Bevor es ab morgen zur Messe geht, fange ich doch mal an, den Rezistapel noch etwas abzuarbeiten. Beginnen möchte ich heute mit einem absoluten Highlight: „Wir fliegen, wenn wir fallen“ von Ava Reed ist ein Jugendbuch aus dem Ueberreuter Verlag und erschien 2017. Mein Exemplar ist bereits aus der zweiten Auflage und ein wundervolles Hardcover. Ich habe es mir nach einer fabelhaften Lesung von Ava auf der Leipziger Buchmesse direkt beim Verlag gekauft und signieren lassen (die Stunde in der Schlange war das locker wert!).
„Wir fliegen, wenn wir fallen“ ist die Geschichte von Yara und Noel, vom Lesemädchen
und dem Einzelgänger, der bei McDonalds Burger brät. Es ist aber auch etwas die Geschichte von Phil, dem alten Mann, der für beide eine Art Rettungsanker und Halt ist. Nach seinem Tod hinterlässt er ihnen eine Liste mit zehn unerfüllten Wünschen, die sie zusammen erledigen sollen. Eine Reise, zwei unterschiedliche Charaktere, mehrere Kontinente und Länder. Und alles für das Leben. Doch gelingt es beiden, die Schatten der Vergangenheit wirklich abzuwerfen?
„Wir fliegen, wenn wir fallen“ ist ein Jugendbuch, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Es ist eine Ode an das Leben, die Liebe und die Vergänglichkeit. Es ist so intensiv und gefühlvoll, dass ich der Autorin selbst ausnahmsweise mal die zwei „Ich-Perspektiven“ verzeihe, womit ich sonst gewöhnlicherweise nicht klarkomme. Sonst … denn „Wir fliegen, wenn wir fallen“ ist kein gewöhnliches Buch, sondern bereits jetzt (ja, ich weiß, dieses Jahr wird es verdammt eng, so oft wie ich das auslobe) eines meiner Lesehighlights des Jahres.
Der Stil der Autorin ist wunderbar und lässt sich flüssig und leicht lesen, ist gleichzeitig aber intensiv und athmosphärisch. Man ist dicht bei den Figuren, liebt und leidet mit ihnen, lacht und weint. Auch wenn Noel mich anfangs etwas genervt hat, bin ich doch nach und nach mit ihm warmgeworden und konnte ihn besser verstehen. Zu Yara muss nicht mehr gesagt werden, als: Sie ist perfekt!
Zwar sind Teile der Handlung durchaus vorhersehbar – sonst würde die Prämisse auch gar keinen Sinn ergeben. Dennoch gelingt es Ava Reed den Spannungsbogen dauerhaft aufrechtzuerhalten, und immer mal wieder kleine Überraschungen für den Leser einzustreuen. Ganz besonders gefallen hat mir übrigens die zweite 10-Punkte-Liste am Ende des Buches. Gelungen ist auch, dass die Autorin – trotz der teilweise auch schweren Themen – die Balance die ganze Zeit hält und das Jugendbuch nicht zum Schicksalsroman abgleiten lässt.
Das Buch ist wunderbar gesetzt, Lektorat und Korrektorat haben ebenfalls sauber gearbeitet. Wer sich jedoch wieder selbst übertroffen hat, ist Covergott Alexander Kopainski, der für „Wir fliegen, wenn wir fallen“ eines meiner absoluten Lieblingscover von ihm gezaubert hat.
Mein Fazit: Mit „Wir fliegen, wenn wir fallen“ erschafft Ava Reed ein bezauberndes und überzeugendes Jugendbuch, das vor allem durch tolle Charaktere und einen intensiven, gefühlvollen Schreibstil punktet. Nicht nur für Leser von Jugendbüchern bedenkenlos zu empfehlen.
erwartungsgemäß, der besucherstärkste Tag und die relative Ruhe der Vortage damit dahin. Gleich um Punkt 10 zu Messebeginn startete ich mit einer Veranstaltung in das Programm. Tanya Stewner, Autorin der berühmten Liliane Susewind-Reihe, stellte ihr neuestes Buch, den dritten Band von Alea Aquarius vor. Mit einem kleinen interaktiven Teil und der Ankündigung, noch vier weitere Alea und viele weitere Liliane-Bücher zu schreiben, verzückte sie ihr gesamtes Publikum.
Poetry-Slammerinnen an, die zwar gut, jedoch nicht mit Sandra Da Vina und erst recht nicht mit der Slam-Ikone Julia Engelmann, vergleichbar waren. Danach – schon fast ein alljährlicher Messefixtermin – eine Veranstaltung mit Iny Lorentz. Das Ehepaar stellte sein neuestes Buch „Die Wanderapothekerin“ vor und berichtete darüber, wie die Romane entstehen, wohin die Recherchereisen führen und was in den nächsten Jahren noch zu erwarten ist (keine Überraschung: viele, viele Romane!). Zur Mittagszeit traf ich mich dann mit einigen Kollegen und Kolleginnen und lernte dabei einige Autoren der #BartBroAuthors kennen – lustige Truppe^^.
Nachdem ich gestern schon Covergott Alexander Kopainski und einige Drachenmond-Autoren (Julia Adrian, Andi Dutter, Nina MacKay) treffen durfte, stand für heute die Lesung und Signierstunde von Ava Reed auf dem Programm. Sie las aus „Wir fliegen, wenn wir fallen“, erschienen bei Ueberreuter (und übrigens auch mit einem Kopainski-Cover <3). Zwar musste ich dann fast eine Stunde auf die Widmung warten – aber egal. Die Lesung hatte mich restlos begeistert – ich war schockverliebt in das Jugendbuch. Danach ging ich schnell zur großen Impress-Signierstunde, um mir Valentina Fasts „Royal – Ein Königreich aus Glas“ (