Ava Reed in Worms: Ein ganz besonderer Leseabend

Gestern Abend besuchte ich eine Lesung von Ava Reed, die im Wormser Thalia ihr neuestes Jugendbuch „Die Stille meiner Worte“ (Ueberreuter Verlag) präsentierte. Natürlich nutzte ich zusammen mit anderen Bücherverrückten die Gelegenheit, vorher ausgiebig in der Buchhandlung zu stöbern, und viel zu viel zu kaufen (#avaistschuld)! 20180414_195732Nicht nur die drei fehlenden Titel meiner Ava-Reed-Buchsammlung, sondern auch der zweite Teil von Stefanie Hasses Reihe „BookElements“ und „Animant Crumbs Staubchronik“ von Lin Rina hüpften, fast ganz ohne mein Zutun, in die Beutel. Apropos Beutel! Auch davon gingen gleich drei verschiedene mit zu mir, unter anderem der heißbegehrte „Bücher verwandeln Muggel in Zauberer“-Beutel. Zuguterletzt konnte ich natürlich nicht durch den verdammt gut sortierten Thalia gehen, ohne auch noch eine Funko-Pop-Figur von Chewie mit zu mir zu nehmen.

20180414_185643_001Dann ging aber auch bereits schon die Lesung los. Ava startete mit einer munteren Fragerunde zum Thema „Autor werden“, besprach unter anderem die Vorteile der einzelnen Veröffentlichungswege übers Selfpublishing und über Verlage, und redete auch über ihr eigenes Schreiben, ihren Werdegang und ihre Schreibroutinen (Deadlines :D). Besonders an der Lesung war, dass Avas Eltern zum ersten Mal als Gäste an einer ihrer Lesungen teilnahmen. Die Atmosphäre war entspannt, gelassen, fröhlich – einfach besonders und magisch. Ich glaube, ich habe noch nie eine Lesung erlebt, in der im Vorfeld so viel gelacht wurde. Ich durfte Ava ja bereits in Leipzig im Rahmen einer Lesung und Signierstunde kennenlernen. Sie ist genau so, wie man sie sich durch ihre Videos, Blog- und Facebookbeiträge vorstellt. Supersympathisch, locker – und sie nimmt sich viel Zeit für jeden ihrer Leser.

20180414_195453Als Ava begann, aus „Die Stille meiner Worte“ zu lesen, kehrte wahrlich Stille ein. Gefühlvoll, eindringlich las sie verschiedene Passagen aus dem Buch und verschaffte einen Überblick über die Figuren und ihre Motive. Dankenswerterweise las sie auch einige andere Passagen als in Leipzig, sodass es auch für mich neue Facetten zu entdecken gab – und ich lernte endlich Levi kennen, auf den ich mich im Buch besonders freue (dass nun sicherlich nicht mehr lange subbt). Im Anschluss an die Lesung nahm Ava sich viel Zeit um alle mitgebrachten und gekauften Bücher zu signieren, beantwortete geduldig Fragen und schoss mit jedem Erinnerungsfotos. Ein wirklich gelungener Abend – für jeden Beteiligten (und sicherlich auch für Thalia). Sollte unbedingt wiederholt werden!

[Buchgedanken] Stefanie Hasse: „BookElements. Die Magie zwischen den Zeilen“

Was wäre passender zum Welttag des Buches als eine neue Rezension? Na dann los :)!

Vor einigen Tagen habe ich als fünftes Buch in meinem fantastischen Lesefrühling den Reihenauftakt „BookElements. Die Magie zwischen den Zeilen“ von Stefanie Hasse gelesen. Das Buch ist 2017 bei Im.press Taschenbuch erschienen und wurde zuerst 2015 im Carlsen Imprint „Im.press“ als e-Book veröffentlicht. Aus meiner Sicht ist es dem Genre „Young-Adult Urban Fantasy“ zuzuordnen. Als e-Books sind bereits drei Teile der Reihe veröffentlicht, als Taschenbuch folgt der zweite im Herbst 2017.

Melinda „Lin“ East arbeitet in der Bibliotheca Elementara als Wächterin. Zusammen mit 51d2bcdbmf9l-_sx319_bo1204203200_ihren Teammitgliedern Ric, Peter und Coral streift sie durch die Straßen und fängt dort seelenlose Romanfiguren, die von Lesern, die sich in die Charaktere verliebt haben, aus den Büchern herausgelesen wurden. Nur ihrem Lieblingscharakter Zac aus dem Roman „Otherside“ ist sie noch nie begegnet. Als die herausgelesenen Romanfiguren plötzlich Anomalien entwickeln und die ersten Söldner aus „Otherside“ auftauchen, bricht Panik unter den Wächtern aus und eine uralte Prophezeiung kommt wieder ans Tageslicht.

Auch wenn das Prinzip, dass Romanfiguren in die reale Welt geholt werden, nicht gänzlich neu ist, setzt Stefanie Hasse es auf eine interessante und innovative Weise um. „BookElements“ ist nämlich mehr als ein Roman, es ist zugleich auch ein Manifest für die Liebe zu Büchern. Die Handlung strotzt vor unerwarteten Wendungen, die den Spannungsbogen die ganze Zeit halten. Zwar darf auch das – im Genre übliche – Love Triangle nicht fehlen, es ist jedoch angenehm im Hintergrund gehalten und dominiert nicht das ganze Geschehen. Als kleine Easter-Eggs werden auch nicht nur Mythen wie Samhain eingebunden, sondern es wird auch auf moderne Bestseller Bezug genommen – so kann gleich getestet werden, wer als Booknerd wirklich alle herausgelesenen Protagonisten erkennt.

„BookElements“ besticht vor allem durch die Charaktere und das Zusammenspiel zwischen ihnen. Gut gefallen hat mir, dass die einzelnen Wächter nicht nur den Elementen zugeordnet worden sind, sondern sich die Elemente auch in ihren Wesenszügen widerspiegeln. Beständig wie die Erde, aufbrausend wie das Feuer, so kann man sich gut mit den einzelnen Protagonisten identifizieren und sich in ihnen wiederfinden.

Mir persönlich kam das Ende etwas schnell und überhastet, hier hätte ich mir ein paar mehr Seiten gewünscht. Ich möchte jedoch zugleich auch festhalten, dass das Ende mich nicht nur sehr (positiv) überrascht hat, sondern gleichsam auch endlich mal, trotz des Reihenformats, kein gänzlich offenes Cliffhanger-Ende ist, sondern den Roman gut abschließt – etwas, was in letzter Zeit bedauerlicherweise zur Seltenheit geworden ist.

An Lektorat, Korrektorat und Buchsatz gibt es nichts auszusetzen, auch das Cover ist grundsätzlich sehr gelungen. Ich persönlich hätte mir jedoch noch etwas mehr farbige Elemente gewünscht, die als Eyecatcher gedient und die einzelnen Elemente widergespiegelt hätten (anzusehen als Kritik auf einem ganz, ganz hohen Niveau).

Mein Fazit: „Die Magie zwischen den Zeilen“ ist ein vielversprechender Auftakt zu Stefanie Hasses „BookElements“-Reihe. Der Urban-Fantasy-Roman punktet durch starke, interessante Charaktere sowie durch eine spannende Handlung mit vielen unerwarteten Wendungen. Dabei kann insbesondere das – zwar leicht schnelle – Ende besonders überzeugen. Für Fans des Genres – und Buchliebhaber generell – bedenkenlos zu empfehlen. Ich freue mich jedenfalls schon auf die weiteren Teile.

[LBM 2017] Tag 3 – Schockverliebt

Was für ein anstrengender, was für ein schöner Tag. Der Messesamstag war, 20170325_101918erwartungsgemäß, der besucherstärkste Tag und die relative Ruhe der Vortage damit dahin. Gleich um Punkt 10 zu Messebeginn startete ich mit einer Veranstaltung in das Programm. Tanya Stewner, Autorin der berühmten Liliane Susewind-Reihe, stellte ihr neuestes Buch, den dritten Band von Alea Aquarius vor. Mit einem kleinen interaktiven Teil und der Ankündigung, noch vier weitere Alea und viele weitere Liliane-Bücher zu schreiben, verzückte sie ihr gesamtes Publikum.

Im Anschluss schlenderte ich etwas durch die Hallen und hörte mir die Texte zweier 20170325_120318Poetry-Slammerinnen an, die zwar gut, jedoch nicht mit Sandra Da Vina und erst recht nicht mit der Slam-Ikone Julia Engelmann, vergleichbar waren. Danach – schon fast ein alljährlicher Messefixtermin – eine Veranstaltung mit Iny Lorentz. Das Ehepaar stellte sein neuestes Buch „Die Wanderapothekerin“ vor und berichtete darüber, wie die Romane entstehen, wohin die Recherchereisen führen und was in den nächsten Jahren noch zu erwarten ist (keine Überraschung: viele, viele Romane!). Zur Mittagszeit traf ich mich dann mit einigen Kollegen und Kolleginnen und lernte dabei einige Autoren der #BartBroAuthors kennen – lustige Truppe^^.

Am frühen Nachmittag konnte, durfte, wollte ich dann einfach auch nur mal Fan sein^^. 20170325_143209Nachdem ich gestern schon Covergott Alexander Kopainski und einige Drachenmond-Autoren (Julia Adrian, Andi Dutter, Nina MacKay) treffen durfte, stand für heute die Lesung und Signierstunde von Ava Reed auf dem Programm. Sie las aus „Wir fliegen, wenn wir fallen“, erschienen bei Ueberreuter (und übrigens auch mit einem Kopainski-Cover <3). Zwar musste ich dann fast eine Stunde auf die Widmung warten – aber egal. Die Lesung hatte mich restlos begeistert – ich war schockverliebt in das Jugendbuch. Danach ging ich schnell zur großen Impress-Signierstunde, um mir Valentina Fasts „Royal – Ein Königreich aus Glas“ (ein meisterhaftes Jugendbuch, zumindest laut meiner gestrigen Rezension) und Stefanie Hasses „BookElements 1 – Die Magie zwischen den Zeilen“ signieren zu lassen.

Zum Abschluss des Tages besuchte ich den Burgenwelt Verlag, bei dem vor kurzer Zeit die Anthologie „Luther – Aus dem Leben einer Legende“ erschienen ist, zu der ich auch eine Geschichte beigesteuert habe. Dort traf ich die, ebenfalls im Buch vertretenen, Autoren Manuela Schörghofer, Regine D. Ritter und Anton Vogel, sowie Yngra Wieland, Tatjana Stöckler und Verlegerin Jana Hoffhenke und ließ den trubelhaften Tag gemütlich ausklingen (Foto folgt!).