Erneute Reisen durch Raum und Zeit | Lovelybooks-Buchpost im Doppelpack

Auch diese beiden Bücher erreichten mich vor kurzem als Rezensionsexemplare im Rahmen von Leserunden/Buchpremieren auf Lovelybooks.de (vielen Dank dafür!) und nehmen mich mit auf eine Reise durch Raum und Zeit. So entführt mich „Schloss Liebenberg – Hinter dem hellen Schein“ von Hanna Caspian (Knaur) ins heimische Brandenburg des frühen 20. Jahrhunderts, während mich „teen couple have fun outdoors“ von Aravind Jayan (Suhrkamp Nova) ins ferne Indien mitnimmt. Zwei spannende Lesereisen – ich bin auf jede einzelne der beiden gespannt!

In welche der Regionen/Epochen würdet Ihr am liebsten reisen?

[Buchgedanken] Ingo Bott: „Pirlo – Falsche Zeugen“ (Pirlo 2)

Vor kurzem habe ich „Pirlo – Falsche Zeugen“ von Ingo Bott gelesen. Das Buch ist 2022 bei FISCHER Scherz in der S. Fischer Verlag GmbH erschienen und als Justizkrimi einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Buchpremiere auf Lovelybooks.de. „Pirlo – Falsche Zeugen“ ist dabei nach „Pirlo – Gegen alle Regeln“ der zweite Band um das Strafverteidigerduo Pirlo/Mahler.

Rainer Waßmer ist tot. Er war der Anführer einer Nazi-Rocker-Bande, mit denen die Clan-Familien in Düsseldorf eigentlich bisher in friedlicher Ko-Existenz lebten. Bis jetzt. In der Nacht hatten sich Clans und Rocker ein kleines Gefecht geliefert. Nichts Ernstes. Nur mal klarstellen, wo jeder steht. Doch nun ist Waßmer tot, und Faruk Maliki, Thronfolger einer bedeutenden Clan-Familie, wird des Mordes beschuldigt. Er braucht dringend einen Anwalt. Oder eine Anwältin. Oder am besten gleich beide. Pirlo und Sophie suchen fieberhaft nach Beweisen, die ihren Mandanten entlasten könnten. Dabei geraten sie selbst in Lebensgefahr und zwischen die Fronten.

„Pirlo – Falsche Zeugen“ setzt kurze Zeit nach dem ersten Roman an und schreibt die Handlung nahtlos fort. Neben Pirlo und Mahler trifft man dabei auf weitere, altbekannte Charaktere, lernt aber auch neue Protagonisten, sowohl in Zusammenhang mit dem Fall als auch um diesen herum kennen. Ein erster Leserliebling ist dabei sicherlich der neue Kanzleisekretär Wang, von dem ich gern in den Folgebänden mehr lesen würde.

Die Handlung ist spannend und abwechslungsreich, teils aber auch vorhersehbar, was der Spannung jedoch keinen Abbruch tut. Dabei erhebt der Roman den Anspruch, das Strafverfahren realistisch abzubilden, was auch größtenteils gelingt. Hierbei verstrickt sich die Geschichte noch viel stärker als im ersten Teil im Geflecht der Clankriminalität und dem organisierten Verbrechen.

Das Düsseldorfer Setting – zwischen Clanmilieu und High Society – vermag dabei wie im Vorgängerband vollends zu überzeugen, genau wie auch Ingo Botts flüssig und leicht zu lesender Schreibstil, der in personaler Erzählperspektive aus Sicht von Pirlo und Mahler die Geschichte erzählt.

Als Charaktere entwickeln sich Sophie und Pirlo deutlich weiter, insbesondere Sophie ist in diesem Band noch stärker und die klare Heldin der Geschichte, während Pirlo an Tiefe gewinnt und sich im Vergleich zum Vorgängerband bessert. Auch der vorsitzende Richter Meurer überzeugt als interessante und sympathische Nebenrolle.

Die Buchgestaltung kann auf ganzer Linie glänzen. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben sauber gearbeitet, der Umschlag ist auf dem Cover, dem Buchrücken und der Coverrückseite hochwertig geprägt und mit Klappen und farbigen Coverinnenseiten versehen. Lediglich das Covermotiv kann noch nicht vollends überzeugen, zeigt aber immerhin nunmehr auch Sophie und sorgt für einen einheitlichen Gesamteindruck der Reihe mit hohem Wiederkennungswert.

Mein Fazit: „Pirlo – Falsche Zeugen“ setzt die Reihe um Pirlo und Sophie Mahler gelungen fort und überzeugt vor allem durch eine spannende und interessante Handlung. Für Leser des Genres bedenkenlos zu empfehlen – ab einem Lesealter von 16 Jahren und nicht ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes.

Ava Reed und Stefanie Hasse in Frankfurt – ein Lesungsbericht

Gestern Mittag ging es für mich spontan nach Frankfurt in die Hugendubel-Buchhandlung. Ava Reed präsentierte dort ihr in dieser Woche beim Ueberreuter Verlag erschienenes Buch „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“. Zudem nahm als „Special Guest“ Stefanie Hasse an der Veranstaltung teil, plauderte mit Ava und dem Moderator und las aus ihrem neuesten Werk „Heliopolis 2 – Die namenlosen Liebenden“.

Auch wenn der Hugendubel wohl nicht mit dem enormen Andrang gerechnet hatte, wurde flink darauf reagiert. Schnell wurden weitere Stühle herangeschafft, um mehr Sitzplätze bereitzustellen. Zudem gab es am Ende der Veranstaltungen für die Leser kleine Goodies wie eine Taschenbuchbox zu Avas Roman „Die Stille meiner Worte“ – und Papiertüten, mit den Covern von Avas ersten beiden Titeln bei Ueberreuter. Natürlich konnte man auch die Bücher der Autorinnen kaufen und signieren lassen. Einziges Manko: Von Stefanie Hasses Büchern gab es nur sehr wenige, sodass diese relativ schnell vergriffen waren.

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Ich persönlich ließ mir natürlich Avas neuesten Roman signieren – und nutzte die Gelegenheit auch noch dazu, etwas den Hugendubel zu erkunden. Dabei stieß ich – Wunder geschehen! – auch noch auf die überall ausverkaufte Special-Hardcover-Edition von „Someone New“, dem neuesten Roman von Laura Kneidl, und nahm sie natürlich direkt mit.

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Alles in allem also eine sehr gelungene Veranstaltung – und ein toller Tag, der die Vorfreude auf die Leipziger Buchmesse noch stärker geschürt hat. Es wird endlich Zeit, dass das Messejahr 2019 beginnt!