Hochspannung garantiert | Doppelte Buchpost

In der letzten Zeit erreichten mich wieder einige Bücher, von denen ich Euch heute die ersten beiden auch hier präsentieren möchte. „Wenn deine Hand mich hält“ von Alisha Rai und „Probe 12“ von Kathrin Lange und Susanne Thiele garantieren als Wissenschaftsthriller und als dramatischer Liebesroman Hochspannung und Herzklopfen – vielen Dank daher an den Lübbe Verlag, Bastei Lübbe AG, für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare über die Bloggerjury einerseits und die vermittelnde Agentur Buchcontact andererseits. Ich hoffe, mir stehen atemberaubenden Lesestunden ins Haus – und berichte Euch natürlich zeitnah davon!

[Buchgedanken] Valerie Korte: „Liebe treibt die schönsten Blüten“

Ich unterbreche kurz die Messeberichterstattung für eine Buchbesprechung, quasi frisch aus Leipzig. Vor einiger Zeit habe ich „Liebe treibt die schönsten Blüten“ von Valerie Korte gelesen. Das Buch ist 2021 bei Lübbe in der Bastei Lübbe AG erschienen und dem Genre Liebesroman zuzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über die Bloggerjury.

Kann man Liebe säen, wo sie nicht von selbst wächst? Das fragt sich Gartenbauerin Svea, als sie ausgerechnet im Rückenkurs den Landschaftsarchitekten Lars trifft. Nach 45 Minuten Faszienlockerung ist ihr klar: der und kein anderer. Von seiner Seite allerdings: null Interesse. Die Partnerübung mit dem Igelball endet im Desaster, und auch die wissenschaftlich geprüften Flirt-Tipps von Sveas Freundin Elisabeth zeigen keine Wirkung. Oder? Als Lars bei der Stadt Köln die Neugestaltung eines Platzes ausschreibt und Svea sich mit ihrer Firma bewirbt, kommt Bewegung in die Sache …

„Liebe treibt die schönsten Blüten“ ist ein klassischer Liebesroman, und daher eine gelungene Abwechslung zu den vielen Romance-Titeln in letzter Zeit. So steht die Protagonisten mitten im Leben und kommt aus einer jahrelangen Beziehung. Passend dazu sind auch die Konflikte im Buch andere – und älter. Berufliche Umwälzungen, Schicksalsschläge, Konfrontationen mit früheren Partnern: Svea und Elisabeth werden der prallen Realität des Lebens ausgesetzt. Dabei gelingt es der Autorin jedoch gut, die positive Grundstimmung des Buches dauerhaft beizubehalten, die Probleme nie zu schwer, zu belastend werden zu lassen, um den Leser nicht das Gefühl zu geben, in einer ausweglosen Situation festzustecken. Und so bleibt das Buch auch ein toller Feel-Good-Roman, ein perfekter Begleiter für den Alltag.

Das Setting überzeugt dabei mit viel Lokalkolorit – authentisch und bildhaft beschrieben. Karneval, Kölsch, Kneipen, tolerante und rheinische Frohnaturen. Da ich Anfang August eine Woche Urlaub in der Stadt mache – vielleicht gelingt es mir ja, den ein oder anderen Schauplatz aus dem Buch aufzusuchen. Sollte ich das schaffen, erfahrt Ihr hier natürlich alles darüber.

Dabei gelingt es der Autorin im Wesentlichen, eine spannende und abwechslungsreiche Handlung zwischen die Buchdeckel zu pressen, wenn auch das Ende relativ schnell und etwas zu abrupt kommt. Hier hätte man durchaus etwas mehr Raum lassen, etwas entschleunigen können. Die dafür notwendigen Seiten hätte man zur Not bei Elisabeths Handlungsstrang einsparen können, der zwar interessant, teils aber zu präsent war und teils das Gefühl erweckte, hier ihre diverse Lebensweise etwas zu stark in den Mittelpunkt rücken zu wollen. Gleiches gilt für die teils zu ausführlichen, etwas zu belehrenden Ausführungen zu naturnaher Gartengestaltung und zu Umweltschutzaspekten – so wichtig es auch ist, dass Svea sich dafür einsetzt. Etwas dezenter eingesetzt, hätten die einzelnen Szenen wie die Guerillaaktion auch mehr Aufmerksamkeit auf sich gezogen.

Valerie Kortes Schreibstil lässt sich dabei leicht und flüssig lesen und das Kopfkino direkt anspringen. Dennoch hätte ich mir an einigen Stellen noch mehr Beschreibungen, noch mehr Eindrücke von Svea gewünscht – mit der man sich aufgrund der – perfekt gewählten – Ich-Perspektive allerdings sehr gut identifizieren kann. Die Charaktere sind insgesamt vielschichtig angelegt, haben eigene Stärken und Schwächen, Motive und Ziele. Dabei glänzen vor allem die Nebencharaktere wie Carla und Dieter.

Die Buchgestaltung überzeugt im Großen und Ganzen. Lektorat und Korrektorat haben sauber gearbeitet, auch der Buchsatz ist im Wesentlichen gelungen – wenn sich mir auch die den Kapiteln vorangestellten Auszüge aus Brehms Tierleben nicht wirklich erklären. Zudem hätte ich mich gefreut, wenn sich die Playlist vorn im Buch wiedergefunden hätte – und nicht erst ganz am Schluss. Das Cover ist schön anzusehen und kann mit tollen, farbigen Coverinnenseiten aufwarten. Allerdings hätte ich mir einen etwas stärkeren Bezug zum Inhalt gewünscht – und der Lobgesang/blurb auf der Coverrückseite irritiert dann doch – bezieht er sich ja auf das Vorgängerbuch.

Mein Fazit: „Liebe treibt die schönsten Blüten“ ist ein im Wesentlichen überzeugender Liebesroman mit einem tollen Setting und vielschichtigen Protagonisten. Kleinere Schwächen in der Handlung stören dabei das Lesevergnügen kaum. Für Leser von Liebesromanen bedenkenlos zu empfehlen – auch für solche knapp unter der vom Verlag ausgesprochenen Altersempfehlung von ab 16 Jahren.

[Buchgedanken] Veronika Lackerbauer: „Arabische Nächte“

In der letzten Zeit habe ich „Arabische Nächte von Veronika Lackerbauer gelesen, mein viertes Buch der Autorin nach „Licht & Schatten 1„, „Licht & Schatten 2“ und „Bacchus‘ Vermächtnis„. Der Roman erschien 2021 im Selfpublishing über Books on Demand und ist eine bunte Mischung aus Entwicklungs-, Schickals- und Liebesroman. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.

Weil ihr Mann wieder einmal in seiner Arbeit feststeckt, fährt Inga mit ihrer Freundin in den Urlaub. Am Strand von Dubai verliebt sie sich Hals über Kopf in den charmanten Architekten Paul, der in den Emiraten lebt. Alle Brücken abbrechen und mit Paul neu anfangen oder zurück in ihr altes Leben? Doch der Zwiespalt zwischen den beiden Männern ist bald Ingas kleinstes Problem, denn das Schicksal kann manchmal ein mieses Arschloch sein.

Wie oben schon angedeutet, fiel mir bei „Arabische Nächte“ die Genrezuordnung unglaublich schwer. Veronika Lackerbauer vermischt hier gekonnt Elemente von Liebes- und Schicksalsromanen, wodurch im Endeffekt ein Werk entsteht, das den Fokus auf die Entwicklung der Protagonistin Inga legt, ihre Wandlung, Erfahrungen und Sehnsüchte. Und auch wenn die Schwerpunktsetzung im zweiten Teil des Romanes vielleicht etwas zu stark auf den schicksalshaften Aspekten liegt, gelingt es der Autorin doch, den Charakter eines Liebesromanes dauerhaft beizubehalten – eines sehr ungewöhnlichen Liebesromans allerdings, weiß man als Leser hier nicht einmal, mit welchem der Männer man Inga nun Glück wünscht.

Dafür sorgt sicherlich auch der Prolog, der leider dem Buch etwas an Spannung nimmt, Teile der Handlung bereits spoilert, gleichsam aber einen schönen Rahmen zum Epilog bildet – und für ein offenes Ende sorgt. Ein Ende, das den Leser gleichsam befriedigt und unbefriedigt zurücklässt; ein Ende, das es ihm ermöglicht, Ingas Geschichte zum Wunschausgang weiterzuspinnen.

Das Setting ist malerisch. Die traumhaften Kulissen in den Emiraten, gigantische Hotelkomplexe, Strände und Einkaufszentren – mit Inga reist man in eine Welt, die den meisten Lesern im deutschsprachigen Raum fremd vorkommt. Hier hätte durchaus noch mehr, noch stärker, noch expresssiver beschrieben werden können, um den Leser noch brutaler in die Welt zu ziehen, ihm Bilder, Gerüche und Geschmäcker einzupflanzen.

Abgesehen davon ist Veronika Lackerbauers Schreibstil – wie üblich – leicht und locker zu lesen. Die Autorin schfaft glaubhafte, dreidimensionale Protagonisten mit Stärken und Schwächen, eigenen Zielen und Motiven, wobei mir hier insbesondere Britta und Tom sehr ans Herz gewachsen sind.

Lektorat, Korrektorat und Buchsatz sind solide, die durchgerutschten Kleinigkeiten bremsen den Lesefluss bzw. schmälern das Lesevergnügen kaum. Das Covermotiv zieht sich gelungen über den ganzen Buchumschlag und ist wunderschön anzuschauen, gleichsam hätte aber der Bezug zur Handlung noch stärker hervorgehoben werden können, da dort ein brombeerfarbenes Kleid eine starke Rolle spielt. Zudem scheinen die Füße der Frau im Sand etwas komisch zu versinken.

Mein Fazit: „Arabische Nächte“ ist ein Roman über Schicksal und die ganz große Liebe, der vor allem durch ein malerisches Setting und authentische Charaktere punkten kann. Für Liebhaber von Liebesromanen abseits des Romance-Genres bedenkenlos zu empfehlen – ab einem Lesealter von 16.

Ps: Ich finde es mehr als schade – möchte es aber ausdrücklich nicht kritisieren -, dass im Klappentext die Chance auf ein kleines Easter Egg vertan wurde. Denn das Schicksal kann manchmal nicht nur ein mieses Arschloch, sondern vor allem ein mieser Verräter sein. Mit dieser minmalen Anpassung hätte man eine Hommage an John Green einbauen können, dessen Jugendliebesromane mehr als eine Generation an Lesern begeisterten und die Bestseller- und Preisträgerlisten stürmten. Ich hätte es zumindest gefeiert!

[Buchgedanken] Emily Bold: „Ein neuer Morgen in Laguna Beach“ (Laguna Beach 2)

Pünktlich zum Weihnachtsfest möchte ich Euch heute einen tollen Liebesroman vorstellen. In den letzten Tagen habe ich im Rahmen einer Leserunde „Ein neuer Morgen in Laguna Beach“ von Emily Bold gelesen. Das Buch ist 2020 bei Montlake, Amazon Media EU S.à r.l. erschienen und dem Genre Liebesroman zuzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin, den Verlag und Lovelybooks.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars in einer tollen Buchbox.

Alison Page ist schwindelfrei und kann mit einem Schweißgerät umgehen – und sie leitet das Bauunternehmen der Familie. Womit sie weniger gut umgehen kann, ist der Auftrag für den Bau eines Wellnesstempels, den sie für den arroganten Hotelier Ian St. James übernehmen muss, um die Krankenhausrechnungen ihres Vaters bezahlen zu können. Ian hat sie vor Jahren tief verletzt, aber dennoch bekommt sie bei jeder Begegnung mit ihm weiche Knie …

„Ein neuer Morgen in Laguna Beach“ ist der zweite Teil der Laguna-Beach-Reihe und kann problemlos eigenständig als Standalone gelesen werden. Sofern man aber vorhat, alle Teile der Reihe zu lesen, empfiehlt es sich, zwingend die Reihenfolge einzuhalten, da man sonst bzgl. des Vorgängers gespoilert wird.

Dabei glänzt das Buch mit einem bezaubernden Setting. Ein malerischer Strand, ein tolles Anwesen, ein Luxusresort, eine Werkstatt und ein Schrottplatz, der eine bilderbuchreife Aussicht bietet – Emily Bold entführt den Leser in die USA, lässt ihn sich in eine Welt fernab des nasskalten Winters träumen.

Die Handlung ist – wenn auch teils vorhersehbar – amüsant und unterhaltsam und wartet mit einigen unerwarteten Wendungen auf. Auch wenn einige ernste Themen kurz gestreift werden, werden diese nicht detailliert behandelt, sodass das Buch größtenteils gute Laune versprüht, ein idealer Feel-Good-Roman ist, aber auch etwas Tiefe vermissen lässt.

Die Charaktere sind im Wesentlichen gut ausgearbeitet, wenn auch einige der Nebenfiguren teils etwas blass bleiben. So hätte ich mir insbesondere von Luke mehr versprochen, und auch die Wendung von Dallas am Ende bleibt wenig nachvollziehbar. Alison und Ian überzeugen hingegen auf ganzer Linie, sind dreidimensional angelegt und haben Stärken, Schwächen, Ziele und Motive. Der rasante Wechsel der Erzählperspektiven, sogar innerhalb der schon kurzen Kapitel, macht es jedoch schwer, eine tiefe Bindung zu beiden aufzubauen – hier hätte ich mir eine klarere Struktur gewünscht.

Emily Bolds Schreibstil ist – wie immer – sehr gefühlvoll und lässt sich leicht und flüssig lesen. Durch sorgfältig eingestreute, humoristische Szenen und Elemente, wird dem Leser oftmals ein Lächeln auf die Lippen gezaubert – man möchte das Buch kaum aus der Hand legen.

Die Buchgestaltung überzeugt im Wesentlichen. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben sauber und unauffällig gearbeitet, das Covermotiv ist schön, farblich ansprechend und zieht sich als Bild über den gesamten Buchumschlag.

Mein Fazit: „Ein neuer Morgen in Laguna Beach“ ist ein im Wesentlichen überzeugender Liebesroman, der vor allem durch sein malerisches Setting punktet. Trotz der etwas zu häufigen Perspektivwechsel ein Buch mit Feel-Good-Garantie – ein idealer Urlaubsbegleiter. Für Liebhaber des Genres bedenkenlos zu empfehlen, ab einem Lesealter von 17 Jahren.

[Buchgedanken] Lyssa Kay Adams: „The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman“ (Secret Book Club 1)

In den letzten Tagen habe ich im Rahmen einer Leserunde „The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman“ von Lyssa Kay Adams gelesen, den Auftakt einer mindestens dreiteiligen Reihe über den „Secret Book Club“. Das Buch ist 2020 im Label „endlich Kyss“ der Rowohlt Verlag GmbH erschienen und dem Genre New-Adult zuzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag und Lovelybooks.de für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen der Leserunde.

41daP9GtHuL._SX319_BO1204203200_Die Ehe von Profisportler Gavin Scott steckt in der Krise. Genau genommen ist sie sogar vorbei, wenn es nach seiner Frau Thea geht. Und das darf nicht sein. Thea ist die Liebe seines Lebens! Und er versteht, verdammt noch mal, nicht, was überhaupt passiert ist. Eigentlich müsste SIE sich bei IHM entschuldigen! Gavin ist ratlos und verzweifelt – bis einer seiner Freunde ihn mit zu einem Treffen nimmt. Einem Treffen des Secret Book Club. Hier lesen und diskutieren Männer heimlich Liebesromane, um ihre Frauen besser zu verstehen. Gavin hält das für Schwachsinn. Wie sollen Liebesschnulzen ihm helfen, seine Ehe zu retten? Doch die Lektüre überrascht ihn. Und Thea steht eine noch viel größere Überraschung bevor!

„The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman“ war … fast perfekt. Eine gelungene Mischung aus ernsten Themen und humorvollen Einschüben, aus starken Gefühlen und knisternder Erotik sorgte für ein abwechslungsreiches Lesevergnügen, auch wenn zum Ende hin die Schwerpunktsetzung etwas kippte.

Dabei kann der Roman mit einem gelungenen Setting punkten. Eine idyllische Wohnumgebung in Nashville vor dem Hintergrund des Lebensgefühls der Upperclass zwischen Parties und Sportevents: Umso weniger Probleme den Charakteren hier von außen entgegenschlagen, umso stärker kann der Fokus auf die Beziehung zwischen den Protagonisten gelegt werden.

Dabei entwickeln sich diese durchaus im Verlauf des Romanes weiter, sind plastisch, vielschichtig und dreidimensional angelegt, haben eigene Stärken und Schwächen. Auch die Nebencharaktere, insbesondere Nessa und Braden Mack überzeugen auf ganzer Linie, umso gespannter bin ich auf den Folgeband, der Braden und die, bisweilen noch unsympatische, Liv ins Zentrum setzt.

Die Handlung ist spannend und abwechslungsreich, wenn auch genrebedingt teils vorhersehbar. Dabei werden – parallel zur Handlung der Geschichte – Passagen eines Liebesromanes mit eingeflochten, die den Text auflockern. Aus meiner Sicht wird, gerade zum Ende des Romanes, das Potential der Handlung allerdings nicht vollends ausgeschöpft, und auch in der Ausgestaltung des Buchclubs besteht noch Luft nach oben, aber vielleicht gibt sich das noch in den nächsten Bänden. Den – durchweg sympathischen – Mitgliedern würde ich es jedenfalls wünschen.

Die Buchgestaltung überzeugt auf ganzer Linie. Lektorat und Korrektorat haben sauber gearbeitet, auch der Buchsatz ist im Wesentlichen gelungen. Das Cover ist wunderschön, hochwertig geprägt und die farbigen, ausklappbaren Coverinnenseiten runden den wirklich tollen Gesamteindruck ab.

Mein Fazit? „The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman“ ist ein gelungener Auftakt in die „Secret Book Club“-Reihe. Dabei kann der Roman mit tollen Charakteren und einem spannenden Setting punkten. Obwohl die Handlung ihr Potential nicht gänzlich ausnutzt, definitiv ein potentielles Jahreshighlight. Für Leser des Genres daher bedenkenlos zu empfehlen – ab etwa 17 Jahren.

[Buchgedanken] Emily Bold: „Hearts on Fire – Leo“ (HoF 5)

In den letzten Tagen habe ich „Hearts on Fire – Leo“ von Emily Bold gelesen, den abschließenden Band der fünfteiligen Serie um die Wache 21. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung einer wunderbaren Buchbox. „Hearts on Fire – Leo“ ist 2019 bei Montlake Romance, Amazon Media EU S.à r.l. veröffentlicht worden und dem Genre Romance zuzuordnen. Die anderen vier Bände der Reihe wurden von Johanna Danninger, Greta Milán, Friedrich Kalpenstein und Frieda Lamberti verfasst. „Hearts on Fire – Leo“ ist bereits mein achtes Buch von Emily (und es warten noch einige andere), ihre Romane „Lichtblaue Sommernächte“ und die „Silberschwingen“-Dilogie (Band 1, Band 2) schafften es sogar in meine Jahreshighlights 2016 und 2018.

51qk4792x5L._SX337_BO1204203200_Bei seinen Kollegen der Wache 21 gilt der attraktive Leonhard Rindisbacher als Womanizer des Trupps. Der sportliche Blondschopf macht einen großen Bogen um feste Beziehungen, lässt aber ansonsten nichts anbrennen. Auch als Leo auf die ehrgeizige Journalistin Caro trifft, die leichtsinnigerweise an den Brandorten auftaucht, um über den Brandstifter zu berichten, der München seit geraumer Zeit in Angst und Schrecken versetzt, fliegen die Funken. Die Jagd nach der Story des Jahres bringt Caro dabei nicht nur dem verführerischen Leo näher, sondern weckt auch die Aufmerksamkeit des Feuerdämons und bringt sie in tödliche Gefahr …

„Hearts on Fire – Leo“ ist – wie auch so vom Verlag beworben – unabhängig von den anderen Bänden der Reihe lesbar. Die Geschichte, insbesondere die Love Story, ist in sich abgeschlossen, allerdings sind durchaus – was in Bezug auf die handelnden Personen auch gar nicht anders geht – Querverbindungen und Bezüge zu den vorherigen Bänden vorhanden, mit denen man sich auch spoilern könnte. Daher würde ich schon empfehlen, wenn möglich, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Das Setting in der Münchener Feuerwache mit den einzelnen Brandorten ist stimmig und zeugt von umfassender Recherche, zu der die Autorin auch im Rahmen der Danksagung etwas berichtet. Zudem ist die Handlung spannend und rasant, zugleich aber auch witzig und emotional – Emily Bold nimmt den Leser mit auf eine Gefühlsachterbahn, die ihn an das Buch fesselt. Dabei sorgt auch der flüssige, leichte und humorvolle Schreibstil der Autorin dafür, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte.

Das Buch wird aus den personalen Erzählperspektiven von Leo und Caro erzählt. Auch wenn ich mir eine Ich-Perspektive gewünscht hätte, ist man dennoch nah genug an den Protagonisten, um zu ihnen eine Bindung aufzubauen, sich mit ihnen identifizieren zu können. Dabei entwickeln sie sich auch im Laufe der Zeit weiter, haben Stärken und Schwächen und sind vielschichtig angelegt. Durch die anderen Bände der Reihe hat man zudem die Möglichkeit, über einige der interessanten Nebencharaktere mehr zu erfahren.

Naturgemäß treten in einem Buch über eine Feuerwache im Einsatz auch schwere Themen auf. Der Autorin gelingt es jedoch, diese nicht überhand nehmen zu lassen. So wird die Balance gut gehalten und der Fokus nie von der Liebesgeschichte weggerückt, obwohl in diesem Teil die alle Bände umfassende Kriminalgeschichte ihren Höhepunkt findet.

Die Buchgestaltung überzeugt auf ganzer Linie. Lektorat, Korrektorat und Satz haben sauber gearbeitet und das Cover ist farblich wunderschön und passt sich gut in das Gesamtgefüge der Reihe ein, das einen hohen Wiedererkennungswert und ein einheitliches Gesamtbild bietet.

Mein Fazit? „Hearts on Fire: Leo“ ist ein in allen Punkten überzeugender Liebesroman, der vor allem durch seine spannende und humorvolle Handlung und ein tolles Setting überzeugt. Für Leser des Genres bedenkenlos zu empfehlen – auch als Standalone, allerdings würde ich den Lesern die ganze Serie in der richtigen Reihenfolge ans Herz legen.

[Buchgedanken] Manuela Inusa: „Wintervanille“ (Kalifornische Träume 1)

In der letzten Zeit habe ich „Wintervanille“ von Manuela Inusa gelesen, den Auftaktroman ihrer dreibändigen (aber jeweils unabhängig voneinander lesbaren) Reihe „Kalifornische Träume“. Das Buch ist 2019 bei Blanvalet in der Verlagsgruppe Random House GmbH erschienen und dem Genre Liebesroman zuzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares bei dem Bloggertreffen auf der Frankfurter Buchmesse. „Wintervanille“ ist das 7. Buch, das ich von Manuela lese, mit „Jane Austen bleibt zum Frühstück“ gelang ihr sogar der Sprung in meine Jahreshighlights 2016.

51KEGTXyJlL._SX332_BO1204203200_Mit viel Liebe führt Cecilia ihre Vanillefarm im kalifornischen Napa Valley. Sie handelt aber nicht nur mit dem Gewürz, sondern stellt auch leidenschaftlich gern köstliche Produkte damit her. Leider lässt ihre Passion Cecilia kaum Zeit für ihre beste Freundin Julia, geschweige denn für ein Liebesleben. Ein TV-Bericht über Cecilias Plantage und ihre besonderen Vanillekreationen weckt das Interesse von Richard Banks, dem Inhaber eines luxuriösen Hotels, der sie prompt einlädt, dort an einem Gewürzseminar teilzunehmen und selbst Vorträge zu halten. Cecilia ist begeistert, denn das Resort liegt am verschneiten Lake Tahoe – die perfekte Gelegenheit, echte Winterstimmung zu erleben! Sie ahnt nicht, dass Richard nicht nur ihre Vanillekekse zuckersüß findet …

„Wintervanille“ ist ein Feel-Good-Liebesroman, der perfekt zur anbrechenden Weihnachtszeit passt. Mit viel Gefühl, aber auch einer gehörigen Portion Humor schenkt Manuela Inusa den Lesern einige unbeschwerte Lesestunden. Dabei umschifft sie größtenteils schwere Themen, die nur am Rand in der Kindheit der jeweiligen Charaktere auftauchen. Hier hätten durchaus noch einige äußere Konflikte zu den Beziehungsdramen der Protagonisten hinzustoßen können, um die, genrebedingt teils vorhersehbare, Handlung noch runder, noch spannender zu halten.

Das Setting hingegen ist – erwartbar – brillant. Das sonnige Napa Valley, die verschneite Gegend des Lake Tahoe und das ganz eigene Flair von San Francisco – Kalifornien bietet dem Leser atemberaubend schöne Regionen und sorgt dafür, dass dieser sich an das andere Ende der Welt träumen kann.

Die einzelnen Charaktere entwickeln sich durchaus im Roman auch weiter, sind mir aber etwas zu glatt geraten und hätten noch die ein oder andere Schwäche, die ein oder andere dunkle Seite vertragen können, um dem Leser eine noch bessere Identifikation zu ermöglichen.

Die Buchgestaltung überzeugt dafür auf ganzer Linie. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben sauber gearbeitet und das wunderschöne Cover ist mit ausklappbaren, farbigen Coverinnenseiten versehen. Das Titelbild passt gut zur Geschichte, und erschafft zusammen mit den Folgebänden ein einheitliches, rundes Gesamtbild mit Wiedererkennungswert.

Mein Fazit? „Wintervanille“ ist ein überzeugender Feel-Good-Roman, der ideal zur Weihnachtszeit passt und mit einem grandiosen Setting brilliert, auch wenn ich mir etwas mehr Ecken und Kanten bei der Handlung und den Protagonisten gewünscht hätte. Für Liebhaber des Genres dennoch bedenkenlos zu empfehlen.

 

[Buchgedanken] Anna Fischer: „Herz im Schneegestöber“

In der letzten Zeit habe ich „Herz im Schneegestöber“ von Anna Fischer gelesen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares. Das Buch ist 2019 bei Montlake Romance, Amazon Media EU S.à r.l. erschienen und dem Genre Liebesroman zuzurechnen. Das Buch ist der vierte Band der – nicht zusammenhängenden und jeweils eigenständig lesbaren – Herz-Romane von Anna Fischer. Bereits erschienen sind: „Herz in Reparatur“, „Herz sucht Callboy“ und „Herz trifft Prinz“.

51t357jQSkLWie jedes Jahr will Umweltaktivistin Josie Weihnachten bei ihrer Familie in den USA verbringen. Auf dem Weg dorthin macht sie unfreiwillig Bekanntschaft mit dem gut aussehenden, aber arroganten Finanzmanager Adam Harper. Sehr schnell prallen ihre Weltanschauungen aufeinander. Dann legt auch noch ein Jahrhundert-Schneesturm den gesamten Flugverkehr lahm. Weil Josie es zu Weihnachten nach Hause schaffen und Adam zu seinem wichtigen Geschäftstermin kommen will, schließt das ungleiche Paar notgedrungen Waffenstillstand und begibt sich auf einen abenteuerlichen Roadtrip. Und plötzlich kommen bei beiden wider Erwarten mitten im Schneegestöber Frühlingsgefühle auf …

„Herz im Schneegestöber“ ist der ideale Begleiter für die anbrechende Weihnachtszeit. Ein Feel-Good-Roman mit Tiefgang, der sich nicht scheut, auch schwierige Themen anzusprechen. Dabei verliert er jedoch nie den auf die Beziehung der Protagonisten gerichteten Fokus. Auch wenn mir das Buch dabei an manchen Stellen fast zu moralisch, fast zu belehrend daherkommt, ist es doch wichtig, gerade in der heutigen Zeit, über das Thema Umwelt zu schreiben – elegant verpackt in der Figur von Josie – und alternative Lebensentwürfe aufzuzeigen.

Dagegen punktet der Roman vor allem durch das malerische Setting. So erlaubt es das Buch dem Leser, durch Nordamerika zu reisen, verschiedenste Städte, Plätze und Menschen kennenzulernen. So abstrus die Wendungen teils auch sein mögen, so gelungen porträtiert die Autorin die Begleiter, die Josie und Adam auf ihrer Reise treffen – sinnbildlich für die vielschichtige Gesellschaft.

Die Figuren der Handlung sind mehrdimensional angelegt und entwickeln sich konsequent weiter. Auch wenn mir das fast zu schnell geht, ist dies im Zweifel der Extremsituation geschuldet – und dem erwartbaren Ende, auf das der Roman unweigerlich zusteuern muss. Insbesondere gefallen mir daher die Nebenfiguren, die mit viel Liebe zum Detail dargestellt werden.

Die Buchgestaltung überzeugt weitgehend. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben sauber gearbeitet. Auch das Cover und der Buchrücken sind schön angesehen, wenn mir auch erneut etwas der Bezug zur Handlung fehlt, auf die man hier noch stärker hätte eingehen können. Insgesamt fügt sich das Cover jedoch gut in die Reihe ein und sorgt somit für einen hohen Wiedererkennungswert.

Mein Fazit? „Herz im Schneegestöber“ ist ein gelungener Liebesroman – und ein idealer Begleiter für die Weihnachtszeit. Dabei kann das Buch vor allem mit einem zauberhaften Setting punkten, das es dem Leser ermöglicht, sich wegzuträumen. Für Liebhaber des Genres bedenkenlos zu empfehlen.

 

Neue Buchpost – Teil 1

Noch während der Messe erreichte mich gleich doppelte Buchpost. Heute möchte ich Euch den ersten Teil davon vorstellen: „Herz im Schneegestöber“ von Anna Fischer. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag Montlake Romance für das Rezensionsexemplar.

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„Herz im Schneegestöber“ ist der vierte und abschließende Band der „Herz“-Reihe der Autorin – jeder Band kann hier eigenständig gelesen werden. Die anderen drei Bände, „Herz in Reparatur„, „Herz sucht Callboy“ und „Herz trifft Prinz„, gefielen mir ausnehmend gut. Daher bin ich schon ganz gespannt, welche tolle, weihnachtliche Feel-Good-Story mich in „Herz im Schneegestöber“ erwartet.

[Buchgedanken] Heike Ribguth: „Love me TwentyFourSeven“

In der letzten Zeit habe ich „Love me TwentyFourSeven“ von Heike Ribguth gelesen. Das Buch ist 2018 bei Twentysix im Selfpublishing erschienen, dem Genre Romance zuzurechnen und der Nachfolger von „Ein Cowboy zum Küssen“. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin, die mir das Buch im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2019 in einer Goodie-Bag für Blogger schenkte.

51DHF0kGcJL._SX327_BO1204203200_Niemals würde Michelle ihre Heimatstadt Berlin gegen irgendeinen anderen Ort auf der ganzen Welt eintauschen. Auch nicht für einen superheißen Typen mit wunderschönen blauen Augen aus Texas. Blöd nur, dass Dan, dieser unglaublich attraktive Mann, mit dem sie schon tagelang geskypt hat, ihren absoluten Vorstellungen von einem Traummann entspricht.  Doch dann bezeichnet er sie bei einem Treffen  als Schlampe und katapultiert sich damit für IMMER und EWIG ins Aus. Was kann Michelle denn dafür, dass Rico, ihre alte Flamme, ganz unerwartet vor ihrer Haustür steht und so tut, als ob sie ein heißes Date am Start hätten?  Shit Happens. Wenn die Hochzeit ihrer besten Freundin Nina in Somerville, Texas, nicht wäre, hätte sie Dan mit Sicherheit schnell vergessen.

„Love me TwentyFourSeven“ setzt die Handlung von „Ein Cowboy zum Küssen“ nahtlos fort, kann aber auch unabhängig vom ersten Band gelesen werden. Man trifft altbekannte Charaktere wieder, lernt neue kennen und reist erneut ins malerische und wundervolle Setting von Texas. Traumhafte und wunderschöne Orte – ein Buch zum Wegträumen – oder auch der ideale Begleiter für den Sommerurlaub. Dabei gelingt es Heike Ribguth dieses Mal, den Schwerpunkt des Buches nicht zu sehr auf die Erotik zu legen, sondern viel mehr die Liebesgeschichte im Fokus zu behalten.

Die Handlung des Romanes ist genrebedingt teils vorhersehbar – auch wenn die Autorin sich bemüht, mit vielen unerwarteten Wendungen den Leser immer mal wieder in die Irre zu führen. Gefühlvoll und witzig: Wie schon im ersten Buch der Autorin wird der Leser von einem frischen und authentischen Schreibstil überrascht, der gelegentlich allerdings etwas übers Ziel hinausschießt. Gleiches gilt für die Protagonisten, die sich teilweise etwas irrational verhalten, sich insgesamt aber im Laufe der Handlung weiterentwickeln und Stärken und Schwächen zeigen.

Die Buchgestaltung zeigt sich zum Vorgängerband leicht verbessert. So ist der Buchsatz sehr gelungen, und auch das Cover überzeugt im Wesentlichen, auch wenn die Anordnung des Klappentextes auf der Coverrückseite etwas eigenwillig ist. Lediglich das Lektorat hat – sofern durchgeführt – einige Schwächen, die sich aber in einem Rahmen halten, der das Lesevergnügen nicht herabsetzt.

Mein Fazit? „Love me TwentyFourSeven“ ist klassische Texas Romance und überzeugt im Wesentlichen durch das brillante Setting und die frische und unverbrauchte Erzählsprache der Autorin. Leichte Schwächen im Lektorat vermögen dabei das Lesevergnügen nicht zu schmälern. Für Liebhaber des Genres bedenkenlos zu empfehlen – empfohlenes Lesealter etwa ab 17 Jahren.