[FBM2022] Meine Messeausbeute

Bevor es hier ab Morgen wieder regulär mit Rezensionen und Buchvorstellungen weitergeht, möchte ich Heute noch einmal die Frankfurter Buchmesse Revue passieren lassen und Euch meine Messeausbeute zeigen – mit signierten Büchern und Karten von: Leon Löwentraut, Vanessa Mai, Palina Rojinski, Anna Ruhe, Philipp Lahm, Sarah Sprinz, Lena Kiefer, Markus Heitz, Stella A. Tack, Anne Lück, Elise Kova, Anna Benning, Carolin Wahl und Diane Kruger.

Dabei sind auf dem ersten Bild die auf der Messe gekauften und als Leseexemplar erhaltenen Bücher abgebildet (mit Ausnahme von „Fairy Tale Camp“ und „Das magisches Klavier“ signiert), auf dem zweiten die zur Messe mitgebrachten und dort signierten Bücher. Auf dem dritten Bild sind noch einige signierte Autogramm- und Postkarten und auf dem vierten diverse Messegoodies abgebildet – man beachte den Kochlöffel :D.

Da ja in diesem Jahr leider auch das Lit.Love Lesefestival ausfällt, war das meine letzte Messe für 2022, die Wartezeit bis Leipzig wird grausam. Auf ein hoffentlich tolles, und volles, nächstes Messejahr!

[FBM2022] Tag 5 – Viel zu schnell ist alles vorbei

Gestern endete leider schon die Frankfurter Buchmesse für dieses Jahr – und der Messeblues (aber auch die Erholung) setzt so langsam ein. Daher lasse ich den Tag gern noch einmal Revue passieren, mit: Wladimir Kaminer, Stefanie Hasse, Nina MacKay, Elise Kova, Anna Ruhe, Wigald Boning und Horst Evers.

Der Sonntag begann dabei für mich mit der Vorstellung von „Wie sage ich es meiner Mutter“ von Wladimir Kaminer. Wie immer unglaublich witzig, erzählte Kaminer einige Anekoten aus seinem Leben und beschrieb, wie er als Übersetzer zwischen seinen Kindern und seiner Mutter Generationen überbrückt. Immer wieder toll – und ein Pflichttermin, sollte ich ihn mal wieder in einem Messeprogramm finden.

Im Anschluss stellte Stefanie Hasse für den Oetinger Verlag ihr, zusammen mit Julia K. Stein geschriebenes, Buch „Time Travel Academy – Auftrag jenseits der Zeit“ vor, las einige Passagen aus dem Auftaktband der Reihe und sprach über das gemeinsame Schreiben, Plotten und Recherchieren zusammen mit Julia. Bevor es dann zum nächsten Termin ging, ließ ich mir noch schnell von Elise Kova, der internationalen Bestsellerautorin, „Air Awoken“, den Auftaktband der „Chroniken von Solaris“ signieren.

Dann stand auch schon die Vorstellung der Dilogie „Legends Academy“ von Nina MacKay am Stand des Ravensburger Verlags an, die Hörbuchsprecherin Pia-Rhona Saxe las zudem einige Passagen. Nina und Pia plauderten zwischen den Lesestellen über ihre Lieblingsfiguren, die verschiedenen Krafttypen und die Inspiration zu dem Buch – unglaublich spannend und informativ.

Mein Nachmittag begann mit einer kurzen Signierstunde von Anna Ruhe, von der ich mir „Die Duftapotheke 1. Ein Geheimnis liegt in der Luft“ signieren ließ, bevor es mich zur ARD Bühne zog, auf der Horst Evers im Gesprach mit Selma Üsük sein Buch „Bumm! Kriminalgeschichten“ vorstellte, eine Sammlung von sechs abgeschlossenen Kurzkrimis, die alle ein roter Faden verbindet.

Mein Programm endete im Anschluss mit einem weiteren Termin auf der ARD Bühne. Dieses Mal nahm niemand Geringeres als Wigald Boning Platz auf dem Podium und stellte sein neuestes Buch „Der Fußgänger“ vor, aus dem er auch eine kurze Passage las. Im Gespräch mit Gitta Severloh erzählte er dabei auch aus seinem Leben, seiner Faszination fürs Laufen, Gehen und Wandern, sprach über seine ersten Kindheitserinnerungen und noch anstehende Laufprojekte in der Zukunft. Bis zum Messegong schlenderte ich dann noch durch die Hallen, und sog die letzten Eindrücke auf. Frankfurt, ich vermisse dich jetzt schon!

[FBM2022] Tag 4 – Viel Licht und wenig Schatten

Gestern fand der in jedem Jahr chaotischte Messetag statt: der Samstag – teils war in den Gängen gar kein Durchkommen mehr. Umso erfreuter war ich, dass ich mein Programm nahezu komplett erledigen und so einen schönen und erfolgreichen Messetag verbringen konnte, mit: Diane Kruger, Vince Ebert, Liao Yiwu, Palina Rojinski, Markus Heitz, Lena Kiefer, Stella Tack, Anna Benning und Anne Lück.

Dabei war mein Programm im Wesentlichen zweigeteilt, am Vormittag ein abwechslungsreicher Strauß an Veranstaltungen – und nachmittags ging es dann zu Signierstunden und Meet & Greets. Den Beginn machte dabei Weltstar Diane Kruger, die auf dem Blauen Sofa ihr Kinderbuch „Dein Name“ vorstellte, und über ihre eigene Kindheit und ihre Tochter sprach. Ein unglaublich toller Auftritt, der mich eigentlich dazu inspirierte, spontan ihre Signierstunde mit einzuplanen – doch dazu später mehr ;).

Danach ging es weiter zur ARD-Bühne, auf der Vince Ebert Platz nahm und im Gespräch mit Tobias Ranft sein Buch „Lichtblick statt Blackout“ vorstellte. Mit dem Moderator entbrannte dabei eine Diskussion über Klima-, Umweltschutz, Atomkraft und fossile Energien sowie den Innovationsstandort Deutschland, die teils etwas aus dem Ruder lief, aber nichtsdestotrotz sehr interessant war.

Zum Abschluss des Veranstaltungsblocks stellte auf der ARD-Bühne der frühere Friedenspreisträger des deutschen Buchhandels Liao Yiwu sein Buch „Wuhan“ vor, ein hochaktueller Dokumentarroman über die Pandemiezeit in China. Aus der deutschen Ausgabe las dabei die Schauspielerin und Sprecherin Johanna Marx.

Am Nachmittag – und teils zwischendurch auch schon am Vormittag – zog es mich dann zu Signierstunden und Meet & Greets. Erstaunlicherweise – und erfreulicherweise – gelang es mir dabei, mein vorgeplantes Programm komplett einzuhalten. So konnte ich Lena Kiefer, Stella Tack und Anna Benning (links) treffen, eine Signierstunde von Anne Lück (mitte) für Knaur besuchen und am großen Signiermarathon teilnehmen, bei dem ich Markus Heitz und Palina Rojinski (rechts) traf. Letztere signierte dort ihr Buch „Folge deinen Sternen“, und nahm sich Zeit für Fotos und ihre Fans – absolut sympathisch. Leider konnte ich mir jedoch kein Buch von Diane Kruger signieren lassen, da wenige Personen, bevor wir dran gewesen wären, die Stunde abgebrochen wurde – unglaublich schade. Dies war aber der einzige Wermutstropfen an einem sonst wunderschönen Messetag.

Heute steht zum Abschluss noch einmal ein eher ruhiger Tag an, mit einigem an Programm, aber eigentlich keinen Signierstunden mehr. Doch dazu dann, wie üblich, später oder am morgigen Tag mehr :).

[FBM2022] Tag 3 – Viel Politik, aber auch Musik

Gestern stand auch schon der dritte Messetag, der erste Publikumstag auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse an. Mein Plan war dabei geprägt von einem starken politischen Block, mit Politikern, politischen Autoren oder politischen Büchern, aber auch von einem absoluten deutschen Musiksuperstar – mit: Anabelle Stehl, Paola Mendoza, Abby Sher, Stefanie Frida Lemke, Dmitri Glukhovsky, Bärbel Schäfer, Isabel Kritzer, Julia Dippel, Teresa Sporrer, Julia Fraczek, Nancy Faeser, Florian Prokop, Vanessa Mai und Josephine von Blueten Staub.

Den Anfang machte dabei die Buchpräsentation zu „Sanctuary“ (Loewe). Die Autorinnen Paola Mendoza, Abby Sher und die Übersetzerin Stefanie Frida Lemke stellten dabei im Gespräch mit Anabelle Stehl (stehlblueten) den dystopischen Roman über Flucht und Vertreibung vor und sprachen über Aktivismus, aktuelle politische Herausforderungen in den USA und ihre eigene Arbeit. Zudem las Frida auch eine Passage aus der deutschen Ausgabe des Buches.

Im Anschluss ging es hochpolitisch weiter. Im Gespräch mit Bärbel Schäfer präsentierte Dmitri Glukhovsky sein neuestes Buch „Geschichten aus der Heimat“, sprach aber vor allem auch über die aktuelle Lage in Russland, die Erlebnisse, die er als im Exil befindlicher Schriftsteller macht und mögliche weitere Entwicklungen in der nahen Zukunft. Erschreckend, wie nah seine dystopischen Romane sich nun der Wirklichkeit angenähert haben.

Danach ging es weiter zum Talk von Loomlight by Thienemann-Esslinger. Die Autorinnen des Verlags, Isabel Kritzer, Julia Dippel und Teresa Sporrer stellten im Gespräch mit Julia Fraczek (booksdream) ihre neuen Titel vor und sprachen über ihren Weg in den Verlag und das Autorensein an und für sich. Eine gelungene und informative Abwechslung nach den ganzen harten Themen.

Den Politblock beendete danach Nancy Faeser, Bundesministerin des Innern und für Heimat, im Gespräch mit Florian Prokop. Am Stand der Bundesregierung diskutierte sie dabei über Themen wie das Chancenaufenthaltsrecht, die Durchführung von Sportgroßereignissen in der Bundesrepublik Deutschland oder die Sicherheit kritischer Infrastruktur und stellte sich auch den Fragen aus dem Publikum.

Dann kam es auch schon zum absoluten Highlight des Tages. Die bekannte Sängerin Vanessa Mai signierte am Stand der Verlagsgruppe Droemer Knaur ihr dort erschienenes Buch „I DO IT MAI WAY“ und nahm sich Zeit für ihre Fans, machte Fotos, Selfies oder plauderte kurz mit den Leuten. Absolut sympathisch – und einfach toll. Ein wunderschönes Erlebnis, das sicherlich noch lange nachhallen wird.

Zum Abschluss des Tages ließ ich den Nachmittag gemütlich bei einem Poetry Slam ausklingen. Josephine von Blueten Staub präsentierte dabei auf der ARD Bühne für Arte Texte aus ihrem Buch „Nachtschattengewächse“ sowie auch einige neuere Werke – teils sehr nachdenklich, aber immer auch mit einer Prise Humor.

Damit endete mein Messetag – und heute geht es weiter mit einigen Signierstunden, aber auch mit einem vollen Programm – und noch volleren Messehallen. Schließlich ist heute Samstag …

[FBM2022] Tag 2 – Von Weltmeistern und Weltverbesserern

Gestern fand auch schon der zweite Messetag der Frankfurter Buchmesse statt. Dieses Mal standen für mich Veranstaltungen mit Sven Pfizenmaier, Maja Göpel, Wolodymyr Selenskyj, Philipp Lahm, Prof. Dr. Yurdagül Zopf und Sheila Blanco auf dem Plan – insgesamt also wieder ein eher ruhiger Tag, bei dem ich noch Zeit hatte, durch die Hallen zu stöbern.

Den Anfang machte – auch dies Tradition – die Verleihung des Aspekte Literaturpreises 2022 für das beste literarische Debüt auf dem Blauen Sofa. In diesem Jahr ging der Preis an Sven Pfizenmaier für seinen Roman „Draußen feiern die Leute“ (Kein & Aber), ein spannend klingender bunter Genremix aus Coming of Age, Dorfroman, Mystery und magischer Realismus – und das alles in der niedersächsischen Provinz.

Im Anschluss, nach einer kurzen Pause, wieder eine Veranstaltung auf dem Blauen Sofa – aber absolutes Kontrastprogramm. Maja Göpel, Politökonomin und Nachhaltigkeitsexpertin, stellte ihr neues Buch „Wir können auch anders: Aufbruch in die Welt von morgen“ (Ullstein Verlag) vor und beschrieb, wie gemeinsam die Transformation in eine zukünftige Gesellschaft möglich ist – eine Botschaft, die Mut macht.

Mittags stand dann das emotionale Highlight auf dem Plan. Bei einem Treffen zur Zukunft der ukrainischen Buchbranche und Literatur wurde eine am Vortag aufgenommene Rede von Präsident Wolodymyr Selenskyj für die Frankfurter Buchmesse eingespielt – sehr ergreifend und bewegend. Die Standing Ovations des vollbesetzten Saales mit einigen hundert Leuten, von denen nicht wenige Tränen in den Augen hatten, – nur ein schwaches, aber nichtsdestotrotz wichtiges Zeichen der Solidarität.

Am Nachmittag hatte ich nur noch eine Veranstaltung – und die war weltmeisterlich. Philipp Lahm und Prof. Dr. Yurdagül Zopf stellten das gemeinsame Werk „Gesund kann jede*r – Mein Weg für einen aktiven Lebensstil“ (Südwest Verlag) vor. Dabei plauderte Philipp Lahm aus der Zeit seiner Karriere, der Transformation zum Leben danach und wie es ihm gelungen ist, dauerhaft (zumindest größtenteils) fit und gesund zu bleiben.

Den Messetag ließ ich im Anschluss noch bei einem gemütlichen Konzert im Ehrengastpavillon ausklingen. Die spanische Musikerin Sheila Blanco, klassisch ausgebildete Sängerin und Pianistin – was man in jedem Ton merkte, trug Stücke aus ihrem Album „Cantando a las poetas del 27“ vor, ene Hommage an eine Gruppe von Poetinnen, die Vorreiter von Frauen in der Lyrik waren, und widmete dabei die Stücke jeweils einer Dichterin, zu der sie kurz dann auch noch deren Lebensgeschichte und ihre Intention hinter dem Lied vortrug.

Heute steht der erste Publikumstag auf der Messe an – und es wird voll. Mit dabei sind heute unter anderem Dmitri Glukhovsky, Vanessa Mai und Isabel Kritzer. Doch dazu dann später – oder morgen – mehr :).

[FBM2022] Tag 1 – Von Malern und Meistern ihres Fachs

Gestern stand endlich der erste Messetag der Frankfurter Buchmesse an. Mein Besuch stand ja bis ganz zuletzt auf der Kippe, aber nachdem ich als Punktlandung Dienstag vollständig von der Coronainfektion genesen und auch negativ getestet war, verschlug es mich doch noch rechtzeitig nach Frankfurt – zu einem Tag mit Leon Löwentraut, Sarah Sprinz, Kim de l’Horizon und Donna Leon. Den Vormittag nutzte ich dabei noch, mich zu akklimatisieren, den Pressebereich aufzusuchen und durch die Hallen zu schlendern, bevor dann am Nachmittag für mich das Programm traditionell mit einer Veranstaltung des Trägers des frisch verliehenen Buchpreises begann. Kim de l’Horizon stellte dabei auf der ARD Bühne im Gespräch mit Cécile Shortmann den prämierten Debütroman „Blutbuch“ vor und sprach über die Solidaritätsaktion mit iranischen DemonstrantInnen bei der Preisverleihung am vergangenen Montag.

Am Nachmittag dann unzweifelhaft eines der Highlights der diesjährigen Messe. Der – polarisierende – Kunstshootingstar Leon Löwentraut stellte am Stand von teNeues seinen, beim gleichen Verlag erschienenen, edlen Bildband seiner bisherigen Arbeiten vor – mit anschließendem Meet and Greet und Signierstunde. Und ich konnte einfach nicht widerstehen. Zwar bin ich nicht zwingend ein Fan moderner Kunst, Leons Arbeiten sind jedoch unglaublich farbintensiv und – vor allem – das Buch wunderschön, sodass ich mir spontan eines zugelegt und das Buchmessebudget und den Platz im Koffer damit bereits arg strapaziert habe.

Da sich Leon zudem fast 90 Minuten verspätete – für niemand anderes hätten die Leute wohl so lange gewartet und ihre Messepläne umgeschmissen -, fiel leider auch meine im Anschluss geplante Veranstaltung ins Wasser: ein Talk mit Sarah Sprinz und Marie Graßhoff über queere Charaktere in Jugendbüchern. Immerhin gelang es mir jedoch noch rechtzeitig, im Anschluss Sarah Sprinz abzupassen und mir von ihr die drei Bände von „Dunbridge Academy“ signieren zu lassen. Glückwunsch an dieser Stelle übrigens zu Platz 1, 5 und 16 gleichzeitig auf der dieswöchigen Spiegelbestsellerliste im Bereich Belletristik/Paperback für die Trilogie.

Den Abschluss machte dann eine absolute Ikone, eine Meisterin ihres Fachs. Donna Leon stellte auf dem Blauen Sofa ihr neuestes Buch „Ein Leben in Geschichten“ vor und plauderte aus der Vergangenheit, aus ihrer Zeit in China und dem Iran, darüber, wie es sie nach Italien verschlagen hat und wie sie Land und Leute dort liebengelernt hat. Ein wirklich gelungener Ausklang des Tages. Auch den heutigen Tag werde ich noch einmal ruhig angehen lassen, bevor ab Morgen dann mit Beginn der Pulikumstage der Messetrubel nochmal gehörig an Fahrt aufnimmt.

Und zum Ende des Beitrags hier nochmal ein Bild mit Leons wunderbarem Buch, damit rüberkommt, wie edel es gestaltet ist – und dass mir somit wirklich keine Wahl blieb :).

[LBC2022] Der Absagenreigen geht weiter

Bevor es in der nächsten Woche mit Rezensionen und anderen Posts weitergeht, muss ich auch heute nochmal eine traurige Nachricht verkünden. Nach der Absage der Leipziger Buchmesse hat es nun auch die Litblog Convention erwischt, die bis 2019 jeweils in den Räumlichkeiten der Bastei Lübbe AG in Köln stattfand. Somit ist 2022 auch hier das dritte Jahr in Folge, das ohne LBC auskommen muss. Um dem Messeblues entgegenzuwirken, hier mal noch einige Fotos aus 2018/2019. Nächster Messetermin: Frankfurt 2022. Wir sehen uns dort! (Hoffentlich …)