[LBM2017] Tag 2 – die Ruhe vor dem Sturm

Wie bereits angekündigt ließ ich es heute etwas ruhiger angehen, um etwas Kraft für den morgigen Tag zu sparen, der mir nicht nur viele Treffen mit Kollegen, sondern auch tolle Veranstaltungen mit Valentina Fast und Ava Reed bringen soll. Daher heute für Euch nur das Bild einer Lesung und einige erste Messeimpressionen :).20170324_105023

Zu Beginn des Tages besuchte ich direkt eine Lesung von Anne Freytag, die aus ihrem neuen Buch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ las. Anne Freytag, gerade für ihr Vorgängerwerk „Mein bester letzter Sommer“ mit einer Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis bedacht, fesselte mit ihrer Lesung das gesamte Publikum und ließ uns an dem Leben der 17-jährigen Sophie teilhaben.

20170324_123625Im Anschluss stöberte ich ein bisschen durch die Hallen, hörte mir einen Teil der Lesung von Liane Mars an und bewunderte den Stand von Iny Lorentz, die sich in diesem Jahr einen eigenen Messestand voller historischer Romane gegönnt haben. Sie verwalten ihn selbst und stehen dort beide bereit, um mit Fans zu reden, Autogrammwünschen nachzukommen und Fotos zu machen. Trotz Millionen-Auflagen komplett auf dem Boden geblieben – ein Vorbild für jeden Autoren.

Zur Mittagszeit ging es zum großen NaNoWriYeah-Treffen. Dort haben sich alle teilnehmenden Verlagsimprints (be beyond [Bastei Lübbe], Dark Diamonds & Impress [Carlsen], Forever & Midnight [Ullstein], Feelings & Topkrimi [Droemer Knaur]), sowie die Initiatoren und Moderatoren der Gruppe (Nina MacKay, Isabell Schmitt-Egner, Nicole Gozdek und Andi Dutter) vorgestellt. Es war toll, auch mal in echt die Menschen kennenzulernen, die hinter dem Mammutprojekt stehen.

Am Nachmittag schlenderte ich zum ersten Mal gemütlich durch die Halle der Manga Comic Convention. Tolle Cosplays, interessante Stände und Verlosungen luden mich direkt ein, dort zu bleiben – ich hätte Stunden dort verbringen und ganz, ganz viel Geld ausgeben können^^. Immerhin ist ein neuer Funko bei mir eingezogen: Luke Skywalker als X-Wing-Flieger. Sicherlich werde ich mit etwas Muße am Sonntag nochmal über die Con laufen, mir vielleicht auch den ein oder anderen Zeichner ansehen und noch einige Kleinigkeiten kaufen.

Zum Abschluss des Tages ließ ich mir dann noch schnell beim Drachenmond-Verlag Bücher von Alexander Kopainski, Andi Dutter und Julia Adrian signieren. Die Verlagsbücher sind alle so schön – eigentlich hätte jedes einen Platz in meinem Regal verdient. Auch hier nochmal ein großes Lob an Astrid, die Designer Alex, Marie und Rica, sowie die vielen tollen Autoren (Julia! Dein Buch macht mich fertig!). Im Anschluss an die Signierstunde traf ich mich noch mit einigen netten Kollegen und ließ den Messetag bei Keks und Kuchen gemütlich ausklingen.

[Buchgedanken] Valentina Fast: „Royal – Ein Königreich aus Glas“

Einer Tradition folgend (okay, zum zweiten Mal): Heute eine Rezension, getippt im Pressebereich einer Buchmesse.

Das Warten hat sich definitiv gelohnt! In den letzten Tagen habe ich „Royal – Ein Königreich aus Glas“ von Valentina Fast gelesen und damit den phantastischen Lesefrühling für mich eröffnet. „Ein Königreich aus Glas“ ist ein Sammelband der ersten beiden e-Books der Royal-Reihe und erschien vor einigen Wochen – nach einer mehr als einjährigen Wartezeit – als Printexemplar bei im.press Taschenbuch. Es ist am ehesten als dystopisches Jugendbuch einzugruppieren, auch wenn die Liebe natürlich eine zentrale Rolle spielt. „Ein Königreich aus Glas“ vereint die beiden ersten e-Book-Bände der erfolgreichen Royal-Reihe.

Ganz Viterra ist in Aufruhr. Der Thronfolger, der während seiner gesamten Kindheit vor51xj8vajhil-_sx319_bo1204203200_ seinem Volk versteckt wurde, um ihm ein normales Leben zu ermöglichen, sucht eine Prinzessin. Alle jungen Frauen von Viterra sind aufgerufen, an einem Casting teilzunehmen und das Herz des Prinzen zu erobern. Einzige Schwierigkeit: Zuerst gilt es, ihn unter vier jungen Männern zu finden. Tatyana *Tanya* Salislaw ist ein ganz normales Mädchen. Nach dem Tod ihrer Eltern wächst sie bei ihrer Tante auf, die sie vor der Welt abschirmt und zu Hause erzieht. Nur ihrer Tante zuliebe, und um sich eine eigene Zukunft zu ermöglichen, nimmt sie am Casting teil. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als in der Goldschmiedewerkstatt ihrer Schwester ein neues Leben zu beginnen und zählt die Tage, bis zum Ende des Wettbewerbes, wenn sie endlich, endlich zurück in ihr altes Leben kann. Doch dann … treten die jungen Männer in ihr Leben und werfen ihren Plan vollends über den Haufen.

Wenn man „Royal“ liest, drängt sich geradezu der Vergleich mit Selection (meinem Jahreshighlight 2016) auf. Doch „Royal“ braucht ihn nicht zu scheuen. Mit unerwarteten Wendungen, gefühlvollen und humorvollen Szenen sowie grandiosen Charakteren überzeugt Valentina Fasts Roman auf der ganzen Linie (und auch wenn wir erst im März sind, ist die Chance groß, dass Royal auch Teil meiner Jahreshighlights 2017 wird).

Besonders gefallen hat mir der Weltenbau von „Viterra“. Der Autorin gelingt es, die Welt nachvollziehbar und konsequent zu gestalten. Über die Einführung und die Geschichtsstunde der Bewerberinnen erklärt Valentina Fast die Entstehung und die Hintergründe von Viterra und nimmt den Leser an die Hand.

Man lacht und leidet mit den Charakteren, die auch in den Nebenfiguren wie Claire de Clairemont (meiner Favoritin!) plastisch gestaltet sind und für ein tolles Gesamtbild sorgen. Valentina Fast überzeugt dabei mit einem lockeren, leichten Schreibstil, der die Gefühle, die Zweifel und Sorgen der einzelnen Protagonisten gut transportiert. Dabei merkt man, dass sich die Figuren im Laufe der Handlung auch entwickeln und man kann sich gut mit ihnen identifizieren.

Durch ihre unerwarteten Wendungen hält die Autorin den Spannungsbogen jederzeit aufrecht und sorgt dafür, dass man gar nicht aufhören kann zu lesen. Mysteriöse Gestalten und ein einschneidendes Erlebnis lassen einen nach mehr lechzen, um mit Tatyana auch die letzten Geheimnisse zu erkunden, die Viterra und der Palast verbergen.

Das Cover ist wunderschön, Lektorat und Buchsatz überzeugen, lediglich dem Korrektorat sind einige kleinere Fehler durchgerutscht.

Mein Fazit: „Royal – Ein Königreich aus Glas“ ist ein wundervolles Jugendbuch, das nah an die Brillianz von Kiera Cass‘ Meisterwerk „Selection“ herankommt. Es überzeugt mit tollen Charakteren und einer spannungsgeladenen Handlung mit unerwarteten Wendungen, die mich sehnsüchtig auf die nächsten Teile warten lässt. Für Jugendbuchleser bedenkenlos zu empfehlen.

[LBM2017] Tag 1 – Von Preisträgern und Gewinnern

Und schon ist der erste Messetag vorbei und der Rückblick steht an :). Nachdem ich bereits Mittwoch angereist bin, konnte ich pünktlich kurz vor 10 die Messehallen stürmen. Nach obligatorischen Besuchen an den Ständen von Amrun, Carlsen und der LLC hatte ich mich mit dem Phantastischen Reiseführer, einem Blogplan und einer Goodiebag eingedeckt. So konnte das Programm starten. Auf dem Plan standen für heute einige Preisverleihungen 20170323_113305und Lesungen.

Den Anfang machte der Brendow Verlag, der jährlich den C. S. Lewis Preis für ein Romanprojekt verleiht, das auf innovative und unterhaltsame Weise sich mit christlichen Wertvorstellungen beschäftigt. Preisträger in diesem Jahr: Sebastian Pirling, seines Zeichens Science-Fiction-Lektor aus dem Heyne Verlag. Sein Romanprojekt (AT: „Der Kongress der Exegeten“, vsl. Erscheinungstermin Herbst 2018) spielt in einer dystopischen Zukunft, in der die Religion in der ganzen Galaxis verboten ist. Der vorgetragene Anfang und die Geschichte an sich machen definitiv Lust auf mehr.

20170323_124513Zur Mittagszeit ging es dann zur Lesung von Carolin Emrich, die auf der Messe ihren Debütroman „Elfenwächter 1 – Weg des Ordens“ vorstellt, erschienen im Sternensand Verlag. Trotz leichter Nervosität meisterte sie die Lesung ziemlich gut, besser, als ich es jedenfalls mir fürs erste Mal erträumen würde. Im Anschluss habe ich mir direkt ihr Buch signieren lassen, sowie „Rotkäppchen und der Hipster-Wolf“ von Autorin Nina MacKay und Coverdesignerin Marie Graßhoff.

Nach einer ausgedehnten Mittagspause nahm ich an der Buchpräsentation von „Das 20170323_151019Europa der Könige: Macht und Spiel an den Höfen des 17. und 18. Jahrhunderts“ von Leonhard Horowski teil. Für mich als Geschichtsnarr ein absoluter Pflichttermin – und sicherlich eine tolle Lektüre. „Das Europa der Könige“ war zudem nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Sachbuch, der jedoch an ein anderes, historisches, Werk ging: „Maria Theresia. Eine Biographie“ von Barbara Stollberg-Rilinger.

Als Kontrastprogramm besuchte ich am Nachmittag die Lesung der Poetry-Slammerin Sandra Da Vina aus ihrem Buch „Hundert Meter Luftpolsterfolie“. Amüsante und lustige 20170323_211346Geschichten, exzellent vorgetragen. Als Highlight gab es von ihr neben der Signatur die Zeichnung eines kleinen Partynilpferds ins Buch.

Zum Abschluss besuchte ich die Seraph-Preisverleihung. Von einer 17-köpfigen Fachjury wurde Katharina Secks „Die silberne Königin“ als bestes Buch und Julia Langes (im Bild unten abgebildet) „Irrlichtfeuer“ als bestes Debüt ausgezeichnet. Ich freue mich besonders, dass es mit „Die silberne Königin“ ein Märchen getroffen hat – das Genre ist, nicht zuletzt auch dank Halo Summer und Julia Adrian, endgültig wieder im Bewusstsein aller angekommen.

20170323_173037Zwischen den Veranstaltungen traf ich viele Bekannte wieder – und sah sogar einige Blogger, die türkisfarbene Bänder im Rahmen der Aktion: #Buchbloggerbande trugen. Ich hoffe, in den nächsten Tagen noch mehr tolle Leute zu treffen! Und auch ich zählte am Tagesende zu den Gewinnern. Im zweiten Versuch gewann ich bei der Verlosung am LLC-Stand ein Ticket für die Convention im Mai. Da ich mir bisher noch keines gekauft hatte, kommt mir das sehr gelegen. Berlin – ich komme! Aber vorerst bleibe ich in Leipzig und sehe drei weiteren, spannenden Messetagen entgegen. Morgen unter anderem mit Anne Freytag, die gerade für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert wurde.

DiesesBuchHatEinenHypeVerdient – Thema: Action/Kämpfe

Willkommen zur letzten Woche der Challenge #DiesesBuchHatEinenHypeVerdient :). Das Thema in dieser Woche lautet: „Action/Kämpfe“. Unter großzügiger Regelauslegung möchte ich Euch heute das Buch vorstellen, auf das ich mehr als ein Jahr sehnsüchtig gewartet habe: „Royal – Ein Königreich aus Glas“ von Valentina Fast, ein perfekter Übergang in die nächsten Wochen. Denn das Ende dieser Challenge ist für mich sogleich der Start in eine neue Aktion. Ab dem 13.03. läuft der Fantastische Lesefrühling, wo ich bis zum 30.04.2017 sieben verschiedene Bücher lese und vorstelle. Und heute möchte ich bereits im Voraus zu der Rezension, die in den nächsten Tagen folgt, meine Begeisterung über das tolle und erste Aktionsbuch mit Euch teilen!

Die e-Books zu der Royal-Reihe erschienen bei Carlsen-Im.press, das Printexempar vor 51xj8vajhil-_sx319_bo1204203200_etwa zwei Wochen als Im.Press Taschenbuch. Dabei deckt das Taschenbuch die ersten beiden e-Book-Bände ab und ist am ehesten als dystopisches Jugendbuch anzusehen.

Das Buch handelt von dem größten und wichtigsten Kampf, den jeder in seinem Leben auszufechten hat. Dem Kampf um die Liebe, um das Herz des perfekten Partners. Und bei „Royal“ treten gleich zwanzig potentielle Prinzessinnen an, um die Herzen von vier jungen Männern zu gewinnen, darunter auch das des Thronfolgers von Viterra.

„Royal“ ist humorvoll, gefühlvoll, spannend und steckt voll unerwarteter Wendungen. Zusammen mit einem perfekten Cover, und dem leichten und flüssigen Schreibstil der Autorin, sowie einem gelungenen Weltenbau überzeugt die Geschichte auf ganzer Linie. Valentina Fasts Roman macht Lust auf mehr und kommt bis auf wenige Millimeter an die Brillianz von „Selection“ heran – ein Vergleich der sich geradezu aufdrängt. Dieses Buch hat einen Hype verdient – und ist bereits jetzt eines meiner Jahreshighlights 2017.

Und wie immer – hier zum letzten Mal, findet Ihr alle Informationen zur Aktion und alle Sammelposts der Vorschläge hier.

[FBM2016] Shortlist!!! (Tag 3)

Was für ein Tag! Dieser Tag war Balsam für die Autorenseele – doch dazu später mehr :). Zur Überbrückung ein Foto mit einem Pandabär!20161021_102232

Zuerst begann der dritte Messetag ganz geruhsam damit, dass ich erneut beim „Zauber zwischen Zeilen“-Stand vorbeischaute, um mir die Anthologie von Julia Adrian signieren zu lassen. Anschließend habe ich beim Drachenmond Verlag dann noch die Anthologie „Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln“ gekauft, und sie mir ebenfalls, unter anderem von Julia Adrian und Alexander Kopainski, der Covergott höchstpersönlich, signieren lassen. Ich war dann auch noch kurz beim Stand des Kunstanstifer Verlags und habe mir dort ein wunderschön illustriertes Buch gekauft mit dem Titel „Hundebraten Süßsauer“.

20161021_120744Vor der Mittagspause ging es dann zu einer Veranstaltung von Prof. Werner Meyer über die Burg Krak des Chevaliers in Syrien, die ganz informativ war und einige spannende Bilder enthielt und vor allem vor dem Hintergrund interessant war, dass die Burg im Rahmen des schrecklichen Krieges teilweise zerstört wurde, durch die zentimetergetreue vorherige Vermessung und Dokumentation jedoch wieder aufgebaut werden könnte.20161021_142002

Nach der Pause hörte ich mir zur Entspannung jeweils Teile der Vorträge über Newsletter-Marketing und das Schreibprogramm „Papyrus Autor“ an, bevor er zum eigentlichen Hauptevent des Nachmittages kam: der Prämierung des Siegertitels vom Schreibwettbewerb von tolino und Carlsen Impress. Gewonnen hat Laura Kuhn mit „We could be Heroes“, der Titel erscheint im März 2017 als e-Book und Taschenbuch bei Carlsen Impress. Auch die Plätze zwei und drei gewannen e-Book Veröffentlichungen bei Carlsen und Marketingpakete von tolino.

20161021_164633Doch damit nicht genug der Schreibwettbewerbe. Um 17 Uhr wurde eine weitere Shortlist präsentiert: die Shortlist des Schreibwettbewerbes zur lit.lo20161021_170147ve 2016 in Kooperation mit dem Magazin Jolie und Twentysix, dem Selfpublishing-Distributor von Random House. Aus mehreren hundert eingesandten Kurzgeschichten wählte die Jury eine Shortlist von fünf Titeln, die alle Freikarten zur lit.love und kostenlose Veröffentlichungen bei Twentysix gewannen. Alle Shortlist-geschichten werden zudem als kostenfreies e-Book veröffentlicht. Der erste Platz wird am 04.11.2016 bekannt gegeben und erhält zusätzlich bezahlte Unterkunft, An- und Abreise zur lit.love, sowie die Veröffentlichung der Gewinnergeschichte in einer Ausgabe des Magazins Jolie! Hier nun die Shortlist in aller Pracht:

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Wem hier ein Name bekannt vorkommt, der hat Recht! Da stehe wirklich ich! Ich musste mich heute auch oftmals kneifen, als ich davon erfahren habe. Gerade auch vor dem Hintergrund einiger Absagen tut es besonders gut, wenn eine eigene Geschichte wertgeschätzt wird – und wenn einen dann noch das Random House-Team nett betreut und die Geschichte lobt, ist der Tag perfekt. Und dass das auch noch komplett unerwartet kam (wie hätte man bei etwa 500 Einsendungen und einer Shortlist aus 5 Titeln schon auch nur im Ansatz daran denken können), macht das ganze umso schöner. Jetzt gilt es, die Daumen zu drücken. Es wäre nämlich ein noch größerer Wahnsinn, sollte meine Geschichte es schaffen, in der Jolie zu erscheinen. So oder so – ich bin glücklich und froh, einer weiteren Geschichte eine Heimat gegeben zu haben – und werde dann mal beizeiten die Kategorie Schreibwettbewerbe/Literaturpreise auf meiner Website einführen *lach*.20161021_170510

Nachdem sich der ganze Trubel bis Morgen hoffentlich etwas gelegt hat, werde ich Morgen einen eher veranstaltungsarmen Tag in Frankfurt verbringen, mir lediglich ein Buch signieren lassen und zu einem Meet & Greet gehen.

Liebe Grüße
Erik

[Buchgedanken] J.K. Rowling: „Harry Potter und das verwunschene Kind“

Bereits vor einigen Tagen habe ich J.K. Rowlings neuestes Werk gelesen, komme aber erst heute dazu, meine Gedanken zu dem Buch mit Euch zu teilen. Das Buch ist 2016 unter dem vollen Titel „Harry Potter und das verwunschene Kind. Teil eins und zwei. (Special Rehearsal Edition Script)“ im Carlsen Verlag erschienen.

Wie der Name bereits vermuten lässt, handelt es sich dabei um das zur Veröffentlichung angepasste Drehbuch des gleichnamigen Theaterstückes. J.K. Rowling scheint an dem Format auch Gefallen gefunden zu haben – so erscheint Anfang 2017 auch das angepasste Drehbuch zum Film „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“, ebenfalls im Carlsen Verlag.

„Harry Potter und das verwunschene Kind“ spielt neunzehn Jahre nach51b1qxdbzel-_sx336_bo1204203200_ dem Abschluss der Haupthandlung (den Epilog des letzten Buches mal außen vor gelassen). Die Hauptfiguren des Stückes sind Albus Severus Potter, Harrys jüngerer Sohn, und Scorpius Malfoy, der Sohn von Draco Malfoy. Beide stehen vor ihrem ersten Jahr in Hogwarts und hatten es bisher nicht leicht. Albus steht ganz im Schatten des Bruders James und kämpft mit der Berühmtheit seiner Eltern, während sich über Scorpius hartnäckig das Gerücht hält, er sei gar nicht Dracos Sohn, sondern der Nachkomme Lord Voldemorts. Trotz – oder gerade wegen – ihrer jeweiligen Leidensgeschichte, entwickeln die beiden bereits beim ersten Aufeinandertreffen eine tiefe Freundschaft füreinander. Als sie dann noch erfahren, dass das Zaubereiministerium über einen der letzten Zeitumkehrer verfügt, machen sie sich auf den Weg, das Schicksal und die Vergangenheit zu ändern, und stolpern in das größte Abenteuer ihres Lebens.

Mir ist es erstaunlicherweise leicht gefallen, mich an das unübliche Format zu gewöhnen. Die Szenerien werden gut beschrieben, die Dialoge sind lebendig und die eingestreuten Kommentare lassen die Handlung fast genauso bildhaft wirken, wie man es von einem Roman erwartet. Natürlich werden einige Sachen nicht bis ins letzte ausgeführt, aber gerade darin liegt auch eine Stärke des Formats, da die Handlung gnadenlos vorangetrieben wird, ohne sich in seitenlangen Ergüssen zu verlieren.

Es gelingt der Autorin auch, den Zauber, der die ursprüngliche Buchreihe umgibt und mehrere Generationen in seinen Bann gezogen hat, wieder neu zu erwecken. Man trifft in „Harry Potter und das verwunschene Kind“ nicht nur auf das magische Trio Harry, Ron und Hermine, sondern es werden auch einige andere, mehr oder weniger bedeutsame, Charaktere der Vergangenheit mit in den Roman eingebunden, was für ein gelungenes (und teilweise emotionales) Wiedersehen sorgt.

Die Handlung ist spannend, wenn auch aufgrund der multiplen Zeitlinien und alternierenden Realitäten nicht immer stringend – und kleinere Fragezeichen bleiben auch zurück. Aufgrund der gelungenen Dialoge sind die Figuren glaubhaft und vielschichtig.

Der Buchsatz und das Cover überzeugen auf ganzer Linie, Lektorat und Korrektorat haben ebenfalls exzellente Leistungen erbracht.

Doch alles, was ich zu dem Buch sagen kann, versinkt in Bedeutungslosigkeit – spätestens mit den ersten Seiten wird man sofort wieder in den Bann von J.K. Rowlings Welt gezogen, man unterliegt dem Zauber und verfällt ihm gnadenlos. Wer mit Harry Potter aufgewachsen ist, kommt an diesem Buch nicht vorbei – und wird es lieben.

Die einzige Enttäuschung: Es ist sehr kurz – und schnell vorbei. Doch bei so vielen, tollen und erfrischenden Charakteren bleibt die Hoffnung, dass „Harry Potter und das verwunschene Kind“ nicht das letzte Sequel der bekannten Romanreihe bleibt. Und – Dumbledore sei dank – J.K. Rowling hat auch dafür gesorgt, dass eine etwaige Wartezeit gut überbrückt werden kann. Bereits im November erscheint der Kinofilm: „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ (das Drehbuch, wie oben erwähnt, 2017). Vor kurzem gab die Autorin dazu bekannt, dass dies nicht – wie geplant – der Auftakt zu einer Filmtrilogie sei, sondern dass glatte fünf Filme entstehen sollen, die die Handlung um den berühmten Lehrbuchautor Newt Scamander (Oscarpreisträger Eddie Redmayne) erzählen. Lassen wir uns also einstweilen davon überraschen, wie sich die Zauberei in den Vereinigten Staaten von Amerika einige Generationen vor Harry Potter entwickelt hat, bis wir dann hoffentlich bald nach Hogwarts zurückkehren.

Mein Fazit? „Harry Potter und das verwunschene Kind“ ist ein rasantes Spektakel, das jeden Fan der originalen Buchreihe sofort in seinen Bann zieht. Das Drehbuchformat ist erfrischend und legt den Fokus auf die Dialoge und die Handlung. Ein absolutes Must-read für alle Potterheads.

[LBM2016] Von Prinzessinnen und alten Wellen (Tag 3)

Der Messesamstag war ein langer, aber sehr interessanter Messetag und hatte viele tolle Momente zu bieten :). Wie bereits am Vortag begann ich den Vormittag am Stand des Wunderwaldverlages und konnte das (im Vergleich zu den ersten Tagen deutlich stärkere) Gedränge in Halle 2 in Ruhe überblicken.

Mittags ging es dann zu einem Treffen einiger Autoren aus dem  Autoren_Netzwerk, einer Facebook-Gruppe, die auch die Charity-Anthologie „Hinter den 1_9Kulissen – Wenn Worte zu Geschichten werden“ organisiert hat. Hier konnte ich viele neue Leute kennen lernen, unter anderem die Gründer der Gruppe Uwe Tiedje und Silvia Nagels, sowie die Herausgeberin der Anthologie Medusa Mabuse.

Am späten Nachmittag kam es dann zu einer Premiere. Ich. Habe. Gelesen! Okay, nur eine halbe Seite, aber dennoch :). Im Zuge des Gewinnspiels vom Burgenweltverlag, bei dem es unter anderem die Anthologie „Wenn alte Wellen singen“ zu gewinnen gab, haben alle anwesenden Autoren (Corinne Hocke, Regine D. Ritter und ich) kurz in ihre Geschichten eingeführt und jeweils eine kurze Szene gelesen (Fotos folgen). Ein tolles Gefühl, aber auch ein Moment, der in mir den Respekt vor jedem, der eine komplette Lesung vor Publikum problemlos hält, hat steigen lassen.

Der Kontrast zu einem weiteren Debut hätte größer nicht sein können – am Abend (ich freute mich schon die ganze Zeit darauf) besuchte ich die erste Lesung des Impress-Shootingstars Valentina Fast. Zur Prinzessinnen-Lesung aus ihrem ersten „Royal“-Roman waren knapp 100 Leute zur Moritzbastei gekommen, und fast die Hälfte (auch ich!) war der Aufforderung gefolgt, in Abendgarderobe zu erscheinen.1_11 Knapp 30 Ball- und Hochzeitskleider, sowie einige Anzüge und Fracks sorgten für einen unvergesslichen Anblick. Valentina war die Aufregung beim Auftritt ebenfalls anzumerken, was ihre Lesung aber nur noch sympathischer und authentischer machte. Geduldig beantwortete sie alle Fragen des Publikums, nahm sich Zeit für Autogramme und Fotos. Ein großes Lob möchte ich auch an Impress richten, den Carlsen-Imprint der die Bücher veröffentlicht und die Lesung organisiert hat. Eine tolle Location, Freigetränke, Kekse, ein Notizblock und eine Autogrammkarte für jeden – hier wurde richtig Geld in die Hand genommen, um sich bei den treuen Lesern zu bedanken. Ich kann es nun jedenfalls kaum noch erwarten, die Taschenbücher von „Royal“ in den Händen zu halten, nachdem ich monatelang bereits die schönen Cover der e-Books bewundert habe. Zudem bin ich überzeugt davon, dass wir von Valentina Fast noch viel hören werden, sie sitzt bereits am nächsten Projekt und ihre Fanbase (zu der ich mich seit letztem Wochenende offiziell zähle :)), ist treu und enthusiastisch. Ein wunderbarer Abend und eine der schönsten Lesungen, bei der ich je war. Danke Valentina!