[Buchgedanken] Terry Brooks: „Die Erben von Shannara 1 – Druidengeist“ (Die Shannara Chroniken)

Hiermit melde ich mich aus dem Sommerloch zurück. Nachdem ich stressbedingt etwas weniger aktiv war, möchte ich Euch heute eine neue Rezension vorstellen. In den nächsten Tagen folgen weitere Beiträge, Rezensionen und ein Meilenstein-Gewinnspiel. Zudem gibt es Neuigkeiten über mein eigenes Schreiben und meine Projekte (stay tuned!).

In der letzten Zeit habe ich „Druidengeist“ gelesen, den zweiten Band von Terry Brooks Reihe „Die Erben von Shannara“ – und mittlerweile der fünfte neuaufgelegte Band der Shannara-Chroniken. Die mir vorliegende Taschenbuchausgabe (erste Auflage) ist 2018 bei Blanvalet erschienen, die deutsche Erstausgabe wurde 1991 bei Goldmann in geteilter Form unter den Titeln „Die Schatten von Shannara“ und „Der Verräter von Shannara“ veröffentlicht. Die Originalausgabe erschien 1990 unter dem Titel „The Druid of Shannara“ bei Del Rey, New York, einem Imprint von Random House, Penguin Random House LLC. Das Buch ist dem Genre High-Fantasy zuzuordnen, wobei auch Elemente der Heroic Fantasy zu finden sind.

51MPzD5mJJL._SX332_BO1204203200_Wie Par und Wren Ohmsford hat auch Walker Boh einen Auftrag von Allanons Schatten erhalten. Er soll die Druidenfestung Paranor in die Welt zurückholen und den Orden der Druiden wieder aufleben lassen. Auf der Suche nach dem schwarzen Elfenstein gerät er in der Halle der Könige in eine Falle und wird mit einem tödlichen Gift infiziert, das ihn langsam zu Stein erstarren lässt. All seine Magie kann die fortschreitende Erkrankung nicht besiegen. Bis eines Tages eine Frau an seinem Krankenbett auftaucht. Sie behauptet, die Tochter des Königs vom Silberfluss zu sein, und bittet den Todgeweihten, sie auf eine Reise zu begleiten. Eine Reise, die nicht nur zum schwarzen Elfenstein, sondern auch zur vollständigen Heilung von Walker Boh führen soll.

„Druidengeist“ knüpft nahtlos an die Handlung von „Heldensuche“ an und setzt diese konsequent fort. Insgesamt ist der Weltenbau von Terry Brooks über die gesamten Shannara Chroniken beeindruckend und begeistert. Die miteinander verwobenen Schicksale, die fortdauernde Geschichte der Vier Lande, erneut auftretende Figuren und Sagen – dies alles lässt sich am ehesten mit dem Star Wars Kanon oder dem Marvel Cinematic Universe vergleichen.

Nichtsdestotrotz ist „Druidengeist“ aus meiner Sicht das bislang, auf hohem Niveau, schwächste Buch der Reihe. Zwar ist es spannend, unterhaltsam und führt den Leser mit unerwarteten Wendungen aufs Glatteis, es scheitert aber aus meiner Sicht in der Schwerpunktsetzung. Während in „Heldensuche“ noch allen Handlungssträngen ein signifikanter Anteil eingeräumt wurde, wird „Druidengeist“ komplett vom Handlungsstrang um Walker Boh dominiert – Par, Coll und Wren Ohmsford wird jeweils kaum mehr als ein Kapitel eingeräumt. Konsequenterweise hätte man sie sonst ganz streichen müssen. Als Leser erwarte ich jedoch, mehr über alle Figuren zu erfahren, die im ersten Band angelegt worden sind – ähnlich wie im zweiten „Herr der Ringe“-Buch, wo die Handlungsstränge ebenfalls auseinanderfallen, man aber dennoch sowohl Frodo und Sam, als auch die Wege der Gefährten verfolgt.

Und so beschränkt sich die Weiterentwicklung der Charaktere auch auf die, die im Rahmen der Handlung im Mittelpunkt stehen – Walker Boh und Morgan Leah. Beide zeigen Schwächen und Stärken und werden toll ausgearbeitet, genau wie die Charaktere, die nur in diesem Buch eine Rolle spielen: Quickening und Pe Ell.

Terry Brooks Schreibstil ist episch – und so lässt man ihm auch ausschweifende Beschreibungen durchgehen, die in anderen Genres bestenfalls verpönt waren. Doch sie gehören zu den Vier Landen und den Shannara Chroniken einfach dazu. Malerische Landschaften wechseln sich mit Ruinenstädten, paradiesische Gärten mit Sklavenbehausungen ab. „Druidengeist“ ist bestes Kopfkino!

Auch die Buchgestaltung ist erneut hochklassig. Das Cover ist gelungen und hochwertig geprägt – und passt sich in der Gesamtgestaltung gut in die Reihe ein und sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert. Buchsatz, Lektorat und Korrektorat überzeugen ebenfalls, genau wie der Preis von 9,99 Euro bei fast 600 Seiten. Lediglich eine Karte und/oder eine Figurenübersicht hätte ich mir, bei der so langsam ausufernden Charakterliste, noch gewünscht.

Mein Fazit? „Druidengeist“ ist eine gelungene Fortsetzung von Terry Brooks epischer Shannara-Reihe. Trotz einer misslungenen Schwerpunktsetzung überzeugen der Weltenbau und die spannende Handlung. Für High-Fantasy-Liebhaber ein absoluter Muss – ein Klassiker.

[Buchgedanken] Terry Brooks „Das Lied der Elfen“ (Die Shannara Chroniken)

In der letzten Zeit habe ich „Das Lied der Elfen“ von Terry Brooks gelesen, den dritten Band der neuaufgelegten Reihe „Die Shannara Chroniken“, deren zweiter Band auch erfolgreich als TV-Serie unter dem Titel „Shannara“ verfilmt worden ist. Das Buch ist in der Neuauflage 2017 bei Blanvalet erschienen und bereits 1986 in geteilter Form unter den Titeln „Das Zauberlied von Shannara“, „Der König von Shannara“ und „Die Erlösung von Shannara“ bei Goldmann und Blanvalet veröffentlicht worden. Die Originalausgabe wurde 1985 unter dem Titel „The Wishsong of Shannara“ bei Ballantine Books, New York, veröffentlicht. Der Roman ist am ehesten als dystopische High-Fantasy einzuordnen. Hier findet Ihr meine Rezenzionen zu Band 1 und Band 2.

In „Das Lied der Elfen“ begleitet man eine neue Generation der Ohmsfords auf ihrem 51qpnkqxdgl-_sx332_bo1204203200_Quest gegen das Böse. Erneut werden die Lande von Shannara von uralten Mächten bedroht, die sich die Rassen durch schwarze Magie untertan machen wollen. Und wieder legt der Druide Allanon das Schicksal der Welt in die Hände der Nachkommen von Shannara: Brin und Jair Ohmsford. Nur die Kinder von Wil Ohmsford, dem Protagonisten aus „Elfensteine“, vermögen es dank der elfischen Magie in ihren Körpern, die Welt vor der Zerstörung zu bewahren. Doch nur wenn es ihnen gelingt, die gewaltigen Kräfte zu bändigen und sich dabei selbst nicht zu verlieren, besteht noch Hoffnung für die verschiedenen Rassen.

„Das Lied der Elfen“ knüpft gut an die Vorgängerbände an. Es spielt eine Generation nach „Elfensteine“ – und auch die von dort bekannten Protagonisten Wil Ohmsford und Eretria haben in diesem Buch wieder einen Gastauftritt – und der omnipräsente Allanon lenkt auch in diesem Band natürlich erneut die Geschicke der vier Lande. Gut gefallen hat mir, dass nicht nur die nächste Generation der Ohmsfords auftaucht, sondern auch die Familien Leah und Elessedil wieder eine Rolle spielen, in Gestalt von Rone, dem jüngsten Prinzen von Leah, und des Elfenprinzen Edain Elessedil.

Während Brin sich nur mit kleiner Begleitung auf ihr Abenteuer macht, lässt sich im Handlungsstrang von Jair eine Paralelle zu Tolkiens „Herr der Ringe“ nicht verhehlen. So kann die Welt nur gerettet werden, wenn er im tiefsten Feindesland zauberhaften Sand in eine Bergquelle wirft. In einer Ratssitzung wird beschlossen, das Unternehmen zu unterstützen, es wird eine Gruppe von Freiwilligen gesucht, die zum Schluss aus einem Zwerg, einem Elf, einem Gnom und drei Menschen besteht. Ich bin sicher nicht der erste, der sich hier an die Gefährten auf ihrer schicksalhaften Reise nach Mordor erinnert führt. Abgesehen davon braucht Terry Brooks den Vergleich mit Tolkien aber auch nicht zu scheuen: Die Bücher der Shannara Chroniken sind exzellente High-Fantasy-Romane, auch wenn das Setting in einer dystopischen Welt nach einem Vernichtungskrieg liegt.

Terry Brooks punktet erneut mit bildgewaltigen Beschreibungen, die in dieser Länge nur noch in der High-Fantasy erlaubt, sogar erwünscht sind. Die Geschichte ist, trotz des auktorial-anmutenden Erzählers, sehr atmosphärisch und man bleibt nah an den Protagonisten, fühlt ihre Ängste, Zweifel und das Leid. Der Spannungsbogen wird die ganze Zeit aufrechterhalten und viele unerwartete Wendungen lassen ein positives Ende zweifelhaft erscheinen. Lediglich die Schwerpunktsetzung hätte ich mir etwas anders gewünscht. Zum Ende hin ging alles rasend schnell, während anfangs die Handlung doch etwas zähflüssig vonstatten ging.

Zentrales Element in diesen Heldenreisen ist die Charakterentwicklung, die hier spürbar ist und gut umgesetzt wurde. Nicht nur die Hauptprotagonisten, sondern auch die Nebencharaktere entwickeln sich im Laufe der Zeit weiter und man lernt mehr über ihre Ziele, Motivation und ihre Beweggründe.

Das Cover orientiert sich an den Vorgängerbänden, ist sehr schön und hochwertig geprägt. Korrektorat, Lektorat und Buchsatz haben ebenfalls ordentlich gearbeitet.

Mein Fazit? „Das Lied der Elfen“ ist eine gelungene Fortsetzung einer der besten High-Fantasy-Reihen. Das Buch punktet durch tolle Beschreibungen und plastische Charaktere, lediglich die Schwerpunktsetzung hätte besser sein können. Für Leser des Genres bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Terry Brooks: „Elfensteine“ (Die Shannara Chroniken)

In der letzten Zeit habe ich „Elfensteine“ gelesen, die Fortsetzung von Terry Brooks „Das Schwert der Elfen“. Das Buch ist 2016 bei Blanvalet erschienen und heißt im englischen Original „The Elfstones of Shannara“, veröffentlicht bei Ballantine Books. Das Buch setzt sich aus den bereits 1982 bei Goldmann und Blanvalet erschienenen Büchern „Die Elfensteine von Shannara“, „Der Druide von Shannara“ und „Die Dämonen von Shannara“ zusammen. Es ist am ehesten dem Genre High-Fantasy zuzuordnen, auch wenn es in einer dystopischen Welt spielt. Die Handlung des Buches ist auch Gegenstand der ersten Staffel der erfolgreichen und überzeugenden Fernsehserie „The Shannara Chronicles“. Eine zweite Staffel befindet sich derzeit in der Produktion.

In „Elfensteine“ begleitet man den Talbewohner Wil Ohmsford (der Enkel des51kz6emlwgl-_sx333_bo1204203200_ Protagonisten aus „Das Schwert der Elfen“) und Amberle Elessedil, eine Enkelin des berühmten Elfenkönigs Eventine Elessedil, auf ihrer Suche nach dem Blutfeuer. Nur, wenn es ihnen gelingt, das Samenkorn des Ellcrys, des heiligen Baumes der Elfen, in das Feuer einzutauchen, kann der Baum wiedergeboren und die Welt vor der Vernichtung durch die Dämonen gerettet werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Denn mit jedem Tag verliert der Ellcrys weiter an Lebenskraft und immer mehr Dämonen können sich aus der Verbannung befreien. Doch auch Wil Ohmsford ist nicht ganz ohne Schutz. Ihm steht eine Waffe zur Verfügung, über die bereits sein Großvater geboten hat: die legendären Elfensteine von Shannara.

„Elfensteine“ ist eine gelungene Fortsetzung zu „Das Schwert der Elfen“. Terry Brooks gelingt es, trotz des großen Zeitsprungs zwischen den Handlungen, nahtlos an das Geschehen anzuknüpfen und vertraute Protagonisten und Charaktere in die Handlung einzuflechten. Zudem wird die Geschichte der Völker und Rassen weiterentwickelt, Lücken aus den vorigen Büchern geschlossen und die Welt weiter ausgebaut. Ihm gelingt es dabei, ein widerspruchsfreies Universum zu erschaffen, in dem noch dutzende, weitere Bücher angesiedelt sind, die sich hoffentlich ebenfalls nahtlos in die Geschichte einfügen.

Als großen Fan der Serie stören mich natürlich die vielen, gravierenden Unterschiede in der Handlung. Dennoch kann auch das Buch überzeugen. Die – teils ausufernden – Beschreibungen und die etwas ungewohnte Sprache des Buches stören dabei kaum den Lesefluss, sondern geben einem das Gefühl, tief in die Welt von Shannara einzutauchen.

Die Protagonisten dess Romans sind vielschichtig und lebendig ausgearbeitet und entwickeln ich im Laufe der Handlung weiter. Vor allem Amberle Elessedil überzeugt hier als Charakter mit ihren Stärken, Schwächen, Zweifeln und Träumen. Dem Autor gelingt es ebenfalls, auch den Charakteren, die bereits aus „Das Schwert der Elfen“ bekannt sind, neue Seiten zu geben, ohne dass sie dem Leser, trotz des großen Zeitsprunges (etwa 50 Jahre?), fremd werden.

Das Cover des Buches ist der Serie entsprungen und passt daher nicht so recht zum etwas abgewandelten Charakter des Romans. Dennoch ist es ein tolles Cover und ein absoluter Eyecatcher. Der Buchsatz ist gelungen, Lektorat und Korrektorat haben im Text sehr gut gearbeitet. Jedoch ist Blanvalet hier ein unglaublicher Fehler unterlaufen. Im Klappentext auf der Rückseite ist – immerhin konsequent – vom Elcrys die Rede, während im Buch (auch konsequent) der heilige Baum der Elfen den Namen Ellcrys trägt.

Auch die Aufteilung des Buches habe ich nicht als ganz ideal empfunden. Während der Auftakt zur eigentlichen Suche nach dem Blutfeuer über hunderte Seiten beschrieben wird, kommt die eigentliche Suche und – vor allem das Ende – sehr kurz und überraschend. Dies liegt allerdings wohl daran, dass sich „Elfensteine“ aus drei kurzen Romanen zusammensetzt.

Mein Fazit? „Elfensteine“ ist ein klassischer High-Fantasy Roman, der vor allem mit seinen dreidimensionalen Charakteren überzeugen kann. Er fügt sich nahtlos an das Vorgngerbuch an und kann die Welt von Shannara ausbauen und mit mehr Leben füllen. Für Liebhaber des Genres bedingungslos zu empfehlen.

 

[lit.love 2016] Ein Tag im Paradies

Am Samstag habe ich mich – zum voraussichtlich letzten Mal in diesem Jahr – in den Messe- und Conventiontrubel gestürzt und die lit.love in München besucht. Vielen Dank an dieser Stelle auch direkt an den Schreibwettbewerb von Twentysix, Jolie und der lit.love für den freien Eintritt zur Veranstaltung und den tollen Tag.20161112_091819

Die Lit.love – als Lesefestival von Autorinnen aus den Genres Liebesroman und Erotik angekündigt – entpuppte sich bei näherem Hinsehen als viel mehr. Natürlich gab es die obligatorischen Lesungen und Meet & Greets mit den Autorinnen, dazu kamen jedoch interessante Workshops und Paneldiskussionen und man konnte Einblick in die Arbeit von Verlagen, Literaturagenturen etc. gewinnen. Man hatte das Gefühl, dass, ähnlich wie bei der LLC in Berlin, hier eine ganze Branche zusammenkommt – nur, dass es bei der lit.love lediglich um die Verlage einer (großen) Verlagsgruppe ging. Die Veranstaltung wurde von Random House organisiert und fand im Herzen von München in den Verlagsräumlichkeiten statt – ein Paradies für jeden Buchfan und angehenden Autoren.

20161112_100922Eröffnet und geschlossen wurde der Samstag jeweils von einer Talkrunde mit einer internationalen Bestsellerautorin. Am Morgen plauderte Sylvia Day mit der Moderatorin über den Abschluss ihrer Crossfire-Reihe und ihre Zukunftspläne. Im Anschluss begann für mich der produktive Teil des Tages.

Als nächstes besuchte ich eine Paneldiskussion mit Sabrina Qunaj (auf der Lit.love als Ella Simon unterwegs), Constanze Wilken und Brigitte Riebe zum Thema Recherche bei historischen Romanen. Ich kannte bisher nur die Bücher von Sabrina Qunaj / Ella Simon,20161112_1101480 die jeweils hervorragend recherchiert waren, aber auch die anderen beiden Autorinnen überzeugten mich mit ihrer Einstellung und ihrer Vorgehensweise bei der Recherche für ihre historischen Romane.

Danach stand eine Diskussion über Literaturagenturen auf dem Programm. Klaus und Michaela Gröner von der Literaturagentur erzähl:perspektive berichteten zusammen mit der Autorin Claudia Winter und Claudia Negele, Lektorin und Hardcover-Programmverantwortliche beim Goldmann Verlag, über das Zusammenspiel von Agentur, Autorin und Verlag. Interessante Anekdoten und vielfältige Fakten machten das vielleicht zur informativsten Veranstaltung des Tages. Erfolgschancen unverlangt eingesandter Manuskripte, Wunschqualitäten von Autoren aus Agentursicht, Probleme bei der Zusammenarbeit uvm. wurden wechselseitig diskutiert und analysiert. Glücklicherweise hatte ich bereits mein Notizbuch gezückt und konnte mir einige wichtige Fakten mitschreiben :).

Nach der Mittagspause ging es für mich mit einer Veranstaltung zum Thema „Social Media und Lesungen“ weiter. Die Autorinnen Victoria Seifried, Petra Durst-Benning und Bettina Belitz berichteten über ihre vielfältigsten Erfahrungen bei Lesungen und über ihre Social-Media-Präsenzen und -Konzepte. Anschließend nahm ich noch schnell am Meet & Greet von Ella Simon teil und ließ mir ihr Buch „Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“ signieren, dass ich hier bereits besprochen habe :). Es folgte ein spannender und toller Workshop mit Constanze Wilken zur Erschaffung lebendiger, dreidimensionaler Protagonisten, der leider viel zu schnell vorbei war.

20161112_170051Dann neigte sich der Tag auch bereits dem Ende entgegen. Zum Abschluss des Programms stand – wie bereits angekündigt – nochmal eine Talkrunde mit einer internationalen Autorin auf dem Plan. Katherine Webb gab sich die Ehre und sprach über ihre anfänglichen Misserfolge als Autorin (erst ihr 7. Buch nach 10 Jahren Wartezeit konnte sie veröffentlichen), sowie über ihr neuestes Werk „Das Versprechen der Wüste“. Auf dem Weg zur Garderobe stolperte ich dann noch über Frieda Bergmann und nutzte die Gelegenheit, ihr zum verdienten Sieg beim Schreibwettbewerb zu gratulieren. Ich bin schon gespannt, welches Werk von ihr als nächstes dann bei Twentysix erscheinen wird – und freue mich, bereits jetzt, auf die (hoffentlich stattfindende) nächste Lit.love 2017: Es war eine tolle Erfahrung!

 

[Buchgedanken] Terry Brooks: „Das Schwert der Elfen“ (Die Shannara Chroniken)

In den letzten Wochen habe ich mir endlich die Zeit genommen, eine Buchreihe zu beginnen, auf die ich mich schon lange freue. Seitdem ich die erste Folge der beeindruckenden Fernsehserie „Die Shannara Chroniken“ gesehen habe, wollte ich unbedingt auch das zugrundeliegende Material lesen. Terry Brooks hat in den vergangenen Jahrzehnten mehrere dutzend Bücher aus dem Shannara-Universum geschrieben – begonnen habe ich mit dem neuaufgelegten „Das Schwert der Elfen“, das die ersten drei alten Bücher „Das Schwert von Shannara“, „Der Sohn von Shannara“ und „Der Erbe von Shannara“ vereint und eine Vorgeschichte zu der Fernsehserie ist.

„Das Schwert der Elfen“ erschien im März 2016 als Taschenbuch bei Blanvalet. Die deutschen Erstausgaben der darin enthaltenen Titel wurden 1978 bei Goldmann und bei Blanvalet veröffentlicht, die Originalausgabe erschien 1977 bei Ballantine Books. „Das Schwert der Elfen“ spielt zwar mehr oder minder in einer dystopischen Zukunft unserer Welt, ich würde es dennoch als klassischen High-Fantasy-Roman einordnen.

Der Roman beschreibt die Geschichte des jungen Dorfbewohn51v1g4uwf0l-_sx332_bo1204203200_ers Shea Ohmsford, dessen ruhiges und beschauliches Leben auf einen Schlag endet, als der Druide Allanon in sein Leben tritt. Zusammen mit einer kleinen Gruppe Gefährten aller Völker macht sich Shea auf den Weg, das legendäre Schwert von Shannara zu finden und die bekannte Welt vor dem Untergang zu bewahren. Einzig die Macht des Schwertes kann den bösen Hexenmeister Brona vernichten, dessen Armeen alle Völker der Welt bedrohen – und nur einer kann diese legendäre Waffe führen : Shea Ohmsford.

Bereits aus dieser Kurzbeschreibung ergeben sich erstaunliche Parallelen zur Geschichte „Herr der Ringe“, die sich im Laufe der Zeit auch fortsetzen. Eine kleine Gruppe Gefährten, zusammengewürfelt aus allen Völkern (Menschen, Zwerge, Elfen) wird von einem Magier durch die Lande geführt, um die Bedrohung von finsteren Armeen aufzuhalten, die von einer dunklen Macht gesteuert wird, mehr tot als lebendig. Diese Parallelen ziehen sich, mal stärker, mal schwächer, durchs gesamte Buch, stören aber keinesfalls – spätestens mit dem nächsten Roman, dessen Handlung ich von der Serie ja bereits kenne, löst sich Terry Brooks auch von der Geschichte und verleiht der Welt von Shannara eine neue, komplexe Struktur. Ohnehin kann Terry Brooks‘ „Das Schwert der Elfen“ problemlos mit Tolkiens Meisterwerk mithalten.

Das Buch ist aus der Sicht eines auktorialen Erzählers geschrieben, was mich (erstaunlicherweise) nicht gestört hat. So gelang es dem Autor im Laufe des Romans, allen Protagonisten Tiefe und Vielschichtigkeit zu verleihen, sodass sich der Leser mit jedem einzelnen von ihnen identifizieren konnte. Einziger Kritikpunkt dieses Vorgehens ist für mich, dass mit dem schnellen und abruptem Ende zwar alle Handlungsstränge grob aufgelöst werden, sich jedoch hier nicht die Zeit genommen wird, das Schicksal aller Charaktere, die man beim Lesen liebgewonnen hat, ausführlich zu beleuchten.

Der Stil des Autors lässt sich flüssig lesen, wobei ich nicht weiß, wieviel nach der Übersetzung ins deutsche und der vollständigen Neuüberarbeitung noch wirklich direkt den Worten von Terry Brooks entspringt. Die eingestreuten, ausführlichen und bildgewaltigen Landschaftsbeschreibungen entschleunigen das Geschehen zwar ab und an, sorgen jedoch dafür, dass der Leser ein immer besseres Bild von der Welt bekommt, wie sie sich zum Zeitpunkt des Geschehens präsentiert. Gelungen ist auch, dass die Geschichte der Welt nicht vorangestellt wird, sondern nach und nach im Laufe des Romans scheibchenweise eingeflochten wird und man mit den Protagonisten zusammen die dunkle Vergangenheit kennenlernt.

Das Cover ist wunderschön gestaltet und aufwendig geprägt, der Satz ist gut gelungen. Lektorat und Korrektorat haben ebenfalls nah an der Grenze zur Perfektion gearbeitet.

Was bleibt mir noch zu sagen, außer dass ich mich bereits jetzt auf den Folgeband „Elfensteine“ freue, der die Geschichte der Elfenprinzessin Amberle Elessedil erzählt – was Staffel 1 der Fernsehserie entspricht, die für mich – wie die Bücher – ebenfalls Maßstäbe gesetzt hat und zu dem Besten gehört, was das Genre in den letzten Jahren hervorgebracht hat. Ich wäre nicht verwundert, wenn sich mit der Zeit „Die Shannara Chroniken“ zu einem ebensogroßen Massenphänomen entwickeln würden, wie es „Der Herr der Ringe“ heutzutage ist. Das Potential dazu haben die Geschichten von Terry Brooks allemal.

Mein Fazit? „Das Schwert der Elfen“ ist ein rundum gelungener und überzeugender High-Fantasy-Roman, der Parallelen zu „Der Herr der Ringe“ aufweist, den Vergleich mit dem Klassiker von Tolkien aber keineswegs scheuen muss, und den Grundstein für viele weitere Geschichten legt.

Vielleicht noch zum Ende eine kleine Vorschau, was voraussichtlich die nächsten Titel sind, die ich vorstellen möchte:

  • Mikaela Sandberg: Schweig Still
  • Terry Brooks: Elfensteine (Die Shannara Chroniken)
  • Kiera Cass: Die Kronprinzessin (Selection 4)
  • Kiera Cass: Die Krone (Selection 5)
  • J. K. Rowling: Harry Potter und das verwunschene Kind
  • Emily Bold: Lichtblaue Sommernächte
  • u.v.m.

 

Empfehlungen, was man unbedingt gelesen haben muss?
Dann ab damit in die Kommentare :).

Liebe Grüße,
Erik.

[Buchgedanken] Ella Simon: „Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“

In der letzten Zeit habe ich im Rahmen einer Leserunde Ella Simons „Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“ gelesen, erschienen 2016 beim Goldmann Verlag. Das Buch ist am ehesten dem Genre „Contemporary Romance“ zuzuordnen und spielt in Wales. Ella Simon ist das offene Pseudonym der Autorin Sabrina Qunaj, die unter ihrem Klarnamen historische Romane, ebenfalls bei Goldmann, veröffentlicht.5133lv-wvpl-_sx313_bo1204203200_

Der Roman beschreibt die Geschichte von Alis Rivers, die im südwalisischen Tenby für die Seenotrettung in der örtlichen Lifeboat-Station arbeitet. Als sie bei einem Einsatz den sympathischen und gutaussehenden Tierarzt Evan Davies rettet, und kurz darauf ihr langjähriger Freund Matthew ihr einen Heiratsantrag macht, gerät ihr Leben völlig aus den Fugen. Zudem fordert ihre Mutter Alis dazu auf, ihr bei der Verwaltung der familieneigenen Pferdefarm zu helfen – einem Ort, an den Alis nicht gern zurückdenkt. Wird sie sich den Schatten der Vergangenheit stellen? Und für wen wird sie sich entscheiden – den abenteuerlichen Evan oder den beständigen Hubschrauberpiloten Matthew?

„Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“ ist ein locker-leichter Liebesroman, perfekt auch als Urlaubslektüre geeignet. Obwohl er auch schwierige Themen anspricht, gelingt es doch, die dramatischen und romantischen Elemente gut auszubalancieren und ein durchgängig unterhaltsames Buch zu schaffen. Auch die erotischen Passagen sind gut und dezent eingebaut und nicht zu übermächtig, wenngleich ich dennoch eine Leseempfehlung eher für New-Adult als für Young-Adult-Leser aussprechen würde (was aber ohnehin die geplante Zielgruppe fürs Buch sein müsste).

Die Charaktere sind, auch bei den Nebenfiguren, sehr gut gestaltet. Aufgrund ihrer Stärken und Schwächen kann man sich gut mit ihnen identifizieren und fiebert auch mit ihnen, nicht nur mit Alis, mit. Ein entscheidender Pluspunkt des Romanes ist zudem das Setting. Aufgrund der Detailverliebtheit und aufwendigen Recherche (hier kommt wohl der historische Hintergrund der Autorin zum Tragen), fühlt man sich direkt nach Wales versetzt und die Geschichte bekommt durch die örtliche Verankerung ein ganz anderes Gewicht, wird nicht austauschbar, wie es so oft bei Liebesromanen ist.

Da ich die Autorin bereits von ihren historischen Romanen her kenne, war ich von ihrem flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil keinesfalls überrascht. Auch das Lektorat und Korrektorat von Goldmann sowie der Buchsatz haben mich (erneut) überzeugt. Das Cover ist hochwertig mit aufgeprägter Schrift (auch auf dem Buchrücken) und Bildern gestaltet, zudem verfügt es über farbige, ausklappbare Coverinnenseiten.

Beim Ende des Romanes gelingt es der Autorin, alle Handlungsstränge gut zusammenzuführen, gleichwohl lässt sie Raum für weitere Geschichten und Fortsetzungen um Alis Rivers und ihr Leben als Bootsführerin.

Mein Fazit? „Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“ ist ein leichter, zeitgenössicher New-Adult-Liebesroman, der perfekt als Urlaubslektüre geeignet ist. Er überzeugt mit plastischen Charakteren, detailliert recherchierten Fakten und einer tollen Gestaltung. Für Liebesromanleser bedenkenlos zu empfehlen.

 

[Buchgedanken] Martha Sophie Marcus: „Herrin des Nordens“

Im Rahmen einer lovelybooks-Leserunde durfte ich in den letzten Wochen das ebenfalls im Goldmann Verlag erschienene „Herrin des Nordens“ von Martha Sophie Marcus lesen.

Im Buch, das im 11. Jahrhundert spielt und einen Zeitraum von 22 Jahren (40 Jahren, bezieht man den Prolog mit ein) abdeckt, begleitet man die Kaufmannstochter Ingunn aus Haithabu sowie den Krieger und Abgesandten Jon Larsson durch zahlreiche Wirren und Abenteuer. Vor dem Hintergrund der dänischen Geschichte lernt man nicht nur viel über die Sitten, Gebräuche und Gepflogenheiten der damaligen Zeit, sondern erlebt mit den Protagonisten auch den Aufstieg des Christentums im nordischen Raum. Es ist zudem interessant, ein Buch über eine Region zu lesen, die doch im Lichte der Dominanz der Literatur über das englische oder kontinentaleuropäische Mittelalter etwas vernachlässigt erscheint.5110ls9u3nl-_sx314_bo1204203200_

„Herrin des Nordens“ reiht sich dabei nahtlos in den aktuellen Trend ein, starke Frauen als Protagonisten zu haben, und würde sicherlich auch als Film gut funktionieren, bedenkt man den Erfolg der Fernseh- und Kinoblockbuster „Die Hebamme“, „Die Pilgerin“, „Die Päpstin“, „Die Wanderhure“, „Elizabeth“ oder „Johanna von Orleans“ uvm. Hinter all den starken Charakteren muss sich Ingunn nicht verstecken, standhaft, loyal, mutig und tapfer meistert sie alle Aufgaben, die ihr gestellt werden und sorgt fast allein für Haithabus Erhaltung und das Wohl ihrer Familie.

Allgemein kann man sagen, dass die Autorin Charaktere erschafft, mit denen man sich identifizieren kann, mit denen man mitfiebert, -lacht und -trauert. Erneut (ich entwickle mich langsam zum richtigen Goldmann-Fan) sind die Covergestaltung mit der leichten Prägung, die farbigen Coverinnenseiten und der Buchsatz wirklich exzellent gelungen – und das alles, trotz >700 Seiten, zu einem günstigen Preis.

Während die Handlung kleinere Höhen und Tiefen aufweist, bin ich vom Ende restlos begeistert und spätestens auf den letzten 50-100 Seiten ist das Buch ein echter page-turner. Es ist selten, dass mich der Schluss eines Romanes so zufriedengestellt hat – der Autorin ist es gelungen, alle offenen Fäden zusammenzuführen, alle Fragen und Schicksale zu klären und einen wunderbaren Bogen  zum Beginn des Buches zu spannen. Klar ist dadurch die Handlung am Schluss stark verdichtet, es geht Schlag auf Schlag, was man aber aufgrund der ohnehin überdurchschnittlichen Buchlänge leicht verzeihen kann – ab und an innezuhalten hätte hier den Rahmen sicherlich gesprengt.

Zudem ist das Buch gut recherchiert, insoweit die Autorin zu Gunsten der Lesbarkeit moderne Bezeichnungen benutzt, ist dies zu begrüßen, da der Lesefluss so erhalten bleibt – und sie zudem am Ende des Romanes darauf hinweist. Persönlich mag ich es zwar lieber, wenn die „Dramatis personae“ der Geschichte vorangestellt werden, aber da sich ein Hinweis vor dem Text auf das angehängte Glossar findet, ist dies ebenfalls okay.

In jedem Fall kann ich das Buch bedenkenlos jedem Liebhaber historischer Romane empfehlen.

Mein Fazit? „Herrin des Nordens“ ist ein gut recherchierter, flüssig lesbarer historischer Roman mit einer starken Protagonistin und überzeugenden Charakteren, der zwar abseits des Mainstreams spielt, im ein oder anderen Leser aber sicherlich das Interesse am Mittelalter im nordischen Raum und der Wikingerzeit weckt.

[Buchgedanken] Sabrina Qunaj: „Der Ritter der Könige“

In den letzten Wochen habe ich im Rahmen einer Leserunde Sabrina Qunajs „Der Ritter der Könige“ gelesen, einen historischen Roman, erschienen im Goldmann Verlag. Als Liebhaber historischer Romane freue ich mich über jedes neue Buch in diesem Genre – und bin begeistert, wenn ich dabei über einen solchen Schatz stolpere.51z6netphxl-_sx332_bo1204203200_

„Der Ritter der Könige“ spielt im 12. Jahrhundert. Der Leser begleitet den Flamen Maurice de Prendergast, einen walisischen Ritter, auf seinen Abenteuern in Wales und Irland. Vor dem Hintergrund des walisischen Freiheitskampfes und der normannischen Eroberung Irlands schafft die Autorin das Porträt eines ehrenhaften, nur seinem Gewissen verpflichteten Ritters, der in politisch wankelmütigen Zeiten sich nicht dem Zeitgeist unterwirft, sondern unumstößlich auf der Seite der Moral und Ethik bleibt. Befreundet mit Richard de Clare, dem Earl of Pembroke und an der Seite der Geraldines, meistert er jede Aufgabe, bewältigt Rückschläge und lässt sich auch von Drohungen nicht einschüchtern.

Der Autorin gelingt es, die einzelnen Charaktere plastisch und detailreich darzustellen – mit all ihren Schwächen und Stärken. Nicht nur Maurice, sondern auch Richard „Strongbow“ de Clare oder Niah entwickeln sich zu echten Sympathieträgern, mit denen man mitfiebert und sich identizieren kann.

Die Handlung des Buches erstreckt sich über 26 Jahre, der Schreibstil ist flüssig und leicht zu lesen. Trotz der doch ordentlichen Länge von knapp 700 Seiten ist das Geschehen schnelllebig und kurzweilig – ich hätte mir hier teilweise sogar etwas mehr Ruhe gewünscht. Mit einigen zusätzlichen Szenen hätte man das Gesamtbild aus meiner Sicht noch besser abrunden können. Das Werk von Sabrina Qunaj punktet dabei zudem mit einer gründlichen Recherche und historischer Genauigkeit. Dabei werden die historischen Fakten jedoch so geschickt in die Handlung eingeflochten, dass der Leser sich hier niemals belehrt vorkommt.

Ein weiteres „Schmankerl“ ist die ausgefallene Buchgestaltung, die sich deutlich von preislich vergleichbaren Büchern abhebt (wobei der Preis ohnehin sehr günstig ist, bei 9,99€ für 700 Seiten). Neben einem Cover, auf dem die Schrift und das Wappen aufgeprägt sind, lassen sich die Cover-Innenseiten ausklappen und zeigen ein wunderbares, farbliches Landschaftspanorama. Eine toll gezeichnete Karte, Stammbäume und ein ausführliches Personenregister am Beginn des Buches runden den tollen Gesamteindruck ab.

Mein Fazit? „Der Ritter der Könige“ ist ein exzellenter historischer Roman, nicht nur für Liebhaber der englischen Geschichte. Flüssig geschrieben, kurzweilig und toll recherchiert entführt er den Leser in eine Welt von Ehre, Moral und Ritterlichkeit –  mein erster, aber sicherlich nicht letzter Roman von Sabrina Qunaj.