In der letzten Zeit habe ich „Whalea“ von Laura Ventur gelesen. Das Buch ist 2021 im Selfpublishing über epubli erschienen und dem Genre Fantasy zuzuordnen. Vielen Dank an dieser Stelle auch an die Autorin für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars über die vermittelnde Agentur Literaturtest.

Zwei Leben, zwei Welten. Strikt voneinander getrennt und dennoch untrennbar miteinander verwoben durch die Zeit. Obwohl Rosa, Wächterin in Whalea, überzeugt ist, ihr lang gehütetes Geheimnis in den Tiefen ihrer fantastischen Dimension unauffindbar versteckt zu haben, spült das Schicksal ihr die Vergangenheit vor die Füße: Ben. Doch als der Frankfurter Banker Ben von Thalau unfreiwillig in Whalea auftaucht, stellt das nicht nur ihr Leben auf den Kopf. Denn Menschen sind in ihrer Welt strengstens verboten. Und er hat alle Hände voll zu tun, in der whaleanischen Realität nicht den Verstand zu verlieren. Für Rosa und ihre Gefährten beginnt ein beispielloser Spießrutenlauf. Sie müssen den Fremden wieder nach Hause bringen, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Dafür ist Rosa bereit, alle Tabus zu brechen. Nur so kann sie ihr Geheimnis bewahren. Allerdings hat sie die Rechnung ohne Ben gemacht. Der hat ganz andere Pläne.
„Whalea“ ist – trotz des sehr kindlichen Covers – ein Fantasyroman für jugendliche und erwachsene Leser, kombiniert er doch in einem bunten Genremix aus Urban-, High- und historical Fantasy erwachsenere Themen wie Gesellschaftskritik und Hexenvebrennung mit einer Fantasywelt, die eher für junge Leser gezeichnet ist. Anzumerken ist dabei zwingend, dass „Whalea“ – wenn auch nirgends angegeben – nur Auftakt zu einer Buchreihe sein kann, da es als eigenständiger Roman nicht wirklich funtioniert.
Denn zum Ende hin werden kaum Handlungsstränge aufgelöst, nahezu alle Probleme bleiben offen und das Buch endet in diversen Cliffhangern, was einen als Leser etwas ratlos und unbefriedigt zurücklässt. Abgesehen davon ist die Handlung jedoch durchaus spannend und abwechslungsreich, wenn auch – zumindest in der Gegenwart – die ganz großen Konflikte fehlen, wohingegen die Vergangenheitsebene auf ganzer Linie überzeugt.
Das Setting in Whalea wird im Wesentlichen anschaulich beschrieben, insgesamt lässt der Bau einer komplexen Fantasyswelt aber noch Luft nach oben – was bei der Dünne des Buches nicht verwundert. Ich hoffe daher, dass in den Folgebänden (so es sie geben wird) die Hintergrundgeschichte von Whalea, die einzelnen Rassen und Völker und das Magiekonzept noch etwas weiter ausgearbeitet werden, man nach und nach mehr über die Welt erfährt
Die einzelnen Protagonisten sind im Wesentlichen vielschichtig ausgearbeitet, wenn auch die Handlungsmotive, insbesondere von Rosa und ihren Gefährten, nicht immer klar aufgeklärt und ersichtlich sind. Dennoch überzeugen hier vorallem die – teils auch humorvoll angelegten – Nebenfiguren, insbesondere Olivia und Rasmus.
Dem Lektorat und Korrektorat sind nur kleinere Fehler durchgerutscht, die das Lesevergnügen nicht wesentlich schmälern, der Buchsatz ist gelungen und wird mit tollen Illustrationen unterstützt und aufgewertet, wenn auch die der Geschichte vorangestellte Karte dazu im Vergleich blass bleibt. Das Covermotiv kommt jedoch sehr kindlich rüber und vermag auch – trotz der abgebildeten Protagonisten – keinen wirklichen Bezug zur Handlung herstellen, auch die Coverrückseite kann nicht überzeugen.
Mein Fazit: „Whalea“ ist ein im Wesentlichen gelungener Debütroman, der allerdings nur als Reihenauftakt Sinn macht und nicht als Standalone gelesen werden kann und sollte, da er kaum Handlungsstränge auflöst. Das Buch vermag dabei durch eine grundsätzlich interessante und abwechslungsreiche Handlung zu überzeugen, deren Schwächen hoffentlich im Rahmen der nächsten Bände angegangen werden. Mit Veröffentlichung weiterer Teile bedenkenlos zu empfehlen – sollte das unterbleiben besteht Frustgefahr.





Magische Aufgaben und starke Konkurrenten erwarten Josephine im Schloss, als ein Brief sie zur Teilnahme an der Regentschaftswahl Californias verpflichtet. Modernste Technik soll die dauerhafte Übertragung des Geschehens im Land gewährleisten und ein Abgesandter des Kaisers die Fairness wahren. Doch der momentane Regent denkt gar nicht daran, abzudanken. Während Josephine großes magisches Potenzial entwickelt, wird schnell klar: Es gibt kein Entkommen! Weder vor den Kameras und den gefährlichen Aufgaben der Wahl, noch vor den Mordanschlägen auf sie. Und schon gar keine Zukunft für ihre geheime Liebe – oder?
Als Nikolai Oleander erfährt, dass er kein Mensch, sondern ein Bajar ist, der mit magischen Perlen neue Welten erschaffen und bereisen kann, ändert sich sein bisheriges Leben schlagartig. Er verlässt die Erde, um den Umgang mit seinen neu entdeckten Fähigkeiten zu lernen. Während des Studiums findet er nicht nur neue Freunde – sondern gerät auch in eine Verschwörung, die die Existenz von Millionen von Welten bedroht. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn auch die Erde ist in größter Gefahr.
Tina: Schön, dass ich da sein darf. Mein Name ist Tina Skupin, ich schreibe Fantasy, vor allem Urban Fantasy. Ich habe – mit dem neuen – insgesamt fünf Bücher veröffentlicht. Zudem wohne ich in Stockholm, deswegen haben alle meine Bücher einen Hintergrund in der nordischen Mythologie.
Tina: Valkyrie ist eine klassische Urban-Fantasy-Reihe im Stil der „Dresden Files“ und Seanan McGuire. Meine Protagonistin ist die Walküre Frida, die am Hofe Odins gedient hat, und die plötzlich 1.000 Jahre später in der Zukunft im modernen Stockholm aufwacht. Asgard ist verschwunden, die Norsen leben unerkannt unter den Menschen. Sie muss sich zum einen zurechtfinden, zum anderen möchte sie auch herausfinden, was passiert ist. Im zweiten Band geht es darum, dass die übrigen Norsen, die auch 1.000 Jahre geschlafen haben, alle erwachen und dadurch eine Flüchtlingsproblematik in der Stadt herrscht. Es gibt immer mehr von den Norsen, die sich in der modernen Welt überhaupt nicht auskennen. Daher droht die Entdeckung – und nur Frida kann dies verhindern und eine Lösung finden.
Tina: Anna Holubs: „Der Meerschaum“ ist ein Buch in der Märchenspinnerei. Es handelt sich um einen skandinavischen Thriller, eine Adaption der Meerjungfrau. Luzia Pfyls: „Das Ministerium der Welten“ gefällt mir als Serie auch sehr gut, das war auch eine meiner Inspirationen für Sissi.
Er sieht das Dunkle in ihrer Schönheit.