Ein Buchkauf voller Leidenschaft

20190502_210126Wie einige vielleicht ja schon mitbekommen haben, hat es mich gestern aus *hust* „Recherche“gründen ins Kino gezogen – schließlich läuft ja derzeit mit „After Passion“ die Verfilmung des New-Adult-Sensationserfolges von Anna Todd. Zwar war die Story etwas seichter als gedacht, nichtsdestotrotz hat der Film bei mir großes Interesse für die Buchreihe erweckt – was nicht zuletzt an der bezaubernden Performance von Josephine Langford als Tessa lag (erinnerte mich in den besten Szenen ganz leicht an Alexis Bledel als Rory Gilmore).

Die leichte Schwärmerei für Tessa war es auch, die mich direkt im Anschluss an die Vorstellung in den Bahnhofsbuchhandel getrieben hat. Ist mein neuestes Buchbaby nicht hübsch? :D. Wer von Euch hat die Reihe auch gelesen und wie findet Ihr sie?

 

(Serie) Mehr als ein Vorbild: „Downton Abbey“

Lange habe ich mir mit diesem Post Zeit gelassen. Nachdem ich vor einigen Wochen die TV-Serie „Downton Abbey“ gesehen hatte, musste ich das erstmal sacken lassen. Habe Trauer und Wut durchlebt, dass die Serie nach sechs Staffeln  beendet ist, Erstaunen und Freude darüber, mit wie viel Liebe zum Detail gearbeitet wurde.

Selten kommt es vor, dass mich eine Serie komplett im Sturm erobert, mitreißt und nach Mehr schreien lässt – doch Downton hat das mühelos geschafft. Bezaubernde Charaktere, die sich über die sechs Staffeln entwickeln und unterschiedlicher nicht sein könnten, authentische Schauplätze (Highclere Castle, Byfleet Manor House) und eine überragende historische Authentizität sind nur einige der Merkmale, die „Downton“ dauerhaft einen Platz ganz weit oben in der Liste meiner Lieblingsserien sichern. Dazu kommt ein in Hauptrollen (u.a. Lily James, Maggie Smith, Hugh Bonneville, Michelle Dockery ) und Neben-/Gastrollen (Theo James, Paul Giamatti, Shirley MacLaine, Poppy Drayton) talentierter Cast, eine tolle musikalische Untermalung und eine liebevolle Produktion, die dazu führten, dass die Serie mit Preisen überhäuft wurde und sich auch im Guinesss Buch der Rekorde als „bestbewerteste“ Fernsehserie wiederfindet.

„Downton“ hat es selbst geschafft, bei mir die Abneigung gegen die englische Sprache zu durchbrechen – so habe ich die letzte Staffel auf Englisch (mit Untertiteln) geschaut, da ich nicht warten konnte und wollte, bis die synchronisierte Version veröffentlicht wurde. Da die letzte Staffel auch noch nicht von Prime umfasst war, musste ich sie zudem (empfindlich) kostenpflichtig schauen, doch auch das Geld habe ich gern dafür ausgegeben, wenn man die Freude betrachtet, die die Serie in mir hervorgerufen hat. Mittelfristig werden zudem die DVDs bei mir einziehen, damit ich alles erneut durchleben kann – ich vermisse Lady Mary Talbot, Cora und Robert Crawley, Carson und Mrs. Hughues, Lady Rose Aldridge, Daisy, Mrs. Patmore und alle anderen jetzt schon. Zudem ist „Downton Abbey“ nun auch ein Vorbild für mich, was eigene historische Texte angeht. Wenn man bedenkt, dass eines meiner Schubladenprojekte im England Mitte des 19. Jahrhunderts, also nur 50 Jahre vor „Downton“ spielt, gibt es durchaus einiges, was ich von der Serie mitnehmen kann. Inspiration und Faszination – eine perfekte Kombination.

Hat jemand von Euch die Serie auch gesehen? Was haltet Ihr davon?
Erik

Ps: Wenn ich mir den Post hier so durchlese, hat es anscheinend nichts gebracht, einige Wochen zu warten. Meine Hoffnung, mit etwas Abstand objektiver darüber schreiben zu können, hat sich wohl nicht erfüllt – ich bin immer noch genauso begeistert wie am ersten Tag.

 

Buchverfilmungen 2016

Ich war gestern im Kino und habe mir „Die 5. Welle“ angesehen – eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Bestsellerautor Rick Yancey. Der Film hat mir sehr gut gefallen, vor allem der Cast um die bezaubernde und hochtalentierte Chloe Grace Moretz leistete bestechende Arbeit. Nun werde ich wohl auch die Bücher lesen müssen – ich hasse Cliffhanger ;).

Dies möchte ich als Anreiz nehmen, mal auf die Buchverfilmungen zu blicken, auf die ich mich 2016 am stärksten freue.

Endlich kommt mit „Smaragdgrün“ der dritte Teil der Edelsteintrilogie von Kerstin Gier auf die großen Leinwände. Die Hauptrollen spielen natürlich wieder Jannis Niewöhner und Maria Ehrich. Bärenstarke Young-Adult-Fiction aus Deutschland!

Ein Buch von Dan Brown. Ein Film von Ron Howard. Ein Allstar-Cast um Tom Hanks, Felicity Jones und Omar Sy. Muss man mehr sagen? „Inferno“ ist der vierte Roman und der dritte Film um den Harvard-Professor Robert Langdon. Die Diskrepanz zwischen der Filmnummer und Buchnummer liegt darin, dass „The Lost Symbol“ vorerst übersprungen wurde. Aus meiner Sicht eine richtige Entscheidung – auch wenn es Kritik auf einem hohen Niveau ist, war dies das schwächste aller Langdon-Bücher.

Lieblingsschauspieler. Tolles Franchise. Bezaubernde Bilder. Oscarpreisträger Eddie Redmayne spielt Newt Scamander im von J.K. Rowling geschriebenen Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“. Es wurde aber auch höchste Zeit in das Harry-Potter-Universum zurückzukehren!

Auf „The BFG“ (big friendly giant) bin ich durch den Trailer aufmerksam geworden – ich kannte das Buch von Roald Dahl vorher nicht. Doch wenn Disney sich des Stoffes eines der meistgeliebten, prämierten und erfolgreichsten Kinderbücher der letzten Jahrzehnte annimmt, kann man das schlichtweg nicht ignorieren – und die Bilder sehen zauberhaft aus.

„Allegiant“ ist der letzte Teil der Buchreihe „Die Bestimmung“ von Veronica Roth. Auch wenn die Filme leider stark von den exzellenten Büchern abweichen, sind sie trotzdem, vor allem aufgrund der gelungenen Effekte und starken Schauspielleistungen, sehenswert. Schade ist lediglich, dass der letzte Band der Buchreihe erneut in zwei Filme gesplittet wurde (aber nachdem der Hobbit das gnadenlos übertrieben hat, beschwert sich über zwei Teile ja schon fast keiner mehr…). 2016 erscheint „Allegiant“, 2017 dann das große Finale „Ascendant“.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich abschließend noch „Stolz und Vorurteil und Zombies“ sowie „Alice im Wunderland – Hinter den Spiegeln“.

Freut Ihr Euch auch auf die Filme? Fehlt etwas aus Eurer Sicht? Dann rein in die Kommentare ;).

Erik

Kunst und Kultur – Urlaub pur!

Von Freitag bis Sonntag habe ich einen Wochenendtrip nach Brüssel unternommen und dort eine gute Freundin besucht. Da ich dort zum ersten Mal war, stand natürlich hauptsächlich Sightseeing auf dem Programm. Atomium, Kathedrale, Basilika, Justizpalast, Grand Place … Brüssel hat erstaunlich viel zu brüssel1bieten. Die Innenstadt ist in einem tollen Zustand, die alten Gebäude alle prächtig restauriert und in Stand gehalten. Zudem spielte auch das Wetter mit! Strahlender Sonnenschein begleitete mich durch alle drei Tage und zeigte die Stadt von ihrer besten Seite. Ein besonderer Leckerbissen war, dass mein Aufenthalt (ungeplant) genau in die Zeit fiel, in der die Königsfamilie nicht vor Ort war, und der Palast somit kostenlos besichtigt werden konnte, was – abgesehen von einer fragwürdigen Kunstinstallation im letzten Raum – ein einmaliges Erlebnis war.

Natürlich kam auch das Kunst-/Kulturprogramm nicht zu kurz. Nach den ganzen Sehenswürdigkeiten „flüchteten“ wir uns in die königlichen Museen, die derzeit eine umfassende Magritte-Ausstellung im Programm hatten. Nicht unbedingt mein bevorzugter Kunsstil (sieht man mal von Magrittes kurzer impressionistischer Phase ab), aber dennoch beeindruckend. Unser Kombiticket ausnutzend, sahen wir uns danach noch die solide Ausstellung „Alter Meister“ (mit einigen Gemälden von Bosch, Rembrandt, Rubens und Cranach) und die, leider enttäuschende, Ausstellung „Fin de Siècle“ mit Kunst von 1868-1914 an.

Abgerundet wurde das Kultur-Programm mit einem Kinobesuch – Disneys und Pixars neuestes Meisterwerk „Inside Out“ (dt. „Alles steht Kopf“) wurde vorgeführt – eine willkommene Überraschung, läuft der Film doch in Deutschland erst im Oktober an. Grandios. Humorvoll. Bezaubernd. Ich bin immer noch vollkommen hingerissen von der Liebe, die die Macher in diesen Film gesteckt haben – ein zweiter Kinobesuch in Deutschland wird dann später sicher folgen :).

Zum Schluss noch ein kleines Schmankerl für alle Geschichtsliebhaber wie ich. In der Kathedrale bin ich über eine Gedenktafel „gestolpert“, die anzeigt, dass hier brüssel2eine Tochter des englischen Königs Edward I. begraben ist – einem der letzten Könige vor Beginn der Rosenkriege. Gelebte Geschichte sozusagen.

Alles in allem ein tolles Wochenende und eine wunderschöne Hauptstadt, auch wenn sie nicht ganz in der europäischen Topliga mit Rom, London und Paris mithalten kann – aber jederzeit einen Besuch wert.

[(K)eine Rezension?] Ein ganzer Tag mit Margo Roth Spiegelman…

Es ist passiert (schon wieder)! Ich habe mich verliebt. In niemand geringeren als „Margo Roth Spiegelman“. Doch der Reihe nach…

Wenn das Literaturhaus Wien schreibt, „John Green erschafft mit seinen Worten Personen, die man heiraten will, Welten, von denen man ein Teil sein will, und Geschichten, die man erleben will“, hätte ich das nicht treffender formulieren können – und trotzdem greift es zu kurz. Mit seinen Romanen spiegelt John Green das Lebensgefühl einer ganzen Generation wieder, inspiriert abermillionen von Lesern (und neuerdings Kinogängern). Seine Personen sind dabei so lebendig, verletzlich, farbenfroh und authentisch, dass ein jeder sich mit ihnen identifizieren kann (oder sich – wie in meinem Fall – Hals über Kopf in sie verliebt). Während früher die Fans kreischend auf Hermine Granger und Harry Potter warteten, lösen heutzutage Hazel Grace, Alaska Young und Margo Roth Spiegelman regelrechte Begeisterungsstürme aus. Dabei sind seine Bücher jedoch von solch einer bestechenden sprachlichen Qualität, dass bereits nach seinem Debütroman Vergleiche mit Philip Roth und John Updike laut wurden.

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(Quelle: http://www.dtv.de/_cover/640/margos_spuren-9783423624992.jpg)

Die selbstbewusste, lebensbejahende Hazel Grace aus „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ habe ich (nur) im Kino erlebt, die unnahbare, sprunghafte, bildhübsche Alaska Young sprang mir von den Seiten des Buches „Eine wie Alaska“ entgegen und heute, ja heute habe ich einen ganzen Tag mit der geheimnisvollen Margo Roth Spiegelman verbracht.

Zuerst habe ich das Buch „Margos Spuren“ gelesen – wie nicht anders zu erwarten ein (wie alle seine Bücher hochdekoriertes) Meisterwerk der Jugendliteratur. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, habe die Geschichte und den Einfallsreichtum geliebt, mit den Figuren gelitten, gelacht, getrauert. Mit jedem Satz von Margo wurde sie lebendiger, echter. Ich konnte nicht anders. Wie die Hauptfigur Quentin, wie Millionen anderer Leser, schloss ich Margo ins Herz. „Ich bin eine große Verfechterin der spontanen Groß- und Kleinschreibung. Die gängigen Regeln der Groß- und Kleinschreibung sind unfair den kleinen Worten gegenüber.“ Wie könnte ich sie nicht mögen, meine kleine Rebellin :).

Mit gemischten Gefühlen ging ich danach ins Kino, um mir die Hollywoodverfilmung des Filmes anzusehen. Zwar war den Machern von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ein Film gelungen, den sowohl Kritiker als auch Green-Fans lauthals bejubelten – bei Margos Spuren sollte das allerdings anders sein. Nach etwa zwei Stunden verließ ich den Kinofilm mit dem gleichen Gefühl. Der Film war solide, wich jedoch in einigen Punkten sehr vom Buch ab. Gerettet wurde er jedoch von starken schauspielerischen Leistungen – insbesondere einem fantastischen Leinwanddebüt von Cara Delevingne – die Margos geheimnisvolle Art vorlagengetreu umsetzen konnte. Auch Nat Wolff in der männlichen Hauptrolle spielte gut, sodass der Film für Leute, die das Buch nicht gelesen hatten, sicherlich noch besser war, als für mich. Dennoch bereue ich es nicht – und „Margos Spuren“ wird in mein DVD-Regal wandern. Aber an die Klasse des Romans, an die Macht von John Greens Worten, kommt er nicht heran.