Mini Buchtraum Award

Eine neue Runde, ein neuer Bloggeraward. Vor wenigen Tagen hat mich Anna von „Welt aus Tinte und Papier“ für den Mini Buchtraum Award nominiert, der von „Suses Buchtraum“ ins Leben gerufen wurde. Die Nominierung nehme ich natürlich gern an, verzichte allerdings darauf, selbst eine neue Runde an Bloggern zu nominieren :).

 

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Daher komme ich nun direkt zu den einzelnen Fragen :).

  1.  Hast du schon mal von einem deiner gelesenen Bücher oder von einem Autor/einer Autorin geträumt? Beschreibe, wie der Traum war.
    -> Oha, eine heftige Eingangsfrage. Es kommt nicht allzu häufig vor, dass ich von Büchern träume, aber gelegentlich passiert es doch – in aller Regel, wenn es auch Verfilmungen gibt, die den Charakteren ein noch genaueres Bild geben, sie einem plastisch ins Gedächtnis einbrennen. Aber träume ich auch von einem Autor, einer Autorin? Nächste Frage 😀 😀 :D.
  2. Welches ist dein Traum-Buch-Cover?
    -> Wo soll ich anfangen? Als Coverlover, als Fan von tollen Hochglanzdesigns gibt es soviele Cover, die mich bezaubern und begeistern. Wenn ich mich auf eines festlegen muss, wähle ich in aller Regel „Selection – Der Erwählte“, aber da ich mittlerweile auf einen großen Fundus zurückgreifen kann, gibt es hier einfach mal drei wunderwunderschöne Bilder. Mein Lieblingsdesigner? Covergott Alexander Kopainski, der auch das hier ebenfalls vorgestellte Cover zu „Wir fliegen, wenn wir fallen“ gezaubert hat.

  3. Wenn du dein eigenes Traumbuch schreiben könntest, um was würde es in dem Buch gehen?
    -> Puh, schwierig – als Autor habe ich mehrere Traumbücher. Eines meiner Herzensprojekte ist aber sicherlich eine neuzeitliche Märchenadaption von Aschenputtel, die im heutigen London spielt. Zudem wollte ich schon immer ein Buch über die letzte Zeit der Tempelritter schreiben, und ein Liebesdrama im britischen Hochadel mit anschließender Flucht nach Amerika, um dort in die Wirren des Bürgerkrieges zu geraten, steht auch hoch im Kurs. Aber das alles befindet sich noch ganz am Anfang, erscheint frühestens in ferner Zukunft :).
  4. Welches Buch war dein schlimmster Albtraum?
    -> Schon wieder nicht einfach zu beantworten. Ich habe, wenn ich mich recht entsinne, nur ein einziges Buch abgebrochen. Was mich aber unsäglich gequält hat – und dabei mochte ich eigentlich die Schullektüre („Effi Briest“ gehört noch immer zu meinen Lieblingswerken) – war „Katz und Maus“ von Günter Grass.
  5. Top oder Flopp: Das Buch, das du gerade liest, ist bis jetzt Top oder Flopp?
    -> Endlich eine leichte Frage. Ich lese gerade Bianca Iosivonis „Soul Mates – Ruf der Dunkelheit“, den zweiten Teil der „Soul Mates“-Dilogie. Eigentlich wollte ich in der Zwischenzeit etwas anderes lesen, aber da der erste Teil mich so begeistert und gepackt hat, konnte ich gar nicht anders, als direkt weiter in die Welt um Rayne und Colt einzutauchen. Beide Rezensionen erscheinen in Kürze hier auf dem Blog – aber bereits jetzt kann ich sagen: absolutes Potential zu einem der Jahreshighlights! 🙂

So – das war es soweit erstmal wieder von mir :). Ich hoffe, ich habe alle Fragen zur Zufriedenheit beantwortet :D. Bis zum nächsten Award!

Nachtrag zum Welttag des Buches: Meine Top 5

Inspiriert von Sarahs tollem Beitrag über die Bücherliebe und ihre Top 5-Listen der aktuellen und Allzeit-Lieblinge, möchte ich Euch heute auch meine Top 5 Bücher nachreichen. Einige Plätze sind dabei in Stein gemeißelt, einige schwanken je nach Tagesform. Dennoch möchte ich es mal auf eine Top 5 Liste beschränken. Dabei wird pro Reihe nur ein Buch gesetzt, das dann ggf. auch stellvertretend für die ganze Reihe steht. Wie immer ist die Reihung rein zufällig :).

  • Diana Gabaldon: „Feuer und Stein“ (Die Highland-Saga)

Seit zehntausenden Seiten (ja, ich habe die Bücher mehrfach gelesen^^) begleitet mich die Geschichte von Claire und Jamie. Eine wunderschöne Liebesgeschichte, ein fesselndes Historiendrama mit mystischen Einschlägen – und seit neuestem auch ein Serienhit. Ich liebe es. Ich brauche es. Und ich kann Band 9 gar nicht erwarten :).

  • Rebecca Gablé: „Das Lächeln der Fortuna“ (Die Waringham-Romane)

Ihre Werke zu den Rosenkriegen gehören zu dem Besten, was (nicht nur die deutschsprachige) historische Literatur hervorbringt. Ungemein detailverliebt, strotzend vor historischem Fachwissen und mit einer packenden Geschichte angereichert, kämpft sich die Familie Waringham durch eine meiner liebsten Epochen: die Zeit der Rosenkriege. Auch hier habe ich die Bücher schon mehrfach gelesen – in jeglichen Editionen :).

  • Kiera Cass: „Selection“ (Selection Series, 1-3 und 4-5)

Natürlich darf auch ein Young-Adult-Fantasyroman auf dieser Liste nicht fehlen. Ein neues Buch, das ich erst im letzten Jahr kennen und lieben gelernt habe. Die Geschichte von America Singer, die am Casting teilnimmt, bei dem die Frau des Kronprinzen von Illeá gesucht wird, hat mich regelrecht begeistert. Und diese Cover *hach*.

  • Bernhard Hennen: „Die Elfen“ (Die Elfenromane, Elfenritter-Romane)

Muss ich hier groß etwas zu schreiben? Aus meiner Sicht das Beste, was es an High-Fantasy-Epen derzeit auf dem Markt gibt. Emerelle, Ollowain. Es ist Jahre her und ist mir so prägnant im Gedächtnis geblieben. Ich muss alle 9? Bücher mal wieder lesen (mal abgesehen von den Drachenelfen-Büchern, die irgendwie auch dazugehören, aber die ich hier mal außen vor lasse).

  • John Green „Eine wie Alaska“ („Margos Spuren“, „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“)

John Greens Jugendromane strotzen vor Gefühlen. Sie sind Spiegelbilder der Gesellschaft, bilden die Wünsche, Sehnsüchte und Handlungen unserer Generation wieder. Sie sind zudem so toll geschrieben, und weisen faszinierende Protagonisten auf.

 

Damit ist die Top 5 bereits komplett. Ich möchte jedoch noch vier weitere Titel nennen, die ich entweder noch nicht beendet habe, oder die in anderen Kategorien spielen. Im Englischen wären das „honorable mentions“, die streng wörtliche Übersetzung „lobende Erwähnungen“ passt allerdings nicht so recht.

  • Julia Engelmann: „Eines Tages, Baby!“ (und Nachfolgebände)

Die Stimme einer Generation. Julia Engelmann ist ein lyrischer Superstar, ihre Texte eine Mischung aus Poetry-Slam und reiner Lyrik, ihr Schreibstil kraftvoll und bildhaft. Gefühlsstark, voller Wahrheit, wollen ihre Texte aufrütteln, zum Nachdenken anregen, oder einfach ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Wunderschön.

  • Theodor Fontane: „Effie Briest“ / Margaret Mitchell: „Vom Winde verweht“

Den Klassiker-Sonderpreis teile ich mal auf die obigen Werke auf, die mich beide fasziniert haben und die weniger als fünfzig Jahre auseinanderliegen. Scarlett und Effie sind beide stark und doch wankelmütig, sind mutig und schwach. Bilderbuchprotagonisten, tolle Handlungen und Settings – was will man mehr?

  • Julia Adrian: „Die Dreizehnte Fee – Erwachen“

Das Buch, das mich zuletzt in Euphoriestürme versetzt hat. Leider habe ich Teil 2 und 3 noch nicht gelesen, aber wenn das so weitergeht, hat die Märchenadaption auch die Chance, spätere Top-Listen zu knacken. Das Buch, das ich gern selbst geschrieben hätte!

 

Habt Ihr einige der Bücher gelesen? Was haltet Ihr von diesen? Oder habt Ihr eigene Top-Listen? Dann ab damit in die Kommentare! 🙂

 

 

Immer wieder gern: Liebster Award

Bereits vor einiger Zeit hat mich Michaela von Textflash für den „Liebster Award“ nominiert. Vielen Dank dafür! Natürlich beantworte ich gern die gestellten Fragen (und weise auch mal dezent darauf hin, dass Michaela vor kurzem einen neuen Roman veröffentlicht hat – mehr dazu ebenfalls auf ihrem Blog).

  1. Wem würdest du gern drei Wünsche erfüllen?
    – Meinem Bruder! Und natürlich auch meinen Eltern :).
  2. Welche Leute sollten sich deiner Meinung nach mal miteinander unterhalten?
    – Taylor Swift und Grace Vanderwaal – das wäre das Duett des neuen Jahrtausends ;).
  3. Welcher Musiker hat den passenden Song zu deinem Buch bzw. zu einem deiner Texte geschrieben?
    – (Die beiden eben erwähnten Sängerinnen mal ausgeklammert) Jördis Tielsch. Es passen fast alle ihre Lieder, aber „Wenn du mich suchst“ passt zum Beispiel wunderbar zu „Rosenkriege“
  4. Wenn du ein Musikinstrument sein könntest, welches wärest du?
    – Eine Orgel! Der Klang ist einfach wunderschön.
  5. Angenommen, du bekommst eine einstündige Audienz bei einem Glaubensführer, egal, welcher Religion er vorsteht. Welche Themen würdest du mit ihm diskutieren?
    – Die Möglichkeit, im Rahmen einer Friedensvision Einfluss auf die Konflikte in der Welt zu nehmen. Und natürlich über die Dinge, die den Glauben ausfüllen.
  6. Jemand schenkt dir einen Gutschein für einen Sprachkurs, der so lange dauert, bis du die Sprache perfekt beherrscht. Welche Sprache würdest du lernen?
    – Wenn mir auch die Zeit dazu geschenkt werden würde, wohl Japanisch oder Chinesisch :). Wenn nicht, würde ich bei einer einfacheren europäischen Sprache bleiben – vermutlich Französisch.
  7. In wie vielen Sprachen kannst du „danke“ sagen?
    – Spontan fallen mir 6 ein, aber sicherlich vergesse ich einige.
  8. Kannst du die Frage Nr. 8 formulieren?
    – Leider nicht :).
  9. Welche(n) verstorbene(n) Autor(in) würdest du gern mal treffen?
    – Puh, da gibt es so viele … Terry Pratchett, Margaret Mitchell, Jane Austen, Theodor Fontane, Marion Zimmer Bradley etc. – aber, wenn ich mich entscheiden müsste, wohl C. S. Lewis.
  10. Erzählst du mir deinen Lieblingswitz?
    – Hmm. Schwierig. Ich bin ein großer Freund von Flachwitzen ;). „Wie nennt man einen unentschlossenen japanischen Krieger?“ – „Nun-ja!“
  11. Gibt es etwas, das ich deiner Meinung nach in diesem Fragenkatalog vergessen habe?🙂
    – Nein 🙂

 

Normalerweise wäre es jetzt angezeigt, diverse neue Leute zu nominieren :). Da das Spiel sich aber schneeballartig bereits mehrfach über alle Bekannten ausgebreitet hat, setze ich mal eine Nominierungsrunde aus :). Aber versprochen – bei der nächsten Nominierung (die zweifellos irgendwann kommt) gibt es auch wieder neugestellte Fragen von mir! :).

[Buchgedanken] Manuela Inusa: „Jane Austen bleibt zum Frühstück“

Nachdem das Buch schon lange auf meiner Wunschliste (und dann auf meinem SuB) lag, habe ich es nun endlich geschafft, Manuela Inusas „Jane Austen bleibt zum Frühstück“ zu lesen. Das Buch erschien 2015 im Blanvalet Verlag und ist wohl am ehesten dem Genre „Romance“ zuzuordnen.51-04wtbjll-_sx314_bo1204203200_

Penny Lane Rogers, die (wie könnte es anders sein) aus einem Beatles-vergötterndem Elternhaus kommt, arbeitet und lebt in der britischen Stadt Bath. Ihre Leidenschaft, der sie auch bei ihrer Arbeit in der Buchhandlung „A BATHtub full of books“ nachkommt, sind Liebesromane mit Happy End, vor allem von ihrer Lieblingsschriftstellerin Jane Austen, die sie über die kürzliche Trennung von ihrer großen Liebe Trevor hinwegtrösten sollen. Eines Abends liegt die Buchhändlerin wach in ihrem Bett am Sydney Place Nummer 4, dem Haus, das auch Jane Austen mit ihrer Familie mehr als 200 Jahre zuvor bewohnte, und wünscht sich, ihr Idol würde sie bei der Suche nach der Liebe unterstützen. Als Penny am nächsten Morgen aufwacht und tatsächlich Jane Austen in ihrem Bett vorfindet, beginnt für beide das vielleicht größte Abenteuer ihres Lebens.

Der Autorin gelingt es bereits auf den ersten Seiten, die verschiedenen Lebensstile und Weltanschauungen der beiden Hauptfiguren herauszuarbeiten und zu verdeutlichen. Dies wird durch den gekonnten Einsatz mehrerer personaler Erzählperspektiven unterstützt, die ich mir lediglich etwas stärker formal voneinander abgegrenzt gewünscht hätte.

„Jane Austen bleibt zum Frühstück“ ist ein flüssig geschriebener und leicht lesbarer Feel-Good-Roman, der neben humorvollen Szenen vor allem mit auch in den Nebenrollen detailliert gezeichneten und glaubwürdigen Charakteren glänzt, mit denen man sich sofort identifizieren kann, sei es Pennys Bruder George, sein guter Freund Frederick oder auch Pennys Mitbewohnerin Leila.

Interessant, aber tendentiell unbeabsichtigt ist auch die perfekte Übereinstimmung mit dem aus Legenden stammenden und in Diana Gabaldons „Outlander“-Reihe augegriffenem Mythos, bei Zeitreisen würde immer ein Zeitraum von etwa 200 Jahren zurückgelegt.

Gut gefallen hat mir zudem, dass am Ende nicht nur die Haupthandlungsstränge, sondern auch diverse Nebenhandlungsstränge zusammengeführt und aufgelöst wurden, sodass, ganz nach dem Vorbild Jane Austens, ein fast vollständiges Happy End entsteht. Auch wenn ich normalerweise kein Fan von Cliffhangern bei Romanen bin, und dies hier erst recht zutrifft, da soweit ich weiß bislang auch keine Fortsetzung angekündigt oder geplant ist, hätte ich mir doch eine leichte Erweiterung der Schlussszene zwischen Penny und Frederick gewünscht, in der dieser nach Pennys Enthüllungen seinen Gedanken nachhängt, die Endgültigkeit der Situation nicht akzeptiert und schwört, seine Angebetete wiederzusehen. Ich finde ja, er würde sich gut im 19. Jahrhundert machen … ;).

Das Cover ist wunderschön gelungen, der – sowohl auf dem Buchrücken als auch auf dem Cover leicht aufgeprägte – Titel spiegelt das Licht und ist ein absoluter Eyecatcher. Nachdem ich in letzter Zeit auch deutlich anderes erlebt habe, ist es zudem eine Erwähnung wert, dass der Buchsatz gelungen und das Lektorat und Korrektorat super gearbeitet haben.

Mein einziger „Kritik“punkt ist, dass mir das Buch so gut gefallen hat, dass ich mir etwas mehr gewünscht hätte. Das Setting, die Charaktere und die Handlung bieten so viele Möglichkeiten und hätten durchaus noch das ein oder andere Kapitel mehr vertragen können.

Mein Fazit? „Jane Austen bleibt zum Frühstück“ ist ein leichter, spannender und innovativer Liebesroman, der mit Humor und plastischen Charakteren besticht. Aufgrund des flüssigen Schreibstils der Autorin ist dies sicherlich nicht mein letzter Roman von ihr (in der Tat hat bereits ein weiteres Buch den Weg auf meinen SuB gefunden – in absehbarer Zeit folgt dann eine Vorstellung von „Love at last“).

Ich fange dann mal an, mir heute Abend Theodor Fontane herbeizuwünschen ;).