[Blogtour] Ein Blick in Kings Tagebuch | Isabel Kritzer mit „London Royals. Der Kronprinz“

Heute macht die Blogtour zu „London Royals. Der Kronprinz“ von Isabel Kritzer (Impress, Carlsen Verlag GmbH) bei mir halt und ich darf Euch einen exklusiven Einblick in das streng geheime Tagebuch von Liron aka DJ KiNG geben.

Dear Diary,

fuck! Fuck! FUCK!

Wie konnte das nur passieren?
Ein Abend, und nichts ist mehr so, wie es vorher war … okay, eigentlich waren es zwei Abende. Denn gestern, endlich?, habe ich das Mädchen aus dem „Emperor“ wiedergetroffen, ich habe sie trotz der vergangenen drei Jahre sofort erkannt. Sie hat sich kaum verändert, ihre Präsenz, ihre Augen haben mich sofort wieder in ihren Bann gezogen. Wenn sie es nicht schon weiß, muss ihr jemand sagen, dass man an ihren Augen ablesen kann, was sie denkt – und fühlt. Faszinierend …
Nur das Lächeln, das damals im „Emperor“ noch ihr Gesicht zum Leuchten gebracht hatte, fehlte gestern – verständlich, bin ich doch wie ein Idiot in sie hineingelaufen. Apropos Idiot … anscheinend habe ich mich danach weiter wie einer verhalten – was ich genau gesagt habe, weiß ich nicht mehr – zu abgelenkt war ich von ihrem atemberaubenden schwarzen Kleid, in dem sie wie eine Mischung aus Filmstar und Göttin aussah – der tiefe Ausschnitt half mir nicht gerade, mich auf das Gespräch zu konzentrieren …
Jedenfalls scheine ich es versaut zu haben – sie war den ganzen Abend nicht mehr bei der Aftershow-Party. Was ein einfacher Job hätte sein sollen, eine Gefälligkeit für einen Freund, endete so in einem Desaster … die ganze Zeit suchten meine Augen den Raum nach dem einen Gesicht, dem einen Menschen ab, für den ich sofort alles stehen und liegen gelassen hätte – aber sie war nicht mehr da. Selbst Alexej warf mir zwischendurch irritierte Blicke zu – es war sicherlich eines meiner schlechtesten Sets, die ich je aufgelegt habe – aber ich war einfach nicht bei der Sache.
Wenn mich dieser Abend eines gelehrt hat, dann das, was ich insgeheim schon immer befürchtet habe: für dieses Mädchen (ich kenne nicht einmal ihren Namen!), würde ich das Versprechen, das ich meiner Mutter gegeben habe, brechen. Immer und immer wieder. Doch wie wahrscheinlich war das jetzt noch, nachdem ich sie so vor den Kopf gestoßen habe (fast wörtlich!). Wie groß war die Chance, sie wiederzusehen? Muss ich jetzt erneut drei Jahre warten???

So long London,
Liron

Ich hoffe, Euch hat der kleine Einblick in das Leben des männlichen Protagonisten gefallen :). Diesen – und die anderen Blogtourbeiträge – findet Ihr übrigens auch auf Instagram (mein Account: @erik.huyoff), dort könnt Ihr auch eine tolle Buchbox zu „London Royals. Der Kronprinz“ gewinnen. Allen viel Glück dabei!

[Buchgedanken] Isabel Kritzer: „London Royals. Der Kronprinz“

In den letzten Tagen habe ich auch „London Royals. Der Kronprinz“ von Isabel Kritzer gelesen. Der Roman ist 2024 bei Impress in der Carlsen Verlag GmbH erschienen und dem Genre New Adult Romance zuzuordnen, das mir vorliegende Exemplar entstammt der Schmuckausgabe von Buchmädchen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an Isabel für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars als Teil ihres Bloggerteams.

Als die Tänzerin Solace River in einem Londoner Nachtclub auf den mysteriösen DJ KiNG trifft, ahnt sie nicht, wie sehr sein Name Programm ist. Eingeengt von seinen royalen Pflichten und den damit verbundenen Erwartungen, führt der charmante Kronprinz nachts ein wildes Doppelleben, welches unter keinen Umständen auffliegen darf, wenn er seinen bereits dürftigen Ruf nicht völlig ruinieren möchte. Ausgerechnet Solace führt den bekanntesten Social-Media-Account der Stadt und könnte Kings Identität mit nur einem Post offenlegen. Als sich ihre Wege immer wieder kreuzen, wird aus anfänglicher Faszination bald mehr. Doch schafft es Solace, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und kann King sein Misstrauen überwinden? 

„London Royals. Der Kronprinz“ ist der neue Roman von Isabel Kritzer, den ich vorab testlesen und dessen Release ich im Bloggerteam von Isabel unterstützen durfte – die Rezension erfolgt natürlich unvoreingenommen und im Hinblick auf das nunmehr final vorliegende Buch. Dabei handelt es sich um einen in sich abgeschlossenen Einzelband, der allerdings durchaus Potential für weitere Teile bieten würde, und um einen Roman, der sich relativ leicht dem Genre „New Adult Romance“ zuordnen lässt, erfüllt er doch alle Genrevorgaben und bietet spannende Tropes wie „Forbidden Love“.

Die Handlung ist durchaus spannend und abwechslungsreich, teils natürlich genrebedingt vorhersehbar, aber insgesamt sehr unterhaltsam und – in einigen Szenen – sehr heiß, sodass man einfach nur so durch die Seiten fliegt, ein wahrer Pageturner. Und auch wenn der zum Schluss noch eingefügte Epilog das Ende fast etwas zu kitschig aussehen lässt (gegebenenfalls hätte man einfach nach dem letzten Kapitel aufhören können), trübt dies das Lesevergnügen doch in keiner Weise, freut man sich doch mit Sol und Liron, auch wenn ich viel lieber Poppy und Rosie noch ein Happy-End spendiert hätte.

Das Setting ist naturgemäß traumhaft. So entführt die Autorin die Leser:innen nach London, in eine Stadt, die geprägt ist von Kunst und royaler Tradition, nimmt sie mit ins Royal Opera House und in städtische Hotspots, die danach schreien, selbst erkundet zu werden – die Liebe zu London scheint hier durch jede Seite durch. Dabei vermischt Isabel Kritzer wichtige Themen wie Selbstbestimmung, Freundschaft und – natürlich – Kunst zu einem tollen Gesamtpaket, wobei ich mir hier noch mehr zu der Zeit auf der Guildhall gewünscht hätte, gern noch mehr mit den Drama Queens die schönen Künste erkundet hätte.

Die einzelnen Figuren sind im Wesentlichen vielschichtig, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Neben den durchaus tollen Hauptcharakteren überzeugen mich hier vor allem Poppy und Rosie – selten passiert es, dass ich mich in mehrere (Neben-)Charaktere quasi schockverliebe. Daher würde es mich unglaublich freuen, irgendwann noch mehr von ihnen zu lesen, vor allem Poppy hat einen ganz speziellen Platz in meinem Leserherzen erobert. Isabel Kritzers Schreibstil lässt sich zudem leicht und flüssig lesen und das (spicy) Kopfkino sofort anlaufen.

Die Buchgestaltung überzeugt größtenteils. Lektorat und Korrektorat sind zwar einige (kleinere) Fehler durchgerutscht, der Buchsatz hingegen ist wirklich schön, der Einbau von Chatnachrichten mit Emojis durchaus innovativ. Das Cover ist genretypisch gestaltet, kann aber mit der Farbgebung glänzen und wirkt sehr edel, auch wenn Prägungen und/oder farbige Coverinnenseiten das bereits hochwertige Gesamtprodukt sicherlich noch abgerundet hätten. Der (dreiseitige) Farbschnitt der Exklusivausgabe greift das Thema des Buches und die Farbgebung des Covers auf und setzt diese toll um.

Mein Fazit? „London Royals. Der Kronprinz“ ist ein New Adult Pageturner, der mit einer abwechslungsreichen Handlung und einem unglaublichen Setting brilliert – und durchaus heiße Sexszenen liefert. Für Leser:innen des Genres daher bedenkenlos zu empfehlen – allerdings erst ab dem vom Verlag vorgeschriebenen Lesealter von 16 Jahren.

Wunderschöne Rezensionsexemplare | Carlsen-Farbschnitte im Doppelpack

In den letzten Tagen erreichten mich auch diese beiden wunderschönen Bücher als Rezensionsexemplare. „London Royals. Der Kronprinz“ von Isabel Kritzer (Impress in der Carlsen Verlag GmbH) kam dabei als Teil einer Bloggerbox zu mir, „Moonlight Academy. Feenzauber“ von Julia Kuhn (ebenfalls Carlsen) im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de – vielen Dank dafür jeweils! Als Teil von Isabels Bloggerteam und als Testleser des Buches bin ich schon ganz auf die finale Version ihres Romans gespannt, der den Leser nach England entführt. Und auch Julias Buch geht in eine (geographisch) ähnliche Richtung, erkundet man doch mit der Protagonistin die geheime Feenwelt Irlands durch die Reise zur Moonlight Academy. Doch das ist nicht die einzige Gemeinsamkeit – sehen die beiden Romane mit ihren Farbschnitten nicht auch unglaublich toll aus?

England, Irland – oder doch ein ganz anderes Setting? Wo reist Ihr literarisch gern hin?

Und jährlich grüßt das … Bloggerteam

Bevor es in den nächsten Tagen mit Rezensionen und Neuzugängen weitergeht, habe ich heute erst einmal tolle Neuigkeiten für Euch. Denn auch in diesem Jahr bin ich wieder Teil des Bloggerteams von Isabel Kritzer – als einer der wenigen „Kings“ bei den „Kings and Queens“. Gemeinsam begleiten wir den Release von Isabels neuestem Roman „London Royals. Der Kronprinz“, der in wenigen Tagen bei Carlsen Impress erscheinen wird.

Es freut mich immer wieder, Isabel bei ihren Veröffentlichungen zu unterstützen – und ich habe ja auch bereits „London Royals. Der Kronprinz“ testgelesen – da kommt großes auf uns zu! Von Isa habe ich übrigens pünktlich vor meiner heutigen Fahrt nach Nürnberg gestern noch Post erhalten – sind das Magnetlesezeichen und das kleine Stückchen Glück nicht wirklich goldig?

Isabels neues Buch ist übrigens ein in sich abgeschlossener Band einer New-Adult-Reihe, die – wie sollte es anders sein – in London spielt und Bezüge zu den Royals hat. Mal ganz ehrlich: Was will man mehr?

Ava Reed in Worms: Ein ganz besonderer Leseabend

Gestern Abend besuchte ich eine Lesung von Ava Reed, die im Wormser Thalia ihr neuestes Jugendbuch „Die Stille meiner Worte“ (Ueberreuter Verlag) präsentierte. Natürlich nutzte ich zusammen mit anderen Bücherverrückten die Gelegenheit, vorher ausgiebig in der Buchhandlung zu stöbern, und viel zu viel zu kaufen (#avaistschuld)! 20180414_195732Nicht nur die drei fehlenden Titel meiner Ava-Reed-Buchsammlung, sondern auch der zweite Teil von Stefanie Hasses Reihe „BookElements“ und „Animant Crumbs Staubchronik“ von Lin Rina hüpften, fast ganz ohne mein Zutun, in die Beutel. Apropos Beutel! Auch davon gingen gleich drei verschiedene mit zu mir, unter anderem der heißbegehrte „Bücher verwandeln Muggel in Zauberer“-Beutel. Zuguterletzt konnte ich natürlich nicht durch den verdammt gut sortierten Thalia gehen, ohne auch noch eine Funko-Pop-Figur von Chewie mit zu mir zu nehmen.

20180414_185643_001Dann ging aber auch bereits schon die Lesung los. Ava startete mit einer munteren Fragerunde zum Thema „Autor werden“, besprach unter anderem die Vorteile der einzelnen Veröffentlichungswege übers Selfpublishing und über Verlage, und redete auch über ihr eigenes Schreiben, ihren Werdegang und ihre Schreibroutinen (Deadlines :D). Besonders an der Lesung war, dass Avas Eltern zum ersten Mal als Gäste an einer ihrer Lesungen teilnahmen. Die Atmosphäre war entspannt, gelassen, fröhlich – einfach besonders und magisch. Ich glaube, ich habe noch nie eine Lesung erlebt, in der im Vorfeld so viel gelacht wurde. Ich durfte Ava ja bereits in Leipzig im Rahmen einer Lesung und Signierstunde kennenlernen. Sie ist genau so, wie man sie sich durch ihre Videos, Blog- und Facebookbeiträge vorstellt. Supersympathisch, locker – und sie nimmt sich viel Zeit für jeden ihrer Leser.

20180414_195453Als Ava begann, aus „Die Stille meiner Worte“ zu lesen, kehrte wahrlich Stille ein. Gefühlvoll, eindringlich las sie verschiedene Passagen aus dem Buch und verschaffte einen Überblick über die Figuren und ihre Motive. Dankenswerterweise las sie auch einige andere Passagen als in Leipzig, sodass es auch für mich neue Facetten zu entdecken gab – und ich lernte endlich Levi kennen, auf den ich mich im Buch besonders freue (dass nun sicherlich nicht mehr lange subbt). Im Anschluss an die Lesung nahm Ava sich viel Zeit um alle mitgebrachten und gekauften Bücher zu signieren, beantwortete geduldig Fragen und schoss mit jedem Erinnerungsfotos. Ein wirklich gelungener Abend – für jeden Beteiligten (und sicherlich auch für Thalia). Sollte unbedingt wiederholt werden!

[Buchgedanken] Valentina Fast: „Royal: Eine Krone aus Alabaster“

Die erste Rezension des neuen Jahres gebührt einem wirklichen Highlight. Um den Jahreswechsel habe ich „Royal: Eine Krone aus Alabaster“, den zweiten Sammelband von Valentina Fasts märchenhafter Buchreihe gelesen. Er beinhaltet die e-Book-Teile 3 und 4 und ist als Impress Taschenbuch 2017 im Carlsen Verlag erschienen. Das Buch ist am ehesten dem Genre Dystopie zuzuordnen, die Besprechung des Vorgängerbandes findet ihr hier.

~~~ Achtung! Die Buchbesprechung könnte leichte Spoiler aufweisen ~~~

51xptekbwwl-_sx319_bo1204203200_Obwohl sich die Reihen der Kandidatinnen merklich lichten, weiß noch immer keine von ihnen, welcher der vier jungen Männer der Prinz ist. Während Tatyanas Mitbewohnerin Claire bereits hoffnungslos einem der Männer verfallen ist, tobt in Tatyana ein Kampf der Gefühle. Obwohl Phillip ihr Herz bei jeder Bewegung in Aufruhr versetzt, spürt sie, dass er ihr etwas verheimlicht. Etwas, das mit ihren verlorenen Erinnerungen zusammenhängt. Als sie endlich die Wahrheit erfährt, ist nichts mehr so, wie es vorher war.

Die Handlung von „Royal: eine Krone aus Alabaster“ knüpft nahtlos an den Vorgängerband an und schreibt diese kontinuierlich fort. Auch vom Niveau her kann der Band – trotz kleinerer Schwächen – mit dem ersten Teil mithalten. Insbesondere bin ich weiterhin ein Fan des sehr gelungenen Weltenbaus und der Ich-Perspektive, die den Leser nah an den Gedanken und Gefühlen von Tanya hält.

Der Spannungsbogen wird die ganze Zeit gehalten, und der Leser durch unerwartete Wendungen durchaus ins Ungewisse geführt. Kleinere, logische Ungereimtheiten mindern dabei nicht das Lesevergnügen. Die Charaktere, insbesondere Claire, entwickeln sich stetig weiter und sind das Herzstück des Romans, der mit glänzenden Nebencharakteren (unter anderem Erica und Charles) punktet. Lediglich das Handeln der Protagonistin erschien mir gelegentlich nicht nachvollziehbar.

Auch wenn der Cliffhanger am Ende des Romans nicht so stark ausfällt, wie im Vorgängerband, liegt dennoch keine abgeschlossene Handlung vor und der Roman kann keinesfalls als Standalone gelesen werden. Als Mittelteil einer Trilogie funktioniert er hingegen gut und läutet ein spannendes Finale ein. Valentinas Schreibstil ist flüssig, gefühlvoll und lässt sich gut lesen. Das Cover ist ein Traum und bietet einen hohen Reihenwiedererkennungswert. Buchsatz, Lektorat und Korrektorat haben ordentlich gearbeitet.

Mein Fazit? „Eine Krone aus Alabaster“ ist eine gelungene Fortsetzung von Valentina Fasts spektakulärer Royal-Trilogie. Leichte Unstimmigkeiten werden durch einen gelungenen Weltenbau und überwiegend tolle Charaktere mehr als wettgemacht. Die Buchreihe gehörte zurecht zu meinen Lesehighlight 2017 – der Abschluss der Reihe kann gar nicht schnell genug erscheinen.

 

[Buchgedanken] Stefanie Hasse: „BookElements. Die Magie zwischen den Zeilen“

Was wäre passender zum Welttag des Buches als eine neue Rezension? Na dann los :)!

Vor einigen Tagen habe ich als fünftes Buch in meinem fantastischen Lesefrühling den Reihenauftakt „BookElements. Die Magie zwischen den Zeilen“ von Stefanie Hasse gelesen. Das Buch ist 2017 bei Im.press Taschenbuch erschienen und wurde zuerst 2015 im Carlsen Imprint „Im.press“ als e-Book veröffentlicht. Aus meiner Sicht ist es dem Genre „Young-Adult Urban Fantasy“ zuzuordnen. Als e-Books sind bereits drei Teile der Reihe veröffentlicht, als Taschenbuch folgt der zweite im Herbst 2017.

Melinda „Lin“ East arbeitet in der Bibliotheca Elementara als Wächterin. Zusammen mit 51d2bcdbmf9l-_sx319_bo1204203200_ihren Teammitgliedern Ric, Peter und Coral streift sie durch die Straßen und fängt dort seelenlose Romanfiguren, die von Lesern, die sich in die Charaktere verliebt haben, aus den Büchern herausgelesen wurden. Nur ihrem Lieblingscharakter Zac aus dem Roman „Otherside“ ist sie noch nie begegnet. Als die herausgelesenen Romanfiguren plötzlich Anomalien entwickeln und die ersten Söldner aus „Otherside“ auftauchen, bricht Panik unter den Wächtern aus und eine uralte Prophezeiung kommt wieder ans Tageslicht.

Auch wenn das Prinzip, dass Romanfiguren in die reale Welt geholt werden, nicht gänzlich neu ist, setzt Stefanie Hasse es auf eine interessante und innovative Weise um. „BookElements“ ist nämlich mehr als ein Roman, es ist zugleich auch ein Manifest für die Liebe zu Büchern. Die Handlung strotzt vor unerwarteten Wendungen, die den Spannungsbogen die ganze Zeit halten. Zwar darf auch das – im Genre übliche – Love Triangle nicht fehlen, es ist jedoch angenehm im Hintergrund gehalten und dominiert nicht das ganze Geschehen. Als kleine Easter-Eggs werden auch nicht nur Mythen wie Samhain eingebunden, sondern es wird auch auf moderne Bestseller Bezug genommen – so kann gleich getestet werden, wer als Booknerd wirklich alle herausgelesenen Protagonisten erkennt.

„BookElements“ besticht vor allem durch die Charaktere und das Zusammenspiel zwischen ihnen. Gut gefallen hat mir, dass die einzelnen Wächter nicht nur den Elementen zugeordnet worden sind, sondern sich die Elemente auch in ihren Wesenszügen widerspiegeln. Beständig wie die Erde, aufbrausend wie das Feuer, so kann man sich gut mit den einzelnen Protagonisten identifizieren und sich in ihnen wiederfinden.

Mir persönlich kam das Ende etwas schnell und überhastet, hier hätte ich mir ein paar mehr Seiten gewünscht. Ich möchte jedoch zugleich auch festhalten, dass das Ende mich nicht nur sehr (positiv) überrascht hat, sondern gleichsam auch endlich mal, trotz des Reihenformats, kein gänzlich offenes Cliffhanger-Ende ist, sondern den Roman gut abschließt – etwas, was in letzter Zeit bedauerlicherweise zur Seltenheit geworden ist.

An Lektorat, Korrektorat und Buchsatz gibt es nichts auszusetzen, auch das Cover ist grundsätzlich sehr gelungen. Ich persönlich hätte mir jedoch noch etwas mehr farbige Elemente gewünscht, die als Eyecatcher gedient und die einzelnen Elemente widergespiegelt hätten (anzusehen als Kritik auf einem ganz, ganz hohen Niveau).

Mein Fazit: „Die Magie zwischen den Zeilen“ ist ein vielversprechender Auftakt zu Stefanie Hasses „BookElements“-Reihe. Der Urban-Fantasy-Roman punktet durch starke, interessante Charaktere sowie durch eine spannende Handlung mit vielen unerwarteten Wendungen. Dabei kann insbesondere das – zwar leicht schnelle – Ende besonders überzeugen. Für Fans des Genres – und Buchliebhaber generell – bedenkenlos zu empfehlen. Ich freue mich jedenfalls schon auf die weiteren Teile.

[LBM2017] Tag 2 – die Ruhe vor dem Sturm

Wie bereits angekündigt ließ ich es heute etwas ruhiger angehen, um etwas Kraft für den morgigen Tag zu sparen, der mir nicht nur viele Treffen mit Kollegen, sondern auch tolle Veranstaltungen mit Valentina Fast und Ava Reed bringen soll. Daher heute für Euch nur das Bild einer Lesung und einige erste Messeimpressionen :).20170324_105023

Zu Beginn des Tages besuchte ich direkt eine Lesung von Anne Freytag, die aus ihrem neuen Buch „Den Mund voll ungesagter Dinge“ las. Anne Freytag, gerade für ihr Vorgängerwerk „Mein bester letzter Sommer“ mit einer Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis bedacht, fesselte mit ihrer Lesung das gesamte Publikum und ließ uns an dem Leben der 17-jährigen Sophie teilhaben.

20170324_123625Im Anschluss stöberte ich ein bisschen durch die Hallen, hörte mir einen Teil der Lesung von Liane Mars an und bewunderte den Stand von Iny Lorentz, die sich in diesem Jahr einen eigenen Messestand voller historischer Romane gegönnt haben. Sie verwalten ihn selbst und stehen dort beide bereit, um mit Fans zu reden, Autogrammwünschen nachzukommen und Fotos zu machen. Trotz Millionen-Auflagen komplett auf dem Boden geblieben – ein Vorbild für jeden Autoren.

Zur Mittagszeit ging es zum großen NaNoWriYeah-Treffen. Dort haben sich alle teilnehmenden Verlagsimprints (be beyond [Bastei Lübbe], Dark Diamonds & Impress [Carlsen], Forever & Midnight [Ullstein], Feelings & Topkrimi [Droemer Knaur]), sowie die Initiatoren und Moderatoren der Gruppe (Nina MacKay, Isabell Schmitt-Egner, Nicole Gozdek und Andi Dutter) vorgestellt. Es war toll, auch mal in echt die Menschen kennenzulernen, die hinter dem Mammutprojekt stehen.

Am Nachmittag schlenderte ich zum ersten Mal gemütlich durch die Halle der Manga Comic Convention. Tolle Cosplays, interessante Stände und Verlosungen luden mich direkt ein, dort zu bleiben – ich hätte Stunden dort verbringen und ganz, ganz viel Geld ausgeben können^^. Immerhin ist ein neuer Funko bei mir eingezogen: Luke Skywalker als X-Wing-Flieger. Sicherlich werde ich mit etwas Muße am Sonntag nochmal über die Con laufen, mir vielleicht auch den ein oder anderen Zeichner ansehen und noch einige Kleinigkeiten kaufen.

Zum Abschluss des Tages ließ ich mir dann noch schnell beim Drachenmond-Verlag Bücher von Alexander Kopainski, Andi Dutter und Julia Adrian signieren. Die Verlagsbücher sind alle so schön – eigentlich hätte jedes einen Platz in meinem Regal verdient. Auch hier nochmal ein großes Lob an Astrid, die Designer Alex, Marie und Rica, sowie die vielen tollen Autoren (Julia! Dein Buch macht mich fertig!). Im Anschluss an die Signierstunde traf ich mich noch mit einigen netten Kollegen und ließ den Messetag bei Keks und Kuchen gemütlich ausklingen.

[Buchgedanken] Valentina Fast: „Royal – Ein Königreich aus Glas“

Einer Tradition folgend (okay, zum zweiten Mal): Heute eine Rezension, getippt im Pressebereich einer Buchmesse.

Das Warten hat sich definitiv gelohnt! In den letzten Tagen habe ich „Royal – Ein Königreich aus Glas“ von Valentina Fast gelesen und damit den phantastischen Lesefrühling für mich eröffnet. „Ein Königreich aus Glas“ ist ein Sammelband der ersten beiden e-Books der Royal-Reihe und erschien vor einigen Wochen – nach einer mehr als einjährigen Wartezeit – als Printexemplar bei im.press Taschenbuch. Es ist am ehesten als dystopisches Jugendbuch einzugruppieren, auch wenn die Liebe natürlich eine zentrale Rolle spielt. „Ein Königreich aus Glas“ vereint die beiden ersten e-Book-Bände der erfolgreichen Royal-Reihe.

Ganz Viterra ist in Aufruhr. Der Thronfolger, der während seiner gesamten Kindheit vor51xj8vajhil-_sx319_bo1204203200_ seinem Volk versteckt wurde, um ihm ein normales Leben zu ermöglichen, sucht eine Prinzessin. Alle jungen Frauen von Viterra sind aufgerufen, an einem Casting teilzunehmen und das Herz des Prinzen zu erobern. Einzige Schwierigkeit: Zuerst gilt es, ihn unter vier jungen Männern zu finden. Tatyana *Tanya* Salislaw ist ein ganz normales Mädchen. Nach dem Tod ihrer Eltern wächst sie bei ihrer Tante auf, die sie vor der Welt abschirmt und zu Hause erzieht. Nur ihrer Tante zuliebe, und um sich eine eigene Zukunft zu ermöglichen, nimmt sie am Casting teil. Sie wünscht sich nichts sehnlicher, als in der Goldschmiedewerkstatt ihrer Schwester ein neues Leben zu beginnen und zählt die Tage, bis zum Ende des Wettbewerbes, wenn sie endlich, endlich zurück in ihr altes Leben kann. Doch dann … treten die jungen Männer in ihr Leben und werfen ihren Plan vollends über den Haufen.

Wenn man „Royal“ liest, drängt sich geradezu der Vergleich mit Selection (meinem Jahreshighlight 2016) auf. Doch „Royal“ braucht ihn nicht zu scheuen. Mit unerwarteten Wendungen, gefühlvollen und humorvollen Szenen sowie grandiosen Charakteren überzeugt Valentina Fasts Roman auf der ganzen Linie (und auch wenn wir erst im März sind, ist die Chance groß, dass Royal auch Teil meiner Jahreshighlights 2017 wird).

Besonders gefallen hat mir der Weltenbau von „Viterra“. Der Autorin gelingt es, die Welt nachvollziehbar und konsequent zu gestalten. Über die Einführung und die Geschichtsstunde der Bewerberinnen erklärt Valentina Fast die Entstehung und die Hintergründe von Viterra und nimmt den Leser an die Hand.

Man lacht und leidet mit den Charakteren, die auch in den Nebenfiguren wie Claire de Clairemont (meiner Favoritin!) plastisch gestaltet sind und für ein tolles Gesamtbild sorgen. Valentina Fast überzeugt dabei mit einem lockeren, leichten Schreibstil, der die Gefühle, die Zweifel und Sorgen der einzelnen Protagonisten gut transportiert. Dabei merkt man, dass sich die Figuren im Laufe der Handlung auch entwickeln und man kann sich gut mit ihnen identifizieren.

Durch ihre unerwarteten Wendungen hält die Autorin den Spannungsbogen jederzeit aufrecht und sorgt dafür, dass man gar nicht aufhören kann zu lesen. Mysteriöse Gestalten und ein einschneidendes Erlebnis lassen einen nach mehr lechzen, um mit Tatyana auch die letzten Geheimnisse zu erkunden, die Viterra und der Palast verbergen.

Das Cover ist wunderschön, Lektorat und Buchsatz überzeugen, lediglich dem Korrektorat sind einige kleinere Fehler durchgerutscht.

Mein Fazit: „Royal – Ein Königreich aus Glas“ ist ein wundervolles Jugendbuch, das nah an die Brillianz von Kiera Cass‘ Meisterwerk „Selection“ herankommt. Es überzeugt mit tollen Charakteren und einer spannungsgeladenen Handlung mit unerwarteten Wendungen, die mich sehnsüchtig auf die nächsten Teile warten lässt. Für Jugendbuchleser bedenkenlos zu empfehlen.

DiesesBuchHatEinenHypeVerdient – Thema: Action/Kämpfe

Willkommen zur letzten Woche der Challenge #DiesesBuchHatEinenHypeVerdient :). Das Thema in dieser Woche lautet: „Action/Kämpfe“. Unter großzügiger Regelauslegung möchte ich Euch heute das Buch vorstellen, auf das ich mehr als ein Jahr sehnsüchtig gewartet habe: „Royal – Ein Königreich aus Glas“ von Valentina Fast, ein perfekter Übergang in die nächsten Wochen. Denn das Ende dieser Challenge ist für mich sogleich der Start in eine neue Aktion. Ab dem 13.03. läuft der Fantastische Lesefrühling, wo ich bis zum 30.04.2017 sieben verschiedene Bücher lese und vorstelle. Und heute möchte ich bereits im Voraus zu der Rezension, die in den nächsten Tagen folgt, meine Begeisterung über das tolle und erste Aktionsbuch mit Euch teilen!

Die e-Books zu der Royal-Reihe erschienen bei Carlsen-Im.press, das Printexempar vor 51xj8vajhil-_sx319_bo1204203200_etwa zwei Wochen als Im.Press Taschenbuch. Dabei deckt das Taschenbuch die ersten beiden e-Book-Bände ab und ist am ehesten als dystopisches Jugendbuch anzusehen.

Das Buch handelt von dem größten und wichtigsten Kampf, den jeder in seinem Leben auszufechten hat. Dem Kampf um die Liebe, um das Herz des perfekten Partners. Und bei „Royal“ treten gleich zwanzig potentielle Prinzessinnen an, um die Herzen von vier jungen Männern zu gewinnen, darunter auch das des Thronfolgers von Viterra.

„Royal“ ist humorvoll, gefühlvoll, spannend und steckt voll unerwarteter Wendungen. Zusammen mit einem perfekten Cover, und dem leichten und flüssigen Schreibstil der Autorin, sowie einem gelungenen Weltenbau überzeugt die Geschichte auf ganzer Linie. Valentina Fasts Roman macht Lust auf mehr und kommt bis auf wenige Millimeter an die Brillianz von „Selection“ heran – ein Vergleich der sich geradezu aufdrängt. Dieses Buch hat einen Hype verdient – und ist bereits jetzt eines meiner Jahreshighlights 2017.

Und wie immer – hier zum letzten Mal, findet Ihr alle Informationen zur Aktion und alle Sammelposts der Vorschläge hier.