In der letzten Woche habe ich auf dem Weg zur Buchmesse die Kurzgeschichte „Der Sandkornzähler“ von Sarah Ricchizzi gelesen, die mir von der Autorin im Zuge einer Verlosung zur Verfügung gestellt wurde (Vielen Dank nochmals dafür – auch an die Losfee!) :). Die Geschichte erschien 2017 als e-Book im Selfpublishing. Ich würde sie dem Genre der Phantastik zuordnen, sie ist zudem aber auch eine Art metaphorisches oder allegorisches Gleichnis (hätte ich besser in Deutsch aufgepasst, könnte ich das noch genauer sagen).
Die Sanduhr Beta ist von Beruf Sandkornzähler – ein wichtiger, aber nicht sehr
angesehener Beruf in der Gesellschaft. Er ist dafür zuständig, die Sandkörner zu zählen, um zu wissen, wie viele produziert und ausgeschüttet werden, wie viele Körner der Regierung noch zur Verfügung stehen. Als Bezahlung erhält er pro Tag eine Tagesration Sandkörner, sodass sein Leben nur aus seiner Arbeit besteht, denn sollte er seine neue Tagesration nicht erhalten und sein Sand auslaufen, würde er sterben. Ohne Träume, ohne Ziele, lebt er zufrieden Tag für Tag vor sich hin. Bis er den Träumer Henry kennenlernt, dessen verzweifelter Wunsch es ist, sich selbst in eine Stoppuhr zu verwandeln.
Das Grundprinzip der Geschichte (das auch in Andrew Niccols Sci-Fi-Film „In Time“ aufgegriffen wurde) ist, dass die Zeit als Währung dient. Durchaus gesellschaftskritisch wird auf die Ungleichverteilung innerhalb von Gesellschaften, auf die schlechte Bezahlung von wichtigen Berufsgruppen und auf den Eskapismus der Medien angespielt. Die Geschichte regt zum Nachdenken an und führt dazu, dass man sich intensiver mit dem Thema Zeit beschäftigt.
Dabei kann man sich als Leser gut in Beta hineinversetzen. Die Ungewissheit, das Beharren auf Sicherheit, das Aufrütteln durch Henry werden gut dargestellt. Dabei ist gattungstypisch das Ende offen gelassen worden. Der Schreibstil der Autorin lässt sich flüssig lesen, das Cover sieht auf dem Tablet ebenfalls gut aus. Lektorat und Korrektorat sind ebenfalls gelungen.
Nach „Die Geschichte des Luchris Sarberry“ (erschienen in der Anthologie: „Flucht in ein sicheres Leben“) ist das die zweite Kurzgeschichte, die ich von Sarah Ricchizzi lese. Ich bin gespannt, ob es Zufall war, dass beide Geschichten bisher gesellschaftskritische Ansätze ins Genre Fantasy transportiert haben, oder ob die Autorin dies so konsequent weiterführt. Ich freue mich jedenfalls schon darauf, mehr von ihr zu lesen.

nterschriebenes) Exemplar der Anthologie „Verschlusssache“ aus dem Ohneohren Verlag und eine Autogrammkarte ;). Ich bin schon ganz auf die Geschichten gespannt – das Thema liegt mir ja sehr, die Mischung aus Historischem, Phantastischem und Mysteriösem … mal abwarten, was mich in dem Buch erwartet :).
es Projekt aus dem Wölfchen Verlag, der pro verkauftem Exemplar 1€ an eine Flüchtlingsinitiative spendet. Dazu gab es eine Karte, eine Leseprobe aus „Die Wächter von Avalon – die Prophezeiung“, einige Lesezeichen von Sarah und zwei weitere Lesezeichen, jeweils eines aus dem Wölfchen Verlag zum Buch „Gekoffert und Verschleppt“und eines von Lovelybooks. Da ich Sarahs und Fabian Dombrowskis Geschichte bereits teilweise aufgrund der Lesung kenne, bin ich natürlich umso gespannter, wie diese ausgehen :).
tte – wahrscheinlich bin ich einfach für immer von Julia Engelmann für Poetry Slams verdorben, da ihre Texte so voller Wahrheit, Weisheit und Esprit strotzen, dabei gleichsam aber sprachlich leicht und elegant erscheinen. Ein weiteres Problem beim Wake-up-Slam war, dass er in der Glashalle stattfand, und um 10.30 die Sonne gnadenlos und mit voller Wucht auf die Halle knallte, sodass ich mir, trotz kurzärmeligem Poloshirt, wie im Hochsommer vorkam.
hte ich die Vorstellung der Anthologie „Flucht in ein sicheres Leben“ des Wölfchen Verlages, der mit phantastischen Geschichten über Flüchtlinge in der Fantasy auf die aktuelle Flüchtlingstheatik hinweisen möchte. Zudem spendet der Verlag pro verkauftem Exemplar 1 € an ein lokales Flüchtlingsproje
kt. Aus ihren Geschichten lasen bei der Vorstellung Fabian Dombrowski und
Unter anderem waren auch Tinka und Ben fürs Schreibmeer vor Ort, doch bevor ich sie begrüßen konnte, hatte Marie schon angefangen :). Warum sie qualifiziert für das Referat ist? Sie hat mehrere Jahre als Social-Media-Managerin gearbeitet, und ihre Kernstaub-Trilogie, die nach dem ersten Erscheinen bei Neobooks nun im prestigeträchtigen Drachenmondverlag (Julia Adrian, Laura Newman, Anne Bishop) erscheint, hat bereits eine enorme Fanbase.
Skargat“ (Bestes Debüt). Leider musste Nina auf eine Laudatio verzichten – der Laudator Kai Meyer ist zu Preisverleihung nicht (oder zumindest nicht pünktlich) erschienen.