[Buchgedanken] Jennifer L. Armentrout: „Obsidian. Schattendunkel“

Vor der Buchmesse habe ich den ersten Band der Lux-Reihe von Jennifer L. Armentrout gelesen: „Obsidian. Schattendunkel“. Die mir vorliegende Taschenbuchauflage ist 2016 bei Carlsen veröffentlicht worden, die Erstveröffentlichung erfolgte 2011 unter dem Titel „Obsidian. A Lux Novel“ bei Entangled Publishing. Neben dem eigentlichen Roman erhält das Buch zudem noch zwei Bonusgeschichten, die Kapitel der Handlung aus Sicht von Daemon darstellen. Der Roman ist am ehesten dem Genre (Young-Adult) Romantasy zuzuordnen.

51e7ohuly3l-_sy346_In „Obsidian“ verfolgt man die die Geschichte um die junge Buchbloggerin Katy. Nach dem Umzug aus dem sonnigen Florida ins eintönige West-Virginia, beschließt sie, sich bei ihren Nachbarn vorzustellen. Schnell freundet sie sich mit der quirligen Dee Black an, aber mit deren Bruder, Daemon, gerät Katy bei jedem Aufeinandertreffen aneinander. Und doch, irgendwie fühlt sie sich zu ihrem herablassenden, arroganten Nachbarn hingezogen. Sie hätte jedoch nie geahnt, dass diese eine Begegnung, ihr weiteres Schicksal für immer verändern sollte.

Mit „Obsidian“ gelingt Jennifer L. Armentrout ein überzeugender Start in eine phantastische Buchreihe (mein SuB weint bereits, da ich unbedingt weitere Bücher der Autorin lesen möchte). Der Roman ist – glücklicherweise – aus der Sicht von Katy in der Ich-Perspektive erzählt – so kann der Leser direkt in die Handlung eintauchen, sich mit Katy identifizieren und mit ihr die Mysterien um die Familie Black aufdecken. Natürlich wären Einblicke in den Kopf von Daemon, in seine Ich-Perspektive spannend, dennoch ist es richtig, diese für spätere Bücher oder für Bonusgeschichten zu reservieren.

Auch wenn Teile der Handlung durchaus vorhersehbar sind, schafft die Autorin es doch, den Leser immer wieder durch unerwartete Wendungen zu überraschen – und hält damit den Spannungsbogen hoch. Überzeugt hat mich auch das kleinstädtische, ländliche Setting, das typisch amerikanisch ist und das man sich aufgrund der vielen Fernsehserien gut vorstellen kann.

„Obsidian“ ist ein Paradebeispiel im Genre Romantasy / Paranormal Romance, guten Gewissens könnte man das Buch auch noch weiteren Genres zuordnen  (am prominentesten sicher „Jugendbuch“). Trotzdem gelingt es dem Roman, sich aus der breiten Masse an Titeln innerhalb des Genres hervorzuheben. Der Schreibstil der Autorin lässt sich leicht und flüssig lesen, er ist gefühlvoll und die Funken zwischen Katy und Daemon sprühen förmlich in jeder Zeile. Generell sind die Protagonisten – und auch die anderen Charaktere – gut ausgearbeitet (mein Favorit: Dee!). Sie alle haben Schwächen und Stärken, man leidet, fühlt und freut sich mit ihnen. Nicht zuletzt der Chemie zwischen den Protagonisten ist es zu verdanken, dass „Obsidian“ und die Lux-Reihe generell mittlerweile Kultstatus erreicht hat, und Millionen Fans weltweit begeistert (und nun weiß ich endlich, warum).

Buchsatz, Lektorat und Korrektorat sind ordentlich erfolgt, auch das Cover kann mit teils ausklappbaren Coverinnenseiten überzeugen. Die Cover der Reihe generell sind einheitlich gestaltet und haben einen hohen Wiederkennungswert.

Mein Fazit? „Obsidian. Schattendunkel“ ist ein gelungener Einstand in eine vielversprechende Buchreihe und muss sich keinesfalls vor den Genregrößen wie beispielhaft Panem oder Twilight verstecken. Der Roman überzeugt durch ein tolles Setting, dreidimensionale Charaktere, und eine spannende und funkensprühende Handlung. Für alle Liebhaber von Jugendbüchern, fantastischen Geschichten, Liebesromanen – ach was sag ich – eigentlich für jeden bedenkenlos zu empfehlen. Jennifer L. Armentrouts Bücher stehen nicht umsonst auf den Bestsellerlisten weltweit. Den Nachfolgeband Onyx habe ich auch bereits gelesen, die Rezension folgt in den nächsten Tagen.

[Buchgedanken] Trudi Canavan: „Magie“

Vor einigen Wochen habe ich endlich mal wieder ein Buch von Trudi Canavan gelesen. „Magie“ ist in der mir vorliegenden Ausgabe 2012 als Taschenbuch bei cbt erschienen, derzeit wird es von Blanvalet vertrieben (beides Verlage innerhalb der Random House Verlagsgruppe). Die Originalausgabe erschien 2009 unter dem Titel „The Magician’s Apprentice“ bei Orbit, einem Imprint der Verlagsgruppe Hachette Livre UK. Es handelt sich um eine Vorgeschichte zur Trilogie „Die Gilde der schwarzen Magier“, die ich in naher Zukunft auch re-readen werde. Der Roman ist dem Genre High-Fantasy zuzuordnen.

51bd6xzezul-_sx340_bo1204203200_Tessia, die Tochter des Dorfheilers von Mandryn, wünscht sich selbst nichts sehnlicher, als Heilerin zu werden. Als eines Tages durch Zufall offenbart wird, dass sie über magische Kräfte verfügt, nimmt Lord Dakon die junge Frau als seine Meisterschülerin zu sich. In der gefährlichen Welt der Magie muss sie schnell lernen, ihre Kräfte zu kontrollieren, denn Kyralia steht kurz vor einem Krieg mit dem Nachbarland Sachaka.

Trudi Canavan ist die Queen der High-Fantasy. Mit „Magie“ erschafft sie ein spannendes, fesselndes und hochdramatisches Epos als Vorgeschichte zu ihrer Bestsellertrilogie „Die Gilde der schwarzen Magier“, mit der ihr international der Durchbruch gelang. Besonders loben möchte ich den gelungenen Weltenbau. So sind die Gegebenheiten und die Geschichte der einzelnen Länder nicht als Prolog vorangestellt, sondern kunstvoll in die Handlung integriert, sodass der Leser zwar nur scheibchenweise davon erfährt, zu keiner Zeit aber mit Informationen überfrachtet wird. Persönlich hätte ich mir noch eine abgedruckte Karte gewünscht, aber das ist optional und vernachlässigbar.

Der Spannungsbogen wird die ganze Zeit gehalten und der Leser durch unerwartete Wendungen im Unklaren gehalten. Auch die Charaktere sind plastisch und vielschichtig dargestellt, und entwickeln sich im Laufe der Zeit weiter. Dies ist meines Erachtens nach besonders bei Jayan, aber auch bei Stara der Fall. Der Autorin gelingt es zudem, verschiedene Handlungsstränge, die weit entfernt sind, zum Ende doch kurzzeitig zusammenzuführen. Trudi Canavans Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen, und auch die Erzählperspektive ist unter Berücksichtigung der verschiedenen Handlungsstränge gut gewählt – man kann sich dennoch gut mit den einzelnen Protagonisten identifizieren.

Eine Sache kam mir jedoch etwas zu kurz. Wie die Lyrics des ersten Songs aus dem Musical Aida ausführen („Jede Fabel und Geschichte, jedes Drama, jedes Stück, handelt von demselben Thema: Was ist Liebe? Was ist Glück?“), spielt das Thema „Liebe“ eine zentrale Rolle in Geschichten, ist Motiv und treibt die Handlung voran. Nun könnte ich nachvollziehen, wenn darauf gänzlich verzichtet wird – schließlich hat die Autorin auch einen High-Fantasy-Roman und nicht im Genre Romantasy geschrieben. Das ist allerdings nicht passiert, sondern sie hat es aus meiner Sicht etwas zu halbherzig eingebaut. Hier hätte ich mir mehr gewünscht.

51z2nnk9zpl-_sx339_bo1204203200_Zur Umsetzung des Romans muss man nur wenige Worte verlieren. Cover, Buchsatz, Lektorat und Korrektorat überzeugen, wobei mir das alte cbt-Cover, das ich vorliegen habe, leicht besser gefällt als die aktuelle Blanvalet-Version (die mit den Blanvalet-Ausgaben der anderen Bücher von Trudi Canavan einhergeht) – hier zum Vergleich mal angehängt.

Mein Fazit: „Magie“ ist ein rundum gelungener High-Fantasy Roman von einer der modernen Ikonen des Genres, der durch gelungenen Weltenbau und tolle Charaktere überzeugen kann. Lediglich die eingebaute Liebesgeschichte kam mir etwas zu kurz. Für Fantasy-Liebhaber bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Manuela Inusa: „Auch donnerstags geschehen Wunder“

Ich nutze mal die Zeit, die mir das frühe Aufwachen beschert hat, um den Rezistapel etwas weiter abzubauen (aktueller Status: noch 4 Bücher zu rezensieren, inklusive diesem). Ziel ist es, ihn auf zwei zu reduzieren, bevor mit Mondschatten das nächste hinzukommt. Glücklicherweise ist das ein dicker Wälzer :D.

Manuela Inusas „Auch donnerstags geschehen Wunder“ ist – wenn ich das recht überblicke – das fünfte Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Es ist 2017 bei Blanvalet erschienen, ich besitze ein Taschenbuch der ersten Auflage. Es fällt mir allerdings schwer, „Auch donnerstags geschehen Wunder“ zu einem Genre zuzuordnen. Mit leichten Bauchschmerzen ist es am ehesten wohl ein Liebesroman, wobei man aus meiner Sicht auch gute Gründe finden würde, es dem Genre „Romantasy“ zuzuschreiben.

51aumintcal-_sx314_bo1204203200_Marianne lebt und arbeitet in Hamburg – und hat sich frisch von ihrem Freund getrennt. Ihre Leidenschaft ist das Backen, sie arbeitet im Café Wallenstein als Kellnerin und verkauft dort auch einen Teil ihrer Kekse. Als sie eines Tages mit ihrer besten Freundin Tasha über den Hamburger Dom schlendert, überredet diese die skeptische Marianne, das Zelt einer Wahrsagerin aufzusuchen. Diese erkennt sofort, dass Marianne mit ihrem ehemaligen Freund Martin nicht glücklich werden konnte, da mehr als zwei Buchstaben ihrer Vornamen übereinstimmen. Ihre wahre Liebe jedoch, würde in Schottland auf Marianne warten.

Auch wenn es schon einige Zeit her ist, dass ich „Auch donnerstags geschehen Wunder“ gelesen habe, bin ich mir immer noch nicht restlos sicher, wie ich genau zu dem Roman stehe. Das Setting – sowohl Hamburg als auch Schottland – ist traumhaft gewählt und toll beschrieben, und auch die Charaktere können im großen und ganzen überzeugen, auch wenn einige Nebenfiguren etwas zu überzeichnet sind. Insbesondere mit Colin und Marianne kann man sich gut identifizieren, sie entwickeln sich auch im Laufe der Geschichte(n) weiter.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar leicht und locker, teils witzig und lässt sich flüssig lesen. Natürlich gefällt mir als Gabaldon-Fan auch, dass Manuela Inusa öfters mal die Liebe der Hauptfigur zur Highland-Saga im Roman anklingen lässt.

Ich habe jedoch ein kleines Problem mit … – wie nenne ich es am besten? Mit dem „Was-wäre-wenn-Szenario“? Mit den alternierenden, parallelen Zeitlinien? Mit den verschiedenen Realitäten, Paralleluniversen? Als das zum ersten Mal auftrat, habe ich nach wenigen Zeilen pausiert, mehrmals vor und zurück geblättert, habe mich gefragt, ob ich das einfach nicht verstehe, oder ob dem Lektorat so ein Bock durchgerutscht ist. Erst als ich mich dann durchgerungen hatte, weiterzulesen, habe ich erkannt, worauf die Autorin abzielt. Beide Geschichten sind an und für sich spannend, haben an und für sich ihre eigenen Höhepunkte, auch wenn der dauernde Wechsel nicht ganz leicht war. Zudem fehlt es mir persönlich auch an einer echten Auflösung am Ende des Romanes – sodass ich mit dem grundsätzlichen Ausgang der Geschichte(n) zwar sehr zufrieden war, mir aber die parallelen Geschichten nicht gut genug zusammengebracht worden sind.

Lektorat und Korrektorat haben – wie üblich – überzeugt, der Buchsatz ist ebenfalls fehlerfrei. Auch das Cover ist gelungen und farbenfroh, ich hätte mir jedoch eher Marmeladenkekse auf dem Titel gewünscht als Macarons, da diese einen noch stärkeren Bezug zur Geschichte und zu Marianne besitzen würden.

Mein Fazit? „Auch donnerstags geschehen Wunder“ ist ein guter Liebesroman, der vor allem durch seine gelungenen Hauptcharaktere und ein fabelhaftes Setting zu überzeugen weiß. Ich hatte allerdings kleinere Probleme mit den parallelen Geschichten und deren Auflösung am Ende. Allein wegen Edinburgh für Schottland-Fans dennoch bedenkenlos zu empfehlen.

Seit zwei Tagen ist übrigens Manuela Inusas neuer Blanvalet-Roman, „Der kleine Teeladen zum Glück“ erschienen – der dann sicherlich zur Lit.Love 2017 auch in meinen Besitz wandert :).

[FBM2017] Tag 5 – Rekordschlange und Messeausbeute

Am Messesonntag stand für mich nach dem anstrengenden und langem Samstag nur noch eine Veranstaltung auf dem Plan, die es aber in sich hatte. Die Signierstunde von Kerstin Gier sprengte – gefühlt – alle Rekorde. Obwohl ich bereits 15 Minuten nach Messebeginn – und damit 45 Minuten vor Beginn der Signierstunde – am Fischer-Stand war, hatte die Autorin bereits damit begonnen, zu signieren, und die Schlange war bereits endlos lang. Perfekt organisiert vom Fischer Verlag, war die Schlange auf mehrere Hallenteile aufgeteilt, um keine Gänge zu verstopfen (großes Lob!). Nach etwas mehr als 2,5 Stunden konnte ich mir – in etwa als 320. Besucher – ein Exemplar von Wolkenschloss signieren lassen. Hinter mir standen übrigens noch weitere Menschenmassen, sodass Kerstin Gier statt einer Stunde mindestens vier Stunden signierte.

20171015_121710Den Rest des Tages hatte ich mir freigenommen, um kurz durch die Cosplay-Halle zu laufen (wo mir Funkos von Hermine und Laureline in die Tasche gesprungen sind – nein, ich konnte sie nicht daran hindern :D), und um Bekannte zu treffen. Ich habe mich ganz besonders darüber gefreut, dass es endlich geklappt hat und ich Sarah Ricchizzi gefunden habe. Zudem gab es Treffen mit den tollen und supernetten Kolleginnen Anna Eichenbach (Burgenwelt Verlag), Veronika Lackerbauer (Verlag Ohneohren), mit Yvonne, der guten Seele von Twentysix, und mit der kongenialen Julia Adrian.

Abschließend möchte ich Euch meine Messeausbeute zeigen (und erklären).20171016_184147

Alle Bücher rechts von „Poetische Zeiten“ (Kea von Garnier) sind (inklusive Keas Buch) signiert und zur Messe oder auf der Messe erstanden worden, oder kostenlose Leseexemplare. „Origin“ ist — leider – nicht signiert, bei „Hundert Jahre Einsamkeit“ handelt es sich um ein nicht-signiertes Rezensionsexemplar vom Bloggertreffen bei Kiepenheuer & Witsch. „Licht und Schatten, Band 2“ ist ein signiertes Rezensionsexemplar direkt von der Autorin, und „Wenn alte Wellen singen“ sowie „Luther. Aus dem Leben einer Legende“ sind meine eigenen Exemplare, die ich mir von Mit-Autorinnen signieren ließ.

Insgesamt eine tolle Messe. Ich kann die nächste kaum erwarten. Im Messejahr geht es für mich in ziemlich genau einem Monat weiter mit dem Lit.Love.Lesefestival in München. Vielleicht sehe ich ja den einen oder anderen von euch dort.

[FBM2017] Tag 4 – Der Showdown der Superstars

20171014_095613Am Messesamstag kam es zum großen Starauflauf auf und neben der Frankfurter Buchmesse. Mein Tag begann mit einem exklusiven Meet & Greet für Leser und Blogger mit Jennifer L. Armentrout, zu dem es noch einen ausführlichen Beitrag im Rahmen der Aktion #AmazingArmentrout geben wird. Nur bereits so viel vorab – es war genial <3.

Auf der Messe angekommen, freute ich mich dann besonders darüber, dass Caroline Brinkmann spontan ein kleines Meet & Greet am Bastei Lübbe Stand abhielt und dort auch ihr neuestes Werk, „Die Perfekten“, signierte, worauf ich mich seit der Litblog Convention gefreut habe. Cari war nicht nur (mehr oder minder) im Cosplay erschienen, sondern auch supernett und zugänglich. Der zweite Teil ihrer Reihe wird 2018 erscheinen.20171014_134313

Dann begann auch schon der stressige Teil des Tages. Die nächsten zwei Stunden verbrachte ich stehend in der prallen Sonne vor der Open Stage. Bill Mockridge und Margie Kinsky stellten ihr Buch „Hurra, wir lieben noch!“ auf eine witzige und unterhaltsame Weise vor. Das bekam ich allerdings nur mit, weil ich mich bereits jetzt an die Bühne gekämpft hatte, um bei den nächsten beiden Veranstaltungen vor Ort zu sein. Nach Bill und Margie trat nämlich Nicholas Sparks auf. Ja, der Nicholas Sparks. Frisch eingeflogen aus Amerika stellte er sein neuestes Buch „Seit du bei mir bist“ vor, wie immer eine Liebesgeschichte aus North Carolina, allerdings mit tragischen Elementen 20171014_142210und einer starken Familiengeschichte. Auch er war überraschend witzig.

Anschließend das Bühnenhighlight des Nachmittags. Cassandra Clare, die Autorin, unter anderem der „City of Bones“-Reihe, gab sich die Ehre – die Lesung der deutschen Texte übernahm der Schauspieler Bastian Hagen. Moderiert wurde die Veranstaltung von niemand geringerem als Mona Kasten, selbst Bestsellerautorin und großer Fan von Cassandra 20171014_143454(0)Clare. Eine tolle und sympathische Gesprächsrunde mit informativen und witzigen, spannenden und kuriosen Fragen entwickelte sich, nicht zuletzt dank der genialen Moderation von Mona. Cassandra Clare gab nicht nur Einblicke in ihr aktuelles Werk, sondern stellte viele weitere Bücher in Aussicht, was zu kurzem Hyperventilieren auf der Bühne und in weiten Teilen des Publikums sorgte. Was für eine geniale Veranstaltung!

Danach kämpfte ich mich durch die gefüllte Halle 3.0 zum Carlsen-Stand, um mich bei der Signierstunde von Valentina Fast anzustellen, ich war natürlich bereits sehr spät dran, die Wartezeit betrug etwa 75 Minuten. Sie signierte (und verkaufte, sogar vor dem offiziellen fErscheinungstermin) den zweiten Band von „Royal“ und den ersten Band von „Belle et la magie“ als Taschenbuch. Insbesondere Royal konnte ich kaum erwarten, und freue mich schon darauf, mich wieder in die Geschichte zu stürzen.

Am Abend nutzte ich dann die – einmalige – Gelegenheit, Dan Brown live zu sehen, meine einzige Abendveranstaltung der Woche. Vor knapp 2.000 Menschen stellte der Autor seinen neuen Langdon-Roman „Origin“ vor, sprach über Moderne Kunst und das Verhältnis zwischen Religion und Wissenschaft. Die deutschen Passagen wurden großartig vom Tatort-Kommissar und Theaterschauspieler Wolfram Koch gelesen, die Moderation übernahm Alf Mentzer von hr2. Ein toller, viel zu kurzer, Abend, der – zurecht – in Standing Ovations für den Autoren gipfelte, was in der Literatur nicht alle Tage vorkommt.20171014_190757

Nach einer Vollsperrung des Heidelberger Hauptbahnhofes kehrte ich dann gegen 23.00 Uhr nach Hause zurück, um noch ein wenig Schlaf vor dem letzten Messetag zu erwischen, auf dem mich Kerstin Gier erwartete. Dan Brown, Cassandra Clare, Jennifer L. Armentrout, Nicholas Sparks, Caroline Brinkmann, Bill Mockridge, Margie Kinsky, Valentina Fast. Was war das nur für ein Tag!

[FBM2017] Tag 3 – Zeit für (F)Eierlikör

Am dritten Messetag kam die Messe schlussendlich richtig ins Rollen. Zwar startete ich gemütlich in den Vormittag, den ich mir größtenteils für Treffen freigehalten habe. Ich habe mich sehr gefreut, zum einen Manuela Schörghofer wiederzutreffen, die ich aus gemeinsamen Projekten im Burgenwelt Verlag kenne, und zum anderen mit Stella Delaney eine ebenfalls supernette Kollegin kennenzulernen, die unter anderem für das Schreibmeer bloggt.

Im Verlauf des Vormittags besuchte ich ebenfalls noch meine – am dritten 20171013_113550Fachbesuchertag zum letzten Mal obligatorische – Weiterbildungsveranstaltung, die sehr interessant war. Sebastian Pirling, Fantasy Lektor bei Random House, referierte für Twentysix zum Thema „Konflikte bei Charakteren“. Quintessenz war: Jeder Charakter ist nur so stark, wie die antagonistischen Kräfte, die er überwinden muss, jede Geschichte nur so stark, wie die Konflikte, die in ihr vorkommen. Ein wirklich rundum gelungener Vortrag mit anschaulichen Beispielen, Lektüreempfehlungen und vielem mehr.

Heute fing ich auch zum ersten Mal an, mir als begeisterter Leser neugekaufte Bücher signieren zu lassen. Den Start machten Nina MacKay und Coverdesignerin Marie Graßhoff für „Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“. Nach der Mittagspause ließ ich mir dann noch die neue Anthologie, ebenfalls aus dem Drachenmondverlag, „In Hexenwäldern und Feentürmen“ von neun beteiligten Autoren (unter anderem Christian Handel, Katharina Seck, Julia Adrian und Nina Blazon) und vom Covergott Alexander Kopainski höchstpersönlich signieren. Planmäßig folgen an den nächsten beiden Tagen auch nur noch sechs weitere Bücher (Kerstin Gier, Jennifer L. Armentrout, Caroline Brinkmann und Valentina Fast), es hält sich dieses Jahr daher in Grenzen.

20171013_145128Im Anschluss an die zweite Signierstunde ging es für mich zum Bloggertreffen, zu dem der Verlag „Kiepenheuer & Witsch“ geladen hatte. Dort wurde von der Übersetzerin Dagmar Ploetz die von ihr neubearbeitete Auflage von „Hundert Jahre Einsamkeit“, dem Jahrhundertroman von Gabriel Garcia Marquez, vorgestellt. In zwangloser Runde plauderte sie, moderiert von Ulrike Meier, über das Buch und ihre Arbeit – und zeigte sich auch an der Welt der Buchblogs ehrlich interessiert. Aufgrund des kleinen Kreises mal ein ganz anderes Event, aber nicht minder spannend.

Nach einer kurzen Pause kam dann der Abschluss – und, wenn man die Menschenmassen und den Geräuschpegel beachtet, wohl der Höhepunkt des Tages. Udo Lindenberg spielte auf der Open Stage. Nachdem er kurz das Fotobuch gezeigt hatte, das von seinen Auftritten der letzten vier Jahre entstanden ist, spielte er für eine gute halbe Stunde einige seiner größten Hits. Neben „Cello“, „Hinterm Horizont geht’s weiter“ und „Candy Jane“ durfte natürlich „Ich mach mein Ding“ auch nicht fehlen. Eierlikör trinkend – den Udo kurzerhand zum Feierlikör umtaufte – und Zigarre rauchend tänzelte er gewohnt gelenkig über die Bühne. Neben einigen Bandmitgliedern hatte er auch weitere Teile seines regulären Tourteams dabei. Ein Wahnsinn. Vom Gedränge wahrscheinlich ein guter Ausblick auf die nächsten beiden Tage.

20171013_174021

Apropos Ausblick. Morgen muss ich noch eine Stunde früher das Haus verlassen, da ich um neun nicht an der Messe sein muss, sondern in der Frankfurter Innenstadt. Dort findet nämlich das Leser-Blogger-Frühstück mit Jennifer L. Armentrout statt, zu dem ich eingeladen bin. Ich kann es kaum erwarten. Da Abends allerdings noch die Abendveranstaltung mit Dan Brown ist, wird es ein verdammt harter Tag. Ich bitte bereits jetzt um Nachsicht, dass ich den Tagesbericht dann nachreichen werde, da ich wohl kaum vor Mitternacht, nach etwa achtzehn Stunden, wieder zuhause bin :). In dem Sinne wünsche ich Euch ein schönes Wochenende 🙂

[FBM2017] Tag 2 – Entspannt durchs Programm

Obwohl heute schon mehr auf dem Plan stand als gestern, hatte ich doch das Gefühl, dass ich das Programm heute etwas entspannter hinter mich gebracht habe. Aber das ist eh nur die Ruhe vor dem Sturm, der ab dem Wochenende losgeht.

20171012_100417Als erster Programmpunkt stand heute eine Buchvorstellung eines emerierten Professors meiner Alma Mater an. Prof. Gerd Theißen präsentierte seinen Roman „Der Anwalt des Paulus“, eine Darstellung und Auseinandersetzung mit dem Wirken des Apostels in Romanform. Durchaus mal etwas anderes, aber nicht minder spannend.

Bevor es dann weiter zum nächsten Programmpunkt ging, schrieb ich traditionell eine 20171012_123527Rezension aus dem Pressezentrum der Messe (kann hier abgerufen werden), ein Foto davon befindet sich in der Bildersammlung am Ende des Posts. Im Anschluss hatte ich die Chance, der Buchvorstellung von Julia Wolfs „Walter Nowak bleibt liegen“ zu lauschen, die ihr neuestes Werk auf der ARD-Bühne präsentierte, moderiert von Bärbel Schäfer. Allein die kurz vorgetragene Textstelle zeugte von so unglaublichem Sprachgefühl und -Verstand, dass ich mir (wie viele andere) immer noch verwundert die Augen reibe, dass das Buch den Sprung von der Longlist auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises verpasst hat.

Dann kam auch schon das Tageshighlight: Die Verleihung des Kindle-Storyteller-Awards und die Verleihung des Kindle-Storyteller-X-Awards. Fangen wir mit letzterem an. Der Storyteller-X-Award wird für außergewöhnliche, mutige und experimentelle Texte vergeben und gewonnen hat: Toralf Sperschneider mit „Kleine Kreise EGOismen“. Sehr schade, denn mit Kea von Garnier war eine Lyrikerin nominiert. LYRIK! Im Selfpublisher-Bereich. Auf der großen Bühne. Dass ich das noch erleben durfte (Bild von ihr mit dem Finalistenaward am Beitragsende). Mit der Verleihung des „richtigen“ Storyteller-Awards war ich indes hochzufrieden – die Gala wurde übrigens von Nazan Eckes moderiert. Gegen eine starke Konkurrenz aus u.a. Emma Wagner und Elke Bergsma setzte sich zuletzt Fantasy-Autorin, und fantastischer Leseherbst-/Lesefrühlings-Mitorganisatorin Mira Valentin 20171012_134000durch, die im Cosplay zu ihrem Buch „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ erschienen war. Im Anschluss wurden fleißig Rezensions-/Leseexemplare von Amazon bereitgestellt und signiert. Ich habe allerdings nicht die Bücher aller acht Finalisten mitgenommen, sondern neben den Siegertiteln nur noch die, die mich wirklich interessiert haben (Emma Wagner, Kea von Garnier und einen weiteren Finalistentitel des X-Awards von Kera Rachel Cook). Ein Bild aller Bücher, die ich mir signieren lassen habe, ist ebenfalls am Beitragsende zu finden.

Am frühen Nachmittag dann meine obligatorische Weiterbildungsveranstaltung des 20171012_150409(0)Tages, organisiert von BoD zum Thema Blogger-Relations. Die Beauftrage für Blogrelations Ute Nöth (Carlsen), die Autorin Sarah Saxx, die Bloggerin Anabelle Stehl (stehlblueten.de) und der Moderator Thorsten Simon (BoD) diskutierten leidenschaftlich, auch unter Einbindung des Publikums, über die Zusammenarbeit von Autoren, Verlagen und Bloggern, über Wünsche und No Go’s. Eine tolle Veranstaltung, die ich ja auch im letzten Jahr bereits besucht hatte (damals mit Laura Newman für die Autorenseite).

Zum Abschluss ließ ich es mir nicht nehmen, die Veranstaltung eines der 20171012_163528deutschsprachigen Schriftsteller der letzten Jahre zu besuchen. Auf dem Blauen Sofa hatte Daniel Kehlmann Platz genommen, um sein neuestes Werk „Tyll“ vorzustellen, ein historisches Buch zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Die erste Veranstaltung, die so voll war, dass ich keinen Sitzplatz mehr bekommen habe :D. Danach ließ ich die Messe gemütlich ausklingen und schlenderte ein erstes Mal durch die Halle des Ehrengastes, Frankreich. Oh, und ich wurde heute zum ersten Mal auf meine Ravenclaw-Utensilien angesprochen – nicht wie erwartet von einem Blogger oder Zeilenspringer, sondern von einer der Betreuerinnen im Pressebereich. Ich habe ihr bereits für Sonntag meinen Schal angekündigt 😀 – nun muss ich ihn wohl dann auch tragen, oh man, das wird heiß.

Hier noch die versprochenen weiteren Messeimpressionen, heute allerdings nur ein paar wenige.