[Buchgedanken] Alexandra Stewart: „So kommt das Gute in die Welt“

Vor kurzem habe ich auch „So kommt das Gute in die Welt“ von Alexandra Stewart gelesen. Das von Jake Alexander illustrierte Buch ist 2023 bei Midas Kinderbuch in der Midas Verlag AG erschienen, die Originalausgabe wurde 2023 unter dem Titel „Let’s Fill This World with Kindness“ bei Thames & Hudson Ltd. veröffentlicht. Das Buch ist als illustriertes Sachbuch für Kinder einzuordnen, für die Übersetzung zeichnet Claudia Koch verantwortlich. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für den Buchgewinn einer Buchverlosung auf Lovelybooks.de.

Sie zeigen Güte und Engagement im Alltag und beweisen Mut in der Krise: Die Heldinnen und Helden, die wir in diesem Buch kennenlernen dürfen, entscheiden sich bewusst für den Altruismus und das Gute, auch wenn es ihnen Nachteile bringen könnte. Diese Menschen zeigen uns mit ihrem beispielhaften Einsatz, dass das Gute – trotz allem – in der Welt wirksam sein kann.

„So kommt das Gute in die Welt“ ist ein illustriertes Sachbuch, das seitens des Verlags für Kinder ab 10 Jahren empfohlen wird. Dabei stellt das Buch nicht nur in kurzer Zusammenfassung anekdotisch Episoden gelebter Freundlichkeit vor, sondern gruppiert diese thematisch und beendet die Abschnitte jeweils mit Fragen, die zur Reflektion und zum Nachdenken anregen sollen – eine innovative Idee, auch wenn so der Charakter des erklärenden Sachbuchs etwas durchbrochen wird. Zudem runden am Ende des Buches die Lebensläufe bekannter Personen das Thema ab.

Die vorgestellten Anekdoten reichen von weltbekannten Persönlichkeiten bis hin zu unbekannteren Helden und werden auf altersgerechte Weise präsentiert – auch die tollen Illustrationen von Jake Alexander runden das Gesamtbild ab. Allerdings vermag die Schwerpunktsetzung hier nicht gänzlich zu überzeugen. Während alle Themen relativ gleich verteilt sind, wird dem Thema „Freundlichkeit und Tradition“ die doppelte Länge eingeräumt – das hätte man durchaus gerechter verteilen können.

Alexandra Stewarts Schreibstil ist dabei zielgruppenorientiert und altersgerecht, teilweise fast zu jugendlich. Auch hätte man auf die einleitende Rahmenhandlung gut verzichten können – die Episoden der Freundlichkeit sind, auch für die Zielgruppe, ohne den fiktiven Besuch von Aliens, die einen Blick auf die Welt werfen, durchaus verständlich.

Die Buchgestaltung ist gelungen. Lektorat und Korrektorat haben sauber gearbeitet, der Buchsatz sorgt für einen toll gesetzten Mix aus Bild und Text. Der Buchdeckel ist auf Cover und Buchrücken hochwertig geprägt und mit farbigen Coverinnenseiten versehen. Insgesamt wirken das Cover und die Coverrückseite zwar sehr farbenfroh, allerdings doch auch sehr überladen und unaufgeräumt.

Mein Fazit? „So kommt das Gute in die Welt“ ist ein im Wesentlichen gelungenes Kindersachbuch, das mit tollen Illustrationen und inspirierenden Anekdoten glänzt, aber teils die Schwerpunkte nicht nachvollziehbar setzt. Für Kinder ab dem vom Verlag angegebenen Lesealter von 10 Jahren bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Daniel Haas: „Hip-Hop. 100 Seiten“

Vor kurzem habe ich auch „Hip-Hop. 100 Seiten“ von Daniel Haas gelesen. Das Buch ist 2023 in der Philipp Reclam jun. Verlag GmbH erschienen und als Sachbuch einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Das erfolgreichste Musikgenre der Welt. Große Skandale, schillernde Persönlichkeiten, eine Revolution des Sounds. Und Texte, die auch an Universitäten interpretiert werden. All das ist Hip-Hop. Doch warum hören Menschen aller Nationen, Milieus und Altersgruppen diese Musik? Wer sind die prägenden Künstlerinnen und Künstler, die das Genre so lukrativ, innovativ und kulturell wirkmächtig gemacht haben?

„Hip-Hop. 100 Seiten“ ist – wie der Titel schon sagt – einer der Bände der 100-Seiten-Reihe von Reclam. Dabei ist das Buch – natürlich – als Sachbuch einzuordnen, auch wenn es eher einen knappen Abriss bildet, aufgrund der Kürze natürlich nicht vertieft und/oder wissenschaftlich auf die einzelnen Themen eingehen kann.

Dennoch bietet das Buch einen guten Überblick über die Entwicklung des Hip-Hops, konzentriert sich dabei richtigerweise vollständig auf das Rappen – und auf die Länder/Märkte USA und Deutschland. Hierbei ist allerdings die Schwerpunktsetzung aus meiner Sicht nicht ganz ideal, einige Themen werden nur kurz angerissen, während es teils mehrfach zu Wiederholungen kommt – und einiges auch sehr subjektiv aus Sicht des Autors interpretiert wird.

Dabei wird der Text durch einige, schwarz-weiße Bilder unterstützt und illustriert, hier hätte man auch eine andere Auswahl treffen, andere Akzente setzen können. Zudem wird das Buch durch eine Playlist ergänzt, die in 20 Songs ebenfalls einen groben Überblick über die im Buch vorgestellten Künstler bietet, sodass man durchaus einen multimedialen Ansatz hier erkennen kann.

Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben sauber gearbeitet, die Gestaltung des Covers und Buchumschlages ist sachlich, schlicht und entspricht dem Reihendesign. Auch passt sich das Buch nicht nur gut in die 100-Seiten-Reihe, sondern generell in die Riege der Reclam-Bücher ein.

Mein Fazit? „Hip-Hop. 100 Seiten“ ist ein guter Kurzüberblick über die Entwicklung der Rapmusik in den USA und Deutschland, die Schwerpunktsetzung hätte aber besser sein können. Als Einstieg ins Thema bedenkenlos zu empfehlen.

Aus Mainz in die Steiermark | Doppelte Emons-Buchpost

Bevor es in den nächsten Tagen mit einigen Rezensionen und Messeneuzugängen weitergeht, möchte ich Euch heute noch zwei Bücher zeigen, die mich vor kurzem als Rezensionsexemplare im Rahmen von Leserunden auf Lovelybooks.de erreichten – vielen Dank dafür! „Gottes Plagen“ von Robert Preis (Emons Verlag GmbH) ist ein historischer Roman, der in die mittelalterliche Steiermark entführt, „Ein Mord – drei Tote“ von Ingo Bartsch (GRAFIT in der Emons Verlag GmbH) ein Kriminalroman, der im beschaulichen Mainz spielt. Ich bin schon ganz auf die (literarischen) Reisen an die Handlungsorte gespannt!

In welchem Land würdet Ihr Euren Roman spielen lassen?

[FBM2023] Meine Messeausbeute

Heute möchte ich Euch noch meine Ausbeute der diesjährigen Frankfurter Buchmesse zeigen. Auch wenn ich bis heute nicht weiß, wie es mir gelungen ist, die ganzen Bücher zurück- und größtenteils bereits hinzutragen (es sind ja nicht alle abgebildet, ich hatte auch noch Bücher zum Lesen mit dabei), bin ich doch froh, dass es klappte, alle hier aufgestapelten Bücher signieren zu lassen. Lediglich ein Buch fiel dieses Jahr durchs Raster und ist daher nicht abgebildet – aufgrund einer Erkrankung konnte Eva Völler die Messe leider nicht besuchen, mein Exemplar von „Die Dorfschullehrerin – Was das Schicksal will“ muss daher noch warten :).

In den nächsten Bildern findet Ihr noch meine signierten Bücher aufgeteilt auf die Messetage Mittwoch (oben links), Donnerstag (oben mittig), Freitag (oben rechts), Samstag (mittig links), Sonntag (mittig), die Neuzugänge (auf der Messe gekauft oder als Leseexemplare erhalten, mittig rechts), die signierten Karten und Exlibris/Bookplates (unten links), die Goodies (unten mittig) und die erhaltenen Beutel (unten rechts).

Welche Bücher sind auf der Messe bei Euch neu eingezogen?

[Buchgedanken] Rachel Yoder: „Nightbitch“

Vor kurzem habe ich auch „Nightbitch“ von Rachel Yoder gelesen. Das Buch ist 2023 bei Klett-Cotta, J. G. Cotta’sche Buchhandlung Nachfolger GmbH erschienen, die Originalausgabe wurde 2021 unter gleichem Titel im Verlag Doubleday, New York, veröffentlicht. Der Roman ist als Gegenwartsliteratur einzuordnen, für die Übersetzung zeichnet Eva Bonné verantwortlich. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Eine junge Mutter legt ihre eigene Karriere auf Eis, um sich um ihren Sohn zu kümmern. Ein Knochenjob zwischen Holzeisenbahn und Lätzchen. Doch als sie körperliche Veränderungen feststellt – geschärfte Eckzähne und Haare, die sich wie Fellbüschel anfühlen – entdeckt sie eine unbekannte, animalische Seite an sich. Je stärker sich die rationale Künstlerin auf ihre Verwandlung einlässt, desto natürlicher gestaltet sich die Beziehung zu ihrem Kind. Doch wie soll sie es ihrem Mann erklären, dass der Sohn neuerdings im Hundekorb schläft und statt Joghurt und Cornflakes lieber rohes Fleisch frühstücken möchte?

„Nightbitch“ ist … ja was eigentlich? Ich bleibe jedenfalls als Leser etwas ratlos zurück. Der Debütroman von Rachel Yoder – umjubelt und hochdekoriert – lässt sich in keine Schublade pressen, ist unkonventionell, feministisch und brutal, gleichzeitig aber auch irritierend mystisch, erschreckend und teils unverständlich. Ich habe ihn hierbei als Gegenwartsliteratur eingruppiert, wobei sich sicherlich auch Argumente für andere Genrezuschreibungen finden lassen.

Aussagen zur Handlung sind hier nicht so leicht zu treffen, da Realität und Einbildung auf mehreren Ebenen verschwimmen – eine klare Linie ist jedenfalls nicht ersichtlich. Zudem baut das Buch zum Ende hin hier auch noch einmal stark ab, die immer größeren Eskalationsspiralen sind irgendwann doch zu viel und verstörend. Dabei wird jedoch nicht verkannt, dass das Buch unglaublich wichtige Themen anspricht und Fragen aufwirft, die wir uns alle stellen sollten.

Das Setting vermag im Wesentlichen zu überzeugen, porträtiert Rachel Yoder doch das typisch-amerikanische städtische und familiäre Idyll, zwischen Spiel- und Hundeplatz, Einfamilienhaus und Müttergruppen, zwischen Bibliotheken, Vernissagen und Verkaufsveranstaltungen und hinterfragt dieses gesellschaftskritisch, insbesondere im Hinblick auf klassische und überkommene Rollenverteilungen, die teils noch viel zu stark in der Gesellschaft verankert sind.

Auch Aussagen zu den Figuren sind kaum möglich, ist der Cast doch stark begrenzt und Nightbitch als Protagonistin verstörend ungreifbar. Allerdings vermag der Mann nicht zu überzeugen, die ständige Gleichgültigkeit, das Desinteresse wirkt irgendwann doch stark überzeichnet und nicht mehr realistisch. Rachel Yoders Schreibstil hingegen brilliert und sorgt für das einzige, wirkliche Highlight des Buches: die Sprache. Rachel Yoder schreibt schonungslos ehrlich, pointiert und unglaublich bildhaft – ein Lichtblick auf nach dem Debüt folgende Romane – ich würde ihr jedenfalls eine weitere Chance geben.

Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat und Korrektorat haben sauber gearbeitet, der Buchsatz ist ordentlich und verdient sich ein Lob dafür, jeden Abschnitt auf einer ungeraden Seite zu beginnen. Das Cover ist ein wahrer Eyecatcher und passt zum Inhalt des Buches, Buchrücken und Coverrückseite sind hier allerdings etwas eintönig und ideenlos, das unter dem Umschlag befindliche Buch ist schlicht.

Mein Fazit? „Nightbitch“ ist ein Debütroman, der sprachlich brilliert, aber sich selbst verliert, unverständlich bleibt und zum Ende hin eskaliert, aber dadurch abbaut. Für Liebhaber sprachlich starker Werke noch zu empfehlen – definitiv aber nichts für zartbesaitete Leser:innen und erst ab einem Lesealter von 16 Jahren.

Von Lost Places und gefährlichen Inseln | Lovelybooks-Buchpost

Vor kurzem erreichten mich auch diese beiden Bücher als Rezensionsexemplare im Rahmen von Leserunden auf Lovelybooks.de – vielen Dank dafür! „Lost & Dark Places – Odenwald“ von Cornelia Lohs (Bruckmann Verlag) ist mein zweites Buch der Reihe und stellt 33 vergessene, verlassene und unheimliche Orte in meiner Umgebung vor, während „Endzeit – Die Todesinsel“ von Livia Pipes (Selfpublishing) ein Survivalthriller mit futuristischem Setting ist. Ich bin schon ganz gespannt darauf, neue Orte zu entdecken, und in die dunkle Zukunft einzutauchen!

Welches Buch ist zuletzt bei Euch eingezogen?

[Buchgedanken] Maja Schendel: „The Sky Above Us“

Vor kurzem habe ich auch „The Sky Above Us“ von Maja Schendel gelesen. Das Buch ist 2023 im Wilhelm Goldmann Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH erschienen und als New Adult Romance einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Für Sky ist es die Chance ihres Lebens: Der angesagte Freeclimber Eric Knox will, dass sie den Filmdreh leitet, wenn er die gefährlichste Felswand im Yosemite Nationalpark erklettert. Fast 1000 Meter. Ohne Sicherung! Absolut verrückt, findet Sky. Doch mit dieser Doku könnte sie sich an der legendären Filmschule in L.A. bewerben. Sky sagt zu, obwohl allein der Gedanke an die Dreharbeiten schreckliche Erinnerungen in ihr wachruft. Im Yosemite angekommen, ist Sky überwältigt von der atemberaubenden Natur – und von Eric. Mit jedem Drehtag kommen sich die beiden näher, und bald muss sich Sky fragen: Kann sie Regie führen, wenn Eric zwischen Leben und Tod schwebt?

„The Sky Above Us“ ist der Debütroman von Maja Schendel – und als solcher ein wirklich gelungener Start für die Autorin. Dabei wird der Roman als New Adult Romance beworben, auch wenn hierbei genreuntypisch die erotischen Szenen doch eher zurückhaltend behandelt werden, teils sogar ausgeblendet wird. Dennoch habe ich es, auch aufgrund des Alters der Protagonisten, bei der Genreeinteilung belassen, da es für andere Möglichkeiten weniger belastbare Anhaltspunkte gibt.

Die Handlung ist spannend und kurzweilig, wenn auch genrebedingt durchaus teilweise vorhersehbar. Dabei mischt die Autorin die Liebesgeschichte gut mit wichtigen und teils düsteren Themen wie Trauer, Traumata, Zwangsstörungen und Überfürsorglichkeit zu einem tollen Gesamtpaket, bei dem trotz der schweren Themen nie der Fokus von der Liebesgeschichte weggeht. Einziger kleiner Wermutstropfen ist hier das Ende, das durchaus etwas runder und realistischer gestaltet hätte werden können.

Das Setting ist brillant. So entführt die Autorin den Leser in den Yosemite Park, in die Wildnis zwischen bildschönen Wasserfällen und rauen Felsformationen; in die Welt des Sportkletterns und Extremsports. Dabei kann der Roman nicht nur aufgrund der wunderschönen Naturbeschreibungen glänzen, sondern auch aufgrund der Einblicke in den Klettersport und die Filmproduktion, die durchaus authentisch anmuten und auf eine solide Recherche schließen lassen.

Die einzelnen Figuren sind im Wesentlichen vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Dabei kann durchaus der ganze Cast überzeugen – fast alle Figuren wachsen dem Leser ans Herz und sind spannende und interessante Charaktere. Mich haben hier neben Sky vor allem Cat, Antonio und Emma begeistert – und auch Lupin habe ich als kleinen Leserliebling ins Herz geschlossen. Maja Schendels Schreibstil ist dabei leicht und flüssig zu lesen, sehr gefühlvoll und lässt das Kopfkino sofort anspringen.

Die Buchgestaltung kann ebenfalls glänzen. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben sauber gearbeitet, der Buchumschlag ist auf dem Cover und Buchrücken leicht geprägt und mit Klappen und toll gestalteten, farbigen Coverinnenseiten versehen. Das Titelbild ist ein wahrer Eyecatcher, farblich ein Traum und mit goldenen Applikationen versehen, und zieht sich nahtlos über Buchrücken und Coverrückseite, sodass ein tolles Gesamtbild entsteht – wirklich wunderschön.

Mein Fazit? „The Sky Above Us“ ist ein wundervolles Debüt, ein toller New-Adult-Roman, der vor allem mit starken Charakteren und einem brillanten Setting punkten kann. Für Leser des Genres bedenkenlos zu empfehlen – ab einem Lesealter von etwa 15 Jahren.

[FBM2023] Tag 5 – Ein magischer Abschluss

Am Sonntag endete bereits die diesjährige Frankfurter Buchmesse – und auch wenn der Messeblues langsam einsetzt, freue ich mich, heute noch einmal auf einen letzten, magischen Messetag zurückzublicken, mit: Anabelle Stehl, Elias Haller, Alexander Hartung, Dirk Trost, Alicia Zett, Yasmin Shakarami, Julia Dippel, Dagmar Bittner und Rufus Beck.

Dabei begann der Tag direkt mit einem absoluten Highlight: einer Signierstunde mit der wundervollen Anabelle Stehl für den LYX Verlag. Anabelle (unten links abgebildet), ebenfalls riesiger Taylor Swift Fan, nahm sich viel Zeit für die Leser:innen, stand auch für Fotos zur Verfügung und war im Gespräch genau so sympathisch, wie man es von den ganzen Lesungen vermuten konnte. Im Anschluss besuchte ich zudem einen Talk für Amazon Publishing zum Thema „Das perfekte Verbrechen“ mit Alexander Hartung, Dirk Trost und Elias Haller, von dem ich mir auch sein neuestes Buch „Rotkäppchen lügt“ signieren ließ.

Danach ging es für mich zum ersten mal an die Open Stage. Trotz schlechtem Wetter war der Bereich gut besucht – und das lag nicht zuletzt daran, dass Julia Dippel dort ihren neuen Roman „A Song to Raise a Storm“ (Thieneann-Esslinger) vorstellte. Gemeinsam mit der Hörbuchsprecherin Dagmar Bittner las sie einige Szenen aus dem Buch – unglaublich humorvoll! Auch im Anschluss stand dann wieder eine Signierstunde auf dem Plan – für den One Verlag (Bastei Lübbe AG) signierte Alicia Zett (unten rechts abgebildet) den zweiten Band ihrer tollen „Liebe ist“-Reihe ums Internat Schloss Mare: „Wie Melodien im Wind“. Ich bin schon ganz auf die Fortsetzung zu „Wie Wellen im Sturm“ gespannt!

Mein Nachmittag begann mit einer literarischen Neuentdeckung der Messe. Nachdem ich schon öfters auf das wunderschöne Buch „Tokioregen“ (cbj) in Buchhandlungen getroffen bin, lernte ich auf der Messe am Freitag erstmals dessen hochsympathische Autorin, Yasmin Shakarami, kennen, sodass ich mich spontan entschloss, am Sonntag auch eine richtige Buchpräsentation mit ihr zu besuchen. In der 30-Minuten-WG von Stern und der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH stellte sie nicht nur das Buch vor, sondern sprach auch über ihre Zeit in Tokio, ihre Erlebnisse – und … sang? Das war das Einzige, was misslang – denn der Versuch, schlecht zu singen, war, zumindest im Vergleich zum Moderator David Baum, bereits von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

Am Nachmittag wurde es dann magisch, denn ich wurde, wie viele andere, zurück in meine Kindheit versetzt. Rufus Beck, der legendäre Hörbuchsprecher der Harry-Potter-Bücher, nahm auf der Literaturbühne Platz und sprach zum 25-jährigen Jubiläum der Bücher mit Salwa Houmsi über die Anfänge der Reihe. Im Anschluss signierte er zudem noch am Infodesk Autogrammkarten – eine tolle Überraschung und ein gelungener Abschluss meiner Signierstunden und Meet & Greets: Missetat begangen!

Zum Ausklang des Tages – und der Messe insgesamt – sah ich mir dann noch einen Cosplay Catwalk auf der Open Stage an, schlenderte durch die Hallen und sog soviel Atmosphäre auf, wie ich konnte, denn bis zur nächsten Messe dauert es noch einige Zeit. Immerhin besuche ich übermorgen noch eine Lesung von Ayla Dade in Mannheim – sodass ich mich noch nicht ganz von dem Messegefühl verabschieden muss.

Was waren Eure Highlights? Welche Messe steht bei Euch als nächstes an?

[FBM2023] Tag 4 – Volle Hallen, viele Superstars und ein wahrgewordener Traum

Am Samstag stand der vierte Tag der Frankfurter Buchmesse an, ein Tag voller Superstars und mit einem sehnsüchtig erwarteten Comeback; also ein Tag mit: Otto Waalkes, Cornelia Funke, Ulla Scheler (rechts abgebildet), Sarah Sprinz, Karen M. McManus, Bianca Iosivoni, Maren Vivien Haase, Petra Durst-Benning, Jan Weiler, Tina Schlegel, Diana Menschig und Margit Ruile, also mit einer unglaublichen Vielzahl an Autor:innen – ein Wunder, dass ich wirklich alle mir vorgenommenen Termine und Begegnungen für diesen Tag geschafft habe!

Nachdem ich gleich zu Beginn des Tages Diana Menschig am PAN-Stand besuchte und Karen M. McManus (unten abgebildet) in der neuen „Meet the Author“-Area traf und mir von beiden ein Buch signieren ließ, stand als erste Veranstaltung des Tages eine Buchvorstellung von Petra Durst-Benning an, die mit „Alte Hoffnung, neue Wege“ den zweiten Band ihrer Köchinnen-Reihe in der 30-Minuten-WG von Stern und der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH vorstellte. Immer wieder ein Highlight, bedenkt man, dass Petra als eine der wenigen deutschen Autorinnen auch in den USA ein Millionenpublikum an Lesern begeistert.

Und dann … dann war es endlich soweit. Ulla Scheler ist zurück – und wie! Nach fünf Jahren Abstinenz stellte sie, ebenfalls in der 30-Minuten-WG, ihren lang erwarteten neuen Roman „Acht Wölfe“ vor, ihr erstes All-Age-Buch, das nicht nur mich restlos begeistert zurückgelassen hat, sondern auch der Auftritt auf der Bühne war erneut super sympathisch, authentisch und natürlich. Bitte mehr davon – und bitte nicht erst in fünf Jahren. Ulla ist einfach so begnadet und schafft so tolle Charaktere, die lange Zeit nachhallen. Sie hat jedes kleine bisschen Unterstützung verdient, was wir als Leser:innen ihr geben können!

Im Anschluss verschlug es mich erneut in die „Meet the Author“-Area, wo ich mir Bücher der deutschsprachigen Superstars und Bestsellerautorinnen Sarah Sprinz, Bianca Iosivoni und Maren Vivien Hasse (jeweils unten abgebildet) signieren ließ, bevor es mit einer Lesung von Jan Weiler aus „Älternzeit“ weiterging – er ist einfach immer wieder unglaublich humorvoll. Signieren ließ ich mir allerdings „Der Markisenmann“, meinen ersten Roman von ihm. Auch die Pausen zwischen den Veranstaltungen nutzte ich, um weitere Autor:innen aufzusuchen – und konnte so noch Tina Schlegel und Margit Ruile treffen und mir von ihnen „Vier Herzen am See“ und „Der Zwillingscode“ signieren lassen.

Am späten Nachmittag standen dann noch zwei von Bärbel Schäfer moderierte Veranstaltungen auf der Literaturbühne an. Den Anfang machte hier – trommelwirbel – der großartige Otto Waalkes. Er ist eine Legende, die nicht nur mühelos die Veranstaltung aus Bärbel Schäfers Händen riss, mit dem Publikum spielte und es direkt in ihren Bann zog. Sein neues Buch, „Ganz große Kunst: 75 Meisterwärke“, verkam dabei fast zur Nebensache, so sehr liebte Otto den Austausch mit den Zuhörern. Ein Auftritt zum Genießen, der zudem den Programmablauf sprengte, als Otto erklärte, jedem einen Ottifanten zeichnen zu wollen.

Und zum Abschluss gab es dann ein weiteres Comeback. Nach unglaublichen 16 Jahren kam Cornelia Funke zur FBM zurück, um ihren Roman „Die Farbe der Rache“ vorzustellen, Band 4 und Rückkehr ins Universum der „Tintenwelt“. Frenetisch gefeiert vom Publikum sprach sie über ihren Roman, aber auch über ihren Umzug aus den USA nach Italien, über die Geschehnisse auf der Welt, über Hoffnung, Freundschaft und Kreativität. Eine unglaubliche Frau – und ein wahres Vorbild für jeden.

Damit endete mein vierter Buchmessetag – der Sonntag sollte, wie geplant dann wieder entspannt werden. Doch dazu in Kürze etwas mehr.

[FBM2023] Tag 3 – Von Superstars und tollen Debüts

Und so schnell ist bereits mehr als die Hälfte der diesjährigen Frankfurter Buchmesse vorbei, denn gestern stand schon der dritte Messetag für mich an, mit Florian Illies, Terézia Mora, Daniel Kehlmann, Ellin Carsta, Friedrich Kalpenstein, Sophie Passmann, Robert Seethaler, Caroline Brinkmann, Yasmin Shakarami, Emily Bähr und Karen M. McManus. Dabei begann der Tag entspannt für mich mit einem Doppelslot an der Literaturbühne. Den Anfang machte hier Florian Illies, der im Gespräch mit Knut Cordsen sein neuestes, historisches Werk „Zauber der Stille. Caspar David Friedrichs Reise durch die Zeiten“ (S. Fischer Verlage) vorstellte – ich ließ mir im Anschluss direkt auch seinen Bestseller „1913: Der Sommer des Jahrhunderts“ signieren.

Nach ihm fand sich Térezia Mora auf der Bühne ein. Die bereits mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis (1999) und dem Deutschen Buchpreis (2013) prämierte Autorin präsentierte mit „Muna oder die Hälfte des Lebens“ (Luchterhand) erstmals einen Roman mit einer Frau als Protagonistin; erstmals einen Roman aus der Ich-Perspektive, ein Buch über die Flucht in eine und aus einer toxischen Beziehung. Auch mit „Muna“ stand Térezia Mora erneut auf der Shortlist des diesjährigen Deutschen Buchpreises, verpasste eine zweite Auszeichnung zehn Jahre nach der ersten (vermutlich) aber sehr knapp. Das Gespräch mit ihr führte Anne-Dore Krohn.

Im Anschluss fand sich ein großer Autor am Stand der Zeit ein, um sein neues Werk über einen großen Regisseur zu präsentieren. „Lichtspiel“ von Daniel Kehlmann (Rowohlt) porträtiert nämlich das Leben von Georg Wilhelm Pabst als fiktive Romanbiografie mit deutlich erzählerischer Freiheit und stellt dabei insbesondere sein Schaffen im Nationalsozialismus ins Zentrum des Buches. Im Gespräch mit Adam Soboczynski sprach der Autor hierbei vor allem über seinen Zugang zum Film und darüber, was sein Werk von einer richtigen Biografie unterscheidet – hochspannend.

Ebenfalls bei der „Zeit“ begann nach einer kurzen Mittagspause mein Nachmittagsprogramm – allerdings mit einem gänzlich anderen Thema. Sophie Passmann – Autorin, Podcasterin, Schauspielerin, Moderatorin und noch so viel mehr – präsentierte im Gespräch mit Volker Weidemann ihr neuestes und persönlichstes Buch „Pick Me Girls“ (Kiepenheuer & Witsch). Wenn man den Querschnitt der Zuhörer und Zuhörerinnen mit der Veranstaltung von Daniel Kehlmann vergleicht, hätte der Unterschied kaum krasser ausfallen können – und dennoch begeisterten beide gleichermaßen.

Meine letzte Veranstaltung des Tages war dann ein klassischer Wohlfühltermin, bin ich doch im Jugendbuch zuhause. Und wenn dann mit Karen M. McManus noch ein internationaler Superstar für die Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH auf der Bühne der „30-Minuten-WG“ Platz nimmt, ist nicht nur gute Unterhaltung sondern auch ein brechend voller Stand vorprogrammiert. Karen, die ich heute auch auf einer Signierstunde treffe, stellte dort im Gespräch mit David Baum ihr neuestes Werk „One of us is back“ vor, den Abschluss ihrer weltbekannten und bereits als Serie verfilmten Reihe zu „One of us is lying“.

Den restlichen Tag schlenderte ich durch die Hallen, ließ mir von Ellin Carsta, Friedrich Kalpenstein und Robert Seethaler noch Bücher signieren und traf auf einem Blogger-Meet & Greet der Verlage cbj und cbt endlich mal wieder Caroline Brinkmann (links), und lernte dort noch Emily Bähr und Yasmin Shakarami (rechts) kennen, die mit „Tokioregen“ nicht nur das vermutlich schönste Debüt des Jahres hingelegt hat, sondern auch noch hochsympathisch war.

Während der Sonntag ganz entspannt wird, steht mein heutiger Tag ganz im Zeichen von Signierstunden nationaler und internationaler Superstars. Doch worauf ich mich am meisten freue, ist es, endlich Ulla Scheler wiederzutreffen, die nach jahrelanger Pause mit „Acht Wölfe“ ein fulminantes Comeback feierte – mein bisheriges Jahreshighlight. Worauf freut Ihr Euch heute?