[FBM2016] Shortlist!!! (Tag 3)

Was für ein Tag! Dieser Tag war Balsam für die Autorenseele – doch dazu später mehr :). Zur Überbrückung ein Foto mit einem Pandabär!20161021_102232

Zuerst begann der dritte Messetag ganz geruhsam damit, dass ich erneut beim „Zauber zwischen Zeilen“-Stand vorbeischaute, um mir die Anthologie von Julia Adrian signieren zu lassen. Anschließend habe ich beim Drachenmond Verlag dann noch die Anthologie „Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln“ gekauft, und sie mir ebenfalls, unter anderem von Julia Adrian und Alexander Kopainski, der Covergott höchstpersönlich, signieren lassen. Ich war dann auch noch kurz beim Stand des Kunstanstifer Verlags und habe mir dort ein wunderschön illustriertes Buch gekauft mit dem Titel „Hundebraten Süßsauer“.

20161021_120744Vor der Mittagspause ging es dann zu einer Veranstaltung von Prof. Werner Meyer über die Burg Krak des Chevaliers in Syrien, die ganz informativ war und einige spannende Bilder enthielt und vor allem vor dem Hintergrund interessant war, dass die Burg im Rahmen des schrecklichen Krieges teilweise zerstört wurde, durch die zentimetergetreue vorherige Vermessung und Dokumentation jedoch wieder aufgebaut werden könnte.20161021_142002

Nach der Pause hörte ich mir zur Entspannung jeweils Teile der Vorträge über Newsletter-Marketing und das Schreibprogramm „Papyrus Autor“ an, bevor er zum eigentlichen Hauptevent des Nachmittages kam: der Prämierung des Siegertitels vom Schreibwettbewerb von tolino und Carlsen Impress. Gewonnen hat Laura Kuhn mit „We could be Heroes“, der Titel erscheint im März 2017 als e-Book und Taschenbuch bei Carlsen Impress. Auch die Plätze zwei und drei gewannen e-Book Veröffentlichungen bei Carlsen und Marketingpakete von tolino.

20161021_164633Doch damit nicht genug der Schreibwettbewerbe. Um 17 Uhr wurde eine weitere Shortlist präsentiert: die Shortlist des Schreibwettbewerbes zur lit.lo20161021_170147ve 2016 in Kooperation mit dem Magazin Jolie und Twentysix, dem Selfpublishing-Distributor von Random House. Aus mehreren hundert eingesandten Kurzgeschichten wählte die Jury eine Shortlist von fünf Titeln, die alle Freikarten zur lit.love und kostenlose Veröffentlichungen bei Twentysix gewannen. Alle Shortlist-geschichten werden zudem als kostenfreies e-Book veröffentlicht. Der erste Platz wird am 04.11.2016 bekannt gegeben und erhält zusätzlich bezahlte Unterkunft, An- und Abreise zur lit.love, sowie die Veröffentlichung der Gewinnergeschichte in einer Ausgabe des Magazins Jolie! Hier nun die Shortlist in aller Pracht:

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Wem hier ein Name bekannt vorkommt, der hat Recht! Da stehe wirklich ich! Ich musste mich heute auch oftmals kneifen, als ich davon erfahren habe. Gerade auch vor dem Hintergrund einiger Absagen tut es besonders gut, wenn eine eigene Geschichte wertgeschätzt wird – und wenn einen dann noch das Random House-Team nett betreut und die Geschichte lobt, ist der Tag perfekt. Und dass das auch noch komplett unerwartet kam (wie hätte man bei etwa 500 Einsendungen und einer Shortlist aus 5 Titeln schon auch nur im Ansatz daran denken können), macht das ganze umso schöner. Jetzt gilt es, die Daumen zu drücken. Es wäre nämlich ein noch größerer Wahnsinn, sollte meine Geschichte es schaffen, in der Jolie zu erscheinen. So oder so – ich bin glücklich und froh, einer weiteren Geschichte eine Heimat gegeben zu haben – und werde dann mal beizeiten die Kategorie Schreibwettbewerbe/Literaturpreise auf meiner Website einführen *lach*.20161021_170510

Nachdem sich der ganze Trubel bis Morgen hoffentlich etwas gelegt hat, werde ich Morgen einen eher veranstaltungsarmen Tag in Frankfurt verbringen, mir lediglich ein Buch signieren lassen und zu einem Meet & Greet gehen.

Liebe Grüße
Erik

[FBM2016] Märchen an die Macht! (Tag 2)

Auch in den zweiten Messetag startete ich pünktlich um neun Uhr, ließ es aber sehr ruhig angehen. Anfangs ließ ich mich etwas durch die Hallen treiben, 20161020_101901.jpgbevor ich um 10 Uhr die Buchvorstellung von Stefan Aust zu seiner Biographie über den Journalisten Konrad Heiden, laut Titel „Hitlers erster Feind“, besuchte. Konrad Heiden war ab den 20er Jahren Journalist und betrachtete, aber vor allem beschrieb, den Aufstieg des Nationalsozialismus aus nächster Nähe. Dabei war er einer der wenigen und vielleicht der erste überhaupt, der die große Gefahr erkannte, in die das Land und die Gesellschaft steuerte. Austs Buch enthält zur Illustration seines Lebensweges daher auch viele Texte aus der Feder Heidens, die das Zeitgeschehen mit einem brillianten, fast sarkastischen Ton beschreiben.

Im Anschluss besuchte ich zwei interessante Vorträge in der Selfpublishing-Area zum Thema „Beziehungen zwischen Bloggern und Autoren“ und „Die eigene Stimme finden – Tipps aus dem Lektorat“. Für letzteres hatte der mit Random House verbundene Distributor twentysix einen Lektor aus dem Heyne Verlag aufgeboten, der viele verschiedene, aber oftmals auch bereits allgemein bekannte Hilfestellungen gab, wie man an seinen Texten arbeiten und diese verbessern kann.

20161020_121626.jpgVor der Mittagspause besuchte ich dann noch ein Interview für den Spiegel mit der Autorin Sibylle Lewitscharoff, die ihr neuestes Buch „Das Pfingstwunder“ vorstellte. Das hochinteressante Gespräch drehte sich dabei um Themen wie die Bedeutung von Dantes „Göttlicher Komödie“ und Höllenvorstellungen in der heutigen Zeit. Bisher die ansprechendste Buchdiskussion, die ich in diesem Jahr auf der Messe besucht habe – ich werde mir den Roman direkt mal vormerken.

Nach der Pause stand das Highlight des Tages auf dem Programm: Die Verleihung des 51m6od6ktbl-_sx311_bo1204203200_Kindle Storyteller Awards 2016. Von 1.900 eingereichten Romanen hatten es fünf durch die Wahl der Kindle-Leser auf die Shortlist geschafft, aus denen eine Jury um Astrid Korten und Poppy J. Anderson dann den Preisträger ermittelte, der nicht nur mit 10.000 Euro, einem gigantischen Marketingpaket von 20.000 Euro, sondern vor allem auch mit einem HarperCollins-Verlagsvertrag nach Hause fahren durfte. Gewonnen hat Halo Summer mit „Aschenkindel – das wahre Märchen“, was mich besonders gefreut hat, da das Cover wunderschön ist und „Märchen“ als Buchgenre oftmals nicht genug an Beachtung finden. Da Amazon zudem für Pressevertreter Belegexemplare aller Shortlist-Titel verteilt hat (da hat sich die Pressekarte mal richtig gelohnt :)), werde ich „Aschenkindel“ auch hier auf meinem Blog besprechen, und eventuell auch noch den ein oder anderen der vier „unterlegenen“ Romane vorstellen.20161020_140144.jpg

Abschließend schlenderte ich noch etwas über die Messe, besuchte nochmal den Stand der „Zauber zwischen Zeilen“-Autorinnen und holte mir erste Impressionen aus der Vorstellung des Gastlandes Niederlande/Flandern. Da ich dann mit leichten Kopfschmerzen kämpfte, beendete ich auch den Donnerstag ungeplant bereits eine Stunde vor Messeende.

Alles in allem also eher ein ruhiger Tag, was auch für den Freitag geplant ist, bevor ab Samstag jedwede Ruhe schon durch die Menschenmassen der Publikumstage unmöglich wird.

[FBM2016] Von Buchpreisträgern und lebenden Legenden (Tag 1)

So plötzlich die Messe über mich hereingebrochen ist (man sollte es nicht glauben, die Termine stehen ja schon lange fest^^), so schnell war der erste Tag auch bereits vorbei.

Der Messemittwoch stand dabei für mich ganz unter dem Zeichen der Hochkultur :). Pünktlich um 9 betrat ich das Gelände und machte mich auf den (leider weiten) Weg zum Pressecorner, um mich mit einer Kartenhülle und den neuesten Presseinformationen einzudecken. Dann ging es weiter zu einem Treffen mit einigen befreundeten Autoren aus dem Autoren_Netzwerk, bevor ich mir dann mein erstes Buch kaufte. Bereits seit langem stand die Anthologie der „Zauber zwischen Zeilen“-Autoren auf meiner Wunschliste, und auf der Messe nutzte ich direkt die Gelegenheit, sie nicht nur zu kaufen, sondern mir auch von den bekannten Autorinnen Farina de Waard, Marie Graßhoff, Jasmin Romana Welsch, Maya Shepherd und C.M. Spoerri signieren zu lassen.

Um 11 startete dann mein Kulturprogramm mit einem Interview und e20161019_112801iner kurzen Spontanlesung vom Gewinner des Aspekte Literaturpreises 2016: Philipp Winkler (für den besten Debütroman: „Hool“, der auch auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2016 stand). Im Interview für Deutschlandradio-Kultur gewährte er interessante Einblicke in seinen Schaffensprozess und seinen Werdegang. Spannend fand ich vor allem, dass es ihm gar nicht darauf ankam, irgendwas selbst in den Text zu legen, sondern dass er ihn geschrieben hat, damit jeder Leser für sich individuell die Schlüsse daraus ziehen kann.

Direkt im Anschluss ging20161019_120041 es für mich dann zu Bodo Kirchhoff, der für seine Novelle „Widerfahrnis“, erschienen in der Franfurter Verlagsanstalt, den Deutschen Buchpreis 2016 verliehen bekommen hat. Im Gespräch für den Spiegel sprach er vor allem über die Themen und Hintergründe der Novelle, eigene Erlebnisse – sowie auch über die Enttäuschung bei der Buchpreisverleihung 2012, als er die Shortlist verfehlte.

Doch wer sich gedacht hat, das wäre alles, hat weit, weit gefehlt :). Be20161019_150312ide Veranstaltungen waren gut besucht, aber dennoch hat man gemerkt, dass erst Mittwoch ist. Man konnte sitzen, gut sehen, und hatte nicht das Gefühl zu ersticken. Doch ab 14.30 bekam ich dann einen Vorgeschmack, wie sich das Wochenende anfühlen wird. Für einen Bilderband lotste der Taschen Verlag einen der renommiertesten Künstler der heutigen Zeit nach Frankfurt: den Maler David Hockney, dessen Bilder zu siebenstelligen Summen auf dem Kunstmarkt gehandelt werden, und der Mitglied der Royal Academy of Arts ist. Vor dem – zugegebenermaßen auch nicht ideal gestalteten Veranstaltungsort – drängelten sich bereits dutzende Menschen, sodass man anfangs fast nichts sehen und auch fast nichts hören konnte. Doch nach und nach verließen einige Menschen die Präsentation, sodass ich weiter vorrücken konnte und schlussendlich in der zweiten Hälfte gut hören und sehen konnte, wie der Maler seine Bilder erklärte. David Hockney war eloquent, humorvoll – und wurde unter tosenden Beifallsstürmen verabschiedet, nachdem er eine ganze Stunde stehend an einem Pult hunderte Bilder gezeigt hat. Wer mit 79 Jahren noch körperlich und geistig so fit ist, verdient allein dafür auch schon nochmal Respekt. Da ich allein von dieser Veranstaltung etwa 200 Fotos geschossen hatte (sonst bin ich nicht so, von Bodo Kirchhoff waren es vielleicht 10!), gab mein Handy dann seinen Geist auf.

Dankenswerterweise befindet sich an vielen der Wifi-Ecken mittlerweile auch eine Ladestation, sodass ich mit meinem (vorsichtshalter mitgeführten) Kabel mein Handy neu laden konnte. Da sich die Ladestation zudem in der SP-Ecke befand, nahm ich da direkt noch Vorträge zur Gründung des „Netzwerkes Autorenrechte“ und zu alternativen Vertriebswegen wie „Fortschrift.net“ mit.

Damit neigte sich der Messetag auch bereits dem Ende entgegen. Bevor ich die Messe verließ,schlenderte ich noch einmal ausführlich durch Halle 3.1,wo bereits viele Verlage die Sektkorken knallen ließen und dutzende Empfänge stattfanden. Am Stand des Landes Thüringen, aß ich dann noch ein kleines Stück landestypische Pastete? (oder war es ein Fleischkuchen?), bevor ich mich dann etwa 45 Minuten vor dem offiziellen Messeende auf den Weg zur S-Bahn machte. Man muss es ja nicht gleich am ersten Tag übertreiben – knappe 9 Stunden auf der Messe müssen auch einmal reichen :).

Morgen steht dann eher ein ruhigerer Tag an, ich werde spontan vielleicht die ein oder andere Veranstaltung mitnehmen und erneut nochmal bei „Zauber zwischen Zeilen“ und den „Herzblutautoren“ vorbeischauen.

Liebe Grüße!
Erik (erschöpft!)

Ps: Anbei noch zwei Werke von David Hockney, die auch in dem Band „David Hockney Sumo“ vertreten sind.

[FBM2016] – Messecountdown

Ab morgen beginnt sie wieder: die Frankfurter Buchmesse! Kaum zu glauben, dass seit dem letzten Besuch bereits wieder ein Jahr vergangen ist.

Auch dieses Mal werde ich wieder die ganze Messewoche vor Ort sein. Auch wenn der Messeurlaub denkbar ungünstig mit einer Verlagsabsage für eine Kurzgeschichte gestartet ist (die ich allerdings erwartet habe, viel mehr nagt die vorige an mir), kommt so langsam doch die Vorfreude auf, und die Planung beginnt in vollen Zügen.

Die Pressekarte ist ausgedruckt und bereitgelegt, eine Wochenkarte für den Zug nach Frankfurt und zurück ist auch gekauft. Nun gilt es nur noch, die Tage mit tollen Veranstaltungen und Treffen mit Freunden und Kollegen zu verplanen :). Morgen werde ich zum Beispiel versuchen, eine Veranstaltung mit Bodo Kirchhoff zu besuchen. Zudem werde ich an den Ständen der Herzblutautoren und den Autoren von „Zauber zwischen Zeilen“ vorbeischauen und am Nachmittag eventuell noch den „Promifaktor“ genießen, wenn Fredi Bobic und Thorsten Schäfer-Gümbel zusammen eine Veranstaltung abhalten, sowie einen Vortrag zum Thema „Software für Autoren“ besuchen.

Ganz besonders freue ich mich jedoch darauf, im Laufe der Woche viele tolle Menschen wiederzusehen oder neu kennenzulernen :). Sollte noch jemand Lust auf einen Kaffee oder ein Treffen haben, ab damit in die Kommentare oder per Mail/Kontaktformular melden :).

Natürlich versuche ich wieder tagesaktuell von der Messe zu berichten – aber seht es mir nach, sollten ein oder zwei Berichte erst verspätet erscheinen, da die Pendelei auch einiges an Zeit frisst und die Tage ohnehin sehr lang sind :). Zudem hoffe ich, zur Buchmesse noch zwei Buchgedanken veröffentlichen zu können – einmal zu Emily Bolds „Lichtblaue Sommernächte“, und pünktlich zum samstäglichen Meet&Greet mit der Autorin zum ersten Band „Lizzy“ der „Princess in love“-Reihe von Ashley Gilmore.

Liebe Grüße
Erik