[FBM2024] Tag 5 – Ein krönender Abschluss

Bevor es in der nächsten Woche mit Neuzugängen und Rezensionen weitergeht und ich irgendwann auch noch die Messeausbeute sichte, möchte ich Euch heute noch einige Impressionen vom fünften Tag meines Besuches auf der Frankfurter Buchmesse zeigen, mit: Anabelle Stehl, Christina Wermescher, Alicia Zett, Lilly Lucas, Yasmin Shakarami, Josi Wismar, Bianca Iosivoni, Lea Kaib, Tina Lurz, Ursula Poznanski, Bülent Ceylan und Evren Gezer.

Der Tag begann dabei für mich mit zwei aufeinanderfolgenden Buchvorstellungen in der 30-Minuten-WG von Stern und Penguin Random House. Zuerst nahm hierbei die unglaubliche Yasmin Shakarami auf der Bühne Platz, die ich am Freitag ja schon bei ihrer Signierstunde treffen durfte. Im Gespräch mit – der ebenfalls tollen – Tina Lurz stellte Yasmin ihren Roman „Sturmflirren“ vor und sprach darüber, was das Buch persönlich für sie bedeutet, über ihre Erlebnisse auf der Recherchereise nach Dubai und teaserte bereits ein nächstes Projekt an. Ich bin jedenfalls schon unglaublich gespannt!

Im Anschluss ging es sogar mit zwei Autorinnen weiter. Bianca Iosivoni und Josi Wismar – frisch gekürte Booktok-Autorin des Jahres (herzlichen Glückwunsch!) – stellten im Gespräch mit der bekannten Buchbloggerin Lea Kaib ihre Neuerscheinungen vor und sprachen über ihre Liebe zu und die Recherchereisen nach Kanada, dem Setting ihrer aktuellen Romane. Ein unglaublich spannendes Thema, das sicherlich bei uns allen das Fernweh geweckt hat.

Danach führte mich mein Weg zu meinem ersten – und einzigen – Termin im Frankfurt Pavillon. Dort stellte nämlich Ursula Poznanski ihren neuesten, dystopisch anmutenden Jugendthriller „Scandor“ vor und las aus dem Roman – einfach hochspannend und super interessant. Direkt anschließend ging es weiter mit einer Veranstaltung auf der nahgelegenen Open Stage, auf der Bülent Ceylan im Gespräch mit Evren Gezer seinen komödiantischen Krimi „Yallah Mord!“ vorstellte und eine kurze Passage daraus – erwartbar humorvoll – las.

Die zweite Tageshälfte verbrachte ich dann bei Signierstunden und Meet & Greets, traf Freunde und schlenderte durch die Hallen. Dabei lernte ich am Stand der Emons Verlag GmbH endlich einmal Christina Wermescher persönlich kennen, und konnte auch bei der Verlagsgruppe Droemer Knaur die Autorinnen Lilly Lucas und Alicia Zett treffen und mir von Alicia den dritten Band ihrer „Liebe ist“-Trilogie um das Internat Schloss Mare signieren lassen. Mein offizielles Programm endete daraufhin mit einem krönenden Abschluss: einer Signierstunde der wundervollen Anabelle Stehl für den LYX Verlag, die ich ja bereits am Freitag treffen durfte – mehr oder minder ein Fixpunkt der letzten Messen. Und so freue ich mich jetzt bereits auf die LBM – und das Pen and Paper mit ihr vor der SERAPH-Preisverleihung. Danach schlenderte ich noch etwas durch die Hallen, nahm an einigen Verlosungen teil und suchte mir das ein oder andere Buch bei Verschenkaktionen von PAN und vom Selfpublisher Verband aus.

Kurze Zeit später endete dann auch die FBM für mich – und der Messeblues setzte ein (und hat auch immer noch nicht nachgelassen). Glücklicherweise stehen für mich im November noch einige Lesungen an – das mildert das ganze etwas ab. Auf welches buchige Event freut Ihr Euch als nächstes?

[FBM2021] Tag 3 – In Mannheim daheim, in der Welt zuhause

Der dritte Messetag – der erste, an dem ab 14:00 auch Privatbesucher zugelassen waren, was die Hallen direkt füllte und den Buchverkauf starten ließ – stand ganz im Zeichen von lokal verwurzelten Stars wie Sven Regener, Bülent Ceylan, Volker Kutscher und Kat Menschik, im Zeichen der in Büchern verwurzelten Elke Heidenreich und im Zeichen von Alvaro Soler, der an der Signierbox als Weltstar angekündigt war – und definitiv in der Welt zuhause ist.

Dabei begann der Tag noch ganz entspannt mit einem Gespräch auf der ARD-Bühne. Moderiert von Alex Jakubowski stellten die Illustratorin Kat Menschik und der Autor Volker Kutscher das gemeinsame Werk „Mitte“ vor, eine illustrierte Erzählung in Novellenlänge, die an die Handlung des Kutscher-Romans „Olympia“ aus dem Kosmos um Gereon Rath anknüpft, der den meisten aus „Babylon Berlin“ bekannt sein sollte. Zudem sprachen sie über das Zustandekommen der Zusammenarbeit beim damals ersten Projekt „Moabit“, die Form der täglichen Arbeit und mögliche weitere Projekte – auch wenn sie ausschlossen, dass irgendwann für jeden Berliner Stadtteil ein Werk vorliegen wird.

Im Anschluss führte mich der Programmplan zu zwei aufeinanderfolgenden Veranstaltungen auf dem Blauen Sofa. Die erste war dabei sicherlich die launigste Buchpräsentation, die das Blaue Sofa seit langem gesehen hatte, denn Sven Regener stellte sein neuestes Werk „Glitterschnitter“ vor, ein Roman aus dem Kosmos um Herrn Lehmann, der Anfang der 80er Jahre in Berlin spielt. Dabei redete er sich so in Rage, dass die Moderatorin kaum zu Wort kam, fast hilflos wirkte und irgendwann einfach Sven Regener machen ließ, was dazu führte, dass er leicht überzog, woraufhin die Moderatorin dann auch noch vergaß, den nächsten Programmpunkt anzukündigen.

Auch Elke Heidenreich, die danach ihr Buch „Hier geht’s lang! Mit Büchern von Frauen durchs Leben“ präsentierte, überzog in der Folge konsequent und noch länger (was glücklicherweise nicht zu Verzögerungen führte, da danach eine Pause eingeplant war). Dies lag aber nicht daran, dass Elke Heidenreich sehr offen über ihre Vergangenheit, ihre Familie und ihre Erkrankung sprach, frei Gedichte rezitierte oder die Autorinnen vorstellte, deren Bücher sie im Leben begleiteten, sondern war darauf zurückzuführen, dass die Moderatorin Cécile Schortmann am Ende ausführlichst noch einmal auf die medial hochgekochte Diskussion um Heidenreichs Aussagen zu Sarah Lee Heinrich zu sprechen kam.

Am Nachmittag stellte dann mit Alvaro Soler ein absoluter Weltstar in der 30-Minuten-WG für Stern und Penguin Random House sein Buch „El Mismo Sol – Unter derselben Sonne“ vor. Sehr nahbar erzählte Alvaro von seiner Jugend und wie er zur Musik gekommen ist, von seinen Anfängen im Geschäft und wie ihn der Erfolg eines Tages quasi über Nacht überrollt hat – bis hin zum gemeinsamen Auftritt mit Jennifer Lopez in Las Vegas vor 20.000 Menschen – hochspannend.

Der letzte Programmpunkt des Tages war quasi ein Heimspiel für mich. Als Heidelberger konnte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen, den Mannheimer Comedian Bülent Ceylan zu treffen. Auf der ARD-Bühne stellte er sein Buch „Ankommen: Aber wo war ich eigentlich?“ vor, schlug dabei sehr ernste Töne an und sprach von seiner Jugend, eigenen Rassismuserfahrungen und über die derzeit übermächtige Diskussion um rechte Verlage auf der Frankfurter Buchmesse. Anschließend nahme er sich noch Zeit – um mit seinen Fans und Lesern Fotos zu machen – vielen Dank für den gelungenen Tagesabschluss.

Heute stehen einige Signierstunden (Valentina Fast, Nina MacKay) und einige weitere Veranstaltungen auf dem Plan – doch dazu später mehr :).