[Buchgedanken] Ulla Scheler: „Acht Wölfe“

In den letzten Tagen habe ich auch „Acht Wölfe“ von Ulla Scheler gelesen. Das Buch ist vor einigen Tagen – um genau zu sein, am 13.09.2023 – im Wilhelm Heyne Verlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH erschienen und als Survivalthriller einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung eines Leseexemplars mit Rezensionsangebot.

Acht junge Menschen schließen sich einer geführten Wanderung im größten Nationalpark Kanadas an. Sie wollen für drei Wochen ungezähmte Natur erleben und Nordlichter sehen. Aber sogar in der tiefsten Wildnis kann man zur falschen Zeit am falschen Ort sein. Als sie Zeugen eines Verbrechens werden, bleibt ihnen keine andere Wahl, als Hals über Kopf ins Dickicht zu fliehen. Sie haben keine Orientierung, kaum Ausrüstung und können einander nicht leiden. Aber sie haben nur eine Chance, es lebendig nach Hause zu schaffen: wenn sie zusammenhalten

Was für ein wilder Ritt! „Acht Wölfe“ ist nach „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ und „Und wenn die Welt verbrennt“ mein drittes Buch von Ulla Scheler – und nach ihren traumhaften Jugendbüchern ihr erster All-Age Roman, der sich gar nicht so einfach kategorisieren lässt. Gegenwartsliteratur? Survivalroman oder -thriller? Psychothriller? Der Einfachheit halber habe ich es oben als Survivalthriller bezeichnet, denn das Genre ist eigentlich egal – die einzige Einordnung die zählt, ist folgende: „Acht Wölfe“ ist ein Jahreshighlight! Vielleicht sogar mehr. Und Ulla Scheler hat erneut ein Buch geschrieben, das mich hellauf begeistert, und das ihren Platz im Olymp meiner Lieblingsautor:innen verteidigt – nicht, dass er je in Gefahr gewesen wäre.

Die Handlung ist hochspannend, abwechslungsreich, schonungslos und voller Plottwists, die das Buch zum absoluten Nailbiter und Pageturner werden lassen. Dabei scheut sich Ulla auch nicht, unpopuläre Entscheidungen zugunsten des Plots zu treffen (auch wenn ich ihr eine sehr übel nehme :D), anders hätte der Roman jedoch sicherlich nicht diese nachhallende Wucht entfesselt. Zugleich füllt die Autorin den Roman mit Hintergrund, räumt Liebesgeschichten Raum ein, lässt diese aber nicht dominant werden, und sorgt für ein richtiges Maß an Infodump zu den Figuren, ohne den Lese- und Handlungsfluss zu stören.

Das Setting ist natürlich atemberaubend. Ulla Scheler nimmt den Leser mit auf einen – im wahrsten Sinne des Wortes – Trip in den größten Nationalpark Kanadas, in die absolute Wildnis, zu einem Kampf auf Leben und Tod. Dabei gelingt es der Autorin, die Natur eindringlich zu beschreiben, die Beklemmung, Angst und Hoffnungslosigkeit aber auch die Gemeinschaft und kurzen Momente der Freude fühlbar zu machen – und ja, mir zumindest an einer Stelle auch die Tränen in die Augen zu treiben.

Die einzelnen Figuren sind vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Hierbei überzeugen eigentlich alle, am stärksten ins Herz geschlossen habe ich aber Bombe, die wirklich eine Bombe ist (man verzeihe mir das Wortspiel :D) und einfach brilliert. Aber auch Valentina und Jakob können glänzen. Genau wie Ulla Schelers Schreibstil, der präzise, gefühlvoll und unglaublich berührend ist, der die Figuren zum Leben erweckt und das Kopfkino sofort anspringen lässt – wie Katja Brandis im Blurb bereits festgestellt hat: Es handelt sich um die Sprache „einer meisterhaften Autorin“.

Die Buchgestaltung ist solide. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben ordentlich gearbeitet, der Buchumschlag ist mit Klappen versehen, gegebenenfalls hätte man hier noch mit einer Prägung oder farbigen Coverinnenseiten das Produkt etwas veredeln können. Das Titelbild ist hingegen atmosphärisch toll und setzt sich auf Buchrücken und Coverrückseite fort, sodass ein tolles Gesamtbild entsteht.

Mein Fazit? „Acht Wölfe“ ist das neue Meisterwerk von Ulla Scheler, die den Wechsel vom Jugendbuch zum All-Age mühelos meistert. Dabei kann der Roman vor allem durch seine atemberaubende Handlung und seine gefühlvolle Sprache brillieren, und wartet zudem mit tollen Charakteren auf. Für Leser aller Genres bedenkenlos zu empfehlen – ab einem Lesealter von 16 Jahren.

Selbstgekaufte Neuzugänge | Lieblingsautorinnen im Doppelpack

Heute möchte ich Euch die letzten zwei Bücher zeigen, die ich mir selbst gekauft habe. „Twisted Fate – Wenn Magie erwacht“ von Bianca Iosivoni (Ravensburger Buchverlag) zog dabei kurz vor einer Lesung bei mir ein, „Knights – Eine erbarmungslose Macht“ von Lena Kiefer (cbj Verlag) erreichte mich hingegen heute in der Exklusivausgabe der Bücherbüchse. Dabei komplettiert das Werk die wunderschöne Knights-Trilogie, während Biancas Buch den Auftakt in eine neue Dilogie darstellt. Beide Romane stammen übrigens von absoluten Lieblingsautorinnen – ich bin daher schon sehr gespannt darauf, in die phantastischen Welten einzutauchen.

Welches Buch habt Ihr zuletzt gelesen?

Lieblingsautorinnen im Doppelpack | Buchkauf

Heute möchte ich Euch zwei Bücher zeigen, die ich mir vor kurzem gekauft habe und die die Sammlungen von Werken absoluter Lieblingsautorinnen ergänzen: „Lonely Heart“ von Mona Kasten und „Whitestone Hospital – High Hopes“ von Ava Reed. Beide sind im LYX Verlag erschienen und als New-Adult einzuordnen – und sehen einfach unglaublich wunderschön und hochwertig aus <3. Ich kann es kaum erwarten, in die Geschichten einzutauchen – und mich erneut in ein Buch von Ava oder Mona zu verlieben (oder in beide).

Welches Buch habt Ihr zuletzt gekauft?

[LBM2016] – die Ruhe vor dem Sturm (Tag 2)

Vor dem ereignisreichen Messewochenende galt es, den Messefreitag zu überstehen, den ich daher etwas ruhiger angehen ließ, indem ich den größten Teil meiner Zeit am Stand des Wunderwaldverlages verbracht und im Laufe des Vormittags weitere Freunde, Kollegen und Verlage besucht habe (im Bild: ein kleiner Teil der großen ohneohrigen Familie an ihrem Stand).1_8

Am Nachmittag lernte ich endlich die Verlegerin Jana Hoffhenke vom Burgenweltverlag kennen, der zusammen mit dem Eridanus-Verlag einen Gemeinschaftsstand in Halle 2 betrieb. Auch Isabella Benz, Herausgeberin der Verlagsanthologie „Wenn alte Wellen singen“, an der ich beteiligt bin und (*Spoiler alert*) aus der ich mit einigen Mitautorinnen ich am Samstag gelesen habe ;).

Im Anschluss ging es zum großen Bloggertreffen der „Lieblingsautoren“, einem Autorenkonvolut um so bekannte Namen wie Poppy J. Anderson, Marah Wolff, Hannah Siebern oder Matthias Matting. Am Bloggerglücksrad erdrehte ich mir 3 Bücher (deren Besprechung Ihr dann zeitnah auch auf diesem Blog hier findet), und die ich Euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Es handelt sich um:

  • Marcus Hünnebeck: „Stumme Vergeltung“
  • Alison Montgomery: „Süchtig nach ihm – Süchtig nach ihr“
  • 24 Stunden – 24 Autoren

Spät am Abend machte ich mich mit einer Freundin auf den Weg, um zum Abschluss eines interessanten Tages die „Junge Verlage Party“ zu besuchen. Doch vor Ort entschieden wir uns, ob der vorgerückten Stunde (es war mittlerweile 23:30 Uhr), die Party doch nicht zu besuchen und lieber Kraft für die Folgetage zu tanken – was rückblickend sicherlich die beste Entscheidung war.

Liebe Grüße
Erik