[Buchgedanken] Sabrina Qunaj: „Hearts & Horses – Reiten, Rockstar und das große Glück“ (Hearts & Horses 1)

Vor kurzem habe ich auch „Hearts & Horses – Reiten, Rockstar und das große Glück“ von Sabrina Qunaj gelesen. Das Buch ist 2025 im cbj Kinder- und Jugendbuchverlag in der Penguin Random House Verlagsgruppe GmbH erschienen und als Jugendbuch einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Mia liebt Pferde über alles, besonders den Lusitano ihrer Mutter. Als er verkauft wird, schwört Mia, ihn eines Tages zurückzuholen. Aber als sie den Wallach tatsächlich wiedertrifft, ist er völlig verändert und lässt niemanden mehr an sich heran – mit Ausnahme eines Jungen namens Arvid. Auch Mia fühlt sich zunehmend zu Arvid hingezogen und kann die Schmetterlinge in ihrem Bauch bald nicht mehr verleugnen. Doch dann erfährt sie, dass Arvid kein gewöhnlicher Junge ist! Diese Erkenntnis verändert alles, und die märchenhafte Zeit auf dem Pferdehof droht jäh zu enden …

„Hearts & Horses – Reiten, Rockstar und das große Glück“ ist der erste Band der gleichnamigen Buchreihe, die – entgegen der etwas einseitigen Bewerbung durch den Verlag – hoffentlich nicht nur Mädchenherzen höher schlagen lässt. Empfohlen wird das Buch dabei ab 10, tendentiell würde ich die Altersgrenze minimal höher legen und das Buch Leser:innen ab zwölf Jahren ans Herz legen, ein Alter, das auch näher an den Protagonist:innen ist. Der Roman ist übrigens mein drittes Buch von Sabrina nach „Der Ritter der Könige“ und „Ein Gefühl wie warmer Sommerregen“ (letzteres als Ella Simon). Das Buch könnte man zudem verschiedenen Genres zuordnen – als Pferderoman, als Teen-Romance, als Rockstar-Romance etc. Der Einfachheit halber habe ich mich aufgrund des bunten Themenmixes aber für die Einordnung als Jugendbuch entschieden.

Die Handlung ist abwechslungsreich, spannend und altersgerecht. Die Geschichte wird aus zwei verschiedenen, personalen Erzählperspektiven erzählt, man begleitet Mia (13) und Arvid (14), die Love Interests (das kurzzeitig aufgebaute Love Triangle mit Mark kann man hier vernachlässigen). Das Buch mischt dabei jugendtypische Themen wie erste Liebe und familiäre Konflikte mit einer klassischen Rockstar-Romance und ganz viel Pferden – Ostwind-Vibes inklusive.

Dabei kann vor allem das Setting brillieren. So entführt Sabrina Qunaj die Leser:innen nach Norddeutschland, in eine Gegend zwischen Strand, verwaisten Leuchttürmen und Pferdehöfen. Vor allem der fiktive Showpferdehof Hansen berührt hier mit der tollen Einstellung zur Arbeit und zum Umgang mit den Pferden – wirklich schön. Und auch Arvids Rockstar-Leben wird anschaulich beschrieben, gern hätte ich mir hier noch mehr Einblicke in den Songwriting-Prozess und insbesondere abgedruckte Songtexte gewünscht.

Die einzelnen Figuren sind im Wesentlichen vielschichtig, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive – sollten in potentiellen Folgebänden die gleichen Charaktere wieder auftreten, könnten diese hier aber noch schärfer herausgearbeitet werden. Denn bislang überzeugen vor allem wichtige Nebencharaktere wie Hanna und Karo, während Mia nicht immer nachvollziehbar handelt. Sabrina Qunajs Schreibstil ist altersgerecht, lässt sich zudem leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anlaufen.

Die Buchgestaltung ist gelungen. Lektorat und Korrektorat haben größtenteils sauber gearbeitet, der Buchsatz ist ordentlich. Der Buchumschlag ist auf dem Cover, dem Buchrücken und der Coverrückseite leicht geprägt und mit farbigen Coverinnenseiten versehen. Das Covermotiv setzt sich nahtlos auf dem Buchrücken und der Coverrückseite fort, sodass ein einheitliches Gesamtbild entsteht. Insgesamt ist das Covermotiv farblich eher unauffällig und genretypisch, ich hätte mir hier noch etwas mehr Anklang an die Handlung gewünscht. Alles in allem ist es aber durchaus ansehnlich, wenn auch kein Eyecatcher.

Mein Fazit? „Hearts & Horses – Reiten, Rockstar und das große Glück“ ist ein toller Start in die Reihe, der vor allem durch den Themenmix und mit seiner tollen Einstellung zur Pferdearbeit punktet. Für Leser:innen – nicht nur für Mädchen – ab etwa zwölf Jahren bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Michaela Thewes: „Mein Herbst voller Küsse, Chaos und Graffiti“ (Charly und Noah 2)

In den letzten Tagen habe ich auch „Mein Herbst voller Küsse, Chaos und Graffiti“ von Michaela Thewes gelesen. Der Roman ist 2024 bei One in der Bastei Lübbe AG erschienen und als Jugendbuch einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über die verlagseigene Bloggerjury.

Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie aufgeregt ich bin! Sina, eine Freundin von früher, soll für eine Weile bei uns wohnen und in meine Klasse gehen. Das wird bestimmt cool – habe ich gedacht. Aber irgendwie ist diese Sina ganz anders als in meiner Erinnerung. Sie sieht aus wie ein Rockstar und verhält sich total feindselig. Ich weiß, dass sie im Moment ’ne Menge durchmacht, also versuche ich, ihr den Neustart zu erleichtern. Mein Freund Noah hilft mir dabei. Er nimmt sogar mit Sina an einem Graffitiprojekt teil … und irgendwie verbringen sie super viel Zeit miteinander. Noah versteht nicht, warum ich das echt ätzend finde. Und auf einmal verbreitet auch noch jemand an der Schule fiese Gerüchte über mich. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Sina dahintersteckt, die mir Noah ausspannen will – oder?

„Mein Herbst voller Küsse, Chaos und Graffiti“ ist nach „Mein Sommer voller Flips und Flops“ der zweite Band der Buchreihe um Charly, Noah und deren gemeinsame Freunde. Dabei lässt sich der Roman relativ einfach als Jugendbuch einordnen, auch eine Zuordnung ins Genre Teen Romance wäre gleichsam möglich. Über die komplette Buchreihe hinweg könnte man zudem über eine Eingruppierung als Coming-of-Age nachdenken, dafür fehlt mir aber etwas der langfristige Blick, etwas die kontinuierliche Entwicklung, sodass ich es bei der allgemeinen Kategorisierung als Jugendbuch belassen habe. Empfohlen wird der Roman dabei seitens des Verlages für Leser:innen ab 12 Jahren.

Die Handlung ist durchaus abwechslungsreich und spannend, teils aber auch vorhersehbar. So reichert Michaela Thewes die Geschichte um die erste große Liebe mit anderen, jugendtypischen und altersgerechten Problemen an wie Mobbing, familiäre Streitigkeiten und mangelndes Selbstwertgefühl und mischt das ganze mit Romance-typischen Tropes, z.B. „Forced Proximity“ und „Friends to Enemies to Friends“ (ausnahmsweise mal keine Lover). Dabei erlaubt es die Handlung, das Buch als Standalone zu lesen – das habe ich auch getan, ohne allzu viel zu vermissen. Für ein runderes Gesamtbild empfiehlt es sich aber sicherlich, vor diesem Band auch den ersten Teil zu lesen.

Das Setting ist relativ austauschbar, für die Geschichte aber auch eher unwichtig. So entführt die Autorin ihre Leser:innen in eine – gefühlt – kleine bis mittelgroße Stadt, die lediglich namenlose Kulisse für das persönliche Drama der Protagonist:innen ist und dafür lediglich ein Gymnasium, ein Eiscafé, eine Pizzeria und einige weitere, versprengte Handlungsorte aufweisen muss. Etwas Lokalkolorit, eine genauere Verortung hätte zwar die Handlung nicht weiter vorangebracht, aber ihr vielleicht noch einen stärkeren, authentischen Flair verleihen können.

Die einzelnen Figuren sind im Wesentlichen vielschichtig ausgearbeitet, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Trotz der relativ kurzen Auftritte haben mich Emma und Anna besonders überzeugt, auch Nele und Sina können größtenteils glänzen, während insbesondere Charly nicht immer nachvollziehbar handelt – und mir gerade am Ende von nahezu allen Charakteren etwas Einsicht und Größe fehlt, sind ihre Aktionen doch durchaus problematisch. Der Schreibstil von Michaela Thewes lässt sich jedoch leicht und flüssig lesen und das Kopfkino sofort anlaufen, ist altersgerecht, teils aber zu bemüht jugendsprachlich durchsetzt.

Die Buchgestaltung ist ebenfalls solide. Lektorat und Korrektorat sind nur Kleinigkeiten durchgerutscht, der Buchsatz ist schön anzusehen und versucht sogar, die Chatnachrichten innovativ zu setzen – auch wenn hier sicherlich noch mehr rauszuholen gewesen wäre. Der Buchumschlag ist auf dem Cover, dem Buchrücken und der Coverrückseite leicht geprägt und mit Klappen und farbigen Coverinnenseiten versehen. Das Covermotiv passt sich gut in die Reihe ein und sorgt für einen einheitlichen Gesamteindruck, ist dabei jedoch recht eintönig – und die Darstellung der Protagonistin Ton in Ton mit dem Hintergrund irritiert zudem.

Mein Fazit? „Mein Herbst voller Küsse, Chaos und Graffiti“ ist ein durchaus abwechslungsreiches und berührendes, teils humorvolles Jugendbuch, das – wie das Leben selbst – aber auch nicht perfekt ist und kleinere Schwächen aufweist. Für Leser:innen ab dem vom Verlag vorgeschlagenen Lesealter von 12 Jahren bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Patricia Schröder: „Jungs braucht echt keiner! … und trotzdem klopft das blöde Herz“ (Hannah 2)

Vor kurzem habe ich auch „Jungs braucht echt keiner! … und trotzdem klopft das blöde Herz“ von Patricia Schröder gelesen. Das Buch ist 2024 im KARIBU Verlag in der Edel Verlagsgruppe GmbH erschienen und als Jugendbuch für Leser:innen ab 10 Jahren einzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de.

Hannah hat von Jungs echt die Nase voll! Sie kann nicht verstehen, wieso Elias seit ihrem letzten Treffen nicht mehr durch den Schrank zu ihr gereist ist. Dabei hatte sie gerade angefangen, ihn irgendwie zu mögen. Dann eben nicht! Auch Hannahs beste Freundinnen sind keine Hilfe, denn sie denken, dass Elias nur ausgedacht ist und Hannah eigentlich nur einen Freund will. Und natürlich taucht Elias gerade dann wieder auf, als Hannah Hals über Kopf im Chaos steckt. Wie soll sie ihm nur erklären, dass er ihr ganz und gar nicht egal ist?

„Jungs braucht echt keiner! … und trotzdem klopft das blöde Herz“ ist nach „Jungs müssen draußen bleiben! … und trotzdem zieht das Chaos ein“ der zweite und wohl abschließende Band der Reihe um Hannah, Elias und das Schrankreisen. Den Vorgänger habe ich ja noch als phantastisches Jugendbuch bezeichnet, dieses Mal habe ich es – auch auf Anregung der Autorin – bei der allgemeinen Kategorisierung als „Jugendbuch“ belassen, auch wenn dieses vom Verlag selbst als „magisch“ beworben wird – der phantastische Anteil/Twist bleibt weiterhin unleugbar. Auch finde ich es weiterhin schade, dass der Verlag auch diesen Band „für Mädchen ab 10“ empfiehlt – hier hat man die Chance vertan, die fehlende Ansprache an jugendliche Leser zu korrigieren, obwohl viele Jungen sich sicherlich gut mit Elias und dessen Schüchternheit identifizieren könnten.

Die Handlung hingegen vermag auch weiterhin zu überzeugen, bleibt abwechslungsreich und spannend, wenn auch in diesem Teil der innovative Aspekt bereits bekannt ist und daher etwas die Überraschung fehlt. Dabei setzt die Handlung relativ zeitnah nach Ende des ersten Bandes ein und spannt den Bogen nahtlos fort, bleibt altersgerecht und spricht jugendtypische Probleme an – dieses Mal vor allem Konflikte innerhalb der Freundschaft. Hierbei bleiben die Konflikte – trotz aller Tränen – weiterhin in einem Bereich, der das Feel-Good-Leseerlebnis nie erheblich schmälert, dafür sorgen auch die insbesondere durch Lilly und Karlchen eingestreuten humorvollen Szenen. Auch das Ende fügt sich organisch in die Handlung ein, ist hierbei aber fast zu kitschig rosarot.

Das Setting bleibt weiterhin etwas austauschbar, so entführt die Autorin die Leser:innen nach Hamburg, nach München und auf ein Hausboot, wobei die Städte bloße Kulisse sind und der Roman auch in allen anderen, weit auseinanderliegenden Orten hätte spielen können. Auch fehlt mir weiterhin ein schlüssiges Konzept für den magischen Twist, wenn auch einige Erklärungsansätze zumindest geliefert werden.

Die einzelnen Figuren werden konsequent weiterentwickelt, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Gefühle. Hierbei brilliert Lilly als heimlicher Star des Buches, aber auch Elif und – mit kleinen Abstrichen – Elias können durchaus überzeugen, während Hannah nicht immer nachvollziehbar handelt. Patricia Schröders Schreibstil lässt sich dahingegen weiterhin leicht und flüssig lesen, ist humorvoll und altersgerecht und lässt das Kopfkino sofort anlaufen.

Die Buchgestaltung kann ebenfalls im Wesentlichen glänzen. Lektorat und Korrektorat sind zwar Kleinigkeiten durchgerutscht – und über die Häufigkeit der Worte „Käfigklappenklackgeräusch“ und „Staubsaugerkabeleinziehgeräusch“ kann man phasenweise auch reden. Der Buchsatz ist fehlerfrei und setzt gerade die Kapitelanfänge wunderschön, die Chatnachrichten hätten jedoch innovativer abgebildet werden können. Der Buchumschlag ist auf Cover, Coverrückseite und Buchrücken leicht geprägt und mit farbigen, aber eintönigen Coverinnenseiten versehen, das Covermotiv passt sich gut in die Reihe ein und sorgt für Wiedererkennungswert.

Mein Fazit? „Jungs braucht echt keiner! … und trotzdem klopft das blöde Herz“ ist eine gelungene Fortsetzung des ersten Bandes, die vor allem mit der Weiterentwicklung der Charaktere und einer starken Prise Humor punktet, dabei aber weiterhin auch kleinere Schwächen besitzt. Für Leser:innen (jedes Geschlechts) ab 10 Jahren bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Kevin Panetta: „Bloom“ (Bloom 1)

Vor kurzem habe ich auch „Bloom“ von Kevin Panetta gelesen. Die Graphic Novel ist 2024 im One Verlag in der Bastei Lübbe AG veröffentlicht worden, die Originalausgabe erschien unter gleichem Titel 2019 bei First Second Books. Die Illustrationen stammen aus der Feder von Savanna Ganucheau, für die Übersetzung zeichnet Linde Müller-Siepen verantwortlich. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über die verlagseigene Bloggerjury.

Die Highschool neigt sich dem Ende zu, und Ari kann es kaum erwarten, mit seiner Band in die Großstadt zu ziehen und durchzustarten – falls er seinen Dad davon überzeugen kann, dass er nicht länger in der Bäckerei der Familie gebraucht wird. Als Kind liebte Ari es, dort auszuhelfen – doch ein Leben lang zwischen Hefeteig und Spritzgebäck verbringen? Das ist nichts für ihn. Auf der Suche nach einem würdigen Ersatz trifft Ari auf Hector. Der ist ein gutmütiger Typ, für den Backen eine echte Leidenschaft ist. Nach und nach kommen sich die beiden näher, und es knistert gewaltig zwischen ihnen. Doch dann passiert etwas, dass die zarten Knospen ihrer Liebe zu zerstören droht …

„Bloom“ ist der erste Band der Buchreihe um Ari und Hector – und lässt sich natürlich als Graphic Novel relativ schnell zuordnen. „Bloom“ ist aber auch als Roman über die erste Liebe definitiv ein (queeres) Jugendbuch für Leser:innen ab 12, ist Coming-of-Age und Teen Romance gleichermaßen. Dennoch habe ich es der Einfachheit halber bei der reinen Kategorisierung als Graphic Novel belassen.

Die Handlung ist durchaus spannend und abwechslungsreich, teils aber genrebedingt auch vorhersehbar. Kevin Panetta mischt hierbei in die Liebesgeschichte jugendtypische Themen wie die Abkapselung von der Familie, Gruppenzwang, (toxische) Freundschaft und Zukunftsängste mit ein und sorgt so für ein Gesamtkonstrukt, in dem sich viele Leser:innen mit ihren Problemen auch wiederfinden können. Dabei endet der Roman durchaus offen, aber mit einem insgesamt runden Ende, das eine gute Grundlage für einen Folgeband bildet.

Savanna Ganucheaus Illustrationen sind in Türkis-/Blautönen gehalten und unterstützen die Handlung nicht nur, sondern „schreiben“ sie weiter. Dabei sind insbesondere die ganzseitigen Backszenen wunderschön und liebevoll gezeichnet und sorgen zusammen mit den anderen, ganzseitigen Illustrationen für optische Glanzlichter. Interessant und schön sind auch die am Ende gezeigten Entwürfe und Probeseiten, die einen Eindruck in die Entwicklung des Zeichenstils ermöglichen.

Insgesamt wirken die Illustrationen und der Text gut zusammen und schaffen eine altersgerechte Erzählung über die erste Liebe, auch Kevin Panettas Schreibstil lässt sich hierbei leicht und flüssig lesen und passt sich authentisch der Zielgruppe an. Die einzelnen Figuren sind dabei durchaus vielschichtig angelegt und haben Stärken und Schwächen. Hierbei brilliert insbesondere Hanna, während Hector noch etwas blass verbleibt und in einem Folgeband mit etwas mehr Hintergrund unterfüttert werden könnte.

Die Buchgestaltung überzeugt natürlich auf ganzer Linie. Lektorat und Korrektorat haben sauber gearbeitet, der Buchsatz setzt Texte und Bilder zu einem tollen Gesamtprodukt. Der Buchumschlag ist auf dem Cover, der Coverrückseite und dem Buchrücken hochwertig geprägt und mit Klappen und farbigen Coverinnenseiten versehen, das Covermotiv setzt sich auf dem Buchrücken fort, wird dort aber irritierenderweise zur Coverrückseite hin unterbrochen – schade. Dabei kann das Covermotiv durchaus überzeugen und greift in der Farbgebung schon den späteren Zeichenstil innerhalb des Buches auf.

Mein Fazit? „Bloom“ ist eine berührende Graphic Novel über die erste Liebe, die vor allem mit ihren Illustrationen glänzen kann, teils aber auch etwas vorhersehbar verbleibt und in der Charakterentwicklung noch Potential für die Folgebände bietet. Für Leser:innen ab 12 Jahren dennoch bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Corinna Wieja: „Herzenssachen – Sternenzelt & Sommerträume“

Vor kurzem habe ich auch „Herzenssachen – Sternenzelt & Sommerträume“ von Corinna Wieja gelesen. Das Buch ist 2023 bei One in der Bastei Lübbe AG erschienen und als Mitmachbuch einzuordnen. Für die wundervollen Illustrationen und auch für Aufmachung und Buchsatz zeichnet Laura Rosendorfer verantwortlich, die somit maßgeblichen Anteil an diesem tollen Produkt hat. Vielen Dank an dieser Stelle auch an den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über die Bloggerjury.

Die 15-jährige Fee ist eigentlich eine Stadtpflanze. Deshalb freut sie sich sehr auf ihre Ferien in einem französischen Nationalpark. Drei Wochen Natur erleben, Zelten und Lagerfeuer gemeinsam mit ihrer besten Freundin Merle. Wäre da nur nicht Eric, der auf dem Campingplatz arbeitet. Er wirbelt regelmäßig Fees Gedanken durcheinander und bringt ihr Herz zum Klopfen …

„Herzenssachen – Sternenzelt & Sommerträume“ setzt sich aus einem Kurzroman und einem Mitmachteil zusammen, der aus Tests, Listen, Rezepten, Achtsamkeitstipps und DIYs besteht. Der Kurzroman kann dabei dem Genre Jugendbuch zugeordnet oder auch als Teen Romance klassifiziert werden an der Grenze zu Young Adult. Aufgrund der Verknüpfung des Romane mit dem Mitmachteil, aufgrund der thematischen Einbindung des Textes in das Gesamtkonzept habe ich mich jedoch insgesamt für die Eingruppierung als Mitmachbuch entschieden.

Die Handlung ist kurzweilig, wenn auch genrebedingt durchaus vorhersehbar und sehr cosy. Probleme, Schwierigkeiten kommen nur am Rande vor, insgesamt ist die Story eine mit Feel-Good-Garantie, aber auch etwas seicht und nicht allzu anspruchsvoll – selbst für die Zielgruppe kann man hier in einem Kurzroman gegebenenfalls etwas tiefer einsteigen. Der Mitmachteil hingegen rundet die Geschichte gut ab, ist sehr umfangreich und bietet für jeden etwas, auch wenn sicherlich niemand sich hier für alle Punkte begeistern kann – ein buntes Potpourri.

Das Setting des Kurzromans ist natürlich wunderschön. Ein Naturpark in Frankreich, ein Jugendcamp, Wasserfall, Eselgehege und Aussichtsfelsen inklusive – so stellt man sich ein gelungenes Feriencamp als Jugendlicher vor – und das alles auch noch im Namen des Naturschutzes als Work, Travel and Fun. Dabei wird der Roman aus der Ich-Perspektive von Fee erzählt – man lernt quasi alles mit ihr zusammen kennen.

Die einzelnen Figuren sind aufgrund des Kurzromans relativ schematisch angelegt – die meisten Nebenfiguren spielen auch auch kaum eine Rolle. Am stärksten begeistern können hierbei noch Merle und der Esel Stella, aber auch Fee und Eric als Love Interest sind wirklich zuckersüß. Corinna Wiejas Schreibstil ist dabei leicht und flüssig zu lesen, zielgruppen- und altersgerecht und lässt das Kopfkino sofort anspringen.

Die Buchgestaltung brilliert auf ganzer Linie. Zwar sind dem Lektorat und Korrektorat Kleinigkeiten durchgerutscht, diese schmälern aber nicht das Lesevergnügen. Der Buchsatz hingegen ist einfach wunderschön, genau wie der Umschlag, der auf Cover, Coverrückseite und Buchrücken hochwertig geprägt und mit farbigen Coverinnenseiten versehen ist. Auch das Titelmotiv überzeugt und lässt den Mitmachcharakter direkt erahnen.

Mein Fazit? „Herzenssachen – Sternenzelt & Sommerträume“ ist ein Mitmachbuch mit tollen Aktionen und einem Kurzroman, der zuckersüß und kurzweilig ist, aber auch etwas mehr Tiefe hätte vertragen können. Für Leser ab dem vom Verlag angegebenen Lesealter von 13 Jahren bedenkenlos zu empfehlen.

Schnapszahl-Alarm :)

Und nein – das ist kein Aprilscherz! Mit der letzten Veröffentlichung habe ich – wenn ich es richtig aufaddiert und nichts übersehen habe – genau 33 Texte als Autor veröffentlicht. Davon entfallen 28 auf Kurz- und Kürzestgeschichten und 5 auf Gedichte. Nicht miteinberechnet sind kleinere Texte, die ich ganz früh für die Schülerzeitung geschrieben habe, sondern nur solche ab 2013 :).

Erschienen sind diese Texte in 32 Publikationen. Die Differenz rührt daher, dass in zwei Werken jeweils zwei Geschichten von mir erschienen sind. Zudem ist ein Text in zwei verschiedenen Werken veröffentlicht worden. Die Publikationen reichen dabei von Verlagsanthologien über Autorengemeinschaftsprojekte bis hin zu Literaturzeitschriften und der Sammlung von Wettbewerbsbeiträgen.

Diese Vielfalt spiegelt sich auch in den Genres wieder, die (auszugshaft) von Teen Romance über Fantasy und History bis hin zu Science-Fiction und Horror reichen, oder auch bei Lyrik von klassischen Gedichten bis hin zu Haikus.

Doch bei den 33 soll es nicht bleiben! Weitere Texte, sowohl Geschichten als auch Gedichte befinden sich bereits in der Pipeline und wer weiß, vielleicht kommt ja auch mal ein Roman hinzu – passenderweise hat heute ja das April-Camp vom NaNoWriMo angefangen. Es bleibt also spannend!

Zurück zu den Wurzeln – eine neue Verlagszusage

Bevor ab morgen die Buchmesse-Posts den Blog übernehmen, und ich Euch im Laufe des Tages noch einige Rezensionen präsentieren möchte, habe ich tolle Neuigkeiten zu verkünden. Nach den Vereinbarungen mit dem Chaospony Verlag und dem Eridanus Verlag kann ich für dieses Jahr noch eine weitere Verlagszusage vermelden! Ich freue mich riesig, dass meine Geschichte „Alles wie immer und doch alles neu“ eine Verlagsheimat beim Zeilengold Verlag im Imprint Sparkling Lines gefunden hat.

Mit dem Genre „Young-Adult“ begebe ich mich zurück zu meinen schriftstellerischen Wurzeln – seit meiner ersten Geschichte bin ich den Genres Teen-Romance und Young-Adult-Romance sehr verbunden – und freue mich daher umso mehr, mal wieder einen Text in diesem Bereich veröffentlichen zu dürfen. Sobald es weitere Informationen dazu gibt, werde ich Euch natürlich auf dem Laufenden halten =).

[Veröffentlichung] „Rosenkriege“ – eine alte Geschichte im neuen Gewand

Wie bereits in den letzten Tagen angeteasert, habe ich heute eine tolle Nachricht zu verkünden. Der ein oder andere erinnert sich vielleicht an meine Kurzgeschichte „Rosenkriege“ – meine allererste Verlagszusage überhaupt, die mit einiger Verzögerung 2015 in der Anthologie „Coole Mädchen, große Liebe“ des Oldigor Verlags veröffentlicht wurde. Da nach der Insolvenz des Verlages alle Rechte an mich zurückgefallen sind, suchte ich seit einiger Zeit nach einer Möglichkeit, die Geschichte woanders unterzubringen, da sie mir besonders am Herzen liegt.

unnamed-200x300Daher freue ich mich ungemein, dass sie ab dem 20.06.2019 wieder erhältlich ist. Zusammen mit den Geschichten von 29 anderen Autoren und Autorinnen kann sie nunmehr in der Anthologie „Ich glaube, verliebt: Geschichten voll erster Liebe“ des Schreiblust Verlages gelesen werden. Erhältlich ist das Buch unter anderem *hier*.

Vielleicht wird so der ein oder andere neue Leser auch die Geschichte entdecken und sich, hoffentlich, auch ein kleines bisschen in die Protagonisten verlieben.

 

Kostenloses Lesevergnügen

Da sich mittlerweile so einiges angesammelt hat, dachte ich, ich erstelle mal eine Übersicht, was es derzeit alles kostenlos von mir im Internet zu lesen gibt. Vielleicht kann ich dem einen oder anderen ja mit einem der Texte etwas Unterhaltung oder Abwechslung schenken :).

Kostenlos auf dem Blog abrufbar:

  • Rosenkriege“ (Teen Romance, ehemals erschienen im mittlerweile aufgelösten Oldigor Verlag)

Kostenlos auf externen Blogs abrufbar:

Kostenlose Veröffentlichungen

  • Die zweite Flasche Bier“ (Young Adult Romance) in dem kostenlosen e-Book „Liebesgeschichten. Shortlist des Lit.Love Schreibwettbewerbs“
  • Claire“ (Kürzestgeschichte) in der kostenlos downloadbaren Zeitschrift „Bierglaslyrik, Nr. 34, Thema Ratgeber“ – Seite drüü
  • Auf das Leben!“ (Kürzestgeschichte) in der kostenlos downloadbaren Zeitschrift „Bierglaslyrik, Nr. 35, Thema Abgang“ – Seite vier

Viel Spaß beim Lesen 🙂