[Buchgedanken] Beate Thalberg: „Die doppelte Frau: und das Rätsel Betty Steinhart“

Vor kurze habe ich auch „Die doppelte Frau: und das Rätsel Betty Steinhart“ von Beate Thalberg gelesen. Das Buch ist 2024 im Molden Verlag in der Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG erscheinen und als historischer Kriminalroman einzuordnen, die Illustrationen stammen aus der Feder von Lily Ammann. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Salzburg 1946. Eine mysteriöse Frau, ein Privatdetektiv mit Vergangenheit und Fotografien, die es gar nicht geben dürfte. Doch wer hat die rätselhaften Aufnahmen gemacht? Schnell stellt sich heraus, dass diese von Betty Steinhart stammen – doch die Frau selbst bleibt ein Rätsel. Aus nächster Nähe dokumentierte ihr Salzburger Fotoatelier die Stars der frühen Festspielära, von Max Reinhardt bis Marlene Dietrich, bis sich ihre Spur verliert. Nach dem Krieg macht sich daher der Privatdetektiv Max auf die Suche nach ihr – beauftragt von der mysteriösen Eva. Doch was bezweckt diese damit?

„Die doppelte Frau: und das Rätsel Betty Steinhart“ lässt sich bereits schwerlich einem Genre zuordnen. Vom Verlag als Krimi Noir beworben, ist das Buch gleichermaßen Krimi und historischer Roman, ist auch ein Porträt der Nachkriegszeit in Salzburg, zwischen Besatzung, Entnazifizierung und der Suche nach vergangenem Glanz. Dabei ist das Buch in kurzen Stellen auch Graphic Novel, sind doch einige Szenen von Lily Ammann (nur) grafisch dargestellt worden. Da mir persönlich zum Krimi Noir noch etwas fehlt, habe ich das Buch schlussendlich daher als historischen Kriminalroman eingeordnet.

Die Handlung ist durchaus abwechslungsreich, wenn auch partiell mit Längen versehen und etwas wirr. Letzteres gilt insbesondere für die Nutzung dreier Ich-Perspektiven, die munter durcheinander wechseln und mit Kapitelüberschriften, aber nicht mit dem Erzähler betitelt sind, sodass man jeweils erstmal raten muss, aus wessen Sicht derzeit erzählt wird – sehr mühsam. Auch die teils eingestreuten Szenen als Graphic Novel helfen hier nicht. Zwar sind sie unzweifelhaft toll gezeichnet, hemmen jedoch den Lesefluss ebenfalls und sorgen für Verwirrung – dies wäre vermutlich anders, wenn das ganze Buch so gehalten gewesen wäre. Ein wirklicher roter Faden lässt sich daher nie finden.

Das Setting kann hingegen überzeugen. So entführt die Autorin den Leser ins Salzburg der Nachkriegszeit, zeichnet ein Porträt der damaligen Gesellschaft und – die größte Stärke des Romans – illustriert in Fotoaufnahmen die Anfänge der Salzburger Festspiele; die Fotos sind ein wahrer Schatz und die größte Hinterlassenschaft Betty Steinharts. Zudem spricht der Roman wichtige Themen an wie die Übernahme alter Strukturen nach Kriegsende und die Rückgabe von Beutekunst, die aus der Enteignung jüdischer Familien stammt.

Die einzelnen Figuren sind aufgrund des herrschenden Chaos schwierig zu beurteilen. Hierbei überzeugt am ehesten noch der historisch verbriefte Harry J. Collins, während Max rätselhaft und sprunghaft verbleibt und nicht nachvollziehbar handelt – und auch Eva sich nicht so recht greifen lässt. Beate Thalbergs Schreibstil lässt sich dabei leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anlaufen – unterstützt natürlich durch die tollen Fotoaufnahmen.

Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat und Korrektorat sind nur Kleinigkeiten durchgerutscht, die den Lesefluss nicht wesentlich schmälern, der Buchsatz ist ordentlich – und die Geschichte wird mit einer Biografie, einer Bild- und Zitatlegende, einer Einordnung seitens des Verlags und einer Danksagung abgerundet. Der Buchumschlag ist mit Klappen versehen, das unter dem Umschlag befindliche Buch von außen schlicht, innen mit gestalteten Coverinnenseiten versehen. Das Covermotiv wird leider zum Buchrücken hin unterbrochen, kann aber auch in Gänze nicht wirklich überzeugen und ist kein Eyecatcher.

Mein Fazit? „Die doppelte Frau: und das Rätsel Betty Steinhart“ ist ein atmosphärisch toller Roman mit brillantem Setting, aber auch gröberen Schwächen in der Handlung. Für Liebhaber der Zeit und des Genres noch zu empfehlen, ab einem Lesealter von 16 Jahren.

[Buchgedanken] Christian Endres: „Wolfszone“

Vor kurzem habe ich auch „Wolfszone“ von Christian Endres gelesen. Das Buch ist 2024 im Wilhelm Heyne Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH erschienen und als Thriller einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Deutschland in der nahen Zukunft. Ein heikler Auftrag führt den Berliner Privatdetektiv Joe Denzinger in die brandenburgische Provinz. Direkt hinter dem Dorf Dölmow hat die Bundeswehr einen Wald abgeriegelt, in dem sich ein Rudel Wölfe durch Nanobots und künstliche Intelligenz massiv verändert hat. Und genau hier soll Joe die Erbin eines mächtigen Rüstungsunternehmens finden, die seit Tagen spurlos verschwunden ist. Zwischen Cyborg-Wölfen, Soldaten, Gangstern, Umwelt-Aktivisten und Einheimischen beginnt für Joe eine atemlose Jagd mit ungewissem Ausgang …

„Wolfszone“ ist mein erstes Buch von Christian Endres. Vom Verlag wird das Buch – sichtbar auf dem Cover – als Cyberthriller beworben, in den Pressestimmen, die der Verlag zitiert, wird der Roman teils als Öko-Thriller, teils als Öko-Science-Fiction-Thriller angegeben. Aber auch viele andere Unterarten des Thrillers sind hier denkbar, zum Beispiel zeigt das Buch auch Ansätze eines Politthrillers, ist dystopisch angehaucht, auch wenn es in der nahen Zukunft spielt, und hat durchaus auch Elemente einer Detektiv-Erzählung. Da ich hier keine eindeutige Zuordnung sehe, habe ich es somit bei der übergeordneten Eingruppierung als Thriller belassen.

Die Handlung ist durchaus spannend und abwechslungsreich, wenn auch zwischenzeitlich kleinere Längen vorhanden sind. Dabei wird die Geschichte aus diversen Perspektiven erzählt – aus meiner Sicht hätte man hier auf die von DW-7X verzichten und gegebenenfalls eine mit Rückblenden von Lisa Kraupen einbauen können, die sich mit zunehmendem Fortschritt des Buches immer mehr dem Verschwinden angenähert hätte. Auch kann mich das Ende des Buches nicht überzeugen, spendiert es doch diversen Personen ein Happy-End, das sie zumindest aus (meiner) Lesersicht nicht verdient haben und lässt – problematisch – Konsequenzen für durchaus schwere Verbrechen vermissen.

Das Setting überzeugt hingegen vollends. So entführt der Autor den Leser nach Dölmow, in eine fiktive brandenburgische Kleinstadt der nahen Zukunft – die Mischung aus militärischem Sperrgebiet und einem fast apokalyptisch anmutenden Landstrich, den die Hitze zusätzlich ausdünnt, funktioniert hier sehr gut, das von Christian Endres gezeichnete Szenario ist durchaus glaubhaft. Allerdings wird der Roman neben der Haupthandlung hier mit diversen Themen überfrachtet wie Klimawandel, Migration/Integration, Rassismus, Rüstungskapitalismus, Lobbyismus etc., die zwar alle an und für sich wichtig sind und einen Platz im Buch verdient haben, in der Fülle aber dafür sorgen, dass man nicht allen gerecht werden kann – ein oder zwei weniger hätten hier für eine stärkere thematische Fokussierung gesorgt.

Die einzelnen Figuren sind im Wesentlichen vielschichtig, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Hierbei überzeugen vor allem wichtige Nebencharaktere wie Charlotte, Melanie und Sylvia Kraupen, während, beispielhaft, Marija und Richard nicht zwingend nachvollziehbar handeln. Der Schreibstil von Christian Endres lässt sich dafür leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anlaufen.

Die Buchgestaltung ist ordentlich. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben solide gearbeitet, der Buchdeckel ist ansprechend. Zwar wird das Covermotiv leider zum Buchrücken hin unterbrochen und, etwas irritierend, dann auf der Coverrückseite fortgesetzt, nichtsdestotrotz ist die Farbgebung des Umschlags insgesamt sehr gelungen und das Buch somit dennoch optisch ein kleiner Eyecatcher, den man ggf. mit einer leichten Prägung noch hochwertiger hätte gestalten können.

Mein Fazit? „Wolfszone“ ist ein durchaus spannender Thriller, der vor allem mit seinem Setting brilliert, aber auch leichte Schwächen in der Handlung hat. Für Leser:innen des Genres dennoch zu empfehlen, ab einem Lesealter von 16 Jahren.

Illustrierte Jugendbücher im Doppelpack | Wunderschöne Buchpost

In den letzten Tagen erreichten mich auch diese beiden tollen Bücher als Rezensionsexemplare – vielen Dank dafür! „Tiger-Team – Das Schloss der blauen Drachen“ von Thomas Brezina mit Illustrationen von Pablo Tambuscio (G&G Verlagsgesellschaft mbH) kam dabei im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de zu mir, während mich die Graphic Novel „Bloom“ von Kevin Panetta (illustriert von Savanna Ganucheau, erschienen bei One in der Bastei Lübbe AG) über die verlagseigene Bloggerjury erreichte. Ich bin schon ganz auf die beiden Geschichten gespannt und freue mich schon darauf, mich wieder in meine Kindheit/Jugendzeit zurückversetzen zu lassen, bin ich doch mit den Büchern von Thomas Brezina aufgewachsen.

Welche Jugendbücher habt Ihr als Kind geliebt?

[Buchgedanken] Sonja Kaiblinger: „Ungeheuer lieb“ (Band 1)

Vor kurzem habe ich auch den ersten Band der Reihe „Ungeheuer lieb“ von Sonja Kaiblinger mit Illustrationen von Anton Riedel (Der Anton) gelesen. Das Buch ist 2024 im Baumhaus Verlag in der Bastei Lübbe AG erschienen und als illustriertes Kinderbuch für Leser:innen ab acht Jahren einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über die Bloggerjury.

Als Wissenschaftsnerd Ludwig mal wieder dank Klassenfiesling Egon in einer Mülltonne feststeckt, merkt er, dass er dieses Mal nicht allein ist – da ist noch etwas! Und dieses Etwas ist nicht nur haarig und hässlich, es hat auch Glubschaugen, ein Bäuchlein und spitze Schneidezähne. Außerdem hegt es eine Vorliebe für benutzte Socken und frisst kurzerhand sogar die komplette Mülltonne auf. Ludwigs Entdeckergeist ist geweckt: Was für ein Wesen ist das?! Es erweist sich als ziemlich anhänglich und folgt Ludwig bis nach Hause – dabei dürfen seine Eltern es auf gar keinen Fall entdecken! Doch das ist einfacher gesagt als getan, denn dieses Wesen stellt nicht nur Ludwigs Zimmer auf den Kopf …

„Ungeheuer lieb“ (Band 1) ist der Auftakt in eine neue Buchreihe von Sonja Kaiblinger, die laut Beschreibung für Leser:innen ab acht Jahren empfohlen wird. Teils findet sich auch in Verkaufsportalen eine Leseempfehlung für 5-9 Jahre, ich würde hier aber den Angaben des Verlags folgen, sodass das Buch zwar an der Grenze vom Kinder- zum Jugendbuch balanciert, thematisch und stilistisch für mich aber eher noch als Kinderbuch einzuordnen ist.

Die Handlung ist dabei durchaus abwechslungsreich und altersgerecht, teils aber auch vorhersehbar. Sonja Kaiblinger mischt dabei jugendtypische Themen wie Mobbing und die Unterschiede zwischen Geschwistern zu einem humorvollen Gesamtpaket, das viel Spaß macht und lediglich beim etwas übertriebenen Ende etwas schwächelt. Die Handlung wird hierbei durch die tollen, farbigen Illustrationen von Der Anton perfekt unterstützt – es gibt hier viel zu entdecken. Ein weiteres kleines Manko sind allerdings die Kapitelüberschriften, die hier durchaus teils den Inhalt des Kapitels spoilern bzw. vorwegnehmen, sodass der Überraschungseffekt abgemildert wird.

Der Kreis relevanter Charaktere ist – durchaus genretypisch – begrenzt, die einzelnen Figuren sind dabei teils auch noch etwas schematisch angelegt, können sich aber im nächsten Band oder in den nächsten Bänden noch weiterentwickeln. Derzeit überzeugt insbesondere Carla, während Egon noch etwas blass verbleibt. Sonja Kaiblingers Schreibstil ist altersgerecht, lässt sich leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anlaufen.

Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat und Korrektorat sind durchaus Kleinigkeiten durchgerutscht, der Buchsatz ist hingegen gelungen und setzt Bild und Text zu einem tollen Gesamtprodukt. Der Buchumschlag ist auf Cover, Coverrückseite und Buchrücken leicht geprägt und mit tollen Coverinnenseiten versehen. Auch Cover und Coverrückseite sind toll gestaltet und warten mit vielen Details auf, irritierenderweise wird das Cover jedoch zum Buchrücken hin teils fortgesetzt, teils unterbrochen – eine einheitliche Linie hätte hier für ein noch runderes Ergebnis gesorgt.

Mein Fazit? „Ungeheuer lieb“ (Band 1) ist ein vielversprechender Auftakt in die neue Reihe, der vor allem durch tolle Illustrationen und eine abwechslungsreiche Handlung glänzt und lediglich zum Ende hin leicht schwächelt. Für Leser:innen ab acht Jahren dennoch bedenkenlos zu empfehlen.

Ophelia in neuem Kleid | Bücherbüchse-Buchpost

Seitdem die Exklusivausgabe zu „Ophelia Scale“ bei der Bücherbüchse angekündigt wurde, habe ich sehnsüchtig auf meine Bestellung gewartet, ist dies doch die Reihe, die mich überhaupt zu Lena Kiefer und ihren Büchern gebracht hat. Und nun, seit einigen Tagen, sind sie endlich da <3. Erschienen im cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH, sind „Ophelia Scale – Die Welt muss brennen“, „Ophelia Scale – Der Himmel wird beben“ und „Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen“ bei mir in neuem Gewand eingezogen – und sie sehen einfach so wunderschön aus, nicht nur die Umschläge sondern auch die Bücher darunter – von der Innengestaltung ganz zu schweigen, die ich Euch hier vorenthalte :D. Das sind wirklich mal Luxuseditionen, die diesen Namen auch verdient haben!

Von welchem Buch würdet Ihr Euch eine besonders hochwertige Ausgabe wünschen?

[Buchgedanken] Lorenza Cingoli / Martina Forti: „Theseus und der Entotaurus“

Vor kurzem habe ich auch „Theseus und der Entotaurus“ von Lorenza Cingoli und Martina Forti gelesen. Die Illustrationen stammen aus der Feder von Gonzalo Kenny, für die Übersetzung zeichnet Michelle Luis Markau verantwortlich. Das Buch ist 2024 bei Egmont BÄNG! Books, Egmont Verlagsgesellschaften mbH erschienen und als Bilderbuch für Kinder einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Vor langer, langer Zeit im antiken Griechenland: Der steinreiche König Minos lässt ein Labyrinth bauen, um Touristen auf die Insel Kreta zu locken. Doch bald geht das Gerücht um, dass ein Monster durch die Gänge des Irrgartens spukt. Kann der mutige Theseus das Geheimnis lüften?

„Theseus und der Entotaurus“ ist die Nacherzählung der klassischen griechischen Sage mit den altbekannten Figuren aus Entenhausen. Das Bilderbuch richtet sich an jüngste Leser:innen ab 4-5 Jahren (die Angaben variieren hier). Bei der hiesigen Ausgabe handelt es sich um eine Übersetzung – Michelle Luis Markau ist ja oben bereits als Verantwortliche dafür benannt. Obwohl das Buch als Übersetzung aus dem Englischen betitelt wird, ist die einzige andere Ausgabe, die ich finden kann, die italienische von 2023 mit dem Titel „Teseo e il Papertauro“, erschienen bei Giunti Editore. Dies würde als Originalausgabe auch besser zu den italienischen Autorinnen passen.

Die Handlung ist natürlich für jeden, der entfernt mit der Sage vertraut ist, durchaus vorhersehbar, aber dennoch abwechslungsreich und wird durch die tollen Illustrationen von Gonzalo Kenny nicht nur unterstützt, sondern maßgeblich ergänzt. Dabei wird die Geschichte kind- und somit altersgerecht dargestellt, die einzelnen Figuren spiegeln nicht nur optisch sondern auch in den Eigenschaften ihre bekannten Pendants aus Entenhausen wider, teils wurden nicht einmal die Namen angepasst.

Auch Gonzalo Kennys Zeichenstil lässt Kindheitserinnerungen wach werden – und baut als Easter Egg nicht nur die Bewohner von Entenhausen in die Geschichte ein, sondern lässt Minnie und Micky Maus auch einen kurzen Auftritt als Artemis und Apollo absolvieren. Dabei spiegeln die Bilder durch die Farbgebung gut die Grundstimmung des jeweiligen Abschnitts der Handlung wider und sind insgesamt das Highlight des Kinderbuches. Der Schreibstil der Autorinnen ist altersgerecht und lässt sich leicht und flüssig lesen.

Die Buchgestaltung ist solide, der Buchsatz ist gelungen, Bild und Text werden hier zu einem tollen Gesamtprodukt verwoben. Lektorat und Korrektorat sind jedoch bei der Kürze des Textes ein kapitaler Fehler durchgerutscht – das sollte normalerweise nicht passieren. Der Buchumschlag ist auf dem Cover hochwertig geprägt, das Covermotiv wird leider zum Buchrücken drastisch unterbrochen, auf der Coverrückseite findet sich ein anderes, detailliertes Bild. Insgesamt ist das Covermotiv durchaus ansehnlich und spiegelt einige Details der Geschichte wider, jedoch fehlt mir etwas der konkrete Bezug zur Handlung.

Mein Fazit? „Theseus und der Entotaurus“ ist eine altersgerechte Nacherzählung der griechischen Sage, die vor allem durch tolle Zeichnungen punktet, aber auch kleinere Schwächen hat. Für Leser:innen ab fünf Jahren bedenkenlos zu empfehlen.

Spannung im Doppelpack | Lovelybooks-Buchpost

Heute möchte ich Euch zwei hochspannende Neuzugänge zeigen, die mich vor kurzem als Rezensionsexemplare im Rahmen von Leserunden auf Lovelybooks.de erreichten – vielen Dank dafür! „Wolfszone“ von Christian Endres aus dem Wilhelm Heyne Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH ist dabei ein Near-Future-Cyberthriller, während es sich bei „Die doppelte Frau und das Rätsel Betty Steinhart“ von Beate Thalberg (Illustrationen: Lily Ammann) aus dem Molden Verlag, Verlagsgruppe Styria GmbH & Co. KG, um einen Krimi Noir handelt, der den Leser in die frühe Nachkriegszeit nach Salzburg entführt. Vergangenheit und Zukunft liegen hier nah beieinander – ich bin schon ganz auf die aufregenden Ausflüge in die jeweiligen Geschichten gespannt!

Würdet Ihr lieber in die Vergangenheit oder in die Zukunft reisen?

Von kleinen Helden und süßen Fratzen

Auch heute möchte ich Euch zwei Neuzugänge vorstellen – und sie könnten kaum zauberhafter und süßer sein. „Chiikawa – Süßer kleiner Fratz 01“ von NAGANO (Tokyopop) ist dabei ein sensationell erfolgreicher Manga, der als Rezensionsexemplar vermittelt von der Agentur Literaturtest zu mir kam. „Die Hüter des magischen Waldes – Finde die geheimen Kristalle!“ von Cee Neudert mit Illustrationen von Philipp Ach (Baumhaus Verlag in der Bastei Lübbe AG) erreichte mich hingegen – ebenfalls als Rezensionsexemplar- über die Bloggerjury. Letzteres ist ein Kinderabenteuerspielbuch für Leser:innen ab neun Jahren, die den Fortgang der Geschichte mit ihren Entscheidungen maßgeblich beeinflussen können. Ich bin schon ganz gespannt, ob es mir gelingt, mit den Tieren gemeinsam den großen Baum zu retten – und bin begeistert, von den bunten Zeichnungen, die mich in „Chiikawa“ erwarten. Das wird süß!

Wann habt Ihr zuletzt einen Manga gelesen?

Farbschnitt- und Reihenliebe | Selbstgekaufte Neuzugänge

Heute möchte ich Euch zwei Bücher zeigen, die ich mir vor kurzem selbst gekauft habe – und die jeweils ihre Reihen komplettieren. „Cherish“ von Tracy Wolff (dtv Verlagsgesellschaft) ist der abschließende Band der Reihe um die „Katmere Academy“ und erreichte mich in der Exklusivausgabe der Bücherbüchse, während „Belladaire Academy of Athletes – Misfits“ von Maren Vivien Haase die im Blanvalet Verlag (Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH) erschienene New-Adult-Trilogie beendet und in der Exklusivausgabe der Thalia Buchhandlungen bei mir einzog. Beide Reihen begeistern dabei (unter anderem) mit ihren Farbschnitten, die über die Bände hinweg ein tolles Gesamtbild kreieren – sehen sie nicht wunderschön aus? Tracys Roman habe ich mir übrigens auf einer Lesung bereits signieren lassen, bei Maren wartet der dritte Band noch auf eine Signatur – vielleicht ist es ja in Frankfurt so weit :).

Wie steht Ihr zu Farbschnitten?

Von großen Gefühlen und großen Geschichten | Lovelybooks-Buchpost

In der letzten Zeit erreichten mich auch diese beiden Bücher als Rezensionsexemplare im Rahmen von Leserunden auf Lovelybooks.de – vielen Dank dafür! „Vulkanherzsommer“ von Eva Floris (S. Fischer Verlag GmbH, S. Fischer Verlage) ist dabei „ein Roman über die Suche nach sich selbst und das Ankommen“ – große Gefühle sind hier garantiert. „Theseus und der Entotaurus“ von Lorenza Cingoli und Martina Forti mit Illustrationen von Gonzalo Kenny (Egmont BÄNG!, Egmont Verlagsgesellschaften mbH) erzählt hingegen in der Übersetzung von Michelle Luis Markau eine der großen Geschichten der griechischen Mythologie neu – mit den allseits bekannten und beliebten Disney-Charakteren aus Entenhausen. Wenn das mal kein vielversprechendes Duo ist!

Mögt Ihr die griechische Mythologie?