Gestern stand bereits der zweite Tag der Frankfurter Buchmesse an – für mich ein Tag mit dem Dunkelstern Verlag, Daniela Dröscher, Jolinde Hüchtker, Daniel Fiedler, Ozan Zakariya Keskinkilic, Florian Illies, Ariane Binder, Selma Üsük, Tanja Brink und Richard David Precht.
Der Tag begann ruhig – und sollte so bleiben, die Ruhe vor dem Sturm, bevor heute ab 10 Uhr auch das generelle Publikum die Messehallen stürmen kann. Mein Programm startete dabei ebenfalls ganz entspannt, mit einer Programmvorstellung des Dunkelstern Verlags, bei dem einige der neuen Titel für 2026 besprochen, die Cover präsentiert und die Verlagsausrichtung dargestellt wurden. Auch die Charity-Projekte des Verlags wurden vorgestellt, sowie generell über die Situation der Kleinverlage gesprochen – ein rundum guter Start.
Nachdem ich danach wieder etwas durch die Hallen schlenderte – einige Messeimpressionen findet Ihr am Ende des Beitrags – ging es dann für mich weiter mit einem Gespräch am Stand der „Zeit“. Daniela Dröscher stellte dort – toll und sympathisch moderiert von Jolinde Hüchtker – ihren neue Roman „Junge Frau mit Katze“ vor. Erschienen ist das Buch im Verlag Kiepenheuer & Witsch, eine interessant klingende Geschichte und ein Wiedersehen mit den Protagonist:innen aus „Lügen über meine Mutter“.
Im Anschluss folgte auf der Literaturbühne die Verleihung des Aspekte Literaturpreises 2025 für das beste Debüt des Jahres. Prämiert wurde in diesem Jahr der Roman „Hundesohn“ von Ozan Zakaria Keskinkilic aus dem Suhrkamp Verlag, eine wilde Mischung aus queerem Entwicklungsroman und Coming of Age, die Sehnsucht eines homosexuellen Muslims aus Berlin nach seiner Sommerliebe in Adana – erzählt als Countdown. Da der Autor auch eine kurze Stelle las – nach dem Gespräch mit und der Laudatio durch Daniel Fiedler – konnte man zudem einen Einblick in die schonungslose Sprache und Erzählstimme des Buches erhaschen.
In der Mittagspause traf ich mich mit Tanja Brink, die ich endlich wiedersehen durfte, und Anna Eichenbach von Welt aus Tinte und Papier, bevor mein Programmblock am Nachmittag mit einem Revival startete. Bereits bei der letzten Frankfurter Buchmesse besuchte ich eine Buchvorstellung von Florian Illies. Und so ging ich auch dieses Mal zur Literaturbühne, wo der Autor im Gespräch mit Ariane Binder seinen Roman „Wenn die Sonne untergeht“ (Fischer) vorstellte, der sich um die Geschichte der Familie Mann im französischen Exil dreht.
Mein Programm endete dann durchaus kontrovers, an gleicher Stelle, mit Richard David Precht. Der durchaus polarisierende Philosoph und Autor sprach mit Selma Üsük über sein Essay „Angststillstand: Warum die Meinungsfreiheit schwindet“, erschienen bei Goldmann. Nach zwei eher kulturlastigen Tagen beginnt dann heute für mich auch die Messe als Leser – ich freue mich schon besonders auf Anabelle Stehl und Betty Taube – und hoffentlich noch das ein oder andere Überraschungstreffen, das bei mir auf dem Plan steht.
Hier nun aber die versprochenen Messeimpressionen – da kommt im Laufe der Tage noch viel mehr!















