[Buchgedanken] Heike Abidi/Ursi Breidenbach: „Großeltern sind wie Eltern, nur mit Zuckerguss“

Vor kurzem habe ich auch „Großeltern sind wie Eltern, nur mit Zuckerguss“ von Heike Abidi und Ursi Breidenbach gelesen. Das Buch ist 2023 im Penguin Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH veröffentlicht worden und als (erzählendes) Sachbuch einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Auf Oma und Opa ist Verlass. Sie sehen die Welt mit anderen Augen, ihr Erfahrungsschatz ist unermesslich. Daher lassen sie sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Ob beim Kuchenbacken, Schiffchenbauen, Vorlesen oder Zuhören: Sie sind da, wenn man sie braucht. Springen als Babysitter ein, verwöhnen die Enkelkinder, stehen mit Rat und Tat zur Seite. Was für ein Glück, Großeltern zu haben! Und was für ein Glück, Großeltern sein zu dürfen!

„Großeltern sind wie Eltern, nur mit Zuckerguss“ ist nach „Geschwister sind wie Gummibärchen“ mein zweites Buch des Autorinnenduos, von Heike habe ich zudem den Roman „Hör auf dein Herz, auch wenn es stolpert“ gelesen. Dabei ist das Buch – wenig überraschend – ein Buch über Großeltern, oder – wie der Untertitel sagt – ein Buch „vom großen Glück, Oma und Opa zu haben, zu sein oder zu werden“. Das Buch ist hierbei als (erzählendes) Sachbuch einzuordnen, die Bewerbung des Werkes durch den Verlag als Geschenkbuch verkennt etwas den doch umfassenden und wissenschaftlich untermauerten Aufbau.

Das Buch setzt hierbei in bewährter Weise auf eine Kombination aus Anekdoten der Autorinnen, auf Auszüge aus Interviews mit Gesprächspartnern und auf kurze wissenschaftliche und erklärende Einschübe. Dabei ist das Buch am besten, wenn es in den Interviews direkt einen Zugang zu den Lebenswirklichkeiten der Personen bietet, allen voran hier die gefühlvollen Briefe einer Enkelin an ihre leicht gebrechliche Großmutter – sehr berührend!

Aufgrund der Fülle an Themen, den unzähligen Beispielen (u.a. prominenter Enkel-Großeltern-Paare) werden die vielen Punkte nur sehr oberflächlich angesprochen, eine etwas stärkere, fokussierte Darstellung hätte hier für mehr Tiefe sorgen können – natürlich ein Balanceakt, damit das Buch nicht seine Frische und seinen Humor verliert. In jedem Fall bleibt das Buch jedoch eines, das Erinnerungen weckt, Vorfreude schürt und die Wichtigkeit familiärer Bande ins Zentrum rückt.

Die Buchgestaltung überzeugt auf ganzer Linie. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben sauber gearbeitet, der Buchumschlag ist auf dem Cover, dem Buchrücken und der Coverrückseite hochwertig geprägt und mit Klappen und farbigen Coverinnenseiten versehen. Das Titelmotiv ist gelungen, greift auf humorvolle Weise das Thema auf und passt sich gut in das Gesamtbild der Reihe ein.

Mein Fazit? „Großeltern sind wie Eltern, nur mit Zuckerguss“ ist ein zuckersüßes und überzeugendes Sachbuch, das vor allem in den Anekdoten brilliert, teils aber etwas andere Schwerpunkte hätte setzen können. Uneingeschränkt zu empfehlen!

Von Doppelgängern und Drachenreitern | Wunderschöne Neuzugänge

Vor kurzem zogen auch diese beiden, wunderschönen Neuzugänge bei mir ein. „Double Crush“ von Nina MacKay ist dabei der erste Teil der „Doppelgänger-Agentur“-Reihe aus dem Ravensburger Verlag, „Iron Flame – Flammengeküsst“ von Rebecca Yarros die Fortsetzung des weltweiten Hypes „Fourth Wing“ (dtv Verlag). Beide versprechen hierbei tolle Lesestunden, decken sie doch mit New Adult Romance und High Fantasy zwei meiner Lieblingsgenres ab. Und beide sehen mit ihren Covern, dem Farbschnitt und der Gestaltung einfach traumhaft aus – ich bin schockverliebt.

Welches Buch ist zuletzt bei Euch eingezogen?

Winterzauber in Mannheim | Mit Ravensburger in den Advent

Heute stand für mich das letzte buchige Event des Jahres an, ein Ravensburger Popup-Store zu „Winter Wishes“ in Mannheim. Mit dabei: Nina MacKay, Alexandra Flint, Rebekka Weiler, Greta Milán, Jennifer Alice Jager, P. J. Ried, Sabine Schoder, Sandra Grauer und Stella Tack als Special Guest. Moderiert wurde die Veranstaltung von Roxy’s Podcast.

Die Autorinnen stellten auf der Bühne ihre Geschichten aus dem Adventskalenderbuch „Winter Wishes“ vor und plauderten im Gespräch mit Roxy übers Schreiben, Bücher und über Weihnachten – unterbrochen immer mal wieder von dem ein oder anderen Spiel. Dazu signierten alle fleißig ihre Bücher, Karten, oder – wie bei mir zum Beispiel – den Beutel des Verlags. Als Bücher ließ ich mir zudem „Double Crush“ von Nina MacKay und „The Romeo & Juliet Society: Rosenfluch“ von Sabine Schoder signieren. Ebenfalls geplant war „Silver & Poison: Die Essenz der Erinnerung“ von Anne Lück, die leider wie auch zwei andere AutorInnen absagen musste. Dennoch ein vollkommener gelungener Adventsnachmittag – nicht zuletzt dank dem leckeren Kuchen des Verlags :D.

Im nächsten Jahr stehen bei mir neben den beiden großen Buchmessen sicherlich auch wieder das ein oder andere, kleinere Event an. Was habt Ihr für 2024 geplant?