Von Banshees und Ziegen | selbstgekaufte Neuzugänge

Bevor es in der nächsten Woche mit Buchbesprechungen und neuen Rezensionsexemplaren weitergeht, möchte ich Euch heute meine letzten beiden selbstgekauften Neuzugänge zeigen. „Haunted Reign“ von Mona Kasten (LYX Verlag in der Bastei Lübbe AG) erstand ich dabei bei einem Bücherbummel, „Kaiserschmarrn: Mein genialer Sommer mit Ziege“ von Leonora Leitl (Kunstanstifter Verlag) auf dem Literaturfestival Weinheim. Während „Haunted Reign“ hierbei die Dilogie um die „Everfall Academy“ abschließt und die Geschichte der jungen Banshee Zoey fortsetzt, ist Leonora Leitls Buch ein (von ihr selbst) illustrierter Kinderroman über die Abenteuer eines Sommers. Ich bin auf beide Bücher bereits sehr gespannt!

Welches Buch ist zuletzt bei Euch eingezogen?

[Buchgedanken] Sonja Kaiblinger: „Ungeheuer lieb“ (Band 1)

Vor kurzem habe ich auch den ersten Band der Reihe „Ungeheuer lieb“ von Sonja Kaiblinger mit Illustrationen von Anton Riedel (Der Anton) gelesen. Das Buch ist 2024 im Baumhaus Verlag in der Bastei Lübbe AG erschienen und als illustriertes Kinderbuch für Leser:innen ab acht Jahren einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über die Bloggerjury.

Als Wissenschaftsnerd Ludwig mal wieder dank Klassenfiesling Egon in einer Mülltonne feststeckt, merkt er, dass er dieses Mal nicht allein ist – da ist noch etwas! Und dieses Etwas ist nicht nur haarig und hässlich, es hat auch Glubschaugen, ein Bäuchlein und spitze Schneidezähne. Außerdem hegt es eine Vorliebe für benutzte Socken und frisst kurzerhand sogar die komplette Mülltonne auf. Ludwigs Entdeckergeist ist geweckt: Was für ein Wesen ist das?! Es erweist sich als ziemlich anhänglich und folgt Ludwig bis nach Hause – dabei dürfen seine Eltern es auf gar keinen Fall entdecken! Doch das ist einfacher gesagt als getan, denn dieses Wesen stellt nicht nur Ludwigs Zimmer auf den Kopf …

„Ungeheuer lieb“ (Band 1) ist der Auftakt in eine neue Buchreihe von Sonja Kaiblinger, die laut Beschreibung für Leser:innen ab acht Jahren empfohlen wird. Teils findet sich auch in Verkaufsportalen eine Leseempfehlung für 5-9 Jahre, ich würde hier aber den Angaben des Verlags folgen, sodass das Buch zwar an der Grenze vom Kinder- zum Jugendbuch balanciert, thematisch und stilistisch für mich aber eher noch als Kinderbuch einzuordnen ist.

Die Handlung ist dabei durchaus abwechslungsreich und altersgerecht, teils aber auch vorhersehbar. Sonja Kaiblinger mischt dabei jugendtypische Themen wie Mobbing und die Unterschiede zwischen Geschwistern zu einem humorvollen Gesamtpaket, das viel Spaß macht und lediglich beim etwas übertriebenen Ende etwas schwächelt. Die Handlung wird hierbei durch die tollen, farbigen Illustrationen von Der Anton perfekt unterstützt – es gibt hier viel zu entdecken. Ein weiteres kleines Manko sind allerdings die Kapitelüberschriften, die hier durchaus teils den Inhalt des Kapitels spoilern bzw. vorwegnehmen, sodass der Überraschungseffekt abgemildert wird.

Der Kreis relevanter Charaktere ist – durchaus genretypisch – begrenzt, die einzelnen Figuren sind dabei teils auch noch etwas schematisch angelegt, können sich aber im nächsten Band oder in den nächsten Bänden noch weiterentwickeln. Derzeit überzeugt insbesondere Carla, während Egon noch etwas blass verbleibt. Sonja Kaiblingers Schreibstil ist altersgerecht, lässt sich leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anlaufen.

Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat und Korrektorat sind durchaus Kleinigkeiten durchgerutscht, der Buchsatz ist hingegen gelungen und setzt Bild und Text zu einem tollen Gesamtprodukt. Der Buchumschlag ist auf Cover, Coverrückseite und Buchrücken leicht geprägt und mit tollen Coverinnenseiten versehen. Auch Cover und Coverrückseite sind toll gestaltet und warten mit vielen Details auf, irritierenderweise wird das Cover jedoch zum Buchrücken hin teils fortgesetzt, teils unterbrochen – eine einheitliche Linie hätte hier für ein noch runderes Ergebnis gesorgt.

Mein Fazit? „Ungeheuer lieb“ (Band 1) ist ein vielversprechender Auftakt in die neue Reihe, der vor allem durch tolle Illustrationen und eine abwechslungsreiche Handlung glänzt und lediglich zum Ende hin leicht schwächelt. Für Leser:innen ab acht Jahren dennoch bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Lorenza Cingoli / Martina Forti: „Theseus und der Entotaurus“

Vor kurzem habe ich auch „Theseus und der Entotaurus“ von Lorenza Cingoli und Martina Forti gelesen. Die Illustrationen stammen aus der Feder von Gonzalo Kenny, für die Übersetzung zeichnet Michelle Luis Markau verantwortlich. Das Buch ist 2024 bei Egmont BÄNG! Books, Egmont Verlagsgesellschaften mbH erschienen und als Bilderbuch für Kinder einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Vor langer, langer Zeit im antiken Griechenland: Der steinreiche König Minos lässt ein Labyrinth bauen, um Touristen auf die Insel Kreta zu locken. Doch bald geht das Gerücht um, dass ein Monster durch die Gänge des Irrgartens spukt. Kann der mutige Theseus das Geheimnis lüften?

„Theseus und der Entotaurus“ ist die Nacherzählung der klassischen griechischen Sage mit den altbekannten Figuren aus Entenhausen. Das Bilderbuch richtet sich an jüngste Leser:innen ab 4-5 Jahren (die Angaben variieren hier). Bei der hiesigen Ausgabe handelt es sich um eine Übersetzung – Michelle Luis Markau ist ja oben bereits als Verantwortliche dafür benannt. Obwohl das Buch als Übersetzung aus dem Englischen betitelt wird, ist die einzige andere Ausgabe, die ich finden kann, die italienische von 2023 mit dem Titel „Teseo e il Papertauro“, erschienen bei Giunti Editore. Dies würde als Originalausgabe auch besser zu den italienischen Autorinnen passen.

Die Handlung ist natürlich für jeden, der entfernt mit der Sage vertraut ist, durchaus vorhersehbar, aber dennoch abwechslungsreich und wird durch die tollen Illustrationen von Gonzalo Kenny nicht nur unterstützt, sondern maßgeblich ergänzt. Dabei wird die Geschichte kind- und somit altersgerecht dargestellt, die einzelnen Figuren spiegeln nicht nur optisch sondern auch in den Eigenschaften ihre bekannten Pendants aus Entenhausen wider, teils wurden nicht einmal die Namen angepasst.

Auch Gonzalo Kennys Zeichenstil lässt Kindheitserinnerungen wach werden – und baut als Easter Egg nicht nur die Bewohner von Entenhausen in die Geschichte ein, sondern lässt Minnie und Micky Maus auch einen kurzen Auftritt als Artemis und Apollo absolvieren. Dabei spiegeln die Bilder durch die Farbgebung gut die Grundstimmung des jeweiligen Abschnitts der Handlung wider und sind insgesamt das Highlight des Kinderbuches. Der Schreibstil der Autorinnen ist altersgerecht und lässt sich leicht und flüssig lesen.

Die Buchgestaltung ist solide, der Buchsatz ist gelungen, Bild und Text werden hier zu einem tollen Gesamtprodukt verwoben. Lektorat und Korrektorat sind jedoch bei der Kürze des Textes ein kapitaler Fehler durchgerutscht – das sollte normalerweise nicht passieren. Der Buchumschlag ist auf dem Cover hochwertig geprägt, das Covermotiv wird leider zum Buchrücken drastisch unterbrochen, auf der Coverrückseite findet sich ein anderes, detailliertes Bild. Insgesamt ist das Covermotiv durchaus ansehnlich und spiegelt einige Details der Geschichte wider, jedoch fehlt mir etwas der konkrete Bezug zur Handlung.

Mein Fazit? „Theseus und der Entotaurus“ ist eine altersgerechte Nacherzählung der griechischen Sage, die vor allem durch tolle Zeichnungen punktet, aber auch kleinere Schwächen hat. Für Leser:innen ab fünf Jahren bedenkenlos zu empfehlen.

Ungeheuer tolle Neuzugänge | Buchpost aus der Bloggerjury

Heute möchte ich Euch zwei Neuzugänge präsentieren, die mich in den letzten Tagen und Wochen aus der Bloggerjury der Bastei Lübbe AG erreicht haben. Sowohl „Ungeheuer lieb“ von Sonja Kaiblinger mit Illustrationen von Anton Riedel (Der Anton) aus dem Baumhaus Verlag als auch „Die Telefonistinnen – Stunden des Glücks“ von Nadine Schojer, das in Kürze bei Lübbe erscheint, begründen dabei jeweils eine Buchreihe, auch wenn die einzelnen Werke unterschiedlicher nicht sein könnten, handelt es sich doch um ein illustriertes Kinderbuch für Leser:innen ab acht Jahren und einen historischen Roman, der uns in die Nachkriegszeit entführt. Ich bin jedenfalls auf beide bereits sehr gespannt und bedanke mich an dieser Stelle bei den Verlagen für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare.

Welche Buchreihe konnte Euch zuletzt begeistern?

[Buchgedanken] Alexandra Stewart: „So kommt das Gute in die Welt“

Vor kurzem habe ich auch „So kommt das Gute in die Welt“ von Alexandra Stewart gelesen. Das von Jake Alexander illustrierte Buch ist 2023 bei Midas Kinderbuch in der Midas Verlag AG erschienen, die Originalausgabe wurde 2023 unter dem Titel „Let’s Fill This World with Kindness“ bei Thames & Hudson Ltd. veröffentlicht. Das Buch ist als illustriertes Sachbuch für Kinder einzuordnen, für die Übersetzung zeichnet Claudia Koch verantwortlich. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für den Buchgewinn einer Buchverlosung auf Lovelybooks.de.

Sie zeigen Güte und Engagement im Alltag und beweisen Mut in der Krise: Die Heldinnen und Helden, die wir in diesem Buch kennenlernen dürfen, entscheiden sich bewusst für den Altruismus und das Gute, auch wenn es ihnen Nachteile bringen könnte. Diese Menschen zeigen uns mit ihrem beispielhaften Einsatz, dass das Gute – trotz allem – in der Welt wirksam sein kann.

„So kommt das Gute in die Welt“ ist ein illustriertes Sachbuch, das seitens des Verlags für Kinder ab 10 Jahren empfohlen wird. Dabei stellt das Buch nicht nur in kurzer Zusammenfassung anekdotisch Episoden gelebter Freundlichkeit vor, sondern gruppiert diese thematisch und beendet die Abschnitte jeweils mit Fragen, die zur Reflektion und zum Nachdenken anregen sollen – eine innovative Idee, auch wenn so der Charakter des erklärenden Sachbuchs etwas durchbrochen wird. Zudem runden am Ende des Buches die Lebensläufe bekannter Personen das Thema ab.

Die vorgestellten Anekdoten reichen von weltbekannten Persönlichkeiten bis hin zu unbekannteren Helden und werden auf altersgerechte Weise präsentiert – auch die tollen Illustrationen von Jake Alexander runden das Gesamtbild ab. Allerdings vermag die Schwerpunktsetzung hier nicht gänzlich zu überzeugen. Während alle Themen relativ gleich verteilt sind, wird dem Thema „Freundlichkeit und Tradition“ die doppelte Länge eingeräumt – das hätte man durchaus gerechter verteilen können.

Alexandra Stewarts Schreibstil ist dabei zielgruppenorientiert und altersgerecht, teilweise fast zu jugendlich. Auch hätte man auf die einleitende Rahmenhandlung gut verzichten können – die Episoden der Freundlichkeit sind, auch für die Zielgruppe, ohne den fiktiven Besuch von Aliens, die einen Blick auf die Welt werfen, durchaus verständlich.

Die Buchgestaltung ist gelungen. Lektorat und Korrektorat haben sauber gearbeitet, der Buchsatz sorgt für einen toll gesetzten Mix aus Bild und Text. Der Buchdeckel ist auf Cover und Buchrücken hochwertig geprägt und mit farbigen Coverinnenseiten versehen. Insgesamt wirken das Cover und die Coverrückseite zwar sehr farbenfroh, allerdings doch auch sehr überladen und unaufgeräumt.

Mein Fazit? „So kommt das Gute in die Welt“ ist ein im Wesentlichen gelungenes Kindersachbuch, das mit tollen Illustrationen und inspirierenden Anekdoten glänzt, aber teils die Schwerpunkte nicht nachvollziehbar setzt. Für Kinder ab dem vom Verlag angegebenen Lesealter von 10 Jahren bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Timo Parvela: „Schatten – Der Pakt“ (Schatten 1)

Frisch von der Frankfurter Buchmesse habe ich – noch vor den ganzen Berichten – erst einmal eine Rezension für Euch, denn vor kurzem habe ich auch „Schatten – Der Pakt“ von Timo Parvela gelesen. Das von Pasi Pitkänen illustrierte Kinderbuch ist 2023 in der arsEdition GmbH erschienen, die Originalausgabe wurde 2022 unter dem Titel „Varjot 1: Helähdys“ im Verlag Tammi veröffentlicht und von Stefan Moster übersetzt. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Der 13-jährige Pete ist verzweifelt. Seine beste Freundin Sara ist unheilbar krank. Als letzten Ausweg flüstert Pete dem Weihnachtsmann im Kaufhaus seinen sehnlichsten Wunsch ins Ohr. Er erhält das Versprechen, dass Sara geheilt wird, aber unter einer Bedingung: Pete muss seinen Schatten hergeben. Pete zögert keine Sekunde. Wer braucht schon einen Schatten? Der Plan geht auf und Sara wird über Nacht gesund. Aber bald stellt Pete fest, dass er nicht nur seinen Schatten verloren hat, und dass ein Mensch ohne Schatten kein richtiger Mensch mehr ist. Pete und Sara schmieden einen Plan, wie sie die Schatten zurückerobern können. Aber ihr Gegner ist eine sehr, sehr dunkle Macht …

„Schatten – Der Pakt“ ist der Auftaktband in eine phantastische, mythenbasierte Kinderbuchreihe an der Grenze zum Jugendbuch, mit einer Altersempfehlung des Verlags für Leser:innen ab 10 Jahren. Durch die häufigen, teils sogar ganzseitigen Illustrationen rückt das Buch dabei auch in die Nähe eines Graphic Novels, auch aufgrund der Prominenz des Autors im Kinderbuchbereich habe ich es hier aber bei der Eingruppierung als (illustriertes) Kinderbuch belassen.

Die Handlung ist hochspannend, zielgruppenorientiert – wenn auch fast etwas zu düster – und kurzweilig, ein wahrer Pageturner. Dabei wird die Handlung durch die tollen Illustrationen unterstützt und zu einem wundervollen Gesamtpaket aus Bild und Text geschnürt. Kleinere Logikfehler vermögen hier den Lesefluss kaum zu stören, allenfalls das etwas zu offene Ende, das nicht einmal die beiden Handlungsstränge zusammenlaufen lässt, ist hier als kritisch anzusehen, da das Buch somit nicht als Standalone lesbar ist.

Das Setting ist größtenteils gelungen. So entführen uns Timo und Pasi ins Finnland der heutigen Zeit, aber auch in die Welt der Wichtel, Gnome und des Allerältesten: dem Weihnachtsmann; eine Welt, die aus dem Gleichgewicht geraten zu sein scheint. Zwar sind hier noch nicht alle Verbindungen, Schnittstellen und damit verbundenen Wechselwirkungen klar, dem Duo bleiben aber ja auch noch zwei weitere Bände, den Weltenbau zu vervollständigen bzw. die Mythen weiter auszuarbeiten.

Die einzelnen Figuren sind im Wesentlichen vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive, wenn auch die Gnome und Wichtel (und Mischwesen zwischen ihnen) noch wenig greifbar bleiben. Bei den Menschen überzeugen vor allem Sara und Jere, während gerade der Chemielehrer als Antagonist bislang noch sehr eindimensional verbleibt. Timo Parvelas Schreibstil lässt sich hierbei leicht und flüssig lesen, ist altersgerecht und lässt das Kopfkino in Zusammenarbeit mit Pasi Pitkänens Bildern sofort anspringen.

Die Buchgestaltung brilliert auf ganzer Linie. Lektorat und Korrektorat haben sauber gearbeitet, insbesondere der Satz überzeugt durch ein tolles Zusammenspiel der wunderschönen Bilder und dem Text. Der Buchdeckel ist auf dem Cover leicht geprägt und mit farbigen Coverinnenseiten versehen. Das Titelbild – ein wahrer Eyecatcher, wenn auch etwas düster – zieht sich zudem gut über Buchrücken und Coverrückseite und lässt somit ein tolles Gesamtbild entstehen.

Mein Fazit? „Schatten – Der Pakt“ ist ein toller Auftakt in die phantastische Kinderbuchreihe, der vor allem mit seinen wunderschönen Illustrationen und einer spannenden Handlung punktet, allerdings leider auch viel zu offen endet. Für Leser des Genres bedenkenlos zu empfehlen – ab dem vom Verlag vorgeschlagenen Alter von 10 Jahren oder auch ein, zwei Jahre später.

[Buchgedanken] Nicole Röndigs: „Battle of Schools – Angriff der Molchgehirne“ (Battle of Schools 1)

Vor kurzem habe ich auch „Batttle of Schools – Angriff der Molchgehirne“ von Nicole Röndigs gelesen. Das Buch ist 2023 im cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH erschienen und als von Tine Schulz illustriertes Kinderbuch einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Schon an seinem ersten Tag an der Emmy-Noether-Gesamtschule wird Jo klar, dass Unterricht hier bloß Nebensache ist. Die Schüler sind nämlich vor allem damit beschäftigt, ihre Lieblingsfeinde vom benachbarten Willibald-Gluck-Gymnasium in die Pfanne zu hauen. Mit genialem Erfindungsgeist und ausgetüftelten Attacken machen „Emmys“ und „Willis“ sich gegenseitig die Hölle heiß – erst recht, als die beiden Schulen bei einem Musical-Wettbewerb gegeneinander antreten. Zu dumm, dass Jos neue Freundin Pia ausgerechnet eine „Willi“ ist …

„Battle of Schools – Angriff der Molchgehirne“ ist der erste Band der Buchreihe um die beiden Bielstedter Schulen und deren Rivalität untereinander. Dabei balanciert der Roman an der Grenze vom Kinder- zum Jugendbuch, was auch die Altersempfehlung des Verlags ab 10 Jahren zeigt. Da die Romane vom Verlag als Kinderbuchreihe beworben werden, habe ich es aber bei dieser Eingruppierung belassen. Der Roman wird hierbei von einem auktorialen Erzähler erzählt, der elementar wichtig für den allgegenwärtigen Humor ist.

Die Handlung ist kurzweilig und abwechslungsreich, teils aber auch etwas vorhersehbar, in jedem Fall jedoch altersgerecht und unglaublich witzig. Insbesondere die eingestreuten Zwischenkapitel oder auch die Passagen aus Heisenbergs Sicht machen hier besonders viel Spaß und sorgen für kleine Highlights. Dabei endet das Buch eigentlich sehr rund – mit dem Bonuskapitel wird allerdings doch noch ein großer Cliffhanger produziert, der die Fortsetzung triggert – darauf hätte man hier durchaus verzichten können, auch so hat der Roman genug Potential für die Folgebände gelassen.

Das Setting überzeugt auf ganzer Linie. So nimmt die Autorin den Leser mit auf eine Reise nach Bielstedt, in eine Stadt mit verschimmeltem städtischen Schwimmbad, mit einem ansässigen Opernstar und – nun ja – einer Schulrivalität epischen Ausmaßes. Dabei sind es vor allem die Illustrationen von Tine Schulz, die hier das Setting abrunden, die den Leser zum schmunzeln bringen und die Handlung nicht nur abbilden, sondern ergänzen.

Die einzelnen Figuren sind teils etwas schematisch und stereotyp, teils aber auch vielschichtig angelegt. Hierbei brilliert vor allem Tessa als hochspannender Charakter und auch Suleika und Pia können überzeugen. Nicole Röndigs Schreibstil ist dabei leicht und flüssig zu lesen, alters- und zielgruppengerecht und lässt das Kopfkino sofort anspringen – vor allem in Zusammenarbeit mit den Illustrationen von Tine Schulz.

Die Buchgestaltung ist ebenfalls gelungen. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben ordentlich gearbeitet, der Buchdeckel ist auf dem Cover, Buchrücken und der Coverrückseite hochwertig geprägt und mit farbigen Coverinnenseiten versehen. Auch das Covermotiv kann mit seinen Farben und der Detailverliebtheit überzeugen, wird aber zum Buchrücken hin unterbrochen und auf der Coverrückseite im Wesentlichen ähnlich wiederaufgegriffen. Auch die Coverinnenseiten sind jeweils gleich, sodass hier durchaus noch etwas mehr Vielfalt für ein noch runderes Gesamtprodukt gesorgt hätte.

Mein Fazit? „Battle of Schools – Angriff der Molchgehirne“ ist ein sehr gelungener Start in die Reihe, der vor allem durch seinen Humor und das tolle Zusammenspiel von Text und Illustration punkten kann. Für Leser des Genres bedenkenlos zu empfehlen – ab dem vom Verlag vorgeschlagenen Lesealter von 10 Jahren.

Von Künstlern und Helden | Lovelybooks-Buchpost

Vor kurzem erreichten mich auch diese beiden Bücher über Lovelybooks.de – vielen Dank dafür! „Und Sie sind also der Künstler?“ von Simon Bill, übersetzt von Friederike Moldenhauer (Goya Verlag, Jumbo Neue Medien & Verlag GmbH) kam dabei als Rezensionsexemplar im Rahmen einer Leserunde zu mir, „So kommt das Gute in die Welt“ von Alexandra Stewart, illustriert von Jake Alexander (Midas Kinderbuch, Midas Verlag AG) als Gewinn einer Buchverlosung. Ein satirischer Roman über die Londoner Kunstwelt mit Ausflügen in die Neurowissenschaft – und ein illustriertes Kindersachbuch mit kleinen Geschichten über große Helden – definitiv ein abwechslungsreiches Programm :). Ich bin jedenfalls schon ganz gespannt!

Welchen Künstler mögt Ihr besonders?

Vom Mut, an seine Träume zu glauben | Doppelte Buchpost

Und auch diese beiden Bücher erreichten mich vor kurzem als Rezensionsexemplare im Rahmen von Leserunden auf Lovelybooks.de – vielen Dank dafür! „Ein Sommer voller Wunder“ von Caryl Lewis aus dem Verlag arsEdition ist dabei ein von George Ermos illustriertes Kinderbuch über den Mut, an seine Träume zu glauben. Bei „Die Kriminalistinnen – Der Tod des Blumenmädchens“ von Mathias Berg (emons Verlag) geht es ebenfalls um Mut und Träume, konkret um die allerersten Frauen, die ihren Traum erfüllten und zu Beamtinnen der Kriminalpolizei ausgebildet worden sind. Egal ob Kinderbuch oder Kriminalroman – Träume sind wichtig! Und daher freue ich mich schon darauf, in die beiden Bücher einzutauchen.

Welchen Traum würdet Ihr Euch gern noch erfüllen?