenmond Verlag – mir fehlte noch Nina MacKays „Mettigel“-Signatur in ihrem neuesten Märchenwald-Band, den ich auch nach der Messe hier vorstellen werde. Ich nutzte die Gelegenheit, um mir auch noch das Thrillerphänomen „Was geschah mit Femke Star“ von Kerstin Ruhkieck signieren zu lassen. Doch halt – da sind zwei Bücher auf dem Bild? :D. Richtig beobachtet – eines für mich, und … eines für Euch! Kerstin war so nett und signierte mir noch ein weiteres Exemplar, das ich im Anschluss der Messe mit einigen Goodies für Euch verlosen werde.

20190322_121558Im Anschluss ging es zum ersten Bloggertreffen des Tages. Der Verlag Kiepenheuer & Witsch stellte die Bestsellerautorin und prämierte Autorin Vea Kaiser mit ihrem neuesten Werk „Rückwärtswalzer: oder die Manen der Familie Prischinger“ vor. Da die österreichische Autorin zudem acht Kilogramm selbstgebackene Kekse und österreichischen Weißwein mitbrachte, eine wirklich gelungene Veranstaltung mit viel Witz, Charme – und einem sehr interessant klingenden Buch, das ich unbedingt noch beim Verlag anfordern muss.

20190322_152130Nach einer längeren Pause stand dann das nächste Bloggerevvent auf dem Plan. Die Verlage Carlsen (Impress und Dark Diamonds), Forever by Ullstein und Piper Digital stellten in einer Verlagspreview ausgewählten Bloggern die Novitäten ihrer Programme vor – und da kommt einiges in den nächsten Monaten auf die Leser zu. Natürlich gab es auch eine obligatorische Goodiebag mit einem Taschenbuch von Carlsen Impress und einigen Goodies (von denen sicher das ein oder andere auch den Weg in die Verlosung für Euch findet).

20190322_163250Zum Abschluss des Tages ein Termin in eigener Sache. Der Eridanus Verlag feierte mit den Autoren, mit Lesern und Gästen das Erscheinen der Anthologie „Alien Eroticon“, zu der ich die Geschichte „Die Rache der Sis“ beigesteuert habe. Es war toll, viele bekannte Kollegen wiederzutreffen, aber auch neue Leute kennenzulernen. Insgesamt waren sogar sieben der beteiligten Autoren am Stand: Alvar Borgan, Nele Sickel, Carolin Lüders, Nob Sheperd, Anna Mai, Nadine Muriel und ich. Ein feuchtfröhlicher Nachmittag, ein gelungener Abschluss des Tages.

Heute wird es spannend. Ich hoffe, ich bekomme mein Tagesprogramm durch. Denn es ist *hyperventilier* Superstar-Tag. Muss ich mehr sagen als: CHRISTOPHER PAOLINI?

[LBM2019] Tag 1 – Ein ganz entspannter Start

Endlich öffnete die Messe ihre Tore, endlich war es wieder Zeit für die LBM. Auch wenn sie mit einem kleinen Ärgernis startete – die Security weigerte sich, mich mit – auf der Website der LBM ausdrücklich erlaubten – Glasflaschen das Gelände betreten zu lassen, konnte ich die Probleme noch aus der Welt räumen. Ein Anruf beim Messeservice, ein Besuch des Bereichsleiters 20 Minuten später, ließ der Security keine andere Wahl mehr, als mich schließlich passieren zu lassen :D. Mein Weg führte mich zuerst zum Stand der LLC, dann zum Gemeinschaftsstand des Burgenwelt Verlags und des Eridanus Verlags, wo ich meine fünf dort ausgestellten Anthologien direkt fotografierte.

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20190321_115401.jpgIm Anschluss führte ich meine erste Veranstaltung des Tages durch: ein Autoreninterview mit Tina Skupin – Autorenkollegin bei Ohneohren, beim Burgenwelt Verlag und Hybridautorin, unter anderem mit einem Roman für die Märchenspinnerei. Wie beim Interview im letzten Jahr von der LBM mit Nora Bendzko, wird auch dieses im Nachhinein veröffentlicht. Vielleicht bildet sich hier ja eine neue Tradition? Gibt es schon Anwärter für die LBM2020? :D. Bevor es zu meinem nächsten Programmpunkt ging, nahm ich noch schnell am Lyx-Rad teil und gewann dort ein E-Book, das sicherlich Bestandteil einer Verlosung nach der Messe wird – bleibt wachsam!

20190321_140957.jpgNach einer kleinen Pause beim Burgenwelt Verlag ging es dann zu einer Lesung. Tanja Voosen las aus „My First Love“ und dem – noch nicht erschienenen – Nachfolgeband „My Second Chance“. Bereits auf dem Lit.Love-Lesefestival 2018 lernte ich Tanja und ihr Buch kennen – nach der heutigen Lesung bin ich noch interessierter. Klingt nach genau der richtigen Lektüre für mich!

Nach einer erneuten Pause – ja, heute alles sehr entspannt – und einigen Treffen mit Freunden und Bekannten (Jacqueline Mayerhofer, die mir ihr Buch überreichte, Nadine Muriel, Tanja Dietze, Regine D. Ritter u.v.m.), stand auch schon der letzte, große Programmpunkt des Tages an: die Verleihung des 20190321_172923SERAPH 2019. Gewonnen haben Bernhard Hennen (im Bild, bestes Buch für: „Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte“),  Birgit Jaeckel (bester Independent-Titel für: „Das Erbe der Rauhnacht“) und Kris Brynn (bestes Debüt mit „The Shelter – Zukunft ohne Hoffnung). Auch wenn dies sicherlich verdiente Preisträger sind – vor allem Bernhard Hennen – finde ich es schade, dass es für Nora Bendzko, Stella Delaney (jeweils nominiert für Independent-Titel) und Rebecca Andel (nominiert fürs Debüt) nicht gereicht hat.

Nach dem eher ruhigen Tag steht morgen dann ein etwas stressigeres Programm an. Mit einer Signierstunde, einer Verlagsvorschau, einem Bloggertreffen, einer Releaseparty und einem Autorentreffen ist mein Terminkalender ziemlich gefüllt. Ich freue mich!

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[LBM2019] Es ist angerichtet

Nachdem ich gestern schon in Leipzig angekommen bin, beginnt heute die Messe für mich :). Endlich, endlich hat die messefreie Zeit ein Ende gefunden – ich freue mich schon darauf, mich ins Getümmel zu stürzen, tolle Veranstaltungen zu besuchen und Freunde und Bekannte zu treffen oder neue Gesichter kennenzulernen.

Wen von Euch treffe ich denn alles in den verschiedenen Hallen?

Natürlich habe ich auch wieder ausufernd geplant, daher möchte ich Euch hier noch einige Veranstaltungshighlights da lassen, falls ihr kurzfristig noch Tipps sucht. Mich könnt Ihr übrigens immer mal wieder am gemeinschaftlichen Stand vom Burgenwelt Verlag mit dem Eridanus Verlag (Halle 2, H408) treffen – dort sind fünf Anthologien mit meiner Beteiligung erhältlich – die neuesten beiden werden am Freitag und Samstag jeweils um 16:00 Uhr vorgestellt und gefeiert :).

Doch nun zu den – ausgesuchten – Programmtipps:

  • Donnerstag, ab 14:00 Uhr: Tanja Voosen: „My first love“, Halle 2 G420/E421
  • Donnerstag, ab 17:00 Uhr: SERAPH-Preisverleihung, Halle 2 K500/H501
  • Freitag, ab 10:30 Uhr: Sebastian Fitzek: „Fische, die auf Bäume klettern“, Halle 3, B400
  • Freitag, ab 16:00 Uhr: Ava Reed: „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ Halle 5 D200
  • Samstag, ab 11:00 Uhr (mit anschließender Signierstunde): Cowell Cressida („Drachenzähmen leicht gemacht“), Halle 2 K500/H501
  • Samstag, ab 12:00 Uhr (mit anschließender Signierstunde): Christopher Paolini („Eragon), Halle 1 M400
  • Samstag, ab 14:30 Uhr: Nina MacKay: „Black Forest High“, Halle 2 K500/H501
  • Sonntag, ab 11:00 Uhr: Emily Bold: „Wenn Liebe Wunden heilt“, Halle 5 D211
  • Sonntag, ab 13:30 Uhr: Markus Heitz: „Die dunklen Lande“, Halle 2 K600/H601
  • Sonntag, ab 15:30 Uhr: Liza Grimm: „Die Helden von Midgard“, Halle 2 K600/H601

Viel Spaß auf der Messe! Für alle daheimgebliebenen gibt es an dieser Stelle natürlich wieder Messeberichte, viele Fotos – und wer weiß, vielleicht auch das ein oder andere Gewinnspiel nach der Messe 🙂

[Buchgedanken] Ava Reed: „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“

Schon vor einiger Zeit habe ich Ava Reeds „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ gelesen, musste es aber erst mal einige Tage ruhen lassen, bevor ich es Euch heute pünktlich vor der LBM vorstellen möchte. Das Buch ist 2019 bei der Ueberreuter Verlag GmbH, Berlin, erschienen und dem Genre Jugendbuch zuzurechnen.

51IUh9ZXo9L._SX312_BO1204203200_-1In jeder Dunkelheit brennt ein Licht. Man muss es nur finden!

Der Abschluss. So viele Dinge, die zu tun sind.
Und danach? Ein Studium? Eine Ausbildung? Reisen?
Leni ist ein normales und glückliches Mädchen voller Träume. Bis ein Moment alles verändert und etwas in ihr aus dem Gleichgewicht gerät. Es beginnt mit zu vielen Gedanken und wächst zu Übelkeit, Panikattacken, Angst vor der Angst. All das ist plötzlich da und führt zu einer Diagnose, die Leni zu zerbrechen droht. Sie weiß, sie muss Hilfe annehmen, aber sie verliert Tag um Tag mehr Hoffnung. Nichts scheint zu funktionieren, keine Therapie, keine Medikation. Bis sie Matti trifft, der ein ganz anderes Päckchen zu tragen hat, und ihn auf eine Reise begleitet, die sie nie antreten wollte …

„Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ wird vom Verlag beworben, als das persönlichste Buch von Ava Reed. Auch wenn das unzweifelhaft stimmt – für mich ist es zudem ihr bestes bisher (was man im Kontext sehen muss, denn sowohl „Wir fliegen, wenn wir fallen“ als auch „Die Stille meiner Worte“ fand sich jeweils auf Platz 2 meiner jeweiligen Jahreshighlights 2017 und 2018).

Die Geschichte von Leni und Matti, von Philipp und Anna, von Emma, den Pflegern und Ärzten, Lenis Eltern und Mattis Familie – denn sie sind alle wichtiger Teil der Handlung – berührt den Leser auf sehr eindringliche, gefühlvolle Weise, nimmt ihn mit auf eine Achterbahnfahrt von guten und schlechten Tagen, informiert, ohne jemals belehrend zu werden. Ava Reed zieht den Leser in die Handlung, bindet ihn ein, sodass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Durch die gelungene Wahl der Erzählperspektiven, kann man sich sofort mit Leni – und auch mit Matti – identifizieren, leidet, lacht, weint und verzweifelt mit ihnen.

Die Handlung ist spannend und bietet unerwartete Wendungen, das Setting – Schule, Klinik, Ostsee, etc. – ist schön, real und glaubhaft gezeichnet. Und doch verliert das alles etwas an Wichtigkeit, da die gefühlvolle Sprache, die Emotionalität, die von jeder Seite des Buches tropft, alles überlagert und den Leser – im Positiven – erschlägt. „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ ist ein Buch, das nicht nur gelesen, sondern gelebt, geliebt – und vor allem in der heutigen Gesellschaft gebraucht wird. In einer idealen Welt wird dies mit einer Nominierung zum deutschen Jugendliteraturpreis 2020 bedacht. Ich hoffe, Ueberreuter sieht dies ähnlich und reicht das Werk im Laufe des Jahres ein.

Noch immer fehlen mir etwas die Worte, meiner Begeisterung gerecht zu werden. Wenn es noch irgendwelche Zweifel gab, dass Ava Reed zur Elite der deutschen Jugendliteraturszene gehört, sind diese endgültig ausgeräumt – und ich räume ihr schonmal den Platz neben Ulla Scheler frei: auf dem Podest meiner deutschen Lieblingsautorinnen :D.

Genauso genial wie der Roman ist die Buchgestaltung gelungen. Ein überzeugendes Korrektorat und Lektorat (Emily Huggins), und ein fantastischer Buchsatz, der selbstgemalte und -geschriebene Tagebucheinträge der Autorin enthält, sorgen für ein tolles Gesamtbild. Beim Cover hat sich der begabte Designer und Covergott Alexander Kopainski erneut selbst übertroffen und einen wahren Eyecatcher gezaubert. Zudem ist das Cover hochwertig gedruckt, fühlt sich toll in der Hand an, und auch das Hardcover, das darunter versteckt ist, bietet noch einige, kleine Features.

Mein Fazit? „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ ist Ava Reeds persönlichstes und bestes Buch, gefühlvoll, hochemotional und aktuell. Für jeden bedingungslos zu empfehlen – und aus meinen Jahreshighlights 2019 bereits jetzt nicht mehr wegzudenken.

Budapest- eine Rückkehr zur Inspiration

20190317_143034Das letzte Wochenende verbrachte ich in Budapest. Und neben dem üblichen Stadtbummel, dem guten Essen und den tollen Hotspots, zog es mich vor allem auch wieder zu einem für mich magischen, als Autor wichtigen Ort: Das Café Ruszwurm. Denn genau in diesem Café geschah es, dass ich vor 5 Jahren zum ersten Mal mit der Dobostorte in Kontakt kam. Da ich sie damals – trotz der unglaublichen Geschichte – nicht probierte, musste ich dies nun unbedingt nachholen. Es hat sich gelohnt! Ein wahres Happy-End, schließlich inspirierte mich die Torte auch zu einer meiner frühesten Geschichten, in der sie auch eine zentrale Rolle spielte: „Dobostorte mit Rosenduft“ (erschienen damals im Wunderwaldverlag).

Natürlich möchte ich Euch auch einige weitere Eindrücke von Budapest nicht vorenthalten – neben den gängigen Sehenswürdigkeiten wie der Markthalle auch ein paar Impressionen aus einem coolen Frühstückscafé, das voller Funko-Figuren war :).

Piper-Shortlistvoting: Die Ergebnisse

Herzlichen Glückwunsch an die drei Gewinner des Publikumsvotings des Schreibwettbewerbes „Write! Love! Sport!“ von Piper Digital in Zusammenarbeit mit Buchszene:

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    Photo by Ylanite Koppens on Pexels.com

    Ava Blum (Platz 1)

  • Mia Mai (Platz 2)
  • Ann-Christin Nell (Platz 3)

Für meine Geschichte „Touchdown für die Liebe“ (AT) hat es leider nicht gereicht. Dennoch bin ich sehr stolz darauf, unter die Top13 gekommen zu sein; eine so hochkarätige Jury für die Geschichte von Jane Edwards und Spencer Gilmore begeistert zu haben.

Wie es mit dem Projekt weitergeht? Wer weiß… Vielleicht finde ich die Inspiration und Zeit, die Kraft und Motivation, die Geschichte zuende zu erzählen. Und dann, ja dann … würde ich sie natürlich zuerst erneut Piper Digital anbieten – denn sie haben sich ja bereits einmal in die Geschichte verliebt <3.

Jetzt bin ich aber erstmal gespannt auf die Gewinnertitel, die ich bereits am 22.03.2019 im Rahmen der Leipziger Buchmesse auf einer Verlagspreview exklusiv als Blogger kennenlernen darf :).

[Buchgedanken] Caroline Brinkmann: „Die Vereinten“

Passend zum Weltfrauentag möchte ich Euch heute eine starke, schöne und wundervolle Protagonistin vorstellen. Ich muss gestehen, es hat viel zu lang gedauert … Aber nachdem ich im letzten Jahr „Die Perfekten“ gelesen habe, bin ich nun endlich zu dem mehr als würdigen Nachfolger gekommen. „Die Vereinten“ von Caroline Brinkmann erschien als Hardcover 2018 im One Verlag, Bastei Lübbe AG, und ist als dystopischer Jugendroman einzuordnen.

41eDQteOmjL._SX338_BO1204203200_Sie ist Rain. Der Regen. Der Neuanfang. Er ist Lark. Der Verräter. Das Ende.
Gemeinsam werden sie dem Land Hope Frieden bringen – oder seinen Untergang besiegeln.

Rain und Lark haben während der Rebellion schwere Verluste erlitten, doch der Kampf um die Vorherrschaft in Hope ist noch nicht vorbei. Ein Kampf, bei dem sie auf unterschiedlichen Seiten stehen. Und ausgerechnet Lark, der sie damals an die Spines verraten hat, ist der Einzige, dem Rain jetzt trauen kann. Aber wird er wirklich hinter ihr stehen, wenn es darauf ankommt?

„Die Vereinten“ ist ein gelungener und würdiger Nachfolger und Abschluss der Dilogie um Rain und Lark. Die Handlung schließt direkt an das Ende des Vorgängerbandes an und setzt diese nahtlos fort. Auch wenn neue Charaktere hinzutreten (die übrigens überwiegend toll und interessant sind – ich liebe Wren und Cassian), hält sich dies sehr in Grenzen, sodass vor allem die bereits bekannten und liebgewonnenen Charaktere weiter ausgebaut und entwickelt werden, was die Bindung zu ihnen noch verstärkt. Ich vermisse RoseSuperBot jetzt schon – was war das bitte für ein Ende?

Auch der Weltenbau wird konsequent weiterentwickelt. So erfährt man in diesem Teil noch mehr über die einzelnen Zirkel und besucht diese. Vor allem aber lernt man mehr über die Geschichte von Hope, über die Entstehung und über den großen Krieg. Dadurch werden auch die beiden großen Haupthandlungen miteinander verknüpft. Und auch wenn das Buch erneut ambitioniert ist, an der Grenze zur Überfrachtung entlanggleitet, gelingt es der Autorin in diesem Band besser, den Leser nicht zu erschlagen.

„Die Vereinten“ ist spannend, bietet viele überraschende Wendungen und neue Entwicklungen. Der Leser wird durch den flüssig und leicht zu lesenden Schreibstil der Autorin an die Seiten gefesselt, er lacht und leidet (okay – in aller Regel letzteres) mit den Protagonisten. Auch das sehr bildhaft gehaltene Setting vermag ebenfalls zu begeistern – und würde sicherlich bei einer Verfilmung grandiose, epische Szenerien ergeben.

Die Buchgestaltung überzeugt erneut größtenteils. Lektorat und Korrektorat haben sauber gearbeitet, der Buchsatz ist ebenfalls in Ordnung, wenn auch wenig innovativ. Das Cover ist ein wahrer Eyecatcher und gefällt mir durch die außergewöhnliche Farbintensität noch besser als beim ersten Teil – und sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert der Reihe. Erneut ist mir die Gesamtgestaltung des Hardcovers allerdings etwas lieblos.

Mein Fazit? „Die Vereinten“ ist ein gelungener und würdiger Abschluss der Dilogie um Rain und Lark, der vor allem durch ein tolles Setting und eine konsequente Weiterentwicklung der Charaktere und der Welt begeistert. Für Genreliebhaber bedenkenlos zu empfehlen – und sicherlich nicht mein letztes Buch der Autorin.

Ran an den SuB mit Ava 2019 – März

Und auch im März gibt es wieder ein tolles Thema, zu dem ich mir drei Bücher vom SuB gesucht habe. Zu wählen waren dieses Mal Bücher deutscher Autoren. Ich habe mich dabei für drei Werke entschieden, auf die ich mich sehr, sehr freue, weil ich hoffentlich alle Autorinnen auch am Monatsende in Leipzig treffe.

Und hier die wunderschönen Bücher:

  • Ava Reed: „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“
  • J. Vellguth: „Der letzte Liebesbrief“
  • Nina MacKay: „Rapunzel und die Genmais-Protestbewegung“

Auf einen tollen Lesemonat!

[Buchgedanken] Bianca Iosivoni: „Soul Mates: Ruf der Dunkelheit“ (Soul Mates 2)

Nach der Rezension zum ersten Band, „Flüstern des Lichts“, möchte ich Euch heute den Abschluss von Bianca Iosivonis Dilogie vorstellen. „Soul Mates: Ruf der Dunkelheit“ ist 2018 beim Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH erschienen und dem Genre Young-Adult-Romantasy zuzurechnen.

~~~ Achtung! Die Besprechung kann leichte Spoiler zum Vorgängerband enthalten. ~~~

41kT0nhQxML._SX332_BO1204203200_Er sieht das Dunkle in ihrer Schönheit.
Sie sieht das Schöne in seiner Dunkelheit.
Zwei Seelen – für immer verbunden.
Doch im Kampf zwischen Licht und Schatten bedeutet ihre Liebe den Tod.

Rayne und Colt sind Seelenpartner – und ihre Liebe bringt sie in größte Gefahr. Denn Lauren, die Anführerin der Dunkelseelen, hat Rayne auf ihre Seite gezogen und versucht auf jede erdenkliche Weise, ihren Willen zu brechen. Doch Colt kämpft weiterhin für die Lichtseelen und würde alles dafür tun, um Rayne zurückzugewinnen.

„Soul Mates: Ruf der Dunkelheit“ ist ein in weiten Teilen gelungener, epochaler Abschluss der brillanten „Soul Mates“-Dilogie und steht seinem Vorgängerband nur unwesentlich nach. Die Handlung geht nahtlos ineinander über, man wird daher sofort ins Geschehen hineingezogen und von der Autorin auf eine spannungsgeladene, emotionale Achterbahnfahrt mitgenommen, die in einem hochdramatischen Ende kulminiert. Dort findet sich auch mein einziger Kritikpunkt, denn das Ende passt meines Erachtens nicht so recht, wirft Fragen auf und ist leicht unlogisch.

Abgesehen davon ist „Ruf der Dunkelheit“ ein brillantes Buch, das einen nicht loslässt, das den Leser zwingt, immer und immer weiterzulesen. Man lernt mehr über die Hintergründe der einzelnen Charaktere, die sich kontinuierlich weiterentwickeln, man liebt und – vor allem – leidet mit ihnen, kann sich mit ihnen identifizieren.

Zum malerischen Setting, zum tollen Schreibstil der Autorin und zur konstant hohen Spannungsdichte brauche ich nicht mehr groß etwas zu sagen – und verweise einfach auf die Besprechung vom ersten Band. Gut gefallen hat mir, dass in diesem Band die einzelnen Beziehungen der Charaktere, nicht nur, aber insbesondere auch die Love Interests, stärker herausgearbeitet worden sind und ihnen so zwischenmenschliche Tiefe verliehen wurde.

Die Buchgestaltung ist – erneut – herausragend, Satz, Lektorat und Korrektorat haben sehr sauber gearbeitet. Erneut beginnen alle Kapitel auf ungeraden Seiten – was jedes Mal eine lobende Erwähnung wert ist. Das Cover ist wunderschön und gefällt mir noch eine Spur besser als beim ersten Band. Es ist ein wahrer Eyecatcher, hochwertig gedruckt, ausklappbar, mit farbigen Coverinnenseiten versehen und sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert sowie ein einheitliches Design der ganzen Reihe. Entworfen wurde es von Isabelle Hirtz.

Mein Fazit? Mit „Soul Mates: Ruf der Dunkelheit“ schließt Bianca Iosivoni auf geniale Weise eine brillante Young-Adult-Romantasy-Dilogie ab. Tolle Charaktere, Spannung, Emotionen und ein brillantes Setting sorgen bereits jetzt für ein erstes Jahreshighlight. Absolut zu empfehlen!