Nachtrag zum Welttag des Buches: Meine Top 5

Inspiriert von Sarahs tollem Beitrag über die Bücherliebe und ihre Top 5-Listen der aktuellen und Allzeit-Lieblinge, möchte ich Euch heute auch meine Top 5 Bücher nachreichen. Einige Plätze sind dabei in Stein gemeißelt, einige schwanken je nach Tagesform. Dennoch möchte ich es mal auf eine Top 5 Liste beschränken. Dabei wird pro Reihe nur ein Buch gesetzt, das dann ggf. auch stellvertretend für die ganze Reihe steht. Wie immer ist die Reihung rein zufällig :).

  • Diana Gabaldon: „Feuer und Stein“ (Die Highland-Saga)

Seit zehntausenden Seiten (ja, ich habe die Bücher mehrfach gelesen^^) begleitet mich die Geschichte von Claire und Jamie. Eine wunderschöne Liebesgeschichte, ein fesselndes Historiendrama mit mystischen Einschlägen – und seit neuestem auch ein Serienhit. Ich liebe es. Ich brauche es. Und ich kann Band 9 gar nicht erwarten :).

  • Rebecca Gablé: „Das Lächeln der Fortuna“ (Die Waringham-Romane)

Ihre Werke zu den Rosenkriegen gehören zu dem Besten, was (nicht nur die deutschsprachige) historische Literatur hervorbringt. Ungemein detailverliebt, strotzend vor historischem Fachwissen und mit einer packenden Geschichte angereichert, kämpft sich die Familie Waringham durch eine meiner liebsten Epochen: die Zeit der Rosenkriege. Auch hier habe ich die Bücher schon mehrfach gelesen – in jeglichen Editionen :).

  • Kiera Cass: „Selection“ (Selection Series, 1-3 und 4-5)

Natürlich darf auch ein Young-Adult-Fantasyroman auf dieser Liste nicht fehlen. Ein neues Buch, das ich erst im letzten Jahr kennen und lieben gelernt habe. Die Geschichte von America Singer, die am Casting teilnimmt, bei dem die Frau des Kronprinzen von Illeá gesucht wird, hat mich regelrecht begeistert. Und diese Cover *hach*.

  • Bernhard Hennen: „Die Elfen“ (Die Elfenromane, Elfenritter-Romane)

Muss ich hier groß etwas zu schreiben? Aus meiner Sicht das Beste, was es an High-Fantasy-Epen derzeit auf dem Markt gibt. Emerelle, Ollowain. Es ist Jahre her und ist mir so prägnant im Gedächtnis geblieben. Ich muss alle 9? Bücher mal wieder lesen (mal abgesehen von den Drachenelfen-Büchern, die irgendwie auch dazugehören, aber die ich hier mal außen vor lasse).

  • John Green „Eine wie Alaska“ („Margos Spuren“, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“)

John Greens Jugendromane strotzen vor Gefühlen. Sie sind Spiegelbilder der Gesellschaft, bilden die Wünsche, Sehnsüchte und Handlungen unserer Generation wieder. Sie sind zudem so toll geschrieben, und weisen faszinierende Protagonisten auf.

 

Damit ist die Top 5 bereits komplett. Ich möchte jedoch noch vier weitere Titel nennen, die ich entweder noch nicht beendet habe, oder die in anderen Kategorien spielen. Im Englischen wären das „honorable mentions“, die streng wörtliche Übersetzung „lobende Erwähnungen“ passt allerdings nicht so recht.

  • Julia Engelmann: „Eines Tages, Baby!“ (und Nachfolgebände)

Die Stimme einer Generation. Julia Engelmann ist ein lyrischer Superstar, ihre Texte eine Mischung aus Poetry-Slam und reiner Lyrik, ihr Schreibstil kraftvoll und bildhaft. Gefühlsstark, voller Wahrheit, wollen ihre Texte aufrütteln, zum Nachdenken anregen, oder einfach ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Wunderschön.

  • Theodor Fontane: „Effie Briest“ / Margaret Mitchell: „Vom Winde verweht“

Den Klassiker-Sonderpreis teile ich mal auf die obigen Werke auf, die mich beide fasziniert haben und die weniger als fünfzig Jahre auseinanderliegen. Scarlett und Effie sind beide stark und doch wankelmütig, sind mutig und schwach. Bilderbuchprotagonisten, tolle Handlungen und Settings – was will man mehr?

  • Julia Adrian: „Die Dreizehnte Fee – Erwachen“

Das Buch, das mich zuletzt in Euphoriestürme versetzt hat. Leider habe ich Teil 2 und 3 noch nicht gelesen, aber wenn das so weitergeht, hat die Märchenadaption auch die Chance, spätere Top-Listen zu knacken. Das Buch, das ich gern selbst geschrieben hätte!

 

Habt Ihr einige der Bücher gelesen? Was haltet Ihr von diesen? Oder habt Ihr eigene Top-Listen? Dann ab damit in die Kommentare! 🙂

 

 

[Buchgedanken] Kiera Cass: „Selection – Die Kronprinzessin“

In den letzten Tagen hab ich den vierten Band des weltweiten Phänomens „Selection“ gelesen. „Die Kronprinzessin“, erschienen in der zweiten Auflage als Hardcoverausgabe August 2015 bei FISCHER Sauerländer, wurde ursprünglich unter dem Titel „The Heir“ 2015 bei HarperTeen, New York, veröffentlicht. Das Buch ist am ehesten dem Genre „Jugendbuch“ zuzuordnen und spielt in einer dystopischen Zukunft.

Während man in der ursprünglichen Selection-Trilogie noch das Leben von America51m2b2idzw3l-_sx324_bo1204203200_ Singer, Casting-Teilnehmerin und später Königin von Illeá, verfolgte, erhält man im vierten Band einen Einblick in das Leben ihrer Tochter, Prinzessin Eadlyn.
Trotz der Abschaffung des Kastensystems ist in Illeá keine Ruhe eingekehrt. Immer wieder bilden sich in einigen Landesteilen Krisenherde und es wird offen gegen die Monarchie rebelliert. König Maxon weiß sich daher nicht anders zu helfen, als erneut ein Casting abzuhalten. Nur zögerlich stimmt Eadlyn dem Vorschlag zu, glaubt sie doch nicht an die große Liebe. Doch als dann die 35 jungen Bewerber im Palast einziehen, ändert sich ihr Leben schlagartig. Wird es einer der Männer vielleicht doch schaffen, ihr Herz zu erobern?

„Die Kronprinzessin“ ist eine gelungene Fortsetzung, der eigentlich beendeten Selection-Reihe. Kiera Cass gelingt es dabei vor allem, nahtlos an das Geschehen anzuknüpfen und den Zauber der ersten drei Bände aufrechtzuerhalten, sei es durch die Wiederkehr liebgewonnener Charaktere oder die konsequente Weiterentwicklung der Geschichte Illeás. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, hier einen nutzlos nachgeschobenen Band zu lesen, vielmehr schafft es die Autorin, offene Fragen der ursprünglichen Trilogie aufzulösen und die Geschichten miteinander zu verweben. Gleichsam ist die Geschichte um Prinzessin Eadlyn auch keine bloße Kopie des alten Castings, sondern gänzlich anders. Eigene Konflikte und Motive, vielschichtige und interessante Charaktere sorgen für eine Handlung, die einen nicht mehr loslässt und mich teils amüsiert, teils zu Tränen gerührt hat.

Ich stecke bereits mitten im fünften Band und so langsam gehen mir die Worte aus, zu beschreiben, wie sehr ich von Selection überrascht und begeistert wurde (und wenn ich mir vorstelle, dass auch noch die beiden Selection-Stories-Bände bereits hier liegen, bin ich einerseits froh, dass ich Illeá noch nicht so bald verlassen muss, andererseits besorgt, da mir langsam die Superlative ausgehen).

Wie nicht anders zu erwarten war, hat auch bei „Die Kronprinzessin“ der flüssige und leicht lesbare Schreibstil der Autorin überzeugt. Das Cover ist – erneut – exzellent gelungen und ein wahres Meisterwerk. Auch das Lektorat hat gut gearbeitet. Als einziger Kritikpunkt sind (im Gegensatz zu den Vorgängerbänden) dem Korrektorat hier doch ein paar mehr Fehler durchgerutscht, zumindest in der mir vorliegenden Auflage. Dies jedoch immer noch in einer Seltenheit, die dem Lesevergnügen absolut keinen Abbruch tut.

Mein Fazit? „Selection – Die Kronprinzessin“ ist ein toller Jugendroman, der nahtlos an die „Selection“-Trilogie anknüpft. Perfekt ausgearbeitete Charaktere und eine spannende und unterhaltsame Handlung sorgen dafür, dass der neuerliche Ausflug nach Illeá zu einem tollen Erlebnis führt. Bedenkenlos – nicht nur für Jugendbuchleser – zu empfehlen.

In den nächsten Tagen werde ich dann noch Band 5 vorstellen, und als Jahresabschluss meine Lesehighlights 2016 einordnen. Es überrascht nach dieser Rezension wohl niemanden, dass auch die Selection-Reihe dort vertreten sein wird.