Buchzugänge – Anthologien

In den letzten Tagen erreichte mich gleich doppelte Buchpost von lieben Kolleginnen, die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte :).

Von Janika Hoffmann erhielt ich ein (von acht Autoren uverschlusssachenterschriebenes) Exemplar der Anthologie „Verschlusssache“ aus dem Ohneohren Verlag und eine Autogrammkarte ;). Ich bin schon ganz auf die Geschichten gespannt – das Thema liegt mir ja sehr, die Mischung aus Historischem, Phantastischem und Mysteriösem … mal abwarten, was mich in dem Buch erwartet :).

Von Sarah Ricchizzi, deren Lesung aus der Anthologie ich auf der LBM2016 auch vor Ort verfolgte, bekam ich „Flucht in ein sicheres Leben“ – ein tollfluchtes Projekt aus dem Wölfchen Verlag, der pro verkauftem Exemplar 1€ an eine Flüchtlingsinitiative spendet. Dazu gab es eine Karte, eine Leseprobe aus „Die Wächter von Avalon – die Prophezeiung“, einige Lesezeichen von Sarah und zwei weitere Lesezeichen, jeweils eines aus dem Wölfchen Verlag zum Buch „Gekoffert und Verschleppt“und eines von Lovelybooks. Da ich Sarahs und Fabian Dombrowskis Geschichte bereits teilweise aufgrund der Lesung kenne, bin ich natürlich umso gespannter, wie diese ausgehen :).

Natürlich werde ich die Bücher nach dem Lesen auch hier besprechen :).

Liebe Grüße
Erik

[Buchverlosung] Welttag des Buches

Mit Riesenschritten rückt der Welttag des Buches, der 23. April, näher. Was läge da näher, als den ein oder anderen mit einem Buch zu beglücken :).

Daher habe ich mir überlegt, folgende Sachen zu verlosen:

1.
Ein neuwertiges Exemplar der Erstauflage der Anthologie „Ein kurzer Blick. Geschichten aus dem Karpatenbogen“, signiert von mir mit Datierung auf den 30.12.15
+ das ein oder andere Messegoodie (Postkarte/Lesezeichen oder ähnliches, lasst euch überraschen)

und

2.
Ein Überraschungstaschenbuch aus meinem Regal
+ ebenfalls das ein oder andere Messegoodie.

*** Teilnahmebedingungen ***

1. Die Teilnahme ist möglich bis zum 23.04.2016, 23:59:59 Uhr

2. Um teilzunehmen, müsst ihr
a)
einen Post unter diesen Blogpost setzen und mir in den Kommentaren Euer Lieblingsbuch oder Euren Lieblingsautor verraten

und/oder
b
– Fan meiner Facebook-Seite sein,
– dort den Gewinnspielbeitrag liken und
– mir per Kommentar unter dem dortigen Beitrag entweder euren Lieblingsautor oder euer Lieblingsbuch mitteilen

3. Jeder Teilnehmer, der eine der obigen Teilnahmemöglichkeiten wahrnimmt, erhält ein Los. Pro Person wandern demnach maximal 2 Lose in den Lostopf.

4. Es ist keine Pflicht und es gibt auch keine Zusatzlose für das Rebloggen des Beitrages. Freuen würde ich mich natürlich dennoch drüber :).

5. Nach Ablauf der Zeit wird das Gewinnspiel zeitnah ausgelost und die Gewinner werden sowohl hier als auch auf der Facebook-Seite veröffentlicht. Meldet sich einer der Gewinner dann nicht binnen einer Woche, wird der Gewinn neu vergeben.

6. Das Gewinnspiel steht in keinerlei Zusammenhang mit facebook oder wordpress.

[LBM2016] Vorfreude ist die schönste Freude!

Die Messewoche beginnt, und die Vorfreude steigt! Von Donnerstag bis Sonntag öffnet die Leipziger Buchmesse ihre Pforten und ich werde an allen Messetagen vor Ort sein – und würde mich freuen, so viele nette Menschen wie möglich dort zu treffen :). Nachdem ich schon oft in Frankfurt war, war ich im letzten Jahr erstmals in Leipzig, und ich muss sagen, es war ein tolles Erlebnis! Zum ersten Mal hatte ich an einem Messestand ein Buch gefunden, an dem ich beteiligt war. Besonders schön finde ich, dass die LBM2016 mir persönlich zeigt, dass ich in dem einen Jahr weitergekommen bin und nicht in meiner „Autorenkarriere“ stagniere – diese Messe stellen 4 Verlage aus, mit denen ich zusammengearbeitet habe oder gerade dabei bin.

Einen großen Teil meiner Zeit werde ich beim Wunderwaldverlag zu finden sein (Halle 2, H304), bei dem ich 5 Kurzgeschichten in 3 Anthologien veröffentlicht habe und an dessen Stand ich etwas aushelfe. Wenn ich nicht am Stand bin, werde ich die Hallen unsicher machen, befreundete Autoren und Verlage besuchen oder an der ein oder anderen Veranstaltung teilnehmen :).

Bevor ich morgen noch etwas mehr ins Detail zu meinem Messeplan gehe, möchte ich bereits jetzt auf 2 Veranstaltungen hinweisen :). Am Stand des Burgenweltverlag (Halle 2, H322) findet ab Donnerstag ein Quiz zur Anthologie „Wenn alte Wellen singen“ statt – die Auslosung erfolgt am Samstag um 17.00 Uhr, bei der ich natürlich vor Ort sein werde. Gleichermaßen signiert die Herausgeberin Isabella Benz die Anthologie am Freitag ab 15.00 Uhr – auch hier bin ich anwesend – kommt alle vorbei! 🙂

Wer schwelgt auch schon in Messevorfreude? Was für Veranstaltungen sind aus Eurer Sicht ein „Must-See“?

Liebe Grüße – und vielleicht sieht man sich ja in Leipzig! 🙂
Erik

[Kurzgeschichte] „Rosenkriege“

Passend zum Valentinstag morgen hier eine Kurzgeschichte von mir. Im Februar 2014 geschrieben, wurde dieses 2015 in der Anthologie „Coole Mädchen, Große Liebe“ veröffentlicht. Da der Verlag mittlerweile geschlossen hat, und das Buch vom Markt genommen ist, teile ich sie mit Euch auf diesem Wege – ich hoffe, Ihr habt etwas Spaß an der Geschichte :).

 

Rosenkriege

„Ihr Ende fanden die Rosenkriege in der Schlacht von Bosworth Field, als Henry Tudor die Truppen Richard III. schlug und als Henry VII. den Thron bestieg. Durch seine Heirat mit Elisabeth of York vereinte er schließlich die beiden Linien und beendete die jahrzehntelange Spaltung Englands.“
Anerkennend schaute ich auf. Maries Auffassungsgabe überraschte mich stets aufs Neue – in weniger als einer Stunde hatte ich ihr alles beigebracht, was ich über die Rosenkriege wusste. Mit einem leichten Seufzer schloss ich mein Buch und lächelte sie an. „Wird schon schiefgehen.“
Wir erhoben uns gleichzeitig und sie warf sich in einer eleganten und fließenden Bewegung ihre Tasche über die Schulter. Ich hatte mir immerhin dieses Mal nicht das Knie an der Tischkante gestoßen – eine massive Verbesserung zu unserer letzten Lernstunde. Maries Gegenwart brachte mich immer aus dem Konzept und machte aus mir einen ungeschickten und tollpatschigen Trottel.
Wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass ich auch sonst nicht gerade das Selbstbewusstsein und die Ausstrahlung eines Liam Hemsworth besaß. „Bis gleich. Ach ja, und danke“, flüsterte sie und hauchte mir im Vorbeigehen mit ihren rubinroten und samtweichen Lippen einen Kuss auf die Wange. Bitte lass meine Knie nicht zittern, flehte ich in Gedanken und schaffte es immerhin, bis sie sich umgedreht hatte. Ich seufzte und folgte ihr mit meinen Blicken, bis sie die Cafeteria verlassen hatte. Es schien wirklich ein guter Tag zu werden. Zumindest bis ich versuchte, ebenso schwunghaft meinen Rucksack über die Schulter zu werfen und dabei seinen kompletten Inhalt auf den Boden schüttete. Achselzuckend begann ich meine Sachen vom Boden aufzusammeln – es hätte deutlich schlimmer kommen können. Wenn sie nur wüsste, wie sehr mich ihre gehauchten Küsse und freundschaftlichen Umarmungen immer aus der Fassung brachten.
„Weiß Marie eigentlich, dass du sie liebst?“
Ich schaute verwirrt auf. Paul – mein bester Freund, und der Einzige, dem ich meine Liebe gestanden hatte, stand neben dem Tisch. „Nein. Und das wird auch so bleiben“, sagte ich seufzend. So sehr es auch schmerzte und mich innerlich zerriss, so glücklich war ich auch darüber, ‚nur‘ ihr Freund zu sein. Die vielen gemeinsamen Stunden und die tollen Erlebnisse miteinander und ja, auch die flüchtigen Berührungen hier und da. Schon erbärmlich, womit ich mich zufriedengab, resümierte ich mit einem vernichtenden Urteil über mich. „Wie du meinst“, bemerkte Paul. „Aber wenn du so weitermachst, befürchte ich, gehst du noch irgendwann vor die Hunde.“ Ich verschwieg, dass ich das ebenfalls befürchtete, um die Diskussion nicht weiter anzuheizen. Auch wenn ich wusste, dass er recht hatte, so konnte und wollte ich doch nichts ändern, aus Angst Marie zu verlieren. „Ich schaff das schon. Ich muss los, Geschichte, bis später“, antwortete ich lediglich und warf mir meinen Rucksack, dieses Mal etwas behutsamer über die Schulter.

Einige Minuten später begann der Geschichtsunterricht wie angekündigt mit einem Test über das englische Mittelalter. Während alle darüber fluchten, dass unser neuer Lehrer ein Faible für außerlehrplanmäßige Geschichtsepochen hatte, war das für mich ein unverhoffter Glücksgriff im neuen Schuljahr geworden. Meine Leidenschaft für Geschichte war es gewesen, die Marie, eine sonst exzellente Schülerin und früher eher flüchtige Bekannte als richtige Freundin, dazu brachte, einmal wöchentlich in unserer gemeinsamen Freistunde vor dem Geschichtskurs das Thema der Woche durchzusprechen. Mittlerweile trafen wir uns auch, wenn es gar keine neuen Themen gab, und redeten über Gott und die Welt. Ich hatte mich schon seit ihrem Schulwechsel letztes Jahr zu Marie hingezogen gefühlt. Aber spätestens seit unserem ersten längeren Treffen war ich ihr hemmungslos und hoffnungslos verfallen.
Ich sah von meinem Blatt auf und starrte Marie an, die zwei Reihen vor mir saß. Wie hübsch sie doch war. Ihr schulterfreies rotes Top war hinten tief ausgeschnitten und gewährte einen Blick auf ihren makellosen, elfenbeinfarbenen Rücken. Und als ob sie diesen Anblick nicht stören wollte, hatte sie ihre atemberaubenden blonden Haare zu einem kunstvollen um den Kopf gewickelten Zopf geflochten. Und auch wenn ich es leider von meinem Platz nicht sah, so konnte ich mir lebhaft vorstellen, wie sie mit gerunzeltem Gesicht – süß auf ihrer Lippe kauend – über den Fragen brütete.
„So und jetzt konzentrieren wir uns alle wieder auf den Test.“ Die Stimme des Lehrers riss mich zu meinem Bedauern in die Wirklichkeit zurück. Erschrocken stellte ich mit einem Blick auf die Uhr fest, dass mittlerweile rund fünf Minuten vergangen waren. Mit leicht gerötetem Kopf schaute ich mich verstohlen um, ob jemand außer Herrn Franek bemerkt hatte, wie unverhohlen ich Marie angestarrt hatte. Doch nur Paul, der zwei Tische neben mir saß, schaute in meine Richtung.
Ich seufzte erleichtert und sah verblüfft, wie Herr Franek mir zuzwinkerte. Auch wenn ich mich fast nie im Unterricht beteiligte, hatte mich mein Interesse für Geschichte wohl zu seinem Lieblingsschüler gemacht, und gerade in den letzten Wochen hatten wir öfters vor und nach den Unterrichtsstunden über die Rosenkriege debattiert. Er als Anhänger des Hauses York, ich als glühender Lancastrianer, was wohl auch an den Romanen von Rebecca Gablé lag. Und wie es Marie vorhin treffend formuliert hatte, schlussendlich hatte das Haus Lancaster auch gewonnen, stellte ich mit einem süffisanten Grinsen fest und richtete meinen Blick wieder auf den Test. Die fehlenden Minuten machten mir nicht wirklich zu schaffen, ich beantwortete die restlichen Fragen in Windeseile und hatte zum Schluss der Stunde sogar noch die Zeit, eine rote Rose auf das Blatt zu malen. Einerseits, weil ich seit Monaten in dieser depressiv-melancholisch-verliebten Stimmung festhing, andererseits, weil diese das Symbol des Hauses Lancaster war – diese Spitze konnte ich mir nun wirklich nicht verkneifen. Als ich am Ende der Stunde als Letzter nach vorne ging, um meinen Test abzugeben, nahm mich Herr Franek nach einem beiläufigen Blick auf den Test zur Seite, wobei er die gezeichnete Rose mit einem Stirnrunzeln quittierte. „So kann das nicht weitergehen mit dir. Du gehst mir noch vor die Hunde.“ Ohne es zu wissen, benutzte er fast die gleichen Worte wie Paul vorhin, um mich auf meine missliche Lage hinzuweisen. Nur, dass er es nicht dabei beließ. „Ich weiß, ich bin als gescheiterter Single nicht wirklich der, von dem du Ratschläge annehmen solltest. Aber vielleicht denkst du ja mal bis zur nächsten Geschichtsstunde drüber nach, ob du wirklich so weiter vor dich hinträumen und vegetieren willst. Das ist doch kein Leben, Junge. Mensch du bist fünfzehn – du sollst das Leben genießen und nicht schon in dem Alter als melancholischer Zyniker enden.“ Anscheinend selbst erschrocken von dem Ausbruch verließ Herr Franek schnell das Klassenzimmer und ließ mich etwas geschockt und grübelnd zurück.

Zwei Tage später, am Valentinstag, wie ich gefrustet feststellte, hatten wir unsere nächste Geschichtsstunde. Und ich sollte sogleich erfahren, was Herr Franek mit seiner Ankündigung gemeint hatte, ich solle doch mal über mein Leben nachdenken und die Initiative ergreifen.
Nach einer spannenden und interessanten Geschichtsstunde – wobei ich der Einzige zu sein schien, der dem Unterricht wirklich Beachtung schenkte, gab unser Lehrer uns die korrigierten Tests zurück. Ich brauchte meinen nicht einmal umzudrehen, um zu wissen, dass ich die volle Punktzahl erreicht hatte. Doch als Herr Franek dann plötzlich eine rote Rose hervorzauberte, erfüllten sich meine schlimmsten Befürchtungen. „Nun denn. Heute ist ja bekanntlich Valentinstag. Und wenn ich mir den Test so anschaue, wissen zumindest einige von euch auch, dass das Haus Lancaster die Rosenkriege gewonnen hat. Und was wäre passender, als den besten Test mit einer roten Rose, dem Symbol des Hauses, zu belohnen.“
Ich stöhnte innerlich. Bestimmt hatte ich ihn mit meiner gekritzelten Rose auf dem Test überhaupt erst auf diese Idee gebracht. Natürlich war mir klar, dass ich die Rose bekommen würde. Und wenn ich am Valentinstag nicht als der größte Depp rüberkommen wollte, musste ich sie weiterverschenken. Was sollte ich schon mit einer roten Rose? Als Herr Franek die Rose auf meinen Tisch legte, steckte er mir unauffällig einen Zettel zu. Lediglich eine Zeile stand in seiner fein säuberlichen Handschrift drauf: Zeig, dass Du in der Lage bist, Deinen persönlichen Rosenkrieg zu gewinnen.
Natürlich reichte ich die Rose nicht sofort weiter. Ich hasste es, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, und nahm meinem Lehrer immer noch übel, dass er mir die Rose nicht erst nach der Stunde überreicht hatte. Doch das war noch nicht seine letzte Überraschung gewesen.
Nachdem sich die allgemeine Aufregung über die Tests gelegt hatte und die Stunde offiziell beendet war, rief er Marie zu sich, um mit ihr kurz über ihren Test zu reden, der wie ich im Vorbeigehen bemerkte, ebenso fehlerfrei war wie meiner. Erstaunt blieb ich stehen.
„Tja, Marie, was soll ich sagen. Mit diesem Test hättest du dir eigentlich auch eine Rose verdient“, begann er. Dann sah er mich an und fragte: „Findest du nicht auch?“
Ich war völlig überrumpelt von der Frage. Dass Herr Franek sofort ging, ohne eine Antwort abzuwarten, machte die Sache nicht besser. Mir wurde abwechselnd heiß und kalt. Nervös stellte ich meinen Rucksack ab und versuchte krampfhaft, die Kontrolle über mein Denken und über meine Hände wiederzuerlangen. Schlussendlich gab ich mir einen Ruck, sah Marie in die Augen und gab ihr die Rose. „Nun denn, frohen Valentinstag. Irgendwann hättest du es eh erfahren.“ Ich schluckte. „Und bitte, lass uns trotzdem weiterhin Freunde bleiben und so tun, als ob nichts …“ Mitten im Satz stockte ich. Marie hatte mir ihren Finger auf die Lippen gelegt.
„Danke“, sagte sie schlicht und hauchte mir einen zarten Kuss auf die Lippen. Nur mühsam blieb ich bei Bewusstsein. Das hatte ich mir stundenlang ausgemalt. „Sehen wir uns nach der Schule im Park?“
Unfähig zu sprechen nickte ich nur.
„Bis dann“, verabschiedete sie sich und schenkte mir ein strahlendes Lächeln, die Rose fest in ihrer Hand.
Glücklich setzte ich mich auf den Boden und starrte an die Wand.
Sekunden, Minuten, Stunden später – ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren, kam Herr Franek zurück und lächelte mich an. „Gut gemacht, Henry. Du machst deinem Namen alle Ehre.“
Der Vergleich mit Henry of Lancaster holte mich in die Wirklichkeit zurück. Mit einem Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass ich doch erst seit etwas mehr als zehn Minuten am Boden saß.
„Jetzt aber zurück zum Unterricht“, ermahnte er mich und ich spurtete in meinen Biologiekurs. Die Vorhaltungen der Lehrerin hörte ich mir gar nicht an und setzte mich auf meinen Platz. Ich schien über allen Wolken zu schweben. Den restlichen Tag dachte ich nur noch daran, wie es sein würde, Marie nach der Schule zu sehen. Meinen Tag, ja mein ganzes Leben mit ihr zu teilen. Ich beschloss, dass das heute der erste Tag meines neuen, meines besseren Lebens sein würde. Und dieses Mal würde das auch für immer halten. Versprochen.

Ich wünsche allen einen schönen Valentinstag!

Liebe Grüße,
Erik

(Neuerscheinung) „Wenn alte Wellen singen“

Heureka! Es ist vollbracht :). Bereits seit gestern halte ich mein Exemplar der Anthologie „Wenn alte Wellen singen“ in den Händen. Im Burgenweltverlag veröffentlicht, haben die Herausgeberinnen Isabella Benz und Michèle-Christin Jehs Mittelaltergeschichten gesammelt, in denen Wasser eine zentrale Rolle spielt.altewellen

Ab heute könnt Ihr es auch endlich bekommen 😉 – als e-Book (3,99€) und als Taschenbuch (228 S., 12,90€) ist es unter anderem bei Amazon oder auch im Verlagsshop erhältlich. Da der Burgenweltverlag auch auf der Leipziger Buchmesse ist, können alle Besucher das Buch dort auch am Verlagsstand bestaunen – aber mehr dazu im Laufe der nächsten Wochen in der Messevorbereitung und -Vorschau :).

Meine Geschichte „Das leise Klirren des Dolches“ spielt dabei vor dem Hintergrund des beginnenden hundertjährigen Krieges zwischen England und Frankreich und ist meine erste Veröffentlichung in meinem Lieblingsgenre (yeah!), der hoffentlich noch viele weitere folgen.

In dem Sinne wünsche ich Euch allen einen schönen Aschermittwoch
Erik

E-Book erhältlich!

Was lange währt, wird endlich gut! Seit heute ist die E-Book-Version von „Ein kurzer Blick. Geschichten aus dem Karpatenbogen“ erhältlich und kann unter anderem *hier* bestellt werden.Endversion Cover Karpatenbogen Vorderseite

Für alle Liebhaber gedruckter Bücher weise ich auch nochmal darauf hin, dass die Printausgabe des Buches für nur 4,99 Euro ebenfalls unter obigem Link gekauft werden kann :).

Lasst Euch von den Autoren mit spannenden Geschichten und dazu passenden Rezepten auf eine zauberhafte Reise durch die malerische Region führen! 🙂

Im Buch enthalten sind auch  meine Texte: „Die Klingen von Hermannstadt“ und „Dobostorte mit Rosenduft“. Letztere hat mich dabei so inspiriert, dass ich mir neulich bei einem Bibliotheksbummel gleich einen ganzen Batzen an Büchern über Elisabeth und ihr Umfeld ausgeliehen habe – vielleicht kommt da im Laufe der Zeit ja noch etwas nach :).

Liebe Grüße
Erik

 

Ausblick auf die nächsten Veröffentlichungen

So langsam neigt sich 2015 dem Ende entgegen – ein Jahr, in dem ich mich weiterentwickeln und in neuen Genres veröffentlichen konnte. Mit der Anzahl an Veröffentlichungen bin ich ebenfalls hochzufrieden und freue mich schon darauf, bald die nächsten Bücher in meinen Händen zu halten.

Aus diesem Anlass möchte ich Euch heute einen kurzen, bündigen Überblick darüber geben, welche Veröffentlichungen denn bereits für die nächste Zeit feststehen (und vielleicht wird ja auch noch die ein oder andere dazustoßen).

  • Noch im November oder Anfang Dezember erscheint im Sperling Verlag die Printausgabe des Lyrikbandes „Zeitlos“ als Resultat des Lyrikpreises „Goldene Feder 2015“ mit meinem Gedicht „Himmel oder Hölle“, das sich auf der Shortlist platzieren konnte.
  • Am 01.12.2015 erscheint als e-Book und Print die Anthologie „Hinter den Kulissen – Wenn Worte zu Geschichten werden“ mit meiner Geschichte „Unter der Weide“. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt verschiedenster Autoren zur Unterstützung des Vereines „Brot und Bücher“, an den 100% des Honorars gehen.
  • Ebenfalls noch vor Weihnachten erscheint der zweite Band der „Schatten-Anthologien“ mit dem Titel „Schattenflüsterer“ mit meiner Kurzgeschichte „Eine Botschaft in Scharlachrot“, als Gemeinschaftsprojekt Phantastik-Autoren. Wie beim Vorgängerband „Schattenweber“ werden hier alle Honorare der „Aktion Deutschland hilft“ für ihre Alphabetisierungsprojekte zur Verfügung gestellt. Das Buch erscheint als Print und e-Book.
  • Planmäßig im Februar 2016 erscheint die historische Anthologie „Wenn alte Wellen singen“ im Burgenweltverlag mit meiner Kurzgeschichte „Das leise Klirren des Dolches“, die im hundertjährigen Krieg spielt.
  • Voraussichtlich im März 2016 erscheint die ehemals für 2015 geplante Anthologie „Das Lächeln der Stille“ im Oldigor Verlag als Print und e-Book. Meine Geschichte „Im Licht der aufgehenden Sonne“ ist mit dabei und spielt in der malerischen Natur Südtirols.
  • Im Juni 2016 erscheint abschließend die Anthologie „Heimchen am Schwert“ im Verlag Ohneohren, vorerst ausschließlich als e-Book. Mein Beitrag trägt den Arbeitstitel: „Der Kreis der Sieben“.

 

Das wars soweit von mir 🙂

Liebe Grüße aus dem (ausnahmsweise!) verregneten Heidelberg
Erik

Dance Floor: Endlich wieder Printausgaben auf Lager!

Für alle Liebhaber gedruckter Bücher sind – pünktlich zum anstehenden Weihnachtsfest – die ersten vier Bände der Tanzromane im Wunderwaldverlag von Alicia Mirowna wieder als Printausgaben verfügbar.
Im Gepäck: Die Anthologien „Schwanengesang. Ballettgeschichten“ und „Freakshow. Zeig uns deinen Körper“ an denen ich beteiligt bin – und die nun ebenfalls wieder als Print über Amazon erhältlich sind.

„Ein kurzer Blick“ – Alle Geschichten kurz vorgestellt!

In der letzten Woche haben Katharina Kraemer, Sabine Kohlert und iEndversion Cover Karpatenbogen Vorderseitech auf Facebook täglich eine der Geschichten aus dem Buch „Ein kurzer Blick. Geschichten aus dem Karpatenbogen“ vorgestellt – mit einigen Worten zum Inhalt und Gedanken zur Entstehungsgeschichte. Hier nun alle Vorstellungen nochmal kompakt zum Nachlesen. Von mir stammen die Geschichten „Die Klingen von Hermannstadt“ und „Dobostorte mit Rosenduft“ :).

  1. Heute: „Kierst nekend mi himen“ von Sabine Kohlert

    Die Idee vom Wunderwaldverlag ein Buch mit Geschichten aus dem Karpatenbogen herauszubringen, hat uns Autoren von Anfang an gepackt. Aber wie loslegen, wenn man von dieser Region keinen blassen Schimmer hat? Man stürzt sich in die Recherche. Und auf Themen, über die man schon ein paar Mal geschrieben hat – das gibt Sicherheit. In meinem Fall ist das der dreißigjährige Krieg. Und so spielt auch meine Geschichte „Kierst nekend mi himen – Kehrst nie wieder heim“ zu dieser Zeit. Ich entdeckte den Ort Deutschweißkirch in Siebenbürgen und war fasziniert von seiner Geschichte und der Umgebung. Eine Reise sollte es werden von Deutschland nach Siebenbürgen, ein Aufbruch in eine unbekannte Zukunft, in ein unbekanntes Land. Während der Recherche tauchte dann plötzlich der Prikulitsch auf und so darf sich meine Protagonisten Elsbeth fragen: „Hat dieses Wesen etwas mit dem Verschwinden meiner Schwester zu tun?“

  2. »Ein kurzer Blick: Geschichten aus dem Karpatenbogen« versammelt eine gute Handvoll Geschichten, so unterschiedlich wie die Region, in der sie spielen. Für mich Ehrensache, eine Geschichte beizusteuern, lebe ich doch mittendrin. Dass es letztlich zwei Geschichten sind, die Einzug in diese Anthologie gefunden haben, macht mich zu Recht ein wenig stolz. Heute ein erster Blick auf »Der Rinderhirte«.

    Die Rinderhirten, die »Guylás«, standen Pate bei dem beliebten Gericht der Puszta und meiner Geschichte: Die Wirtsleute Márton und Evi tragen ihren eigenen Kampf nach 25 Ehejahren aus. Während Evi immer häufiger in die Stadt flüchtet, findet Martón für sich eine andere Antwort: den »Rinderhirten«. Wer dabei die Hosen anhat? Möge der Leser entscheiden!

  3. Erfahrt heute etwas mehr über „Die Klingen von Hermannstadt“!

    Als ich die Ausschreibung des Wunderwaldverlages las, es würden fantastische Geschichten basierend auf rumänischen Sagen gesucht, war ich als Märchenliebhaber sofort begeistert. Es gibt kaum einen schöneren Weg, sich einer bisher unbekannten Region zu nähern, als sich mit den Sagen und Legenden dieser Gegend zu beschäftigen.
    Schnell stieß ich bei meiner Recherche auf die sagenumwobene Gründung der Stadt Hermannstadt (heute: Sibiu) und war davon so hingerissen, dass ich diese meiner Erzählung zu Grunde legte. Eingebettet in das Szenario einer Familienreise und auch unter Berücksichtigung des Schicksals der Siebenbürger Sachsen entstand so eine zeitgenössisch-fantastische Geschichte, die zur Jetztzeit in der Nähe von Draas (heute: Drăuşeni) spielt. Doch welcher Zusammenhang besteht zwischen einem heutigen Ausflug und der Stadtgründung im 12. Jahrhundert? Und warum hat es die Protagonisten nach Draas verschlagen? Findet die Antworten in: „Ein kurzer Blick. Geschichten aus dem Karpatenbogen“!

  4. Heute geht es um den Beitrag „Rahmhanklich“ von Sabine Kohlert.

    „Lasst es euch schmecken“, war die zweite Idee des Wunderwaldverlags, die in dieses Buch Einzug halten sollte. Gesucht waren Kurzgeschichten, die sich um landestypische Gerichte innerhalb des Karpatenbogens drehen. Voraussetzung: Die Gerichte, die in der Kurzgeschichte vorkommen, muss es wirklich geben oder gegeben haben!
    Ich machte mich also auf die Suche nach Siebenbürgischen Leckereien, denn in Siebenbürgen kannte ich mich nach der Recherche für meine Geschichte „Kierst nekend mi himen“ ja schon ein wenig aus. Schnell stieß ich auf die tollen Backwaren aus dieser Region und der Satz „traditioneller Kuchen zu Feierlichkeiten“, gab schließlich die Initialzündung für meine Geschichte „Rahmhanklich“. Wieder wurde es eine Reise.
    Eine Frau auf dem Weg zur Hochzeit ihrer Schwester. Sie fährt durch das Land ihrer Kindheit, mit dem sie leider nichts Positives verbinden kann. In einer Bäckerei macht sie halt. Was sie dort findet, ist in jeder Hinsicht überraschend.
    Eine Geschichte mit Rezept zum Nachbacken!

  5. Jurjak Enescu, vielen Musikinteressierten besser bekannt als George Enescu, war einer der bedeutendsten Musiker und Komponisten seiner Zeit. Aus Protest an der kommunistischen Regierung Rumäniens verbrachte er viele Jahre im französischen Exil. Dort starb er auch, begleitet von »der Muse seines Lebens«. Die rumänische Prinzessin Maruca ließ ihn nicht mehr los seit seinem Debüt als Komponist mit »Poeme Roumain«. Diese Story beginnt, wo ihre gemeinsame Geschichte endet.
    Maruca besucht den kranken George täglich in seinem Domizil. So auch an seinem letzten Tag. Sie erinnert sich, während er im Dämmerschlaf liegt an „… ein legendäres Leben wie unseres, mit seiner ganzen Welt an fantastischen Träumen sowie die spontane Flamme, die uns gezündet hat.«
  6. Der Titel der Geschichte „Dobostorte mit Rosenduft“ lässt bereits unschwer erkennen, um welche kulinarische Spezialität sich die Handlung dreht. Von der Torte habe ich dabei erstmals im Februar 2014, bei einem Urlaub in Budapest, Notiz genommen und musste bei der Ausschreibung des Verlages sofort an diese denken. Dennoch war es nicht ganz einfach, eine Geschichte zu kreieren, in der das Dessert eine zentrale Rolle spielt.
    Als ich bei meiner Recherche allerdings auf die Tatsache stieß, dass die österreichische Kaiserin Elisabeth (auch: „Sissi“ genannt) als eine der ersten Menschen von der Torte probieren durfte, fügte sich ein Rädchen in das andere. Eine Prise Beziehungsstreit, einen Hauch des Personenkultes, der Glorifizierung von Sissi, dazu ein wunderschöner Handlungsort und „Dobostorte mit Rosenduft“ war erschaffen.
    Was es mit dem Rosenduft auf sich hat? Das wird an dieser Stelle nicht verraten. Lasst Euch überraschen!

Ich hoffe, Euch hat der Einblick in die Geschichten gefallen und vielleicht zum Lesen angeregt. Bei Fragen zu den einzelnen Geschichten stehe ich Euch natürlich gern zur Verfügung und leite sie bei Bedarf auch an die anderen Autoren weiter.

Liebe Grüße
Erik

(FBM15) – Messe im Doppelpack, der vierte Tag!

Heute war ich sowohl auf der Frankfurter Buchmesse, als auch auf dem Buchmesse Convent in Frankfurt-Dreieich. Ein stressiger, langer Tag und daher habe ich auch viel zu berichten (entschuldigt den langen Artikel! ;)) Doch alles zu seiner Zeit.

Der Tag startete schleppend. Gestern hatte ich ein Päckchen von Amazon bekommen, in dem „Ein Kuss in den Highlands“ von Emily Bold sein sollte. Als ich dieses heute zur Signierstunde einpacken wollte, stellte ich fest, dass in dem Päckchen die „Wegweisungen eines Rabbi“ waren – etikettiert als Emily Bold-Buch. Zudem vergaß ich die geänderten Straßenbahnfahrpläne am Wochenende und musste somit etwa eine Stunde später fahren. Immerhin gab es in der Bahnhofsbuchhandlung ein anderes Buch von Emily Bold, sodass ich nicht mit leeren Händen zur Signierstunde fahren musste.

(Kurz nach dem Einsteigen in den Zug setzte sich das Amazon-Drama fort: Es kam erneut die Bestätigung einer Zustellung per Mail. Und wenig später die Versandbetsätigung der Ersatzlieferung. Bekomme ich jetzt zwei Exemplare? Ich halte euch auf dem Laufenden^^.)

Als ich die Messe gegen 10 erreichte, ging es zuerst zur Signierstunde von Kiera Cass, der „Selection“-Bestsellerautorin. Als ich um 10.15 am Stand der Fischer-Verlage war (extra viel Vorlauf für die erst um 11 startende Signierstunde geplant), stellte sich jedoch schnell heraus, dass Teenage-Fantasy-Bestsellerautoren über eine so loyale und zahlreiche Fangemeinde verfügen, dass sich dort bereits eine Reihe gebildet hatte, die sich durch mehrere Gänge zog und mehrere hundert Menschen beinhaltete – sich da noch anzustellen wäre wohl sinnlos gewesen. Anstelle des Termins ging ich also direkt zu Bastei Lübbe, um auf die um 12 startende Signierstunde zu warten und nicht nochmal so ein Debakel zu erleben. Und die Zeit verging, und verging, und verging – es tröpfelten immer mal wieder ein paar Leute ein, niemand kümmerte sich um eine Schlange. Erst so 15 Minuten vorher begann das Team des Verlages, das ganze etwas zu ordnen – da waren vllt. 30-40 Leute da – soviel zum Thema Historienroman vs. YA-Fantasy …

Dadurch war ich bei Rebecca Gablé nach 10 Minuten fertig und konnte noch schnell zur Signierstunde von Emily Bold hetzen, die zusammen mit drei weiteren Kolleginnen (Marah Woolf etc.) bei Amazon Publishing signiert hat. Dort kam ich mir etwas verloren vor – war ich der einzige männliche Leser? Man hat leicht eingequetscht zwischen allen, die nach vorne gestürmt sind, den Überblick verloren. Na egal 🙂

Die im Anschluss geplante Veranstaltung von Julia Engelmann fiel krankheitsbedingt aus (gute Besserung auf diesem Weg!) – umso glücklicher bin ich jetzt darüber, dass ich sie gestern schon hören konnte. Dann war es endlich soweit – ich bekam von der Verlegerin des Wunderwaldverlages die Exemplare von „Ein kurzer Blick. Geschichten aus dem Karpatenbogen“ in die Hand gedrückt – schön sind sie geworden! (Bilder folgen, wie auch zu diversen anderen Posts, im Laufe der nächsten Tage).

Dann war auch schon die Frankfurter Buchmesse für den Samstag erledigt und ich jettete zum Buchmesse Convent. Dort besuchte ich den Verlagsstand von Ohneohren, traf die befreundete Heidelberger Autorin Nadine Muriel, die im Wunderwaldverlag mehrere Tanzromane veröffentlicht hat und lernte (endlich auch persönlich) Isabella Benz kennen, Herausgeberin der Anthologie „Wenn alte Wellen singen“ für den Burgenweltverlag und selbst Autorin, unter anderem bei „Forever by Ullstein“ mit: „Als wir Charleston tanzten“. Isabellas neueste Anthologie, „Die Reise der Hexensteine“, erschien vor kurzem im Machandel-Verlag – und zum Kauf des Buches gab es eine Kostprobe des selbsthergestellten Holunder- und Quittenlikörs, die ich beide ebenfalls wärmstens empfehlen kann :).

Damit hatte auch der anstrengendste Tag der Woche sein Ende gefunden und ich machte mich erschöpft auf den Heimweg. Morgen steht vormittags eigentlich nichts an – ich lasse mich gern überraschen 😉 – und am Nachmittag werde ich mir wohl zum Abschluss einer anstrengenden Woche die Deutsche Cosplay Meisterschaft 2015 ansehen.

Liebe Grüße
Erik