[Buchgedanken] Fabiola Turan: „Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche“

In der letzten Zeit habe ich auch „Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche“ von Fabiola Turan gelesen. Das Buch ist 2025 im cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH erschienen und als fantastisches Kinderbuch einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Mit allem hätte Artemis gerechnet – nur nicht damit, sich plötzlich an Bord eines fliegenden Schiffes wiederzufinden! Die Crew der Dreamcatcher besteht aus magisch begabten Kindern, die das Meer der Wünsche vor einem machthungrigen Baron beschützen. Um ihren Teil dazu beizutragen, muss Artemis die Wolkenmagie in sich erwecken und sich auf eine gefährliche Reise begeben. Dabei wird ihr mehr abverlangt als erwartet und bald droht das Abenteuer aus dem Ruder zu laufen. Haben die Kinder gemeinsam eine Chance, gegen das Böse zu bestehen und das Meer der Wünsche zu retten?

„Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche“ ist – sehr unüblich – ein Einzelband in diesem Genre, wobei für zukünftige Ausflüge über die Wolken durchaus noch viel Potential verbleibt. Dabei lässt sich das Buch relativ klar einem Genre zuordnen, ist ein fantastisches Kinderbuch und nicht wie auf Verkaufsportalen teils angegeben Science Fiction für Kinder. Empfohlen wird das Buch gemäß Altersangaben des Verlags (teils abweichend) für Leser:innen ab neun oder zehn Jahren, balanciert also auf der Grenze vom Kinder- zum Jugendbuch, wobei ich im Ergebnis das Werk gerade noch so als Kinderbuch einstufen würde.

Denn die Handlung mischt die fantastische Idee mit kinder- und jugendtypischen Problemen wie sozialer Abkapselung, Freundschaft, ersten zärtlichen Gefühlen und familiären Konflikten. Dabei bleibt die Handlung durchaus spannend, rasant und abwechslungsreich, ist teils natürlich auch vorhersehbar und etwas antiklimaktisch, insbesondere am Ende, das nicht komplett überzeugen kann – auch für die Zielgruppe hätte man durchaus noch etwas mehr Konfliktpotential (in der realen Welt) einbauen können.

Das Setting kann größtenteils glänzen, entführt die Autorin die Leser:innen doch nicht nur an ein Eliteferieninternat sondern auch in eine fantastische Parallelwelt voller Magie mit eigenen physikalischen Gesetzen. Dabei wird durchaus einiges zum Weltenbau und Magiekonzept erwähnt – gerade bei letzterem hätte ich mir aber noch mehr Informationen gewünscht. Auch wäre eine vorangestellte Karte des Meeres der Wünsche toll gewesen und hätte zum besseren Verständnis der fremden Welt beitragen können.

Die einzelnen Figuren sind – im Wesentlichen – vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive, obwohl aufgrund der Kürze die Figurenentwicklung natürlich nicht vollumfänglich ausgestaltet werden kann. Hierbei brillieren insbesondere Maxim, Oliver und Nika, während gerade Artemis teils nicht nachvollziehbar handelt, mit der neuen Situation viel zu mühelos umgeht. Fabiola Turans Schreibstil ist altersgerecht, lässt sich dabei leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anlaufen.

Die Buchgestaltung ist ebenfalls gelungen. Lektorat und Korrektorat haben ordentlich gearbeitet, der Buchsatz ist sauber. Der Umschlag ist auf dem Cover und Buchrücken leicht geprägt und mit farbigen, aber eintönigen Coverinnenseiten versehen. Das Titelmotiv zieht sich gut über Buchrücken und Coverrückseite, sodass ein tolles, einheitliches Gesamtbild entsteht und ist sehr ansprechend – sowohl von der Gestaltung als auch von der Farbgebung: ein wirkliches Highlight.

Mein Fazit? „Artemis – Abenteuer auf dem Meer der Wünsche“ ist ein fantastisches Jugendbuch, das mit einer durchaus spannenden Handlung und einem tollen Setting glänzen kann, leider zum Ende hin aber minimal abbaut. Für Leser:innen des Genres bedenkenlos zu empfehlen – ab dem vom Verlag vorgeschlagenen Lesealter von neun oder zehn Jahren.

[Buchgedanken] Cee Neudert: „Die Hüter des magischen Waldes – Finde die geheimen Kristalle!“

Vor kurzem habe ich auch „Die Hüter des magischen Waldes – Finde die geheimen Kristalle!“ von Cee Neudert gelesen. Das Buch ist 2024 bei Baumhaus in der Bastei Lübbe AG veröffentlicht worden und als interaktives Abenteuerspielbuch einzuordnen, für die Illustrationen zeichnet Philipp Ach verantwortlich. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über die verlagseigene Bloggerjury.

Die mutigsten und tapfersten Abenteurer werden gesucht! Denn die große Eiche ist krank und entzieht dem Wald seine Magie. Nur die Elementkristalle können das magische Gleichgewicht wiederherstellen. Doch die sind im ganzen Land verstreut und müssen in waghalsigen Quests erlangt werden. Begib dich als Kaninchen, Maulwurf oder Maus mit Eichhörnchen Jonna Weichohr, Frosch Querk von Glugg und Eule Huluu-Wynn auf ein spannendes Abenteuer und entscheide selbst, auf welchem Weg du die Kristalle zurückbringst. Stelle dich den Wachen des Froschpalasts, feilsche mit dem Händler der Echsenfestung und überwinde ein gefährliches Labyrinth. Hast du das nötige Geschick und genug Mut, um den Wald zu retten?

„Die Hüter des magischen Waldes – Finde die geheimen Kristalle!“ ist ein interaktives Abenteuerspielbuch für Leser:innen ab neun Jahren – eine durchaus realistische Alterseinschätzung. Jedoch ist das Abenteuer hier im phantastischen Bereich angesiedelt, sodass man den Roman auch als interaktiven Fantasyroman bezeichnen könnte. Dabei wird die Handlung – rollenspielähnlich – durch Würfeln, eigene multiple-choice Entscheidungen und das Sammeln, Erwerben und Nutzen von Gegenständen gesteuert.

Die Handlung ist hierbei durchaus abwechslungsreich, aber relativ komplikationsarm – auch bei einigen Fehlern gelingt es leicht, die Geschichte sehr gut abzuschließen (bei mir hat lediglich eine gewürfelte „sechs“ den vollständigen „Sieg“ verhindert, in der Wiederholung ließ sich dieser Makel schnell und unspannend ausmerzen). Sonst macht der Rollenspielcharakter aber viel Spaß; Waffen, Tränke, Hilfsmittel – die Geschichte bietet hier viele Möglichkeiten auf leicht abweichenden Pfaden zu einem guten Ende zu kommen.

Das Setting ist gelungen. So entführen Cee Neudert und Philipp Ach die Leser:innen in ein phantastisches Tierreich – der Weltenbau wird dabei nur am Rande kurz angerissen und verbleibt sonst ungewiss, was hier aber auch nicht allzu schlimm ist. Dabei wird die Welt vor allem durch die Illustrationen von Philipp Ach mit Leben erweckt, erweitern diese doch die Handlung und treiben sie voran. Erwähnenswert hier auch noch: die tolle, farbige Karte in den Coverinnenseiten.

Die Figuren sind relativ schematisch gehalten und verkörpern im Wesentlichen ihre Charaktereigenschaften, so wie sie in deren Charakterbögen festgehalten sind. Dabei ist jedoch anzumerken, dass immerhin darauf geachtet wurde, den Mithütern positive und negative Eigenschaften zu verleihen, um sie etwas abzurunden – und um Jonna sicherlich zum Leserliebling zu machen. Cee Neuderts Schreibstil ist altersgerecht, lässt sich hierbei leicht und flüssig lesen und – zusammen mit den Illustrationen – das Kopfkino sofort anlaufen.

Die Buchgestaltung überzeugt auf ganzer Linie. Lektorat und Korrektorat haben sauber gearbeitet, der Buchsatz setzt Bild und Text zu einem tollen Gesamtprodukt; Aufgaben, Entscheidungen und Hinweise sind gut erkennbar und innovativ umgesetzt. Der Buchumschlag ist auf dem Cover hochwertig geprägt und – wie schon angegeben – mit farbigen Coverinnenseiten versehen, das Titelbild und der gesamte Umschlag sind grafisch toll gestaltet, lediglich die krassen Unterbrechungen zum Buchrücken schmälern etwas den perfekten Gesamteindruck.

Mein Fazit? „Die Hüter des magischen Waldes – Finde die geheimen Kristalle!“ ist ein innovatives Abenteuerspielbuch, das vor allem durch seinen Rollenspielcharakter und eine interessante Story überzeugt, dabei aber durchaus etwas mehr Komplikationen hätte vertragen können. Für Leser:innen ab dem vom Verlag vorgeschlagenen Lesealter von neun Jahren bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Thomas Brezina: „Tiger Team 02 – Das Schloss der blauen Drachen“

Vor kurzem habe ich auch „Tiger Team 02 – Das Schloss der blauen Drachen“ von Thomas Brezina gelesen. Der Roman ist 2024 in der G&G Verlagsgesellschaft mbH veröffentlicht worden und als interaktiver Abenteuerroman für Kinder einzuordnen, für die Illustrationen zeichnet Pablo Tambuscio verantwortlich. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Biggis Urgroßtante erzählt von seltsamen Ereignissen rund um Mitternacht. Blaue Drachen treiben ihr Unwesen. Grund genug, dass jeder sie für verrückt hält. Als das Tiger-Team sie in ihrem kleinen Schloss besucht, müssen sie feststellen, dass es hier tatsächlich spukt. Die drei Tiger ermitteln und versuchen, die Geheimnisse um das Schloss zu enträtseln. Gibt es die Drachen wirklich?

„Tiger Team 02 – Das Schloss der blauen Drachen“ ist der zweite Band der neuaufgelegten Reihe an Jugendabenteuerromanen bzw. Jugendkrimis oder -detektivromanen mit interaktivem Element, ermittelt man doch gemeinsam mit dem Tiger Team und kann seine Ergebnisse mit dem beiliegenden Decoder abgleichen, bevor die Handlung fortgeht (mein Ergebnis: streng gewertete 18 von 25 Punkte). Die Reihe, die seit den 90er Jahren erscheint und unzählige Adaptionen (Film, Spiel) nach sich gezogen hat, liegt nun in neuem Gewand, neuer Zählung und neuen Abenteuern vor. Dabei wird sie für Leser:innen ab 9 Jahren empfohlen, eine Einschätzung, die ich durchaus teile und für altersgerecht halte.

Die Handlung ist durchaus spannend, wenn auch relativ simpel und nicht allzu komplikationslastig, was aufgrund der Kürze des Abenteuers allerdings auch nicht anders zu erwarten war. Auch ist der Fall gut angelegt, regt zum Miträtseln ein und gibt am Ende für einige Rätsel durchaus auch Hinweise, sodass selbst der unerfahrendste Jungdetektiv den ein oder anderen Punkt für sich einfahren kann. Dabei wird die Handlung toll von Pablo Tambuscios Illustrationen unterstützt und sogar ergänzt, sind doch gerade die Illustrationen handlungstreibend und bieten überhaupt erst die Möglichkeit, aus der Geschichte ein interaktives Abenteuer zu machen.

Das Setting ist gelungen, aber etwas austauschbar. So entführt Thomas Brezina – Starautor bereits meiner Kindheit – die jungen Leser:innen in eine altertümliche, aber stark gesicherte Villa, deren Geheimnisse und Umgebung durch das Tiger Team erkundet werden müssen. Dabei baut der Autor geschickt, aber auf niederschwelligem Niveau, kind- und damit altersgerechte Themen mit ein um den Leser:innen somit auch Anknüpfungspunkte an ihr tägliches Leben zu bieten.

Die einzelnen Figuren sind – auch mit den Charakterbögen zu Beginn – durchaus gut ausgearbeitet, aber auch etwas schematisch dargestellt, werden sie doch im Wesentlichen auf ihre Kerneigenschaften reduziert, zum Beispiel bei Luk das Technikverständnis und die Kombinationsgabe. Ich würde erwarten und hoffen, dass sich die Figuren im Laufe des Romans weiterentwickeln, komplexer werden. Thomas Brezinas Schreibstil lässt sich hierbei leicht und flüssig lesen, versetzt einen zurück in seine Jugend und lässt das Kopfkino – zusammen mit Pablo Tambuscios Illustrationen – sofort anlaufen.

Die Buchgestaltung ist gelungen. Lektorat und Korrektorat haben ordentlich gearbeitet, der Buchsatz setzt Text und Bild zu einem tollen Gesamtprodukt. Der Umschlag ist auf Cover, Coverrückseite und Buchrücken hochwertig geprägt und mit blauen Coverinnenseiten versehen – der Farbe der Illustrationen. Das Covermotiv ist dabei zielgruppenorientiert aber durchaus ansprechend, mich überzeugt vor allem zudem die Coverrückseite, die Spannung erzeugt.

Mein Fazit? „Tiger Team 02 – Das Schloss der blauen Drachen“ ist ein durchaus spannender und interaktiver Abenteuerroman für Kinder, der auch dank seiner Illustrationen überzeugt, aber – auch für die Zielgruppe – etwas mehr Komplexität hätte vertragen können. Für Leser:innen des Genres bedenkenlos zu empfehlen – ab dem vorgeschlagenen Lesealter von neun Jahren.

Von kleinen Helden und süßen Fratzen

Auch heute möchte ich Euch zwei Neuzugänge vorstellen – und sie könnten kaum zauberhafter und süßer sein. „Chiikawa – Süßer kleiner Fratz 01“ von NAGANO (Tokyopop) ist dabei ein sensationell erfolgreicher Manga, der als Rezensionsexemplar vermittelt von der Agentur Literaturtest zu mir kam. „Die Hüter des magischen Waldes – Finde die geheimen Kristalle!“ von Cee Neudert mit Illustrationen von Philipp Ach (Baumhaus Verlag in der Bastei Lübbe AG) erreichte mich hingegen – ebenfalls als Rezensionsexemplar- über die Bloggerjury. Letzteres ist ein Kinderabenteuerspielbuch für Leser:innen ab neun Jahren, die den Fortgang der Geschichte mit ihren Entscheidungen maßgeblich beeinflussen können. Ich bin schon ganz gespannt, ob es mir gelingt, mit den Tieren gemeinsam den großen Baum zu retten – und bin begeistert, von den bunten Zeichnungen, die mich in „Chiikawa“ erwarten. Das wird süß!

Wann habt Ihr zuletzt einen Manga gelesen?

[Buchgedanken] Caryl Lewis: „Ein Sommer voller Wunder“

Vor kurzem habe ich „Ein Sommer voller Wunder“ von Caryl Lewis gelesen. Das Jugendbuch ist 2023 in der arsEdition GmbH erschienen, die Originalausgabe wurde 2022 unter dem Titel „Seed“ bei Macmillan Children’s Books, einem Imprint von Pan Macmillan veröffentlicht. Illustriert wurde das Buch von George Ermos, für die Übersetzung zeichnet Diana Steinbrede verantwortlich. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Marty hat nicht viel. Im Gegensatz zu seiner Mutter, die Milliarden von Dingen besitzt: Zeitungen, löchrige Schuhe, rostige Rasenmäher, kaputte Bilderrahmen – sie hebt einfach ALLES auf! Marty tut sein Bestes, um sich um sie zu kümmern und fragt sich, ob sich jemals etwas ändern wird. Doch an Martys Geburtstag macht sein Großvater ihm ein außergewöhnliches Geschenk: Einen magischen Kürbissamen! Die Kürbispflanze, die daraus erwächst, wird immer größer und bringt Marty, seinen Opa und seine beste Freundin Gracie auf eine unmögliche, wundervolle Idee. Und schon sind die drei mittendrin in einem wilden Abenteuer voller Hoffnung, Träume und Wunder! 

„Ein Sommer voller Wunder“ ist ein Roman an der Grenze vom Kinder- zum Jugendbuch, wobei ich es bei der Eingruppierung als (phantastisches) „Jugendbuch“ belassen habe, wird es doch für Leser ab 9 Jahren empfohlen – eine Alterseinschätzung, die ich im Wesentlichen für zutreffend halte. Dabei wird die Geschichte durch eingeflochtene, teils ganzseitige Illustrationen von George Ermos gut unterstützt, visualisiert und ergänzt.

Die Handlung ist altersgerecht und abwechslungsreich, durchaus inspirierend und mit wichtiger Botschaft, teils aber auch mit Logiklücken versehen und ziemlich abstrus. Caryl Lewis behandelt dabei in dem Roman eine Fülle an Problemen und Themen, seien es psychische Krankheiten, Mobbing, Inklusion, Freundschaft oder auch Vernachlässigung. Die einzelnen Themen werden hierbei durchaus präsent und nicht nur an der Oberfläche besprochen – verbleiben aber kindgerecht und werden gut aufgearbeitet.

Das Setting überzeugt ebenfalls. So entführt Caryl Lewis den Leser in ein beschauliches englisches Städtchen – Schrebergartenanlage inklusive – und auf eine abenteuerliche Reise bis hin ins weit entfernte Paris. Dabei gelingt es ihr, die verschiedenen Lebensentwürfe und Herkünfte, die Probleme und Nachteile, mit denen die Kinder aufwachsen, organisch und gleichberechtigt gegenüberzustellen.

Die einzelnen Charaktere sind im Wesentlichen vielschichtig angelegt, zumindest in altersgerechter Tiefe. Hierbei überzeugt vor allem Gracie als unerschrockene, humorvolle und starke Freundin, während gerade die erwachsenen Charaktere durchweg für Irritationen sorgen – vielleicht mit Ausnahme der Mutter von Marty. Der Schreibstil von Caryl Lewis ist hingegen leicht und flüssig lesbar, zielgruppenorientiert und sehr bildhaft.

Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat und Korrektorat sind zwar Kleinigkeiten durchgerutscht, diese schmälern aber das Lesevergnügen nur geringfügig. Der Buchsatz überzeugt, auch wenn man die Listen vielleicht noch innovativer hätte setzen können. Cover und Coverrückseite sind farblich toll und wunderschön anzusehen, auch wenn ich mir hier noch einen etwas stärkeren Bezug zur Handlung gewünscht hätte.

Mein Fazit? „Ein Sommer voller Wunder“ ist ein Jugendbuch, das mit toller Message, wundervollen Bildern und einer kurzweiligen Handlung überzeugt, die allerdings teils ins Unlogische und Abstruse abgleitet. Für Kinder und Jugendliche dennoch zu empfehlen – ab dem vom Verlag vorgeschlagenen Lesealter von 9 Jahren, vielleicht auch ein Jahr früher.