[Buchgedanken] Ilka Sommer: „Der Weg zu mir: Wolfsbruder“

In den letzten Tagen habe ich „Der Weg zu mir: Wolfsbruder“ von Ilka Sommer gelesen. Das Buch ist 2018 im Selfpublishing erschienen, die mir vorliegende Ausgabe entstammt der ersten Auflage. Vielen Dank an dieser Stelle der Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Eine Genreeinordnung ist jedoch gar nicht einfach. Auch wenn der Roman auf der Coverrückseite als „gesellschaftskritischer Roman“ betitelt wird, würde ich ihn doch eher als esoterisch-spirituellen Roman mit fantastischen Einflüssen sehen.

51GTKclXKFLNach einer kurzen Begegnung auf der Jagd mit einem Wolf gerät Jans Leben völlig aus den Fugen. Seine Arbeit als Banker, seine Beziehung, seine Freundschaften – alles steht auf dem Prüfstand. Bis er für sich den mystischen Weg der Tierkommunikation entdeckt, und damit auch den Weg zu sich selbst. Auf der Suche nach dem Krafttier und seiner neuen Bestimmung wird er von der Tierkommunikatorin Miriam unterstützt. Schritt für Schritt legt Jan dabei seine Ängste ab und erlebt Unglaubliches.

„Der Weg zu mir: Wolfsbruder“ ist mal ein ganz anderes Buch – ich habe bislang nicht allzuviel vergleichbares gelesen und bin in dem Genre nicht zuhause. Und so ganz schlau geworden, bin ich aus dem Roman auch nicht, da die Grenzen zwischen Traum und Geschehen, zwischen Realität und Fiktion in den ganzen Erlebnissen verschwimmen.

Dennoch bin ich froh darüber, es gelesen zu haben – man nimmt aus der Lektüre etwas mit. Und sei es nur, dass man sich selbst auch mit dem Gedanken an Tierkommunikation auseinandersetzt und etwas darüber lernt. Dabei ist es aus meiner Sicht sogar durchaus wahrscheinlich, dass man in gewissen Grenzen mit Tieren kommunizieren kann – allerdings von Angesicht zu Angesicht. Dass man über Bilder Kontakt zu Tieren aufnehmen kann, die man nie gesehen hat und die sich weit entfernt aufhalten, überzeugt mich weiterhin nicht – und auch der Sprachgebrauch der Tiere, insbesondere von Penelope, hat mich sehr irritiert.

Bei „Der Weg zu mir: Wolfsbruder“ handelt es sich – wie bereits oben erwähnt – aus meiner Sicht auch nicht um einen gesellschaftskritischen Roman – schließlich finden in der Gesellschaft alle ihren Platz – und werden mit einem zauberhaften Happy-End belohnt (auch wenn ich mich der Lektorin da anschließe: ein Liebes-Happy-End hat mir ebenfalls gefehlt). Es ist aber ein Buch, das die Entschleunigung propagiert, die Liebe zur und das Leben in Einklang mit der Natur. Es ist ein Buch, das Toleranz einfordert und die Rückbesinnung auf ein harmonisches, selbstbestimmtes Leben im Gegensatz zum allgegenwärtigen „Höher, Schneller, Weiter“.

Die Handlung ist zwar insgesamt – dem Genre geschuldet – vorhersehbar, die Figuren sind aber interessant gestaltet, gerade von Mike bin ich völlig überzeugt. Der Schreibstil der Autorin lässt sich gut und flüssig lesen, insbesondere die Beschreibungen gefallen mir sehr gut und hätten noch mehr und dichter sein können. Zudem hätte ich es spannend gefunden, diese Persönlichkeitsentwicklung, diese Erfahrungen in dem doch sehr auf den Hauptcharakter zentrierten Buch aus dessen persönlicher Ich-Erzählperspektive geschildert zu bekommen. Dies hätte vielleicht für eine noch stärkere Bindung und Identifikation der Leser mit dem Protagonisten gesorgt.

Die Buchgestaltung ist – im Großen und Ganzen – gelungen, und in jedem Fall überdurchschnittlich für ein Selfpublishing-Werk. Lektorat und Korrektorat haben solide gearbeitet, die noch vorhandenen Fehler halten sich in einem absolut akzeptablem Rahmen und stören nicht den Lesefluss. Das Cover ist schön anzusehen – hier hätte es aber durchaus auch noch Raum für mehr Kreativität gegeben. Gleichsam finde ich auch den Buchsatz etwas uninspiriert und sehr nüchtern.

Mein Fazit? Auch wenn ich nicht vom Konzept der Tierkommunikation überzeugt bin, ist „Der Weg zu mir: Wolfsbruder“ ein interessantes Buch für alle, die mal über den Tellerrand hinausschauen wollen. Ob man ihn nun spirituell oder fantastisch, esoterisch oder philosophisch nennt, der Roman nimmt einen mit auf eine Reise in die Welt der Wölfe und lässt einen über das Leben und die Gesellschaft nachdenken.

Doppelte Buchpost

In der letzten Zeit erreichte mich erneut doppelte Buchpost, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Dabei könnten die Bücher unterschiedlicher nicht sein. Mit „Herz in Reparatur“, das neu von Montlake Romance übernommen und heute veröffentlicht wurde, legt Anna Fischer einen romantisch-frechen Liebesroman mit Herz, Seele und Humor vor. Dagegen erwartet einen bei „Der Weg zu mir – Wolfsbruder“ von Ilka Sommer ein gesellschaftskritischer, spiritueller Roman über Tierkommunikation und die Entschleunigung des Lebens, die Rückbesinnung auf die Natur. Vielen Dank an beide Autorinnen, und an Montlake Romance, für den Versand der Rezensionsexemplare. Die dazugehörenden Buchbesprechungen sollten noch diese, respektive nächste Woche folgen – ich bin schon ganz gespannt!

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[Buchgedanken] Halo Summer: „Froschröschen – Das wahre Märchen“

In den letzten Tagen habe ich „Froschröschen – Das wahre Märchen“ von Halo Summer gelesen. Das Buch ist 2018 im Selfpublishing erschienen, zuerst über Create Space, in der mir vorliegenden zweiten Auflage dann bei BoD. Es ist dem Genre Märchenadaption zuzurechnen, und mein zweites Buch der Autorin nach dem Storyteller-Award-Siegertitel „Aschenkindel – Das wahre Märchen„, einem meiner Jahreshighlights 2016.

51ZkMfRwMkL._SX311_BO1204203200_Rosalie von Rosalee lebt isoliert und streng behütet im Schloss ihrer Eltern, fern von allen spitzen Gegenständen, die die vefluchte Prinzessin noch vor ihrem 17. Geburtstag mit dem ganzen Schloss in einen hundertjährigen Schlaf versetzen sollen. Als eines Tages ein Frosch in ihr einsames Gefängnis einbricht, stürzt sich Rosalie in ein Abenteuer, das ihr Leben auf den Kopf stellt. Denn das kleine, grüne und harmlose Tier ist niemand geringeres, als Pendrazaphier, der Bruder der Fee, die Rosalie verflucht hat. Selbst mit einem Bann belegt, versucht der dunkle Prinz alles, um gegen seine Schwester zu bestehen. Doch als die Tage bis zu Rosalies Geburtstag immer schneller verstreichen, beginnt für beide ein verzweifelter Wettlauf gegen die Zeit.

„Froschröschen – Das wahre Märchen“ ist – wie nicht anders zu erwarten – ein würdiger Nachfolger von „Aschenkindel“ und begeistert mich erneut. Als moderne Märchenadaption ist der Roman frech und ungezwungen – und mischt aus den zugrundeliegenden Stoffen eine spannende und unverbrauchte Geschichte. Besser hätte ich mir die Rückkehr nach Amuylett kaum ausmalen können.

Humorvoll und spannend zugleich gelingt es Halo Summer, den Leser an die Seiten zu fesseln. Neben dem malerischen Setting, ist dies vor allen den tollen Charakteren zu verdanken. Dabei überzeugen nicht nur Rosalee als starke, weibliche Hauptfigur, sondern auch die Nebencharaktere – allen voran die humoristischen Sidekicks. Egal ob Humbolg, Kristyan, Bambi oder Isolde – sie alle werden von der Autorin mit eigenen Stärken, Schwächen, Zielen und Motiven versorgt. Durch das doch sehr begrenzte Setting wird der Roman jedoch keinesfalls überfrachtet, sondern ist in sich stimmig.

Halo Summers Schreibstil ist dabei frisch, frech und ausdrucksstark. Die Dialoge sprühen vor Wortwitz, der Spannungsbogen wird dauerhaft gehalten. Durch die zusätzlichen gefühlvollen Szenen wird der Leser auf allen Ebenen unterhalten – ein gelungener Spagat der Autorin zwischen Humor, Spannung und Liebe.

Einziger Kritikpunkt aus meiner Sicht ist die etwas komprimierte Zusammenfassung längerer Zeiträume. Hier hätte durchaus, auch im Sinne eines noch stärkeren Weltenbaus, noch Potential für ein oder zwei weitere Kapitel bestanden – aber im Zweifel ist es für Autoren kein schlechtes Zeichen, wenn man noch mehr und immer mehr aus ihrer Welt lesen will.

Die Buchgestaltung ist ebenfalls gelungen. Dem Satz, Lektorat und Korrektorat sind kleinere Fehler durchgerutscht, die sich aber noch im akzeptablem Rahmen halten. Auch das Cover überzeugt, reicht aus meiner Sicht allerdings nicht an das Ausnahmecover von „Aschenkindel“ heran. Ebenfalls wurde aus meiner Sicht die Chance vertan, für ein einheitliches Gesamtbild zu sorgen – zwar sind die Bücher Einzelbände, als Märchen aus der gemeinsamen Welt hätte man jedoch für einen höheren Wiedererkennungswert sorgen können.

Mein Fazit? „Froschröschen – Das wahre Märchen“ ist eine gänzlich überzeugende Märchenadaption, die vor allem durch tolle Charaktere und eine humorvolle und spannende Handlung begeistert. Auch wenn es nicht ganz an das noch brilliantere „Aschenkindel“ heranreicht, ist Halo Summer ein erneuter Platz in meinen Jahreshighlights wohl kaum zu nehmen. Sicherlich nicht mein letztes Buch der Autorin.

 

[Buchgedanken] J. Vellguth: „Zauberhaftes Aschenputtel“

In der letzten Zeit habe ich „Zauberhaftes Aschenputtel“ von J. Vellguth gelesen. Das Buch ist 2015 im Selfpublishing erschienen und als Märchenadaption einzuordnen. Es ist mein bisher drittes Buch der Autorin (ein weiteres wartet schon auf dem SuB), ihr Roman „Das Päckchen“ schaffte es sogar auf den dritten Rang meiner Lesehighlights 2017.

51q1DwVkW2L._SX326_BO1204203200_Seit frühester Kindheit träumen Anna und ihre Mutter davon, dass das Mädchen einst den Prinzen heiraten wird. Doch als ihre Mutter stirbt, und sich ihr Vater eine neue Frau mit zwei Töchtern wählt, wird Annas Leben zum Albtraum. Nur der geheimnisvolle Wald hinter dem Haus erlaubt es ihr, den Schikanen und Boshaftigkeiten der neuen Familie für einige Augenblicke zu entfliehen und neuen Lebensmut zu schöpfen. Dort trifft sie nicht nur auf Feen, sondern auch auf Leo. Obwohl der Jäger nicht standesgemäß ist, verfällt sie ihm von Treffen zu Treffen immer mehr. Bis schließlich eine Balleinladung die Familie erreicht – und Anna endlich die Möglichkeit sieht, den letzten Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen.

„Zauberhaftes Aschenputtel“ ist eine sehr klassisch gehaltene Märchenadaption, die nah am ursprünglichen Geschehen bleibt. Daher bleiben auch große Überraschungen aus – die Handlung ist und bleibt (dem Genre geschuldet) leicht vorhersehbar. Dennoch gelingt es der Autorin, den Leser an den Text zu fesseln, und ihn für einige, kostbare Momente aus der Realität in die Welt der Märchen zu entführen. Dabei vermag vor allem das Setting zu begeistern – sei es der geheimnisvolle Wald, das zauberhafte Schloss oder die malerischen Kleider.

Was mich persönlich etwas stört, sind die Perspektivwechsel und Sprünge innerhalb der Kapitel. Zwar kann ich die Intention dahinter verstehen, dennoch sorgen sie aus meiner Sicht für Unruhe und stören den Lesefluss. Trotzdem gelingt es J. Vellguth, dem Leser eine Bindung zu Anna zu vermitteln – obwohl man weiß, was geschehen wird, freut man sich und leidet mit ihr.

J. Vellguths Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen, die Gefühle und Zerrissenheit der Protagonistin werden gut transportiert. Auch die Charaktere sind überzeugend entwickelt, besitzen jeweils eigene Motive, Stärken und Schwächen. Insbesondere Bernadette hat mich als Nebencharakter hier überzeugt.

Das Cover ist wunderschön, ich hätte mir lediglich gewünscht, dass das zentrale Motiv etwas größer ist, damit es noch besser zur Geltung kommt. Lektorat und Korrektorat sind – sofern durchgeführt – einige, kleinere Fehler durchgerutscht, die sich aber noch auf eine akzeptablem Niveau bewegen, sodass das Lesevergnügen nicht geschmälert wird. Der Buchsatz ist grundsätzlich gelungen, allerdings unterbrechen die vielen Sprünge das Bild und sorgen für einen unheitlichen Gesamteindruck.

Mein Fazit? „Zauberhaftes Aschenputtel“ ist eine gelungene Märchenadaption, die den Leser aus der Realität entführt. Kleinere Schwächen und fehlende Überraschungen vermögen dabei nicht, den guten Gesamteindruck zu schmälern. Für Märchenfans bedenkenlos zu empfehlen.

 

[Buchgedanken] Janna Ruth: „Im Bann der zertanzten Schuhe“

Vor einiger Zeit habe ich Janna Ruths „Im Bann der zertanzten Schuhe“ gelesen. Der Roman ist 2017 im Selfpublishing im Rahmen des Autorenkollektivs „Märchenspinnerei“ erschienen und ist als Märchenadaption einzuordnen. Auf der Leipziger Buchmesse 2018 wurde der Roman mit dem Seraph als „Bester Independent-Titel“ ausgezeichnet.

51qcib4gkblSeit der Rückkehr aus dem Krieg leidet Jonas an einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Als er ziellos durch die Straßen irrt, trifft er einen alten Mann, der ihm von den Wundern im Nachtclub DeModie erzählt. Geschützt durch den Mantel des Mannes, betritt Jonas den unscheinbaren Club und wird sofort in den Bann der Musik, und der bezaubernden Sophie gezogen, die von allen beobachtet über die Tanzfläche schwebt. Umso überraschter ist Jonas, als er am nächsten Tag feststellt, dass Sophie die Tochter seines neuen Arbeitgebers ist. Und so begleitet er die hübsche Tänzerin Nacht für Nacht zum Club, nur um sie dort in die Hände ihres Prinzen zu geben. Bis Jonas eines Tages das Geheimnis des DeModie entdeckt …

„Im Bann der zertanzten Schuhe“ ist mehr als eine klassische Märchenadaption. Mit der Thematisierung von Kriegstraumata heimkehrender Soldaten, mit der Beschreibung einer Posttraumatischen Belastungsstörung wagt sich die Autorin an ernste Themen, die in der Gesellschaft leider zu wenig Platz bekommen. Janna Ruth gelingt es dabei, trotz der ernsten Themen ihren Schwerpunkt nicht zu verlieren. Der krasse Gegensatz zwischen dem Horror des Krieges und der Leichtigkeit des Tanzens, verkörpert in den Protagonisten Sophie und Jonas, funktioniert bestechend und trägt das Buch.

Zwar ist die Handlung teils vorhersehbar, der Spannungsbogen wird jedoch die ganze Zeit gehalten. Vor allem glänzt der Roman jedoch durch die tollen Protagonisten Jonas und Sophie. Auch wenn Jonas mit seinen Traumata kämpft, ist es doch Sophie, die sich am stärksten entwickelt, die stärkste Wandlung durchmacht. Alle Charaktere sind dabei dreidimensional angelegt, besitzen Stärken und Schwächen. Dabei hätte das Kernstück des Romanes, der Tanz, noch stärker ausgelegt werden können. Auch wenn es die Handlung nicht vorangebracht hätte, hätte ich mir noch detailliertere Beschreibungen der Tanzszenen und -Figuren gewünscht. Eine gewollte Entschleunigung, um als Leser im Tanz zu schwelgen.

Die Buchgestaltung kann jedoch nicht gänzlich mit dem tollen Inhalt mithalten. Zwar ist das Cover wunderschön und ein toller Eyecatcher, beim Lektorat/Korrektorat und Buchsatz finden sich allerdings leichte Schwächen. Gerade zum Ende hin häufen sich doch vermehrt Fehler, die sich noch im Rahmen halten, aber bei einer gründlichen Prüfung gefunden hätten werden müssen. Letztendlich wird dadurch der Lesefluss nicht gemindert, schade ist es aber dennoch.

Mein Fazit? „Im Bann der zertanzten Schuhe“ ist eine tolle Märchenadaption und der Beweis dafür, dass Selfpublishing-Bücher nicht schlecht sein müssen. Kleinere Fehler in der Buchgestaltung werden durch die überzeugende Geschichte mehr als ausgeglichen. Für Genreleser, die sich auch ernsteren Themen nicht verschließen, bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] J. Vellguth: „Auf der Suche nach Glück in New York City“

Endlich ist es soweit, die nächste Messe des Jahres steht an. Doch bevor es für mich ab Samstag zu (meiner dritten) LoveLetter-Convention in Berlin geht, möchte ich die Zeit nutzen, Euch bis dahin noch zwei oder drei neue Rezensionen von Büchern teilnehmender Autorinnen vorzustellen. Den Anfang macht heut vormittag J. Vellguth mit: „Auf der Suche nach Glück in New York City“. Der Roman ist 2017 im Selfpublishing erschienen und dem Genre Liebesroman zuzuordnen.

51iqa6acf7l-_sx326_bo1204203200_Als Holly zu einem Bewerbungsgespräch bei Coleman and Sons eingeladen wird, wird ihr größter Traum wahr. Endlich bekommt sie eine Chance auf einen Job, der sie nicht nur erfüllt, sondern es ihr auch ermöglicht, vom Gehalt ihre Eltern zu unterstützen und sie zu besuchen. Mit ihrem exzellenten Studienabschluss sollte es eigentlich kein Problem sein, diese Arbeit zu ergattern. Wäre da nur nicht der junge Firmenspross, der absolut kein Interesse an einer neuen Assistentin hat.

„Auf der Suche nach Glück in New York City“ ist trotz des sperrigen Titels (der mir erst beim Lesen des Impressums wirklich ins Auge gefallen ist) eine frische und leichte Liebesgeschichte, die trotz des winterlichen Themas gut in meinen Lesefrühling gepasst hat. J. Vellguth – von der ich bereits den Roman „Das Päckchen“ gelesen habe, eines meiner Lesehighlights 2017 – gelingt es erneut, ein absolutes Wohlfühlbuch zu schreiben. Teils etwas vorhersehbar, erfindet „Auf der Suche nach Glück in New York City“ das Rad nicht neu, beschreibt es aber doch auf höchst amüsante und gefühlvolle Weise.

J. Vellguths spritziger und frischer Schreibstil haucht den einzelnen Figuren Leben ein und erschafft dreidimensionale, plastische Charaktere, mit denen man sich gut identifizieren kann und die sich im Laufe der Zeit auch beständig weiterentwickeln – inbesondere Rick. Zwar wäre ein Bruch der Genderstereotypen, ein Rollentausch der beiden Protagonisten innovativer gewesen, dennoch erfüllt die Geschichte jeden Anspruch an einen gelungenen Liebesroman. Durch das malerische Setting des winterlichen New Yorks und durch das Setzen kleiner, zauberhafter Details wie die Geschichte um den Pub-Besitzer, schafft die Autorin eine harmonische Stimmung, die selbst die Rückschläge der Protagonisten nicht wirklich zerstören kann. Ein Buch, mit dem man perfekt dem Alltag entfliehen kann, das aber nicht ganz an die Brillianz von „Das Päckchen“ heranreicht.

Kleinere Schwächen sehe ich bei der Buchgestaltung. Zwar ist der Buchsatz grundsätzlich ganz ordentlich gelungen und auch das Korrektorat hat gut gearbeitet, der Klappentext ist jedoch viel zu lang. Auch beim Cover bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits gefallen mir der Ruindumdruck des Motivs über den gesamten Buchumschlag und die gedeckten Farben, andererseits bin ich von dem zentralen Motiv nicht ganz überzeugt. Menschliche Silhouetten vor den Silhouetten einer Stadt.

Mein Fazit? „Auf der Suche nach Glück in New York City“ ist ein gelungener Liebesroman, perfektes Wohlfühlkino in Buchform. Kleinere Schwächen in der Bucherstellung und eine etwas vorhersehbare Handlung werden durch das traumhafte Setting, tolle Charaktere und die zauberhafte Atmosphäre mehr als ausgeglichen. Für Liebsromanleser bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Nora Bendzko: „Kindsräuber“ (Ein Galgenmärchen)

In der letzten Zeit habe ich Nora Bendzkos „Kindsräuber“ gelesen. Die Märchenadaption ist Bestandteil ihrer dunkelfantastischen Gagenmärchen-Reihe und am ehesten dem Genre „Historical Fantasy“ zuzuordnen. Das Buch ist 2017 im Selfpublishing erschienen und landete bei der diesjährigen Seraph-Verleihung auf der Shortlist der „Besten Independent Romane“. Eine signierte Ausgabe davon könnt Ihr noch bis zum 11.05.2018 auf meiner Facebook-Seite gewinnen, ein Interview mit der Autorin *hier* nachlesen.

51ozlfbz6tl-_sx327_bo1204203200_Seit ihrer Kindheit besitzt Alene die Gabe, die Geister der Toten zu sehen. Nur mit Mühe schlagen sie und ihr Vater sich durch das von Hunger und Krieg gebeutelte Prag. Doch dann wird die Stadt vom Rumpelstilzchen heimgesucht, und ein Kind nach dem anderen verschwindet. Aus Angst, ihr eigenes ungeborenes Kind zu verlieren, greift Alene nach jeder Gelegenheit, dem Geist zu entfliehen. Doch ihr bleiben nur drei Tage. Drei Tage, eine Lösung auf das Rätsel zu finden, und ihren drohenden Tod zu verhindern.

Wie aus der Inhaltsangabe schon ersichtlich, greift „Kindsräuber“ das grimmsche Märchen „Rumpelstilzchen“ auf und adaptiert dieses auf innovative Weise vor dem historischen Hintergrund des 30-jährigen Krieges. Auch wenn ich (als Kurpfälzer) der Autorin die Rollen, die Friedrich von der Pfalz und Elizabeth Stuart in der Geschichte spielen, etwas übel nehme, so ist es ihr doch gelungen, eine überzeugende, beklemmende Grundstimmung zu schaffen, die sich noch am ehesten mit „Stolz und Vorurteil und Zombies“ vergleichen lässt.

„Kindsräuber“ ist spannend von der ersten, bis zur letzten Seite und überzeugt mit einem tollen Setting der historischen Stadt Prag. Der Spannungsbogen wird durchgängig gehalten und effektvoll mit Spannungsspitzen bis aufs äußerste gespannt. Es gelingt der Autorin zudem, allen Charakteren eigene Motive zu geben, die die Handlungen nachvollziehbar machen. Noras Schreibstil lässt sich größtenteils flüssig lesen, kleinere Holpler stammen eher aus der verwendeten historischen Sprache.

Der Buchsatz ist leicht gewöhnungsbedürftig, aber größtenteils fehlerfrei. Auch Lektorat und Korrektorat sind kleinere Fehler durchgerutscht, die aber nicht so gravierend sind, dass sie das Lesevergnügen schmälern. Das Cover fügt sich gut ins Gesamtkonzept der Reihe ein und schafft einen hohen Wiedererkennungswert, ist mir persönlich aber zu verwaschen und gewollt künstlerisch.

Mein Fazit? „Kindsräuber“ ist ein dunkelfantastischer Roman, der vor allem durch ein tolles Setting und ein innovatives Konzept punkten kann. Kleinere Schwächen in der Bucherstellung werden dabei durch die spannende Handlung mehr als ausgeglichen. Für Fans dunkler Phantastik oder von Thrillern, die auf der Suche nach etwas neuem, ungewöhnlichen sind, bedenkenlos zu empfehlen. Allerdings nicht für Leser unter 16 Jahren!

 

[Buchgedanken] Mira Valentin: „Der Mitreiser und die Überfliegerin“

In den letzten Tagen habe ich (endlich!) „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ von Mira Valentin gelesen. Vielen Dank an dieser Stelle an Amazon und Kindle Direct Publishing für das kostenlose Lese-/Rezensionsexemplar. Der Roman ist 2017 im Selfpublishing erschienen und wurde mit dem prestigeträchtigen Kindle Storyteller Award prämiert. Es fällt mir unglaublich schwer, das Buch in ein Genre zu packen. Es ist gleichzeitig Jugendbuch und Schicksalsroman; ist Fantasy und modernes Märchen zugleich. Vor allem ist es jedoch: magisch.

61fvayoxjcl-_sx319_bo1204203200_Nach dem Tod seiner besten Freundin Jo gerät Milans Welt komplett aus den Fugen, und alle Farbe, alle Freude verschwindet aus seinem Leben. Bis zu dem Tag, als ein weißer Wellensittich ihn zum Zirkus Salto lockt. Dort lernt er die schöne und verrückte Trapezkünstlerin Julie kennen, die ihn überzeugt, mit dem Zirkus zu reisen. In der Welt hinter dem Zaun lernt Milan alles über Seelentiere, Vertreter und magische Menschen. Doch es erfordert Mut, sich den Herausforderungen des Lebens auf ein neues zu stellen. Oder Magie.

„Der Mitreiser und die Überfliegerin“ ist ein zauberhaftes, magisches Buch voller Überraschungen. Es war ganz anders, als ich es erwartet hätte. Die Geschichten von Milan und Jo, von Milan und Julie sind ausdrucksstark und fragil, berühren und begeistern auf eine so intensive Weise, wie es selten geschieht. Die Sprache der Autorin ist kraftvoll und gefühlsstark, und vor allem bildhaft. Durch die Fokussierung auf Milan, mit dem man sich gut identifizieren kann, leidet der Leser immens. Dies führt aber gerade dazu, dass man sich in der Stimmung befindet, sich wegzuträumen. In eine Welt, in der die Magie zum Leben gehört. In eine Welt, die frei, wild und ungezwungen ist. In eine Welt ohne Vertreter, die das letzte bisschen Eigenständigkeit aus einem saugen. In eine Welt, wo man so sein kann, wie man es selbst möchte. Gerade das ist der wichtigste Aspekt – und der größte Erfolg des Romans: Er feiert die Kreativität, die Unangepasstheit, den freien Willen. „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ ist ein Plädoyer dafür, seinen Gefühlen und seinem Herzen zu folgen, egal, wohin es einen führt.

Auch wenn handlungstechnisch gar nicht viel passiert, wird doch dauerhaft der Spannungsbogen gehalten, und der Autorin gelingt es, durch die ein oder andere eingebaute unerwartete Wendung oder Spannungsspitze den Leser zu überraschen. Überzeugend ist auch, wie die Autorin nach und nach die Nebenfiguren, ihre Motive und Probleme in die Handlung integriert, ohne dabei den Fokus zu verlieren. Ein kleines Lob an dieser Stelle auch für die Verknüpfungen zu anderen Werken (Tarzan, Spirit) und für das toll beschriebene Setting vom kleinen Dorf bis hin zur Polizeizelle.

„Der Mitreiser und die Überfliegerin“ begeistert – und ist definitiv ein verdienter Gewinner für den Storyteller Award, auch wenn ich andere Shortlist-Teilnehmer in diesem Jahr noch nicht gelesen habe. Im Vergleich zum letztjährigen Sieger „Aschenkindel“ von Halo Summer (eines meiner absoluten Jahreshighlights) fehlt Miras Roman jedoch ein kleines Quäntchen, das ich nicht genau beschreiben kann. Um nicht falsch verstanden zu werden. „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ ist rundum gelungen, überzeugend und inspierend zugleich und wird sicher nicht das letzte Buch sein, das ich von der Autorin gelesen habe. Aber im Gesamtbild fehlt mir irgendwie der letzte Funke, der das lodernde Feuer zur Explosion bringt.

Das Cover ist wunderschön und von der talentierten Rica Aitzetmüller entworfen worden, Lektorat, Satz und Korrektorat haben solide gearbeitet.

Mein Fazit? „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ ist ein gelungener, inspirierender und verzaubernder Jugendroman, der vor allem durch tolle Charaktere und einen intensiv-gefühlvollen Schreibstil punktet und auch die dunklen Seiten des Lebens nicht ausblendet. Bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Kea von Garnier „Poetische Zeiten“

Weiter im bunten Rezi-Reigen möchte ich Euch heute „Poetische Zeiten“ von Kea von Garnier vorstellen – ein Finalist des letztjährigen StorytellerX-Awards. Vielen Dank an dieser Stelle auch an Amazon und Kindle Direct Publishing, die im Rahmen der Preisverleihung das Werk als Leseexemplar zur Verfügung stellten. Das Buch ist 2017 im Selfpublishing veröffentlicht worden und dem Genre „Lyrik“ zuzuordnen. Es enthält ein Sammelsurium an Gedichten der Jungautorin und -poetin Kea von Garnier, die diese auch auf ihrem Instagram-Account veröffentlicht.

31upszl8p7l-_sx311_bo1204203200_Keas Gedichte decken in ihrer Bandbreite das ganze Leben ab. Vom Großstadtflair bis hin zur Naturverliebtheit, von Liebe bis Melancholie, von Witz bis Wehmut – kaum eine Gefühlslage fehlt in dem kleinen aber feinen Lyrikband. Meine Lieblingsgedichte sind übrigens „In der Bibliothek“ und „Momentaufnahme“.

Keas lyrische Stimme ist kraftvoll, gefühlvoll, aber manchmal noch etwas roh. Ich hätte mir an der ein oder anderen Stelle durchaus noch etwas mehr Feinschliff an den einzelnen Versen gewünscht – und etwas mehr Formstrenge, wenn denn schon auf Reimschemata zurückgegriffen wird. Abgesehen davon sind die einzelnen Verse durchaus intensiv und gefühlvoll und transportieren die Botschaften der Autorin gut an den Leser.

„Poetische Zeiten“ ist modern und spontan, eine Momentaufnahme direkt aus dem Leben. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Kein lyrisches Meisterwerk, aber doch ein starker Lyrikband, der die (leider) verstaubte Gattung in die heutige Zeit transportiert. Und das ist Keas größter Verdienst! Durch die (verdiente) Shortlistnominierung für den StorytellerX-Award hat die Poetin es geschafft, die Lyrik erneut auf die große Bühne zu holen – und auch im Bereich Selfpublishing zu verankern. Danke dafür!

Die Buchgestaltung ist hier komplett zweitrangig, ohnehin besitze ich ja nur eine Art Probedruck/Sample der eigens für die Preisverleihung angefertigten Auflage. Das Cover ist gänzlich unscheinbar und unaufgeregt, alles andere wäre dem Inhalt und der Gattung gegenüber allerdings auch nicht gerecht geworden. Lektorat und Korrektorat sind ohnehin bei der Lyrik so seine Sache, Fehler sind jedenfalls (so durchgeführt) nicht ersichtlich. Lediglich vom Buchsatz hätte ich mir etwas mehr Inspiration und Innovation gewünscht.

Mein Fazit? Mit „Poetische Zeiten“ legt Kea von Garnier einen überzeugenden Lyrikband vor. Sie ist zwar keine Julia Engelmann, aber doch eine starke poetische Stimme unserer Zeit und Generation, der es an manchen Stellen jedoch noch etwas an Feinschliff fehlt. Für Lyrikfreunde bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Birte Lämmle: „Enya – Windsbraut“

In den letzten Tagen habe ich „Enya – Windsbraut“ von Birte Lämmle gelesen. Vielen Dank an die Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Das Buch ist 2017 im Selfpublishing veröffentlicht worden und ist dem Hauptgenre „Fantasy“ zuzuordnen. Eine Einordnung in ein Subgenre fällt nicht so einfach, persönlich würde ich es als „Heroic Fantasy“ sehen. Das mir vorliegende Exemplar stammt aus einer Hardcover-Auflage, Druck und Bindung erfolgten bei „WIRmachenDRUCK“.

51riezyvnzl-_sx327_bo1204203200_Seit ihrer Kindheit lebt Enya auf dem Segelschiff Aurora. Nach dem Tod ihres Vaters Tore, dem Kapitän der Autora, erbt sie noch als Mädchen die Verantwortung für das Schiff und die Mannschaft. In einer Welt, in der es undenkbar erscheint, dass eine Frau das Kommando ausübt, kämpft sie verbissen für ihr Recht – und das Andenken ihres Vaters. Doch Enya hütet ein Geheimnis, das sie in größte Gefahr bringen kann. Mit ihren Haaren kann sie den Wind rufen, Stürme entfachen. Als plötzlich zwei Fremde in Enyas Leben treten, beginnt für sie und die Crew der Aurora eine schicksalshafte Fahrt. Eine Reise voller Abenteuer und Gefahr, aber auch voller Liebe, Freundschaft und Treue.

Die Geschichte von Enya ist eine volle Überraschung. Mit „Enya – Windsbraut“ gelingt Birte Lämmle ein überzeugendes Debüt, das sich nicht zu verstecken braucht, und das einen wunderbaren Einstieg in eine Buchreihe eröffnet. So wundert es mich nicht, sondern freut mich, dass die Autorin bereits am Nachfolgeband arbeitet.

Der Roman ist auf ein junges Lesepublikum zugeschnitten und eignet sich sehr gut als Einstieg in die Welt der Fantasy. Ich würde das Buch Lesern ab 10 Jahren ans Herz legen, die Spaß daran haben, neue Welten zu entdecken und zu erkunden.

Mit teils unerwarteten Wendungen gelingt es der Autorin, den Spannungsbogen zu halten und den Leser immer mal wieder zu überraschen. Hinzu kommt das nautische Grundverständnis, das der Geschichte innewohnt und für eine authentische Erzählung sorgt. Vor allem kann der Roman jedoch mit seiner Protagonistin überzeugen, die als junge Frau in einer männlich dominierten Gesellschaft den Aufstand übt und sich über die dort vorherrschenden Genderrollen hinwegsetzt – ein Vorbild, gerade für die jungen Leser. Auch die Nebencharaktere (meine Favoriten Juna und Nino) sind plastisch und dreidimensional ausgearbeitet. Eine kleine Chance wurde jedoch vertan, durch die Nutzung der Ich-Perspektive hätte der Leser im vorliegenden Fall noch stärker mit Enya verbunden werden, hätte sich noch stärker mit ihr identifizieren können.

Luft nach oben gibt es für mich beim Weltenbau, der mich nicht restlos überzeugen konnte. Mal ganz nah an der realen Welt, mal ganz fern, hätte ich mir eine klarere Abgrenzung gewünscht. Kontinente wie Euronia, Länder wie Saba, Worte wie „Siegertreppchen, Müllkpipe, Tattoos“ oder medizinische Fachworte wie „Gehirnerschütterung“ – etwas mehr Sorgfalt hätte hier den Roman noch stärker und runder machen können. Abgesehen davon lässt sich der Schreibstil der Autorin gut und flüssig lesen und ist altersgerecht auf die Zielgruppe zugeschnitten.

Auch die Buchgestaltung überzeugt größtenteils. Das Cover ist gut stilisiert und gelungen, der Buchrücken wirkt mit dem eingefügten Textfeld jedoch etwas zu abgesetzt – hier hätte ein fließenderer Übergang gut getan. Lektorat und Korrektorat haben ordentlich gearbeitet, zwar sind einige Fehler durchgerutscht, es hält sich jedoch in einem Rahmen, der den Lesefluss nicht stört. Der Buchsatz hingegen gefällt mir sehr gut, insbesondere beherzigt das Buch die Tradition, jedes Kapitel auf einer ungeraden Seite zu beginnen, auch wenn dies zu Leerseiten führt. Der Geschichte ist zudem eine Karte der Handlungsorte voran-, ein Seefahrtsglossar nachgestellt.

Mein Fazit? „Enya – Windsbraut“ ist ein überzeugendes Romandebüt, ein Fantasyroman für jung und alt ab etwa 10 Jahren, der vor allem mit überzeugenden Charakteren punktet. Kleinere Schwächen beim Weltenbau und der sprachlichen Ausgestaltung mindern nicht das Lesevergnügen. Vor allem für junge Abenteurer bedenkenlos zu empfehlen.