[LBM2021] Doppelte Buchpost zur Messe

Da mich eines der beiden erst vor kurzem erreichte, möchte ich Euch heute die Bücher zeigen, die ich mir auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse – virtuell – gekauft habe. Dabei handelt es sich zum einen um „Deeply“ (in Love 3), das die aufregende New-Adult-Reihe von Ava Reed bei LYX abschließt, und zum anderen um „Underworld Chronicles 1 – Verflucht“ von Kelly und Josh Oram, die das Buch unter dem Pseudonym Jackie May im One Verlag veröffentlichen. Vielen Dank an diesesr Stelle auch an beide Verlage für die Organisation von Signieraktionen – im Falle von „Verflucht“ über die Buchhandlung Pustet. Sehen die Bücher nicht toll aus? Kennt Ihr die Autoren und Buchreihen?

[LBM2021] Tag 4: Ein tröstlicher Abschluss

Viel zu schnell endete am gestrigen Sonntag wieder die Leipziger Buchmesse 2021, auch wenn rückblickend ebenfalls für dieses Jahr gilt, dass die Online-Veranstaltungen eine wirkliche Buchmesse, die Atmosphäre, das Flair und alles, was dazugehört, nur unzureichend ersetzen können. Dennoch – besser als nichts. Und so besuchte ich auch am Sonntag noch einmal vier Veranstaltungen, die immerhin in einem absoluten Highlight gipfelten.

Den Anfang machte jedoch erst einmal ein „Behind the Scenes“-Interview des LYX Verlages zum Thema Coverdesign. Spannend und aufschlussreich zeigte eine Designerin der Grafikabteilung in wenigen Abbildungen den Weg von der ersten Idee zum fertigen Cover – passenderweise zu einer der Buchreihen, die ich sehnsüchtig erwarte. „Dunbridge Academy“ ist so zielgerichtet auf mich zugeschnitten, bedient meherere meiner liebsten Tropes und wandert daher nächstes Jahr unbedingt in mein Bücherregal. Ich zähle bereits die Tage!

Im Anschluss sah ich mir die für mich letzte Veranstaltung auf dem Blauen Sofa an. Thea Dorn, Gastgeberin des Literarischen Quartetts, stellte ihren neuesten Roman vor. „Trost: Briefe an Max“ ist ein Postkartenroman, der sich mit Tod, Trauer aber auch – titelgebend – mit Trost beschäftigt. Ein spannendes Buchformat zu einem wichtigen Thema, sehr innovativ – und überzeugend vorgestellt (hier merkte man Thea Dorn ihre starke Medienpräsenz an).

Am frühen Abend ging es mit der Präsentation einiger ausgewählter Neuigkeiten aus dem Herbstprogramm der Verlagsgruppe Droemer Knaur weiter. Der Journalist Volker Stephan stellte auf Youtube in sehr humoristischer Weise die Werke von Jochen Schweizer, Charlotte von Feyerabend, David Kraus, S. J. Bennett, Christopher Schlicht und Maximilian Bode vor. Leider war dabei die Belletristik etwas unterrepräsentiert – hier hätte ich mir über das Buch von S. J. Bennett hinaus noch etwas mehr populäre Literatur in der Präsentation gewünscht.

Zum Abschluss des Tages – und der Messe – das angekündigte Highlight. Die amerikanische Bestsellerautorin Emma Scott veranstaltete einen Livestream für den LYX Verlag und sprach über ihre Bücher, das Autorensein und stellte sich den unzähligen Fragen der Zuschauer, die den Chat im Sekundentakt fluteten. Absolut sympathisch und auf dem Boden geblieben – ein wirklich toller Auftritt.

Damit endete die Leipziger Buchmesse in diesem Jahr für mich – und die Berichte für Euch. Als kleine Vorankündigung gibt es in einigen Tagen aber noch einen kleinen Neuzugangspost mit den zwei Büchern, die ich mir auf der Messe gekauft habe – also lasst Euch überraschen. Eines habe ich in den Berichten ja bereits geteasert :D.

[Buchgedanken] Valerie Korte: „Liebe treibt die schönsten Blüten“

Ich unterbreche kurz die Messeberichterstattung für eine Buchbesprechung, quasi frisch aus Leipzig. Vor einiger Zeit habe ich „Liebe treibt die schönsten Blüten“ von Valerie Korte gelesen. Das Buch ist 2021 bei Lübbe in der Bastei Lübbe AG erschienen und dem Genre Liebesroman zuzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über die Bloggerjury.

Kann man Liebe säen, wo sie nicht von selbst wächst? Das fragt sich Gartenbauerin Svea, als sie ausgerechnet im Rückenkurs den Landschaftsarchitekten Lars trifft. Nach 45 Minuten Faszienlockerung ist ihr klar: der und kein anderer. Von seiner Seite allerdings: null Interesse. Die Partnerübung mit dem Igelball endet im Desaster, und auch die wissenschaftlich geprüften Flirt-Tipps von Sveas Freundin Elisabeth zeigen keine Wirkung. Oder? Als Lars bei der Stadt Köln die Neugestaltung eines Platzes ausschreibt und Svea sich mit ihrer Firma bewirbt, kommt Bewegung in die Sache …

„Liebe treibt die schönsten Blüten“ ist ein klassischer Liebesroman, und daher eine gelungene Abwechslung zu den vielen Romance-Titeln in letzter Zeit. So steht die Protagonisten mitten im Leben und kommt aus einer jahrelangen Beziehung. Passend dazu sind auch die Konflikte im Buch andere – und älter. Berufliche Umwälzungen, Schicksalsschläge, Konfrontationen mit früheren Partnern: Svea und Elisabeth werden der prallen Realität des Lebens ausgesetzt. Dabei gelingt es der Autorin jedoch gut, die positive Grundstimmung des Buches dauerhaft beizubehalten, die Probleme nie zu schwer, zu belastend werden zu lassen, um den Leser nicht das Gefühl zu geben, in einer ausweglosen Situation festzustecken. Und so bleibt das Buch auch ein toller Feel-Good-Roman, ein perfekter Begleiter für den Alltag.

Das Setting überzeugt dabei mit viel Lokalkolorit – authentisch und bildhaft beschrieben. Karneval, Kölsch, Kneipen, tolerante und rheinische Frohnaturen. Da ich Anfang August eine Woche Urlaub in der Stadt mache – vielleicht gelingt es mir ja, den ein oder anderen Schauplatz aus dem Buch aufzusuchen. Sollte ich das schaffen, erfahrt Ihr hier natürlich alles darüber.

Dabei gelingt es der Autorin im Wesentlichen, eine spannende und abwechslungsreiche Handlung zwischen die Buchdeckel zu pressen, wenn auch das Ende relativ schnell und etwas zu abrupt kommt. Hier hätte man durchaus etwas mehr Raum lassen, etwas entschleunigen können. Die dafür notwendigen Seiten hätte man zur Not bei Elisabeths Handlungsstrang einsparen können, der zwar interessant, teils aber zu präsent war und teils das Gefühl erweckte, hier ihre diverse Lebensweise etwas zu stark in den Mittelpunkt rücken zu wollen. Gleiches gilt für die teils zu ausführlichen, etwas zu belehrenden Ausführungen zu naturnaher Gartengestaltung und zu Umweltschutzaspekten – so wichtig es auch ist, dass Svea sich dafür einsetzt. Etwas dezenter eingesetzt, hätten die einzelnen Szenen wie die Guerillaaktion auch mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Valerie Kortes Schreibstil lässt sich dabei leicht und flüssig lesen und das Kopfkino direkt anspringen. Dennoch hätte ich mir an einigen Stellen noch mehr Beschreibungen, noch mehr Eindrücke von Svea gewünscht – mit der man sich aufgrund der – perfekt gewählten – Ich-Perspektive allerdings sehr gut identifizieren kann. Die Charaktere sind insgesamt vielschichtig angelegt, haben eigene Stärken und Schwächen, Motive und Ziele. Dabei glänzen vor allem die Nebencharaktere wie Carla und Dieter.

Die Buchgestaltung überzeugt im Großen und Ganzen. Lektorat und Korrektorat haben sauber gearbeitet, auch der Buchsatz ist im Wesentlichen gelungen – wenn sich mir auch die den Kapiteln vorangestellten Auszüge aus Brehms Tierleben nicht wirklich erklären. Zudem hätte ich mich gefreut, wenn sich die Playlist vorn im Buch wiedergefunden hätte – und nicht erst ganz am Schluss. Das Cover ist schön anzusehen und kann mit tollen, farbigen Coverinnenseiten aufwarten. Allerdings hätte ich mir einen etwas stärkeren Bezug zum Inhalt gewünscht – und der Lobgesang/blurb auf der Coverrückseite irritiert dann doch – bezieht er sich ja auf das Vorgängerbuch.

Mein Fazit: „Liebe treibt die schönsten Blüten“ ist ein im Wesentlichen überzeugender Liebesroman mit einem tollen Setting und vielschichtigen Protagonisten. Kleinere Schwächen in der Handlung stören dabei das Lesevergnügen kaum. Für Leser von Liebesromanen bedenkenlos zu empfehlen – auch für solche knapp unter der vom Verlag ausgesprochenen Altersempfehlung von ab 16 Jahren.

[LBM2021] Tag 3: „Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“

Gestern stand auch schon der vorletzte Messetag an – und das Goethe-Zitat im Titel beschreibt gut die gegensätzlichen Stimmungen, die mich über den Tag in den Veranstaltungen erwarteten.

Dabei begann der Tag ganz entspannt mit einer Verlosung beim LYX Verlag, bevor ich erneut einer Diskussion und Gesprächsrunde lauschte, die von der HTWK Leipzig organisiert wurde. Moderiert von einer Studentin plauderte Nina MacKay über ihre Bücher, kommende Projekte und über das Autorensein an sich. Wie immer ein absolutes Highlight. Auch im Anschluss ging es um das Autorensein, denn April Dawson und Kara Atkin schilderten in den Instagram-Stories des LYX Verlags ihre Anfänge als Autor, ihre ersten Erfolge und ihre ultimativen Schreibtipps.

Am späten Nachmittag stand jedoch das eine emotionale Extrem an. Die gefeierte und prämierte Krimiautorin Zoë Beck stellte ihr neuestes Buch, einen Titel bei Reclam, namens „Depression. 100 Seiten“ vor. Dabei berichtete sie eindrücklich im Gespräch auf dem Blauen Sofa von ihren eigenen Erfahrungen, ihrer Erkrankung und den Folgen, die dies auf ihr berufliches und privates Leben und Umfeld ausübt. Sehr emotional – und viel zu selten beleuchtet. Und so ist es nur zu begrüßen, dass das ZDF, einer der Mitinitiatoren des Blauen Sofas, im Zuge des Gesprächs durch den Moderator auch eine Sondersendung des „Aspekte“-Formats zum Thema Depression ankündigte.

Zum Abschluss des Tages dann das andere Extrem. Im Livestream für den LYX Verlag sprach Anne Pätzold zwar auch über ihre Bücher, aber genauso häufig über ihre große Liebe zu K-Pop, zu Manga, Anime und allem, was damit zusammenhängt. Marketingtechnisch vielleicht nicht ideal, aber unglaublich sympathisch und authentisch – wobei ich mir aber zumindest einen kleinen Leseabschnitt gewünscht hätte. Damit endete auch bereits der Samstag – und das Ende der Messe ist in Sicht. Was ich am heutigen Sonntag erlebt habe – oder noch erlebe – darüber dann morgen mehr :).

[LBM2021] Tag 2: Von Grenzen und ganz großen Gefühlen

Gestern stand bereits der zweite Tag der Leipziger Buchmesse an. Nachdem der erste Tag ja noch etwas kulturlastig war, spiegelte der Messefreitag meinen persönlichen Lesegeschmack besser wieder und wurde auch von zwei meiner absoluten Lieblingsautorinnen eingerahmt: Bianca Iosivoni und Stella Tack.

Wie angedeutet, begann der Tag mit Bianca Iosivoni, die zusammen mit Morgane Moncomble vom LYX Verlag per Instagram-Stories zum Thema Schreibroutinen interviewt wurde – ein spannender Einblick in den Alltag der beiden. Auch im Anschluss blieb ich bei einer Autorin des Verlags und – die Brücke zum Vortag schlagend – lauschte einer Lesung und Buchpräsentation von Anabelle Stehl, die von einer Studentin der HTWK Leipzig zu ihrem neuesten Roman „Breakaway“ interviewt wurde – hochspannend und supersympathisch. Bewundernswert, wie es ihr gelungen ist, als Bloggerin mit ihren Debütprojekten direkt zu einem so renommierten Verlag zu kommen.

So ganz ohne Kultur und Politik kam der Tag dann allerdings doch nicht aus. Am Nachmittag sah ich mir ein Gespräch auf dem Blauen Sofa zum Buch „Grenzerfahrungen“ an. Der Autor – und Bundestagspräsident – Dr. Wolfgang Schäuble diskutierte mit der Moderatorin Vivian Perkovic über aktuelle politische Entwicklungen, über sein Buch und über die Gesellschaft und knüpfte so nahtlos an die Diskussion vom Donnerstag zwischen Gesine Schwan, Michael Seemann und Bernd Stegemann an. Einziges Ärgernis: Die nicht ganz klaren Startzeiten und inhaltlichen Änderungen der Veranstaltungen auf dem Blauen Sofa, die sehr starken Schwankungen zu unterliegen scheinen. So startete auch die Diskussion mit Wolfgang Schäuble deutlich früher als angekündigt. Glücklicherweise kann man in Digitalformaten zurückspulen …

Zum Abschluss des Tages lud die Verlagsgruppe Droemer Knaur zum Romance Talk. Moderiert von Tina Lurz standen Nina Bilinszki, Lilly Lewis und – wie schon erwähnt – Stella Tack per Livestream Rede und Antwort. Unglaublich humorvoll sprachen sie über ihre Bücher, nahmen an lustigen Spielen teil und interagierten untereinander und mit den Zuschauern. Die leichten technischen Probleme taten dabei der tollen Stimmung keinen Abbruch. Mit diesem Highlight endete der Freitag, sodass die Hälfte der Messe bereits hinter mir lag. Doch auch am dritten Tag standen wieder einige tolle Veranstaltungen auf dem Programm – doch dazu morgen mehr =).

[LBM2021] Tag 0 und Tag 1: Ein Kickoff der anderen Art

Gestern startete die diesjährige Leipziger Buchmesse. Okay, das stimmt so nicht – sondern lediglich das Lesefestival „Leipzig Liest Extra“ und viele Veranstaltungen von Verlagen, die ein Messeersatzprogramm im Digitalen veranstalten. Und auch wenn dies die Messe einfach nicht ersetzen kann, habe ich trotzdem an einigen Veranstaltungen teilgenommen und werde dies auch in den nächsten Tagen noch tun. Alles, in der Hoffnung, dass diese LBM die letzte große Messe ist, die ausfällt, und wir uns spätestens im Herbst in Frankfurt alle wiedertreffen können.

Für mich begann der Veranstaltungsreigen im Übrigen bereits einen Tag vorher, mit den Kickoff-Veranstaltungen der „Buchmesse@home“ der Bastei Lübbe AG zum Thema „Mut“. So wurden zuerst die Autorinnen Anne Prettin („Die vier Gezeiten„) und Ulla Mothes („Geteilte Träume„) von Margarete von Schwarzkopf über ihre neuen Familiensagen interviewt, die beide auch dunkle und spannende Kapitel der deutschen Geschichte abdecken. Im Anschluss wurde mit dem ersten Band der „Underworld Chronicles“ eine neue Urban-Fantasy-Reihe von Kelly Oram vorgestellt, die diese mit ihrem Mann Josh zusammen unter dem Pseudonym Jackie May veröffentlicht. Spannend, fantastisch – und ein absolutes Must-Read. Band 1 ist danach direkt in meinen Warenkorb gehüpft.

Verglichen zu dem Vorabend war der erste „offizielle“ Messetag dagegen für mich relativ ruhig – und etwas kulturlastiger. So startete ich in den Tag mit einem Gespräch auf dem Blauen Sofa. Bénédicte Savoy referierte zum Thema Kulturerbe, Kunstraub und Beutekunst und stellte ihr neuestes Buch „Afrikas Kampf um seine Kunst“ vor. Im Anschluss sah ich mir Interviews auf dem LYX-Kanal mit Sarah Sprinz und Anabelle Stehl zum Thema „Uni-Setting in New-Adult-Romanen“ an. Faszinierend, wenn man bedenkt, dass Anabelles Romane entgegen dem üblichen Trend in Deutschland spielen. [Spoiler alert: Auch an Tag zwei der Buchmesse begleiteten mich Anabelles Bücher :)]

Für den Abschluss des Tages sorgte eine hochpolitische Diskussion auf dem Blauen Sofa. Gesine Schwan, Michael Seemann und Bernd Stegemann diskutierten zur Frage „Wie verändern Plattformen die Demokratie?“. Moderiert von Vivian Perkovic, entstand schnell ein sehr lebhaftes Gespräch über Globalisierung und den Fokus auf kleine Communitys, über Vor- und Nachteile großer Plattformen und deren Macht im vorpolitischen Raum. Teils sehr theorielastig war es doch anrührend zu sehen, wie stark und vehement Gesine Schwan versuchte, den Wert von Kommunikation wieder in den Fokus allen Handelns zu rücken.

Damit endete auch schon mein Messetag, der mich sehr entspannt zurück- und mich sogar das Gedränge, die Müdigkeit und Schmerzen einer Livemesse vermissen ließ. Wie sah das bei Euch aus? Habt Ihr überhaupt Veranstaltungen der Messe besucht?

Doppelte Buchpost in Schwarz-Weiß und Bunt

Während heute die – abgespeckte – Leipziger Buchmesse begann (zu der ich in den nächsten Tagen einige Beiträge poste), möchte ich Euch erst einmal noch zwei Rezensionsexemplare zeigen, die mich in den letzten Tagen erreichten: „Whalea“ von Laura Ventur und „Himmel oder Hölle?“ von Mel Wallis de Vries. Ersteres fand über die Agentur Literaturtest zu mir, letzteres über die Bloggerjury – vielen Dank allen Beteiligten. Und auch wenn sie von der Zielgruppe her alterstechnisch ähnlich sein sollten, vermitteln sie doch jeweils eine ganz andere Grundstimmung. Was mögt Ihr mehr? Seid Ihr #TeamBunt oder #TeamSchwarzWeiß? Thriller oder Fantasy? =)

[LBM2021] Eine Absage, die schmerzt.

Es war fast zu erwarten, und schmerzt doch ungemein. Nachdem die LBM erst in den Mai verschoben wurde, wurde sie nun vor einigen Tagen für 2021 komplett abgesagt. Ein Rückschlag für die ganze Branche – und ein echt beschissener Start in mein persönliches Messejahr. Ein wie auch immer gearteter Online-Ersatz kann eine Präsenzveranstaltung einfach nicht adäquat ersetzen. Hoffen wir, dass im weiteren Jahersverlauf wieder Conventions und Messen stattfinden können – ich vermisse den persönlichen Austausch mit Euch allen sehr. Das einzig Positive? Immerhin erfolgte die Absage dieses Mal nicht erst wenige Tage vorher. Ich storniere dann mal mein Hotel …

Kurzes Buchmesseupdate

Was für ein Jahr – aber die Gesundheit geht vor. Und daher sind in den letzten Wochen leider die – erwartbaren – traurigen Nachrichten eingetrudelt, dass auch die letzten geplanten Präsenz-Veranstaltungen von mir, die Frankfurter Buchmesse und das Lit.Love Lesefestival, nicht vor Ort stattfinden. Immerhin wird die Lit.Love durch eine Online-Veranstaltung mit tollen Autoren (u.a. meiner Lieblingspoetin Julia Engelmann, und z.b. Weltstar Geneva Lee) ersetzt, und auch die FBM wird ein virtuelles Konzept fahren. Vereinzelt finden hier auch Lesungen im Rahmen des Frankfurt BookFest in der Stadt statt, sodass ich zwar vorerst das Hotel, aber noch nicht meinen Urlaub storniert habe.

Auch die Verschiebung der LBM hat meine Planung etwas durcheinandergewürfelt, aber dennoch freue ich mich tierisch darauf und hoffe, dass sie Ende Mai stattfinden kann. Ein Hotel ist jedenfalls bereits gebucht – und ich hoffe, spätestens dort ganz viele von Euch gesund und munter wieder zu sehen.

[LBM2020] Mein „Messe“bericht

Normalerweise hätte ich in dieser Woche täglich von der Leipziger Buchmesse 2020 berichtet, hätte ein bis zwei dutzend Veranstaltungen besucht und neue Bücher präsentiert – in diesem Jahr ist aber alles anders. So kann ich trotz der Abreise Morgen Vormittag bereits jetzt einen abschließenden Bericht schreiben, da aufgrund des Corona-Virus das öffentliche Leben nahezu völlig zusammengebrochen ist.

IMG-20200314-WA0013Insgesamt habe ich daher auch nur an ganz wenigen Terminen teilgenommen. So habe ich am Donnerstag Autorenkollegen der Nächtlichen Schreibwerkstatt in einer Autoren-WG besucht und mich mit ihnen ausgetauscht und mit ihnen geschrieben, am Freitag habe ich eine Veranstaltung mit Marie Graßhoff (unten links) und Ava Reed (rechts, und mit Marie unten links) besucht. Eigentlich als Lesung angedacht, konnte diese aufgrund der strengen Sicherheitsvorkehrungen nur noch als Signierstunde durchgeführt werden. Zudem traf ich am Vormittag mit Freunden die Autorin Janna Ruth (unten rechts) in ihrer Autoren-WG. Abschließend am Samstag besuchte ich eine Signierstunde von Nina MacKay. Nina war so nett, mir auch noch einige tolle Sachen für Euch zur Verfügung zu stellen – bleibt also wachsam, hier gibt es bald ein großes Gewinnspiel!

Die restliche Zeit verbrachte ich größtenteils im Hotel, ruhte mich aus und erholte mich, las, schrieb und bloggte. Kleinere Ausflüge trieben mich – fernab von Stoßzeiten – in die Stadt, um aus Frust Kleinigkeiten zu shoppen, sodass alles in allem ein sehr beschaulicher, besinnlicher und erholsamer Urlaub in einem Hotel übrigblieb, was ich jederzeit wieder buchen würde.

Wie mein restliches Messejahr aussieht? Das steht in den Sternen. Nachdem 2020 aus Veranstaltersicht ohnehin keine LoveLetter-Convention stattfinden sollte, bleiben nur noch die Litblog-Convention, das Lit.Love-Lesefestival und die Frankfurter Buchmesse. Jedoch bleibt abzuwarten, was davon wirklich stattfinden kann.