[LBC2019] Ein Tag im Bücherhimmel

20190518_125201(1)Gestern war es wieder soweit, Blogger, Verlage und Autoren trafen sich zur alljährlichen LitBlog-Convention in den Verlagsräumen der Bastei Lübbe AG. Ich war in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge dabei – und wenn die Verlage diese Tradition fortsetzen, sicherlich auch nicht zum letzten Mal :). Vielen Dank an die Bastei Lübbe AG, Kiepenheuer & Witsch, DuMont Kalenderverlag, Diogenes, Droemer Knaur und alle Autoren und Sponsoren für das gelungene Event.

20190518_110906Nach der Begrüßung startete ich mit einem kulturellen Programmpunkt in den Tag. Unter dem Motto „Fauser. Lesen. Jetzt.“ stellte der Diogenes Verlag seine neue Hardcover-Reihe der Romane von Jörg Fauser vor – die ersten drei Teile der Serie erscheinen in der nächsten Woche. Neben einigen wissenswerten Informationen über den Autor gab es vor allem auch Einblicke in die Rezeption seiner Werke – sowohl zur heutigen als auch zur damaligen Zeit.

20190518_120714Nicht minder spannend – aber gänzlich anders – war die zweite Veranstaltung am Vormittag. Für den Verlag One by Bastei Lübbe stellte Kira Licht den ersten Band ihrer „Gold & Schatten“-Dilogie vor, eine Buchreihe, die geschickt mythologische Götter-Elemente verknüpft und in die heutige Zeit transportiert. Ich schleiche schon lange um das Buch herum – da Kira auch noch auf der Loveletter Convention in Berlin sein wird, werde ich mir wohl spätestens dort, oder im Anschluss dann das Buch zulegen. Schließlich habe ich mit One-Autoren, die ich im Rahmen der LitBlog-Convention kennengelernt habe, nur gute Erfahrungen gemacht (Caroline Brinkmann!).

20190518_133602Im Anschluss war bereits Mittagspause. Kleine Snacks, Getränke und Muffins – letztere gesponsort von Bookfest und von der Frankfurter Buchmesse – versüßten die Wartezeit bis zu den nächsten Veranstaltungen. In diesem Jahr gab es auch zum ersten Mal in den Pausen ein Glücksrad – an dem ich prompt eine Tasse von DuMont und einen Hauptgewinn gewann. Ich bin schon ganz gespannt, wann ich von den Verlagen bezüglich des Gewinns kontaktiert werde – und wer weiß, vielleicht ist da ja auch was für eine Verlosung dabei :D.

20190518_141335Nach der Pause ging es zu einem meiner Lieblingsverlage. Für Lyx in der Bastei Lübbe AG plauderte April Dawson mit ihrer Lektorin, erzählte aus ihrem Alltag, ihrem Schreibprozess und ihrer Liebe zu Büchern und Bookstagram. Auch April sehe ich in Berlin zur Loveletter Convention wieder – und da ich mir im Anschluss an die Buchvorstellung direkt ihren Sensationserfolg „Up all Night“ mitnahm und signieren ließ, gelingt es mir vielleicht, diesen bis dahin sogar noch zu lesen.

20190518_150925(1)Meine letzte Veranstaltung (bevor ich einen Slot aussetzte, um das Bundesliga-Finale live mitzuerleben) war eine Buchpräsentation von Diogenes mit der Autorin Katrine Engberg, deren zweiter Kopenhagen-Krimi dort als Hardcover erschienen ist. Neben dem Buch, das allen Besuchern in der Convention-Bag – die dieses Mal überragend gut gefüllt war und neben vier! Büchern noch ein kleines Notizbuch, einen Kalender, Tee, Kekse, Bonbons und Goodies enthielt – überreicht wurde, verteilte der Verlag auch noch den ersten Band als Taschenbuch, sodass ich mir im Anschluss die komplette Krimi-Reihe von der dänischen Autorin signieren lassen konnte.

Nach dem packenden Bundesliga-Finale (Mia san Mia!) stieß ich dann zum obligatorischen Get-Together hinzu. Bei 20190519_1050151.jpgEssen und Getränken konnte man den Tag noch etwas Revue passieren lassen, bevor sich dann nach und nach die Verlagshallen leerten. Eine gelungene Veranstaltung – ein toller Tag. Ich würde mich freuen, wenn ich im nächsten Jahr wieder dabei sein kann. Natürlich möchte ich Euch auch meine „Ausbeute“ des Tages nicht vorenthalten.

In zwei Wochen geht es für mich direkt weiter zur Loveletter Convention, bevor dann leider die Messesaison bis zur Frankfurter Buchmesse aussetzt. Aber noch habe ich ja die LLC – zu der es dann in den nächsten Wochen einige Posts – und ein Gewinnspiel – geben wird. Also immer schön aufpassen :).

[LCB2019] Die Vorfreude steigt

Liebe Grüße aus dem ICE 1014 – ich befinde mich gerade im pünktlichen Zug von Mannheim nach Köln Messe/Deutz. Wie in jedem Frühling zieht es mich auch dieses Mal wieder zur Litblog Convention in die Domstadt. Ein Tag in den heiligen Hallen von Bastei Lübbe, ein Tag voller Programmpunkte von Diogenes, Droemer Knaur, DuMont, Kiepenheuer & Witsch und – eben – der Bastei Lübbe AG. Nachdem ich die letzten Jahre tolle Erlebnisse hatte, zum Beispiel Rebecca Gablé und Anne Reinecke traf, Benne Schröder wiedersah und Caroline Brinkmann mit ihrer dystopischen Dilogie für mich entdeckte, freue ich mich auch in diesem Jahr wieder auf einen bunten Mix an Autoren und Programmpunkten. Zu den Highlights zählen sicherlich die Veranstaltungen von Lyx mit Superstar April Dawson, von One by Bastei Lübbe mit Kira Licht und von Diogenes mit Katrine Engberg.

Bereits zwei Wochen später geht es für mich übrigens in Berlin weiter – dann auf der LLC mit einem fabelhaften Line-Up, u.a. mit Mona Kasten, Bianca Iosivoni, Laura Kneidl, Emily Bold und J. Vellguth! Aber dazu dann mehr zu gegebener Zeit :).

Wen von Euch sehe ich denn auf der LBC oder der LLC? Was für Messen/Conventions stehen bei Euch in nächster Zeit an? Rein damit in die Kommentare – ich melde mich dann morgen oder übermorgen mit einem ausführlichen Bericht zur LBC zurück =). Als kleiner Teaser hier noch drei Bilder von 2017 :).

[Buchgedanken] Heike Ribguth: „Ein Cowboy zum Küssen“

In der letzten Zeit habe ich Heike Ribguths Debütroman „Ein Cowboy zum Küssen“ gelesen. Das Buch ist 2017 im Selfpublishing über Twentysix erschienen – vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin für die Bereitstellung eines Lese- und Verlosungsexemplars auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse. Das Gewinnspiel zum Roman startet übrigens noch in diesem Monat – also haltet die Augen offen :).

51WQNdP3udL._SX311_BO1204203200_Eigentlich wollte Nina die texanische Ranch ihres verstorbenen Großonkels so schnell wie möglich verkaufen, um spätestens in sechs Wochen mit der Kohle zurück nach Berlin zu fliegen. Kurz nach ihrer Ankunft irrt sie vollständig orientierungslos bei starkem Gewitter durch die Gegend, als sie mit ihrem Leihwagen in einen umstürzenden Baum kracht. Ausgerechnet Jack Parker, der begehrteste und heißeste Junggeselle von ganz Somerville, findet die Deutsche bewusstlos auf dem Highway und bringt sie ins Krankenhaus. Doch als sie sich bei ihm kurz darauf für die Hilfe bedanken will, entpuppt sich der charmante und hilfsbereite Cowboy als fieser Macho. Wie kann ihr arroganter Nachbar äußerlich nur so cool bleiben, während Nina bei jedem Blick in seine stechenden Augen die Fassung verliert?

„Ein Cowboy zum Küssen“ ist ein locker-leichter Roman, der vor allem dank seines fantastischen Settings brilliert. Die endlosen Weiten von Texas, abgelegene Ranches, Rodeo-Veranstaltungen mit traumhaften Pferden – der Roman ermöglicht es dem Leser, sich wegzuträumen und den Alltag für einige, kostbare Augenblicke zu vergessen.

Auch wenn mir die Perspektivwechsel teils etwas zu viel sind und die Handlung dadurch etwas unübersichtlich wird, gelingt es der Autorin doch, vor allem dank der unkonventionell-frischen, frechen und direkten Erzählsprache, den Leser an die Seiten zu fesseln. Dabei scheint in den Dialogen durchaus die Herkunft der Protagonistin – und auch der Autorin – aus Berlin und Brandenburg durch und sorgt damit für Authentizität.

Naturgemäß ist die Handlung genrebedingt etwas vorhersehbar, dennoch sorgt Heike Ribguth mit einigen, unerwarteten Wendungen immer mal wieder für Spannung. Zwischen den Protagonisten – die vielschichtig mit Stärken, Schwächen und glaubhaften Hintergrundgeschichten angelegt sind – kann man die Gefühle, Anziehung, das Knistern förmlich fühlen. Dabei balanciert das Buch haarscharf auf der Klippe zwischen Liebes- und Erotikroman, daher habe ich – wie einigen vielleicht aufgefallen ist – auch auf eine Genrezuordnung im ersten Absatz verzichtet.

Die Buchgestaltung kann leider nicht restlos überzeugen. So ist der Buchsatz grundsätzlich in Ordnung, lediglich die Kapitelbezeichnung ist etwas inkonsistent und verwirrend – so werden innerhalb von Kapiteln teils größere Abschnitte mit Überschriften eingeleitet, ebenfalls existiert am Ende ein Epilog, der vor das erste Kapitel gezogene Text hätte sinnigerweise dann als Prolog betitelt werden können. Auch in der Überarbeitung im Lektorat/Korrektorat sind zwar noch einige Fehler durchgerutscht, diese stören den Lesefluss allerdings nicht. Das Cover hingegen lässt durchaus noch Luft nach oben. Zwar gefällt es mir, dass sich das Grundbild der Landschaft auch nahtlos auf Buchrücken und Coverrückseite fortsetzt, mit der zentral auf dem Cover postierten Frau harmoniert es jedoch nicht wirklich. So sind die Übergänge teils verwaschen und unscharf, teils wirkt es etwas deplatziert. Auch hätte ich mir etwas mehr Bezug zur Geschichte gewünscht (pinker Cowboyhut, Hund, Eingangsschild zur Ranch o.ä.).

Mein Fazit? „Ein Cowboy zum Küssen“ ist ein im Wesentlichen überzeugender Liebes-/Erotikroman, der vor allem mit einem fantastischen Setting und einer frischen Erzählsprache punkten kann und den Alltag vergessen lässt. Leichtere Schwächen in der Buchgestaltung und Perspektivwahl werden durch Authentizität und große Gefühle mehr als kompensiert. Für Liebhaber des Genres bedenkenlos zu empfehlen – allerdings erst ab 18 Jahren.

Ran an den SuB mit Ava 2019 – Mai

Mal wieder etwas leicht verspätet: die Auswahl meiner Bücher für den Monat Mai :).

Auch wenn mir als Coverliebhaber das Thema dieses Monats – Bücher mit verschiedenen Grundfarben – sehr gefiel, war es doch nicht ganz einfach, drei Bücher zu finden, die perfekt zur Aufgabe passen und bei denen jeweils eine andere Farbe deutlich dominiert.

Schlussendlich habe ich mich für die folgenden drei SuB-Bücher entschieden:

  • Terry Brooks: „Die Reise der Jerle Shannara 2 – Das Labyrinth der Elfen“ (Die Shannara Chroniken 9)
  • Julia Engelmann: „Keine Ahnung, ob das Liebe ist“
  • Anna Todd: „After Passion“ (After 1)

Und hier noch die farblich tollen Cover :). Auf einen super Lesemonat!

Ein Buchkauf voller Leidenschaft

20190502_210126Wie einige vielleicht ja schon mitbekommen haben, hat es mich gestern aus *hust* „Recherche“gründen ins Kino gezogen – schließlich läuft ja derzeit mit „After Passion“ die Verfilmung des New-Adult-Sensationserfolges von Anna Todd. Zwar war die Story etwas seichter als gedacht, nichtsdestotrotz hat der Film bei mir großes Interesse für die Buchreihe erweckt – was nicht zuletzt an der bezaubernden Performance von Josephine Langford als Tessa lag (erinnerte mich in den besten Szenen ganz leicht an Alexis Bledel als Rory Gilmore).

Die leichte Schwärmerei für Tessa war es auch, die mich direkt im Anschluss an die Vorstellung in den Bahnhofsbuchhandel getrieben hat. Ist mein neuestes Buchbaby nicht hübsch? :D. Wer von Euch hat die Reihe auch gelesen und wie findet Ihr sie?

 

[Buchgedanken] J. Vellguth: „Der letzte Liebesbrief“

In der letzten Zeit habe ich „Der letzte Liebesbrief“ von J. Vellguth gelesen. Der Roman ist 2018 im Selfpublishing veröffentlicht worden und dem Genre Romance/Liebesroman zuzuordnen. Es ist bereits mein viertes Buch der Autorin, ihr Roman „Das Päckchen“ schaffte sogar den Sprung in meine Jahreshighlights 2017.

513EkPcSAaL._SX326_BO1204203200_Nell wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre Tante endlich wieder glücklich zu sehen. Als sie bei ihrem Umzug einen versteckten Liebesbrief findet, der an Bernadette gerichtet ist, wittert sie ihre Chance. Voller Elan begibt sie sich auf eine verschlungene und geheimnisvolle Reise in die Vergangenheit. Dabei trifft sie auf einen attraktiven Fotografen, der einfach viel zu gut ist, um wahr zu sein.

Sam ist Mode-Fotograf, erfolgreich, berühmt und … er hat seine Muse verloren. Erst ein berührender Liebesbrief in den Ruinen eines alten Gebäudes und das Funkeln in den Augen einer ganz besonderen jungen Frau lassen ihn hoffen, dass seine Inspiration noch nicht ganz erloschen ist. Doch je länger er Nell folgt, desto deutlicher wird, dass noch wesentlich mehr hinter ihrer Geschichte steckt, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Sind die beiden stark genug, um die Schatten ihrer Vergangenheit zu besiegen?

„Der letzte Liebesbrief“ ist Entspannung, ist Balsam für die Seele. Die Geschichte um Nell und Sam berührt und begeistert – und erlaubt dem Leser, sich wegzuträumen. Auch wenn die Handlung genrebedingt teils vorhersehbar ist, gelingt es der Autorin doch mit ihrem locker-leichten Schreibstil den Leser an die Seiten zu fesseln – Feel-Good-Garantie inklusive.

Eine der großen Stärken des Romans ist das bezaubernde Setting, das den Leser mit den Protagonisten unter anderem zu Lost Places oder in die Natur führt: J. Vellguths Auswahl athmosphärischer Orte unterstützt die Handlung perfekt – übrigens genau wie die Playlist, da jedes Kapitel mit einem gefühlollen Song überschrieben ist (Jason Mraz, Demi Lovato, James Blunt, Ed Sheeran, Owl City uvm.).

Die Charaktere des Romans, insbesondere die beiden Protagonisten und Love Interests Sam und Nell sind vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen und entwickeln sich im Laufe des Romans weiter. Beide tragen Probleme aus der Vergangenheit mit sich herum, die die Jagd nach den Briefen, die Schatzsuche, nicht nur zu einer Suche nach dem ominösen Verfasser, sondern auch zu einer Art Vergangenheitsbewältigung machen. Dabei nehmen die ernsteren Themen jedoch nie den Schwerpunkt der Handlung ein und lassen das Buch nicht zu einem Schicksalsroman werden.

Die Wahl mehrerer personaler Erzählperspektiven erlaubt es dem Leser, die Gedanken und Gefühle beider Protagonisten hautnah zu fühlen, mit ihnen zu leiden und zu lachen. Ich persönlich hätte allerdings auf Perspektivwechsel innerhalb eines Kapitels, innerhalb einer Szene verzichten können.

Die Buchgestaltung überzeugt ebenfalls größtenteils. Das Cover ist durch die tolle Farbkombination sehr auffällig, und die Schmetterlinge nehmen direkten Bezug auf die Handlung. Nichtsdestotrotz wäre hier mit etwas mehr Mut sicherlich noch ein stärkerer Eyecatcher möglich gewesen, wenn man zum Beispiel die Lost Places – oder Nells Narbe – in die Gestaltung miteingebunden hätte. Der Buchsatz ist fehlerfrei, lediglich die Chatverläufe hätten besser optisch dargestellt/abgegrenzt werden können. Am Korrektorat von Corinna Rindlisbacher gibt es erneut nichts auszusetzen.

Mein Fazit? „Der letzte Liebesbrief“ ist ein überzeugender Liebesroman, der perfekte Begleiter für Sommer und Urlaub dank Feel-Good-Garantie. Ein atemberaubendes Setting und ein locker-leichter, aber gefühlvoller Schreibstil sorgen für ein gelungenes Lesevergnügen – für Genreliebhaber bedenkenlos zu empfehlen.

Buchpost zum Welttag des Buches

Als ich gestern aus dem Urlaub zurückkam, fand ich im Briefkasten ein kleines Päckchen vor, das sehr verdächtig nach einem Buch aussah. Da heute der Welttag des Buches gefeiert wird, habe ich mit dem Öffnen noch den einen Tag gewartet und – siehe da – es war wirklich Buchpost :D. Vielen Dank an dieser Stelle an die liebe Veronika Lackerbauer für das Rezensionsexemplar zu ihrem neuesten Roman „Bacchus‘ Vermächtnis“. Ich bin schon ganz gespannt. Übrigens habe ich von Veronika bereits die Dilogie „Licht & Schatten“ gelesen. Die Rezensionen findet ihr hier: *Band 1*, *Band 2*.

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Allen einen frohen Welttag des Buches. Mit welchem Werk verbringt Ihr den Tag?

[Buchgedanken] Vea Kaiser: „Rückwärtswalzer: oder Die Manen der Familie Prischinger“

Da ich mich derzeit in Wien aufhalte, möchte ich Euch heute ein Buch einer österreichischen Autorin vorstellen. In den letzten Tagen habe ich Vea Kaisers dritten Roman: „Rückwärtswalzer: oder Die Manen der Familie Prischinger“ gelesen. Das Buch ist 2019 im Verlag Kiepenheuer & Witsch erschienen und ist eine Mischung aus Familienroman und Road Trip – ein klassischer Roman der Gegenwartsliteratur. Vielen Dank an dieser Stelle an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. Buch und Autorin durfte ich auch im Rahmen der Leipziger Buchmesse auf dem Bloggertreffen von Kiepenheuer & Witsch persönlich kennenlernen.

41eFMQJuH6L._SX303_BO1204203200_Als Onkel Willi stirbt, stehen der Drittel-Life-Crisis geplagte Lorenz und seine drei Tanten vor einer Herausforderung. Willi wollte immer in seinem Geburtsland Montenegro begraben werden. Doch da für eine regelkonforme Überführung der Leiche das Geld fehlt, begibt man sich kurzerhand auf eine illegale Fahrt im Panda von Wien Liesing bis zum Balkan. Auf der 1029 Kilometer langen Reise finden die abenteuerlichen Geschichten der Familie Prischinger auf kunstvolle Weise zueinander.
Mirl, die älteste der Schwestern, muss nach dem Krieg schon früh Verantwortung übernehmen und will nur weg aus dem elterlichen Gasthof, weg vom Land. Doch weder die Stadt noch ihre Ehe entwickeln sich so, wie sie es sich erträumte. Wetti interessiert sich bereits als Kind mehr für Tiere als für Menschen. Als Putzfrau im Naturhistorischen Museum kennt sie die Präparate der Sammlungen bald besser als jeder Kurator, und als alleinerziehende Mutter einer dunkelhäutigen Tochter schockiert sie die Wiener Gesellschaft. Und Hedi, die Jüngste im Bunde, lernt Willi zu einem Zeitpunkt in ihrem Leben kennen, an dem sie mit selbigem fast schon abgeschlossen hat. Denn die drei Schwestern haben in jungen Jahren einen schweren Verlust erlitten. Und sie alle geben sich die Schuld daran.

„Rückwärtswalzer: oder Die Manen der Familie Prischinger“ ist ein kurioser, witziger, skuriller, dramatischer und emotionaler Familienroman. Die Geschichte um Hedi, Wetti und Mirl, Lorenz und Sepp, Gottfried und Willi, die Kinder der Schwestern, Herr Ferdinand, Nenerl, Ana und Vlad, Fanny und ihren Vater spielt auf mehreren Ebenen. Es ist eine Reise, nicht nur durch verschiedene Länder, sondern auch durch die Gesellschaft – und die Zeit. So spielt die Handlung in zwei verschiedenen Zeitebenen – es wechseln sich Kapitel aus der Gegenwart mit Erzählungen aus der Vergangenheit ab. Und auch wenn sich die Geschichte erst nach und nach entfaltet, die Hintergründe der Charaktere erst Stück für Stück enthüllt werden, bin ich mir immer noch nicht sicher, ob nicht eine chronologische Erzählung sinnvoller gewesen wäre, da die Wechsel sehr drastisch, sehr fordernd sind und viel vom Leser verlangen.

Nichtsdestotrotz ist das Buch ein wahres Kleinod, das mit seiner Situationskomik und genial angelegten, plastisch und vielschichtig ausgearbeiteten Charakteren punkten kann. Die Figuren entwickeln sich auch im Laufe der Handlung weiter (nicht nur über die historischen Rückblicke, sondern auch im Verlauf der kurzen Episode in der Gegenwart). Dabei nimmt der Roman auch auf die römische Mythologie Bezug und baut diese geschickt als Motivation der Handelnden mit in die Geschichte ein.

20190328_183517Der Schreibstil der Autorin ist authentisch und passt sich erfrischend den Figuren an. Er ist nicht glattpoliert, sondern strotzt vor österreichischen Floskeln und – gerade in den historischen Kapiteln – zeitgeschichtlichem Vokabular. Dabei sind es gerade die Unterschiede in den Charakteren, das gegenseitige Unverständnis und unvereinbare Weltbilder, die zu der vielgelobten Situationskomik führen, die das Lesen des Buches zu einem wahren Erlebnis macht.

Der Buchsatz ist gelungen, Lektorat und Korrektorat überzeugen ebenfalls auf ganzer Linie. Das Cover ist ausdrucksstark und glänzt mit kleinen Details wie einem Bären, die sich erst nach dem Lesen des Buches erschließen.

Mein Fazit? „Rückwärtswalzer: oder die Manen der Familie Prischinger“ ist ein Road Trip der Extraklasse, ein Familenroman, der vor allem durch seine exzellenten Charaktere punkten kann. Auch wenn die anachronistische Erzählweise vom Leser viel Aufmerksamkeit fordert, sorgen die komischen und humorvollen Elemente für ein großes Lesevergnügen. Für Leser abseits der Genreliteratur, für Liebhaber von zeitgenössischen Romanen und Familiensagas bedenkenlos zu empfehlen.

Auslosung Nachmessegewinnspiel

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Nachdem in der letzten Nacht die Teilnahmefrist abgelaufen ist, habe ich heute direkt für Euch das Gewinnspiel ausgelost! Bevor ich aber den Gewinner verkünde, möchte ich mich zuerst bei sagenhaften 22 Teilnahmen bedanken! Und für alle, deren Name jetzt nicht fällt: Nicht traurig sein! Das nächste Gewinnspiel steht bereits in den Startlöchern und findet nächsten Monat statt :).

Doch nun, ohne weitere Vorrede *trommelwirbel bitte*: Gewonnen hat Ela Cindy Kerkhoff. Herzlichen Glückwunsch! Bitte melde dich doch auf Facebook per PN oder über das Kontaktformular mit deiner Adresse. Viel Freude mit dem Gewinn! 🙂

[Verlosung] Nachmessegewinnspiel

[Original-Wordpress-Gewinnspielbeitrag] Heute ist es endlich an der Zeit, einige der mitgebrachten Sachen von der LBM zu verlosen. Vorhang auf, für das große Nachmessegewinnspiel! Die Teilnahme läuft bis zum 11.04.2019 – und es gibt ein fabelhaftes Gewinnpaket.

Neben einigen Goodies (Leseproben, Postkarten, Lesezeichen) sind in dem Paket auch *trommelwirbel*

  • 51omYafvgvL._SX350_BO1204203200_ein signiertes und nagelneues Exemplar von „Was geschah mit Femke Star“ von Kerstin Ruhkieck,
  • eine signierte Leseprobe zu „Silberschwingen“ von Emily Bold,
  • ein Verlagsprogramm des Drachenmond Verlages und
  • eine Leseprobe zur Filmausgabe von „After“ von Anna Todd

enthalten :). Wenn das keine Gründe zur Teilnahme sind, weiß ich auch nicht :). Hinterlasst einfach hier oder bei Facebook einen Kommentar, und schon seid ihr im Lostopf! Viel Erfolg.

Hier noch die obligatorischen:

~~~ Teilnahmebedingungen ~~~

1. Die Teilnahme ist möglich bis zum 11.04.2019, 23:59:59 Uhr

2. Um teilzunehmen, könnt ihr

a)
einen Kommentar unter diesen Blogpost setzen

und/oder

b)
–  auf Facebook den originalen Gewinnspielbeitrag kommentieren

3. Jeder, der die obigen Teilnahmebedingungen erfüllt, erhält ein Los pro Plattform, auf der er den Originalbeitrag  kommentiert. Es wird maximal ein Kommentar auf jeder Plattform gewertet. Von mehreren Kommentaren einer Person auf der gleichen Plattform wird nur der erste in die Verlosung genommen. Pro Teilnehmer können so maximal zwei Lose erworben werden. Es werden nur Kommentare unter den Originalbeiträgen auf Facebook und WordPress in die Verlosung genommen.

4. Es ist keine Pflicht und es gibt auch keine Zusatzlose für das Rebloggen des Beitrages auf WordPress oder das Teilen und Freunde markieren auf Facebook. Freuen würde ich mich natürlich dennoch drüber :).

5. Nach Ablauf der Zeit wird das Gewinnspiel zeitnah ausgelost und der Gewinner wird sowohl hier als auch auf der Facebook-Seite veröffentlicht. Meldet sich der Gewinner dann nicht binnen einer Woche, wird der Gewinn neu vergeben.

6. Das Gewinnspiel steht in keinerlei Zusammenhang mit facebook oder wordpress.

7. Eine Barauszahlung des Gewinnes ist nicht möglich, kurzfristige Änderungen zu den benannten Gewinnen können sich ergeben.

8. Es wird keine Haftung für auf dem Postweg entstandene Schäden oder Verluste übernommen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

9. Der Verlosende behält sich vor, Kommentare, die ehrverletzend sind, gegen die guten Sitten verstoßen oder pornografische, gewaltverherrlichende oder rechts-/linksradikale Inhalte besitzen, zu löschen und von der Verlosung auszuschließen.

10. Die in diesem Zusammenhang erhobenen Daten, insbesondere die Adresse des Gewinners, werden ausschließlich für die ordnungsgemäße Durchführung des Gewinnspiels verwendet und nicht weitergegeben.

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