[FBM2022] Tag 5 – Viel zu schnell ist alles vorbei

Gestern endete leider schon die Frankfurter Buchmesse für dieses Jahr – und der Messeblues (aber auch die Erholung) setzt so langsam ein. Daher lasse ich den Tag gern noch einmal Revue passieren, mit: Wladimir Kaminer, Stefanie Hasse, Nina MacKay, Elise Kova, Anna Ruhe, Wigald Boning und Horst Evers.

Der Sonntag begann dabei für mich mit der Vorstellung von „Wie sage ich es meiner Mutter“ von Wladimir Kaminer. Wie immer unglaublich witzig, erzählte Kaminer einige Anekoten aus seinem Leben und beschrieb, wie er als Übersetzer zwischen seinen Kindern und seiner Mutter Generationen überbrückt. Immer wieder toll – und ein Pflichttermin, sollte ich ihn mal wieder in einem Messeprogramm finden.

Im Anschluss stellte Stefanie Hasse für den Oetinger Verlag ihr, zusammen mit Julia K. Stein geschriebenes, Buch „Time Travel Academy – Auftrag jenseits der Zeit“ vor, las einige Passagen aus dem Auftaktband der Reihe und sprach über das gemeinsame Schreiben, Plotten und Recherchieren zusammen mit Julia. Bevor es dann zum nächsten Termin ging, ließ ich mir noch schnell von Elise Kova, der internationalen Bestsellerautorin, „Air Awoken“, den Auftaktband der „Chroniken von Solaris“ signieren.

Dann stand auch schon die Vorstellung der Dilogie „Legends Academy“ von Nina MacKay am Stand des Ravensburger Verlags an, die Hörbuchsprecherin Pia-Rhona Saxe las zudem einige Passagen. Nina und Pia plauderten zwischen den Lesestellen über ihre Lieblingsfiguren, die verschiedenen Krafttypen und die Inspiration zu dem Buch – unglaublich spannend und informativ.

Mein Nachmittag begann mit einer kurzen Signierstunde von Anna Ruhe, von der ich mir „Die Duftapotheke 1. Ein Geheimnis liegt in der Luft“ signieren ließ, bevor es mich zur ARD Bühne zog, auf der Horst Evers im Gesprach mit Selma Üsük sein Buch „Bumm! Kriminalgeschichten“ vorstellte, eine Sammlung von sechs abgeschlossenen Kurzkrimis, die alle ein roter Faden verbindet.

Mein Programm endete im Anschluss mit einem weiteren Termin auf der ARD Bühne. Dieses Mal nahm niemand Geringeres als Wigald Boning Platz auf dem Podium und stellte sein neuestes Buch „Der Fußgänger“ vor, aus dem er auch eine kurze Passage las. Im Gespräch mit Gitta Severloh erzählte er dabei auch aus seinem Leben, seiner Faszination fürs Laufen, Gehen und Wandern, sprach über seine ersten Kindheitserinnerungen und noch anstehende Laufprojekte in der Zukunft. Bis zum Messegong schlenderte ich dann noch durch die Hallen, und sog die letzten Eindrücke auf. Frankfurt, ich vermisse dich jetzt schon!

[FBM2022] Tag 4 – Viel Licht und wenig Schatten

Gestern fand der in jedem Jahr chaotischte Messetag statt: der Samstag – teils war in den Gängen gar kein Durchkommen mehr. Umso erfreuter war ich, dass ich mein Programm nahezu komplett erledigen und so einen schönen und erfolgreichen Messetag verbringen konnte, mit: Diane Kruger, Vince Ebert, Liao Yiwu, Palina Rojinski, Markus Heitz, Lena Kiefer, Stella Tack, Anna Benning und Anne Lück.

Dabei war mein Programm im Wesentlichen zweigeteilt, am Vormittag ein abwechslungsreicher Strauß an Veranstaltungen – und nachmittags ging es dann zu Signierstunden und Meet & Greets. Den Beginn machte dabei Weltstar Diane Kruger, die auf dem Blauen Sofa ihr Kinderbuch „Dein Name“ vorstellte, und über ihre eigene Kindheit und ihre Tochter sprach. Ein unglaublich toller Auftritt, der mich eigentlich dazu inspirierte, spontan ihre Signierstunde mit einzuplanen – doch dazu später mehr ;).

Danach ging es weiter zur ARD-Bühne, auf der Vince Ebert Platz nahm und im Gespräch mit Tobias Ranft sein Buch „Lichtblick statt Blackout“ vorstellte. Mit dem Moderator entbrannte dabei eine Diskussion über Klima-, Umweltschutz, Atomkraft und fossile Energien sowie den Innovationsstandort Deutschland, die teils etwas aus dem Ruder lief, aber nichtsdestotrotz sehr interessant war.

Zum Abschluss des Veranstaltungsblocks stellte auf der ARD-Bühne der frühere Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels Liao Yiwu sein Buch „Wuhan“ vor, ein hochaktueller Dokumentarroman über die Pandemiezeit in China. Aus der deutschen Ausgabe las dabei die Schauspielerin und Sprecherin Johanna Marx.

Am Nachmittag – und teils zwischendurch auch schon am Vormittag – zog es mich dann zu Signierstunden und Meet & Greets. Erstaunlicherweise – und erfreulicherweise – gelang es mir dabei, mein vorgeplantes Programm komplett einzuhalten. So konnte ich Lena Kiefer, Stella Tack und Anna Benning (links) treffen, eine Signierstunde von Anne Lück (mitte) für Knaur besuchen und am großen Signiermarathon teilnehmen, bei dem ich Markus Heitz und Palina Rojinski (rechts) traf. Letztere signierte dort ihr Buch „Folge deinen Sternen“, und nahm sich Zeit für Fotos und ihre Fans – absolut sympathisch. Leider konnte ich mir jedoch kein Buch von Diane Kruger signieren lassen, da wenige Personen, bevor wir dran gewesen wären, die Stunde abgebrochen wurde – unglaublich schade. Dies war aber der einzige Wermutstropfen an einem sonst wunderschönen Messetag.

Heute steht zum Abschluss noch einmal ein eher ruhiger Tag an, mit einigem an Programm, aber eigentlich keinen Signierstunden mehr. Doch dazu dann, wie üblich, später oder am morgigen Tag mehr :).

[FBM2022] Tag 1 – Von Malern und Meistern ihres Fachs

Gestern stand endlich der erste Messetag der Frankfurter Buchmesse an. Mein Besuch stand ja bis ganz zuletzt auf der Kippe, aber nachdem ich als Punktlandung Dienstag vollständig von der Coronainfektion genesen und auch negativ getestet war, verschlug es mich doch noch rechtzeitig nach Frankfurt – zu einem Tag mit Leon Löwentraut, Sarah Sprinz, Kim de l’Horizon und Donna Leon. Den Vormittag nutzte ich dabei noch, mich zu akklimatisieren, den Pressebereich aufzusuchen und durch die Hallen zu schlendern, bevor dann am Nachmittag für mich das Programm traditionell mit einer Veranstaltung des Trägers des frisch verliehenen Buchpreises begann. Kim de l’Horizon stellte dabei auf der ARD Bühne im Gespräch mit Cécile Shortmann den prämierten Debütroman „Blutbuch“ vor und sprach über die Solidaritätsaktion mit iranischen DemonstrantInnen bei der Preisverleihung am vergangenen Montag.

Am Nachmittag dann unzweifelhaft eines der Highlights der diesjährigen Messe. Der – polarisierende – Kunstshootingstar Leon Löwentraut stellte am Stand von teNeues seinen, beim gleichen Verlag erschienenen, edlen Bildband seiner bisherigen Arbeiten vor – mit anschließendem Meet and Greet und Signierstunde. Und ich konnte einfach nicht widerstehen. Zwar bin ich nicht zwingend ein Fan moderner Kunst, Leons Arbeiten sind jedoch unglaublich farbintensiv und – vor allem – das Buch wunderschön, sodass ich mir spontan eines zugelegt und das Buchmessebudget und den Platz im Koffer damit bereits arg strapaziert habe.

Da sich Leon zudem fast 90 Minuten verspätete – für niemand anderes hätten die Leute wohl so lange gewartet und ihre Messepläne umgeschmissen -, fiel leider auch meine im Anschluss geplante Veranstaltung ins Wasser: ein Talk mit Sarah Sprinz und Marie Graßhoff über queere Charaktere in Jugendbüchern. Immerhin gelang es mir jedoch noch rechtzeitig, im Anschluss Sarah Sprinz abzupassen und mir von ihr die drei Bände von „Dunbridge Academy“ signieren zu lassen. Glückwunsch an dieser Stelle übrigens zu Platz 1, 5 und 16 gleichzeitig auf der dieswöchigen Spiegelbestsellerliste im Bereich Belletristik/Paperback für die Trilogie.

Den Abschluss machte dann eine absolute Ikone, eine Meisterin ihres Fachs. Donna Leon stellte auf dem Blauen Sofa ihr neuestes Buch „Ein Leben in Geschichten“ vor und plauderte aus der Vergangenheit, aus ihrer Zeit in China und dem Iran, darüber, wie es sie nach Italien verschlagen hat und wie sie Land und Leute dort liebengelernt hat. Ein wirklich gelungener Ausklang des Tages. Auch den heutigen Tag werde ich noch einmal ruhig angehen lassen, bevor ab Morgen dann mit Beginn der Pulikumstage der Messetrubel nochmal gehörig an Fahrt aufnimmt.

Und zum Ende des Beitrags hier nochmal ein Bild mit Leons wunderbarem Buch, damit rüberkommt, wie edel es gestaltet ist – und dass mir somit wirklich keine Wahl blieb :).

[FBM2021] Tag 3 – In Mannheim daheim, in der Welt zuhause

Der dritte Messetag – der erste, an dem ab 14:00 auch Privatbesucher zugelassen waren, was die Hallen direkt füllte und den Buchverkauf starten ließ – stand ganz im Zeichen von lokal verwurzelten Stars wie Sven Regener, Bülent Ceylan, Volker Kutscher und Kat Menschik, im Zeichen der in Büchern verwurzelten Elke Heidenreich und im Zeichen von Alvaro Soler, der an der Signierbox als Weltstar angekündigt war – und definitiv in der Welt zuhause ist.

Dabei begann der Tag noch ganz entspannt mit einem Gespräch auf der ARD-Bühne. Moderiert von Alex Jakubowski stellten die Illustratorin Kat Menschik und der Autor Volker Kutscher das gemeinsame Werk „Mitte“ vor, eine illustrierte Erzählung in Novellenlänge, die an die Handlung des Kutscher-Romans „Olympia“ aus dem Kosmos um Gereon Rath anknüpft, der den meisten aus „Babylon Berlin“ bekannt sein sollte. Zudem sprachen sie über das Zustandekommen der Zusammenarbeit beim damals ersten Projekt „Moabit“, die Form der täglichen Arbeit und mögliche weitere Projekte – auch wenn sie ausschlossen, dass irgendwann für jeden Berliner Stadtteil ein Werk vorliegen wird.

Im Anschluss führte mich der Programmplan zu zwei aufeinanderfolgenden Veranstaltungen auf dem Blauen Sofa. Die erste war dabei sicherlich die launigste Buchpräsentation, die das Blaue Sofa seit langem gesehen hatte, denn Sven Regener stellte sein neuestes Werk „Glitterschnitter“ vor, ein Roman aus dem Kosmos um Herrn Lehmann, der Anfang der 80er Jahre in Berlin spielt. Dabei redete er sich so in Rage, dass die Moderatorin kaum zu Wort kam, fast hilflos wirkte und irgendwann einfach Sven Regener machen ließ, was dazu führte, dass er leicht überzog, woraufhin die Moderatorin dann auch noch vergaß, den nächsten Programmpunkt anzukündigen.

Auch Elke Heidenreich, die danach ihr Buch „Hier geht’s lang! Mit Büchern von Frauen durchs Leben“ präsentierte, überzog in der Folge konsequent und noch länger (was glücklicherweise nicht zu Verzögerungen führte, da danach eine Pause eingeplant war). Dies lag aber nicht daran, dass Elke Heidenreich sehr offen über ihre Vergangenheit, ihre Familie und ihre Erkrankung sprach, frei Gedichte rezitierte oder die Autorinnen vorstellte, deren Bücher sie im Leben begleiteten, sondern war darauf zurückzuführen, dass die Moderatorin Cécile Schortmann am Ende ausführlichst noch einmal auf die medial hochgekochte Diskussion um Heidenreichs Aussagen zu Sarah Lee Heinrich zu sprechen kam.

Am Nachmittag stellte dann mit Alvaro Soler ein absoluter Weltstar in der 30-Minuten-WG für Stern und Penguin Random House sein Buch „El Mismo Sol – Unter derselben Sonne“ vor. Sehr nahbar erzählte Alvaro von seiner Jugend und wie er zur Musik gekommen ist, von seinen Anfängen im Geschäft und wie ihn der Erfolg eines Tages quasi über Nacht überrollt hat – bis hin zum gemeinsamen Auftritt mit Jennifer Lopez in Las Vegas vor 20.000 Menschen – hochspannend.

Der letzte Programmpunkt des Tages war quasi ein Heimspiel für mich. Als Heidelberger konnte ich es mir natürlich nicht entgehen lassen, den Mannheimer Comedian Bülent Ceylan zu treffen. Auf der ARD-Bühne stellte er sein Buch „Ankommen: Aber wo war ich eigentlich?“ vor, schlug dabei sehr ernste Töne an und sprach von seiner Jugend, eigenen Rassismuserfahrungen und über die derzeit übermächtige Diskussion um rechte Verlage auf der Frankfurter Buchmesse. Anschließend nahme er sich noch Zeit – um mit seinen Fans und Lesern Fotos zu machen – vielen Dank für den gelungenen Tagesabschluss.

Heute stehen einige Signierstunden (Valentina Fast, Nina MacKay) und einige weitere Veranstaltungen auf dem Plan – doch dazu später mehr :).

[FBM2021] Tag 1 – Ein Tag, ganz im Zeichen von Fanliebe und Hochkultur (Teil 1)

Den heutigen Messebericht habe ich aus guten Gründen (Ihr werdet es später sehen) zweigeteilt. Im ersten Teil möchte ich auf die Veranstaltungen eingehen, die ich an dem Tag besucht habe – mit Antje Ravik Strubel, Florian Schröder, Dmitry Glukhovsky, Eva Menasse, Lena Anlauf und Vitali Konstantinov – bevor ich im zweiten Teil meinen persönlichen Fanboy-Moment hatte. Doch dazu später mehr.

Nach einem etwas zähen Einlass und einer gemütlichen Tour durch Halle 3.0 (vielen Dank an den Ravensburger Buchverlag) für den tollen Jutebeutel), begann mein Messeprogramm traditionell mit der Präsentation des Buchpreisträgers auf dem Blauen Sofa. Antje Ravik Strubel, die für ihren Roman „Blaue Frau“ prämiert wurde, stellte das Buch vor, sprach über das Schreiben an und für sich und las eine kurze Episode aus dem Roman.

Auch meine zweite Veranstaltung führte mich zum Blauen Sofa. Im Gespräch mit Jo Schück stellte der Satiriker Florian Schröder sein Werk „Schluss mit der Meinungsfreiheit! Für mehr Hirn und weniger Hysterie“ vor und diskutierte unter anderem über die Zerschlagung von Facebook, die Wichtigkeit der Meinungsfreiheit in Abgrenzung zur Privatsphäre und die heute erneut hochgekochte Diskussion zur Einladung rechter Verlage auf der Buchmesse – ein hochemotionales Thema, das mich bereits früh am Tag erreichte, als das offizielle Statement der Messe über den Presseverteiler bei mir hereinflatterte.

Das Nachmittagsprogramm führte mich, nachdem ich Halle 3.1 erkundet habe, dann zur etwas abgelegenen ARD-Bühne, die im wunderschönen Festsaal ihren Platz gefunden hat. Dort stellte Eva Menasse ihren Roman „Dunkelblum“ vor, der das Leben in der gleichnamigen, fiktiven Gemeinde Generationen nach einem Massaker im Zweiten Weltkrieg thematisiert. Im Gespräch mit Bärbel Schäfer diskutierte die Autorin über Erinnerung, kollektives Schweigen und Zusammengehörigkeit – sehr spannend! Das Buch ist sicherlich auf mehr als einer Wunschliste gelandet.

Bevor es zur letzten Veranstaltung ging, traf ich mich mit alten Bekannten, mit der Lektorin und (in dem Fall vor allem) Autorin Lena Anlauf und dem Illustrator Vitali Konstantinov, die am Stand des Homunculus Verlags ihr gemeinsames Buch „Bartgeschichten“ bestaunten, das ich damals im Crowdfunding unterstützt habe (und endlich mal auf dem Blog besprechen muss). Ich bin schon ganz gespannt, was das nächste Projekt der beiden wird – und wäre natürlich auch wieder mit dabei :).

Zum Abschluss des Tages wurde es international. Dmitry Glukhovsky, Autor der bekannten „Metro“-Reihe, stellte im Gesprächsformat „Die 30-Minuten-WG“ für Stern und Penguin Random House seinen neuesten, postapokalyptisch-dystopischen Roman „Outpost – Der Posten“ vor, der in einem Russland nach einem Bürgerkrieg spielt und zwischen den Zeilen voller Russlandkritik steckt – ein absoluter Höhepunkt zum Tagesende. Neben dem zweiten Teil des Berichts – und den anderen Tagesposts – folgt im Laufe der Woche auch noch ein Post mit Messeimpressionen, in dem ich Euch noch viele weitere Bilder zeige :).

[FBM2020] Tag5 – Ein gelungener Abschluss

Gestern endete auch schon bereits die Frankfurter Buchmesse 2020 – und meine letzten vier Veranstaltungen standen auf dem Plan. Okay, das ist leicht geschummelt, denn ich begann den Tag damit, ein Video einer Veranstaltung vom Samstag zu schauen, die leider parallel zu Ava Reeds Livestream lief – aber ein Interview mit Margaret Atwood ist immer ein absolutes Highlight, das ich nicht auslassen kann. Humorvoll, pointiert – und mit so viel Herz und Verstand sprach sie über die aktuelle Politik, ihr Leben und ihre Projekte. Mir ist schleierhaft, warum sie Jahr für Jahr beim Literaturnobelpreis übergangen wird. Im Anschluss startete das reguläre Programm für mich mit einem Livestream der supersympathischen französischen Autorin Morgane Moncomble für den LYX-Verlag. Ihr neuestes Buch „Bad at Love“ werde ich auch in Kürze vorstellen.

Am Nachmittag nahm Cornelia Funke, aus Malibu zugeschaltet, virtuell auf der ARD-Bühne Platz und erzählte über den neuen „Reckless“-Band, ihr Leben zur Zeit der Pandemie und über ihre sonstigen Projekte. Mit im Livestream: zwei wundervolle Hunde, die für herzerwärmende Momente sorgten. Und dann stand auch schon die letzte Veranstaltung an: Eine Lesung mit Q&A im Livestream von Valentina Fast für den One Verlag. Dabei las die Autorin aus dem ersten Band ihrer „Secret Academy“-Dilogie, die unbedingt noch bei mir einziehen muss, da die Auszüge toll klangen und die Cover einfach wunderschön sind.

Wenn ich mich nicht verzählt habe, endete die FBM damit für mich nach 21 Veranstaltungen. So schön es teilweise auch war, die Autoren und Autorinnen zumindest im Stream zu sehen, und so viel Mühe wie sich die Verlage auch gegeben haben – es ersetzt keine richtige Messe. Und so hoffe ich, 2021 Euch allen wieder persönlich begegnen zu können. Bis dahin: bleibt gesund!

[FBM2020] Tag1 – Von starken Menschen und starken Büchern

Gestern war der erste Messetag – und obwohl es schlichtweg nicht das gleiche ist, habe ich mich aufgerafft, und einige Veranstaltungen (virtuell) besucht. Wie ein roter Faden hat sich dabei das Thema „Stärke“ durch den Tag gezogen.

Den Anfang machte traditionell eine Veranstaltung, die ich immer am ersten Tag besucht habe: eine Vorstellung des Buchpreisträgers, dieses Mal auf der ARD-Bühne. Anne Weber erzählte von ihrem Werk „Annette, ein Heldinnenepos“ – einer Geschichte über eine wahre Heldin, eine starke französische Frau im Kampf gegen die Ungerechtigkeit – unter anderem im zweiten Weltkrieg. Direkt im Anschluss – Stärke ganz anders interpretiert – stellten Dr. Wladimir Klitschko und Tatjana Keil auf dem Blauen Sofa ihr gemeinsames Werk „F. A. C. E. the Challenge“ vor, ein Buch darüber, wie Herausforderungen gemeistert werden können.

Am Abend, im Rahmen eines (messunabhängigen) Talks der örtlichen Buchhandlungen präsentierte Petra Durst-Benning Band IV ihrer Fotografinnen-Reihe „Die Fotografin – Stunde der Sehnsucht“ über die starke und unabhängige Mimi Reventlow und plauderte über die Pandemiezeit, ihre Recherche und ihren Alltag. Abschließend folgte – eine starke persönliche Leistung – ein mehr als dreistündiger Livestream von Bianca Iosivoni, in dem sie aus „Midnight Chronicles: Schattenblick“ und „Feeling Close to You“ las und mit einer Engelsgeduld alle Zuschauerfragen und Kommentare beantwortete. Ein absolutes Highlight!

Auch heute habe ich bereits wieder mindestens vier Messeveranstaltungen besucht – doch dazu morgen mehr ;). Nehmt Ihr auch an Lesungen oder Vorträgen teil? Wie fühlt sich das für Euch an? Rein damit in die Kommentare =).

[FBM2019] Tag 3 – Bloggertreffen hoch 3

20191018_104617Der dritte Messetag stand gestern für mich ganz im Zeichen der Bloggertreffen. Sehr entspannt begann der Tag mit einem Bloggerfrühstück bei Kiepenheuer & Witsch, bei dem die Autorin Dana von Suffrin zusammen mit dem Lektor ihren Debütroman „Otto“ vorstellte. Sehr pointiert und humorvoll machte dies direkt Lust auf mehr, sodass ich mir ein Rezensionsexemplar mitnahm. Direkt im Anschluss ging es weiter zum Stand des Blanvalet Verlags, an dem Manuela Inusa ein Bloggertreffen veranstaltete. Da ich sie ohnehin schon lang nicht mehr gesehen hatte, freute ich mich sehr darauf – und bin jetzt umso mehr auf ihren neuen Roman „Wintervanille“ gespannt, der dort ebenfalls verteilt wurde. Hoffentlich schaffe ich es, ihn bis zum lit.Love Lesefestival im November zu lesen, da ich dort Manuela wiedersehe.

20191018_124139Am Ende des Vormittags besuchte ich noch kurz eine Buchvorstellung der bekannten Autorin Ildiko von Kürthy, die auf der ARD-Bühne ihr neuestes Werk „Es wird Zeit“ präsentierte. Moderiert wurde die Veranstaltung mit Charme und Humor von der wundervollen Bärbel Schäfer.

20191018_134133Zur Mittagszeit stand erneut eine Preisverleihung an. Mit dem Deutschen Selfpublishing Preis 2019 wurde Monika Augustin für „Das Mucksmäuschen“, ein Bilderbuch für Kinder, in der Kategorie „Belletristik & Kinder- und Jugendbuch“ ausgezeichnet, in der Kategorie „Sachbuch & Ratgeber“ gewann Stephan Goldmann mit dem Schottland-Reiseführer „MyHighlands Isle of Skye“.

20191018_143109Danach kam mein Highlight des Tages – mehr, ein Highlight der ganzen Messe. Zusammen mit seiner Tochter stellte die Reporterlegende Rolf Seelmann-Eggebrecht ein Buch über sein Leben vor und berichtete über das britische Königshaus, den Brexit und seine Anfänge als Journalist in Afrika. Eine beeindruckende Person!

Zum Abschluss meines Tages auf dem Messegelände besuchte ich noch drei Veranstaltungen am Stand des Spiegels. Luisa Neubauer und Alexander Repenning stellten ihr Buch „Vom Ende der Klimakrise“ vor, bevor im Anschluss Thomas Gottschalk die Bühne übernahm und über sein Leben plauderte. Den Abschluss machte Denis Scheck, der in seinem Kanon versucht hat, die 100 wichtigsten Werke der Weltliteratur vorzustellen.

Nach der Messe ging es für mich allerdings nicht zurück nach Heidelberg, sondern zu einem letzten Bloggertreffen. Im Ibis Frankfurt Messe City trafen sich Blogger und dreizehn Kleinverlage zu #bookmeetspizza. Insbesondere hat es mich gefreut, Monika Fuchs wiederzutreffen und einige Personen vom Chaospony Verlag kennenzulernen, sowie neue Verlage und deren Programme zu erkunden. Ein gelungener Abend, der mich allerdings erst um 1 Uhr nachts zurückkehren lassen hat.

Heute stehen unter anderem ein Meet & Greet mit Halo Summer und eine Signierstunde von Emily Bold auf dem Plan. Gespannt bin ich auch auf Sara Nuru, die auf dem blauen Sofa Platz nimmt, um ihr erstes Buch vorzustellen.

 

[FBM2017] Tag 2 – Entspannt durchs Programm

Obwohl heute schon mehr auf dem Plan stand als gestern, hatte ich doch das Gefühl, dass ich das Programm heute etwas entspannter hinter mich gebracht habe. Aber das ist eh nur die Ruhe vor dem Sturm, der ab dem Wochenende losgeht.

20171012_100417Als erster Programmpunkt stand heute eine Buchvorstellung eines emerierten Professors meiner Alma Mater an. Prof. Gerd Theißen präsentierte seinen Roman „Der Anwalt des Paulus“, eine Darstellung und Auseinandersetzung mit dem Wirken des Apostels in Romanform. Durchaus mal etwas anderes, aber nicht minder spannend.

Bevor es dann weiter zum nächsten Programmpunkt ging, schrieb ich traditionell eine 20171012_123527Rezension aus dem Pressezentrum der Messe (kann hier abgerufen werden), ein Foto davon befindet sich in der Bildersammlung am Ende des Posts. Im Anschluss hatte ich die Chance, der Buchvorstellung von Julia Wolfs „Walter Nowak bleibt liegen“ zu lauschen, die ihr neuestes Werk auf der ARD-Bühne präsentierte, moderiert von Bärbel Schäfer. Allein die kurz vorgetragene Textstelle zeugte von so unglaublichem Sprachgefühl und -Verstand, dass ich mir (wie viele andere) immer noch verwundert die Augen reibe, dass das Buch den Sprung von der Longlist auf die Shortlist des Deutschen Buchpreises verpasst hat.

Dann kam auch schon das Tageshighlight: Die Verleihung des Kindle-Storyteller-Awards und die Verleihung des Kindle-Storyteller-X-Awards. Fangen wir mit letzterem an. Der Storyteller-X-Award wird für außergewöhnliche, mutige und experimentelle Texte vergeben und gewonnen hat: Toralf Sperschneider mit „Kleine Kreise EGOismen“. Sehr schade, denn mit Kea von Garnier war eine Lyrikerin nominiert. LYRIK! Im Selfpublisher-Bereich. Auf der großen Bühne. Dass ich das noch erleben durfte (Bild von ihr mit dem Finalistenaward am Beitragsende). Mit der Verleihung des „richtigen“ Storyteller-Awards war ich indes hochzufrieden – die Gala wurde übrigens von Nazan Eckes moderiert. Gegen eine starke Konkurrenz aus u.a. Emma Wagner und Elke Bergsma setzte sich zuletzt Fantasy-Autorin, und fantastischer Leseherbst-/Lesefrühlings-Mitorganisatorin Mira Valentin 20171012_134000durch, die im Cosplay zu ihrem Buch „Der Mitreiser und die Überfliegerin“ erschienen war. Im Anschluss wurden fleißig Rezensions-/Leseexemplare von Amazon bereitgestellt und signiert. Ich habe allerdings nicht die Bücher aller acht Finalisten mitgenommen, sondern neben den Siegertiteln nur noch die, die mich wirklich interessiert haben (Emma Wagner, Kea von Garnier und einen weiteren Finalistentitel des X-Awards von Kera Rachel Cook). Ein Bild aller Bücher, die ich mir signieren lassen habe, ist ebenfalls am Beitragsende zu finden.

Am frühen Nachmittag dann meine obligatorische Weiterbildungsveranstaltung des 20171012_150409(0)Tages, organisiert von BoD zum Thema Blogger-Relations. Die Beauftrage für Blogrelations Ute Nöth (Carlsen), die Autorin Sarah Saxx, die Bloggerin Anabelle Stehl (stehlblueten.de) und der Moderator Thorsten Simon (BoD) diskutierten leidenschaftlich, auch unter Einbindung des Publikums, über die Zusammenarbeit von Autoren, Verlagen und Bloggern, über Wünsche und No Go’s. Eine tolle Veranstaltung, die ich ja auch im letzten Jahr bereits besucht hatte (damals mit Laura Newman für die Autorenseite).

Zum Abschluss ließ ich es mir nicht nehmen, die Veranstaltung eines der 20171012_163528deutschsprachigen Schriftsteller der letzten Jahre zu besuchen. Auf dem Blauen Sofa hatte Daniel Kehlmann Platz genommen, um sein neuestes Werk „Tyll“ vorzustellen, ein historisches Buch zur Zeit des 30-jährigen Krieges. Die erste Veranstaltung, die so voll war, dass ich keinen Sitzplatz mehr bekommen habe :D. Danach ließ ich die Messe gemütlich ausklingen und schlenderte ein erstes Mal durch die Halle des Ehrengastes, Frankreich. Oh, und ich wurde heute zum ersten Mal auf meine Ravenclaw-Utensilien angesprochen – nicht wie erwartet von einem Blogger oder Zeilenspringer, sondern von einer der Betreuerinnen im Pressebereich. Ich habe ihr bereits für Sonntag meinen Schal angekündigt 😀 – nun muss ich ihn wohl dann auch tragen, oh man, das wird heiß.

Hier noch die versprochenen weiteren Messeimpressionen, heute allerdings nur ein paar wenige.

[FBM2017] Tag 1 – Ein entspannter Tag

Schon ist Tag eins der Buchmesse vorbei und – zumindest heute – möchte ich auch direkt noch hochmotiviert am selben Tag meine Messeeindrücke mit Bildern für Euch festhalten. Insgesamt habe ich vier Veranstaltungen besucht, und die restliche Zeit genutzt, einige der Hallen (vor allem 3.0 und 3.1) zu erkunden, mir das Pressezentrum anzusehen und nicht zu viel Kraft zu verschwenden :D.20171011_104011

Los ging es am Vormittag mit dem obligatorischen Gespräch auf dem Blauen Sofa mit dem diesjährigen Buchpreisträger. Auch wenn ich – rein nach den Buchpräsentationen und Shortlistvorstellungen – immer noch leicht enttäuscht bin, dass es nicht Marion Poschmann geworden ist, so hat sich die Veranstaltung mit Robert Menasse um sein Buch „Die Hauptstadt“ doch auch gelohnt. Ein Plädoyer für ein vereintes Europa, der erste EU-Roman aus Brüssel.

20171011_121452(1)An dieser Stelle ein großes Lob an den Beltz Verlag! An ihrem Stand haben sie in diesem Jahr eine Bloggerlounge eingerichtet, wo man sich ausruhen, sein Handy aufladen kann, und sogar von eifrigen Beltz-Mitarbeitern mit Getränken versorgt wird und mit diesen ins Gespräch kommt. Ein tolles und vorbildliches Konzept – bitte nachmachen! Dort habe ich mich dann ebenfalls etwas ausgeruht, bevor es weiter zur nächsten Veranstaltung ging.

Natürlich durfte heute auch ein Weiterbildungsworkshop nicht fehlen. Hannes Riffel, der Programmbereichsleiter Science Fiction / Fantasy von FISCHER Tor sprach für neobooks und epubli über Anschreiben an Verlage, das ideale Exposé und die 20171011_124546_001Zusammenarbeit mit Verlagslektoraten. Informativ, auch weil er selbstkritisch ebenfalls anmerkte, dass durchaus für einige Autoren und einige Werke das Selfpublishing mittlerweile wirklich der bessere Weg ist.

Nach der Mittagspause besuchte ich dann 20171011_154539(0)die Buchvorstellung von Marion Poschmann, die auch als Lyrikerin bekannt ist. In ihrem Buch „Die Kieferninseln“ mischen sich daher auch Lyrik und Prosa, europäische und asiatische Kultur, Realität und Einbildung. Das Buch klang wirklich spannend, ich werde es mit Sicherheit auch irgendwann einmal lesen.

Meine letzte Veranstaltung des Tages war ein Gespräch mit Ulrich Wickert für die ARD über sein neues Buch „Frankreich muss man lieben, um es zu verstehen“. Charmant, eloquent und mit köstlichen Anekdoten aus seinem Leben in Frankreich hatte der Autor das Publikum komplett im Griff.

20171011_173214

Damit endete auch bereits mein Messetag. Ich möchte die Gelegenheit aber nicht ungenutzt verstreichen lassen, Euch hier noch einige Impressionen der Messe anzuhängen. Wer genau hinschaut, erennt, dass auch Konrad und Luise mich zur Messe begleitet haben, und dort auf ihre großen Verwandten getroffen sind. Reinschauen lohnt sich! 😀