[Buchgedanken] Emily Bold: „Hearts on Fire – Leo“ (HoF 5)

In den letzten Tagen habe ich „Hearts on Fire – Leo“ von Emily Bold gelesen, den abschließenden Band der fünfteiligen Serie um die Wache 21. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung einer wunderbaren Buchbox. „Hearts on Fire – Leo“ ist 2019 bei Montlake Romance, Amazon Media EU S.à r.l. veröffentlicht worden und dem Genre Romance zuzuordnen. Die anderen vier Bände der Reihe wurden von Johanna Danninger, Greta Milán, Friedrich Kalpenstein und Frieda Lamberti verfasst. „Hearts on Fire – Leo“ ist bereits mein achtes Buch von Emily (und es warten noch einige andere), ihre Romane „Lichtblaue Sommernächte“ und die „Silberschwingen“-Dilogie (Band 1, Band 2) schafften es sogar in meine Jahreshighlights 2016 und 2018.

51qk4792x5L._SX337_BO1204203200_Bei seinen Kollegen der Wache 21 gilt der attraktive Leonhard Rindisbacher als Womanizer des Trupps. Der sportliche Blondschopf macht einen großen Bogen um feste Beziehungen, lässt aber ansonsten nichts anbrennen. Auch als Leo auf die ehrgeizige Journalistin Caro trifft, die leichtsinnigerweise an den Brandorten auftaucht, um über den Brandstifter zu berichten, der München seit geraumer Zeit in Angst und Schrecken versetzt, fliegen die Funken. Die Jagd nach der Story des Jahres bringt Caro dabei nicht nur dem verführerischen Leo näher, sondern weckt auch die Aufmerksamkeit des Feuerdämons und bringt sie in tödliche Gefahr …

„Hearts on Fire – Leo“ ist – wie auch so vom Verlag beworben – unabhängig von den anderen Bänden der Reihe lesbar. Die Geschichte, insbesondere die Love Story, ist in sich abgeschlossen, allerdings sind durchaus – was in Bezug auf die handelnden Personen auch gar nicht anders geht – Querverbindungen und Bezüge zu den vorherigen Bänden vorhanden, mit denen man sich auch spoilern könnte. Daher würde ich schon empfehlen, wenn möglich, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Das Setting in der Münchener Feuerwache mit den einzelnen Brandorten ist stimmig und zeugt von umfassender Recherche, zu der die Autorin auch im Rahmen der Danksagung etwas berichtet. Zudem ist die Handlung spannend und rasant, zugleich aber auch witzig und emotional – Emily Bold nimmt den Leser mit auf eine Gefühlsachterbahn, die ihn an das Buch fesselt. Dabei sorgt auch der flüssige, leichte und humorvolle Schreibstil der Autorin dafür, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte.

Das Buch wird aus den personalen Erzählperspektiven von Leo und Caro erzählt. Auch wenn ich mir eine Ich-Perspektive gewünscht hätte, ist man dennoch nah genug an den Protagonisten, um zu ihnen eine Bindung aufzubauen, sich mit ihnen identifizieren zu können. Dabei entwickeln sie sich auch im Laufe der Zeit weiter, haben Stärken und Schwächen und sind vielschichtig angelegt. Durch die anderen Bände der Reihe hat man zudem die Möglichkeit, über einige der interessanten Nebencharaktere mehr zu erfahren.

Naturgemäß treten in einem Buch über eine Feuerwache im Einsatz auch schwere Themen auf. Der Autorin gelingt es jedoch, diese nicht überhand nehmen zu lassen. So wird die Balance gut gehalten und der Fokus nie von der Liebesgeschichte weggerückt, obwohl in diesem Teil die alle Bände umfassende Kriminalgeschichte ihren Höhepunkt findet.

Die Buchgestaltung überzeugt auf ganzer Linie. Lektorat, Korrektorat und Satz haben sauber gearbeitet und das Cover ist farblich wunderschön und passt sich gut in das Gesamtgefüge der Reihe ein, das einen hohen Wiedererkennungswert und ein einheitliches Gesamtbild bietet.

Mein Fazit? „Hearts on Fire: Leo“ ist ein in allen Punkten überzeugender Liebesroman, der vor allem durch seine spannende und humorvolle Handlung und ein tolles Setting überzeugt. Für Leser des Genres bedenkenlos zu empfehlen – auch als Standalone, allerdings würde ich den Lesern die ganze Serie in der richtigen Reihenfolge ans Herz legen.

Höllisch heiße Buchpost

Gestern erreichte mich erneut Buchpost – vielen Dank an dieser Stelle an die großartige Emily Bold und den Verlag Montlake Romance! Diese Gelegenheit nutzte ich direkt, um eine neue Bild-App zur Aufbereitung des Photos auszuprobieren. Was dabei herausgekommen ist – und was im Paket enthalten war, sehr ihr hier :).

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Natürlich möchte ich Euch auch das Aussehen des hübschen Paketes nicht vorenthalten – zusammen mit dem unbearbeiteten Photo.

Jetzt bin ich schon sehr auf „Leo“ gespannt – und werde das Buch natürlich dann auch noch genauer hier vorstellen. Wer von Euch kennt es schon?

[Buchgedanken] Anna Fischer: „Herz im Schneegestöber“

In der letzten Zeit habe ich „Herz im Schneegestöber“ von Anna Fischer gelesen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares. Das Buch ist 2019 bei Montlake Romance, Amazon Media EU S.à r.l. erschienen und dem Genre Liebesroman zuzurechnen. Das Buch ist der vierte Band der – nicht zusammenhängenden und jeweils eigenständig lesbaren – Herz-Romane von Anna Fischer. Bereits erschienen sind: „Herz in Reparatur“, „Herz sucht Callboy“ und „Herz trifft Prinz“.

51t357jQSkLWie jedes Jahr will Umweltaktivistin Josie Weihnachten bei ihrer Familie in den USA verbringen. Auf dem Weg dorthin macht sie unfreiwillig Bekanntschaft mit dem gut aussehenden, aber arroganten Finanzmanager Adam Harper. Sehr schnell prallen ihre Weltanschauungen aufeinander. Dann legt auch noch ein Jahrhundert-Schneesturm den gesamten Flugverkehr lahm. Weil Josie es zu Weihnachten nach Hause schaffen und Adam zu seinem wichtigen Geschäftstermin kommen will, schließt das ungleiche Paar notgedrungen Waffenstillstand und begibt sich auf einen abenteuerlichen Roadtrip. Und plötzlich kommen bei beiden wider Erwarten mitten im Schneegestöber Frühlingsgefühle auf …

„Herz im Schneegestöber“ ist der ideale Begleiter für die anbrechende Weihnachtszeit. Ein Feel-Good-Roman mit Tiefgang, der sich nicht scheut, auch schwierige Themen anzusprechen. Dabei verliert er jedoch nie den auf die Beziehung der Protagonisten gerichteten Fokus. Auch wenn mir das Buch dabei an manchen Stellen fast zu moralisch, fast zu belehrend daherkommt, ist es doch wichtig, gerade in der heutigen Zeit, über das Thema Umwelt zu schreiben – elegant verpackt in der Figur von Josie – und alternative Lebensentwürfe aufzuzeigen.

Dagegen punktet der Roman vor allem durch das malerische Setting. So erlaubt es das Buch dem Leser, durch Nordamerika zu reisen, verschiedenste Städte, Plätze und Menschen kennenzulernen. So abstrus die Wendungen teils auch sein mögen, so gelungen porträtiert die Autorin die Begleiter, die Josie und Adam auf ihrer Reise treffen – sinnbildlich für die vielschichtige Gesellschaft.

Die Figuren der Handlung sind mehrdimensional angelegt und entwickeln sich konsequent weiter. Auch wenn mir das fast zu schnell geht, ist dies im Zweifel der Extremsituation geschuldet – und dem erwartbaren Ende, auf das der Roman unweigerlich zusteuern muss. Insbesondere gefallen mir daher die Nebenfiguren, die mit viel Liebe zum Detail dargestellt werden.

Die Buchgestaltung überzeugt weitgehend. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben sauber gearbeitet. Auch das Cover und der Buchrücken sind schön angesehen, wenn mir auch erneut etwas der Bezug zur Handlung fehlt, auf die man hier noch stärker hätte eingehen können. Insgesamt fügt sich das Cover jedoch gut in die Reihe ein und sorgt somit für einen hohen Wiedererkennungswert.

Mein Fazit? „Herz im Schneegestöber“ ist ein gelungener Liebesroman – und ein idealer Begleiter für die Weihnachtszeit. Dabei kann das Buch vor allem mit einem zauberhaften Setting punkten, das es dem Leser ermöglicht, sich wegzuträumen. Für Liebhaber des Genres bedenkenlos zu empfehlen.

 

Neue Buchpost – Teil 1

Noch während der Messe erreichte mich gleich doppelte Buchpost. Heute möchte ich Euch den ersten Teil davon vorstellen: „Herz im Schneegestöber“ von Anna Fischer. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag Montlake Romance für das Rezensionsexemplar.

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„Herz im Schneegestöber“ ist der vierte und abschließende Band der „Herz“-Reihe der Autorin – jeder Band kann hier eigenständig gelesen werden. Die anderen drei Bände, „Herz in Reparatur„, „Herz sucht Callboy“ und „Herz trifft Prinz„, gefielen mir ausnehmend gut. Daher bin ich schon ganz gespannt, welche tolle, weihnachtliche Feel-Good-Story mich in „Herz im Schneegestöber“ erwartet.

[FBM2019] Tag 2 – Von strahlenden Siegern und neuen Bekanntschaften

Und schon ist der zweite Messetag vorbei – die Ruhe vor dem Sturm. Dabei standen am heutigen Donnerstag Treffen mit Freunden und Kollegen im Fokus. So hat es mich sehr gefreut, endlich mal persönlich die Autorin Erya Veger kennenzulernen, oder auch Manuela Schörghofer wiederzusehen. Spontan hat es zudem noch mit einem Treffen mit Lilly London geklappt :). Und endlich – ja endlich – habe ich auch Julia Adrian wiedergetroffen, und mir direkt zwei Exemplare ihres neuesten Wälzers „Winters zerbrechlicher Fluch“ signieren lassen (ja richtig: zwei Stück – also wachsam bleiben :D).

20191017_101220Nichtsdestotrotz habe ich zumindest auch noch einige Veranstaltungen besucht. Den Anfang am Vormittag machte die Verlagspräsentation von Amazon Publishing. Dort wurden nicht nur die fünf Imprints, sondern auch die Möglichkeiten und Vorteile einer Zusammenarbeit mit Amazon Publishing vorgestellt und angepriesen.

20191017_115608Ebenfalls noch am Vormittag besuchte ich dann die Präsentation von Sascha Lobos neuestem Werk „Realitätsschock“ am Stand der Süddeutschen Zeitung. Mit mahnenden Worten wurde auf die Probleme hingewiesen, vor denen die Gesellschaft im 21. Jahrhundert steht, auch wenn Sascha Lobo selbst zugab, keine Lösungen anbieten zu können.

Am Nachmittag folgte dann das Veranstaltungshighlight des Tages: die Verleihung des Kindle Storyteller Awards sowie des Storyteller X Awards. Den Storytelleraward gewann Jutta Maria Herrmann mit dem Psychothriller „Böse bist du“, über den Storyteller X Award durfte sich Jule Markwald mit dem Titel „Das Regenbogen Märchenbuch“ freuen. Im Anschluss signierten die Autoren fleißig die Bücher, neben den drei Finalisten des Storyteller Awards nahm ich mir vom Storyteller X Award noch „Glatt und Verkehrt, Prosa & Lyrik“ von der Shortlist mit.

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20191017_154709Als letzten Programmpunkt besuchte ich im Anschluss die Buchvorstellung von Jussi Adler-Olsen am Stand des SPIEGEL. Dort stellte der Autor seinen neuesten Roman „Opfer 2117“ vor, der zudem direkt in dieser Woche auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste eingestiegen ist.

Am Freitag erwarten mich neben einigen kleineren Veranstaltungen unter anderem die Bloggertreffen von Kiepenheuer & Witsch und Blanvalet, sowie die Abendveranstaltung #bookmeetspizza. Das wird ein langer Tag!

[Buchgedanken] Anna Fischer: „Herz trifft Prinz“

In der letzten Zeit habe ich Anna Fischers neuesten Herz-Roman gelesen – vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. „Herz trifft Prinz“ wurde 2019 bei Montlake Romance, Amazon Media EU S.à r.l. veröffentlicht und ist dem Genre Liebesroman zuzuordnen. Meine Besprechungen zu den anderen – eigenständigen – Romanen der Reihe findet ihr hier („Herz in Reparatur“, „Herz sucht Callboy“).

51U0heA59ZLEllen hat nicht nur Pech in der Liebe, sondern auch in ihrem Job als Journalistin. Denn heutzutage wird immer mehr auf die Sensationsgier der Leser gesetzt. Statt über berührende Erlebnisse zu berichten, zwingt Ellens Konto sie dazu, Banales über Stars und Sternchen zu schreiben. Als Ellen dahinterkommt, dass der charmante Hot-Dog-Verkäufer Jamal in Wahrheit ein Prinz aus der Südsee ist, der Inkognito in San Francisco lebt, glaubt sie, die passende Geschichte liefern zu können. Ihre begeisterte Chefin möchte allerdings kein simples Portrait, sondern eine intime Undercover-Lovestory. Trotz moralischer Bedenken überredet Ellen den ahnungslosen Jamal zu einer Tour durch Kalifornien. Doch dabei entwickeln sich unerwartet Gefühle und sorgen auf beiden Seiten für ziemliches Chaos …

„Herz trifft Prinz“ ist nicht nur eine charmante und erfrischende Liebesgeschichte, sondern auch eine leichte Anklage an die heutige Medienwelt, an Sensationsjournalismus und die Relevanz von Klickzahlen. Es prangert das Fehlen ethischer Grundsätze im Journalismus an und bedauert die fehlende Fokussierung auf relevante Inhalte. Dabei wird der Roman jedoch nicht allzu belehrend, nicht zu sehr gesellschaftskritisch und verliert den Fokus zur zugrundeliegenden Liebesgeschichte nicht.

Auch wenn die Handlung genrebedingt vorhersehbar ist und – trotz einiger unerwarteter Wendepunkte ohne allzugroße Überraschungen auskommt, gelingt es Anna Fischer doch, die Spannung dauerhaft zu halten, den Leser an die Seiten zu fesseln. Dies liegt zum  einen an der perfekten Wahl der Erzählperspektive (Ich-Erzähler aus Ellens Sicht) und zum anderen an dem – insbesondere in Dialogen – lockeren und frischen Schreibstil, der die Chemie und Harmonie zwischen den Figuren perfekt transportiert.

Das Setting ist malerisch und sorgt dafür, dass der Leser sich nach Kalifornien träumt. Tolle Sehenswürdigkeiten, spannende Gegensätze und illustre Figuren – die Autorin fängt in ihren Beschreibungen ein Panorama des amerikanischen Lebensgefühl ein und lässt den Leser zusammen mit den Charakteren daran teilhaben. Diese sind zudem vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, Motive und Ziele. Allerdings kommen aus meiner Sicht dieses Mal die Nebencharaktere etwas zu kurz. Ich hätte gern noch mehr von Sharky, noch mehr von Rosita, Ben und allen anderen erfahren. Auch wenn es wie ein leichter Widerspruch klingt – da dort doch gerade einige Nebenfiguren wieder auftauchen – werde ich auch mit dem Epilog nicht so ganz warm und hätte das Buch gern mit dem letzten Kapitel enden lassen.

Die Buchgestaltung ist im wesentlichen gelungen – Satz, Korrektorat und Lektorat haben ordentlich gearbeitet und nur kleinste Fehler übersehen. Das Cover passt sich gut in die Reihe ein und sorgt für eine hohen Wiedererkennungswert. Mir fehlt allerdings etwas der Bezug zur Story. Klar war es – unter Berücksichtigung der Reihencover – nicht möglich, die unglaublichen Orte, die die Protagonisten besucht haben, in den Hintergrund zu packen. Wenn jedoch der männliche Protagonist dunkelhäutig ist, hätte ich mir gewünscht, dies auch auf dem Cover widergespiegelt zu sehen.

Mein Fazit? „Herz trifft Prinz“ ist eine lockere, erfrischende Liebesgeschichte mit leicht gesellschaftskritischen Anklängen, die vor allem durch ein malerisches Setting und die Harmonie zwischen den Charakteren begeistert. Für Genreliebhaber bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Anna Fischer: „Herz in Reparatur“

Pünktlich zum dritten Advent habe ich heute eine neue Buchvorstellung für euch! In den letzten Tagen habe ich den Liebesroman „Herz in Reparatur“ von Anna Fischer gelesen. Die Neuauflage des Buches ist 2018 bei Montlake Romance, Amazon Media EU S.à r.l. veröffentlicht worden, die Originalausgabe erschien unter dem gleichen Titel 2017 im Selfpublishing. Vielen Dank an dieser Stelle an den Verlag und die Autorin für die Bereitstellung eines Leseexemplares.

41rYCEGrCZL._SX337_BO1204203200_Nachdem die ehrgeizige TV-Redakteurin Emma von Carl verlassen wurde, plagt sie der Liebeskummer. Als ihr Chefredakteur dann auch noch ihr Konzept für eine Literatursendung ablehnt, und stattdessen verlangt, dass sie den ehemaligen Baseball-Star Matt MacKenzie das Einmaleins des Journalismus lehrt, gerät Emmas Leben völlig aus den Fugen. Lieber würde sie einem Affen das Sprechen beibringen wollen, als für diesen selbstverliebten Macho den Babysitter zu spielen. Doch da der Sender auf ihre Hilfe angewiesen ist, schließt sie mit Matt einen Deal: Im Gegenzug für das Journalismuscoaching bringt er Emma bei, was Männer wirklich wollen, damit sie Carls Herz zurückerobern kann.

„Herz in Reparatur“ ist ein zauberhaftes Feel-Good-Buch mit einigen unerwarteten Twists, die den Leser immer mal wieder vom, genrebedingt vorhersehbaren, Handlungsablauf abbringen. Auch wenn das (malerische) Setting in Kalifornien eher sommerlich wirkt, ist der Roman auch ein idealer Begleiter für die Weihnachtszeit. Freundschaft, Liebe und die Rückbesinnung auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben sind die zentralen Motive, die die Hauptfigur Emma nicht nur wiederfinden, sondern erst lernen und verinnerlichen muss.

Durch die perfekt gewählte Erzählperspektive (der Roman wird ausschließlich aus der Ich-Perspektive von Emma erzählt), gelingt es der Autorin, dass der Leser sich gut mit Emma identifizieren kann, sich mit ihr freut, mit ihr leidet – und ja, sie auch gelegentlich mal durchrütteln möchte. Ohnehin sind die Figuren vielschichtig und dreidimensional angelegt, haben Stärken und Schwächen und entwickeln sich – insbesondere Emma – im Laufe des Romanes weiter. Meine heimlichen Favoriten sind Burke und Victoria, beim etwas zu perfekten Matt MacKenzie hätte ich mir allerdings ein paar mehr Ecken und Kanten gewünscht.

Anna Fischers Schreibstil ist dabei leicht und flüssig zu lesen. Er transportiert die Gefühle zum Leser und sorgt dafür, dass man in die Geschichte gezogen wird. Gerade in den Dialogen findet sich dann auch die ein oder andere humorvolle Situation, die die Handlung auflockert. Erfrischend fand ich auch, dass mit Emma eine Protagonistin für den Roman gewählt wurde, die das dreißigste Lebensjahr bereits überschritten hat, die fest im Beruf verankert ist und über einiges an Lebenserfahrung verfügt.

Auch die Schwerpunktsetzung hat mich überrascht. Im Gegensatz zu dem immer stärker werdenden Trend in New-Adult- und Liebesromanen, wurden hier der komplette Fokus auf die Gefühle der Protagonisten gelegt und erotische Szenen lediglich vage angedeutet und komplett ausgeblendet – was mir ausnehmend gut gefallen und ideal in die Geschichte gepasst hat.

Die Buchgestaltung ist insgesamt gelungen. Lektorat und Korrektorat haben überzeugend gearbeitet, lediglich der Satz hat minimale Schwächen, die aber auch eher dem persönlichen Geschmack geschuldet sind. Das Cover ist hübsch, ich hätte mir aber etwas mehr Kreativität, etwas mehr Bezug zum Inhalt gewünscht.

Mein Fazit? „Herz in Reparatur“ ist ein überwiegend gelungener Liebesroman, der durch das malerische Setting und tolle Charaktere begeistert. Ein idealer Begleiter für den Urlaub oder für die Weihnachtszeit mit Feel-Good-Garantie – für Liebesromanleser bedenkenlos zu empfehlen.

[FBM2018] Tag 3 – Von imaginären Freunden und musizierenden Bäumen

20181012_110645Bevor es heute in das stressige Wochenende auf der Messe geht, habe ich es auch gestern noch einmal etwas ruhiger angehen lassen und schlenderte erstmal etwas durch die Hallen, bevor ich meine erste Veranstaltung besuchte. Der Kabarettist und Demotivationstrainer Nico Semsrott – auch für die ZDF Heute Show tätig und Kandidat der Partei „Die Partei“ für die Europawahl 2019 – präsentierte den „Kalender des Scheiterns“, und trug zugleich Auszüge seiner Programme vor. Erwartungsgemäß sehr lustig – und bereits jetzt ein kleines Highlight meines Messejahres.

20181012_121232Im Anschluss besuchte ich eine Buchvorstellung von Juli Zeh, deren neuer Roman „Neujahr“ vor drei Wochen veröffentlicht wurde und bereits auf Platz 1 der Spiegel-Bestsellerliste stand. Mit viel Witz stellte sich die Autorin den Fragen des Moderators. Das Publikumsinteresse war riesig – die erste wirklich überfüllte Veranstaltung, die ich besucht habe. Ob das allerdings ihren Büchern, oder vielmehr den neuen politischen Nachrichten aus Brandenburg geschuldet ist, kann ich nicht abschließend beurteilen.

20181012_124509Direkt danach ging es für mich bei einer Lesung am Amazon-Publishing stand weiter. Die Erfolgsautorin Ellin Carsta (auch Petra Mattfeldt und Caren Benedikt) las aus ihrem historischen Roman „Die heimliche Heilerin“, eine Lektorin von Amazon Crossing aus der englischen Übersetzung „The Secret Healer“. Spannend waren vor allem die extremen Unterschiede in den Coverversionen der Ausgaben in beiden Ländern, die vor allem mit dort herrschenden unterschiedlichen Trends und Vorlieben seitens des Verlages begründet worden sind.

20181012_130819Dann war es auch bereits Zeit für ein Kinderbuch. „Snuffi Hartenstein und sein ziemlich dicker Freund“ heißt das neue Werk des „Sams“-Autors Paul Maar. Zusammen mit der Illustratorin und der Lektorin präsentierte er das Buch und las einige Passagen vor – es wurden auch ausgewählte Bilder gezeigt. Zudem wurde etwas über die Entstehungsgeschichte und über Schwierigkeiten bei der Illustration von imaginären Freunden in verschiedenen Dimensionen geplaudert. Dabei machte vor allem Paul Maar einen unglaublich sympathischen und geerdeten Eindruck.

20181012_165005Als letzte Veranstaltung des Tages wollte ich eigentlich eine Diskussion mit Denis Yücel besuchen, doch da der Pavillon bereits wegen Überfüllung geschlossen war, nahm ich an einem Gespräch mit dem amerikanischen Autoren Paul Beatty zu seinem Buch „Der Verräter“ teil, für das der Autor 2016 den „Man Booker Prize“ erhielt. Auffallend war, dass der Autor mit den hochgestochenen, teils gesellschaftspolitischen Fragen, vor allem zur Political Correctness, des Moderators – der anscheinend zu viel in das Buch hineininterpretiert hat – wenig anfangen konnte. Umso sympathischer und ehrlicher war der Auftritt des Autoren, der schlichtweg betonte, dass er einfach nur das richtige Wort genutzt hat, um Dinge zu beschreiben, ohne sich über Interpretationsspielräume und Provokationen Gedanken zu machen.

Da ich zwischen den Veranstaltungen viel Zeit hatte, besuchte ich unter anderem ein kurzes Meet & Greet mit Caroline Brinkmann (da ich das Buch vergessen hatte, kommt heute noch eines), eine Signierstunde zur neuen Anthologie beim Drachenmond Verlag und spontan eine Signierstunde von Ralph Ruthe, der mir einen musizierenden Baum in einen Collegeblock zeichnete. Besonders freute mich auch, im offiziellen Mira-Programm für den Herbst/Winter auf zwei Seiten die Vorschau zu „Die Klosterbraut“ zu finden, ein im Januar erscheinender Roman von Manuela Schörghofer. Die Bilder davon reiche ich Euch in den Messeimpressionen nach der Messe nach, sie würden sonst den Post hier sprengen.

Am heutigen Messesamstag freue ich mich – neben der Abendveranstaltung mit Otto Waalkes – vor allem auf Halo Summer, deren Roman Aschenkindel eines meiner Jahreshighlights 2016 war.

[FBM2018] Tag 1 – Ein Auftakt nach Plan

Endlich Buchmesse, endlich Mittwoch. Auch wenn es bereits heute so viele interessante Termine gab, ließ ich es doch insgesamt ruhig angehen, um nicht gleich alle Kraftreserven für die Woche zu verschwenden.

Nachdem ich um 5 aufgestanden war und noch eine Rezension geschrieben hatte, ging es um 6:50 für mich los Richtung Frankfurt – und pünktlich kurz vor neun Uhr betrat ich die heiligen 20181010_102150(0)Hallen. Nachdem ich mich etwas umgesehen hatte, ging es auch direkt zur ersten Veranstaltung des Tages: „The Art of Dressmaking“. darkdirndl, ein preisgekröntes deutsches Kostümstudio, stellte eine Rekonstruktion der Diamond Jubilee Robe von Queen Victoria vor. Da ich zu dem frühen Zeitpunkt der einzige Besucher am Stand war, nahm sich die Inhaberin viel Zeit, um auf alle meine Fragen zu antworten, und mir eine Ausstellung des Studios mit dem Namen „Story Behind the Dress“ ans Herz zu legen. Hochinteressant – sowohl für Mode, als auch für Geschichtsliebhaber.

20181010_113808Im Anschluss nahm ich mir die Zeit, Freunde und Bekannte zu treffen, zum Beispiel die Autorin Anna Hinz, und besuchte auch den Kunstanstifter Verlag. Danach ging es zur obligatorischen Vorstellung des diesjährigen Trägers des deutschen Buchpreises auf dem blauen Sofa. Inger-Maria Mahlke erzählte von ihrem Roman „Archipel“ und las auch eine kurze Passage, die so kraftvoll, so prägnant, aber vor allem so melodisch war. Da saß jedes Wort, jede Silbe passte sich in den Lesefluss ein. In jedem Fall eine würdige Preisträgerin, und eine ganz, ganz starke literarische Stimme.

20181010_130837(0)Nachdem ich etwas durch Halle 3.0 geschlendert war, und ganz viele Fotos gemacht habe, besuchte ich meinen letzten Termin am Vormittag. Die Autorin und Journalistin Evi Simeoni stellte bei der FAZ das Buch „Vier Beine tragen meine Seele“ vor, das sie zusammen mit der überragenden Dressurreiterin Isabell Werth geschrieben hat. Es ist gleichsam eine Chronik von Isabells Leben, als auch eine Betrachtung des Dressursports der letzten Jahrzehnte. Eine Geschichte, von einer so starken Verbindung von Mensch und Tier, die einzigartig ist, und daher unnachahmliche Erfolge hervorgebracht hat. Auf diese Veranstaltung hatte ich mich als Pferdefan schon lange gefreut – und wer weiß, vielleicht zieht das Buch demnächst auch irgendwann bei mir ein.

20181010_165208Im Anschluss machte ich eine längere Pause, unterhielt mich mit anderen Autoren und Bloggern, aß etwas und genoss das Gefühl, auf der Messe zu sein, die heute noch angenehm leer war. Am frühen Nachmittag besuchte ich ein Meet & Greet, das spontan in meinen Kalender gerutscht war, nachdem sich die Bestsellerautorin der Valerie-Lane-Reihe Manuela Inusa kurzfristig für einen Messebesuch entschieden hatte. Manuelas Bücher lese ich mittlerweile seit Jahren, und freute mich daher umso mehr, mit einigen anderen Bloggern zusammen mit ihr mal wieder ins Gespräch zu kommen. Aufgrund der tollen Atmosphäre wurden aus der geplanten halben Stunde schnell zwei Stunden, bevor wir alle zu weiteren Terminen aufbrachen. Im Anschluss stieß ich bei Amazon 20181010_174753Publishing auf Petra Durst-Benning an, die den Meilenstein von 1.000.000 Lesern im englischsprachigen Raum über Amazon Crossing erreicht hat, feierte bei Carlsen den gelungenen Messeauftakt, und ließ bei georgischem Weißwein und Livemusik (Jazzpiano) den Messetag geruhsam ausklingen, bevor ich mich auf den Rückweg machte (und bereits am ersten Tag Verspätung hatte).

Obwohl es heute „nur“ mit der Fahrt 14 entspannte Stunden waren – das wird an den Tagen mit Abendveranstaltungen und/oder Besuchermassen noch ungleich anstrengender – bin ich doch leicht müde :). Morgen freue ich mich auf Signierstunden beim Drachenmond Verlag, die Verleihung des Kindle Storyteller Awards und die ein oder andere Buchvorstellung. Die restlichen Fotos, die ich außerhalb der Veranstaltungen geschossen habe, werde ich Euch nach der Woche in mehreren Galerien zeigen – hier würden sie den Artikel sprengen.

 

[Buchgedanken] Emily Bold: „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“

In den letzten Tagen habe ich den Roman „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“ gelesen – bereits mein 5. Buch der fabelhaften Autorin Emily Bold. Der Roman ist 2017 bei Montlake Romance, Amazon Media EU S.à r.l. erschienen und dem Genre Liebesroman zuzurechnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmals an Amazon Publishing für die Bereitstellung des Freiexemplars auf der Leipziger Buchmese 2017 – leider lag es etwas auf dem SuB). Meine bisherigen Highlights von Emily sind „Lichtblaue Sommernächte“ (auch enthalten in meinen Jahreshighlights 2016) und das kürzlich besprochene Buch „Silberschwingen: Erbin des Lichts“.

61rfpgz8bkl-_sx337_bo1204203200_Nachdem sie den Krebs besiegt hat, kehrt Avery Davis in den Ort ihrer Kindheit zurück. Verlassen von ihrem Freund und ohne Job, steht sie vor den Trümmern ihres Lebens. Zurück im Haus ihrer Eltern wagt sie den Neuanfang. Doch dieser wird dadurch verkompliziert, dass sie ihrer Jugendliebe Mason King in die Arme läuft. Gutaussehend und erfolgreich, lässt der Cowboy die Herzen jeder Frau höher schlagen, und weckt in Avery längst vergessene Gefühle. Doch wie könnte sie sich je auf ihn einlassen? Auf einen Mann, der bei jedem Ritt sein Leben, seine Gesundheit aufs Spiel setzt, und nie wird verstehen können, wie hart sie um ihr eigenes Leben gekämpft hat.

„Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“ ist ein idealer Begleiter, um dem Alltag zu entfliehen. Mit Avery und Mason taucht man in eine zwar vorhersehbare, aber doch locker-leichte Liebesgeschichte zum Wohlfühlen ein. Zwar werden durchaus schwere Themen angerissen – Kernpunkt des Romanes ist und bleibt aber die Romanze zwischen den Protagonisten. Mit unerwarteten Wendungen und Spannungsspitzen gelingt es der Autorin, den beiden Verliebten regelmäßig Steine in den Weg zu legen, was – nicht nur bei den Protagonisten – für ein Gefühlschaos sorgt.

Der Roman glänzt durch ein zauberhaftes Setting. Ein Dorf im ländlichen Amerika, Berge, Schneetreiben, Viehtrieb, eine Wildtierstation – so stellt man sich die ideale Kulisse, für einen Liebesroman um einen Cowboy vor. Dabei gelingt es der Autorin, trotzdem nicht ins Klischee abzurutschen. Mit kleinen, aber feinen Unterschieden hebt sie die Handlung aus der Masse gleichartiger Geschichten heraus. Und obwohl man im Endeffekt weiß, was passieren wird, schafft es Emily Bold doch, einen an die Seiten zu fesseln.

Die Protagonisten der Geschichte haben Stärken und Schwächen, sind vielschichtig aufgebaut und entwickeln sich, gerade Mason, weiter. Aus meiner Sicht hätte es sich aber durchaus angeboten, die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Avery zu erzählen, um dem Leser (beziehungsweise in aller Regel ja die Leserin) eine noch stärkere Identifikation mit ihr zu ermöglichen. Auch die Nebencharaktere sind dreidimensional angelegt und besitzen eigene Handlungsstränge, die mir allerdings teilweise unzureichend aufgelöst werden.

Lektorat und Korrektorat haben solide gearbeitet, kleinere Fehler sind vorhanden, mindern aber den Lesefluss keinesfalls. Cover und Buchsatz sind gelungen, wenn auch unauffällig. Hier hätte ich mir noch etwas mehr Mut, etwas mehr Kreativität gewünscht. Schön finde ich es hingegen, dass sich das Coverbild über den kompletten Buchumschlag erstreckt, es nahtlos zum Buchrücken und zur Coverrückseite übergeht.

Mein Fazit? „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“ ist ein locker-leichter Liebesroman, der vorhersehbar ist, aber nicht ins Klischee abrutscht, und mit einem tollen Setting und vielschichtigen Protagonisten glänzen kann. Ein idealer Urlaubsbegleiter – für Liebesromanleser bedenkenlos zu empfehlen.