[LBM2017] Tag 4 – Die Macht des Mondes ist …

… Liebe. Doch dazu gleich mehr.

Beginnen wir chronologisch. Trotz einiger (selbstverschuldeter) Verzögerungen beim 20170326_102249Check-Out war ich dank Shuttlebus rechtzeitig bei der Messe und konnte so direkt um kurz nach 10 zur Lesung von Emily Bold gehen (auch ein Fixpunkt auf jeder Messe irgendwie). Vorgestellt wurde ihr neuestes Werk: „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“, erschienen bei Montlake, dem Amazon-Verlag für romantische Geschichten. Der Auszug machte einen tollen Eindruck – ob das ganze Buch das bestätigen kann, werde ich (dank einem Freiexemplar, das der Verlag jedem interessierten Zuhörer überreichte) auch in Kürze überprüfen können. Emily signierte zudem nicht nur das aktuelle Werk, sondern ich konnte mir endlich nach langer Zeit auch „Ein Kuss in den Highlands“ signieren lassen (bereits rezensiert).

20170326_111105Im Anschluss nutzte ich die Zeit, um mich nochmals in aller Gründlichkeit bei der Manga Comic Convention umzusehen und auch endlich die Stände der einzelnen Zeichner anzuschauen, wobei mich die Arbeiten von „Kaminazuki“ und „Pantsu Chii“ hellauf begeisterten. Nachdem ich mich mit Postkarten von Kaminazuki – und vielen kleineren Gimmicks bei anderen Ständen eingedeckt hatte, machte ich mich auf die Suche nach tollen Cosplays, um Euch hier auch noch das ein oder andere Bild zu zeigen. Natürlich gab es unzählige tolle Cosplayer, und innerhalb der Halle war auch nur ein Bruchteil, da viele bei Sonnenschein lieber im Freien geshootet haben. Ich habe einfach mal zwei Gruppencosplas fotografiert (man merkt, Bösewichter sind im Trend!).

Ein weiteres großes Thema in diesem Jahr war Sailor Moon. Es gab nicht nur unzählige 20170326_120818Cosplayer (wie das Gruppenfoto beweist), sondern auch eine große Bühnenshow von SailorMoonGerman, die die dritte Staffel der aktuellen Serie anpreisen soll. Am Ende der Show: Gänsehaut. Alle Protagonisten und viele Zuschauer intonieren das Intro der ursprünglichen Serie. Da wird die Kindheit wieder lebendig. Doch das größte Highlight kam nicht in der Show, sondern danach. Auf der Bühne, umrahmt von vielen weiteren Cosplayern, machte ein Künstler seiner Freundin einen Heiratsantrag, den diese, sichtlich gerührt und überwältigt, annahm. Natürlich ließ es sich die Sängerin der Show nicht nehmen, dann für die beiden noch einmal zu singen. Mondstein flieg und sieg!

20170326_181738Kurz danach kehrte ich in die Realität – und auf die reguläre Buchmesse – zurück. Ziemlich brutal wurde ich aus der Traumwelt gerissen, da ich direkt über die große Antifa-Demo gegen den Compact-Stand stolperte .Wie in den letzten Tagen ließ ich den Tag beim Burgenwelt Verlag ausklingen (übrigens (Jana, überlese das mal bitte^^) – wenn jemand jemanden kennt, der gerne eine Mittelalter-Liebesanthologie herausgeben möchte *hust* – bitte melden!). Ich habe mich sehr gefreut, am letzten Tag noch Melanie Vogltanz und Thomas Heidemann, zwei ohneohrigen Verlagskollegen, über den Weg zu laufen :). Und dann, so plötzlich wie sie gekommen war, war die Messe auch schon wieder vorbei. Ich kann die nächste kaum erwarten.

Vielleicht noch ein kleiner Ausblick auf mein restliches Messejahr (ich hoffe, so viele von Euch wie möglich bei der ein oder anderen Veranstaltung zu sehen): fix eingeplant sind derzeit im Mai die LLC, im Oktober die FBM und im November die Lit.Love. Gegebenenfalls kann ich spontan die BuchBerlin im November noch dazunehmen, je nachdem, wie es mit dem Urlaub aussieht, und sich vor allem auch mein Schreiben bis dahin entwickelt :).

Zum Schluss möchte ich mich noch dafür bedanken, dass Ihr alle so fleißig die Messeberichte gelesen habt. Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Eindruck über meinen Messebesuch geben. Ich finde, mir ist in diesem Jahr der Spagat zwischen Networking und Fan-Sein, zwischen Unterhaltung und Anspruch sehr gut gelungen – es haben allerdings einige lehhreiche Veranstaltungen zum Thema Marketing etc. gefehlt – davon gibt es dann vielleicht in Frankfurt wieder mehr :)..

DiesesBuchHatEinenHypeVerdient – Thema: Aufbruch

Und erneut ist Freitag. Dieses Mal lautet das Thema bei der Aktion #DiesesBuchHatEinenHypeVerdient „Aufbruch/Veränderung“.

Mein Buchtipp für dieses Woche lautet: „Ein Kuss in den Highlands“ von Emily Bold. Das Taschenbuch ist 2014 bei BoD erschienen, das e-Book wurde von „Forever by Ullstein“ veröffentlicht. Meine Rezension findet ihr *hier*.

Der Roman beschreibt Charlottes Leben, das augenscheinlich nicht perfekter sein könnte. 51ysuasv45l-_sx314_bo1204203200_Ein toller Job in der Kunstgalerie, ein erfolgreicher und fürsorglicher Mann und ein Hochzeitstermin in der begehrenswertesten Hochzeitslocation von London. Doch dann stirbt Charlottes Tante und sie erbt ein altes Anwesen in den schottischen Highlands. Dort angekommen, wird sie mit ihrer Vergangenheit konfrontiert, entdeckt neue und unbekannte Seiten. Und dann ist dort noch Matt, der Sohn des Gutsverwalters, der sie jedes Mal aufs Neue aus der Fassung bringt.

Über die Handlung hinweg verändert sich Charlotte kontinuierlich, sie wächst mit ihren Erlebnissen und stellt ihr komplettes Leben auf den Kopf. Wenn das mal kein Aufbruch ist!

Zusammen mit Emilys leichtem und überzeugenden Schreibstil, der den Leser behutsam an die Figuren heranführt, mit denen man sich sofort identifizieren kann, macht vor allem die plastische Gestaltung der Protagonisten den Reiz des Buches aus. „Ein Kuss in den Highlands“ überzeugt als Liebesroman auf ganzer Liebe. Dieses Buch hat einen Hype verdient!

So, dann bin ich mal auf eure Empfehlungen gespannt. Wie immer gibt es alles zur Aktion und den Sammelpost unter: https://www.facebook.com/diesesbuchhateinenhypeverdient/?fref=nf :).

 

[Buchgedanken] Emily Bold: „Ein Kuss in den Highlands“

In den letzten Tage bin ich endlich dazu gekommen, „Ein Kuss in den Highlands“ von Emily Bold zu lesen. Es war das erste Buch, das von ihr auf meinem SuB gelandet war – in der Zwischenzeit habe ich aber immerhin „Lichtblaue Sommernächte“ bereits verschlungen. Der Romance-Roman ist 2014 als Taschenbuch bei BoD veröffentlicht worden, die e-Book-Version erschien beim Ullstein-Imprint „Forever“.

Charlotte hat alles, was man sich wünschen kann. Einen tollen Job in einer Kunstgalerie 51ysuasv45l-_sx314_bo1204203200_und einen Freund, der sich seit dem Tod ihrer Eltern liebevoll um sie kümmert. Als er ihr dann noch spontan einen Antrag macht, und die Hochzeit in der bestmöglichen Location gebucht wird, scheint alles perfekt. Bis zu dem Moment, als Charlottes Tante Helen unerwartet stirbt und ihr ein großes Anwesen in den schottischen Highlands vermacht. Dort angekommen, merkt Charlotte, wie sehr sie sich Schottland und ihrer Tante verbunden fühlt. Kann sie wirklich in ihr altes Leben nach London zurückkehren? Und dann wäre da auch noch Matt, der junge Gutsverwalter, der keine Gelegenheit auslässt, sie zu provozieren …

„Ein Kuss in den Highlands“ ist ein klassischer, zeitgenössischer Liebesroman. Das Ausbrechen aus Konventionen aber auch das Klammern an Altbewährtem; der Reiz von etwas Neuem, aber auch die Erinnerung an frühere Erlebnisse; Schicksalsschläge und schicksalshafte Begegnungen: der Autorin gelingt es, aus all diesen Themen einen gefühlsbetonten und spannenden Feel-Good-Roman zu schreiben.

Der Roman besticht vor allem durch seine Charaktere. Matt und Charlotte sind vielschichtig, entwickeln sich über die Handlung weiter und man lernt immer neue Facetten an ihnen kennen. Die kleinen Nebenrollen sind sehr klischeehaft gehalten, dienen aber auch nur dazu, die Handlung voranzutreiben (der laute, selbstverliebte Fußballstar; der reiche Anwalt, der sich als Kunstkenner aufspielt; der homosexuelle Galeriebesitzer; die oberflächlichen Modelfreundinnen etc.).

Neben den Hauptcharakteren hat mich an dem Buch am meisten begeistert, wie gekonnt hier das Thema Kunst, bzw. Malerei mit eingeflochten worden ist. Untrennbar mit Charlotte und der Liebesgeschichte verbunden, zieht sich das wie ein roter Faden durch den Roman. Man konnte als Leser förmlich spüren, wie Charlotte die Bilder fühlt, wie ihre Finger die Pinselstriche unbekannter Künstler nachfahren. Als absoluter Kunstliebhaber hätte ich mir gewünscht, dass noch etwas tiefer ins Detail gegangen worden wäre, aber das hätte für die breite Masse dann vielleicht zu sehr nach Kunstlehrbuch gewirkt :).

Das Cover des Buches ist gelungen, Buchsatz, Korrektorat und Lektorat haben ordentlich gearbeitet. Alles in allem bleibe ich also von Emilys Büchern begeistert – und als nächstes wird (voraussichtlich) „Klang der Gezeiten“ oder „Wenn Liebe nach Pralinen schmeckt“ auf meinen SuB wandern :).

Mein Fazit: „Ein Kuss in den Highlands“ ist ein überzeugender, zeitgenössischer Liebesroman, der vor allem durch seine Protagonisten und die Verknüpfung mit dem Thema „Malerei“ besticht, auch wenn er nicht ganz an die Brillianz von „Lichtblaue Sommernächte“ heranreicht (für mich ja eines der Highlights 2016). Für Genreliebhaber – oder auch als Urlaubslektüre – bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Emily Bold: „Lichtblaue Sommernächte“

Bereits in der letzten Woche habe ich die Lektüre von „Lichtblaue Sommernächte“, einem Roman von Emily Bold beendet, und bin immer noch zutiefst beeindruckt. Das Buch der bekannten Hybridautorin erschien 2015 bei Ullstein Taschenbuch und ist wohl am ehesten noch als romantischer Schicksalsroman einzuordnen. Nachdem ich mir das Buch zur FBM 2015 gekauft hatte, lag es viel zu lang auf meinem SuB. Um eines vorwegzunehmen: Es wird nicht mein letzter Roman von Emily Bold bleiben (auf meinem SuB liegt auch schon seit längerem „Ein Kuss in den Highlands“, nach „Lichtblaue Sommernächte“ werden nun aber viele weitere folgen).

Als die Kunststudentin Lauren zum ersten Mal in einem Diner auf Tim Parker trifft, fühlt51sxljnkcml-_sx319_bo1204203200_ sie sich sogleich zu ihm hingezogen. Nachdem sie Tim bereits kurze Zeit später in der Kanzlei ihres Vaters wiedersieht, beginnen die beiden, eine Beziehung zueinander aufzubauen, die ein abruptes Ende findet, als Lauren zurück zum Studium nach Maine geht, und Tim nach New York versetzt wird. Als Lauren feststellt, dass sie von Tim schwanger ist, bricht für sie eine Welt zusammen. Wird sie es schaffen, das Kind allein zu erziehen, oder gibt es vielleicht doch eine gemeinsame Zukunft mit Tim?

Mit „Lichtblaue Sommernächte“ hat die Autorin einen Roman geschaffen, der zu Tränen rührt. Einzelne Szenen waren so mit Gefühlen überflutet, dass ich die Lektüre im Zug unterbrechen musste, um mich zu sammeln (man denke nur an Alyssa und den Hamsterhimmel oder an die rebellische Mia, die zuletzt doch ihren Gefühlen freien Lauf lässt). Das Buch ist einfühlsam geschrieben. Die Gefühle werden durch den gekonnten Aufbau des Buches mit der Rahmenhandlung und der „lichtblauen Sommernacht“, in der die gesamte Geschichte erzählt wird, noch verstärkt.

Auch wenn der Aufbau der Geschichte bereits Teile der Handlung vorwegnimmt oder bereits stark darauf anspielt, hätte ich mir doch gewünscht, den Klappentext etwas offener zu halten. Die kurze Zusammenfassung auf dem Buchrücken spoilert nahezu die komplette Handlung und das Ende – was die Qualität des Buches in keinster Weise mindert, zusammen mit dem Aufbau jedoch jegliche alternativen Enden wegfallen lässt.

Das war aber bereits der einzige Kritikpunkt, den ich anbringen kann. „Lichtblaue Sommernächte“ überzeugt auf der ganzen Linie. Der flüssige Schreibstil und die tolle Handlung ziehen den Leser sofort in das Geschehen. Die einzelnen Charaktere sind – mit all ihren Stärken und Schwächen – detailreich dargestellt und entwickeln sich im Laufe des Buches weiter. Vor allem Tim und Mia machen hier enorme Entwicklungen durch. Der Leser kann mit allen Protagonisten mitfiebern, mitleiden und mitfühlen. Der Autorin gelingt zudem der Spagat zwischen den ernsten Themen und der zugrundeliegenden Liebegeschichte sehr gut.

Mit der episodenhaften Darstellung von Laurens Leben erschafft die Autorin den Eindruck, man würde durch ein Fotoalbum aller wichtiger Situationen im Leben der Protagonisten blättern. Dabei gelingt es ihr, den einzelnen Szenen so viel Kraft, Authentizität und Leben einzuhauchen, dass man sich wünscht, noch tiefer in Laurens Leben eintauchen zu können, um jedes Detail mitzuerleben. Trotz der Zeitsprünge bleibt man dabei immer dicht am Geschehen und verliert nie den Kontakt zur Handlung.

Ein besonderes Augenmerk möchte ich auch noch auf das Cover legen, das nicht nur toll gestaltet, sondern auch hochwertig geprägt ist und mit teils farbigen Coverinnenseiten noch ein besonderes Extra bereit hält. Die Prägung setzt sich auch auf dem Buchrücken und der Coverrückseite fort und sorgt, zusammen mit dem exzellenten Buchsatz, für ein wunderschön anzusehendes Gesamtpaket. Bei solchen Werken bin ich immer wieder froh darüber, dass es noch Printbücher gibt. Auch wenn es bei einem Publikumsverlag eigentlich selbstverständlich sein sollte, möchte ich dennoch kurz erwähnen, dass auch Lektorat und Korrektorat auf ganzer Linie sauber gearbeitet haben.

Mein Fazit? „Lichtblaue Sommernächte“ ist ein gefühlsstarker, mitreißender Roman, der mit tollen Charakteren und einer atmosphärischen Handlung punktet. Ich kann dieses Buch bedenkenlos allen, nicht nur Liebhabern von Liebesromanen, ans Herz legen. Es lohnt sich.