[Buchgedanken] Anna Fischer: „Herz trifft Prinz“

In der letzten Zeit habe ich Anna Fischers neuesten Herz-Roman gelesen – vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. „Herz trifft Prinz“ wurde 2019 bei Montlake Romance, Amazon Media EU S.à r.l. veröffentlicht und ist dem Genre Liebesroman zuzuordnen. Meine Besprechungen zu den anderen – eigenständigen – Romanen der Reihe findet ihr hier („Herz in Reparatur“, „Herz sucht Callboy“).

51U0heA59ZLEllen hat nicht nur Pech in der Liebe, sondern auch in ihrem Job als Journalistin. Denn heutzutage wird immer mehr auf die Sensationsgier der Leser gesetzt. Statt über berührende Erlebnisse zu berichten, zwingt Ellens Konto sie dazu, Banales über Stars und Sternchen zu schreiben. Als Ellen dahinterkommt, dass der charmante Hot-Dog-Verkäufer Jamal in Wahrheit ein Prinz aus der Südsee ist, der Inkognito in San Francisco lebt, glaubt sie, die passende Geschichte liefern zu können. Ihre begeisterte Chefin möchte allerdings kein simples Portrait, sondern eine intime Undercover-Lovestory. Trotz moralischer Bedenken überredet Ellen den ahnungslosen Jamal zu einer Tour durch Kalifornien. Doch dabei entwickeln sich unerwartet Gefühle und sorgen auf beiden Seiten für ziemliches Chaos …

„Herz trifft Prinz“ ist nicht nur eine charmante und erfrischende Liebesgeschichte, sondern auch eine leichte Anklage an die heutige Medienwelt, an Sensationsjournalismus und die Relevanz von Klickzahlen. Es prangert das Fehlen ethischer Grundsätze im Journalismus an und bedauert die fehlende Fokussierung auf relevante Inhalte. Dabei wird der Roman jedoch nicht allzu belehrend, nicht zu sehr gesellschaftskritisch und verliert den Fokus zur zugrundeliegenden Liebesgeschichte nicht.

Auch wenn die Handlung genrebedingt vorhersehbar ist und – trotz einiger unerwarteter Wendepunkte ohne allzugroße Überraschungen auskommt, gelingt es Anna Fischer doch, die Spannung dauerhaft zu halten, den Leser an die Seiten zu fesseln. Dies liegt zum  einen an der perfekten Wahl der Erzählperspektive (Ich-Erzähler aus Ellens Sicht) und zum anderen an dem – insbesondere in Dialogen – lockeren und frischen Schreibstil, der die Chemie und Harmonie zwischen den Figuren perfekt transportiert.

Das Setting ist malerisch und sorgt dafür, dass der Leser sich nach Kalifornien träumt. Tolle Sehenswürdigkeiten, spannende Gegensätze und illustre Figuren – die Autorin fängt in ihren Beschreibungen ein Panorama des amerikanischen Lebensgefühl ein und lässt den Leser zusammen mit den Charakteren daran teilhaben. Diese sind zudem vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, Motive und Ziele. Allerdings kommen aus meiner Sicht dieses Mal die Nebencharaktere etwas zu kurz. Ich hätte gern noch mehr von Sharky, noch mehr von Rosita, Ben und allen anderen erfahren. Auch wenn es wie ein leichter Widerspruch klingt – da dort doch gerade einige Nebenfiguren wieder auftauchen – werde ich auch mit dem Epilog nicht so ganz warm und hätte das Buch gern mit dem letzten Kapitel enden lassen.

Die Buchgestaltung ist im wesentlichen gelungen – Satz, Korrektorat und Lektorat haben ordentlich gearbeitet und nur kleinste Fehler übersehen. Das Cover passt sich gut in die Reihe ein und sorgt für eine hohen Wiedererkennungswert. Mir fehlt allerdings etwas der Bezug zur Story. Klar war es – unter Berücksichtigung der Reihencover – nicht möglich, die unglaublichen Orte, die die Protagonisten besucht haben, in den Hintergrund zu packen. Wenn jedoch der männliche Protagonist dunkelhäutig ist, hätte ich mir gewünscht, dies auch auf dem Cover widergespiegelt zu sehen.

Mein Fazit? „Herz trifft Prinz“ ist eine lockere, erfrischende Liebesgeschichte mit leicht gesellschaftskritischen Anklängen, die vor allem durch ein malerisches Setting und die Harmonie zwischen den Charakteren begeistert. Für Genreliebhaber bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Anna Todd: „After Passion“ (After 1)

In der letzten Zeit habe ich – inspiriert vom damaligen Kinobesuch – „After Passion“ von Anna Todd gelesen, den ersten Band ihrer erfolgreichen New-Adult-Reihe. Das Buch ist 2015 im Wilhelm Heyne Verlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH veröffentlicht worden, die Originalausgabe erschein bei Gallery Books, Simon & Schuster, Inc., New York. Mein Exemplar entstammt aus der mittlerweile 18. Auflage (Glückwunsch!), der Roman ist dem Genre New-Adult-Romance zuzurechnen.

41bHN8VxJ6L._SX325_BO1204203200_Tessa Young ist attraktiv und klug. Und sie ist ein Good Girl. An ihrem ersten Tag an der Washington Central University trifft sie Hardin Scott. Er ist unverschämt und unberechenbar. Er ist ein Bad Guy. Er ist genau das Gegenteil von dem, was Tessa sich für ihr Leben wünscht. Und er ist sexy, gutaussehend und zieht Tessa magisch an. Sie kann nicht anders. Sie muss ihn einfach lieben. Und sie wird nie wieder die sein, die sie einmal war

Mich lässt die Lektüre von „After Passion“ etwas zwiegespalten zurück – wahrscheinlich bin ich auch mit zu hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen. Denn mit „After Passion“ legt die Autorin unzweifelhaft einen gelungenen und im Wesentlichen überzeugenden Roman vor, aufgrund des Hypes hätte ich allerdings mehr erwartet. So bleibt als erstes Fazit bereits festzuhalten, dass „After Passion“ vielleicht mit dafür gesorgt hat, das New-Adult-Genre in Deutschland zu etablieren, es mit der deutschsprachigen New-Adult-Elite um Mona Kasten und Laura Kneidl aber nicht mithalten kann, deren Bücher (z.B. „Trust Again“ oder „Berühre mich. Nicht.„) sich doch deutlich absetzen können.

„After Passion“ punktet – wie die meisten Bücher des Genres – zunächst mit einem tollen Setting. Ein Universitätswohnheim, ein Verbindungshaus, die Bibliothek, unberührte Natur oder auch ein Diner – der Roman versetzt einen in das amerikanische Lebensgefühl, lässt den Leser sich nach Washington träumen. Dabei verliert er sich jedoch nicht in den Klischees. Die Handlung – genrebedingt teils vorhersehbar – ist spannend, elektrisierend und lässt den Leser durch unerwartete Wendungen immer mal wieder wütend, verzweifelt und frustriert zurück – genau wie Tessa, mit der man sich sofort gut identifizieren kann. Kleinere Ungereimtheiten in der Handlung kann man dabei locker verzeihen, den großen Cliffhange am Ende eher nicht. Insgesamt kommen mir in der Handlung aber zu wenig Impulse von außerhalb. So spannend die Probleme sind, die die Protagonisten alle untereinander haben, gibt es doch sonst kaum Krisen, Konflikte in ihrem Leben – abgesehen von den obligatorischen Problemen in der Kindheit.

Die Figuren sind dreidimensional angelegt, haben Stärken und Schwächen – teils mehr, teils weniger. Doch hier stoße ich auch auf mein größtes Problem – Hardin. Ein interessanter Charakter, der mich jedoch etwas verzweifeln lässt. Mir ist klar, dass die Geschichte einen Bad Boy braucht, und auch so angelegt ist. Mir ist auch klar, dass das Love Interest gegensätzlich zu Tessa konzipiert wurde, um Konfliktpotential zu schaffen – sonst wäre die Geschichte auch langweilig. Und dennoch finde ich es wichtig, dem – wenn man so will – Antagonisten auch Züge zu geben, die ihn sympathisch werden lassen, die es dem Leser ermöglicht, ihm ein gutes Ende zu wünschen. Und das sehe ich nicht, kann mich persönlich nicht mit Hardin identifizieren – und, so sehr ich Tessa auch mag, habe ich mich beim Lesen ertappt, ihnen kein Happy End zu wünschen – schlicht weil Hardin es nicht verdient hat.

Anna Todds Schreibstil ist hochemotional und strotz vor Gefühlen, ist aber auch sehr direkt, gerade in den Dialogen – was zwar zum Charakter von Hardin passt, ihm jetzt allerdings auch keine Sympathiepunkte mehr bringt. So gefühlvoll das Buch auch ist, gerade in den (überraschend und fast zu zahlreichen) erotischen Szenen wird hier noch Potential verschenkt, hier ist eindeutig noch Luft nach oben.

Die Buchgestaltung überzeugt auf der ganzen Linie. Satz, Lektorat und Korrektorat haben sauber gearbeitet, das wunderschöne Cover sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert und passt sich gut in das Gesamtbild der Reihe ein. Es ist hochwertig geprägt und mit ausklappbaren, farbigen Coverinnenseiten versehen.

Mein Fazit? „After Passion“ ist ein im Wesentlichen gelungener Reihenauftakt, der vor allem mit seinem Setting und einer spannenden, wenn auch sehr auf die Beziehungen unter den Protagonisten zentrierten, Handlung punkten kann, sein Potential aber bei weitem nicht ausschöpft. Für Leser des Genres, die von Cliffhangern und unsympathischen Bad Boys nicht abgeschreckt werden, bedenkenlos zu empfehlen.

[Veröffentlichung] „Rosenkriege“ – eine alte Geschichte im neuen Gewand

Wie bereits in den letzten Tagen angeteasert, habe ich heute eine tolle Nachricht zu verkünden. Der ein oder andere erinnert sich vielleicht an meine Kurzgeschichte „Rosenkriege“ – meine allererste Verlagszusage überhaupt, die mit einiger Verzögerung 2015 in der Anthologie „Coole Mädchen, große Liebe“ des Oldigor Verlags veröffentlicht wurde. Da nach der Insolvenz des Verlages alle Rechte an mich zurückgefallen sind, suchte ich seit einiger Zeit nach einer Möglichkeit, die Geschichte woanders unterzubringen, da sie mir besonders am Herzen liegt.

unnamed-200x300Daher freue ich mich ungemein, dass sie ab dem 20.06.2019 wieder erhältlich ist. Zusammen mit den Geschichten von 29 anderen Autoren und Autorinnen kann sie nunmehr in der Anthologie „Ich glaube, verliebt: Geschichten voll erster Liebe“ des Schreiblust Verlages gelesen werden. Erhältlich ist das Buch unter anderem *hier*.

Vielleicht wird so der ein oder andere neue Leser auch die Geschichte entdecken und sich, hoffentlich, auch ein kleines bisschen in die Protagonisten verlieben.

 

[Buchgedanken] April Dawson: „Up All Night“

In den letzten Tagen habe ich „Up All Night“ von April Dawson gelesen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung einiger Leseexemplare des Buches auf der diesjährigen Litblog-Convention. Das Buch ist 2019 bei LYX in der Bastei Lübbe AG erschienen und dem Genre New-Adult-Romance zuzurechnen.

4102BaC4yJjLAls Taylor Jensen an ein und demselben Tag nicht nur ihren Job an einen Kollegen verliert, sondern auch ihren Freund beim Fremdgehen erwischt, hat sie von Männern erst einmal genug. Völlig verzweifelt läuft sie Daniel Grant in die Arme, der ihr ein Zimmer in seiner WG anbietet. Einst waren sie beste Freunde, aber ein männlicher Mitbewohner mit sexy Tattoos und einem unwiderstehlichen Lächeln ist das Letzte, was Tae jetzt gebrauchen kann. Doch Dan steht schon lange auf Männer, weshalb das heiße Prickeln zwischen ihnen nichts zu bedeuten hat – oder etwa doch?

„Up All Night“ von April Dawson ist eine Geschichte über einen Neuanfang, über Mut, Gefühle und Vertrauen – ein Buch über Freundschaft, zweite Chancen und bedingungslose Liebe.

Dabei punktet der Roman vor allem mit seinen Charakteren. Nicht nur die Protagonisten, auch die Nebencharaktere sind vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Besonders begeistert bin ich dabei von Grace – und würde mich freuen, irgendwann auch mehr über sie zu lesen, auch wenn sich der nächste Band der Reihe vorerst um Addison drehen wird.

Auch wenn die Handlung genretypisch bedingt teilweise vorhersehbar ist, gelingt es April Dawson doch, den Leser durch einige unerwartete Wendungen immer mal wieder in die Irre zu führen und für Spannung zu sorgen. Zusammen mit dem gelungenen Setting ist es dabei vor allem der locker-leichte und flüssig zu lesende Schreibstil der Autorin, der den Leser an die Seiten fesselt und auch etwas Humor aufblitzen lässt. Dies wird noch durch die gelungene Wahl der Erzählperspektive unterstützt, die es dem Leser leichter macht, sicht mit den Protagonisten zu identifizieren, mit ihnen mitzuleiden und sich zu freuen.

Die Buchgestaltung überzeugt im Wesentlichen. Der Buchsatz ist gelungen, dem Lektorat und Korrektorat sind bis auf einen Bruch in der Perspektive und einen Fehler auf der Innenklappe des Covers sonst nur kleinere Fehler durchgerutscht, die den Lesefluss nicht beeinträchtigen. Das Cover ist ein wahrer Eyecatcher und leuchtet aufgrund der traumhaften Farbgebung. Eine hochwertige Prägung und farbige Coverinnenseiten runden das tolle Erscheinungsbild ab.

Mein Fazit? „Up All Night“ ist ein gelungener New-Adult-Roman, der vor allem durch seine Spannung und vielschichtigen Protagonisten glänzen kann. Kleinere Schwächen in der Buchgestaltung gehen dabei nicht zu Lasten des Leseflusses. Für Liebhaber des Genres ab 16 Jahren bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Laura Kneidl: „Berühre mich. Nicht.“

Vor kurzem und als Vorbereitung zur Loveletter Convention 2019 habe ich „Berühre mich. Nicht.“ von Laura Kneidl gelesen, den Auftakt zu ihrer umjubelten New-Adult-Dilogie. Das Buch ist 2017 bei Lyx in der Bastei Lübbe AG erschienen und dem Genre New-Adult-Romance zuzuordnen.

51rY0YusxbL._SX312_BO1204203200_Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt das ihr Herz gefährlich schneller schlagen …

Ich kann nicht nachvollziehen, wie „Berühre mich. Nicht.“ so lang auf meinem SuB schlummern konnte – ich wollte es schon seit einiger Zeit lesen. Dass ich jetzt endlich dazu gekommen bin, ist Fluch und Segen zugleich. Ein grandioses Buch, ein grausames Ende – für das sich Laura sogar in der Danksagung entschuldigt. Wie kann man nur? Am liebsten würde ich sofort Teil 2 nachschieben, das ist mir aber derzeit nicht möglich, da andere Bücher anstehen. Einfach grausam!

Abgesehen von dem brutalen Cliffhanger ist „Berühre mich. Nicht.“ ein in allen Punkten überzeugendes New-Adult-Buch voll großer Gefühle und grandioser Protagonisten – ein potentielles Jahreshighlight. Durch die perfekte Wahl der Erzählperspektive (Ich-Erzähler aus der Sicht von Sage) wird es dem Leser leicht gemacht, sich mit der Protagonistin zu identifizieren, mit ihr zu leiden, zu lachen, und sich in meinem Fall – ein bisschen – in sie zu verlieben.

Das Setting ist wunderbar und spiegelt das amerikanische Lebensgefühl wieder, die Handlung ist spannend und sorgt mit vielen unerwarteten Wendungen immer mal wieder für Spannungsspitzen. Tolle Dialoge und Laura Kneidls leichter und flüssiger, aber vor allem eindringlicher und gefühlvoller Schreibstil fesseln den Leser an die Seiten und lassen ihn das Buch nicht aus der Hand legen. Dabei gelingt es der Autorin, nicht nur die Anziehung zwischen den Protagonisten, sondern auch die Angst, die Panik und Verzweiflung von Sage greifbar zu machen.

Im Laufe der Handlung entwickeln sich die – vielschichtig und plastisch angelegten – Protagonisten weiter, zeigen Stärken und Schwächen. Dabei können auch die Nebencharaktere, allen voran April und Gavin, überzeugen. Ich bin schon gespannt, wie auch deren Geschichten im Folgeband „Verliere mich. Nicht.“ weitererzählt werden.

Die Buchgestaltung überzeugt auf ganzer Linie. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben sauber gearbeitet, das Cover ist hochwertig geprägt und mit farbigen Coverinnenseiten versehen. Das Motiv ist ein wahrer Eyecatcher und bietet zusammen mit dem zweiten Teil der Reihe einen hohen Wiedererkennungswert und ein einheitliches Design.

Mein Fazit? „Berühre mich. Nicht.“ ist ein nahezu perfektes New-Adult-Buch mit tollen Protagonisten, einer starken und gefühlvollen Sprache und ganz großen Emotionen. Auch wenn das Ende einige verzweifeln lassen wird, ist es bedenkenlos für Liebhaber des Genres zu empfehlen – allerdings meines Erachtens nach nicht wie vom Verlag empfohlen ab 14, sondern eher ab 16 Jahren.

 

 

 

[Buchgedanken] Anna Fischer: „Herz sucht Callboy“

In den letzten Tagen habe ich „Herz sucht Callboy“ gelesen, mein zweites Buch von Anna Fischer nach „Herz in Reparatur„. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung eines Vorab-Rezensionsexemplares. „Herz sucht Callboy“ ist am 21.05.2019 bei Montlake Romance, Amazon Media EU s.à r.l. erschienen und dem Genre Liebesroman zuzuordnen.

51YbCM5lneL._SX337_BO1204203200_Paula wird in Sachen Liebe bitter enttäuscht. Deshalb kehrt sie nicht nur ihr, sondern auch ihrer Heimat Berlin den Rücken und wandert nach New York aus. Sieben Jahre später ist sie Top-Scheidungsanwältin und immer noch überzeugter Single. Um bei ihrem konservativen Arbeitgeber den Karriereschritt zur Junior-Partnerin zu machen, muss sie jedoch zwingend verheiratet sein. Deshalb engagiert sie den Callboy Scott für eine Scheinehe. Leider entpuppt er sich als die Unzuverlässigkeit in Person. Doch nachdem sie ihn als ihren Verlobten ausgegeben hat, kann sie ihn nicht wie ein unpassendes Kleidungsstück umtauschen. Als Paulas Plan, sich schnell standesamtlich trauen zu lassen, völlig außer Kontrolle gerät und plötzlich auch noch ihre zukünftigen Schwiegereltern auf der Matte stehen, müssen die beiden länger als gedacht das verliebte Pärchen spielen …

„Herz sucht Callboy“ – um das Ergebnis gleich mal vorwegzunehmen – gefällt mir noch eine Spur besser als „Herz in Reparatur“. Die Prämisse ist innovativ, die Handlung spannend und konfliktbasiert, wenn auch genrebedingt teils vorhersehbar. Mit unerwarteten Wendungen gelingt es der Autorin jedoch immer mal wieder, den Leser zu überraschen, dem Geschehen eine neue Dynamik einzuhauchen.

Dabei ist es nicht nur das – erneut – malerische Setting, sondern es sind vor allem die krassen Gegensätze, die die Handlung enorm vorantreiben. Deutschland und Amerika, Staranwältin und Callboy, High-Society und Landleben – stets pointiert, aber nie klischeehaft stellt Anna Fischer die Protagonisten regelmäßig vor neue Hindernisse, reißt sie aus ihren Komfortzonen und sorgt gerade damit dafür, dass der Leser die Charaktere besser kennenlernt. Die perfekt gewählte Erzählperspektive (Ich-Perspektive von Paula) trägt das Ihrige dazu bei, dass der Leser sich gut mit der Protagonistin identifizieren kann, mit ihr leidet, und das Buch am liebsten nicht aus der Hand legen möchte.

Auch die Nebencharaktere überzeugen auf ganzer Linie. Sei es Charlie mit seinem Kater Tolstoi, Rachel, Abby, Doro oder Buddy – ein jeder hat seine eigene, wichtige Rolle und trägt die Handlung voran. Dabei entwickeln sich vor allem die Protagonisten, aber auch deren Eltern, im Laufe des Buches konsequent weiter, zeigen Stärken und Schwächen. Erneut bricht die Autorin klassische Rollenmuster auf und stellt eine Protagonistin in den Mittelpunkt, die den klassischen New-Adult-Romanen entwachsen ist, die mit über 30 Jahren mitten im Leben steht und deren bewegte Vergangenheit daher großen Einfluss auf ihre Zukunft hat.

Anna Fischers Schreibstil ist leicht und lässt sich flüssig lesen. Gefühlvoll, witzig und charmant nimmt die Autorin den Leser an die Hand und lässt das Kopfkino anspringen, bei einer erneut gelungenen Schwerpunktsetzung.

Die Buchgestaltung kann größtenteils überzeugen. Lektorat und Korrektorat haben sehr sauber gearbeitet, der Buchsatz ist ebenfalls solide. Das Cover passt sich gut in die Reihe ein und sorgt für ein einheitliches Reihenbild und einen Wiedererkennungswert. Auch wenn es mir zudem eine Spur besser gefällt als bei „Herz in Reparatur“, fehlt mir erneut etwas der Bezug zur Geschichte, etwas Mut und Innovation.

Mein Fazit? „Herz sucht Callboy“ ist ein überzeugender Liebesroman, der durch ein tolles Setting, interessante Charaktere und ein enormes Konfliktpotential punktet. Für Liebesromanleser bedenkenlos zu empfehlen – Feel-Good-Feeling inklusive.

[Buchgedanken] J. Vellguth: „Der letzte Liebesbrief“

In der letzten Zeit habe ich „Der letzte Liebesbrief“ von J. Vellguth gelesen. Der Roman ist 2018 im Selfpublishing veröffentlicht worden und dem Genre Romance/Liebesroman zuzuordnen. Es ist bereits mein viertes Buch der Autorin, ihr Roman „Das Päckchen“ schaffte sogar den Sprung in meine Jahreshighlights 2017.

513EkPcSAaL._SX326_BO1204203200_Nell wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre Tante endlich wieder glücklich zu sehen. Als sie bei ihrem Umzug einen versteckten Liebesbrief findet, der an Bernadette gerichtet ist, wittert sie ihre Chance. Voller Elan begibt sie sich auf eine verschlungene und geheimnisvolle Reise in die Vergangenheit. Dabei trifft sie auf einen attraktiven Fotografen, der einfach viel zu gut ist, um wahr zu sein.

Sam ist Mode-Fotograf, erfolgreich, berühmt und … er hat seine Muse verloren. Erst ein berührender Liebesbrief in den Ruinen eines alten Gebäudes und das Funkeln in den Augen einer ganz besonderen jungen Frau lassen ihn hoffen, dass seine Inspiration noch nicht ganz erloschen ist. Doch je länger er Nell folgt, desto deutlicher wird, dass noch wesentlich mehr hinter ihrer Geschichte steckt, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Sind die beiden stark genug, um die Schatten ihrer Vergangenheit zu besiegen?

„Der letzte Liebesbrief“ ist Entspannung, ist Balsam für die Seele. Die Geschichte um Nell und Sam berührt und begeistert – und erlaubt dem Leser, sich wegzuträumen. Auch wenn die Handlung genrebedingt teils vorhersehbar ist, gelingt es der Autorin doch mit ihrem locker-leichten Schreibstil den Leser an die Seiten zu fesseln – Feel-Good-Garantie inklusive.

Eine der großen Stärken des Romans ist das bezaubernde Setting, das den Leser mit den Protagonisten unter anderem zu Lost Places oder in die Natur führt: J. Vellguths Auswahl athmosphärischer Orte unterstützt die Handlung perfekt – übrigens genau wie die Playlist, da jedes Kapitel mit einem gefühlollen Song überschrieben ist (Jason Mraz, Demi Lovato, James Blunt, Ed Sheeran, Owl City uvm.).

Die Charaktere des Romans, insbesondere die beiden Protagonisten und Love Interests Sam und Nell sind vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen und entwickeln sich im Laufe des Romans weiter. Beide tragen Probleme aus der Vergangenheit mit sich herum, die die Jagd nach den Briefen, die Schatzsuche, nicht nur zu einer Suche nach dem ominösen Verfasser, sondern auch zu einer Art Vergangenheitsbewältigung machen. Dabei nehmen die ernsteren Themen jedoch nie den Schwerpunkt der Handlung ein und lassen das Buch nicht zu einem Schicksalsroman werden.

Die Wahl mehrerer personaler Erzählperspektiven erlaubt es dem Leser, die Gedanken und Gefühle beider Protagonisten hautnah zu fühlen, mit ihnen zu leiden und zu lachen. Ich persönlich hätte allerdings auf Perspektivwechsel innerhalb eines Kapitels, innerhalb einer Szene verzichten können.

Die Buchgestaltung überzeugt ebenfalls größtenteils. Das Cover ist durch die tolle Farbkombination sehr auffällig, und die Schmetterlinge nehmen direkten Bezug auf die Handlung. Nichtsdestotrotz wäre hier mit etwas mehr Mut sicherlich noch ein stärkerer Eyecatcher möglich gewesen, wenn man zum Beispiel die Lost Places – oder Nells Narbe – in die Gestaltung miteingebunden hätte. Der Buchsatz ist fehlerfrei, lediglich die Chatverläufe hätten besser optisch dargestellt/abgegrenzt werden können. Am Korrektorat von Corinna Rindlisbacher gibt es erneut nichts auszusetzen.

Mein Fazit? „Der letzte Liebesbrief“ ist ein überzeugender Liebesroman, der perfekte Begleiter für Sommer und Urlaub dank Feel-Good-Garantie. Ein atemberaubendes Setting und ein locker-leichter, aber gefühlvoller Schreibstil sorgen für ein gelungenes Lesevergnügen – für Genreliebhaber bedenkenlos zu empfehlen.

Shortlistplatz für „Touchdown für die Liebe“ (AT)!

Nachdem ich es Anfang der Woche bereits auf den Social-Media-Kanälen verkündet habe, und so langsam beginne, es wirklich zu realisieren, möchte ich Euch heute auch hier die tolle Neuigkeit mitteilen!

Meine Einsendung „Touchdown für die Liebe“ (AT) hat es beim großen Schreibwettbewerb „Write! Love! Sport!“ des PIPER Verlages in Zusammenarbeit mit Buchszene aus weit über 100 Einsendungen auf die 13 Titel starke Shortlist geschafft!

Mein allererstes eingereichtes Exposé, ein für mich doch leicht ungewohntes Genre, keinerlei Erfahrungen im Romanbereich als Kurzgeschichtenautor und ein sehr straffer Zeitplan … sehr wenig sprach für einen Erfolg des Titels. Umso überraschter und erfreuter bin ich, dass die Geschichte um den Quarterback Spencer Gilmore und die Literaturstudentin Jane Edwards die hochkarätig und divers besetzte Jury überzeugen konnte.

Pitch und Mini-Leseprobe der Geschichte können unter diesem Link gefunden werden. Dort kann auch im nun anstehenden Publikumsvoting für den Titel oder für die zwölf anderen tollen Autorinnen gevotet werden. Jede Stimme zählt, jede Stimme zeigt dem Verlag, dass seitens der Leser Interesse an dem Genre besteht – sodass am Ende vielleicht nicht nur der Gewinner des Votings, sondern auch einige weitere Geschichten mit einem Verlagsvertrag ausgestattet werden können. Und wer weiß, vielleicht klappt es ja auch bei mir und ein Debütroman erscheint schneller, als ich je gedacht hätte.

[Buchgedanken] Vera Jürgens: „Emmas Weg“

In den letzten Tagen habe ich „Emmas Weg“ von Vera Jürgens gelesen – vielen Dank an dieser Stelle auch an die Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares. Der Roman ist 2018 im Selfpublishing erschienen und eine Mischung aus einem Entwicklungsroman und einem Liebesroman mit spirituellen Elementen.

41aK472H3oL._SX326_BO1204203200_Nachdem sie ihren Freund mit einer anderen Frau erwischt hat, trennt sich Emma von ihm und fliegt nach Indien, um sich selbst zu finden und spirituell zu wachsen. Dort lernt sie die extrovertierte Gesa sowie den Journalisten Jan kennen, zu dem sich Emma sofort hingezogen fühlt. Als auch ihr Ex-Freund auftaucht, um sie zurückzuerobern, wird alles kompliziert. Erst in einem Ashram in Patna gelingt es Emma, spirituell aufzuwachen und zum Guru aufzusteigen. Doch dann steht plötzlich Jan wieder vor ihr …

„Emmas Weg“ ist zugleich Liebesroman, Entwicklungsroman und spirituelles Buch, es ist Reiseführer und Porträt der indischen Gesellschaft. Und gerade hier liegt auch die größte Stärke des Romanes. Durch die lebensnahen Beschreibungen, durch die vielen Bilder und Personen, durch die Reisen der einzelnen Charaktere lernt  man als Leser die indische Lebensweise, Land und Leute kennen und lieben. Dabei zeigt der Roman auch die krassen Gegensätze zwischen den 5-Sterne-Luxushotels und einfachen Unterkünften, zwischen Stadt und Land auf. Er vermittelt dem Leser spirituelle Konzepte und nimmt ihn auf dem Weg zur Selbstfindung an die Hand, lässt ihn mit Emma zusammen lernen.

Ungeachtet dessen, ob man den Weg zur Erweckung akzeptiert oder nicht, enthält der Roman viele allgemeingültige Wahrheiten, sorgt dafür, dass man sich mit relevanten Themen auseinandersetzt. Dass dabei gelegentlich leicht über das Ziel herausgeschossen wird – wie zum Beispiel bei Gesas Liebe zu Joints – vermag den positiven Eindruck nur leicht zu schmälern.

Genretypisch sind Teile der Handlung natürlich vorhersehbar, der Autorin gelingt es jedoch, immer mal wieder mit unerwarteten Wendungen das erwartbare Ende etwas hinauszuzögern. Vor dem Hintergrund des malerischen Settings kann man als Leser dabei über kleinere Schwächen in der Handlung, über kleinere Längen durchaus auch hinwegsehen.

Von der Buchgestaltung bin ich allerdings nicht restlos überzeugt. Lektorat und Korrektorat haben sehr ordentlich gearbeitet, die wenigen vorhandenen Fehler schmälern keinesfalls den Lesefluss. Der Buchsatz hingegen lässt etwas Kreativität, etwas Frische vermissen und setzt gerade zum Anfang und zum Ende hin kaum Akzente. Das Cover ist ein Eyecatcher und farblich ausdrucksstark, ich hätte mir aber noch eine stärkere Bindung zum Inhalt des Buches gewünscht.

Mein Fazit? „Emmas Weg“ ist ein grundsolider Liebes- und Entwicklungsroman, der mit einem tollen Setting und der ausdrucksstarken Beschreibung der kulturellen Gegensätze punkten kann. Kleinere Schwächen vermögen dabei das Lesevergnügen nicht zu schmälern. Für Liebhaber von spirituell angehauchten Entwicklungsromanen bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Anna Fischer: „Herz in Reparatur“

Pünktlich zum dritten Advent habe ich heute eine neue Buchvorstellung für euch! In den letzten Tagen habe ich den Liebesroman „Herz in Reparatur“ von Anna Fischer gelesen. Die Neuauflage des Buches ist 2018 bei Montlake Romance, Amazon Media EU S.à r.l. veröffentlicht worden, die Originalausgabe erschien unter dem gleichen Titel 2017 im Selfpublishing. Vielen Dank an dieser Stelle an den Verlag und die Autorin für die Bereitstellung eines Leseexemplares.

41rYCEGrCZL._SX337_BO1204203200_Nachdem die ehrgeizige TV-Redakteurin Emma von Carl verlassen wurde, plagt sie der Liebeskummer. Als ihr Chefredakteur dann auch noch ihr Konzept für eine Literatursendung ablehnt, und stattdessen verlangt, dass sie den ehemaligen Baseball-Star Matt MacKenzie das Einmaleins des Journalismus lehrt, gerät Emmas Leben völlig aus den Fugen. Lieber würde sie einem Affen das Sprechen beibringen wollen, als für diesen selbstverliebten Macho den Babysitter zu spielen. Doch da der Sender auf ihre Hilfe angewiesen ist, schließt sie mit Matt einen Deal: Im Gegenzug für das Journalismuscoaching bringt er Emma bei, was Männer wirklich wollen, damit sie Carls Herz zurückerobern kann.

„Herz in Reparatur“ ist ein zauberhaftes Feel-Good-Buch mit einigen unerwarteten Twists, die den Leser immer mal wieder vom, genrebedingt vorhersehbaren, Handlungsablauf abbringen. Auch wenn das (malerische) Setting in Kalifornien eher sommerlich wirkt, ist der Roman auch ein idealer Begleiter für die Weihnachtszeit. Freundschaft, Liebe und die Rückbesinnung auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind die zentralen Motive, die die Hauptfigur Emma nicht nur wiederfinden, sondern erst lernen und verinnerlichen muss.

Durch die perfekt gewählte Erzählperspektive (der Roman wird ausschließlich aus der Ich-Perspektive von Emma erzählt), gelingt es der Autorin, dass der Leser sich gut mit Emma identifizieren kann, sich mit ihr freut, mit ihr leidet – und ja, sie auch gelegentlich mal durchrütteln möchte. Ohnehin sind die Figuren vielschichtig und dreidimensional angelegt, haben Stärken und Schwächen und entwickeln sich – insbesondere Emma – im Laufe des Romanes weiter. Meine heimlichen Favoriten sind Burke und Victoria, beim etwas zu perfekten Matt MacKenzie hätte ich mir allerdings ein paar mehr Ecken und Kanten gewünscht.

Anna Fischers Schreibstil ist dabei leicht und flüssig zu lesen. Er transportiert die Gefühle zum Leser und sorgt dafür, dass man in die Geschichte gezogen wird. Gerade in den Dialogen findet sich dann auch die ein oder andere humorvolle Situation, die die Handlung auflockert. Erfrischend fand ich auch, dass mit Emma eine Protagonistin für den Roman gewählt wurde, die das dreißigste Lebensjahr bereits überschritten hat, die fest im Beruf verankert ist und über einiges an Lebenserfahrung verfügt.

Auch die Schwerpunktsetzung hat mich überrascht. Im Gegensatz zu dem immer stärker werdenden Trend in New-Adult- und Liebesromanen, wurden hier der komplette Fokus auf die Gefühle der Protagonisten gelegt und erotische Szenen lediglich vage angedeutet und komplett ausgeblendet – was mir ausnehmend gut gefallen und ideal in die Geschichte gepasst hat.

Die Buchgestaltung ist insgesamt gelungen. Lektorat und Korrektorat haben überzeugend gearbeitet, lediglich der Satz hat minimale Schwächen, die aber auch eher dem persönlichen Geschmack geschuldet sind. Das Cover ist hübsch, ich hätte mir aber etwas mehr Kreativität, etwas mehr Bezug zum Inhalt gewünscht.

Mein Fazit? „Herz in Reparatur“ ist ein überwiegend gelungener Liebesroman, der durch das malerische Setting und tolle Charaktere begeistert. Ein idealer Begleiter für den Urlaub oder für die Weihnachtszeit mit Feel-Good-Garantie – für Liebesromanleser bedenkenlos zu empfehlen.