[LBM2019] Messeausbeute

Natürlich möchte ich Euch auch meine gesammelte Messeausbeute nicht vorenthalten. Neben den Büchern möchte ich Euch auch meine Funkos, die gesammelten Goodies und – speziell – auch die für Euch zur Verlosung vorgesehenen Dinge zeigen.

20190325_080722Doch zuerst zu den Büchern. Auf den Bildern befinden sich sowohl die fünf Anthologien des Burgenwelt Verlags und des Eridanus Verlags, die ich mir auf der Messe von den Autoren signieren ließ, als auch einige Romane, die ich zur Messe gekauft, mitgebracht oder dort geschenkt bekommen habe. Die Bücher von Christopher Paolini und von Kerstin Ruhkieck habe ich mir gekauft und signieren lassen, das Buch von Stefanie Hasse und das von Nina MacKay lagen schon lang auf meinem SuB – und sind nun ebenfalls (in letzterem Fall mit einer Mettigel-Signatur!) unterschrieben :). „Unter den drei Monden“ war in der Goodie-Bag der Verlagspreview, „Hunting Hope“ von Jacqueline Mayerhofer ist mir von der Autorin mitgebracht worden. Schließlich stellte mir Heike Ribguth auch ein gelesenes, signie20190325_091814rtes Exemplar für Verlosungen bereit, und ein weiteres Buch für mich in einer Blogger-Goodiebag :). Puh – das war es, soweit ich das überblicken kann :).

Viel schneller geht die Vorstellung der Funko-Neuzugänge. Vorhang auf für „Spongebob“ und „Lara Croft“! Tolle Ergänzungen meiner Sammlung – finde ich zumindest :).

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Und nun zu den gesammelten Goodies. Oben seht ihr sie in ihrer ganzen Pracht (vielen Dank auch an Ivonne für die tollen Schmucklesezeichen!), und unten habe ich extra mal rausgesammelt, was ich in Kürze verlosen möchte. Neben den signierten Büchern von Kerstin Ruhkieck und Heike Ribguth, finden sich dort noch einige, weitere, versteckte Schätzchen. Eine tolle Goodiebag von Emily Bold, die auch eine Leseprobe von Silberschwingen für Euch signiert hat, eine Verlagsvorschau des Drachenmond Verlages, eine Leseprobe von After Passion, handgebastelte Lesezeichen von Heike Ribguth, eine Überraschungstüte von Tina Skupin, weitere Lesezeichen, Leseproben und Verlagsprogramme – und ein Gutschein für ein e-Book von „Park Avenue Princess“ des LYX Verlags. Es bleibt also spannend :).

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[LBM2019] Tag 2 – Die Ruhe vor dem Sturm

Kaum vorstellbar – aber die halbe Messe liegt bereits hinter mir. Zeit, um den gestrigen Tag noch einmal Revue passieren zu lassen. Obwohl ich einige Termine hatte, war auch dieser Tag eher ruhig, eher beschaulich, bevor heute sicherlich die 20190322_193227Menschenmassen über Leipzig hereinbrechen. Meine erste Veranstaltung des Tages: eine Signierstunde beim Drachenmond Verlag – mir fehlte noch Nina MacKays „Mettigel“-Signatur in ihrem neuesten Märchenwald-Band, den ich auch nach der Messe hier vorstellen werde. Ich nutzte die Gelegenheit, um mir auch noch das Thrillerphänomen „Was geschah mit Femke Star“ von Kerstin Ruhkieck signieren zu lassen. Doch halt – da sind zwei Bücher auf dem Bild? :D. Richtig beobachtet – eines für mich, und … eines für Euch! Kerstin war so nett und signierte mir noch ein weiteres Exemplar, das ich im Anschluss der Messe mit einigen Goodies für Euch verlosen werde.

20190322_121558Im Anschluss ging es zum ersten Bloggertreffen des Tages. Der Verlag Kiepenheuer & Witsch stellte die Bestsellerautorin und prämierte Autorin Vea Kaiser mit ihrem neuesten Werk „Rückwärtswalzer: oder die Manen der Familie Prischinger“ vor. Da die österreichische Autorin zudem acht Kilogramm selbstgebackene Kekse und österreichischen Weißwein mitbrachte, eine wirklich gelungene Veranstaltung mit viel Witz, Charme – und einem sehr interessant klingenden Buch, das ich unbedingt noch beim Verlag anfordern muss.

20190322_152130Nach einer längeren Pause stand dann das nächste Bloggerevvent auf dem Plan. Die Verlage Carlsen (Impress und Dark Diamonds), Forever by Ullstein und Piper Digital stellten in einer Verlagspreview ausgewählten Bloggern die Novitäten ihrer Programme vor – und da kommt einiges in den nächsten Monaten auf die Leser zu. Natürlich gab es auch eine obligatorische Goodiebag mit einem Taschenbuch von Carlsen Impress und einigen Goodies (von denen sicher das ein oder andere auch den Weg in die Verlosung für Euch findet).

20190322_163250Zum Abschluss des Tages ein Termin in eigener Sache. Der Eridanus Verlag feierte mit den Autoren, mit Lesern und Gästen das Erscheinen der Anthologie „Alien Eroticon“, zu der ich die Geschichte „Die Rache der Sis“ beigesteuert habe. Es war toll, viele bekannte Kollegen wiederzutreffen, aber auch neue Leute kennenzulernen. Insgesamt waren sogar sieben der beteiligten Autoren am Stand: Alvar Borgan, Nele Sickel, Carolin Lüders, Nob Sheperd, Anna Mai, Nadine Muriel und ich. Ein feuchtfröhlicher Nachmittag, ein gelungener Abschluss des Tages.

Heute wird es spannend. Ich hoffe, ich bekomme mein Tagesprogramm durch. Denn es ist *hyperventilier* Superstar-Tag. Muss ich mehr sagen als: CHRISTOPHER PAOLINI?

Ran an den SuB mit Ava 2019 – März

Und auch im März gibt es wieder ein tolles Thema, zu dem ich mir drei Bücher vom SuB gesucht habe. Zu wählen waren dieses Mal Bücher deutscher Autoren. Ich habe mich dabei für drei Werke entschieden, auf die ich mich sehr, sehr freue, weil ich hoffentlich alle Autorinnen auch am Monatsende in Leipzig treffe.

Und hier die wunderschönen Bücher:

  • Ava Reed: „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“
  • J. Vellguth: „Der letzte Liebesbrief“
  • Nina MacKay: „Rapunzel und die Genmais-Protestbewegung“

Auf einen tollen Lesemonat!

[FBM2018] Messeausbeute

So langsam sackt die Messe endgültig – da war es an der Zeit, Euch heute meine diesjährige Messeausbeute zu zeigen :). Neben den Büchern, Goodies und einem signierten Block, habe ich auch für Euch fleißig Leseproben, Postkarten, Lesezeichen und das ein oder andere Goodie gesammelt, das Ihr hier bald gewinnen könnt. Aber dazu später mehr.

Fangen wir mit dem wichtigsten an: den Büchern (und den Funkos – mal ganz ehrlich, wie hätte ich an Buffy und Lady Di vorbeigehen können, sie schauten mich ganz traurig an!). Die Bücher auf der linken Seite (inklusive „Rosaly“) besaß ich bereits vorher und habe sie mir auf der Messe signieren lassen, die Bücher rechts von „Rosaly“ habe ich auf der Messe gekauft oder dort als kostenloses Lesexemplar erhalten.

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Und natürlich gab es auch wieder das ein oder andere Goodie – auch wenn ich diesmal versucht habe, wirklich wenig mitzunehmen, hat sich über fünf Tage doch etwas angesammelt. Verliebt bin ich sowohl in die kleinen Wale von Magellan, und in die Harry-Potter-Buttons von Carlsen. Aber auch die Lesezeichen zu Royal, die Autogrammkarten von Valentina Fast und J. Vellguth und das Schmucklesezeichen sind wirklich toll.

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Schließlich habe ich mich auch dazu durchgerungen, mir einen Ruthe-Block zu kaufen,  wie hätte ich auch widerstehen können, wenn ihn mir der Zeichner auf so kreative Weise signiert hat :).

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Und nun zu dem, was Euch sicher am meisten interessiert. Folgende Dinge könnt Ihr in Kürze auf dem Blog und auf meiner Facebook-Seite gewinnen. Unter anderem sind dabei viele Postkarten (auch vom Sternensand Verlag), ein Verlagsprogramm des Drachenmond Verlages, ein signiertes Lesezeichen der Autorin Rhiana Corbin, ein Kühlschrankmagnet, weitere Leseproben, Postkarten, Lesezeichen, ein Teelicht, ein Button und … *trommelwirbel* … ein signiertes Exemplar des Buches „Die Rote Königin“ der amerikanischen Bestsellerautorin Victoria Aveyard.

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Die Details des Gewinnspiels folgen voraussichtlich im Verlauf der nächsten Woche. Also bleibt wachsam! 🙂

[FBM2018] Tag 3 – Von imaginären Freunden und musizierenden Bäumen

20181012_110645Bevor es heute in das stressige Wochenende auf der Messe geht, habe ich es auch gestern noch einmal etwas ruhiger angehen lassen und schlenderte erstmal etwas durch die Hallen, bevor ich meine erste Veranstaltung besuchte. Der Kabarettist und Demotivationstrainer Nico Semsrott – auch für die ZDF Heute Show tätig und Kandidat der Partei „Die Partei“ für die Europawahl 2019 – präsentierte den „Kalender des Scheiterns“, und trug zugleich Auszüge seiner Programme vor. Erwartungsgemäß sehr lustig – und bereits jetzt ein kleines Highlight meines Messejahres.

20181012_121232Im Anschluss besuchte ich eine Buchvorstellung von Juli Zeh, deren neuer Roman „Neujahr“ vor drei Wochen veröffentlicht wurde und bereits auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste stand. Mit viel Witz stellte sich die Autorin den Fragen des Moderators. Das Publikumsinteresse war riesig – die erste wirklich überfüllte Veranstaltung, die ich besucht habe. Ob das allerdings ihren Büchern, oder vielmehr den neuen politischen Nachrichten aus Brandenburg geschuldet ist, kann ich nicht abschließend beurteilen.

20181012_124509Direkt danach ging es für mich bei einer Lesung am Amazon-Publishing stand weiter. Die Erfolgsautorin Ellin Carsta (auch Petra Mattfeldt und Caren Benedikt) las aus ihrem historischen Roman „Die heimliche Heilerin“, eine Lektorin von Amazon Crossing aus der englischen Übersetzung „The Secret Healer“. Spannend waren vor allem die extremen Unterschiede in den Coverversionen der Ausgaben in beiden Ländern, die vor allem mit dort herrschenden unterschiedlichen Trends und Vorlieben seitens des Verlages begründet worden sind.

20181012_130819Dann war es auch bereits Zeit für ein Kinderbuch. „Snuffi Hartenstein und sein ziemlich dicker Freund“ heißt das neue Werk des „Sams“-Autors Paul Maar. Zusammen mit der Illustratorin und der Lektorin präsentierte er das Buch und las einige Passagen vor – es wurden auch ausgewählte Bilder gezeigt. Zudem wurde etwas über die Entstehungsgeschichte und über Schwierigkeiten bei der Illustration von imaginären Freunden in verschiedenen Dimensionen geplaudert. Dabei machte vor allem Paul Maar einen unglaublich sympathischen und geerdeten Eindruck.

20181012_165005Als letzte Veranstaltung des Tages wollte ich eigentlich eine Diskussion mit Denis Yücel besuchen, doch da der Pavillon bereits wegen Überfüllung geschlossen war, nahm ich an einem Gespräch mit dem amerikanischen Autoren Paul Beatty zu seinem Buch „Der Verräter“ teil, für das der Autor 2016 den „Man Booker Prize“ erhielt. Auffallend war, dass der Autor mit den hochgestochenen, teils gesellschaftspolitischen Fragen, vor allem zur Political Correctness, des Moderators – der anscheinend zu viel in das Buch hineininterpretiert hat – wenig anfangen konnte. Umso sympathischer und ehrlicher war der Auftritt des Autoren, der schlichtweg betonte, dass er einfach nur das richtige Wort genutzt hat, um Dinge zu beschreiben, ohne sich über Interpretationsspielräume und Provokationen Gedanken zu machen.

Da ich zwischen den Veranstaltungen viel Zeit hatte, besuchte ich unter anderem ein kurzes Meet & Greet mit Caroline Brinkmann (da ich das Buch vergessen hatte, kommt heute noch eines), eine Signierstunde zur neuen Anthologie beim Drachenmond Verlag und spontan eine Signierstunde von Ralph Ruthe, der mir einen musizierenden Baum in einen Collegeblock zeichnete. Besonders freute mich auch, im offiziellen Mira-Programm für den Herbst/Winter auf zwei Seiten die Vorschau zu „Die Klosterbraut“ zu finden, ein im Januar erscheinender Roman von Manuela Schörghofer. Die Bilder davon reiche ich Euch in den Messeimpressionen nach der Messe nach, sie würden sonst den Post hier sprengen.

Am heutigen Messesamstag freue ich mich – neben der Abendveranstaltung mit Otto Waalkes – vor allem auf Halo Summer, deren Roman Aschenkindel eines meiner Jahreshighlights 2016 war.

[FBM2018] Tag 1 – Ein Auftakt nach Plan

Endlich Buchmesse, endlich Mittwoch. Auch wenn es bereits heute so viele interessante Termine gab, ließ ich es doch insgesamt ruhig angehen, um nicht gleich alle Kraftreserven für die Woche zu verschwenden.

Nachdem ich um 5 aufgestanden war und noch eine Rezension geschrieben hatte, ging es um 6:50 für mich los Richtung Frankfurt – und pünktlich kurz vor neun Uhr betrat ich die heiligen 20181010_102150(0)Hallen. Nachdem ich mich etwas umgesehen hatte, ging es auch direkt zur ersten Veranstaltung des Tages: „The Art of Dressmaking“. darkdirndl, ein preisgekröntes deutsches Kostümstudio, stellte eine Rekonstruktion der Diamond Jubilee Robe von Queen Victoria vor. Da ich zu dem frühen Zeitpunkt der einzige Besucher am Stand war, nahm sich die Inhaberin viel Zeit, um auf alle meine Fragen zu antworten, und mir eine Ausstellung des Studios mit dem Namen „Story Behind the Dress“ ans Herz zu legen. Hochinteressant – sowohl für Mode, als auch für Geschichtsliebhaber.

20181010_113808Im Anschluss nahm ich mir die Zeit, Freunde und Bekannte zu treffen, zum Beispiel die Autorin Anna Hinz, und besuchte auch den Kunstanstifter Verlag. Danach ging es zur obligatorischen Vorstellung des diesjährigen Trägers des deutschen Buchpreises auf dem blauen Sofa. Inger-Maria Mahlke erzählte von ihrem Roman „Archipel“ und las auch eine kurze Passage, die so kraftvoll, so prägnant, aber vor allem so melodisch war. Da saß jedes Wort, jede Silbe passte sich in den Lesefluss ein. In jedem Fall eine würdige Preisträgerin, und eine ganz, ganz starke literarische Stimme.

20181010_130837(0)Nachdem ich etwas durch Halle 3.0 geschlendert war, und ganz viele Fotos gemacht habe, besuchte ich meinen letzten Termin am Vormittag. Die Autorin und Journalistin Evi Simeoni stellte bei der FAZ das Buch „Vier Beine tragen meine Seele“ vor, das sie zusammen mit der überragenden Dressurreiterin Isabell Werth geschrieben hat. Es ist gleichsam eine Chronik von Isabells Leben, als auch eine Betrachtung des Dressursports der letzten Jahrzehnte. Eine Geschichte, von einer so starken Verbindung von Mensch und Tier, die einzigartig ist, und daher unnachahmliche Erfolge hervorgebracht hat. Auf diese Veranstaltung hatte ich mich als Pferdefan schon lange gefreut – und wer weiß, vielleicht zieht das Buch demnächst auch irgendwann bei mir ein.

20181010_165208Im Anschluss machte ich eine längere Pause, unterhielt mich mit anderen Autoren und Bloggern, aß etwas und genoss das Gefühl, auf der Messe zu sein, die heute noch angenehm leer war. Am frühen Nachmittag besuchte ich ein Meet & Greet, das spontan in meinen Kalender gerutscht war, nachdem sich die Bestsellerautorin der Valerie-Lane-Reihe Manuela Inusa kurzfristig für einen Messebesuch entschieden hatte. Manuelas Bücher lese ich mittlerweile seit Jahren, und freute mich daher umso mehr, mit einigen anderen Bloggern zusammen mit ihr mal wieder ins Gespräch zu kommen. Aufgrund der tollen Atmosphäre wurden aus der geplanten halben Stunde schnell zwei Stunden, bevor wir alle zu weiteren Terminen aufbrachen. Im Anschluss stieß ich bei Amazon 20181010_174753Publishing auf Petra Durst-Benning an, die den Meilenstein von 1.000.000 Lesern im englischsprachigen Raum über Amazon Crossing erreicht hat, feierte bei Carlsen den gelungenen Messeauftakt, und ließ bei georgischem Weißwein und Livemusik (Jazzpiano) den Messetag geruhsam ausklingen, bevor ich mich auf den Rückweg machte (und bereits am ersten Tag Verspätung hatte).

Obwohl es heute „nur“ mit der Fahrt 14 entspannte Stunden waren – das wird an den Tagen mit Abendveranstaltungen und/oder Besuchermassen noch ungleich anstrengender – bin ich doch leicht müde :). Morgen freue ich mich auf Signierstunden beim Drachenmond Verlag, die Verleihung des Kindle Storyteller Awards und die ein oder andere Buchvorstellung. Die restlichen Fotos, die ich außerhalb der Veranstaltungen geschossen habe, werde ich Euch nach der Woche in mehreren Galerien zeigen – hier würden sie den Artikel sprengen.

 

[Buchgedanken] Lin Rina: „Animant Crumbs Staubchronik“

Pünktlich zur in wenigen Stunden startenden Buchmesse, möchte ich Euch noch ein Buch vorstellen und freue mich schon darauf, morgen die Autorin persönlich in Frankfurt zu sehen.

In den letzten Tagen habe ich „Animant Crumbs Staubchronik“ von Lin Rina gelesen. Das Werk ist 2017 im Drachenmond Verlag erschienen und als (die erste Überraschung!) historischer Liebesroman einzuordnen.

51Af3k0XONL._SX348_BO1204203200_Animant Crumbs Mutter wünscht sich nichts sehnlicher, als den perfekten Ehemann für ihre Tochter zu finden. Doch diese ist die endlosen Bälle, Korsette und Kleider leid. Viel lieber lebt sie in einer Welt aus Büchern, und bemüht sich, der Realität mit Scharfsinn und Sarkasmus aus dem Weg zu gehen. Bis ihr eintöniges Landleben auf einen Schlag endet, und Ani ein unwiderstehliches Angebot bekommt. Ein Monat London, eine Arbeitsstelle in einer riesigen Bibliothek. Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht der garstige Bibliothekar, der ihr das Leben zur Hölle macht – und sie in ein ungekanntes Gefühlschaos stürzt.

„Animant Crumbs Staubchronik“ spielt im England des Jahres 1890, gegen Ende des viktorianischen Zeitalters – und überraschte mich vollends. Durch die häufige Kategorisierung als Fantasy-Roman hätte ich unter Berücksichtigung der Erzählzeit ein Steampunk-Werk erwartet und keinen historischen Liebesroman.

Das Setting ist einfach traumhaft schön und malerisch. Das viktorianische London, die Universität, die Bibliothek, die einzelnen Soireen, Gesellschaften, Bälle – und auch das beschauliche Landleben. Die Autorin schafft hier Bilder, die dem Leser erlauben, sich in eine Welt wegzuträumen, die an der Schwelle zum Fortschritt stand. In eine Zeit vor den Weltkriegen, aber mit anderen Problemen, die auch kurz in der Geschichte angerissen werden.

Auch die Protagonisten überzeugen mich im Ergebnis – gerade Thomas Reed. Sie alle haben Stärken und Schwächen und entwickeln sich im Laufe der Geschichte, auch in den Nebenrollen (zum Beispiel im Falle von Anis Mutter). Auch wenn einige Handlungen für mich nicht nachvollziehbar und unlogisch bleiben, gelingt es Lin Rina jedoch, die Gefühle und Motive der Protagonisten klar darzustellen. Hierbei begeistert mich vor allem die unglaubliche Darstellung der Verliebtheit, des Gefühlschaos von Ani in der zweiten Hälfte des Buches. Durch die geschickt gewählte Erzählperspektive erlebt man die Gefühle aus erster Hand, leidet, lacht und freut sich mit der Protagonistin, und kann sich gut mit ihr identifizieren.

Zwar ist die Handlung teils vorhersehbar, was sowohl am Genre, als auch an den teils spoilernden Kapitelüberschriften liegt (man hätte sie einfach weglassen können), bleibt jedoch spannend. Durch einige unerwartete Wendungen, die die Autorin über die Nebenhandlungsstränge einbaut, gelingt es ihr, den Spannungsbogen zu halten.

Das Ende ließ mich jedoch etwas unbefriedigt zurück. Der Ausgang der Geschichte, den ich grundsätzlich sehr mag, kam zu schnell, war ein zu heftiges Auf und Ab, und wurde auch erneut durch die Kapitelüberschriften bereits vorweggenommen. Nach einem Wendepunkt direkt die Auflösung zu bringen, ist in Hinblick auf die Dramaturgie der Geschichte aus meiner Sicht schlichtweg zu direkt, hier hätten es durchaus noch ein, zwei Kapitel mehr sein können – vor allem, wenn man den Zeitsprung in der Erzählzeit bedenkt.

Lin Rinas Schreib- und Erzählstil ist unaufgeregt und einfühlsam, und lässt sich wirklich gut und flüssig lesen. Er transportiert die Gefühle und Handlungen und fesselt den  Leser an die Seiten. Zudem ist auch anzumerken, dass sich um eine authentische Sprache bemüht wurde, hier jedoch trotzdem einige modernere Wörter und Redensarten eingeflossen sind – es hält sich aber noch im tolerablen Rahmen.

Dem Lektorat und Korrektorat sind einige Fehler durchgerutscht, die aber nicht so gravierend sind, dass sie den Lesefluss stören. Das Cover hingegen ist atemberaubend schön, ein absoluter Eyecatcher, und vielleicht meine Lieblingsarbeit der Designerin Marie Graßhoff. Auch der Buchsatz ist, erwartungsgemäß, gelungen und punktet mit kleinen Verzierungen.

Obwohl es viele kleine Kritikpunkte gibt, vieles, was man noch optimieren könnte, stört mich das nicht wirklich (die zweite Überraschung!) . Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber ich habe mich trotzdem etwas in das Buch verliebt. Ob es die Leichtigkeit der Sprache war oder das unbeschwerte, glanzvolle Leben? Ob es die glorifizierte Welt der Bücher war oder die Gefühlsflut? Ich kann es nicht sagen, weiß lediglich, dass ich das Buch in vollen Zügen genossen habe.

Mein Fazit? „Animant Crumbs Staubchronik“ ist ein toller Liebesroman, der vor allem mit dem malerischen Setting und den Gefühlen der Protagonisten punkten kann. Zwar hat er auch kleinere Schwächen, fesselt den Leser aber dennoch an die Seiten. Für Liebhaber des Genres bedenkenlos zu empfehlen.

Ran an den SuB mit Ava 2018 – Oktober

Ein neuer Monat, ein neues Thema. Dieses Mal ist es ganz einfach gehalten: Gewählt dürfen nur Bücher werden, die mindestens bereits seit zwei Monaten auf dem SuB schlummern.

Auch in Vorbereitung der Buchmesse habe ich mich dabei für folgende drei Bücher entschieden.

  • Lin Rina: „Animant Crumbs Staubchronik“
  • Nina MacKay: „Teenie Voodoo Queen“
  • Sabine Giebken: „Wolkenherz – Die Spur des weißen Pferdes“

Besonders auf die „Staubchronik“ bin ich bereits sehr gespannt, das Cover verzaubert mich jedes Mal aufs Neue. Wer sich übrigens einen Überblick verschaffen möchte, wie weit ich bei der Challenge bin, sei auf *diese Seite* verwiesen :D.

Hier noch die Cover meiner Oktobertitel – und allen einen schönen Lese- und Messemonat!

[Buchgedanken] Nina MacKay: „Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“

In den letzten Tagen habe ich den zweiten Teil von Nina MacKays Hipster-Märchen Reihe gelesen. „Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“ ist 2017 im Drachenmond Verlag erschienen und – in Anlehnung an meine Kategorisierung des Vorgängers – als humoristisch-phantastische Young-Adult-Märchenadaption einzuordnen. Die Besprechung des ersten Bandes, Rotkäppchen und der Hipster-Wolf, der auch in meinen Jahreshighlights 2017 vertreten war, kann *hier* abgerufen werden.

61gHUhzFkhL._SX341_BO1204203200_Der Märchenwald ist in Aufruhr, alle Happy Ends sind in Gefahr. Nach dem Tod ihres Vaters kocht Prinzessin Jasemin vor Wut und droht mit Krieg. Um den Märchenwald zu retten, ist die Prinzessinnen-Gang auf die Hilfe der Hexen angewiesen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem verlorenen Kind und dem achten Zwerg. Doch leider kann Red dabei nicht auf die Hilfe ihrer wahren Liebe zählen. Denn Ever, der Hipster-Wolf, ist plötzlich verschwunden, und Jaz ist nur zu bereit, dessen Platz an der Seite von Red einzunehmen …

„Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“ knüpft nahtlos an die Handlung des Vorgängers an und setzt diese konsequent fort. Erneut begeistert mich das traumhafte Setting – sowie der unvergleichliche Humor durch die Verschmelzung der klassischen Märchenfiguren mit der modernden Welt. Die Geschichte sprüht einfach vor Kreativität und sorgt mit immer neueren und abstruseren Auswüchsen für sehr, sehr viel Spaß beim Lesen.

Auch wenn in der Fortsetzung einige neue Figuren auftreten, sind es doch vor allem die altbekannten Charaktere, die wieder die Handlung vorantreiben. Dabei ist die Entwicklung der Charaktere exzellent gelungen – gerade die Namensgeberin der Fortsetzung Cinder, aber auch Rose und der Rest der Prinzessinnen-Gang hat sich toll gemacht. Lediglich von Red, die aus meiner Sicht etwas in ihrer Gefangenschaft zwischen den wahren Lieben stagniert, bin ich etwas enttäuscht.

Gleichwohl bin ich froh darüber, dass Nina MacKay, trotz der vielen Perspektivwechsel, nur eine Ich-Perspektive benutzt, und sonst in den personalen Erzähler wechselt. Dies ist aus meiner Sicht die beste Lösung für wechselnde Perspektiven, und ermöglicht dem Leser eine starke Bindung und Identifizierung mit der Ich-Erzählerin Red. Auch die durchweg spannende Handlung mit unerwarteten Wendungen fesselt den Leser an die Buchseiten und sorgt dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte.

Mit dem Ende kann ich mich allerdings nicht so ganz anfreunden. Zwar verstehe ich den Sinn von Cliffhangern, um Buchreihen fortzusetzen und die Menschen zum Kauf der Folgebände zu animieren, hier finde ich es jedoch zu krass ausgeprägt. Aus meiner Sicht liegt kein Abschluss vor, sondern eher ein Wendepunkt im Sinne klassischer Dramaturgie, an den eigentlich noch das Ende anknüpfen müsste. Dies mag nur mein persönlicher Geschmack sein, aber so richtig befriedigt hat mich der Schluss nicht zurückgelassen.

Die Buchgestaltung ist insgesamt als gelungen anzusehen. Das Cover ist wunderschön und fügt sich gut in die Reihe ein, die Coverrückseite ist mir allerdings etwas zu textlastig und überladen. Der Buchsatz ist – wie üblich beim Drachenmond Verlag – zauberhaft und mit zwei Illustrationen noch zusätzlich aufgewertet. Leider sind beim Lektorat und Korrektorat kleinere Fehler durchgerutscht, die den Lesefluss allerdings nicht erheblich stören und noch im Toleranzbereich liegen. Zudem ist dem Verlag auf dem Buchrücken ein – gravierender – Fehler unterlaufen: der Titel ist falsch geschrieben. Und so charmant „Aschenpuutel“ auch klingt, und so clever es als Erstausgabe und Sammlerstück beworben worden ist, sollte man dennoch nicht darüber hinwegsehen, dass sowas nicht passieren darf.

Mein Fazit? „Aschenputtel und die Erbsen-Phobie“ ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe und kann vor allem durch die tolle Entwicklung der Charaktere begeistern. Kleinere Schwächen in der Bucherstellung vermögen dabei den tollen Gesamteindruck nicht zu trüben. Für alle Märchenliebhaber und Fans humoristischer Fantasy bedenkenlos zu empfehlen.

 

 

Shopping Spree in Nürnberg

Als ich diese Woche beruflich in Nürnberg war, nutzte ich wie jedes Mal die Gelegenheit, dort im Elbenwald und im Thalia bummeln und shoppen zu gehen. Und was soll ich sagen – der dortige Thalia ist erstaunlich gut aufgestellt und überrascht mich jedes Mal aufs Neue. Nicht nur Drachenmondbücher, sondern auch die zauberhaften Titel von u.a. Ava Reed, Bianca Iosivoni, Manuela Inusa, Emily Bold, Stefanie Hasse, Valentina Fast, Anne Freytag und Nina MacKay waren dort, teils sogar prominent, platziert und mit Empfehlungen versehen. Das einzige Manko aus meiner Sicht, war die Abwesenheit von Ulla Schelers Romanen trotz eines starken Jugendbuchbereichs. Bevor ich Euch gleich die Bilder aus dem Thalia zeige, hier erstmal noch das Ergebnis meines persönlichen Shoppingbummels (#ravenclawpride).

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Und nun, ohne weitere Vorrede: Viel Spaß mit den tollen Büchern aus dem Thalia in Nürnberg.