Sunshine Blogger Award – Auf ein Neues!

Dank der weitgestreuten Nominierung von der lieben Anna von „Welt aus Tinte und Papier“ nehme ich mir am heutigen Sonntag mal wieder etwas Zeit, ein paar buchige Fragen zu beantworten. Dies ist übrigens nicht der erste Beitrag zum Sunshine Blogger Award – meine Antworten von den letzten Malen findet Ihr *hier* und *hier*. Aufgrund der vielen Blogawards und Nominierungen (siehe auch die Beiträge zum „Liebster Award“ 1, 2 und 3 und zum „Mini Buchtraum Award„) verzichte ich dieses Mal sowohl auf eigene Fragen als auch auf neue Nominierungen.

Doch jetzt direkt zu Annas kreativen Fragen =).

51IniBPiJsL._SX351_BO1204203200_1. Auf welche Neuerscheinung im Bücherherbst 2019 freust du dich am meisten?
– Puh, gleich keine einfache Frage zum Einstieg, da es so viele Bücher gibt, auf die ich warte, auf die ich mich freue. Der Großteil davon kommt allerdings erst 2020. Spontan für 2019 fällt mir dabei Ava Reed mit „Ashes and Souls – Schwingen aus Rauch und Gold“ ein. Das Cover sieht brillant aus – und Ava ist eine meiner Lieblingsautorinnen der letzten Jahre. Viel Potential für ein absolutes Highlight!

2. Schwarze Augen, großer Kopf: In nahezu jedem Bücherregal finden sich momentan Funko Pops. Kannst du den kleinen Figuren oder Buch-Merch im allgemeinen etwas abgewinnen?
– Ich. Liebe. Funkos! Ich finde die kleinen Figuren total knuffig und drollig, und habe derzeit etwa 35 Stück davon angesammelt. Über Sportstars wie Tom Brady, Promis wie Lady Diana Spencer und Serienstars wie Buffy oder Dana Scully bis hin zu Filmfiguren wie Hermine Granger ist  alles dabei.

3. Eine Tasse Tee oder dein Lieblingsleseplatz: Gibt es etwas, das beim Lesen auf gar keinen Fall fehlen darf?
– Eigentlich nicht, da ich sehr oft in Bahnen, Bussen und Zügen lese. Zu einem Tee oder einer heißen Schokolade würde ich aber auch nicht nein sagen :).

51fxsw4jf3L._SX328_BO1,204,203,200_4. Dein Must-Read: Welches Buch würdest du jedem empfehlen? Warum?
– Sehr schwer, es gibt so viele Bücher, die ich aus den verschiedensten Gründen liebe. Spontan würde ich mich aber für Ulla Schelers „Und wenn die Welt verbrennt“ entscheiden. „[Das Buch ist] ein Werk für die Zukunft – ein Weckruf, dass Aufgeben keine Option ist“ (Zitat aus der Buchbesprechung). Es ist kraftvoll und berührend, authentisch, fragil und bezaubernd – mein Buch des Jahres 2018.

5. Hast du ein Lieblingsbuchzitat? Wenn ja: Wie lautet es?
– Nicht wirklich. Wenn ich mir Zitate heraussuchen würde, würden die Bücher von Ava Reed, Ulla Scheler, Mona Kasten, Stella Tack, Bianca Iosivoni etc. nur so vor Klebezetteln strotzen. Allerdings habe ich einen schönsten ersten Satz. Er stammt aus „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ (ebenfalls Ulla Scheler) und lautet: „Zu meinem achtzehnten Geburtstag schenkte mir mein bester Freund Ben eine Sachbeschädigung.“

6. Wessen Buchempfehlungen sind für dich Gold wert?
– Ich habe nicht den einen Lieblingsblogger, den einen Lieblingsbuchhändler. Vielmehr vertraue ich auf den Geschmack der Masse – wenn mir ein Buch oft und häufig unterkommt, wenn es für einen positiven Aufschrei sorgt, gefällt es mir in aller Regel auch – auch wenn Ausnahmen natürlich vorkommen können.

7. Liest du eher EBooks oder Printbücher?
– Ausschließlich Printbücher. Ich habe in meinem Leben bislang einen Roman und eine Kurzgeschichte als e-Book gelesen, besitze gar keinen Reader und möchte auch keinen.

8. Und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage: Bevorzugst du Bücher mit einem Happy End oder kann es für dich gar nicht schlimm genug ausgehen?
– Das hängt etwas vom Genre ab, grundsätzlich präferiere ich aber Happy-Ends. Bei Romance sehe ich es sogar als Muss an  =).

9. Greifst du lieber zu Büchern aus Publikumsverlagen oder gibst du auch Kleinverlagsautoren/Selfpublishern eine Chance?
– Ich lese durchaus auch Bücher von Indie-Verlagen und Selfpublishern, allerdings in aller Regel nur, wenn ich persönlich bereits Kontakt zu Verlag oder Autor habe, da sie mir sonst schlichtweg nicht auffallen würden. Spontankäufe oder mir noch unbekannte Werke und Autoren finde ich beim Stöbern in Buchhandlungen oder auf Messen – und da sind die großen Verlage deutlich präsenter.

10. Welche Romanfigur ist die unsympathischste, der du je zwischen zwei Buchdeckeln begegnet bist?
– Das ist – ausnahmsweise – mal einfach, auch wenn durchaus eine unpopuläre Meinung. Aber seit Beginn bin ich mit Hardin aus „After Passion“ nicht warmgeworden, kann seine Handlungen, Motive und Ziele nicht nachvollziehen. Im Film war er noch ganz in Ordnung, aber im Buch ist er mir absolut unsympathisch.

51bU72hucOL._SX350_BO1204203200_11. Welches Buch hast du dir noch nicht gekauft, obwohl es schon seit einer ganzen Weile auf deiner Wunschliste steht?
– Puh, auch hier gibt es viele, dutzende, hunderte. Ganz akut zum Beispiel „Flying High“ von Bianca Iosivoni, aber wenn es um ältere Bücher geht, zum Beispiel auch „Das Uhrwerk der Unsterblichen“ von Alexander Kopainski – meinem Lieblings-Coverdesigner.

So – das war mal wieder ganz schön viel Input =). Ich hoffe, Ihr hattet beim Lesen genauso viel Spaß wie ich dabei, Antworten zu suchen =).

Ein kurzes Interview!

Im Zuge der Veröffentlichung der Anthologie „Der Schatten des Schwarzen Todes“ sind mit allen Autoren kurze Interviews geführt worden. Gestern durfte ich aus dem Nähkästchen über meine Geschichte und das Schreiben plaudern – und habe auch direkt die Gelegenheit genutzt, im Autorenfoto mein aktuelles Lieblingsbuch in die Kamera zu halten :D.

Das Interview könnt ihr unter anderem *hier* auf der Verlagsseite finden. Viel Spaß beim Lesen!

[Buchgedanken] Ava Reed: „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“

Schon vor einiger Zeit habe ich Ava Reeds „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ gelesen, musste es aber erst mal einige Tage ruhen lassen, bevor ich es Euch heute pünktlich vor der LBM vorstellen möchte. Das Buch ist 2019 bei der Ueberreuter Verlag GmbH, Berlin, erschienen und dem Genre Jugendbuch zuzurechnen.

51IUh9ZXo9L._SX312_BO1204203200_-1In jeder Dunkelheit brennt ein Licht. Man muss es nur finden!

Der Abschluss. So viele Dinge, die zu tun sind.
Und danach? Ein Studium? Eine Ausbildung? Reisen?
Leni ist ein normales und glückliches Mädchen voller Träume. Bis ein Moment alles verändert und etwas in ihr aus dem Gleichgewicht gerät. Es beginnt mit zu vielen Gedanken und wächst zu Übelkeit, Panikattacken, Angst vor der Angst. All das ist plötzlich da und führt zu einer Diagnose, die Leni zu zerbrechen droht. Sie weiß, sie muss Hilfe annehmen, aber sie verliert Tag um Tag mehr Hoffnung. Nichts scheint zu funktionieren, keine Therapie, keine Medikation. Bis sie Matti trifft, der ein ganz anderes Päckchen zu tragen hat, und ihn auf eine Reise begleitet, die sie nie antreten wollte …

„Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ wird vom Verlag beworben, als das persönlichste Buch von Ava Reed. Auch wenn das unzweifelhaft stimmt – für mich ist es zudem ihr bestes bisher (was man im Kontext sehen muss, denn sowohl „Wir fliegen, wenn wir fallen“ als auch „Die Stille meiner Worte“ fand sich jeweils auf Platz 2 meiner jeweiligen Jahreshighlights 2017 und 2018).

Die Geschichte von Leni und Matti, von Philipp und Anna, von Emma, den Pflegern und Ärzten, Lenis Eltern und Mattis Familie – denn sie sind alle wichtiger Teil der Handlung – berührt den Leser auf sehr eindringliche, gefühlvolle Weise, nimmt ihn mit auf eine Achterbahnfahrt von guten und schlechten Tagen, informiert, ohne jemals belehrend zu werden. Ava Reed zieht den Leser in die Handlung, bindet ihn ein, sodass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Durch die gelungene Wahl der Erzählperspektiven, kann man sich sofort mit Leni – und auch mit Matti – identifizieren, leidet, lacht, weint und verzweifelt mit ihnen.

Die Handlung ist spannend und bietet unerwartete Wendungen, das Setting – Schule, Klinik, Ostsee, etc. – ist schön, real und glaubhaft gezeichnet. Und doch verliert das alles etwas an Wichtigkeit, da die gefühlvolle Sprache, die Emotionalität, die von jeder Seite des Buches tropft, alles überlagert und den Leser – im Positiven – erschlägt. „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ ist ein Buch, das nicht nur gelesen, sondern gelebt, geliebt – und vor allem in der heutigen Gesellschaft gebraucht wird. In einer idealen Welt wird dies mit einer Nominierung zum deutschen Jugendliteraturpreis 2020 bedacht. Ich hoffe, Ueberreuter sieht dies ähnlich und reicht das Werk im Laufe des Jahres ein.

Noch immer fehlen mir etwas die Worte, meiner Begeisterung gerecht zu werden. Wenn es noch irgendwelche Zweifel gab, dass Ava Reed zur Elite der deutschen Jugendliteraturszene gehört, sind diese endgültig ausgeräumt – und ich räume ihr schonmal den Platz neben Ulla Scheler frei: auf dem Podest meiner deutschen Lieblingsautorinnen :D.

Genauso genial wie der Roman ist die Buchgestaltung gelungen. Ein überzeugendes Korrektorat und Lektorat (Emily Huggins), und ein fantastischer Buchsatz, der selbstgemalte und -geschriebene Tagebucheinträge der Autorin enthält, sorgen für ein tolles Gesamtbild. Beim Cover hat sich der begabte Designer und Covergott Alexander Kopainski erneut selbst übertroffen und einen wahren Eyecatcher gezaubert. Zudem ist das Cover hochwertig gedruckt, fühlt sich toll in der Hand an, und auch das Hardcover, das darunter versteckt ist, bietet noch einige, kleine Features.

Mein Fazit? „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ ist Ava Reeds persönlichstes und bestes Buch, gefühlvoll, hochemotional und aktuell. Für jeden bedingungslos zu empfehlen – und aus meinen Jahreshighlights 2019 bereits jetzt nicht mehr wegzudenken.

Auslosung des Blind-Date-Gewinnspiels

Heute möchte ich – ohne große Vorrede – das Blind-Date-Gewinnspiel des letzten Wochenendes auslosen. Eine Ausgabe von „Und wenn die Welt verbrennt“ geht an: Susi! Vielen Dank auch den anderen beiden Teilnehmern Tanja und Suse (susesbuchtraum). Nicht die Köpfe hängen lassen – das nächste Gewinnspiel folgt bestimmt bald, spätestens aber wohl zur Leipziger Buchmesse Ende März.

[Gewinnspiel] Blind Date mit einem Buch

Pünktlich zum Valentinstag nahm ich auf Facebook an einer tollen Aktion teil, die von der lieben Kollegin Janna Ruth ins Leben gerufen wurde (ihr Buch „Im Bann der zertanzten Schuhe“ habe ich auch bereits besprochen).

Unter dem Titel „Blind Date mit einem Buch“ wurden 33 Bücher mit einem Steckbrief vorgestellt – bereitgestellt von Autoren und Bloggern. Ich hatte mich schon früh zur Teilnahme entschieden, um eines meiner absoluten Lieblingsbücher wieder etwas mehr ins Rampenlicht zu rücken: „Und wenn die Welt verbrennt“ von Ulla Scheler, mein Jahreshighlight 2018. Dabei möchte ich Euch nach der Enthüllung den Steckbrief natürlich auch nicht mehr vorenthalten!

Klingt toll, nicht wahr? Und daher das Beste zum Schluss: Wenn Ihr Euch für dieses Buch interessiert, habe ich hier noch ein weiteres Exemplar rumliegen. Kommentiert einfach diesen Beitrag damit, warum Ihr das Buch lesen wollt, und schon hüpft Ihr in den Lostopf.

Hier noch die obligatorischen Teilnahmebedingungen

1. Die Teilnahme ist möglich bis zum 17.02.2019, 23:59:59 Uhr

2. Um teilzunehmen, müsst ihr einen Kommentar unter diesen Blogpost setzen.

3. Jeder, der die obigen Teilnahmebedingungen erfüllt, erhält ein Los. Es werden nur Kommentare unter dem Originalbeitrag auf WordPress in die Wertung/Verlosung genommen. Kommentare unter dem Facebook-Beitrag oder weiteren Beiträgen zählen nicht für die Verlosung.

4. Es ist keine Pflicht und es gibt auch keine Zusatzlose für das Rebloggen des Beitrages auf WordPress oder das Teilen und Freunde markieren auf Facebook. Freuen würde ich mich natürlich dennoch drüber :).

5. Nach Ablauf der Zeit wird das Gewinnspiel zeitnah ausgelost und der Gewinner wird sowohl hier als auch auf der Facebook-Seite veröffentlicht. Meldet sich der Gewinner dann nicht binnen einer Woche, wird der Gewinn neu vergeben.

6. Das Gewinnspiel steht in keinerlei Zusammenhang mit facebook oder WordPress.

7. Eine Barauszahlung der Gewinne ist nicht möglich.

8. Es existiert kein Rechtsanspruch auf den Gewinn. Für auf dem Postweg entstandene Verluste oder Schäden wird keine Haftung übernommen.

9. Der Verlosende behält sich vor, Kommentare, die ehrverletzend sind, gegen die guten Sitten verstoßen oder pornografische, gewaltverherrlichende oder rechts-/linksradikale Inhalte besitzen, zu löschen und von der Verlosung auszuschließen.

Viel Erfolg!

Ran an den SuB mit Ava 2018 – Jahresfazit

Bevor ich mich in den nächsten Tagen dem Januar-Thema für die SuB-Abbau-Challenge 2019 widme, möchte ich erstmal auf das vergangene Jahr zurückblicken. Alles zur Challenge im Jahr 2018 ist *hier* zu finden.

Von den 36 geplanten Büchern habe ich 28 gelesen und damit insgesamt sechs Monate komplett abgeschlossen – ein guter, aber für 2019 ausbaufähiger Wert :).

Unter den 28 Büchern waren sowohl SP-Bücher als auch Bücher von kleinen und von großen Verlagen. Es waren Bücher deutschsprachiger und internationaler Autoren, literarische Werke und Genreliteratur. Es fanden sich preisgekrönte Bücher, Einzelbände und Reihen, ein Buch eines Autorenduos und sogar eine Lyriksammlung. Alles in allem eine sehr bunte Mischung! Noch ein Fun Fact am Rande: Von den 28 gelesenen Büchern wurden sage und schreibe 25 von Frauen verfasst, lediglich drei von männlichen Autoren (Daniel Kehlmann und 2x Terry Brooks). Auch von den acht nicht gelesenen Büchern ist nur ein weiteres von einem männlichen Autoren geschrieben worden („Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel Garcia Marquez).

Zum Abschluss hier noch die Cover einiger meiner Highlights aus den 28 Werken.

[Jahresrückblick] Lesehighlights 2018

Den heutigen Sonn- und Feiertag möchte ich nutzen, Euch endlich meine Lesehighlights des vergangenen Jahres vorzustellen. Dieses Jahr fiel es mir echt schwer, mich zu entscheiden. Ich habe – wenn ich richtig gezählt habe – 36 Bücher gelesen, und die Qualität war so hoch, dass es zehn Bücher auf die Shortlist geschafft haben. Dieses Jahr mit dabei: Ava Reed, Emily Bold, Halo Summer, Mona Kasten, Caroline Brinkmann, Nina MacKay, Ella Zeiss (Elvira Zeißler), Marion Poschmann, Mariana Leky und Ulla Scheler. Meine Jahresrückblicke der vergangenen Lesejahre findet ihr unter folgenden Links: 2016, 2017. Doch nun, ohne weitere Vorrede, zu den einzelnen Platzierungen.

Knapp außerhalb meiner Top3 landeten folgende Bücher, die es aber alle definitiv verdient haben, genannt zu werden; die mich alle auf die ein oder andere Weise begeistert haben:

Doch kommen wir nun zum Siegertreppchen. Den dritten Platz teilen sich Halo Summer mit „Froschröschen: Das wahre Märchen“ und Mona Kasten mit „Begin Again“. Halo Summer, deren brilliantes Werk „Aschenkindel: Das wahre Märchen“ sogar Platz zwei meiner Jahreshighlights 2016 erreichte, gelingt es immer wieder, mit neuen Ideen, mit frischem Wind, und vor allem mit Charme und Witz, das Märchengenre zu revolutionieren, den Leser zu verzaubern. Mona Kasten – neuerdings #1-Bestsellerautorin – überzeugt mit gewaltigen Gefühlen, grandiosen Protagonisten und einem einfühlsamen Roman, der mich restlos begeistert hat. Bitte mehr davon!

Platz zwei teilen sich ebenfalls zwei alte Bekannte. Emily Bold mit „Silberschwingen: Erbin des Lichts“ und Ava Reed mit „Die Stille meiner Worte“. „Erbin des Lichts“ – hier stellvertretend für die komplette Dilogie – ist Young-Adult-Romantasy in Perfektion, berührt, begeistert und verzaubert. Bereits 2016 stand Emily mit „Lichtblaue Sommernächte“ auf Platz drei meiner Jahreshighlights. Wie im Vorjahr (damals mit „Wir fliegen, wenn wir fallen„) landet ein Werk von Ava auf Rang zwei. „Die Stille meiner Worte“ ist ein unglaublich berührender Jugendroman, gleichzeitig kraftvoll und zerbrechlich. Tolle Protagonisten, große Gefühle, ernste Themen und eine fesselnde, mitreißende Reise – ich kann das nächste Jugendbuch von Ava kaum erwarten.

Doch nun *trommelwirbel* zu meinem absoluten Jahreshighlight. Im letzten Jahr noch mit „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ „nur“ auf einem geteilten ersten Platz, hat sie sich ihn dieses Jahr allein gesichert. „Und wenn die Welt verbrennt“ von Ulla Scheler ist mein Buch des Jahres. In meiner Rezenzion habe ich Ulla mit John Green verglichen, doch ich weiß nicht, ob ihr das gerecht wird. Ihre Figuren sind stark, schwach, verletzlich und lebensecht, die Handlung berührend und aufwühlend. Mehr als ein Buch, ein Weckruf, ein Plädoyer gegen das Aufgeben. So wie Alisas Rückkehr in die Normalität mit einem einzigen Kreidestrich begann, startete Ullas Siegeszug mit der ersten Seite. Einfach unvergleichlich.

Was waren Eure Highlights des Jahres? Welche Bücher haben Euch sprachlos gemacht, Euch zum Weinen gebracht? Rein damit in die Kommentare! 🙂

[lit.Love2018] München im Ausnahmezustand – Tag 2

20181111_101504Auch heute zog es mich wieder früh am Morgen in die Verlagshallen von Random House – ein abwechslungsreiches Programm stand für den zweiten Tag des Lit.Love-Lesefestivals (#litlove2018) auf dem Plan. Der Veranstaltungsreigen begann für mich mit einem interessanten Talk zum Thema „Fiktion und Wahrheit im historischen Liebesroman“. Catherine Aurel, Maria Nikolai, Bettina Storks und die – mittlerweile – internationale Bestsellerautorin Petra Durst-Benning sprachen über ihre Bücher, über Recherche und darüber, wie Geschichte erlebbar wird. Für mich als Fan historischer Romane natürlich Pflicht.

20181111_111204Im Anschluss folgte die erste Veranstaltung des Tages auf der großen Bühne. Die dritte Headlinerin Rosie Walsh sprach mit Radiomoderatorin Anouk Schollähn über ihren Überraschungserfolg „Ohne ein einziges Wort“, und wie dieser ihr Leben verändert hat. Dabei sprach Rosie Walsh nicht nur über die Sonnenseiten des Erfolges, sondern auch über die Selbstzweifel, Schuldgefühle und über den Druck, den sie seitdem auf sich ausübt. Ehrlich, authentisch und sympatisch – eine wirklich gelungene Veranstaltung.

20181111_121156Vor der Mittagspause nahm ich noch an einem Workshop teil – den ich zwingend nötig habe :D. Blanvalet-Autorin Frieda Bergmann referierte zum Thema „Anfangen, Durchhalten, Fertigwerden – wie man neben Familie, Studium oder Beruf einen Roman schreibt“. Auch wenn es größtenteils nicht wirklich neue Erkenntnisse brachte, war es doch wichtig, diese mantraartig und engagiert von Frieda ins Gedächtnis geprügelt zu bekommen.

20181111_141022Nach der Pause ging es direkt mit Frieda weiter. Zum Thema „Oh bitte gib mir nur ein Wort – der Weg zum perfekt komponierten Roman“ talkten Frieda Bergmann, Anika Landsteiner und Stefanie Lasthaus. Neben den Ideen, der Plotgestaltung und den zentralen Motiven wurden auch erste und letzte Sätze besprochen. Da konnte ich natürlich nicht widerstehen, und musste Ulla Schelers ersten Satz aus „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ anbringen: „Zu meinem achtzehnten Geburtstag schenkte mir mein bester Freund Ben eine Sachbeschädigung“ – immer noch genial, und immer noch so präsent wie vor einem Jahr, als ich das Buch las.

20181111_151818Und dann war es endlich soweit. Die zweite Bühnenveranstaltung des Tages stand an, der letzte internationale Headliner, Kate Morton, gab sich die Ehre. Befragt von Anouk Schollähn gab sie Einblicke in ihr Leben, ihren Schreiballtag und ihre Bücher. So erzählte sie nicht nur, wie sie zum Schreiben gekommen ist, sondern begeisterte das Publikum mit witzigen Anekdoten und bislang unbekannten Fakten. Auch wenn sich einige Fragen mit der gestrigen Lesung überschnitten, war es doch wirklich, wirklich interessant.

20181111_161256Den Abschluss machte eine etwas ungewöhnliche Lesung. Marie Nikolai las aus „Die Schokoladenvilla“, parallel dazu lief eine Präsentation, die passende Bilder und Stadtansichten aus Stuttgart zeigte. So weit, so gut. Etwas irritiert war ich dann aber doch darüber, dass teils Marie selbst las, teils die Lesung aber vom Band aus der Präsentation kam. Warum sie nicht auch diese Szenen selbst hätte lesen können, erschließt sich mir immer noch nicht so genau. Abgesehen davon ist die Mischung aus einer historischen Familiengeschichte um die Jahrhundertwende wie perfekt für mich geschaffen (man denke nur an Downton Abbey – oder Gut Greifenau). Interessant wäre auch, das Buch mit den „Licht & Schatten“-Büchern von Veronika Lackerbauer zu vergleichen, da das Thema ja doch sehr, sehr ähnlich ist.

20171111_170650Im Rahmen der Freixenet-Happy-Hour ließ ich die tolle Lit.Love noch einmal Revue passieren – und freue mich bereits jetzt sehr auf das letzte Jahr. Dieses Jahr war die Veranstaltung geprägt von vier internationalen Headlinern (Sophie Kinsella, Kate Morton, Estelle Maskame und Rosie Walsh). In den letzten Jahren waren unter anderem Susan Elizabeth Phillips, Lucinda Riley, Anne Jacobs, Katherine Webb, Silvia Day und Geneva Lee vor Ort. Ich bin schon ganz gespannt, wen die Verlage nächstes Jahr auf uns loslassen werden :D. Meine Wünsche? Ulla Scheler (rechts abgebildet das Plakat von 2017 mit den Büchern, die damals in meine Tasche gewandert und zu meinen Lieblingsbüchern geworden sind), Manuela Inusa, Trudi Canavan und Dan Brown :D.

[Buchgedanken] Ava Reed: „Die Stille meiner Worte“

Das Buch musste ich erst einmal etwas sacken lassen …

Vor einiger Zeit habe ich Ava Reeds „Die Stille meiner Worte, erschienen 2018 in der Ueberreuter Verlag GmbH, gelesen. Es ist mein zweites Jugendbuch der Autorin. Das erste, „Wir fliegen, wenn wir fallen„, war eines meiner Lesehighlights 2017, und katapultierte Ava von null auf hundert in die Riege meiner Lieblingsautoren. Zudem sorgte es dafür, dass ich mir ungesehen alle anderen Bücher der Autorin zulegte – und so stapeln sich bereits drei Fantasy-Bücher von ihr auf meinem SuB. Umso gespannter war ich, ob es Ava gelingen würde, die hohen Erwartungen, die ich an „Die Stille meiner Worte“ setzte, zu erfüllen – nicht zuletzt auch dank zwei grandioser Lesungen aus dem Buch, die ich besucht habe.

51xph6g0iwl-_sx313_bo1204203200_Seit dem Tod ihrer Zwillingsschwester Izzy hat Hannah ihre Sprache verloren. Als ihre Eltern keinen Ausweg mehr wissen, melden sie Hannah bei St. Anna an, einem Internat für Jugendliche in schwierigen Lagen. Zusammen mit Izzys Kater Mo, den Hannah als letzte Verbindung zum alten Leben mit ins Vorbereitungscamp geschmuggelt hat, trifft sie dort auf Levi, der sofort von dem geheimnisvollen Mädchen fasziniert ist und sich nichts sehnlicher wünscht, als endlich ihre Stimme zu hören.

„Die Stille meiner Worte“ ist stark. Unglaublich stark. Stark, wie Hannah und Levi, die ihren Problemen trotzen, kraftvoll wie die Liebe der Eltern zu ihren Töchtern. Einfühlsam und gefühlvoll wie Direktor Ben nimmt einen der Roman an die Hand und führt den Leser ganz nah mit den Protagonisten durch das Camp und ihre Leben.

Erneut gelingt es Ava Reed, mich vollends und bedingungslos zu überzeugen. Sie erfüllt nicht nur die hohen Erwartungen, die ich habe, sondern zerschmettert diese. Mir wird daher nichts anderes übrig bleiben, als auch „Die Stille meiner Worte“ wieder in die diesjährigen Jahreshighlights aufzunehmen :). Damit zementiert sie ihren Platz in meinem deutschen Jugendroman-Olymp neben der fabelhaften Ulla Scheler.

Der Schreibstil der Autorin ist unglaublich berührend und gefühlvoll, eindringlich und mitreißend. Da toleriere ich sogar zwei Ich-Perspektiven :D. Man taucht sofort in die Geschichte ein, leidet und fühlt mit Hannah. Dabei sind nicht nur die Protagonisten Hannah und Levi, sondern auch die Nebencharaktere wie Sarah und Lina unglaublich gut ausgearbeitet, haben Stärken und Schwächen und entwickeln sich weiter. Fast am meisten hat mich daher die Entwicklung von Sarah beeindruckt und gefreut.

Dabei hält sich Ava jedoch nicht nur an den Problemen der Jugendlichen fest. Schnell hätte das Buch hier zum Schicksalsroman kippen können, doch es gelingt ihr problemlos, die Balance zu wahren, und ein unglaublich komplexes, vielschichtiges Werk vorzulegen.

Der Spannungsbogen wird die ganze Zeit gehalten und sorgt dafür, dass man nur so über die Seiten fliegen möchte. Und obwohl die Spannung hier nicht in einer actionreichen Geschichte, nicht in einem Kampf auf Leben und Tod liegt, ist sie unglaublich dramatisch, sorgt für Gänsehaut und Gefühlsausbrüche. Das Buch nimmt einen mit – und das ist auch gut so. „Die Stille meiner Worte“ ist nicht nur ein Roman, sondern sorgt auch dafür, dass man anderen aufgeschlossener gegenübertritt, eigene Probleme reflektiert und das Leben schätzt.

Die Buchgestaltung ist außergewöhnlich. Lektorat und Korrektorat sind gelungen, der wunderschöne Buchsatz wird nur durch das (erneut) atemberaubende Cover von Covergott Alexander Kopainski (Kopainski Artwork) übertroffen, das man nach der Lektüre des Buches aufgrund der vielen Details noch viel besser würdigen kann – ein absoluter Eyecatcher.

Mein Fazit? „Die Stille meiner Worte“ ist ein fabelhaftes Jugendbuch. Tolle Charaktere und eine einfühlsame Sprache sorgen dafür, dass es bereits jetzt zu meinen Jahreshighlights zählt. Für jeden – nicht nur für Jugendbuchfans – bedingungslos zu empfehlen.

[LBM2018] Tag 3 – Von Sammelleidenschaften und tollen Überraschungen

20180317_002843Messesamstag. Trubel allenthalben – der vollste Messetag. Und doch waren die Gänge heute nicht so überfüllt wie in den letzten Jahren. Grund war die Wetterlage, die den Zug – und Flugverkehr zusammenbrechen ließ. Auch ich war im Nahverkehr betroffen, da ich nachts noch auf der Party der jungen Verlage war, und sowohl auf dem Hin- als auch auf dem Rückweg immense Probleme hatte. Mit nur zwei Stunden Schlaf ging es dann auf die Messe, zum absoluten Highlight-Tag, ganz im Zeichen der Jugendbücher.

20180317_103616Den Anfang machte Ava Reed, die aus ihrem neuesten Ueberreuter-Jugendbuch „Die Stille meiner Worte“ las. Grandios, berührend und eindringlich. Ich kann es kaum erwarten, das Buch zu lesen. Obwohl ich im Anschluss an die Lesung direkt zur Signierstunde ging – die erst eine halbe Stunde später beginnen sollte – fand ich mich schnell in der Mitte der Schlange wieder und musste etwa eine Stunde auf die ersehnte Signatur von Ava (und ein hübsches Magnetlesezeichen) warten – die Massen an Menschen hinter mir noch deutlich länger.

Mit leider fünf Minuten Verspätung ging es dann zu Ulla 20180317_121413Scheler, die aus „Und wenn die Welt verbrennt“ las – ungewöhnlich, charismatisch und brilliant. Zurecht ist das Buch ja bereits jetzt eines meiner Jahreshighlights – und auch wenn ich die Lesung von Ulla bereits im Rahmen der Lit.Love erlebt habe, war es trotzdem eine tolle Erfahrung. Umso mehr, dass Ulla (ich kann es immer noch nicht glauben) im Anschluss an ihre Lesung auf dem Weg durch die Hallen am Burgenwelt Verlagsstand gestoppt hat und mir für die Rezensionen zu ihren Werken gedankt hat. Supersympathisch – und ich komme immer noch nicht so ganz damit klar, dass mich eine so talentierte Autorin kennt :D.

Nachdem ich den Vormittag also mit meinen beiden deutschsprachigen Lieblingsjugendbuchautorinnen verbracht habe, erkundete ich am Nachmittag, nach einer ausgedehnten Pause am Stand des Burgenweltverlags, die Halle 1. Ziemlich überfüllt von den Cosplayern, war es dennoch wieder eine spannende Erfahrung – und eine ganz andere Welt. Neben zwei neuen Funko-Pop-Sammelfiguren (Schneewittchen und Rainbow Dash sind auch Postkarten der talentierten Zeichnerin Pantsu-Chii bei mir eingezogen.20180317_154215

20180317_165359Im Anschluss stand das alljährliche Anthologie-Autoren-Treffen beim Burgenwelt Verlag an. Bernd Schmitt und Alvar Borgan, beide aus „Auf düsteren Wegen“ (im Foto mit der Verlegerin Jana Hoffhenke), und Regine D. Ritter aus der Luther- und der Wellen-Anthologie sorgten für einen gelungenen und spaßigen Ausklang des Messetages.

Da ich mittlerweile mit der Erschöpfung kämpfe, werde ich es morgen, zum Messeausklang, nochmal etwas ruhiger angehen lassen, und planen nur noch mit wenigen Veranstaltungen. Aber dazu morgen mehr =).