[LBM2019] Tag 4 – Liebe zum Mitnehmen

20190324_121132Und schon ist die Messe wieder vorbei. Bevor ich Euch in den nächsten Tagen noch meine Messeausbeute zeige und einige Dinge verlose, möchte ich nun erstmal noch den heutigen, leider bereits letzten, Tag Revue passieren lassen. Mein Tagesprogramm begann mit einem Meet & Greet von der bezaubernden Emily Bold am Stand der LoveLetter Convention. Im Anschluss ging es direkt weiter zu Corinna Bomann, die aus ihrem Bestseller „Die Frauen vom Löwenhof – Agnetas Erbe“ las.

54520979_609058279576475_9149701334704848896_nDanach war es an der Zeit, Halle 1, die Manga-Comic-Con, unsicher zu machen. Ich stöberte durch die Regale, kaufte einige Kleinigkeiten bei den Zeichnern und natürlich wieder zwei Funkos, die es mir sehr angetan haben. Mit von der Partie dieses Mal „Lara Croft“ und ein weihnachtlicher Spongebob. Bilder dazu findet ihr bald in der Messeausbeute :). Es folgte direkt das nächste Meet & Greet – mit einer für mich neuen Autorin. Es war mir eine große Freude, am Stand der LoveLetter Convention die supersympathische Heike Ribguth kennenzulernen, die mir auch einige Dinge zum Verlosen mitgab. Heike – genau wie Emily – werde ich auch in knapp zwei Monaten auf der LoveLetter Convention in Berlin wiedertreffen – ich freue mich jetzt schon!

20190324_153955Mein letzter Programmpunkt des Tages war eine Lesung von Liza Grimm. Sie las aus „Die Helden von Midgard“, einem spannenden, nordisch-mythologisch angehauchten Fantasy-Roman, erschienen bei Droemer Knaur. Die restliche Zeit verbrachte ich am Stand des Burgenwelt Verlages, und traf mich dort mit vielen alten und neuen Bekannten und Freunden. Ganz besonders hat es mich auch gefreut, heute endlich Nora 20190324_141029Bendzko (im Bild abgebildet) und Stella Delaney zu treffen, die beide für den Seraph in der Kategorie Bester Independent-Titel nominiert waren. Ebenso toll war es, Nele Sickel – die ich erst am Freitag kennengelernt hatte -, Michaela Stadelmann, Nadine Muriel, Ute Zembsch, Tatjana Stöckler und noch einige mehr – bitte entschuldigt, wenn ich Euch vergessen habe – wiederzusehen. Ich vermisse Euch alle jetzt schon – es war eine unglaublich tolle und lustige Zeit mit Euch, mit vielen Momenten, die in Erinnerung bleiben.

Nun bleibt mir nur noch der Nachmesseblues – ich beginne dann mal, die Tage zu zählen. Bis zur nächsten Veranstaltung, der Litblog Convention, aber auch schon bis zur nächsten LBM – meinem Highlight in jedem Messejahr. Und wer weiß – vielleicht wird dort auch irgendwann mal ein Roman von mir vorgestellt. Warten wirs ab :).

 

[Buchgedanken] Anne Reinecke: „Leinsee“

In der letzten Zeit habe ich „Leinsee“ von Anne Reinecke gelesen. Das Buch und die Autorin sind mir zum ersten Mal auf der diesjährigen Litblog Convention begegnet – vielen Dank an dieser Stelle für die Bereitstellung eines Lese- und Signierexemplares auf der Veranstaltung. Der Roman ist als Gegenwartsliteratur einzuordnen und wurde 2018 im Diogenes Verlag veröffentlicht.

41HUvZI8DrL._SX315_BO1204203200_Karl, der Sohn des weltberühmten Künstlerpaares Ada und August Stiegenhauer, hat sich unter einem Pseudonym selbst als Künstler in Berlin einen Namen gemacht und seit Jahren keinen Kontakt mehr zu seinen Eltern. Bis ein Anruf seine Welt völlig ins Wanken bringt. Sein Vater tot, seine Mutter schwer erkrankt – Karls Rückkehr in seinen Heimatort verändert sein Leben völlig. Die einzige Konstante ist Tanja, ein achtjähriges Mädchen, das ihn seit der Ankunft in Leinsee aus dem Garten beobachtet und ihm mit Bildern und Zeichen ein Stück Lebensfreude zurückgibt.

„Leinsee“ ist experimentell, ist drastisch und schonungslos. Es ist provokativ, ehrlich und bestürzend. Anne Reinecke gelingt ein, vor allem sprachlich, überzeugendes Debüt, das auf eine tolle Karriere hoffen lässt.

Auch wenn es für viele nur ein kleines Detail ist, gibt es eine Sache, die mich vollends begeistert hat. Es ist eine Kunst für sich, Kapitelüberschriften zu finden, die weder die Handlung vorwegnehmen, noch gänzlich belanglos sind. Der Autorin ist dies hier mit Bravour gelungen. So ist jedes Kapitel mit einer Farbe überschrieben, einem Farbton, der auf den folgenden Seiten eine Rolle spielen und einen Akzent setzen wird.

Die Handlung überzeugt mich hingegen nur teilweise – ist im Ergebnis aber auch irgendwie irrelevant, da „Leinsee“ mehr das Porträt eines zerstörten Menschens ist, mehr Einblick in sein Innenleben, mehr Charakterstudie als wirklicher Ablauf von spannungsgeladenen Ereignissen. Und so gibt es Längen, und gleichzeitig werden Jahre übersprungen. Jahre, in denen viel passiert sein mag, aber nichts den Charakter geändert hat.

Die Figurenentwicklung ist dahingegen, gerade in der Hauptfigur, brilliant. Der Protagonist zeigt Stärken und (viele) Schwächen, entwickelt sich, hadert, verzweifelt – und lässt so den Leser tief in sein Innerstes ein. Dass die Entwicklung der Nebenfiguren aufgrund der Fixierung auf den Protagonisten Karl dabei etwas in den Hintergrund gerät, stört daher kaum.

Das Ende des Romans hat mich allerdings frustriert zurückgelassen. Einige Sätze mehr, einige Sätze weniger – alles hätte ich für vertretbar gehalten. Aber an dieser Stelle aufzuhören, ist Qual für den Leser, ist meines Erachtens nach überspitzt und übertrieben. Die Buchgestaltung ist hingegen ordentlich gelungen. Das Cover – verlagstypisch – zurückhaltend, der Buchsatz, das Lektorat und Korrektorat geräuschlos und harmonisch.

Mein Fazit? „Leinsee“ ist ein gelungenes Debüt, ein Gegenwartsroman, der durch Kleinigkeiten und eine tolle, ehrlich-direkte Sprache besticht. Auch wenn das Ende mich frustriert zurücklässt, ist er doch bedenkenlos zu empfehlen.

 

[Buchgedanken] Dennis Lehane: „Der Abgrund in dir“

Vor kurzem habe ich das neueste Werk von Dennis Lehane, Autor u.a. von „Shutter Island“, gelesen. Das Buch ist am 29.08.2018 im Diogenes Verlag als Hardcover erschienen und dem Genre Thriller zuzuordnen. Die Originalausgabe erschien 2017 unter dem Titel „Since we fell“ bei Ecco, New York. Dass es mir so kurz nach Erscheinungsdatum möglich ist, eine Buchbesprechung des 528 Seiten starken Werkes zu präsentieren, ist dem Verlag zu verdanken, der mir im Rahmen der diesjährigen Litblog Convetion ein unkorrigiertes Leseexemplar für Pressevertreter zur Verfügung stellte – auch an dieser Stelle noch einmal vielen Dank dafür.

41TiFw4eOgL._SX314_BO1204203200_Die frühere Topjournalistin Rachel Childs hat alles, was man sich erträumen kann: eine tolle Wohnung und einen liebevollen, gutaussehenden und erfolgreichen Ehemann, der ihr ein Leben ohne finanzielle Sorgen ermöglicht. Da erscheint es fast nebensächlich, dass ihre eigene Karriere seit einer missglückten Dokumentation auf Haiti ins Stocken geraten ist, und Rachel seitdem von Angststörungen geplagt wird. Nur langsam kehrt sie an der Seite ihres Mannes ins gesellschaftliche Leben zurück, bis in einem Moment ihr ganzes Leben zu einer Face aus Betrug, Verrat und Gefahr verkommt, und Rachel sich ihren größten Ängsten stellen muss. Wird sie kämpfen für das, was sie liebt, oder im Strudel einer unglaublichen Verschwörung untergehen?

„Der Abgrund in dir“ ist mein erstes Buch des Autors. Es ist zugleich Thriller, Liebesgeschichte und Schicksalsroman, ein Buch über das Leben von Rachel Childs und ihre Entwicklung seit der Kindheit. Und so steht auch sie als zentrale Figur im Mittelpunkt, entwickelt immer neue Facetten und Charaktereigenschaften, mal zum Positiven, mal zum Negativen. Bei einer so starken Fixierung auf den Hauptcharakter hätte ich mir gewünscht, dass der Roman in der Ich-Perspektive geschrieben worden wäre, um dem Leser eine noch stärkere Bindung zu und Identifikation mit Rachel zu ermöglichen.

Lehane gelingt es, den Leser mit vielen unerwarteten Wendungen immer mal wieder hinters Licht zu führen. Der Spannungsbogen wird langsam aufgebaut und gewinnt zum Ende hin zunehmends an Stärke – auch dank kurzfristiger Spannungsspitzen. Auch wenn die Handlung teils etwas konstruiert wirkt, überzeugt sie doch insgesamt und sorgt für Nervenkitzel.

Die Schauplätze des Romanes sind gut gewählt, bilden die ganze Bandbreite der Vereinigten Staaten ab, von der urbanen Metropolen-Wohnung bis hin zur verlassenen Fabrik im Nirgendwo, von der urigen Eckbar, die in der Vergangenheit geblieben ist, bis hin zu High-Society-Events. Und so ist, gerade bezüglich der Berichterstattung aus Haiti, „Der Abgrund in dir“ im kleinen auch ein Porträt über das Medienbusiness, über den Wert und die Wahrhaftigkeit von Nachrichten und Nachrichtenschaffenden, über die Schnelllebigkeit der Gesellschaft.

Für ein unkorrigiertes Leseexemplar waren bereits sehr wenige Fehler enthalten, sodass ich guter Dinge bin, dass nach Endkorrektur ein wirklich fehlerarmes Werk vorliegt. Lektorat und Buchsatz haben ebenfalls solide gearbeitet, lediglich vom Cover bin ich nicht gänzlich überzeugt – hier ist viel Potential ungenutzt geblieben.

Mein Fazit? Alles in allem ist „Der Abgrund in dir“ ein gelungener Thriller mit einem tollen Setting, einer starken Hauptprotagonistin und einer spannenden Handlung, die an manchen Stellen allerdings etwas konstruiert erscheint. Für Liebhaber von Thrillern, insbesondere mit psychologischen Elementen, bedenkenlos zu empfehlen.

 

[Buchgedanken] Mariana Leky: „Was man von hier aus sehen kann“

Vor einiger Zeit habe ich Mariana Lekys „Was man von hier aus sehen kann“ gelesen. Der Roman ist 2017 im DuMont Bucherlag, Köln, erschienen – und das mir vorliegene Exemplar stammt bereits aus der siebzehnten Auflage (2018) – Glückwunsch an dieser Stelle zu dem unglaublichen Erfolg. Autorin und Buch lernte ich zudem auf einer tollen Veranstaltung im Rahmen der diesjährigen Litblog-Convention in Köln kennen.

51Rgo4MGFTL._SX321_BO1204203200_In einem kleinen Dorf im Westerwald geht alles seinen gewohnten Gang. Solang, bis Selma in ihrem Traum ein Okapi sieht. Denn immer, wenn dieses ungewöhnliche Tier in den Träumen der alten Westerwälderin auftaucht, stirbt in den nächsten 24 Stunden ein Dorfbewohner. Und so lebt und liebt man intensiv, leidet, lacht und weint gemeinsam – egal, wie schwierig die Vorzeichen sind. So wie bei Luise, deren Liebe als Buddhist in einem japanischen Kloster tausende Kilometer entfernt lebt.

„Was man von hier aus sehen kann“ ist ein Buch, so ungewöhnlich wie sein Erfolg. Erzählt aus der Sicht von Luise, die im ersten Teil des Buches 10, im zweiten etwa Anfang 20 und im dritten etwa Anfang 30 ist, versetzt es den Leser in ein beschauliches Dorf im Westerwald. Alles und wirklich jeder spielt hier seine vorgegebene Rolle, sei es die alte Selma oder ihr heimlicher Verehrer, den alle nur „Optiker“ nennen. Doch trotz ihrer eingefahrenen Rollen sind die einzelnen Charaktere des Romanes nicht eindimensional, sondern vielschichtig und überraschend komplex.

Auch wenn die Handlung teils etwas blass und vorhersehbar bleibt, gelingt es der Autorin, den Leser in den Text zu ziehen, in das idyllische Porträt eines kleinen Dorfes, in dem alle zusammenhalten, und jeder jedem hilft. Kleine Wendungen und Spannungsspitzen sorgen zudem dafür, dass der Trott, die Routine durchbrochen wird und man als Leser, zusammen mit allen Bewohnern, aus dem Alltag herausgeworfen wird. Zum kleinen Problem wird dem Roman hier die perfekte, zauberhafte Prämisse, die dem Buch zugrundeliegt. Diese hat mich so überzeugt, so umgeworfen und bezaubert, dass die schlussendliche Ausgestaltung meine Erwartungen in diesem Punkt nicht gänzlich erfüllt.

Vollends überzeugt das Buch allerdings durch die Sprache der Autorin. Durchzogen von einer Vielzahl von Motiven, Wiederholungen und komischen Elementen begeistern gerade die Schlichtheit, der Wortwitz und die tollen Beschreibungen. Mariana Lekys überragende Erzählstimme ist – vielmehr als alles andere – der heimliche Star des Romanes, und allein für sich bereits ein Grund, das Buch zu kaufen.

Auch die Buchgestaltung trägt das ihrige dazu bei, ein rundes Gesamtpaket zu liefern. Buchsatz, Lektorat und Korrektorat sind gelungen, das Cover setzt tolle Akzente und passt perfekt zum Inhalt des Buches.

Mein Fazit? „Was man von hier aus sehen kann“ ist ein gelungener Roman, der vor allem durch Mariana Lekys brillianten Schreibstil punkten kann. Zwar bleibt die Handlung etwas hinter den Erwartungen der zauberhaften Prämisse des Buches zurück, vermag den Leser aber dennoch in die Idylle des Westerwaldes zu entführen. Für alle, die gern Bücher fernab der gängigen Genreliteratur lesen, bedenkenlos zu empfehlen.

[LBC2018] Von den Profis lernen

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Heute ging es für mich zum zweiten Mal auf die LitBlog Convention in Köln (#lbc18). In den heiligen Hallen der Bastei-Lübbe-Verlagsgesellschaft trafen sich die Verlage Kiepenheuer & Witsch, Diogenes, DuMont und Bastei Lübbe mit Bloggern, um sich in Workshops, Lesungen und Vorträgen auszutauschen. Vielen Dank an dieser Stelle erneut an die großartige Organisation, die tollen Referenten und das leckere Catering (vor allem die Getränke bei der Hitze).

20180609_111344Der Tag startete direkt mit einem absoluten Highlight: Einem Gespräch über das Schreiben und Verlegen mit Bestsellerautorin Mariana Leky und DuMont-Geschäftsführerin Sabine Cramer. Mariana Lekys neuestes Buch „Was man von hier aus sehen kann“ verkaufte sich bereits 180.000 Mal, eine Verfilmung ist geplant und das Buch wird in rund zehn Sprachen übersetzt. Im Gespräch erzählte sie sympathisch und humorvoll über den Werdungsprozess des Buches und über ihr Leben als Autorin.

20180609_122116Im Anschluss besuche ich die erste von drei lehrreichen Veranstaltungen. Die Krimi-Bestseller-Autorin Romy Fölck (Bastei Lübbe) referierte mit ihrer Lektorin zum Thema Plotten, beschrieb verschiedene Autorentypen und erklärte die Heldenreise und die 3-Akt-Struktur. Leider reichten 40 Minuten nicht annähernd aus, alles zu dem Thema zu diskutieren, aber dennoch sehr informativ.

20180609_143824_001Nach einer Mittagspause dann ein zweites Tageshighlight. Isabell May (One) und Vanessa Sangue (Lyx), die ich beide auch bereits vor kurzem auf der LoveLetter Convention getroffen habe, sprachen zusammen mit ihren jeweiligen Lektoren zum Thema Figurenentwicklung und erklärten an ihren Romanen, wie man starke und vielschichtige Protagonistinnen erschafft. Ein interessanter Einblick in die verschiedenen Schreib- und Plotprozesse der beiden tollen Autorinnen.

20180609_150912Den Wissensblock schloss danach Christina Friesen, Online-Marketing-Managerin von Bastei Lübbe, mit einem Vortrag zur Suchmaschinenoptimierung ab. Mit Hinweisen zum Content und Keyword-Management, mit Informationen zu hilfreichen Plug-Ins und zum Vergleich mit Wettbewerbern und mit tollen Tipps zum Aufbau von Seiten und Beiträgen, sorgte sie für einen gelungenen Beitrag. Ein Quantensprung im Vergleich zum letztjährigen Vortrag zur Social-Media-Nutzung, der damals leider nicht überzeugte.

20180609_160428_001Bevor es in den gemütlichen Teil der Veranstaltung überging, besuchte ich noch eine Lesung und ein Gespräch mit der Autorin Anne Reinecke, deren Debütroman „Leinsee“ bei Diogenes erschien. Im Anschluss an die tolle Lesung signierte die Autorin vom Verlag bereitgestellte Signierexemplare – dafür (und für die Goodies und Bücher in der Goodiebag) an dieser Stelle ebenfalls ein Dankeschön.

Der Tag endete mit einem gemütlichen Get-Together, einem offenen Podium zur Zusammenarbeit von Verlagen und Bloggern, und einem tollen Buffet. Mit der LBC endet nun auch mein Messefrühjahr. Voraussichtlich geht es für mich erst nach einer Sommerpause im Oktober mit der FBM, auf die ich mich schon sehr freue (und natürlich auch auf die LBC 2019), weiter. Hier noch ein paar abschließende Impressionen des gelungenen Tages.

 

[LLC2018] Tag 2 – Von Superstars und Signierschlangen

Mit nur drei Stunden Schlaf startete ich müde, aber hochmotiviert in den zweiten Tag der LoveLetter Convention, allerdings mit etwas zusammengekürztem Programm. Rücksichtnehmend auf das Wetter, beschloss ich, mich bereits früh für die Signierstunde anzustellen, um einen Schattenplatz zu erhalten – aber dazu später mehr.

20180513_090541Erstmal begann der Tag erneut mit einem absoluten Highlight. Das Panel „Weltenbau – Fremde Welten neu erfinden“ war mit Nalini Singh, Amanda Bouchet, Bianca Iosivoni, Ellen McCoy und Nicole Leclercq hochkarätig besetzt und wurde von der wunderbaren Ella Quinn moderiert. Es ist wahnsinnig spannend, einen kleinen Einblick in den Schreib- und Denkprozess von absoluten Weltstars wie Nalini Singh zu erhalten, die – nebenbei bemerkt – im Meet & Greet, das ich im Anschluss besuchte, auch noch furchtbar nett war und sich mit jedem Besucher geduldig unterhalten hat.

20180513_110550Später am Vormittag besuchte ich eine Diskussionsrunde für Blogger. Pressevertreter der Verlage Thienemann-Esslinger, Ravensburger, dtv und Bastei Lübbe, sowie von B.o.D referierten zu den Voraussetzungen und zum Ablauf der Zusammenarbeit mit Bloggern, zu neuen Entwicklungen und, wenn auch nur kurz, zum allgegenwärtigen Thema DSGVO. Von dieser Veranstaltung hätte ich mir etwas mehr erhofft, sie blieb doch etwas oberflächlich und brachte kaum neue Inhalte. Schön war es allerdings, die Kontaktpersonen der Verlage kennenzulernen, um sich selbst ein besseres Bild verschaffen zu können, mit wem man gegebenenfalls irgendwann mal Mailkontakt halten sollte.

Nach der Mittagspause näherte sich auch schon mit großen Schritten der krönende Abschluss einer jeden LLC – die Signierstunde. Natürlich hatte ich bereits im Vorfeld – und auch vor Ort nochmal – eifrigst einen Plan erstellt, zu welchen Autoren ich möchte, welche Bücher mich besonders interessieren. Und ich habe es geschafft, alle Bücher, bis auf eines, zu erhalten – das mich allerdings doch etwas schmerzt. Zu gern hätte ich Amanda Bouchets „Tochter der Götter: Glutnacht“ signiert in Händen gehalten, aber es war mit das erste Buch, das vergriffen war. Zu meinen anderen Highlights gehörten „Soul Mates – Flüstern des Lichts“ von Bianca Iosivoni, „Verliere mich. Nicht.“ von Laura Kneidl, „Age of Trinity – Silbernes Schweigen“ von Nalini Singh, „Close to you“ von Isabelle May, „Federleicht 1“ von Marah Woolf und „Verliebt in Miami“ von J. Vellguth. Natürlich möchte ich Euch auch ein Bild meiner gesamten Buchausbeute nicht vorenthalten.

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(Anmerkung: „Berühre mich. Nicht.“ habe ich bereits selbst zur LLC mitgebracht und mir dort lediglich beim Meet & Greet signieren lassen, alle anderen Bücher sind Signierexemplare der LLC)

20180514_111114_001Und damit dieses Foto nicht so ganz allein hier steht, hänge ich direkt noch die Goodie-Sammlung an, die größtenteils aus der Convention-Bag herrührt, und von denen das ein oder andere, auch (von Freya Miles und Amy Baxter) signierte, Goodie, sicherlich bei der nächsten Verlosung beigelegt wird. Leider habe ich es auch in diesem Jahr nicht geschafft, mir das Convention-Buch von allen Autoren signieren zu lassen – aber mit 33/38 war ich zumindest verdammt nah dran :D.

Abschließend hier noch einige weitere Eindrücke der LLC, die mich wieder restlos begeistert hat. Kein Zweifel, im nächsten Jahr bin ich wieder mit dabei. Glücklicherweise muss ich dieses Mal den Nachmesseblues nicht so lang ertragen, da es in etwa drei Wochen bereits weitergeht mit der Litblog-Convention in Köln.

 

[LBC2017] Bücher hautnah erleben

Gestern war ich auf (meiner ersten) Litblog Convention in Köln. Sie fand in den 20170610_112552Verlagshallen von Bastei Lübbe statt und wurde von ebendiesem Verlag, zusammen mit Kiepenheuer & Witsch, Community Editions und Diogenes veranstaltet. Die LBC (interessante Abkürzung, genau zwischen der LLC und der LBM^^) ist eine Veranstaltung exklusiv für Blogger, um etwas mehr über neue Bücher der Verlage zu erfahren, Workshops mit Autoren zu besuchen, oder einfach etwas zu Netzwerken.

Im sehr fairen Eintrittspreis von 25€, zzgl. Gebühren, waren bereits eine Goodiebag mit mehreren Büchern (unter anderem Petra Hülsmanns #1-Bestsellertitel „Das Leben fällt, wohin es will“) und einem Jahresplaner für 2018, sowie freie Getränke (bei dem Wetter enorm wichtig) und Snacks enthalten.

20170610_115833Am Vormittag besuchte ich die Buchvorstellung von „Die Perfekten“, Caroline Brinkmanns neuestem Werk, das im August bei „One“ erscheinen wird. „Die Perfekten“ ist ein dystopisches Jugendbuch, das gesellschaftskritisch das Thema „Genmanipulation“ behandelt. Neben der Buchvorstellung plauderte Caroline auch über den Weg zum Verlag, den sie erstmals über eine Agentur gesucht hatte. Nach dieser tollen Veranstaltung, ging es dann auch direkt in die Mittagspause.

In den Nachmittag startete ich mit eine Workshop zu Büchern und Social Media, der von Sarah Liz (rd. 550.000 Instagram-Follower) geleitet wurde. Neben einigen, allgemeinen Social-Media-Tips nutzte Sarah vor allem die Chance, das Programm des neugegründeten Verlags „Community Editions“ vorzustellen, der exklusiv Bücher von Influencern und Social-Media-Stars anbietet.

Im Anschluss ging es direkt weiter mit einem Gespräch mit Benne Schröder zu Männern 20170610_150427(0)und Liebesromanen. Benne, der mich von der LLC direkt wiedererkannte und sich sogar an meinen Namen erinnerte (Schockstarre^^), stellte sein Buch „In der Liebe ist die Hölle los“ vor, und plauderte locker und ungezwungen mit den Gästen – der erfrischendste und lustigste Teil des Tages.

20170610_160418Die letzte Veranstaltung: Das Highlight des Tages! Eine meiner absoluten Lieblingsautoren seit fast 20 Jahren, eines meiner literarischen Vorbilder, stellte sich den Fragen des Moderators und des Publikums: Rebecca Gablé. Mir schwirrt noch immer der Kopf von ihren tollen Antworten zum Thema Recherche, zu ihrem Schreibprozess, zu Entwicklungen auf dem Buchmarkt und vielem mehr. An dieser Stelle auch noch: Glückwunsch, da vor ziemlich genau 20 Jahren (1997) Rebeccas erster historischer Roman „Das Lächeln der Fortuna“ erschienen ist, der sich bis heute mehr als 1.000.000 Mal verkauft hat.

Nach dem offiziellen Ende der Workshops und Vorträge fand noch ein lockerer Ausklang des Abends statt. Die Autoren signierten Bücher, stellten sich in kleiner Runde nochmal den Fragen der Anwesenden. Hierzu wurde das Getränkeangebot, das bisher aus Fassbrause und Wasser bestand, mit Bier und Biermix-Getränken aufgestockt, und ein kleines, aber feines Buffet aufgebaut.

Alles in allem ein tolles Event, das ich, wenn möglich, auch im nächsten Jahr wieder besuchen möchte – dann aber hoffentlich mit einer kleinen Gruppe an Bloggern, da die Zeiten zwischen den Veranstaltungen allein doch sehr eintönig sind und es zusammen bestimmt noch mehr Spaß macht! 🙂

Zum Abschluss hier noch ein paar Impressionen aus den heiligen Hallen :).

[LLC2017] Vorschau auf ein Wochenende voller Liebe

Nachdem ich die ersten sechs Stunden im Zug eher mit – mehr oder minder erholsamem – Dösen verbracht habe, nutze ich die letzte Stunde dazu, eine Vorschau zur Love Letter Convention zu schreiben, die ich dieses Wochenende zum zweiten Mal besuche.

Mich – und alle anderen Besucher – erwartet ein tolles Wochenende mit vielen Lesungen, Workshops, Diskussionen und Meet & Greets. Nationale und internationale Bestsellerautoren aus dem Bereich „Romance“ stellen sich in familiärer Atmosphäre ihren Lesern. Dieses Jahr sind unter anderem Samantha Young, Mona Kasten, Jaqueline Vellguth, Margaret Mallory, Marah Woolf, Poppy J. Anderson und viele weitere dabei. Besonders freue ich mich darauf, dass auch die männliche Autorenwelt Zuwachs bekommen hat, und neben Vanessa Mansini (Michael Meisheit) auch Benne Schröder auf der LLC sein wird.

Zu meinen Programmhighlights zählen unter anderem ein englischsprachiges Panel zum Thema Jugendroman mit Cora Carmack, Ann Aguirre, Kelsey Sutton und Samantha Young am Sonntag, sowie ein Panel zur Phantastischen Romantik mit (auszugsweise) Bianca Iosivoni, Mona Kasten, Marah Woolf und Jacqueline Vellguth am Samstag. Sonst freue ich mich auf viele Lesungen, darauf, neue Bücher zu entdecken, neue Leute kennenzulernen, und alte Freunde wiederzutreffen.

Die LLC ist in diesem Jahr meine zweite Messe/Convention – doch es wird nicht die letzte sein. In meinem bisher produktivsten Messejahr wird noch die FBM, die Litblog Convention, die Lit.Love und vielleicht sogar der Buchmesse Convent folgen. Wie immer werde ich – wie auch voraussichtlich am Montag von dem LLC-Wochenende – ausführlich von den Veranstaltungen berichten.

Eine halbe Stunde und eine Stellwerkstörung später nähere ich mich so langsam Stendal: noch eine Stunde bis Berlin.

Allen ein schönes Wochenende!
Erik

Aktualisierter Messeausblick :)

Da ich mich gestern als Spontankauf zu einer weiteren Veranstaltung habe hinreißen lassen (die ich hoffentlich irgendwie in meinen Alltag unterbringen kann …), hier mal ein aktualisierter Ausblick auf die Messen und Conventions, die ich in diesem Jahr noch besuchen möchte.

  • Love Letter Convention (Berlin) – 20./21.05.2017
  • LitBlog Convention (Köln, Bastei Lübbe) – 10.06.2017
  • Frankfurter Buchmesse – 11.-15.10.2017
  • Lit.Love (München, Random House) 11./12.11.2017

Dazu kommen ggf. noch spontan:

  • Buchmesse Convent (Dreieich, 14.10.2017)
  • BuchBerlin (25./26.11.2017)
  • Buchmesse Schwetzingen (sofern stattfindend)

Ich bin mal gespannt – so voll war ein Messejahr von mir noch nie :). Mal schauen, was ich dort alles tolles erlebe, wen ich treffe. Seid ihr auch auf irgendwelchen Veranstaltungen? Dann ab in die Kommentare damit! =)