DiesesBuchHatEinenHypeVerdient – Thema: Aufbruch

Und erneut ist Freitag. Dieses Mal lautet das Thema bei der Aktion #DiesesBuchHatEinenHypeVerdient „Aufbruch/Veränderung“.

Mein Buchtipp für dieses Woche lautet: „Ein Kuss in den Highlands“ von Emily Bold. Das Taschenbuch ist 2014 bei BoD erschienen, das e-Book wurde von „Forever by Ullstein“ veröffentlicht. Meine Rezension findet ihr *hier*.

Der Roman beschreibt Charlottes Leben, das augenscheinlich nicht perfekter sein könnte. 51ysuasv45l-_sx314_bo1204203200_Ein toller Job in der Kunstgalerie, ein erfolgreicher und fürsorglicher Mann und ein Hochzeitstermin in der begehrenswertesten Hochzeitslocation von London. Doch dann stirbt Charlottes Tante und sie erbt ein altes Anwesen in den schottischen Highlands. Dort angekommen, wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, entdeckt neue und unbekannte Seiten. Und dann ist dort noch Matt, der Sohn des Gutsverwalters, der sie jedes Mal aufs Neue aus der Fassung bringt.

Über die Handlung hinweg verändert sich Charlotte kontinuierlich, sie wächst mit ihren Erlebnissen und stellt ihr komplettes Leben auf den Kopf. Wenn das mal kein Aufbruch ist!

Zusammen mit Emilys leichtem und überzeugenden Schreibstil, der den Leser behutsam an die Figuren heranführt, mit denen man sich sofort identifizieren kann, macht vor allem die plastische Gestaltung der Protagonisten den Reiz des Buches aus. „Ein Kuss in den Highlands“ überzeugt als Liebesroman auf ganzer Liebe. Dieses Buch hat einen Hype verdient!

So, dann bin ich mal auf eure Empfehlungen gespannt. Wie immer gibt es alles zur Aktion und den Sammelpost unter: https://www.facebook.com/diesesbuchhateinenhypeverdient/?fref=nf :).

 

[Buchgedanken] Emily Bold: „Ein Kuss in den Highlands“

In den letzten Tage bin ich endlich dazu gekommen, „Ein Kuss in den Highlands“ von Emily Bold zu lesen. Es war das erste Buch, das von ihr auf meinem SuB gelandet war – in der Zwischenzeit habe ich aber immerhin „Lichtblaue Sommernächte“ bereits verschlungen. Der Romance-Roman ist 2014 als Taschenbuch bei BoD veröffentlicht worden, die e-Book-Version erschien beim Ullstein-Imprint „Forever“.

Charlotte hat alles, was man sich wünschen kann. Einen tollen Job in einer Kunstgalerie 51ysuasv45l-_sx314_bo1204203200_und einen Freund, der sich seit dem Tod ihrer Eltern liebevoll um sie kümmert. Als er ihr dann noch spontan einen Antrag macht, und die Hochzeit in der bestmöglichen Location gebucht wird, scheint alles perfekt. Bis zu dem Moment, als Charlottes Tante Helen unerwartet stirbt und ihr ein großes Anwesen in den schottischen Highlands vermacht. Dort angekommen, merkt Charlotte, wie sehr sie sich Schottland und ihrer Tante verbunden fühlt. Kann sie wirklich in ihr altes Leben nach London zurückkehren? Und dann wäre da auch noch Matt, der junge Gutsverwalter, der keine Gelegenheit auslässt, sie zu provozieren …

„Ein Kuss in den Highlands“ ist ein klassischer, zeitgenössischer Liebesroman. Das Ausbrechen aus Konventionen aber auch das Klammern an Altbewährtem; der Reiz von etwas Neuem, aber auch die Erinnerung an frühere Erlebnisse; Schicksalsschläge und schicksalshafte Begegnungen: der Autorin gelingt es, aus all diesen Themen einen gefühlsbetonten und spannenden Feel-Good-Roman zu schreiben.

Der Roman besticht vor allem durch seine Charaktere. Matt und Charlotte sind vielschichtig, entwickeln sich über die Handlung weiter und man lernt immer neue Facetten an ihnen kennen. Die kleinen Nebenrollen sind sehr klischeehaft gehalten, dienen aber auch nur dazu, die Handlung voranzutreiben (der laute, selbstverliebte Fußballstar; der reiche Anwalt, der sich als Kunstkenner aufspielt; der homosexuelle Galeriebesitzer; die oberflächlichen Modelfreundinnen etc.).

Neben den Hauptcharakteren hat mich an dem Buch am meisten begeistert, wie gekonnt hier das Thema Kunst, bzw. Malerei mit eingeflochten worden ist. Untrennbar mit Charlotte und der Liebesgeschichte verbunden, zieht sich das wie ein roter Faden durch den Roman. Man konnte als Leser förmlich spüren, wie Charlotte die Bilder fühlt, wie ihre Finger die Pinselstriche unbekannter Künstler nachfahren. Als absoluter Kunstliebhaber hätte ich mir gewünscht, dass noch etwas tiefer ins Detail gegangen worden wäre, aber das hätte für die breite Masse dann vielleicht zu sehr nach Kunstlehrbuch gewirkt :).

Das Cover des Buches ist gelungen, Buchsatz, Korrektorat und Lektorat haben ordentlich gearbeitet. Alles in allem bleibe ich also von Emilys Büchern begeistert – und als nächstes wird (voraussichtlich) „Klang der Gezeiten“ oder „Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt“ auf meinen SuB wandern :).

Mein Fazit: „Ein Kuss in den Highlands“ ist ein überzeugender, zeitgenössischer Liebesroman, der vor allem durch seine Protagonisten und die Verknüpfung mit dem Thema „Malerei“ besticht, auch wenn er nicht ganz an die Brillianz von „Lichtblaue Sommernächte“ heranreicht (für mich ja eines der Highlights 2016). Für Genreliebhaber – oder auch als Urlaubslektüre – bedenkenlos zu empfehlen.

[Jahresrückblick] Lesehighlights 2016

Langsam aber sicher neigt sich 2016 dem Ende zu. Deshalb möchte ich die Gelegenheit nutzen, Euch meine Lesehighlights des Jahres zu präsentieren. Eigentlich wollte ich die Liste auf drei Bücher beschränken, aber nach reiflicher Überlegung habe ich die Zahl auf fünf erhöht, da ich mich sonst nicht hätte entscheiden können. Mit dabei: Kiera Cass, Manuela Inusa, Emily Bold, Halo Summer und Alexandra Kleeman.

Im vergangenen Jahr habe ich rund 35-40 Bücher gelesen, was ich von der Menge her ganz okay finde. Für 2017 hoffe ich, auch wenigstens 26 Bücher lesen zu können, damit es hier auf dem Blog nicht allzu langweilig wird ;).

Aber nun genug der Vorrede – auf zu den Platzierungen :).

Mein absolutes Lesehighlight 2016 ist die Selection-Reihe von Kiera Cass. Ich habe die Bände 1-4 gelesen und den fünften nahezu beendet. Die Reihe hat mich begeistert, amüsiert und zu Tränen gerührt. Kiera Cass ist es gelungen, über alle Bände hinaus durchweg exzellente Jugendbücher zu schreiben, die zu den Besten gehören, die das Genre in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Meine Besprechungen der ersten vier Bände können hier abgerufen werden: Band1, Band2, Band3, Band4.

Auf einem geteilten zweiten Rang stehen Halo Summers „Aschenkindel“ (Rezension) und Alexandra Kleemans „A wie B und C“ (Rezension). „Aschenkindel“ gelingt es, dem Märchengenre einen modernen Glanz zu verleihen. Eine charmant-freche Handlung kombiniert mit einem tollen Schreibstil sorgen dafür, dass der „Kindle-Storyteller-Award“ 2016 zurecht an Halo Summer ging – ein absoluter Stern am SP-Himmel. „A wie B und C“ ist das Debüt von Alexandra Kleeman, einer amerikanischen Autorin. Es ist bizarr, sprengt alle Konventionen und verfolgt einen in den Träumen. Die unangepasste, dystopische und gesellschaftskritische Story ist vielleicht das ungewöhnlichste Buch, das ich je gelesen habe – aber mit Sicherheit auch eines der Werke, das mir am Längsten in Erinnerung bleiben wird.

Und auf den geteilten dritten Platz möchte ich zwei Bücher von Hybridautorinnen setzen, die vor Gefühlen nur so strotzen. Emily Bolds „Lichtblaue Sommernächte“ (Rezension) ist eine Ode an das Leben, gefühlsstark, romantisch und traurig zugleich. Der Schicksalsroman beeindruckt mit einer atmosphärischen Handlung, die den Leser packt, nicht mehr loslässt und zu Tränen rührt. Ganz anders Manuela Inusas „Jane Austen bleibt zum Frühstück“ (Rezension). Der Feel-Good-Roman um Penny Lane Rogers und Jane Austen überzeugt mit toll herausgearbeiteten gegensätzlichen Charakteren und unerwartet-humorvollen Szenen. Zusammen mit einer umfassenden Recherche und einem überzeugenden Ende hat mich auch Manuela Inusas Blanvalet-Debüt überzeugt.

Was waren Eure Lesehighlights 2016? Was hat Euch begeistert, fasziniert – oder vielleicht auch enttäuscht? Habt Ihr die obigen Bücher auch gelesen? Dann ab damit in die Kommentare! 🙂

Ich wünsche jedenfalls jetzt schonmal ein frohes Weihnachtsfest! 🙂
Erik

[Buchgedanken] Emma C. Moore: „Finian Blue Summers“

In den letzten Tagen habe ich einen der Finalisten des diesjährigen „Kindle Storyteller Awards“ gelesen: „Finian Blue Summers“ von Emma C. Moore. Das Buch ist 2016 im Selfpublishing erschienen und eine Mischung aus Liebes- und Schicksalsroman. Bei Emma C. Moore handelt es sich um ein offenes Pseudonym der Autorin Marah Woolf. Auch hier vielen Dank an Amazon für das Presseexemplar im Rahmen der Preisverleihung des „Kindle Storyteller Awards“ auf der Frankfurter Buchmesse.

Die neunzehnjährige Rayne ist eine weltbekannte Violinistin und begeistert Millionen 51c-epkakjl-_sx336_bo1204203200_Menschen mit ihrer Musik. Doch während ihre dominanten Eltern sie von Konzert zu Konzert hetzen und jede Facette von Raynes Leben genau planen, wünscht sie sich doch nur, ihre eigenen Wünsche auch einmal erfüllen zu können. Daher sammelt sie diese heimlich in einem Wunschglas. Als ihre Eltern Rayne dann verweigern, ihre sterbende Großmutter ein letztes Mal zu besuchen, weiß diese sich nicht mehr zu helfen, flüchtet sich ins Schweigen und wird in eine Nobelklinik eingeliefert. Dort lernt sie den charmanten und sympathischen Praktikanten Finian Blue Summers kennen, und ein neues Leben beginnt.

„Finian Blue Summers“ ist ein Roman über das Leben und die Liebe, der vor Gefühlen nur so strotzt. Mit vielen überraschenden Wendungen gelingt es der Autorin, den Leser immer wieder zu packen und bei der Stange zu halten – selten fiel es mir schwerer, eine halbwegs spoilerfreie Rezension zu schreiben. Die Geschichte wird kapitelweise abwechselnd in der Ich-Perspektive aus Sicht von Rayne und Finian erzählt. Auch wenn ich mit mehreren Ich-Erzählern üblicherweise nicht so recht warm werde, hat mir dies hier ausnehmend gut gefallen, konnte man so doch eine Bindung zu beiden Protagonisten aufbauen und mehr über die Beweggründe und Motive der beiden erfahren.

Ohnehin lebt der Roman von seinen toll ausgearbeiteten Charakteren. Nicht nur die Hauptfiguren, sondern auch die Nebenfiguren (egal ob Niam, Cassie oder Sheryl) sind absolute Sympathieträger und bringen die Geschichte voran. Die Protagonisten, mit all ihren Stärken und Schwächen, entwickeln sich während der Handlung weiter und verharren nicht in ihren anfänglichen Verhaltensmustern. Neben den Charakteren überzeugt auch die Handlung, die dem Leser jedoch mit ihren Irrungen, Wirrungen und überraschenden Wendungen viel abverlangt. In diesem Sinne ist „Finian Blue Summers“ (ähnlich wie das bereits besprochene Buch „Lichtblaue Sommernächte„) auch ein ausdrucksstarkes Plädoyer für das Leben, für die Sehnsucht und das Verwirklichen von Träumen und Wünschen.

Das Cover ist gut gelungen, nach dem Lesen der Geschichte erkennt man auch jeweils die Bedeutung der einzelnen Elemente auf dem Cover. Lektorat und Korrektorat haben solide gearbeitet, kleinere Fehler im Text und im Buchsatz sind bei der Endkorrektur aber durchgerutscht, was den Lesefluss und das Lesevergüngen jedoch nicht mindert. Zudem ist der Schreibstil der Autorin flüssig und leicht lesbar.

Mein Fazit? „Finian Blue Summers“ ist ein rundum überzeugender Liebesroman, nicht nur für Leser des Genres zu empfehlen. Ein würdiger Finalist des „Kindle Storyteller Awards“ und – neben Aschenkindel – eine weitere Perle auf dem Selfpublishermarkt.

[Buchgedanken] Emily Bold: „Lichtblaue Sommernächte“

Bereits in der letzten Woche habe ich die Lektüre von „Lichtblaue Sommernächte“, einem Roman von Emily Bold beendet, und bin immer noch zutiefst beeindruckt. Das Buch der bekannten Hybridautorin erschien 2015 bei Ullstein Taschenbuch und ist wohl am ehesten noch als romantischer Schicksalsroman einzuordnen. Nachdem ich mir das Buch zur FBM 2015 gekauft hatte, lag es viel zu lang auf meinem SuB. Um eines vorwegzunehmen: Es wird nicht mein letzter Roman von Emily Bold bleiben (auf meinem SuB liegt auch schon seit längerem „Ein Kuss in den Highlands“, nach „Lichtblaue Sommernächte“ werden nun aber viele weitere folgen).

Als die Kunststudentin Lauren zum ersten Mal in einem Diner auf Tim Parker trifft, fühlt51sxljnkcml-_sx319_bo1204203200_ sie sich sogleich zu ihm hingezogen. Nachdem sie Tim bereits kurze Zeit später in der Kanzlei ihres Vaters wiedersieht, beginnen die beiden, eine Beziehung zueinander aufzubauen, die ein abruptes Ende findet, als Lauren zurück zum Studium nach Maine geht, und Tim nach New York versetzt wird. Als Lauren feststellt, dass sie von Tim schwanger ist, bricht für sie eine Welt zusammen. Wird sie es schaffen, das Kind allein zu erziehen, oder gibt es vielleicht doch eine gemeinsame Zukunft mit Tim?

Mit „Lichtblaue Sommernächte“ hat die Autorin einen Roman geschaffen, der zu Tränen rührt. Einzelne Szenen waren so mit Gefühlen überflutet, dass ich die Lektüre im Zug unterbrechen musste, um mich zu sammeln (man denke nur an Alyssa und den Hamsterhimmel oder an die rebellische Mia, die zuletzt doch ihren Gefühlen freien Lauf lässt). Das Buch ist einfühlsam geschrieben. Die Gefühle werden durch den gekonnten Aufbau des Buches mit der Rahmenhandlung und der „lichtblauen Sommernacht“, in der die gesamte Geschichte erzählt wird, noch verstärkt.

Auch wenn der Aufbau der Geschichte bereits Teile der Handlung vorwegnimmt oder bereits stark darauf anspielt, hätte ich mir doch gewünscht, den Klappentext etwas offener zu halten. Die kurze Zusammenfassung auf dem Buchrücken spoilert nahezu die komplette Handlung und das Ende – was die Qualität des Buches in keinster Weise mindert, zusammen mit dem Aufbau jedoch jegliche alternativen Enden wegfallen lässt.

Das war aber bereits der einzige Kritikpunkt, den ich anbringen kann. „Lichtblaue Sommernächte“ überzeugt auf der ganzen Linie. Der flüssige Schreibstil und die tolle Handlung ziehen den Leser sofort in das Geschehen. Die einzelnen Charaktere sind – mit all ihren Stärken und Schwächen – detailreich dargestellt und entwickeln sich im Laufe des Buches weiter. Vor allem Tim und Mia machen hier enorme Entwicklungen durch. Der Leser kann mit allen Protagonisten mitfiebern, mitleiden und mitfühlen. Der Autorin gelingt zudem der Spagat zwischen den ernsten Themen und der zugrundeliegenden Liebegeschichte sehr gut.

Mit der episodenhaften Darstellung von Laurens Leben erschafft die Autorin den Eindruck, man würde durch ein Fotoalbum aller wichtiger Situationen im Leben der Protagonisten blättern. Dabei gelingt es ihr, den einzelnen Szenen so viel Kraft, Authentizität und Leben einzuhauchen, dass man sich wünscht, noch tiefer in Laurens Leben eintauchen zu können, um jedes Detail mitzuerleben. Trotz der Zeitsprünge bleibt man dabei immer dicht am Geschehen und verliert nie den Kontakt zur Handlung.

Ein besonderes Augenmerk möchte ich auch noch auf das Cover legen, das nicht nur toll gestaltet, sondern auch hochwertig geprägt ist und mit teils farbigen Coverinnenseiten noch ein besonderes Extra bereit hält. Die Prägung setzt sich auch auf dem Buchrücken und der Coverrückseite fort und sorgt, zusammen mit dem exzellenten Buchsatz, für ein wunderschön anzusehendes Gesamtpaket. Bei solchen Werken bin ich immer wieder froh darüber, dass es noch Printbücher gibt. Auch wenn es bei einem Publikumsverlag eigentlich selbstverständlich sein sollte, möchte ich dennoch kurz erwähnen, dass auch Lektorat und Korrektorat auf ganzer Linie sauber gearbeitet haben.

Mein Fazit? „Lichtblaue Sommernächte“ ist ein gefühlsstarker, mitreißender Roman, der mit tollen Charakteren und einer atmosphärischen Handlung punktet. Ich kann dieses Buch bedenkenlos allen, nicht nur Liebhabern von Liebesromanen, ans Herz legen. Es lohnt sich.

[FBM2016] – Messecountdown

Ab morgen beginnt sie wieder: die Frankfurter Buchmesse! Kaum zu glauben, dass seit dem letzten Besuch bereits wieder ein Jahr vergangen ist.

Auch dieses Mal werde ich wieder die ganze Messewoche vor Ort sein. Auch wenn der Messeurlaub denkbar ungünstig mit einer Verlagsabsage für eine Kurzgeschichte gestartet ist (die ich allerdings erwartet habe, viel mehr nagt die vorige an mir), kommt so langsam doch die Vorfreude auf, und die Planung beginnt in vollen Zügen.

Die Pressekarte ist ausgedruckt und bereitgelegt, eine Wochenkarte für den Zug nach Frankfurt und zurück ist auch gekauft. Nun gilt es nur noch, die Tage mit tollen Veranstaltungen und Treffen mit Freunden und Kollegen zu verplanen :). Morgen werde ich zum Beispiel versuchen, eine Veranstaltung mit Bodo Kirchhoff zu besuchen. Zudem werde ich an den Ständen der Herzblutautoren und den Autoren von „Zauber zwischen Zeilen“ vorbeischauen und am Nachmittag eventuell noch den „Promifaktor“ genießen, wenn Fredi Bobic und Thorsten Schäfer-Gümbel zusammen eine Veranstaltung abhalten, sowie einen Vortrag zum Thema „Software für Autoren“ besuchen.

Ganz besonders freue ich mich jedoch darauf, im Laufe der Woche viele tolle Menschen wiederzusehen oder neu kennenzulernen :). Sollte noch jemand Lust auf einen Kaffee oder ein Treffen haben, ab damit in die Kommentare oder per Mail/Kontaktformular melden :).

Natürlich versuche ich wieder tagesaktuell von der Messe zu berichten – aber seht es mir nach, sollten ein oder zwei Berichte erst verspätet erscheinen, da die Pendelei auch einiges an Zeit frisst und die Tage ohnehin sehr lang sind :). Zudem hoffe ich, zur Buchmesse noch zwei Buchgedanken veröffentlichen zu können – einmal zu Emily Bolds „Lichtblaue Sommernächte“, und pünktlich zum samstäglichen Meet&Greet mit der Autorin zum ersten Band „Lizzy“ der „Princess in love“-Reihe von Ashley Gilmore.

Liebe Grüße
Erik

[Buchgedanken] Terry Brooks: „Das Schwert der Elfen“ (Die Shannara Chroniken)

In den letzten Wochen habe ich mir endlich die Zeit genommen, eine Buchreihe zu beginnen, auf die ich mich schon lange freue. Seitdem ich die erste Folge der beeindruckenden Fernsehserie „Die Shannara Chroniken“ gesehen habe, wollte ich unbedingt auch das zugrundeliegende Material lesen. Terry Brooks hat in den vergangenen Jahrzehnten mehrere dutzend Bücher aus dem Shannara-Universum geschrieben – begonnen habe ich mit dem neuaufgelegten „Das Schwert der Elfen“, das die ersten drei alten Bücher „Das Schwert von Shannara“, „Der Sohn von Shannara“ und „Der Erbe von Shannara“ vereint und eine Vorgeschichte zu der Fernsehserie ist.

„Das Schwert der Elfen“ erschien im März 2016 als Taschenbuch bei Blanvalet. Die deutschen Erstausgaben der darin enthaltenen Titel wurden 1978 bei Goldmann und bei Blanvalet veröffentlicht, die Originalausgabe erschien 1977 bei Ballantine Books. „Das Schwert der Elfen“ spielt zwar mehr oder minder in einer dystopischen Zukunft unserer Welt, ich würde es dennoch als klassischen High-Fantasy-Roman einordnen.

Der Roman beschreibt die Geschichte des jungen Dorfbewohn51v1g4uwf0l-_sx332_bo1204203200_ers Shea Ohmsford, dessen ruhiges und beschauliches Leben auf einen Schlag endet, als der Druide Allanon in sein Leben tritt. Zusammen mit einer kleinen Gruppe Gefährten aller Völker macht sich Shea auf den Weg, das legendäre Schwert von Shannara zu finden und die bekannte Welt vor dem Untergang zu bewahren. Einzig die Macht des Schwertes kann den bösen Hexenmeister Brona vernichten, dessen Armeen alle Völker der Welt bedrohen – und nur einer kann diese legendäre Waffe führen : Shea Ohmsford.

Bereits aus dieser Kurzbeschreibung ergeben sich erstaunliche Parallelen zur Geschichte „Herr der Ringe“, die sich im Laufe der Zeit auch fortsetzen. Eine kleine Gruppe Gefährten, zusammengewürfelt aus allen Völkern (Menschen, Zwerge, Elfen) wird von einem Magier durch die Lande geführt, um die Bedrohung von finsteren Armeen aufzuhalten, die von einer dunklen Macht gesteuert wird, mehr tot als lebendig. Diese Parallelen ziehen sich, mal stärker, mal schwächer, durchs gesamte Buch, stören aber keinesfalls – spätestens mit dem nächsten Roman, dessen Handlung ich von der Serie ja bereits kenne, löst sich Terry Brooks auch von der Geschichte und verleiht der Welt von Shannara eine neue, komplexe Struktur. Ohnehin kann Terry Brooks‘ „Das Schwert der Elfen“ problemlos mit Tolkiens Meisterwerk mithalten.

Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben, was mich (erstaunlicherweise) nicht gestört hat. So gelang es dem Autor im Laufe des Romans, allen Protagonisten Tiefe und Vielschichtigkeit zu verleihen, sodass sich der Leser mit jedem einzelnen von ihnen identifizieren konnte. Einziger Kritikpunkt dieses Vorgehens ist für mich, dass mit dem schnellen und abruptem Ende zwar alle Handlungsstränge grob aufgelöst werden, sich jedoch hier nicht die Zeit genommen wird, das Schicksal aller Charaktere, die man beim Lesen liebgewonnen hat, ausführlich zu beleuchten.

Der Stil des Autors lässt sich flüssig lesen, wobei ich nicht weiß, wieviel nach der Übersetzung ins deutsche und der vollständigen Neuüberarbeitung noch wirklich direkt den Worten von Terry Brooks entspringt. Die eingestreuten, ausführlichen und bildgewaltigen Landschaftsbeschreibungen entschleunigen das Geschehen zwar ab und an, sorgen jedoch dafür, dass der Leser ein immer besseres Bild von der Welt bekommt, wie sie sich zum Zeitpunkt des Geschehens präsentiert. Gelungen ist auch, dass die Geschichte der Welt nicht vorangestellt wird, sondern nach und nach im Laufe des Romans scheibchenweise eingeflochten wird und man mit den Protagonisten zusammen die dunkle Vergangenheit kennenlernt.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und aufwendig geprägt, der Satz ist gut gelungen. Lektorat und Korrektorat haben ebenfalls nah an der Grenze zur Perfektion gearbeitet.

Was bleibt mir noch zu sagen, außer dass ich mich bereits jetzt auf den Folgeband „Elfensteine“ freue, der die Geschichte der Elfenprinzessin Amberle Elessedil erzählt – was Staffel 1 der Fernsehserie entspricht, die für mich – wie die Bücher – ebenfalls Maßstäbe gesetzt hat und zu dem Besten gehört, was das Genre in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Ich wäre nicht verwundert, wenn sich mit der Zeit „Die Shannara Chroniken“ zu einem ebensogroßen Massenphänomen entwickeln würden, wie es „Der Herr der Ringe“ heutzutage ist. Das Potential dazu haben die Geschichten von Terry Brooks allemal.

Mein Fazit? „Das Schwert der Elfen“ ist ein rundum gelungener und überzeugender High-Fantasy-Roman, der Parallelen zu „Der Herr der Ringe“ aufweist, den Vergleich mit dem Klassiker von Tolkien aber keineswegs scheuen muss, und den Grundstein für viele weitere Geschichten legt.

Vielleicht noch zum Ende eine kleine Vorschau, was voraussichtlich die nächsten Titel sind, die ich vorstellen möchte:

  • Mikaela Sandberg: Schweig Still
  • Terry Brooks: Elfensteine (Die Shannara Chroniken)
  • Kiera Cass: Die Kronprinzessin (Selection 4)
  • Kiera Cass: Die Krone (Selection 5)
  • J. K. Rowling: Harry Potter und das verwunschene Kind
  • Emily Bold: Lichtblaue Sommernächte
  • u.v.m.

 

Empfehlungen, was man unbedingt gelesen haben muss?
Dann ab damit in die Kommentare :).

Liebe Grüße,
Erik.

Lovelybooks Leserpreis!

Nachdem ich mich in der Nominierungsrunde zurückgehalten habe (da es schlichtweg zu viele gute Bücher gab), habe ich heute nach Bekanntgabe der Shortlist meine Favoriten zum Lovelybooks Leserpreis in den einzelnen Kategorien gewählt. In 14 Kategorien konnte man bis zu 3 Bücher (aus 25 jeweils wählen) – ich habe 34 von 42 möglichen Stimmen abgegeben. Teilweise war ich etwas enttäuscht, dass einige Bücher offensichtlich den „Cut“ unter die besten 25 nicht geschafft hatten – aber das Risiko besteht bei Leserpreisen immer. Und da ich nicht mitnominiert habe, darf ich mich auch nicht beschweren. Zudem war ich überrascht, dass anscheinend die Kategorie „Lieblingsautor“ abgeschafft wurde. Nunja.

Keine Angst – ich werde jetzt hier nicht meine 34 Stimmen listen – möchte Euch ja schließlich nicht mit sinnlosen Fakten erschlagen. Ein paar ausgewählte Lieblingsstimmen will ich Euch aber auch nicht vorenthalten.

Weit vorn waren für mich in diesem Jahr die „Selection“-Romane von Kiera Cass, deren neue Bänder „Selection – der Erwählte“ und „Selection – die Kronprinzessin“ ich sowohl beim „Besten Buchcover“ (dort neben „Das Juwel – die Gabe“) und beim „Jugendbuch“ (dort neben „Silber – Das dritte Buch der Träume) gewählt habe. Selbstverständlich habe ich auch für Rebecca Gablés „Der Palast der Meere“ in der Kategorie „Historische Romane“ gestimmt.

Auch Emily Bold gehörte für mich in diesem Jahr zu den positiven Überraschungen. Ihre Romane „Lichtblaue Sommernächte“ (Kategorie „Roman“) und „Auf der Suche nach Mr. Grey – Wer hat eigentlich die Wassermelone getragen“ (Kategorie „Humor“) habe ich ebenfalls mit meinem Vote unterstützt.

Abschließend (leider aufgrund der fehlenden Kategorie „Lyrik“!) konnte ich für eines meiner absoluten Lieblingsbücher des Jahres nur in Nebenkategorien stimmen. Julia Engelmanns „Wir können alles sein, Baby“ – meine Wahl neben jeweils zwei anderen Nominierten fürs „Beste Hörbuch“ und den „Besten Buchtitel“.

Das wars soweit von mir – nun ist Daumendrücken angesagt! Ich wünsche allen Nominierten viel Erfolg!

Erik Huyoff

(FBM15) – Messe im Doppelpack, der vierte Tag!

Heute war ich sowohl auf der Frankfurter Buchmesse, als auch auf dem Buchmesse Convent in Frankfurt-Dreieich. Ein stressiger, langer Tag und daher habe ich auch viel zu berichten (entschuldigt den langen Artikel! ;)) Doch alles zu seiner Zeit.

Der Tag startete schleppend. Gestern hatte ich ein Päckchen von Amazon bekommen, in dem „Ein Kuss in den Highlands“ von Emily Bold sein sollte. Als ich dieses heute zur Signierstunde einpacken wollte, stellte ich fest, dass in dem Päckchen die „Wegweisungen eines Rabbi“ waren – etikettiert als Emily Bold-Buch. Zudem vergaß ich die geänderten Straßenbahnfahrpläne am Wochenende und musste somit etwa eine Stunde später fahren. Immerhin gab es in der Bahnhofsbuchhandlung ein anderes Buch von Emily Bold, sodass ich nicht mit leeren Händen zur Signierstunde fahren musste.

(Kurz nach dem Einsteigen in den Zug setzte sich das Amazon-Drama fort: Es kam erneut die Bestätigung einer Zustellung per Mail. Und wenig später die Versandbetsätigung der Ersatzlieferung. Bekomme ich jetzt zwei Exemplare? Ich halte euch auf dem Laufenden^^.)

Als ich die Messe gegen 10 erreichte, ging es zuerst zur Signierstunde von Kiera Cass, der „Selection“-Bestsellerautorin. Als ich um 10.15 am Stand der Fischer-Verlage war (extra viel Vorlauf für die erst um 11 startende Signierstunde geplant), stellte sich jedoch schnell heraus, dass Teenage-Fantasy-Bestsellerautoren über eine so loyale und zahlreiche Fangemeinde verfügen, dass sich dort bereits eine Reihe gebildet hatte, die sich durch mehrere Gänge zog und mehrere hundert Menschen beinhaltete – sich da noch anzustellen wäre wohl sinnlos gewesen. Anstelle des Termins ging ich also direkt zu Bastei Lübbe, um auf die um 12 startende Signierstunde zu warten und nicht nochmal so ein Debakel zu erleben. Und die Zeit verging, und verging, und verging – es tröpfelten immer mal wieder ein paar Leute ein, niemand kümmerte sich um eine Schlange. Erst so 15 Minuten vorher begann das Team des Verlages, das ganze etwas zu ordnen – da waren vllt. 30-40 Leute da – soviel zum Thema Historienroman vs. YA-Fantasy …

Dadurch war ich bei Rebecca Gablé nach 10 Minuten fertig und konnte noch schnell zur Signierstunde von Emily Bold hetzen, die zusammen mit drei weiteren Kolleginnen (Marah Woolf etc.) bei Amazon Publishing signiert hat. Dort kam ich mir etwas verloren vor – war ich der einzige männliche Leser? Man hat leicht eingequetscht zwischen allen, die nach vorne gestürmt sind, den Überblick verloren. Na egal 🙂

Die im Anschluss geplante Veranstaltung von Julia Engelmann fiel krankheitsbedingt aus (gute Besserung auf diesem Weg!) – umso glücklicher bin ich jetzt darüber, dass ich sie gestern schon hören konnte. Dann war es endlich soweit – ich bekam von der Verlegerin des Wunderwaldverlages die Exemplare von „Ein kurzer Blick. Geschichten aus dem Karpatenbogen“ in die Hand gedrückt – schön sind sie geworden! (Bilder folgen, wie auch zu diversen anderen Posts, im Laufe der nächsten Tage).

Dann war auch schon die Frankfurter Buchmesse für den Samstag erledigt und ich jettete zum Buchmesse Convent. Dort besuchte ich den Verlagsstand von Ohneohren, traf die befreundete Heidelberger Autorin Nadine Muriel, die im Wunderwaldverlag mehrere Tanzromane veröffentlicht hat und lernte (endlich auch persönlich) Isabella Benz kennen, Herausgeberin der Anthologie „Wenn alte Wellen singen“ für den Burgenweltverlag und selbst Autorin, unter anderem bei „Forever by Ullstein“ mit: „Als wir Charleston tanzten“. Isabellas neueste Anthologie, „Die Reise der Hexensteine“, erschien vor kurzem im Machandel-Verlag – und zum Kauf des Buches gab es eine Kostprobe des selbsthergestellten Holunder- und Quittenlikörs, die ich beide ebenfalls wärmstens empfehlen kann :).

Damit hatte auch der anstrengendste Tag der Woche sein Ende gefunden und ich machte mich erschöpft auf den Heimweg. Morgen steht vormittags eigentlich nichts an – ich lasse mich gern überraschen 😉 – und am Nachmittag werde ich mir wohl zum Abschluss einer anstrengenden Woche die Deutsche Cosplay Meisterschaft 2015 ansehen.

Liebe Grüße
Erik