Pünktlich zum gestrigen meteorologischen Sommeranfang möchte ich Euch heute ein Buch vorstellen, das sich perfekt als Urlaubslektüre eignet.
In der letzten Zeit habe ich „The Wedding Project“ gelesen, geschrieben vom Autorenduo Johanna Danninger und Greta Milán. Vielen Dank an dieser Stelle an Amazon Publishing für die Bereitstellung des Lese-/Signierexemplars auf der Leipziger Buchmesse. Der Roman ist 2018 bei Montlake Romance, Amazon Media EU S.à r.l., erschienen und dem Genre Liebesroman zuzuordnen.
Niemals hätten John und Claire es für möglich gehalten, vor laufender Kamera eine wildfremde Person zu heiraten. Getrieben von Geldnot und unbändigem Ehrgeiz finden sich beide dennoch bei ihrem ersten Treffen vor dem Traualtar wieder – als Teil einer neuartigen Reality-TV-Show, die zufällig und nach wissenschaftlichen Formeln Ehepaare zusammenstellt. Schnell sind sie sich einig, dass sie die Show gewinnen wollen – und sei es nur wegen der Gage. Dabei könnten beide nicht unterschiedlicher sein. Und so fliegen im gemeinsamen Haushalt schnell die Fetzen zwischen den beiden. Oder sind es doch eher Funken?
Auf Büchern von mehreren Autoren bin ich immer besonders gespannt. Dieses Mal war bereits im Vorfeld klar, dass jede der Autorinnen die Szenen eines Protagonisten geschrieben hat. Im Ergebnis war ich jedoch angenehm überrascht, dass trotzdem keine allzu großen Stilbrüche vorhanden waren, und sich das Buch flüssig hintereinander weg gelesen hat. An dieser Stelle ein großes Lob an die Autorinnen und den Verlag für den nahtlos ineinandergreifenden und harmonierenden Text.
Auch wenn die Handlung durchaus größtenteils vorhersehbar bleibt – keine Seltenheit in dem Genre, gelingt es den Autorinnen jedoch durch einige unerwartete Wendungen und Entwicklungen für etwas Spannung zu sorgen und eine Geschichte zum Wegträumen zu schaffen. Auch wenn am Rande durchaus einige schwere Themen angerissen werden, eine ideale Feel-Good-Lektüre – und damit perfekt für den Sommerurlaub geeignet.
Die Hauptprotagonisten sind dreidimensional angelegt und entwickeln sich – vor allem John – im Laufe des Romanes auch durchaus weiter. Allerdings hätte ich mir eine noch stärkere Einbindung der Nebencharaktere gewünscht, die doch etwas blass geblieben sind. Gut gelungen sind im Gegensatz dazu auch die Überspitzung der heutigen Reality-TV geprägten Gesellschaft und die eingebauten Details (mal ehrlich, ein Produktionsleiter/Hochzeitsorganisator namens Frank – ich musste immer lächeln, als der Name auftauchte).
Buchsatz und Cover sind solide, setzen aber keine Highlights. Korrektorat und Lektorat haben hingegen überzeugend gearbeitet.
Mein Fazit? „The Wedding Project“ ist ein gelungener Liebesroman, ein idealer Begleiter für den Sommerurlaub. Trotz kleinerer Schwächen überzeugt die Handlung und lädt zum Wegträumen ein. Für Liebesromanleser bedenkenlos zu empfehlen.
Gleich zu Tagesbeginn besuchte ich eine Lesung eines Autorenduos. Für den Amazon Publishing Imprint Montlake Romance stellten die Autorinnen Johanna Danninger und Greta Milàn ihr Gemeinschaftswerk „The Wedding Project“ vor und signierten im Anschluss auch die vom Verlag bereitgestellten Leseexemplare (vielen Dank an dieser Stelle). Im Anschluss wollte ich eigentlich eine Veranstaltung von epubli zum Thema „Exposé“ besuchen, aber nachdem minutenlang versucht wurde, ein funktionierendes Mikrofon zu finden, gab ich entnervt auf und nahm viel lieber am Weltrekordversuch von Twentysix teil, den Roman mit den meisten Autoren zu verfassen.
Zur Mittagszeit las Bianca Iosivoni für den Ravensurger Verlag aus dem ersten Band ihrer „Soul Mates“-Buchreihe und gab einen Ausblick auf ihre kommenden Projekte im Verlag. Ich freue mich schon sehr auf ihre Bücher. Nachdem ich mich etwas beim Burgenwelt Verlag (bei dem ich mich mittlerweile an drei Büchern beteiligt habe – im Foto abgebildet) ausgeruht hatte, startete auch schon das Nachmittagsprogramm.
Zuerst besuchte ich ein Meet & Greet mit Emily Bold (auf dem Weg stolperte ich auch über Manuela Inusa!) und ließ mir mein Exemplar von „Silberschwingen“ signieren. Zudem verteilte Emily Signierexemplare von „Vergessene Küsse“, dem ersten Band ihrer Windham-Reihe (Danke!).
Danach stand ein ganz besonderer Programmpunkt auf meinem Plan. Nora Bendzko, Autorin unter anderem der dunkelphantastischen Galgenmärchen, hatte im Rahmen der literarischen Winterspiele eine Zusammenarbeit mit meinem Blog gewonnen. Da ich Nora schon länger kenne, eine tolle Win-Win-Situation. Entspannt bei einem Kaffee stellte sie sich meinen Fragen, und ich freue mich schon darauf, in der Zeit nach der Messe das Interview mit ihr zu veröffentlichen. Das ganze wird dann auch von einem Gewinnspiel begleitet – also haltet die Augen offen :).