Bücherreigen zur Adventszeit 2 | Doppelte Buchpost

Und auch heute möchte ich Euch wieder zwei tolle Bücher zeigen, die mich kurz vor Weihnachten erreichten. Dabei handelt es sich um zwei Rezensionsexemplare: „Sterbewohl“ von Olivia Monti und „Krone der Welt“ von Sabine Weiß. Vielen Dank an die Autorinnen, an Bastei Lübbe und an die Bloggerjury für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare. Ich bin schon sehr gespannt darauf, ins 16. Jahrhundert und in eine dystopische Zukunftsvision einzutauchen.

Kennt jemand die Bücher bereits? In welche Zeit würdet Ihr gern einmal reisen?

[Buchgedanken] Luca Di Fulvio: „Es war einmal in Italien“

In den letzten Tagen habe ich „Es war einmal in Italien“ von Luca Di Fulvio gelesen. Das Buch ist 2020 bei Lübbe in der Bastei Lübbe AG erschienen und dem Genre historischer Roman zuzurechnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über die Bloggerjury.

Ein Waisenjunge, der mit seiner Kamera den Blick auf die Welt verändern will. Ein Zirkusmädchen, das für die Politik brennt. Eine Gräfin, die anderen die Freiheit schenkt. Drei Menschen, die das Schicksal im Jahr 1870 nach Rom führt, das pulsierende Herzstück Italiens auf dem Weg zum Nationalstaat. Inmitten dieser Stadt der Verheißungen kreuzen sich ihre Wege, und ihre Träume scheinen wie durch ein magisches Band miteinander verwoben. Doch das schillernde Rom stellt die drei vor ungeahnte Herausforderungen. Als eines Tages ein dramatisches Ereignis die Ewige Stadt erschüttert, drohen sie alles zu verlieren, was ihnen kostbar ist …

„Es war einmal in Italien“ ist ein sehr detailverliebtes Porträt einer jungen Nation. Dabei illustriert Luca Di Fulvio gekonnt die Gegensätze zwischen arm und reich, Macht und Ohnmacht, Liebe und Hass, und entführt den Leser in das malerische Setting der heiligen Stadt Rom im Jahr der Eroberung 1870.

Hierbei überzeugt der Roman vor allem durch brillante Charaktere. Diese sind – auch in den Nebenrollen – dreidimensional und plastisch angelegt, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Besonders überzeugt haben mich hier Nella, Albanese und Mamma Lucia, aber auch Melo und Ludovico glänzen auf ganzer Linie.

Die Handlung, die eine in Deutschland eher unterrepräsentierte Epoche beleuchtet, ist spannend, abwechslungsreich und wartet immer mal wieder mit unerwarteten Wendungen auf. Dabei gelingt es dem Autor, die Balance zwischen der historischen Entwicklung und den Einzelschicksalen zu wahren und den Leser an die Seiten zu fesseln.

Luca Di Fulvios Schreibstil ist leicht und flüssig zu lesen, anschaulich, unterhaltsam, und wirft sofort das Kopfkino an. Da man sich zudem gut mit den Protagonisten identifizieren kann, möchte man das Buch am besten gar nicht mehr aus der Hand legen und immer tiefer in der Geschichte versinken.

Die Buchgestaltung ist in allen Aspekten gelungen. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben sauber gearbeitet, das Cover ist wunderschön und ein wahrer Eyecatcher. Der Buchumschlag ist auf dem Cover und Buchrücken hochwertig geprägt und wartet mit farbigen, ausklappbaren Coverinnenseiten auf.

Mein Fazit? „Es war einmal in Italien“ ist ein rundum überzeugender historischer Roman, der vor allem mit seinem tollen Setting und wunderbaren Charakteren punkten kann. Für Leser des Genres bedenkenlos zu empfehlen – und ein potentielles Jahreshighlight.

Die Messe beginnt – die Bücher trudeln weiter ein!

Heute beginnt das reguläre Programm der Frankfurter Buchmesse 2020. Doch bevor ich Euch in der nächsten Zeit über die von mir besuchten Veranstaltungen auf dem Laufenden halte, möchte ich heute noch einmal ein paar Bücher zeigen, die mich in den letzten Tagen erreicht haben.

„Es war einmal in Italien“ ist das neueste Werk des Bestsellerautors Luca Di Fulvio und kam zu mir als Rezensionsexemplar – vielen Dank an den Lübbe Verlag / die Bastei Lübbe AG. Zudem erreichte mich das neueste Jugendbuch von Ava Reed – einer meiner Lieblingsautorinnen. „Wenn ich die Augen schließe“ ist signiert von Osiander versandt worden – mit einer tollen Zitatpostkarte als Goodie. Ist es nicht traumhaft?

Wer von Euch kennt die Bücher? Oder hat sogar schon eines davon gelesen?

[FBM2020] Das Online-Event

Ab Morgen findet die FBM2020 statt – online und teils auch im Rahmen von Lesungen über die Stadt verteilt. Da Frankfurt mittlerweile aber auch zum Risikogebiet erklärt worden ist und die Inzidenzzahl 50/100.000 überschritten ist, habe ich mich entschlossen, auf die Live-Events gänzlich zu verzichten und nur an an der Online-Messe teilzunehmen – zumindest an einigen, ausgewählten Events – es ist halt nicht das gleiche :(.

Trotzdem bin ich den Verlagen und AutorInnen sehr dankbar, für das Programm, was sie auf die Beine gestellt haben, um die Leser und Leserinnen zu unterhalten, in buchige Welten zu entführen und den Alltag für einige Augenblicke vergessen zu lassen.

Erste Highlights sind zum Beispiel der Livestream von Ava Reed für Lyx am Messesamstag um 20:00 Uhr oder der Livestream von Stefanie Hasse und Katharina Herzog am Freitag um 19:00 für Loewe. Interessiert bin ich auch an der Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises 2020 am Freitag um 17:30 oder an dem Interview mit Luca Di Fulvio am MIttwoch um 18:00 Uhr für Lübbe.

An welchen Veranstaltungen ich schlussendlich wirklich teilnehme, kann ich noch nicht sagen – aber natürlich halte ich Euch hier auf dem Laufenden. Falls jemand noch Veranstaltungstipps hat – gern rein damit in die Kommentare =).

[Buchgedanken] Sophie Oliver: „Grandhotel Schwarzenberg – Der Weg des Schicksals“ (Schwarzenberg 1)

In der letzten Zeit habe ich den ersten Teil von „Grandhotel Schwarzenberg“ von Sophie Oliver gelesen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an Verlag, Autorin und die vermittelnde Agentur Literaturtest für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. „Grandhotel Schwarzenberg – Der Weg des Schicksals“ ist 2020 in der Bastei Lübbe AG erschienen, zuerst als e-Book bei beHEARTBEAT, in der mir vorliegenden Ausgabe als Taschenbuch bei Lübbe. Der Roman ist als historische Familiensaga einzuordnen. Es ist mein zweites Buch der Autorin nach „Die Gentlemen vom Sebastian Club“.

51YykWXQZxL._SX334_BO1204203200_Bad Reichenhall, 1905. In dem exklusiven Kurort in den bayerischen Alpen verliebt sich die junge Anna Gmeiner in den Salzsieder Michael. Beide wünschen sich ein besseres Leben. Michael beschließt, sein Glück in der Ferne zu suchen und Anna nachzuholen. Doch dann geschieht ein schreckliches Verbrechen und Anna ist gezwungen, einen anderen Mann zu heiraten. Zwischen Salzbaronen, Hoteliers und reichen Kurgästen aus aller Welt muss sie sich ihren Platz im mondänen Bad Reichenhall erkämpfen.

„Grandhotel Schwarzenberg – Der Weg des Schicksals“ schildert die Geschichte von Anna im Bad Reichenhall kurz nach der Jahrhundertwende. Dabei bezaubert das Buch mit einem malerischen Setting. Caféhäuser und Hotels, Burgen, ärmliche Bauten und Wirtschaftsgebäude – der Autorin gelingt es, den Flair der Jahre für den Leser anschaulich zu machen und ihn in die Zeit zu versetzen. Dies wird auch durch eine hervorragende Recherche und eine sehr authentische Sprache unterstützt.

Die Handlung vermag ebenfalls im Wesentlichen zu überzeugend, ist spannend, wenn auch aufgrund des Buchtitels teils vorhersehbar. Dennoch werden auf dem Weg zum Ende immer mal wieder unvorhergesehene Wendungen eingestreut. Apropos Ende – im Gegensatz zu vielen anderen Reihenauftakten bietet „Der Weg des Schicksals“ ein durchaus abgeschlossenes Ende mit einem nur milden Cliffhanger, sodass das Buch sogar als Standalone gelesen werden kann. Die mehreren Handlungsstränge greifen gut ineinander und werden im Verlauf der Handlung zusammengeführt, lassen aber für die Folgebände genug Fragen offen.

Die einzelnen Charaktere werden plastisch und dreidimensional dargestellt, haben eigene Stärken und Schwächen, Ziele und Motive und entwickeln sich auch im Lauf der Handlung weiter. Insbesondere Katharina, aber auch Anna und Leo überzeugen hierbei und erlauben es den Lesern, sich mit ihnen zu identifizieren, mit ihnen zu leiden und zu lachen. Dabei ist Sophie Olivers Schreibstil (neben der oben bereits erwähnten authentischen Sprache) leicht und flüssig lesbar.

Die Buchgestaltung ist ebenfalls auf ganzer Linie gelungen. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben größtenteils sauber gearbeitet, der Text wird mit einer Figurenübersicht und einem Glossar umschlossen. Das Cover ist farblich ein wahrer Eyecatcher und hochwertig auf dem Titel und dem Buchrücken geprägt. Auch die Coverrückseite sieht toll aus und sorgt für einen insgesamt wunderschönen Buchumschlag.

Mein Fazit: „Grandhotel Schwarzenberg – Der Weg des Schicksals“ ist ein in nahezu allen Punkten überzeugender Auftakt in eine Familiensaga, der vor allem dank seines tollen Settings und der historischen Authentizität punkten kann und Lust auf mehr macht. Für Liebhaber des Genres bedenkenlos zu empfehlen.

Buchige Neuzugänge

Heute am Sonntag möchte ich mal wieder die Gelegenheit nutzen, Euch zu zeigen, welche Bücher zuletzt bei mir eingezogen sind. „Grandhotel Schwarzenberg – Der Weg des Schicksals“ von Sophie Oliver erreichte mich als Rezensionsexemplar. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin, den Verlag Bastei Lübbe und die vermittelnde Agentur Literaturtest. Zudem erstand ich Halo Summers „Aschenkindel – Der wahre Prinz“ signiert über den Drachenmond Verlag. Dies ist der Nachfolger zu „Aschenkindel – Das wahre Märchen“, Platz 2 meiner Jahreshighlights 2016.

Doch nun möchte ich Euch die Bilder der Bücher nicht länger vorenthalten. Wer kennt sie schon? Wie fandet Ihr sie?