[Veröffentlichungen] „Auf das Leben!“

Während sich das Jahr 2016 bezüglich Anthologieausschreibungen noch immer etwas zurückhält, freue ich mich umso mehr, Euch an anderer Stelle wieder einen kleinen Erfolg verkünden zu können. So, wie in der vorletzten Ausgabe der BIERGLASLYRIK meine Kürzestgeschichte „Claire“ bereits enthalten war, wird auch in die letzte Ausgabe des Literaturmagazins erneut ein Text von mir aufgenommen: die Kürzestgeschichte „Auf das Leben!“. Die Ausgabe erscheint Mitte/Ende Juli und wird erneut sowohl als Print verfügbar sein, als auch kostenlos über die Website der Zeitschrift abgerufen werden können – mehr dazu, wenn der Erscheinungstermin naht.

Passend zum derzeit allmächtigen Fußballthema: Hattrick! Okay, kein lupenreiner, aber dennoch meine dritte Zeitschriftenveröffentlichung in diesem Jahr – und eine Anfrage steht noch aus.

Da passt es gut, dass zum Wochenende eh ein Kurztrip nach Paris geplant war – so habe ich wenigstens etwas zu feiern :).

Liebe Grüße

Erik

Ps: An dieser Stelle bereits allen Camp NaNoWriMo-Teilnehmern viel Erfolg! Schreibt nicht um, aber für Euer Leben *g*.

[Veröffentlichungen] „Paul und Paula“

Pünktlich zum Wochenende erreichte mich gestern eine frohe Botschaft per Mail. In der in Kürze erscheinenden Ausgabe 1/2016 der Literaturzeitschrift „zugetextet“ wird auch meine Kürzestgeschichte „Paul und Paula“ enthalten sein. Mit der Geschichte habe ich mich erneut auf unbekanntes Terrain gewagt, denn Paul und Paula sind keine Menschen, sondern anthropomorphe Tiere. Ist es deshalb bereits eine Fabel? Ich denke nicht :).

Eine vollständige Inhaltsangabe des Magazins mit allen weiteren dort vertretenen Geschichten findet Ihr unter: http://www.zugetextet.com/?p=1336 :).

Wenn ich richtig gezählt habe, wird dies meine 15. oder 16. Veröffentlichung sein. Morgen erscheint ja, wie bereits angekündigt, mit „Heimchen am Schwert“ die Nummer 14, und als kleine Vorausschau am 01.07. die karitative Anthologie „Sommer und Mehr“, die sich mit der Ausgabe 1/2016 von „zugetextet“ um Platz 15 und 16 streiten muss ;). Nächstes Etappenziel? 20!

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag
Erik

[Veröffentlichungen] Das „Heimchen“ rückt näher

Mit Riesenschritten nähert sich die nächste Veröffentlichung. In genau 11 Tagen erscheint, vorerst nur als e-Book, im Verlag Ohneohren die Anthologie „Heimchen am Schwert“, gespickt mit phantastischen Geschichten über starke Frauen. Mit dabei auch meine Fantasy-Geschichte: „Der Kreis der Sieben“. Bereits heute möchte ich Euch das Cover und den Teaser zu meiner Geschichte präsentieren. Sind sie nicht toll geworden?

heimchen_cover_web
(c) http://www.ohneohren.com
erik_teaser
(c) http://www.ohneohren.com

[Veröffentlichung]“Claire“

Vor gut einer Woche erschien die aktuelle Ausgabe, Nr. 34, der Zeitschrift „BIERGLASLYRIK“ zum Thema „Ratgeber“.

Darin enthalten: meine leicht futuristisch angehauchte Kürzestgeschichte „Claire“ :).

Die Ausgabe der Zeitschrift könnt Ihr Euch übrigens kostenlos als .pdf auf der Seite der BIERGLASLYRIK herunterladen. Einige sind dem Link ja schon über Facebook gefolgt oder haben ihn bereits beim Stöbern auf der Kurzgeschichten-Seite entdeckt – für alle anderen hier nochmal als Service 🙂 *LINK*. Wer zu faul zum Blättern ist – man findet mich auf der Seite „drüü“- ich empfehle aber auch alle anderen Geschichten :).

Ich wünsche allen viel Spaß beim Lesen und (sofern zutreffend) einen schönen Feiertag!

Wenn sie Euch gefällt, würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen 🙂
Erik

[Veröffentlichungen] Vorschau „Sommer und Mehr“

Heute kann ich wieder ein erfreuliches Update zu meiner nächsten cover_sommerkaritativen Veröffentlichung geben. Am 01.07.2016 erscheint die zweite Benefiz-Anthologie aus dem Autoren_Netzwerk. Aufgrund des großen Andrangs wurden die Geschichten und Gedichte diesmal auf zwei Bände verteilt. Meine Geschichte „Im Glanz der aufgehenden Sonne“, eine locker-leichte Urlaubsliebesgeschichte, findet sich im ersten Band. Ich freue mich schon auf die Geschichten der beteiligten Autoren und Autorinnen, von denen ich mittlerweile viele schon kennen und schätzen gelernt habe.

Alle Einnahmen aus dem Projekt werden wieder zu 100% einem gemeinnützigen Zweck zur Verfügung gestellt und gehen an die Stiftung Lesen.

Neben dem Cover (oben rechts) möchte ich Euch natürlich auch das „offizielle“ Vorschaubild sowie das Inhaltsverzeichnis des ersten Bandes nicht vorenthalten. Feuer Frei!

ankündigung_sommervorschau_sommer

Liebe Grüße,
Erik

[Veröffentlichung] Heureka! Es ist vollbracht!

Nachdem das Jahr 2016, was Veröffentlichungen angeht, bisher etwas schleppend verlief (klar erschien die tolle Anthologie im Burgenweltverlag, aber die Zusage dafür kam ja schon 2015), erreichte mich gestern eine tolle Nachricht, deren Inhalt ich Euch natürlich postwendend mitteilen möchte :).

Meine Kurzgeschichte (oder Kürzestgeschichte – wer legt die Grenzen fest?) „Claire“ erscheint in der Mai-Ausgabe des Berner Literaturmagazins „BIERGLASLYRIK„. Es ist nicht nur meine erste Veröffentlichung in einer Zeitschrift (die auf der Website kostenlos heruntergeladen oder gekauft werden kann, sowie als Print in ausgewählten Lokalen in Deutschland, Österreich, Schweiz und Luxemburg zum Stöbern ausliegt), sondern ich bin auch genretypisch etwas aus meiner Komfortzone ausgebrochen. Keine Fantasy, keine kitschige Romance – und kein History. Aber was es genau ist? Lasst Euch überraschen (und gänzlich sicher bin ich mir ohnehin nicht, wie ich das eingruppieren soll *g*).

Die Geschichte habe ich übrigens in Gänze auf einer Bahnfahrt getippt (natürlich stand aber vorher schon die Plotidee) – ich mag es eigentlich ganz gern, im Zug zu schreiben :).

Das wars vorerst von meiner Seite. Aber ich würde nicht ausschließen, dass in absehbarer Zukunft noch die ein oder andere positive Meldung hier verkündet wird – also bleibt gespannt!

Liebe Grüße
Erik

[Kurzgeschichte] „Rosenkriege“

Passend zum Valentinstag morgen hier eine Kurzgeschichte von mir. Im Februar 2014 geschrieben, wurde dieses 2015 in der Anthologie „Coole Mädchen, Große Liebe“ veröffentlicht. Da der Verlag mittlerweile geschlossen hat, und das Buch vom Markt genommen ist, teile ich sie mit Euch auf diesem Wege – ich hoffe, Ihr habt etwas Spaß an der Geschichte :).

 

Rosenkriege

„Ihr Ende fanden die Rosenkriege in der Schlacht von Bosworth Field, als Henry Tudor die Truppen Richard III. schlug und als Henry VII. den Thron bestieg. Durch seine Heirat mit Elisabeth of York vereinte er schließlich die beiden Linien und beendete die jahrzehntelange Spaltung Englands.“
Anerkennend schaute ich auf. Maries Auffassungsgabe überraschte mich stets aufs Neue – in weniger als einer Stunde hatte ich ihr alles beigebracht, was ich über die Rosenkriege wusste. Mit einem leichten Seufzer schloss ich mein Buch und lächelte sie an. „Wird schon schiefgehen.“
Wir erhoben uns gleichzeitig und sie warf sich in einer eleganten und fließenden Bewegung ihre Tasche über die Schulter. Ich hatte mir immerhin dieses Mal nicht das Knie an der Tischkante gestoßen – eine massive Verbesserung zu unserer letzten Lernstunde. Maries Gegenwart brachte mich immer aus dem Konzept und machte aus mir einen ungeschickten und tollpatschigen Trottel.
Wobei ich ehrlicherweise zugeben muss, dass ich auch sonst nicht gerade das Selbstbewusstsein und die Ausstrahlung eines Liam Hemsworth besaß. „Bis gleich. Ach ja, und danke“, flüsterte sie und hauchte mir im Vorbeigehen mit ihren rubinroten und samtweichen Lippen einen Kuss auf die Wange. Bitte lass meine Knie nicht zittern, flehte ich in Gedanken und schaffte es immerhin, bis sie sich umgedreht hatte. Ich seufzte und folgte ihr mit meinen Blicken, bis sie die Cafeteria verlassen hatte. Es schien wirklich ein guter Tag zu werden. Zumindest bis ich versuchte, ebenso schwunghaft meinen Rucksack über die Schulter zu werfen und dabei seinen kompletten Inhalt auf den Boden schüttete. Achselzuckend begann ich meine Sachen vom Boden aufzusammeln – es hätte deutlich schlimmer kommen können. Wenn sie nur wüsste, wie sehr mich ihre gehauchten Küsse und freundschaftlichen Umarmungen immer aus der Fassung brachten.
„Weiß Marie eigentlich, dass du sie liebst?“
Ich schaute verwirrt auf. Paul – mein bester Freund, und der Einzige, dem ich meine Liebe gestanden hatte, stand neben dem Tisch. „Nein. Und das wird auch so bleiben“, sagte ich seufzend. So sehr es auch schmerzte und mich innerlich zerriss, so glücklich war ich auch darüber, ‚nur‘ ihr Freund zu sein. Die vielen gemeinsamen Stunden und die tollen Erlebnisse miteinander und ja, auch die flüchtigen Berührungen hier und da. Schon erbärmlich, womit ich mich zufriedengab, resümierte ich mit einem vernichtenden Urteil über mich. „Wie du meinst“, bemerkte Paul. „Aber wenn du so weitermachst, befürchte ich, gehst du noch irgendwann vor die Hunde.“ Ich verschwieg, dass ich das ebenfalls befürchtete, um die Diskussion nicht weiter anzuheizen. Auch wenn ich wusste, dass er recht hatte, so konnte und wollte ich doch nichts ändern, aus Angst Marie zu verlieren. „Ich schaff das schon. Ich muss los, Geschichte, bis später“, antwortete ich lediglich und warf mir meinen Rucksack, dieses Mal etwas behutsamer über die Schulter.

Einige Minuten später begann der Geschichtsunterricht wie angekündigt mit einem Test über das englische Mittelalter. Während alle darüber fluchten, dass unser neuer Lehrer ein Faible für außerlehrplanmäßige Geschichtsepochen hatte, war das für mich ein unverhoffter Glücksgriff im neuen Schuljahr geworden. Meine Leidenschaft für Geschichte war es gewesen, die Marie, eine sonst exzellente Schülerin und früher eher flüchtige Bekannte als richtige Freundin, dazu brachte, einmal wöchentlich in unserer gemeinsamen Freistunde vor dem Geschichtskurs das Thema der Woche durchzusprechen. Mittlerweile trafen wir uns auch, wenn es gar keine neuen Themen gab, und redeten über Gott und die Welt. Ich hatte mich schon seit ihrem Schulwechsel letztes Jahr zu Marie hingezogen gefühlt. Aber spätestens seit unserem ersten längeren Treffen war ich ihr hemmungslos und hoffnungslos verfallen.
Ich sah von meinem Blatt auf und starrte Marie an, die zwei Reihen vor mir saß. Wie hübsch sie doch war. Ihr schulterfreies rotes Top war hinten tief ausgeschnitten und gewährte einen Blick auf ihren makellosen, elfenbeinfarbenen Rücken. Und als ob sie diesen Anblick nicht stören wollte, hatte sie ihre atemberaubenden blonden Haare zu einem kunstvollen um den Kopf gewickelten Zopf geflochten. Und auch wenn ich es leider von meinem Platz nicht sah, so konnte ich mir lebhaft vorstellen, wie sie mit gerunzeltem Gesicht – süß auf ihrer Lippe kauend – über den Fragen brütete.
„So und jetzt konzentrieren wir uns alle wieder auf den Test.“ Die Stimme des Lehrers riss mich zu meinem Bedauern in die Wirklichkeit zurück. Erschrocken stellte ich mit einem Blick auf die Uhr fest, dass mittlerweile rund fünf Minuten vergangen waren. Mit leicht gerötetem Kopf schaute ich mich verstohlen um, ob jemand außer Herrn Franek bemerkt hatte, wie unverhohlen ich Marie angestarrt hatte. Doch nur Paul, der zwei Tische neben mir saß, schaute in meine Richtung.
Ich seufzte erleichtert und sah verblüfft, wie Herr Franek mir zuzwinkerte. Auch wenn ich mich fast nie im Unterricht beteiligte, hatte mich mein Interesse für Geschichte wohl zu seinem Lieblingsschüler gemacht, und gerade in den letzten Wochen hatten wir öfters vor und nach den Unterrichtsstunden über die Rosenkriege debattiert. Er als Anhänger des Hauses York, ich als glühender Lancastrianer, was wohl auch an den Romanen von Rebecca Gablé lag. Und wie es Marie vorhin treffend formuliert hatte, schlussendlich hatte das Haus Lancaster auch gewonnen, stellte ich mit einem süffisanten Grinsen fest und richtete meinen Blick wieder auf den Test. Die fehlenden Minuten machten mir nicht wirklich zu schaffen, ich beantwortete die restlichen Fragen in Windeseile und hatte zum Schluss der Stunde sogar noch die Zeit, eine rote Rose auf das Blatt zu malen. Einerseits, weil ich seit Monaten in dieser depressiv-melancholisch-verliebten Stimmung festhing, andererseits, weil diese das Symbol des Hauses Lancaster war – diese Spitze konnte ich mir nun wirklich nicht verkneifen. Als ich am Ende der Stunde als Letzter nach vorne ging, um meinen Test abzugeben, nahm mich Herr Franek nach einem beiläufigen Blick auf den Test zur Seite, wobei er die gezeichnete Rose mit einem Stirnrunzeln quittierte. „So kann das nicht weitergehen mit dir. Du gehst mir noch vor die Hunde.“ Ohne es zu wissen, benutzte er fast die gleichen Worte wie Paul vorhin, um mich auf meine missliche Lage hinzuweisen. Nur, dass er es nicht dabei beließ. „Ich weiß, ich bin als gescheiterter Single nicht wirklich der, von dem du Ratschläge annehmen solltest. Aber vielleicht denkst du ja mal bis zur nächsten Geschichtsstunde drüber nach, ob du wirklich so weiter vor dich hinträumen und vegetieren willst. Das ist doch kein Leben, Junge. Mensch du bist fünfzehn – du sollst das Leben genießen und nicht schon in dem Alter als melancholischer Zyniker enden.“ Anscheinend selbst erschrocken von dem Ausbruch verließ Herr Franek schnell das Klassenzimmer und ließ mich etwas geschockt und grübelnd zurück.

Zwei Tage später, am Valentinstag, wie ich gefrustet feststellte, hatten wir unsere nächste Geschichtsstunde. Und ich sollte sogleich erfahren, was Herr Franek mit seiner Ankündigung gemeint hatte, ich solle doch mal über mein Leben nachdenken und die Initiative ergreifen.
Nach einer spannenden und interessanten Geschichtsstunde – wobei ich der Einzige zu sein schien, der dem Unterricht wirklich Beachtung schenkte, gab unser Lehrer uns die korrigierten Tests zurück. Ich brauchte meinen nicht einmal umzudrehen, um zu wissen, dass ich die volle Punktzahl erreicht hatte. Doch als Herr Franek dann plötzlich eine rote Rose hervorzauberte, erfüllten sich meine schlimmsten Befürchtungen. „Nun denn. Heute ist ja bekanntlich Valentinstag. Und wenn ich mir den Test so anschaue, wissen zumindest einige von euch auch, dass das Haus Lancaster die Rosenkriege gewonnen hat. Und was wäre passender, als den besten Test mit einer roten Rose, dem Symbol des Hauses, zu belohnen.“
Ich stöhnte innerlich. Bestimmt hatte ich ihn mit meiner gekritzelten Rose auf dem Test überhaupt erst auf diese Idee gebracht. Natürlich war mir klar, dass ich die Rose bekommen würde. Und wenn ich am Valentinstag nicht als der größte Depp rüberkommen wollte, musste ich sie weiterverschenken. Was sollte ich schon mit einer roten Rose? Als Herr Franek die Rose auf meinen Tisch legte, steckte er mir unauffällig einen Zettel zu. Lediglich eine Zeile stand in seiner fein säuberlichen Handschrift drauf: Zeig, dass Du in der Lage bist, Deinen persönlichen Rosenkrieg zu gewinnen.
Natürlich reichte ich die Rose nicht sofort weiter. Ich hasste es, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen, und nahm meinem Lehrer immer noch übel, dass er mir die Rose nicht erst nach der Stunde überreicht hatte. Doch das war noch nicht seine letzte Überraschung gewesen.
Nachdem sich die allgemeine Aufregung über die Tests gelegt hatte und die Stunde offiziell beendet war, rief er Marie zu sich, um mit ihr kurz über ihren Test zu reden, der wie ich im Vorbeigehen bemerkte, ebenso fehlerfrei war wie meiner. Erstaunt blieb ich stehen.
„Tja, Marie, was soll ich sagen. Mit diesem Test hättest du dir eigentlich auch eine Rose verdient“, begann er. Dann sah er mich an und fragte: „Findest du nicht auch?“
Ich war völlig überrumpelt von der Frage. Dass Herr Franek sofort ging, ohne eine Antwort abzuwarten, machte die Sache nicht besser. Mir wurde abwechselnd heiß und kalt. Nervös stellte ich meinen Rucksack ab und versuchte krampfhaft, die Kontrolle über mein Denken und über meine Hände wiederzuerlangen. Schlussendlich gab ich mir einen Ruck, sah Marie in die Augen und gab ihr die Rose. „Nun denn, frohen Valentinstag. Irgendwann hättest du es eh erfahren.“ Ich schluckte. „Und bitte, lass uns trotzdem weiterhin Freunde bleiben und so tun, als ob nichts …“ Mitten im Satz stockte ich. Marie hatte mir ihren Finger auf die Lippen gelegt.
„Danke“, sagte sie schlicht und hauchte mir einen zarten Kuss auf die Lippen. Nur mühsam blieb ich bei Bewusstsein. Das hatte ich mir stundenlang ausgemalt. „Sehen wir uns nach der Schule im Park?“
Unfähig zu sprechen nickte ich nur.
„Bis dann“, verabschiedete sie sich und schenkte mir ein strahlendes Lächeln, die Rose fest in ihrer Hand.
Glücklich setzte ich mich auf den Boden und starrte an die Wand.
Sekunden, Minuten, Stunden später – ich hatte jegliches Zeitgefühl verloren, kam Herr Franek zurück und lächelte mich an. „Gut gemacht, Henry. Du machst deinem Namen alle Ehre.“
Der Vergleich mit Henry of Lancaster holte mich in die Wirklichkeit zurück. Mit einem Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass ich doch erst seit etwas mehr als zehn Minuten am Boden saß.
„Jetzt aber zurück zum Unterricht“, ermahnte er mich und ich spurtete in meinen Biologiekurs. Die Vorhaltungen der Lehrerin hörte ich mir gar nicht an und setzte mich auf meinen Platz. Ich schien über allen Wolken zu schweben. Den restlichen Tag dachte ich nur noch daran, wie es sein würde, Marie nach der Schule zu sehen. Meinen Tag, ja mein ganzes Leben mit ihr zu teilen. Ich beschloss, dass das heute der erste Tag meines neuen, meines besseren Lebens sein würde. Und dieses Mal würde das auch für immer halten. Versprochen.

Ich wünsche allen einen schönen Valentinstag!

Liebe Grüße,
Erik

(Neuerscheinung) „Wenn alte Wellen singen“

Heureka! Es ist vollbracht :). Bereits seit gestern halte ich mein Exemplar der Anthologie „Wenn alte Wellen singen“ in den Händen. Im Burgenweltverlag veröffentlicht, haben die Herausgeberinnen Isabella Benz und Michèle-Christin Jehs Mittelaltergeschichten gesammelt, in denen Wasser eine zentrale Rolle spielt.altewellen

Ab heute könnt Ihr es auch endlich bekommen 😉 – als e-Book (3,99€) und als Taschenbuch (228 S., 12,90€) ist es unter anderem bei Amazon oder auch im Verlagsshop erhältlich. Da der Burgenweltverlag auch auf der Leipziger Buchmesse ist, können alle Besucher das Buch dort auch am Verlagsstand bestaunen – aber mehr dazu im Laufe der nächsten Wochen in der Messevorbereitung und -Vorschau :).

Meine Geschichte „Das leise Klirren des Dolches“ spielt dabei vor dem Hintergrund des beginnenden hundertjährigen Krieges zwischen England und Frankreich und ist meine erste Veröffentlichung in meinem Lieblingsgenre (yeah!), der hoffentlich noch viele weitere folgen.

In dem Sinne wünsche ich Euch allen einen schönen Aschermittwoch
Erik

E-Book erhältlich!

Was lange währt, wird endlich gut! Seit heute ist die E-Book-Version von „Ein kurzer Blick. Geschichten aus dem Karpatenbogen“ erhältlich und kann unter anderem *hier* bestellt werden.Endversion Cover Karpatenbogen Vorderseite

Für alle Liebhaber gedruckter Bücher weise ich auch nochmal darauf hin, dass die Printausgabe des Buches für nur 4,99 Euro ebenfalls unter obigem Link gekauft werden kann :).

Lasst Euch von den Autoren mit spannenden Geschichten und dazu passenden Rezepten auf eine zauberhafte Reise durch die malerische Region führen! 🙂

Im Buch enthalten sind auch  meine Texte: „Die Klingen von Hermannstadt“ und „Dobostorte mit Rosenduft“. Letztere hat mich dabei so inspiriert, dass ich mir neulich bei einem Bibliotheksbummel gleich einen ganzen Batzen an Büchern über Elisabeth und ihr Umfeld ausgeliehen habe – vielleicht kommt da im Laufe der Zeit ja noch etwas nach :).

Liebe Grüße
Erik

 

Ein Jahr kommt, ein Jahr geht!

Hier nun der versprochene Jahresrück- und -Ausblick! Doch bevor ich in medias res gehe, möchte ich Euch allen ein frohes, neues Jahr wünschen :).

2015 war ein spannendes Jahr für mich. Zwar habe ich nicht wie geplant einen Roman fertiggestellt, allerdings trotzdem mehr geschrieben als in den Jahren zuvor. Ich habe meine Schlagzahl an Ausschreibungen erhöht – und nicht zuletzt dadurch auch meine erste Veröffentlichung in meinem Lieblingsgenre „History“ erreicht (die Kurzgeschichte: „Nur das leise Klirren des Dolches“ erscheint voraussichtlich im Februar 2016 in der Anthologie des Burgenweltverlages „Wenn alte Wellen singen“). Zudem konnte ich auch meine ersten Gedichte und eine ganze Anzahl weiterer Kurzgeschichten veröffentlichen.

Mit der Entwicklung des Blogs und meiner Facebook-Seite bin ich ebenfalls moderat zufrieden. Für alle Zahlenjunkies hier ein paar Fakten. Ich habe 50 Beiträge veröffentlicht (etwa einen alle 3 Tage). Diese wurden mehr als 1000x aufgerufen von mehr als 350 einzelnen Benutzern. Zu den Beiträgen gab es etwa 100 „Gefällt-mir“-Klicks auf WordPress und fast 50 Kommentare. Auf Facebook folgen mir derzeit 186 Leute – der Spitzenpost dort erreichte 599 einzelne Benutzer.

Natürlich war ich auch dieses Jahr wieder auf großen und kleinen Buchmessen – der FBM, der LBM, der BuCon und der Buchmesse Schwetzingen. Dort konnte ich viele interessante Leute treffen, Verlegerinnen, andere Autoren und auch den ein oder anderen Käufer eines Kurzgeschichtenbandes, an dem ich mitgewirkt habe :).

 

Für alle, die den Post bis hierhin gelesen haben ;), möchte ich in aller Kürze noch meine Planung für 2016 anfügen.

Ich werde versuchen, den Blog und die Seite mit noch mehr Inhalt zu füllen und noch aktiver zu halten, um sukzessive die Leserzahlen der einzelnen Beiträge – und damit mittelfristig hoffentlich auch meiner Werke – zu steigern. Auch werde ich 2016 wieder zu 99% die beiden großen Buchmessen, die LBM und die FBM, besuchen. Daneben werde ich versuchen, auch einige der kleineren Messen wie den BuCon oder die BuchBerlin mitzunehmen – aber das werde ich oftmals relativ spontan entscheiden (es sei denn, ich stelle irgendwo aus :)). Abschließend werde ich auch dieses Jahr mindestens wieder an 10-12 Ausschreibungen teilnehmen (nach oben offen^^), diese aber noch stärker selektieren, sodass die Zahl sich wohl nicht noch weiter erhöhen wird. Dadurch sollten aufgrund der immer besser werdenden Effektivität weitere Kapazitäten frei werden, um schlussendlich in diesem Jahr zumindest das Rohmanuskript eines Romanes oder Kurzromanes fertigzustellen. Natürlich werde ich Euch über die Fortschritte dabei wie gewohnt auf dem Laufenden halten.

Nun bleibt mir nur noch, allen Lesern, Kollegen, Verlagen und sonstigen Personen zu danken, die mich im letzten Jahr begleitet haben, und dies hoffentlich auch im neuen Jahr noch tun.

Liebe Grüße – und nochmals ein frohes, neues Jahr 2016!

Erik