[Autoreninterview] Tina Skupin im Gespräch

Wie bereits im Bericht zum Messedonnerstag erwähnt, habe ich auch auf der diesjährigen LBM mir wieder eine Autorin geschnappt und live für Euch interviewt – entwickelt sich hier vielleicht eine Tradition? =) Nach Nora Bendzko im letzten Jahr stellte sich dieses Mal Tina Skupin, Hybridautorin und Verlagskollegin beim Verlag ohneohren und beim Burgenwelt Verlag, meinen Fragen. Und nun möchte ich Euch – ohne weitere Vorrede – ihre Antworten auch nicht länger vorenthalten :).

Erik: Hallo Tina, schön, dass du die Zeit für das Interview gefunden hast. Magst du dich für alle Leser, die dich noch nicht kennen, vielleicht kurz vorstellen?

20190321_115401Tina: Schön, dass ich da sein darf. Mein Name ist Tina Skupin, ich schreibe Fantasy, vor allem Urban Fantasy. Ich habe – mit dem neuen – insgesamt fünf Bücher veröffentlicht. Zudem wohne ich in Stockholm, deswegen haben alle meine Bücher einen Hintergrund in der nordischen Mythologie.

Erik: Bevor wir genauer auf deine Werke eingehen: Wir treffen uns ja hier auf der Messe. Ist dies dein erstes Mal in Leipzig? Was erwartest du dir von der Messe und was fasziniert dich daran?

Tina: Es ist tatsächlich mein zweites Mal als Autorin, mein drittes Mal überhaupt. Ich habe früher in Halle gewohnt und dort gearbeitet, deswegen war ich schon einmal auf der Messe. Das war damals riesig, wahnsinnig und erschlagend – ich bin natürlich am Samstag gegangen und wusste es nicht besser. Es war alles voller Bücher und Autoren und noch mehr Bücher. Leipzig ist toll! Was ich mir erwarte? Nette Gespräche, vor allem mit den Lesern. Normalerweise sitzt man als Autor in einem stillen Kämmerlein und hat höchstens über das Internet Kontakt mit den Lesern, was noch dadurch verstärkt ist, dass ich in Schweden wohne. Hier kann ich mit den Leuten immer direkt eins zu eins reden – das ist das beste an der Messe.

Erik: Gerade ist ja der zweite Teil der Valkyrie-Reihe erschienen. Bitte erklär doch den Lesern – möglichst spoilerfrei – was sie von der Reihe erwarten können und was deine Protagonisten ausmacht.

41i6tR4OSNLTina: Valkyrie ist eine klassische Urban-Fantasy-Reihe im Stil der „Dresden Files“ und Seanan McGuire. Meine Protagonistin ist die Walküre Frida, die am Hofe Odins gedient hat, und die plötzlich 1.000 Jahre später in der Zukunft im modernen Stockholm aufwacht. Asgard ist verschwunden, die Norsen leben unerkannt unter den Menschen. Sie muss sich zum einen zurechtfinden, zum anderen möchte sie auch herausfinden, was passiert ist. Im zweiten Band geht es darum, dass die übrigen Norsen, die auch 1.000 Jahre geschlafen haben, alle erwachen und dadurch eine Flüchtlingsproblematik in der Stadt herrscht. Es gibt immer mehr von den Norsen, die sich in der modernen Welt überhaupt nicht auskennen. Daher droht die Entdeckung – und nur Frida kann dies verhindern und eine Lösung finden.

Erik: Du veröffentlichst ja auch Bücher über die Märchenspinnerei. Letztes Jahr hatte ich Nora (Bendzko, Anm. d. Red.) zum Interview, die Teil des Nornennetzes ist. Was ist für dich das Besondere an Autorennetzwerken, was für Vorteile bieten diese dem einzelnen Autor?

Tina: Ich bin ja Hybridautorin, habe sowohl als Selfpublisherin als auch im Verlag veröffentlicht. Als Selfpublisher ist man im Grunde sehr allein, als Teil von einem Netzwerk kann man sich gegenseitig unterstützen, zum Beispiel bei der Werbung. So sind wir als Märchenspinnerei ja auch auf der Leipziger Buchmesse, was für einen einzelnen Selfpublisher nicht zu stemmen, als Gruppe aber möglich ist. Fast noch wichtiger und bemerkenswerter finde ich es, dass man sich gegenseitig, sowohl im Schreibprozess, als auch bei den Veröffentlichungswegen und Problemen unterstützt, bei den ganzen Kleinigkeiten und Schwierigkeiten, denen man sich als Selfpublishingautor stellen muss.

Erik: Pitche doch mal dein aktuelles Schreibprojekt!

Tina: Ich habe derzeit zwei Projekte, mit einem bewerbe ich mich gerade, das andere schreibe ich. Beim einen handelt es sich um ein Space Naval-Projekt, beim anderen um Steampunk Sissi. Welches davon soll ich vorstellen?

Erik: Als Sissi-Fan fällt mir die Entscheidung da nicht schwer – bitte einmal Steampunk Sissi.

Tina: Jeder kennt Sissi, aber nicht mit Flammenwerfern. Es ist Sissi, die Zeit der Habsburger in einem Paralleluniversum, in dem es auch Monster und Geister gibt, um die sich das Ministerium für Monster, Drachen und anderes unnatürliches Gewürm kümmert. Und dann gibt es Sissi und die Liebesgeschichte zwischen ihr und Franz, die auch mit in die Geisterwelt reinspielt.

Erik: Bist du eher der Plotter oder der Discovery-Writer?

Tina: Sowohl als auch. Ich bin, von meiner Ausbildung her, Wissenschaftlerin und habe einen Doktor in Geografie. Deswegen bin ich das Forschen unglaublich gewöhnt, und hole mir bei neuen Ideen immer einen Stapel Bücher und beginne zu forschen. Daher kommen die ganzen Plotideen. Ich sammele dann Ideen, bis ich irgendwann an einem Punkt bin, an dem ich den Protagonisten, den Antagonisten und ungefähr das Hauptdrama kenne. Ich weiß, wo ich hin will, den Schluss, und kenne die ersten drei Kapitel ganz genau. Das ist der Moment, an dem ich beginne, zu schreiben. Ich kann aber tatsächlich nicht erst komplett plotten, das habe ich sogar beim letzten Projekt probiert. Ich lerne die Leute aber erst durchs schreiben kennen, anders geht das für mich nicht. Ich schreibe dann einen sehr schnellen ersten Entwurf, die großen Projekte immer innerhalb des NaNos. Wenn dieser fertig ist, weiß ich genau, wie das Buch aussehen soll. Dann mache ich mir einen genauen Szenenplan und schreibe das Buch quasi nochmal.

Erik: Hast du einen besonderen Buchtipp für uns?

51Ou2IQAX8L._SX326_BO1204203200_Tina: Anna Holubs: „Der Meerschaum“ ist ein Buch in der Märchenspinnerei. Es handelt sich um einen skandinavischen Thriller, eine Adaption der Meerjungfrau. Luzia Pfyls: „Das Ministerium der Welten“ gefällt mir als Serie auch sehr gut, das war auch eine meiner Inspirationen für Sissi.

Erik: Wer sind deine schriftstellerischen Vorbilder und warum?

Tina: Ich würde sagen Seanan McGuire und Terry Pratchett. Beide schaffen es, ganz tiefgründige, menschliche Zusammenhänge zu beschreiben und diese so darzustellen, dass es nicht predigend wird, sondern, dass man es verstehen kann und einen anderen Blickwinkel auf verschiedene, komplexe Zusammenhänge entwickelt. Pratchett hat ja viel darüber geschrieben, was es bedeutet Mensch zu sein, was es bedeutet, als Menschen zusammenzuleben. Das ist bei Seanan auch so. Sie thematisiert in ihren Werken, was es ausmacht, als Familie zusammenleben, was Leben und Tod bedeutet. Und sie hat dies so geschrieben, dass man es auch am Flughafen lesen kann, dass es jedem einfach zugänglich wird.

Erik: Wenn du dir eine Sache für deine Schreibzukunft wünschen würdest, was wäre dies?

Tina: Ich würde mir wünschen, noch mehr Leute zu erreichen, noch mehr Leute in meine Welt mitzunehmen. Das ist das Beste am Schreiben. „Der Ruf des Schicksals“ ist ja gerade herausgekommen und zwei Blogger haben sich die Mühe gemacht, das Buch zu kaufen, live zu lesen und mich mitlesen zu lassen. Es ist ein großes Geschenk, live zu sehen, wie die Sachen, die man geschrieben hat, funktionieren, wie sie rüberkommen und in den Köpfen der Leser zünden. Das ist das allerbeste.

Erik: Zum Abschluss und zur Auflockerung hier noch ein paar Gegensatzpaare mit der Bitte, dich spontan und ohne groß nachzudenken festzulegen:

  • Kaffee oder Tee -> Kaffee
  • Harry Potter oder Herr der Ringe -> Herr der Ringe
  • Low oder High Fantasy -> Urban Fantasy
  • Katzen- oder Hundemensch -> Hundemensch
  • Spiegel-Bestsellerliste oder Deutscher Buchpreis -> Spiegel-Bestsellerliste.

Erik: Vielen Dank für das offene Gespräch und die Antworten. Dir noch eine tolle Messe und weiterhin viel Erfolg mit deinen Büchern!

Tina: Vielen Dank.

[LBM2019] Tag 1 – Ein ganz entspannter Start

Endlich öffnete die Messe ihre Tore, endlich war es wieder Zeit für die LBM. Auch wenn sie mit einem kleinen Ärgernis startete – die Security weigerte sich, mich mit – auf der Website der LBM ausdrücklich erlaubten – Glasflaschen das Gelände betreten zu lassen, konnte ich die Probleme noch aus der Welt räumen. Ein Anruf beim Messeservice, ein Besuch des Bereichsleiters 20 Minuten später, ließ der Security keine andere Wahl mehr, als mich schließlich passieren zu lassen :D. Mein Weg führte mich zuerst zum Stand der LLC, dann zum Gemeinschaftsstand des Burgenwelt Verlags und des Eridanus Verlags, wo ich meine fünf dort ausgestellten Anthologien direkt fotografierte.

20190321_103650

20190321_115401.jpgIm Anschluss führte ich meine erste Veranstaltung des Tages durch: ein Autoreninterview mit Tina Skupin – Autorenkollegin bei Ohneohren, beim Burgenwelt Verlag und Hybridautorin, unter anderem mit einem Roman für die Märchenspinnerei. Wie beim Interview im letzten Jahr von der LBM mit Nora Bendzko, wird auch dieses im Nachhinein veröffentlicht. Vielleicht bildet sich hier ja eine neue Tradition? Gibt es schon Anwärter für die LBM2020? :D. Bevor es zu meinem nächsten Programmpunkt ging, nahm ich noch schnell am Lyx-Rad teil und gewann dort ein E-Book, das sicherlich Bestandteil einer Verlosung nach der Messe wird – bleibt wachsam!

20190321_140957.jpgNach einer kleinen Pause beim Burgenwelt Verlag ging es dann zu einer Lesung. Tanja Voosen las aus „My First Love“ und dem – noch nicht erschienenen – Nachfolgeband „My Second Chance“. Bereits auf dem Lit.Love-Lesefestival 2018 lernte ich Tanja und ihr Buch kennen – nach der heutigen Lesung bin ich noch interessierter. Klingt nach genau der richtigen Lektüre für mich!

Nach einer erneuten Pause – ja, heute alles sehr entspannt – und einigen Treffen mit Freunden und Bekannten (Jacqueline Mayerhofer, die mir ihr Buch überreichte, Nadine Muriel, Tanja Dietze, Regine D. Ritter u.v.m.), stand auch schon der letzte, große Programmpunkt des Tages an: die Verleihung des 20190321_172923SERAPH 2019. Gewonnen haben Bernhard Hennen (im Bild, bestes Buch für: „Die Chroniken von Azuhr – Der Verfluchte“),  Birgit Jaeckel (bester Independent-Titel für: „Das Erbe der Rauhnacht“) und Kris Brynn (bestes Debüt mit „The Shelter – Zukunft ohne Hoffnung). Auch wenn dies sicherlich verdiente Preisträger sind – vor allem Bernhard Hennen – finde ich es schade, dass es für Nora Bendzko, Stella Delaney (jeweils nominiert für Independent-Titel) und Rebecca Andel (nominiert fürs Debüt) nicht gereicht hat.

Nach dem eher ruhigen Tag steht morgen dann ein etwas stressigeres Programm an. Mit einer Signierstunde, einer Verlagsvorschau, einem Bloggertreffen, einer Releaseparty und einem Autorentreffen ist mein Terminkalender ziemlich gefüllt. Ich freue mich!

0d122b81-5220-460f-bbb1-5b46c095cf7a

[Jahresrückblick] Mein Jahr als Autor

Nach meinen Jahresrückblicken als Leser und als Blogger möchte ich nun, zuletzt, auf das Jahr 2017 aus Autorensicht zurückblicken, bevor ich mich ab morgen dann mit neuen Beiträgen dem Jahr 2018 widme :).

20246157_1511196258939631_3011318163153962450_nAlles in allem, denke ich, kann ich mit 2017 durchaus zufrieden sein, auch wenn es durchwachsener war als die vergangenen Jahre. Relativ zu Beginn des Jahres konnte ich endlich meine Fantasy-Durststrecke überwinden, und erhielt zwei Zusagen des Drachenstern Verlags für Geschichten aus den Genres Fantasy und Science-Fiction (letzteres für mich eine Premiere). Die dazugehörigen Anthologien erscheinen voraussichtlich im Februar 2018. Zudem konnte ich auch in einem weiteren, für mich gänzlich neuen Genre, einen Verlagsvertrag an Land ziehen. Wer hätte gedacht, dass ich jemals eine Horror-Geschichte schreibe? 😀

Neben der Anthologie zur Horror-Geschichte, erschien auch pünktlich zum Reformationsjubiläum die Luther-Anthologie, jeweils im Burgenwelt Verlag, zu der ich ebenfalls eine Kurzgeschichte beigesteuert habe.

41mq0ygoqil-_sx320_bo1204203200_Aber auch in meinem „Parade“-Genre konnte ich etwas veröffentlichen. Sowohl ein Liebesgedicht (im Sperling Verlag) als auch eine romantische Kurzgeschichte (für die Schreibgruppe-Prosa) wurden in diesem Jahr angenommen und veröffentlicht. Ferner erschien auch endlich die Printausgabe zur femtastischen Anthologie „Heimchen am Schwert“, die eine meiner Lieblingsgeschichten aus meiner Feder enthält (Verlag Ohneohren).

Ich glaube, das wars – sofern ich etwas vergessen habe, reiche ich es nach. Leider habe ich in diesem Jahr weniger geschrieben, ich hoffe, das bessert sich im nächsten Jahr wieder =).

[Buchgedanken] Jacqueline Mayerhofer: „Mondschatten“

Vor einigen Wochen habe ich „Mondschatten“ von Jacqueline Mayerhofer gelesen. Der Roman ist 2016 beim österreichischen Verlag Ohneohren erschienen und am ehesten dem Genre Urban Fantasy zuzuordnen. Wobei man aufgrund der Schwerpunktsetzung aus meiner Sicht auch gute Argumente dafür hätte, das Buch ins Genre „Paranormal Suspense“ zu schieben.

51ui31wmaslEmily McDawn hat alles, was sie sich wünscht. Ihre Karriere geht bergauf und sie ist glücklich verlobt. Bis ein Überfall dazu führt, dass sie vier Jahre ihres Lebens vergisst. Auf der Suche nach Antworten und einem neuen Leben begegnet sie dem geheimnisvollen Leo, der sie fasziniert. Doch irgendetwas an ihm ängstigt Emily – und es sind nicht nur die mysteriösen Leute, mit denen er sich umgibt. Gefangen zwischen Vergangenheit und Zukunft begibt sich Emily auch auf eine Reise in die Abgründe ihrer eigenen Seele. Eine Reise, die sie bis tief in ihre Kindheit zurückführt – und zu ihren wahren Eltern.

Das Buch musste ich erstmal sacken lassen. Obwohl ich – wie von der Autorin in der Danksagung empfohlen – darüber geschlafen habe, hat mich das Ende immer noch nicht versöhnlich gestimmt. Wie konnte sie nur …? Dieser innere Aufruhr zeigt aber auch, dass das Buch einen berüht, einen mitnimmt und nicht kaltlässt.

Aber weg vom Ende. „Mondschatten“ ist ein hochspannender Roman, der den Leser auf eine Achterbahnfahrt führt. Teils ist die Handlung vorhersehbar, teils baut die Autorin unerwartete Wendungen ein, die den Spannungsbogen dauerhaft hochhalten. Zudem kommen immer mal wieder kleine Spannungsspitzen, die den Herzschlag erhöhen. Insgesamt war mir, der ich einen klassischen Fantasy-Roman erwartet habe, die Handlung etwas zu brutal. Ich hätte aber vorgewarnt sein müssen, wo das Buch doch unter dem Verlagslabel „oo Blut“ erschienen ist :D.

Leichte Probleme hatte ich damit, mich in dem Setting zurechtzufinden. Der Roman spielt – laut dem Text – in einem leicht futuristischen Schottland im Jahre 2023. Wäre da nicht die moderne Technik, die in dem Buch vorkommt, hätte ich das Geschehen durchaus 100 Jahre früher erwartet. Es ist für mich schlichtweg nicht vorstellbar, wie in der heutigen Gesellschaft die Abläufe des Buches geschehen können  und sei es nur die Adoption, oder die komplette Unfähigkeit der Polizei, in den Großstädten die regelrechten Blutorgien zu unterbinden. Wenn man den Handlungsort einfach in eine unbekannte dystopische Welt gelegt hätte, wären mir als Leser viele Gedankenspiele erspart geblieben.

Der Autorin gelingt es, viele verschiedene, plastische dreidimensionale Charaktere mit Stärken und Schwächen zu schaffen – und jedem von ihnen eine eigene Hintergrundgeschichte zu geben. Auch wenn Emily sich komplett unlogisch verhält, und ich sie hunderte Seiten lang einfach nur anschreien wollte, entwickeln sich die Charaktere auf ihren eigenen Wegen jedoch konsequent weiter – zumindest solang, bis sie sterben (George R. R. Martin wäre stolz gewesen).

Buchsatz, Lektorat und Korrektorat haben solide gearbeitet, lediglich der Buchumschlag überzeugt mich nicht restlos. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, bildhaft und lässt sich gut lesen.

Mein Fazit? „Mondschatten“ ist ein hochdramatischer, emotionaler Roman, der vor allem durch seine kontinuierliche Spannung und tolle Charaktere überzeugt. Mit dem Setting und dem Cover bin ich allerdings nicht ganz warm geworden. Für liebhaber blutiger Fantasy und von Thrillern mit paranormalen Elementen jedoch bedenkenlos zu empfehlen – sofern sie zumindest mal über 16 sind.

[FBM2017] Tag 5 – Rekordschlange und Messeausbeute

Am Messesonntag stand für mich nach dem anstrengenden und langem Samstag nur noch eine Veranstaltung auf dem Plan, die es aber in sich hatte. Die Signierstunde von Kerstin Gier sprengte – gefühlt – alle Rekorde. Obwohl ich bereits 15 Minuten nach Messebeginn – und damit 45 Minuten vor Beginn der Signierstunde – am Fischer-Stand war, hatte die Autorin bereits damit begonnen, zu signieren, und die Schlange war bereits endlos lang. Perfekt organisiert vom Fischer Verlag, war die Schlange auf mehrere Hallenteile aufgeteilt, um keine Gänge zu verstopfen (großes Lob!). Nach etwas mehr als 2,5 Stunden konnte ich mir – in etwa als 320. Besucher – ein Exemplar von Wolkenschloss signieren lassen. Hinter mir standen übrigens noch weitere Menschenmassen, sodass Kerstin Gier statt einer Stunde mindestens vier Stunden signierte.

20171015_121710Den Rest des Tages hatte ich mir freigenommen, um kurz durch die Cosplay-Halle zu laufen (wo mir Funkos von Hermine und Laureline in die Tasche gesprungen sind – nein, ich konnte sie nicht daran hindern :D), und um Bekannte zu treffen. Ich habe mich ganz besonders darüber gefreut, dass es endlich geklappt hat und ich Sarah Ricchizzi gefunden habe. Zudem gab es Treffen mit den tollen und supernetten Kolleginnen Anna Eichenbach (Burgenwelt Verlag), Veronika Lackerbauer (Verlag Ohneohren), mit Yvonne, der guten Seele von Twentysix, und mit der kongenialen Julia Adrian.

Abschließend möchte ich Euch meine Messeausbeute zeigen (und erklären).20171016_184147

Alle Bücher rechts von „Poetische Zeiten“ (Kea von Garnier) sind (inklusive Keas Buch) signiert und zur Messe oder auf der Messe erstanden worden, oder kostenlose Leseexemplare. „Origin“ ist — leider – nicht signiert, bei „Hundert Jahre Einsamkeit“ handelt es sich um ein nicht-signiertes Rezensionsexemplar vom Bloggertreffen bei Kiepenheuer & Witsch. „Licht und Schatten, Band 2“ ist ein signiertes Rezensionsexemplar direkt von der Autorin, und „Wenn alte Wellen singen“ sowie „Luther. Aus dem Leben einer Legende“ sind meine eigenen Exemplare, die ich mir von Mit-Autorinnen signieren ließ.

Insgesamt eine tolle Messe. Ich kann die nächste kaum erwarten. Im Messejahr geht es für mich in ziemlich genau einem Monat weiter mit dem Lit.Love.Lesefestival in München. Vielleicht sehe ich ja den einen oder anderen von euch dort.

Und täglich grüßt … die Shortlist!

Mal wieder ist eine Ausschreibung ausgewertet worden, und mal wieder bin ich in gewisser Weise auf einer Shortlist gelandet.

Aus den 296 Texten, die das Magazin „zugetextet“ zu seiner Ausschreibung „Coming of Age“ erreicht hatten, hat die Redaktion in mühevoller Arbeit die aus ihrer Sicht qualitativsten Texte ausgesucht und diese in drei Gruppen aufgeteilt. In der ersten Gruppe finden sich 21 Texte, die definitiv für die nächste Ausgabe berücksichtigt werden sollen und in der dritten Gruppe 27 Texte, die, wenn es der Autor wünscht, auf dem Blog des Magazins veröffentlicht werden.

Mein Text (einer meiner Herzenstexte) „Goethe und Ich“ befindet sich in Gruppe zwei, zusammen mit 18 weiteren Texten. Dies sind Texte, die beim Layout oder als Ersatz für zurückgezogene Texte noch ins Magazin rücken könnten – bei Ohneohren wäre das der „Vielleicht“-Stapel ;). Es bleibt also spannend – spätestens in zwei Wochen sollte das definitive Ergebnis stehen – also drückt die Daumen :).

Achja – und in der nächsten Woche sollen auch die Shortlists der Drachenstern-Ausschreibungen präsentiert werden – hier ist aber wohl alles Daumendrücken in diesem Jahr vergebens, da ich fest mit zwei Ablehnungen rechne :).

Deutscher Phantastik Preis 2017 – Shortlist!

Es ist geschafft! Die Anthologie „Heimchen am Schwert“, in der ich mit meiner Geschichte „Der Kreis der Sieben“ vertreten bin, ist auf der Shortlist zum „Deutschen Phantastik Preis“ 2017 gelandet. An dieser Stelle vielen, vielen Dank für alle, die dem femtastischen Werk Ihre Stimme gegeben haben :).

Seit dem 01.05.2017 läuft nun die finale Abstimmung. Bis zum 15.06.2017 kann unter den verschiedenen Kandidaten der Shortlist gewählt werden. Abstimmen könnt ihr unter : https://eveeno.com/123240092

heimchen_cover_web
(c) www.ohneohren.com

Ich würde mich freuen, wenn Ihr auch in der letzten Abstimmungsrunde das Heimchen noch einmal kräftig unterstützen würdet, auch wenn es Don Quijotes Kampf gegen Windmühlen gleichkommt, den Drachenmond Verlag mit „Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln“ herauszufordern :).

In den anderen Kategorien war es mir unter anderem eine besondere Freude, meine Stimme dem Covergott Alexander Kopainski, der bezaubernden Nicole Gozdek, meinem Idol Bernhard Hennen und der wunderbaren Katharina Seck geben zu können, die ich Euch auch wärmstens ans Herz legen möchte.

Ich wünsche allen Teilnehmern viel Erfolg und einen sonnigen Sonntag!

[LBM2017] Tag 4 – Die Macht des Mondes ist …

… Liebe. Doch dazu gleich mehr.

Beginnen wir chronologisch. Trotz einiger (selbstverschuldeter) Verzögerungen beim 20170326_102249Check-Out war ich dank Shuttlebus rechtzeitig bei der Messe und konnte so direkt um kurz nach 10 zur Lesung von Emily Bold gehen (auch ein Fixpunkt auf jeder Messe irgendwie). Vorgestellt wurde ihr neuestes Werk: „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“, erschienen bei Montlake, dem Amazon-Verlag für romantische Geschichten. Der Auszug machte einen tollen Eindruck – ob das ganze Buch das bestätigen kann, werde ich (dank einem Freiexemplar, das der Verlag jedem interessierten Zuhörer überreichte) auch in Kürze überprüfen können. Emily signierte zudem nicht nur das aktuelle Werk, sondern ich konnte mir endlich nach langer Zeit auch „Ein Kuss in den Highlands“ signieren lassen (bereits rezensiert).

20170326_111105Im Anschluss nutzte ich die Zeit, um mich nochmals in aller Gründlichkeit bei der Manga Comic Convention umzusehen und auch endlich die Stände der einzelnen Zeichner anzuschauen, wobei mich die Arbeiten von „Kaminazuki“ und „Pantsu Chii“ hellauf begeisterten. Nachdem ich mich mit Postkarten von Kaminazuki – und vielen kleineren Gimmicks bei anderen Ständen eingedeckt hatte, machte ich mich auf die Suche nach tollen Cosplays, um Euch hier auch noch das ein oder andere Bild zu zeigen. Natürlich gab es unzählige tolle Cosplayer, und innerhalb der Halle war auch nur ein Bruchteil, da viele bei Sonnenschein lieber im Freien geshootet haben. Ich habe einfach mal zwei Gruppencosplas fotografiert (man merkt, Bösewichter sind im Trend!).

Ein weiteres großes Thema in diesem Jahr war Sailor Moon. Es gab nicht nur unzählige 20170326_120818Cosplayer (wie das Gruppenfoto beweist), sondern auch eine große Bühnenshow von SailorMoonGerman, die die dritte Staffel der aktuellen Serie anpreisen soll. Am Ende der Show: Gänsehaut. Alle Protagonisten und viele Zuschauer intonieren das Intro der ursprünglichen Serie. Da wird die Kindheit wieder lebendig. Doch das größte Highlight kam nicht in der Show, sondern danach. Auf der Bühne, umrahmt von vielen weiteren Cosplayern, machte ein Künstler seiner Freundin einen Heiratsantrag, den diese, sichtlich gerührt und überwältigt, annahm. Natürlich ließ es sich die Sängerin der Show nicht nehmen, dann für die beiden noch einmal zu singen. Mondstein flieg und sieg!

20170326_181738Kurz danach kehrte ich in die Realität – und auf die reguläre Buchmesse – zurück. Ziemlich brutal wurde ich aus der Traumwelt gerissen, da ich direkt über die große Antifa-Demo gegen den Compact-Stand stolperte .Wie in den letzten Tagen ließ ich den Tag beim Burgenwelt Verlag ausklingen (übrigens (Jana, überlese das mal bitte^^) – wenn jemand jemanden kennt, der gerne eine Mittelalter-Liebesanthologie herausgeben möchte *hust* – bitte melden!). Ich habe mich sehr gefreut, am letzten Tag noch Melanie Vogltanz und Thomas Heidemann, zwei ohneohrigen Verlagskollegen, über den Weg zu laufen :). Und dann, so plötzlich wie sie gekommen war, war die Messe auch schon wieder vorbei. Ich kann die nächste kaum erwarten.

Vielleicht noch ein kleiner Ausblick auf mein restliches Messejahr (ich hoffe, so viele von Euch wie möglich bei der ein oder anderen Veranstaltung zu sehen): fix eingeplant sind derzeit im Mai die LLC, im Oktober die FBM und im November die Lit.Love. Gegebenenfalls kann ich spontan die BuchBerlin im November noch dazunehmen, je nachdem, wie es mit dem Urlaub aussieht, und sich vor allem auch mein Schreiben bis dahin entwickelt :).

Zum Schluss möchte ich mich noch dafür bedanken, dass Ihr alle so fleißig die Messeberichte gelesen habt. Ich hoffe, ich konnte Euch einen kleinen Eindruck über meinen Messebesuch geben. Ich finde, mir ist in diesem Jahr der Spagat zwischen Networking und Fan-Sein, zwischen Unterhaltung und Anspruch sehr gut gelungen – es haben allerdings einige lehhreiche Veranstaltungen zum Thema Marketing etc. gefehlt – davon gibt es dann vielleicht in Frankfurt wieder mehr :)..

[FBM2016] Ein krönender Abschluss (Tag 5)

Wie geplant ließ ich den Messesonntag ruhig angehen. 20161023_1120020Da ich bereits im Laufe der Woche fast alles gesehen hatte, habe ich mir den Sonntagvormittag freigehalten. Zuerst traf ich mich mit der ohneohrigen Verlagskollegin Veronika Lackerbauer, deren bayrische Krimi-Geschichtensammlungen „Hugo & Leberkäs“ und „Sushi & Weißbier“ am BoD-Stand ausgestellt waren. Im Anschluss kam ich mit Michaela Stadelmann (vielen mittlerweile als Mikaela Sandberg bekannt) und ihrer Familie zusammen. Ich kenne Michaela  bereits seit mehr als 2 Jahren, sie war die Verlegerin des, leider mittlerweile aufgelösten, Wunderwaldverlages, in dem ich insgesamt fünf 20161023_120824Kurzgeschichten veröffentlichen durfte. Auf dem Weg zu unserer gemeinsamen Mittagspause stießen wir dabei auf diese Cosplaygruppe, die uns so gut gefallen hat, dass wir das direkt als Foto festhalten mussten :).

Der Nachmittag war, wie in den letzten Jahren bereits zur Tradition geworden, der Deutschen Cosplay Meisterschaft (DCM) vorenthalten. Diese feierte in diesem Jahr ihr 10. Jubiläum, daher wurde sowohl eine Einzel-, als auch eine Paarmeisterschaft ausgetragen. 20161023_1705590Im Rahmenprogramm wurden fast alle bisherigen Gewinner der DCM nochmals präsentiert und das Team hinter den Kulissen vorgestellt. Zudem wurde der DCM vom japanischen Außenministerium eine Urkunde für die Verdienste um die deutsch-japanische Freundschaft und den gegenseitigen Kulturaustausch überreicht. In der Einzelkategorie wurde dieses Jahr ein Cosplay aus dem Kurzfilm „Frozen Fever“ gekrönt. Es machte einen sehr authentischen Eindruck und die Teilnehmerin überzeugte auf ganzer Linie mit einer tollen Performance. 20161023_170857Alles in allem fand ich die Qualität dieses Jahr, vor allem auch bei den Auftritten, sehr hoch. Im ersten Bild sind zentral die Gewinnerin des Einzelwettbewerbes und die Gewinner des Paarwettbewerbes zu sehen, im zweiten Bild alle Preisträger (Platz 1-5 der jeweiligen Kategorie) als Gruppenfoto.

Auf dem Rückweg durch die Cosplayhalle habe ich dann noch kurz gesündigt, und mir (passend zum Thema), meine dritte Funko-Pop-Figur gekauft. Es wurde *trommelwirbel* Elsa im Krönungsoutfit. Neben Rey (Star Wars) und Claire Elisabeth Beauchamp Randall Fraser (Outlander) ist sie die dritte weibliche Heldin meiner Sammlung. Damit das nicht so einseitig ausfällt, muss als nächstes endlich ein Mann dazustoßen. Ich bin nur unschlüssig, wer. Momentan gehen meine Gedanken am ehesten zu Malcolm Reynolds (Firefly) und Fox Mulder (Akte-X). Wer gehört aus Eurer Sicht unbedingt in eine Funko-Pop-Sammlung? Habt Ihr Vorschläge? Dann rein damit in die Kommentare :).

Lg Erik