Ran an den SuB mit Ava 2019 – Mai

Mal wieder etwas leicht verspätet: die Auswahl meiner Bücher für den Monat Mai :).

Auch wenn mir als Coverliebhaber das Thema dieses Monats – Bücher mit verschiedenen Grundfarben – sehr gefiel, war es doch nicht ganz einfach, drei Bücher zu finden, die perfekt zur Aufgabe passen und bei denen jeweils eine andere Farbe deutlich dominiert.

Schlussendlich habe ich mich für die folgenden drei SuB-Bücher entschieden:

  • Terry Brooks: „Die Reise der Jerle Shannara 2 – Das Labyrinth der Elfen“ (Die Shannara Chroniken 9)
  • Julia Engelmann: „Keine Ahnung, ob das Liebe ist“
  • Anna Todd: „After Passion“ (After 1)

Und hier noch die farblich tollen Cover :). Auf einen super Lesemonat!

[Buchgedanken] Terry Brooks: „Die Erben von Shannara 3 – Elfenkönigin“ (Die Shannara Chroniken)

Schon vor einiger Zeit habe ich „Die Erben von Shannara 3 – Elfenkönigin“ gelesen. Das Buch ist in der mir vorliegenden Ausgabe 2018 bei Blanvalet erschienen, die deutsche Erstveröffentlichung erfolgte 1997 in zwei Bänden unter den Titeln „Die Elfenkönigin von Shannara“ und „Die Verfolgten von Shannara“. Die Originalausgabe wurde 1992 unter dem Titel „The Elf Queen of Shannara“ bei Ballantine, New York veröffentlicht. Der Roman ist mittlerweile der sechste neuaufgelegte Band aus dem Shannara-Universum und – wie auch die anderen Bücher – dem Genre der (dystopischen) High-Fantasy zuzuordnen. Die Rezensionen zu den Vorgängerbänden können hier abgerufen werden: Band 1, Band 2, Band 3, Band 4, Band 5.

51-vtVVr5aL._SX332_BO1204203200_Die Aufgaben, die der Geist des Druiden Allanon den Nachfahren der Ohmsfords übertragen hat, erweisen sich als nahezu unerfüllbar. Walker Boh verliert auf der Suche nach dem schwarzen Elfenstein fast sein Leben, und Par und Coll Ohmsford wurden auf der Suche nach dem geheimnisumwobenen Schwert von Shannara voneinander getrennt. Währenddessen hat Wren Ohmsford endlich die verschollenen Elfen auf einer einsamen Insel entdeckt. Doch belagert von Dämonen ist auch die neue Heimat der Elfen dem Untergang geweiht. Lediglich die Prophezeiung einer Seherin vermag die Hoffnungen des einst so mächtigen Volkes noch am Leben zu erhalten.

„Elfenkönigin“ ist der dritte Band der „Erben von Shannara“-Reihe, und eingebettet in das große Epos um die Geschichte der Vier Lande und ihrer Völker. Das Buch setzt nahtlos an die Handlung des Vorgängerbandes an und liefert dem Leser genau das, was er erwartet. Terry Brooks hat mit dem Shannara-Universum großartige High-Fantasy geschaffen, die im Gesamten überzeugt. Stück für Stück, Buch für Buch erfährt man mehr über die Geschichte der Völker, über die Geschichte der Welt und der einzelnen Personen.

Da stört es kaum, dass aus meiner Sicht erneut die Schwerpunktsetzung etwas misslungen ist – was allerdings auch aufgrund der Fehler in den Vorgängerbänden nicht anders ging. Ich hätte mir etwas mehr Durchmischung, etwas mehr Par und Coll und Walker, etwas weniger Fixierung auf Wren Ohmsford und ihre Reise gewünscht. Nichtsdestotrotz ist „Elfenkönigin“ aus meiner Sicht besser als der Vorgänger, vielleicht der stärkste Band der „Erben“-Reihe. Er vervollständigt das Magiekonzept, erzählt die Geschichte des einst so mächtigen Volkes der Elfen und fügt den schillernden Gestalten auch Schwächen und negative Eigenschaften bei.

Gleichsam hat mich auch die Hauptprotagonistin Wren vollends überzeugt – als eine der besten Figuren der ganzen Romanreihe. Sie hat nicht nur Stärken und Schwächen und entwickelt sich weiter, Terry Brooks gelingt es auch, ihre Gefühle und Gedanken, ihre Zweifel, ihre Wut und Verlassenheit für den Leser greifbar und fühlbar zu machen.

Der Spannungsbogen wird die ganze Zeit gehalten, überraschende Wendungen und Spannungsspitzen sorgen für eine Achterbahnfahrt für den Leser. Neben dem Weltenbau überzeugen auch die Beschreibungen und das Setting , das mal wieder einen neuen, anderen Ort aus dem Shannara-Universum präsentiert.

Die Buchgestaltung ist erwartungsgemäß gut, das Cover hochwertig geprägt. Es fügt sich perfekt in die Reihe ein und sorgt für einen hohen Wiedererkennungseffekt, ist zudem eines der besten Cover der bisherigen sechs Romane. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben ebenfalls sehr gut gearbeitet.

Mein Fazit? „Die Erben von Shannara 3 – Elfenkönigin“ ist, wie erwartet, gelungene High-Fantasy, ist Teil eines der wohl besten Buchuniversen, das je geschaffen wurde und das sich auch vor den Werken von Tolkien oder anderen Fantasy-Größen nicht verstecken muss. Tolle Charaktere, ein überzeugendes Setting und ein brillanter Weltenbau sorgen für Spannung beim Leser. Für Fantasyliebhaber bedenkenlos zu empfehlen – auf meinem SuB befinden sich daher bereits die nächsten drei Bände der Reihe.

In der nächsten Woche folgen dann voraussichtlich die Besprechungen zweier Rezensionsexemplare, die unterschiedlicher nicht sein könnten – seid gespannt! 🙂

Ran an den SuB mit Ava 2019 – Januar

Neues Jahr, neues Glück! Etwas verspätet stelle ich Euch heute die Bücher vor, mit denen ich in die neue Challenge starte. Wie immer sind drei Bücher vom SuB zu einem bestimmten Thema auszuwählen. Alles weitere zur Challenge kann *hier* nachgelesen werden.

Doch nun zum Thema. Im Januar galt es, Bücher auszuwählen, die unterm Weihnachtsbaum lagen. Da ich direkt im Anschluss an Weihnachten Geburtstag habe und die einzelnen Bücher nicht mehr so ganz genau zuordnen kann, bot sich mir ein breiter Fundus. Schlussendlich habe ich mich für folgende drei Bücher entschieden – ich kann es kaum erwarten, sie zu lesen.

  • Cara Delevingne: „Mirror, Mirror: Wen siehst du?“
  • Terry Brooks: „Die Erben von Shannara 4 – Schattenreiter“ (Die Shannara Chroniken 7)
  • Terry Brooks: „Die Reise der Jerle Shannara 1 – Die Elfenhexe“ (Die Shannara Chroniken 8)

Terry Brooks Fantasy-Universum ist so zauberhaft und zieht mich immer wieder in seinen Bann, und auf Caras Buch freue ich mich schon, seitdem es angekündigt worden ist. Ich hoffe, es ist genauso schillernd und vielfältig wie sie. Das klingt doch nach einem gelungenen Start in die Challenge :). Wer kennt die Bücher schon? Welche Bücher begleiten Euch im Januar? Rein damit in die Kommentare :D.

Zum Abshluss hier noch, traditionell, die Cover der Bücher. Viel Spaß!

 

Ran an den SuB mit Ava 2018 – Jahresfazit

Bevor ich mich in den nächsten Tagen dem Januar-Thema für die SuB-Abbau-Challenge 2019 widme, möchte ich erstmal auf das vergangene Jahr zurückblicken. Alles zur Challenge im Jahr 2018 ist *hier* zu finden.

Von den 36 geplanten Büchern habe ich 28 gelesen und damit insgesamt sechs Monate komplett abgeschlossen – ein guter, aber für 2019 ausbaufähiger Wert :).

Unter den 28 Büchern waren sowohl SP-Bücher als auch Bücher von kleinen und von großen Verlagen. Es waren Bücher deutschsprachiger und internationaler Autoren, literarische Werke und Genreliteratur. Es fanden sich preisgekrönte Bücher, Einzelbände und Reihen, ein Buch eines Autorenduos und sogar eine Lyriksammlung. Alles in allem eine sehr bunte Mischung! Noch ein Fun Fact am Rande: Von den 28 gelesenen Büchern wurden sage und schreibe 25 von Frauen verfasst, lediglich drei von männlichen Autoren (Daniel Kehlmann und 2x Terry Brooks). Auch von den acht nicht gelesenen Büchern ist nur ein weiteres von einem männlichen Autoren geschrieben worden („Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel Garcia Marquez).

Zum Abschluss hier noch die Cover einiger meiner Highlights aus den 28 Werken.

Ran an den SuB mit Ava 2018 – Juni

Mit Riesenschritten nähern wir uns der Jahreshälfte – Zeit für die letzte Monatsvorschau der Challenge Ran an den SuB mit Ava 2018 im ersten Halbjahr.

Im Juni durften thematisch nur Bücher eines Verlages ausgewählt werden. Ich habe mich dabei für einen meiner Lieblingsverlage entschieden: Blanvalet, Teil der Random House Verlagsgesellschaft.

Ausgewählt habe ich zwei Bücher, die mir besonders ans Herz gewachsene Buchreihen fortführen:

  • Trudi Canavan: „Die Meisterin“ (Die Gilde der Schwarzen Magier 3)
  • Terry Brooks: „Die Erben von Shannara 2 – Druidengeist“ (Die Shannara Chroniken 5)

Zudem möchte ich ein Buch lesen, das seit der LLC 2017 auf meinem SuB liegt, nachdem ich dort die großartige Ann Aguirre persönlich kennenlernen durfte:

  • Ann Aguirre: „Die Zuflucht“

Mein Gefühl sagt mir, es wird ein toller Monat! 🙂

[Buchgedanken] Terry Brooks: „Die Erben von Shannara 1 – Heldensuche“ (Die Shannara Chroniken)

Vor einigen Tagen habe ich „Heldensuche“, den ersten Teil der „Erben von Shannara“, beendet – insgesamt mein viertes Buch aus Terry Brooks epischem Shannara-Universum. Die Rezensionen der anderen Werke könnt ihr unter folgenden Links nachlesen: „Das Schwert der Elfen„, „Elfensteine„, „Das Lied der Elfen„). Die mir vorliegende Ausgabe erschien 2017 bei Blanvalet, Verlagsgruppe Random House, die Originalausgabe 1990 unter dem Titel „The Scions of Shannara“ bei Del Rey, New York. Das Copyright der deutschsprachigen Ausgabe stammt aus dem Jahr 1991. Der Roman – und die ganze Reihe – ist dem Genre „High Fantasy“ zuzuordnen, auch wenn gewisse dystopische Elemente und Anklänge an die „Heroic Fantasy“ nicht zu verneinen sind.

512bk8uwzdklHunderte Jahre nach dem Tod Allanons, des letzten Druiden, ist die Magie fast vollständig aus den Vier Landen verschwunden, und jede Nutzung von Magie wird von den Suchern der herrschenden Förderation rigoros geahndet. Da erhält Par Ohmsford von Allanons Schatten den Auftrag, das legendäre Schwert von Shannara zu suchen. Doch auch für Wren Ohmsford und Walker Boh hält der letzte Druide Aufgaben bereit. Denn nur gemeinsam durch die Kraft des Hauses von Shannara kann es gelingen, den Schattenwesen, die die Vier Lande unterwandern, Einhalt zu gebieten.

„Heldensuche“ ist ein gelungener Auftakt in eine neue Trilogie in der Welt von Shannara, auch wenn es sich gelegentlich wie der Mittelteil einer Reihe anfühlt.  Dies liegt allerdings daran, dass, vergleichbar zu „Der Herr der Ringe: Die zwei Türme“, die Handlungsstränge und Quests der einzelnen Auserwählten auseinanderfallen, und die Geschichte dadurch nicht stringent erzählt wird, was einerseits den Lesefluss etwas hemmt und andererseits für wirklich große Cliffhanger sorgt. Schön ist es, dass durch Verweise zu den anderen Büchern, durch Erzählungen, und nicht zuletzt durch die Familienbande zu früheren Protagonisten (z. B. Padishar Weidenkorb und Morgan Leah) die Handlung gut in den Kontext der gesamten Reihe passt, und der Weltenbau und die Entwicklung einheitlich vorangetrieben werden.

Mit dem Roman legt Terry Brooks den Grundstein für weitere Bände, viele Probleme werden nur angerissen, viele Fragen sind noch offen, viele Aufgaben ungelöst. „Heldensuche“ brilliert darin, das epische Finale, den Kampf gegen das Böse vorzubereiten. Dadurch hat es einige Längen, und es fehlt gelegentlich am großen Knall. Dem Autor gelingt es jedoch, alle Protagonisten einzuführen, ihre Besonderheiten und jeweilige Motivation zu erklären, ohne den Leser zu überlasten. Der Roman überzeugt auch dadurch, dass sich die jeweiligen Personen – so unterschiedlich sie auch sein mögen – konsequent weiterentwickeln, Stärken und Schwächen zeigen.

Der Buchsatz ist gelungen, Lektorat und Korrektorat überzeugen ebenfalls. Das Cover besticht durch die hochwertig geprägte Schrift, bietet einen hohen Wiedererkennungswert und fügt sich nahtlos in das Gesamtbild der Reihe ein.

Mein Fazit? „Heldensuche“ ist ein vielversprechender Auftakt in eine neue Trilogie aus Terry Brooks Meisterwerk. Der Roman besticht durch einen tollen Weltenbau und starke Charaktere, lässt aber handlungs- und spannungstechnisch noch Luft nach oben für die Folgebände. Für Liebhaber der High-Fantasy bedenkenlos zu empfehlen.

 

Sunshine-Blogger-Award – Auf ein Neues!

Da die letzte Runde des „Liebster Award“ schon einige Monate her ist, greife ich mal Sarahs Gesamtnominierung zum „Sunshine-Blogger-Award“ auf, um auf ihre Fragen zu antworten :). Spannende, buchige Themen erwarten uns :D. Da ich derzeit im Zug sitze, erfolgen die Antworten relativ spontan, kurz und bündig. Sicherlich würden sie wohlüberlegt anders ausfallen, aber das macht dieses Mal gerade den Reiz aus. Na dann: Feuer frei!

  • Welches Buch hat dich zuletzt so sehr enttäuscht, dass du es am liebsten neu schreiben möchtest?

-> Die größte Enttäuschung in letzter Zeit war „Krieg der Rosen – Winterpilger“ von Toby Clements. Als Fan der Rosenkriege, von Rebecca Gablés Meisterwerken, wurden meine Erwartungen bitter enttäuscht – sowohl was die Geschichte angeht, als auch die Buchgestaltung.

  • Welcher Buchcharakter ging dir zuletzt so nahe, dass du immer noch an diese Person denken musst?

-> Puh. Das ist schwer. Ich bin ein riesengroßer Fan von Amberle Elessedil aus Terry Brooks Shannara-Romanen, dies kann aber auch dadurch überlagert werden, dass sie in der TV-Serie von der bezaubernden Poppy Drayton porträtiert wird.

  • Gibt oder gab es einen Protagonisten, bei dem du gedacht hast: Das bin ich!?

-> Mit Emma aus „Das Päckchen“ konnte ich mich sofort identifizieren. Eine verrückte, autorenanhimmelnde Buchbloggerin, die Einhörner liebt. Das saß. Gleiches gilt für Cery aus „Die Gilde der schwarzen Magier“. Ein interessanter Charakter, der Liebe und Freundschaft über alles stellt und bedingungslos loyal ist.

  • Ich bin neugierig: Hast du ein System nach welchem du deine Bücher sortierst?

-> Nein. Hier herrscht geordnetes Chaos, da viele Bücher auch noch gar nicht in Regalen Platz gefunden haben.

  • Stell dir vor, du würdest für ein Jahr auswandern und du dürftest nur drei Bücher aus deinem Besitz mitnehmen. Welche wären es?

-> Zwei sind ganz einfach: „Das Lächeln der Fortuna“ (Rebecca Gablé) und „Feuer und Stein“ (Diana Gabaldon). Über das dritte musste ich doch länger nachdenken, und entscheide mich für „Eine wie Alaska“ (John Green).

  • Welches Buch liegt am längsten auf deinem SuB und wirst du es jemals lesen?

-> Da ich meinen SuB gerade im Zug nicht dabei habe, kann ich es nicht genau sagen. Unheimlich lange auf meinem SuB liegt jedenfalls zum Beispiel schon „Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln“ aus dem Drachenmond Verlag.

  • Welches Buch hat dich am meisten längerfristig positiv überrascht?

-> Selection. Eine bezaubernde, wahnsinnig tolle Buchreihe, die über alle Bände hinweg gleichbleibend beeindruckt. Eine meiner absoluten Lieblingsbuchreihen.

  • Hörst du Musik beim Lesen? Wenn ja, welche? Und wenn nein, warum nicht?

-> Nein. In aller Regel nicht. Ich lese meistens unterwegs, in Bahnen und Bussen, in Zügen oder an Haltestellen.

  • Eine Frage aus eigenem Interesse: Bist du eher der Wasser, Kaffee, Tee oder Energydrink-Trinker?

-> Sehr gerne Energy-Drinks, gern aber auch mal einen schönen Cappucino – und leider viel zu wenig Wasser.

  • Zu welcher Zeit liest du am liebsten?

-> Das ist mir eigentlich egal, da ich jede Minute, die ich zum Lesen nutze, genieße

  • Hast du dir ein bestimmtes Leseziel für das Jahr 2018 gesetzt?

-> Inoffiziell: 52 Bücher. Dazu offiziell im Rahmen von Avas Lesechallenge 36 Bücher vom SuB befreien ;). Bisher bin ich auf eine … ausbaufähigen … Weg dahin :).

Ich hoffe, ihr hattet etwas Spaß bei meinen Antworten :). Mit neuen Fragen möchte ich Euch nicht quälen, aber wenn ihr ebenfalls tolle Antworten zu Sarahs Frage habt – dann rein damit in die Kommentare oder schreibt selbst einen Blogpost 🙂

Ran an den SuB mit Ava 2018 – Januar

Herzlich Willkommen zu: #ranandenSuBmitAva 2018 :). Wie der ein oder andere aufmerksame Besucher bereits auf meiner Challengeseite feststellen konnte, habe ich mich entschlossen, 2018 an einer SuB-Abbau-Challenge teilzunehmen. Ziel ist es, jeden Monat 3-8 vorher nach bestimmten Kriterien ausgewählte Bücher des SuBs zu lesen :).

Daher möchte ich Euch heute meine Auswahl für den Januar vorstellen. Kriterium dieses Mal war, dass die Bücher alle aus verschiedenen Genres stammen, um das Jahr vielfältig 51t1fcqqqtl-_sx335_bo1204203200_zu beginnen. Da ich hier auch noch ein Rezensionsexemplar rumliegen habe, das ich im Januar lesen möchte, habe ich mich daher nur für drei Bücher entschieden.

1. Die Perfekten (Caroline Brinkmann)
Caris Buch lag schon viel zu lang auf meinem SuB. Ich liebe Dystopien, habe auch bereits eine Buchvorstellung und ein Meet-&-Greet von ihr besucht. Das Buch klingt wirklich spannend, und da 2018 Teil 2 erscheint, ist es nun endlich an der Zeit.

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2. Heldensuche – Die Erben von Shannara 1 (Terry Brooks)
Die Shannara-Bücher von Terry Brooks gehören zu absoluten Klassikern der High-Fantasy. Umso mehr freuen mich die neuen, wunderschönen Blanvalet-Ausgaben. Mit dem ersten Teil der „Erben von Shannara“-Reihe ist nunmehr das vierte Buch erschienen, der Nachfolgeband folgt ebenfalls schon Anfang 2018. Zu der Reihe existiert zudem eine bezaubende TV-Serie, deren zweite Staffel 2017 veröffentlicht wurde.

351fxsw4jf3l-_sx328_bo1204203200_. Und wenn die Welt verbrennt (Ulla Scheler)
Nach ihrem Debütroman „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“, der mich komplett begeisterte, bin ich umso gespannter auf Ullas zweites Jugendbuch, zu dem ich ebenfalls bereits eine Lesung und ein Meet-&-Greet besucht habe.

Ich wünsche allen Mitteilnehmern viel Spaß, freue mich bereits auf die Bücher und bin gespannt, ob ich dies das ganze Jahr durchhalte – und dadurch mindestens 36 SuB-Bücher lese :).

[Buchgedanken] Terry Brooks „Das Lied der Elfen“ (Die Shannara Chroniken)

In der letzten Zeit habe ich „Das Lied der Elfen“ von Terry Brooks gelesen, den dritten Band der neuaufgelegten Reihe „Die Shannara Chroniken“, deren zweiter Band auch erfolgreich als TV-Serie unter dem Titel „Shannara“ verfilmt worden ist. Das Buch ist in der Neuauflage 2017 bei Blanvalet erschienen und bereits 1986 in geteilter Form unter den Titeln „Das Zauberlied von Shannara“, „Der König von Shannara“ und „Die Erlösung von Shannara“ bei Goldmann und Blanvalet veröffentlicht worden. Die Originalausgabe wurde 1985 unter dem Titel „The Wishsong of Shannara“ bei Ballantine Books, New York, veröffentlicht. Der Roman ist am ehesten als dystopische High-Fantasy einzuordnen. Hier findet Ihr meine Rezenzionen zu Band 1 und Band 2.

In „Das Lied der Elfen“ begleitet man eine neue Generation der Ohmsfords auf ihrem 51qpnkqxdgl-_sx332_bo1204203200_Quest gegen das Böse. Erneut werden die Lande von Shannara von uralten Mächten bedroht, die sich die Rassen durch schwarze Magie untertan machen wollen. Und wieder legt der Druide Allanon das Schicksal der Welt in die Hände der Nachkommen von Shannara: Brin und Jair Ohmsford. Nur die Kinder von Wil Ohmsford, dem Protagonisten aus „Elfensteine“, vermögen es dank der elfischen Magie in ihren Körpern, die Welt vor der Zerstörung zu bewahren. Doch nur wenn es ihnen gelingt, die gewaltigen Kräfte zu bändigen und sich dabei selbst nicht zu verlieren, besteht noch Hoffnung für die verschiedenen Rassen.

„Das Lied der Elfen“ knüpft gut an die Vorgängerbände an. Es spielt eine Generation nach „Elfensteine“ – und auch die von dort bekannten Protagonisten Wil Ohmsford und Eretria haben in diesem Buch wieder einen Gastauftritt – und der omnipräsente Allanon lenkt auch in diesem Band natürlich erneut die Geschicke der vier Lande. Gut gefallen hat mir, dass nicht nur die nächste Generation der Ohmsfords auftaucht, sondern auch die Familien Leah und Elessedil wieder eine Rolle spielen, in Gestalt von Rone, dem jüngsten Prinzen von Leah, und des Elfenprinzen Edain Elessedil.

Während Brin sich nur mit kleiner Begleitung auf ihr Abenteuer macht, lässt sich im Handlungsstrang von Jair eine Paralelle zu Tolkiens „Herr der Ringe“ nicht verhehlen. So kann die Welt nur gerettet werden, wenn er im tiefsten Feindesland zauberhaften Sand in eine Bergquelle wirft. In einer Ratssitzung wird beschlossen, das Unternehmen zu unterstützen, es wird eine Gruppe von Freiwilligen gesucht, die zum Schluss aus einem Zwerg, einem Elf, einem Gnom und drei Menschen besteht. Ich bin sicher nicht der erste, der sich hier an die Gefährten auf ihrer schicksalhaften Reise nach Mordor erinnert führt. Abgesehen davon braucht Terry Brooks den Vergleich mit Tolkien aber auch nicht zu scheuen: Die Bücher der Shannara Chroniken sind exzellente High-Fantasy-Romane, auch wenn das Setting in einer dystopischen Welt nach einem Vernichtungskrieg liegt.

Terry Brooks punktet erneut mit bildgewaltigen Beschreibungen, die in dieser Länge nur noch in der High-Fantasy erlaubt, sogar erwünscht sind. Die Geschichte ist, trotz des auktorial-anmutenden Erzählers, sehr atmosphärisch und man bleibt nah an den Protagonisten, fühlt ihre Ängste, Zweifel und das Leid. Der Spannungsbogen wird die ganze Zeit aufrechterhalten und viele unerwartete Wendungen lassen ein positives Ende zweifelhaft erscheinen. Lediglich die Schwerpunktsetzung hätte ich mir etwas anders gewünscht. Zum Ende hin ging alles rasend schnell, während anfangs die Handlung doch etwas zähflüssig vonstatten ging.

Zentrales Element in diesen Heldenreisen ist die Charakterentwicklung, die hier spürbar ist und gut umgesetzt wurde. Nicht nur die Hauptprotagonisten, sondern auch die Nebencharaktere entwickeln sich im Laufe der Zeit weiter und man lernt mehr über ihre Ziele, Motivation und ihre Beweggründe.

Das Cover orientiert sich an den Vorgängerbänden, ist sehr schön und hochwertig geprägt. Korrektorat, Lektorat und Buchsatz haben ebenfalls ordentlich gearbeitet.

Mein Fazit? „Das Lied der Elfen“ ist eine gelungene Fortsetzung einer der besten High-Fantasy-Reihen. Das Buch punktet durch tolle Beschreibungen und plastische Charaktere, lediglich die Schwerpunktsetzung hätte besser sein können. Für Leser des Genres bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Julia Adrian: „Die Dreizehnte Fee – Entschlafen“

Wenn ich mich nicht verzählt habe, ist dies genau das 50. Buch, dass ich in der Rubrik „Buchgedanken“ auf meinem Blog vorstelle. Es hätte kein besseres Werk gegeben, um dieses Jubiläum zu feiern. Auf die nächsten 50! 🙂

Vor kurzem habe ich „Die Dreizehnte Fee – Entschlafen“, den Abschluss von Julia Adrians fulminanter Märchentrilogie gelesen. Das Buch ist 2016 im Drachenmond Verlag erschienen und als Märchen/Märchenadaption anzusehen. Die Rezensionen zu den Vorgängerbänden finden sich hinter folgenden Links: Band 1 | Band 2.61mvylp-cel-_sx340_bo1204203200_

Nachdem bereits fünf Feen dem Hexenjäger zum Opfer fielen, hat sich auch das Orakel, die sechste Fee, das Leben genommen. Lilith, der es nach und nach gelingt, die Geheimnisse um ihre Existenz und die von Pandora aufzudecken, sieht sich neuen Feinden gegenüber, deren Macht grenzenlos scheint. Nur mit ihren Kräften kann es ihr gelingen, diesen Kampf zu überstehen. Doch wessen Seite soll sie wählen? Und kann sie ihre alte Macht wiedererlangen, ohne erneut zur grauenvollen Königin zu werden?

Mit „Die Dreizehnte Fee – Entschlafen“ schließt Julia Adrian ihre preisgekrönte Trilogie um die dreizehnte Fee, Lilith, mit einem Paukenschlag ab. Das Buch knüpft nahtlos an die Handlung des Vorgängerbandes an und setzt diese rasant fort. Mit vielen unerwarteten Wendungen und tollen Einfällen gelingt es der Autorin, die Leser bis zuletzt in die Geschichte zu ziehen und den Spannungsbogen aufrecht zu erhalten. Kleiner (und in der ganzen Rezension einziger) Wermutstropfen: Ich hätte einen anderen Untertitel gewählt. So wird in gewisser Weise doch schon das Ende etwas vorweggenommen – auch wenn Julia durch die geniale Umsetzung den Leser immer wieder auf falsche Pfade führt.

Apropos Ende: Nachdem ich seit dem zweiten Band befürchtet hatte, dass mir das Ende nicht gefallen wird (inhaltlich!), bin ich doch etwas besänftigt worden. Die Geschichte von Lilith endet nicht so, wie ich es mir wünschen würde, aber sie endet wohl so, wie sie zu enden hat. Damit hat die Autorin das Ende geschrieben, das die Geschichte verdient hat, und nicht das, was ich – und vielleicht andere Leser – erhofft hätte. Es gelingt hierbei besonders gut, auch die nebenbei eingeflochtenen Handlungsstränge in das Ende mit einzubeziehen – ein großes Lob dafür, dass sogar an den verwunschenen Prinzen gedacht wurde!

Zur Charakterentwicklung muss mittlerweile nicht mehr viel gesagt werden. Die Protagonisten entwickeln sich erwartungsgemäß weiter und man lernt schlussendlich mehr über die Motive von ihnen. Auch auf die Nebencharaktere wurde wieder viel Beachtung gelegt. Auch letzte Fragen zum Weltenbau werden durch den dritten Band der Reihe beantwortet.

Auch wenn ich es bei jeder Rezension getan habe, möchte ich auch hier wieder den Schreibstil der Autorin loben. Mit ihrer Sprache, mit ihren Sätzen malt Julia Bilder aus Worten, lässt die Zeilen lebendig werden. Mehr als ein schriftstellerisches Vorbild: unerreichbar. Und dies führt zu einem persönlichen Wermutstropfen: Wie soll man selbst jemals einen Bruchteil dieser Perfektion erreichen? Nicht einmal in den kühnsten Vorstellungen, würde ich es wagen, davon zu träumen…

Erneut möchte ich die Buchgestaltung loben, die perfekte Umsetzung von Julias Geschichte. Das Cover, ein wahrer Eyecatcher, wurde vom wundervollen Alexander Kopainski entworfen (mein Lieblingscover der Reihe), die Coverinnenseiten sind erneut teilweise ausklappbar. Lektorat (prominent: Ava Reed) und Korrektorat (Michaela Retetzki) überzeugen ebenfalls auf ganzer Linie. Für den  perfekten Gesamteindruck sorgen Buchsatz (Marlena Anders), Illustration (So Lil’Art) und Layout (Astrid Behrendt). Auch dieses Mal befinden sich am Ende wieder Bilder aus einem Fanart-Zeichenwettbewerb, die aufzeigen, wie Leser die Geschichte der Fee interpretieren und visualisieren.

Mein Fazit: „Die Dreizehnte Fee – Entschlafen“ ist der krönende Abschluss einer der besten Buchreihen, die ich je gelesen hab. Mit tollen Charakteren und immer neuen Einfällen gelingt es der Autorin, die Leser bis zur letzten Seite zu fesseln. Für Fantasyliebhaber ein absolutes Muss – und bereits jetzt sicher eines meiner Jahreshighlights 2017.

Um einer drohenden Leseflaute zu entgehen (was soll nach der Fee schon kommen?), bin ich fürs Folgebuch zu einem Bestseller-Feelgood-Liebesroman gewechselt. Wie mir „Das Päckchen“ von J. Vellguth gefallen hat, könnt ihr dann in meiner 51. Buchbesprechung in Kürze nachlesen ;). Damit ist die Fantasy-Pause aber bereits auch schon wieder hinfällig, da ich im Anschluss den Spontankauf „Das Lied der Elfen“ von Terry Brooks hier zu liegen habe :).