[Buchgedanken] J. Vellguth: „Zauberhaftes Aschenputtel“

In der letzten Zeit habe ich „Zauberhaftes Aschenputtel“ von J. Vellguth gelesen. Das Buch ist 2015 im Selfpublishing erschienen und als Märchenadaption einzuordnen. Es ist mein bisher drittes Buch der Autorin (ein weiteres wartet schon auf dem SuB), ihr Roman „Das Päckchen“ schaffte es sogar auf den dritten Rang meiner Lesehighlights 2017.

51q1DwVkW2L._SX326_BO1204203200_Seit frühester Kindheit träumen Anna und ihre Mutter davon, dass das Mädchen einst den Prinzen heiraten wird. Doch als ihre Mutter stirbt, und sich ihr Vater eine neue Frau mit zwei Töchtern wählt, wird Annas Leben zum Albtraum. Nur der geheimnisvolle Wald hinter dem Haus erlaubt es ihr, den Schikanen und Boshaftigkeiten der neuen Familie für einige Augenblicke zu entfliehen und neuen Lebensmut zu schöpfen. Dort trifft sie nicht nur auf Feen, sondern auch auf Leo. Obwohl der Jäger nicht standesgemäß ist, verfällt sie ihm von Treffen zu Treffen immer mehr. Bis schließlich eine Balleinladung die Familie erreicht – und Anna endlich die Möglichkeit sieht, den letzten Wunsch ihrer Mutter zu erfüllen.

„Zauberhaftes Aschenputtel“ ist eine sehr klassisch gehaltene Märchenadaption, die nah am ursprünglichen Geschehen bleibt. Daher bleiben auch große Überraschungen aus – die Handlung ist und bleibt (dem Genre geschuldet) leicht vorhersehbar. Dennoch gelingt es der Autorin, den Leser an den Text zu fesseln, und ihn für einige, kostbare Momente aus der Realität in die Welt der Märchen zu entführen. Dabei vermag vor allem das Setting zu begeistern – sei es der geheimnisvolle Wald, das zauberhafte Schloss oder die malerischen Kleider.

Was mich persönlich etwas stört, sind die Perspektivwechsel und Sprünge innerhalb der Kapitel. Zwar kann ich die Intention dahinter verstehen, dennoch sorgen sie aus meiner Sicht für Unruhe und stören den Lesefluss. Trotzdem gelingt es J. Vellguth, dem Leser eine Bindung zu Anna zu vermitteln – obwohl man weiß, was geschehen wird, freut man sich und leidet mit ihr.

J. Vellguths Schreibstil lässt sich leicht und flüssig lesen, die Gefühle und Zerrissenheit der Protagonistin werden gut transportiert. Auch die Charaktere sind überzeugend entwickelt, besitzen jeweils eigene Motive, Stärken und Schwächen. Insbesondere Bernadette hat mich als Nebencharakter hier überzeugt.

Das Cover ist wunderschön, ich hätte mir lediglich gewünscht, dass das zentrale Motiv etwas größer ist, damit es noch besser zur Geltung kommt. Lektorat und Korrektorat sind – sofern durchgeführt – einige, kleinere Fehler durchgerutscht, die sich aber noch auf eine akzeptablem Niveau bewegen, sodass das Lesevergnügen nicht geschmälert wird. Der Buchsatz ist grundsätzlich gelungen, allerdings unterbrechen die vielen Sprünge das Bild und sorgen für einen unheitlichen Gesamteindruck.

Mein Fazit? „Zauberhaftes Aschenputtel“ ist eine gelungene Märchenadaption, die den Leser aus der Realität entführt. Kleinere Schwächen und fehlende Überraschungen vermögen dabei nicht, den guten Gesamteindruck zu schmälern. Für Märchenfans bedenkenlos zu empfehlen.

 

Ran an den SuB mit Ava 2018 – November

Und schon wieder hat ein neuer Monat begonnen. Durch die Messe ist der Oktober förmlich an mir vorbeigeflogen, sodass ich wieder etwas weiter ins Hintertreffen geraten bin. Die komplette Challenge-Übersicht von mir kann *hier* eingesehen werden.

Im November hat uns Ava vor ein relativ schwieriges Thema gestellt. Märchen, Legenden, Prophezeiungen – es sind Bücher gesucht, die sich mit diesen Themen beschäftigen. Zudem sind Klassiker erlaubt.

Nachdem ich meinen SuB durchforstet habe, Ideen gesammelt, und wieder verworfen habe, sind schlussendlich die drei folgenden Bücher übrig geblieben, mit denen ich in die Challenge gehe.

  • Halo Summer: „Froschröschen“ (Märchenadaption)
  • J. Vellguth: „Zauberhaftes Aschenputtel“ (Märchenadaption)
  • Gabriel Garcia Marquez: „Hundert Jahre Einsamkeit“ (Klassiker)

Insbesondere auf Halos Buch bin ich sehr gespannt, nachdem mir ihr letztes Märchen „Aschenkindel“ so gut gefallen hat, dass es sogar in die Jahreshighlights gerutscht ist. Vielleicht erwartet „Froschröschen“ ja ein ähnliches Schicksal?

Zum Abschluss hier noch – wie üblich – die Cover 🙂

[FBM2018] Tag 5 – Bunt sind schon die Kleider …

20181014_101338… denn, die DCM ist da. Traditionell am Messesonntag stand wieder die Deutsche Cosplay Meisterschaft auf dem Programm – und sie war in diesem Jahr vielfältig wie nie. Doch dazu später mehr. Mein Tag begann nämlich mit informativen Veranstaltungen. Zuerst besuchte ich eine Podiumsdiskussion zum Thema Leserbindung mit Laura Newman, Mira Valentin, Jacqueline Vellguth und Alicia Zett. Neben Marketingmöglichkeiten wurde vor allem auf die Vor- und Nachteile der diversen 20181014_114926Social-Media-Plattformen, Aktionen zur Leserbindung und auf die notwendige Kommunikation mit den eigenen Lesern hingewiesen. Im Anschluss ging es in meinem Programm mit Jacqueline Vellguth und Alicia Zett weiter, die zusammen mit den Autorinnen Jana von Bergner und Marah Woolf zum Thema „Genre schreiben: Romance“ referierten. Wie bei der parallelen Veranstaltung zum Genre „Fantasy“ am Messesamstag war die dafür angesetzte halbe Stunde viel zu kurz, um intensiv auf das Thema einzugehen. Hier hätte ich mir noch viel mehr gewünscht.

20181014_121327Bevor ich danach in andere Welten wechselte, besuchte ich noch die Buchpräsentation von Victoria Aveyards neuestem Roman „Wütender Sturm“, den ich mir am Samstag bereits signieren ließ. Dabei konnte die Autorin durchaus auch tolle Neuigkeiten bezüglich etwaiger Verfilmungen ihrer Erfolgsreihe mit den Zuhörern teilen, die ihr ebenfalls Fragen zur Inspiration und zu den einzelnen Charakteren stellen konnten.

20181014_123434(0)Am Nachmittag verschlug es mich zuerst in Halle 1.1, die neugeschaffene, riesige Cosplay-Area. Neben Merchandising-Shops war dieses Jahr zum ersten Mal auch – ähnlich wie in Leipzig – ein Bereich für Zeichner vorgesehen. Zudem gab es hier den größten Funko-Stand, den ich jemals gesehen habe – und grandiose Funkos an den einzelnen Ständen. Nachdem ich lange, lange mit mir gerungen habe, hatte ich mich dann für einen Buffy-Funko entschieden – sie gehört einfach zu meiner Jugendzeit. Dummerweise lief ich auf dem Weg zum Ausgang noch an einem Stand vorbei, der einige Funkos reduziert anbot. Wie konnte ich da Nein sagen, als mein Blick auf die zauberhafte Diana Spencer, Prinzessin von Wales, fiel? Sie ist einfach wunderschön.

Danach war es endlich Zeit für die Deutsche Cosplay Meisterschaft, die in diesem Jahr stark besucht war – der Saal (2200 Plätze) füllte sich schnell. Die Teilnehmer der Einzelmeisterschaft, die in diesem Jahr veranstaltet wurde, waren dabei vielseitig und deckten ein noch ungleich breiteres Spektrum ab als in den letzten Jahren. Neben klasischen Animes und Videospielen gab es dieses Jahr zum Beispiel auch Cosplays aus den Fernsehserien Outlander und Rome, aus den Kinofilmen „Die Tribute von Panem“ und „Alice im Wunderland“ (1951), aus einem Concept Art und – ganz überraschend – vom Eurovision Song Contest. Das Cosplay von Verka Serduchkas legendärem Eurovision-Auftritt („Sieben Sieben ai lju-lju, Sieben Sieben Eins zwei!“) brachte den Saal zum Kochen und wurde letztlich auch mit dem zweiten Preis bedacht. Zum ersten Mal gab es in diesem Jahr auch Publikumspreise für das beste Kostüm und den besten Auftritt – und mein Vote für das beste Kostüm (Claire Randall, Outlander) gewann den Publikumspreis sogar, beim besten Auftritt wurde ich allerdings überstimmt. Auch wenn ich von der neuen Moderation noch nicht begeistert bin, war es in diesem Jahr wohl die – qualitativ – beste und abwechslungsreichste DCM, die ich bislang verfolgt habe.

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Damit endete die Frankurter Buchmesse für mich – und ich sehne mich bereits nach der nächsten. Zum Glück findet in diesem Jahr noch das Lit.Love-Lesefestival im November statt, sodass ich nicht allzu lange warten muss, bis ich noch ein letztes Mal Messeluft schnuppern kann.

In den nächsten Tagen und Wochen werde ich Euch sicherlich noch das ein oder andere Mal mit gesammelten Messeinspirationen nerven (ich habe einfach viele Fotos gemacht :D), mit Stand- und Buchpräsentationen, Bildern von Meet & Greets und mit meiner Messeausbeute. Zudem habe ich einen Beutel mit Goodies für Euch vorbereitet, und vielleicht sogar noch ein signiertes Buch zu verlosen. Bleibt also wachsam! 🙂

Vielen Dank an alle, die fleißig die Messeberichte gelesen haben!

[FBM2018] Tag 4 – Ein Abend mit Otto

Kaum hatte man am Samstag die Messe betreten, merkte man schon den größten Unterschied zu den Vortagen. Es. War. Voll. So voll! Menschenmassen, wohin das Auge blickte, teils ging es nur im Schneckentempo, teils gar nicht durch die Gänge. Doch das hatte ich erwartet. Leider begann die Messe auch mit einer traurigen Nachricht. Emily Bold musste krankheitsbedingt ihre Teilnahme absagen, dabei hatte ich mich schon so auf ihr Meet & Greet gefreut – auch an dieser Stelle noch einmal gute Besserung von mir.

20181013_100906Mein Messetag begann mit einer Autorenveranstaltung. Laura Newman, die frischgekürte DSPP2018-Preisträgerin Monika Pfundmeier und die Literaturagentin Charlotte Larat diskutierten mit dem Moderator von Literaturcafe.de über den Aufbau einer Autorenmarke, sowie darüber, wie man als Autor die Qualität von Büchern sicherstellen kann. Danach ging es direkt für mich weiter zu einem Meet & Greet mit zwei weiteren bekannten Selfpublishern: J. Vellguth und Michael Meisheit (Vanessa Mansini), wo ich mir Jacquelines neuestes Werk „Der letzte Liebesbrief“ signieren ließ.

20181013_121055Im Anschluss ging der edukative Teil des Programms weiter – Halo Summer, Mira Valentin, Anika Ackermann und Laura Newman diskutierten, geleitet vom Pressesprecher von BoD, über das Schreiben von Geschichten im Fantasygenre. Leider war die Veranstaltung mit 30 Minuten bei der Anzahl von Gästen viel zu kurz, sodass leider nicht allzu viel Neues bei rumkam. Allerdings konnte ich mir nach der Veranstaltung Halos neuesten Märchenroman „Froschröschen“ signieren lassen, auf den ich mich schon sehr, sehr freue. Genauso freute ich mich darauf, danach endlich Anna Eichenbach wiederzutreffen, die auch unter „Welt aus Tinte und Papier“ bloggt, und mit der ich zusammen in mehreren Kurzgeschichtenbänden im Burgenwelt Verlag geschrieben habe. Folgt doch einfach auch ihrer Seite – vielleicht gib es dort bald große, tolle Neuigkeiten :D.

Nach der Mittagspause wollte ich eigentlich zur Signierstunde von Bianca Iosivoni gehen, doch die Schlange war so unglaublich lang, dass ich es gelassen habe, in der Hoffnung, Bianca bald mal wieder auf einer Loveletter Convention zu treffen :). Stattdessen ließ ich mir von Victoria Aveyard ihren neuesten Roman „Wütender Sturm“, sowie „Die rote Königin“ signieren. Falls Euch auf den späteren Messebildern bald auffällt, dass da zwei Ausgaben des Buches vorhanden sind, seid wachsam – das hat einen Sinn (vielleicht ist sie ja nicht für mich? :D).

20181013_161538(0)Danach ging es Schlag auf Schlag weiter. Zuerst besuchte ich ein Meet & Greet mit (u.a.) der frischgebackenen Skoutz-Award-Gewinnerin Caroline Brinkmann, von der ich mir endlich „Die Vereinten“ signieren ließ, lauschte für einige Zeit der Lesung von J. Vellguth aus „Der letzte Liebesbrief“, und ließ mir auch noch die neue Anthologie des Drachenmond Verlages vom Covergott Alexander Kopainski signieren. Seine Cover bezaubern mich einfach immer aufs Neue, und gehören – aus meiner Sicht – zu den besten.

20181013_172002Bevor ich mich dem Abendprogramm widmete, stand noch eine letzte Veranstaltung auf dem Programm. Der chinesische Science-Fiction Superstar Cixin Liu sprach im Pavillon mit Literaturkritiker Denis Scheck, zudem waren eine Dolmetscherin, die Literaturübersetzerin und ein Sprecher für die Lesung der deutschen Passagen zugegen. Cixin Liu lobte die Frankfurter Buchmesse als größte der Welt, es freue ihn, dass so viele Menschen zusammenkommen, weil sie Bücher lieben. Ein schöner, gelungener Abschluss für den regulären Messetag.

20181013_193746.jpgDann, dann endlich, war es soweit. Es war Zeit für Otto! Im Congress Center stellte er seine Biografie „Kleinhirn an alle“ vor und sang kleine Lieder. Standing Ovations, eine Anmoderation von Bärbel Schäfer, und eine gewisse Toleranz der Veranstalter dafür, dass er 15 Minuten überziehen durfte, rundeten den Auftritt ab. Ein rundum gelungener Abend, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Auch am letzten Messetag werde ich übrigens den Saal bevölkern, denn er ist auch der traditionelle Veranstaltungsort der Deutschen Cosplay Meisterschaft, auf die ich mich bereits sehr freue.

 

[FBM2018] Book Haul zur Messevorbereitung

In den letzten Tagen trudelte erneut Buchpost ein – dieses Mal zur Vorbereitung der Frankfurter Buchmesse – und ich habe meine Buchkaufbegrenzung nur knapp verfehlt :D. Mit dabei sind: Nina MacKay, Halo Summer, J. Vellguth, Ava Reed und Caroline Brinkmann.

Ich freue mich schon sehr darauf, die Bücher alle zu verschlingen, und die Autorinnen auf der Messe zu treffen. Das wird eine tolle nächste Woche! Und nun – ohne weitere Vorrede – hier die neueingetroffenen Schmuckstücke :).

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Wen von Euch sehe ich denn noch alles auf der Messe? 🙂

[LLC2018] Tag 2 – Von Superstars und Signierschlangen

Mit nur drei Stunden Schlaf startete ich müde, aber hochmotiviert in den zweiten Tag der LoveLetter Convention, allerdings mit etwas zusammengekürztem Programm. Rücksichtnehmend auf das Wetter, beschloss ich, mich bereits früh für die Signierstunde anzustellen, um einen Schattenplatz zu erhalten – aber dazu später mehr.

20180513_090541Erstmal begann der Tag erneut mit einem absoluten Highlight. Das Panel „Weltenbau – Fremde Welten neu erfinden“ war mit Nalini Singh, Amanda Bouchet, Bianca Iosivoni, Ellen McCoy und Nicole Leclercq hochkarätig besetzt und wurde von der wunderbaren Ella Quinn moderiert. Es ist wahnsinnig spannend, einen kleinen Einblick in den Schreib- und Denkprozess von absoluten Weltstars wie Nalini Singh zu erhalten, die – nebenbei bemerkt – im Meet & Greet, das ich im Anschluss besuchte, auch noch furchtbar nett war und sich mit jedem Besucher geduldig unterhalten hat.

20180513_110550Später am Vormittag besuchte ich eine Diskussionsrunde für Blogger. Pressevertreter der Verlage Thienemann-Esslinger, Ravensburger, dtv und Bastei Lübbe, sowie von B.o.D referierten zu den Voraussetzungen und zum Ablauf der Zusammenarbeit mit Bloggern, zu neuen Entwicklungen und, wenn auch nur kurz, zum allgegenwärtigen Thema DSGVO. Von dieser Veranstaltung hätte ich mir etwas mehr erhofft, sie blieb doch etwas oberflächlich und brachte kaum neue Inhalte. Schön war es allerdings, die Kontaktpersonen der Verlage kennenzulernen, um sich selbst ein besseres Bild verschaffen zu können, mit wem man gegebenenfalls irgendwann mal Mailkontakt halten sollte.

Nach der Mittagspause näherte sich auch schon mit großen Schritten der krönende Abschluss einer jeden LLC – die Signierstunde. Natürlich hatte ich bereits im Vorfeld – und auch vor Ort nochmal – eifrigst einen Plan erstellt, zu welchen Autoren ich möchte, welche Bücher mich besonders interessieren. Und ich habe es geschafft, alle Bücher, bis auf eines, zu erhalten – das mich allerdings doch etwas schmerzt. Zu gern hätte ich Amanda Bouchets „Tochter der Götter: Glutnacht“ signiert in Händen gehalten, aber es war mit das erste Buch, das vergriffen war. Zu meinen anderen Highlights gehörten „Soul Mates – Flüstern des Lichts“ von Bianca Iosivoni, „Verliere mich. Nicht.“ von Laura Kneidl, „Age of Trinity – Silbernes Schweigen“ von Nalini Singh, „Close to you“ von Isabelle May, „Federleicht 1“ von Marah Woolf und „Verliebt in Miami“ von J. Vellguth. Natürlich möchte ich Euch auch ein Bild meiner gesamten Buchausbeute nicht vorenthalten.

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(Anmerkung: „Berühre mich. Nicht.“ habe ich bereits selbst zur LLC mitgebracht und mir dort lediglich beim Meet & Greet signieren lassen, alle anderen Bücher sind Signierexemplare der LLC)

20180514_111114_001Und damit dieses Foto nicht so ganz allein hier steht, hänge ich direkt noch die Goodie-Sammlung an, die größtenteils aus der Convention-Bag herrührt, und von denen das ein oder andere, auch (von Freya Miles und Amy Baxter) signierte, Goodie, sicherlich bei der nächsten Verlosung beigelegt wird. Leider habe ich es auch in diesem Jahr nicht geschafft, mir das Convention-Buch von allen Autoren signieren zu lassen – aber mit 33/38 war ich zumindest verdammt nah dran :D.

Abschließend hier noch einige weitere Eindrücke der LLC, die mich wieder restlos begeistert hat. Kein Zweifel, im nächsten Jahr bin ich wieder mit dabei. Glücklicherweise muss ich dieses Mal den Nachmesseblues nicht so lang ertragen, da es in etwa drei Wochen bereits weitergeht mit der Litblog-Convention in Köln.

 

[LLC2018] Tag 1 – Liebe liegt in der Luft

20180512_085829Am letzten Wochenende besuchte ich die Loveletter Convention in Berlin, ein jährlicher Fixpunkt in meinem Messekalender. Heute möchte ich Euch die Eindrücke präsentieren, die ich am ersten Messetag, dem Samstag, sammeln konnte. Leider musste ich die Messe bereits zwei Stunden vor dem Ende verlassen, aber es war dennoch ein vollgepackter Tag mit tollen Erlebnissen, interessanten Diskussionen und wunderbaren Autoren.

20180512_090852Nachdem ich mich auf dem Hinweg verfahren hatte, war mein schöner Zeitpuffer gänzlich weg und ich kam erst kurz vor 09:00 Uhr am Gelände an – und hetzte sofort zur ersten Podiumsdiskussion. Moderiert wurde die Runde zum Thema „Liebe auf den ersten Blick“ von Kim Nina Ocker. Mit auf dem Podium saßen die Autorinnen Miranda J. Fox, Laura Kneidl, Sarah Saxx, Alexandra Schwarting und Mila Summers. Schnell entbrannte eine spannende Diskussion über das Thema – sowohl in Romanen als auch im wahren Leben. Einige interessante Anhaltspunkte aus dem Panel werde ich sicherlich auch in Zukunft stärker beim Schreiben berücksichtigen.

20180512_110818Im Anschluss verbrachte ich einige Zeit im Garten, besuchte ein paar Meet & Greets, traf Autoren und andere Besucher, bevor es zur nächsten Veranstaltung ging. Laura Kneidl, eben noch Gast beim ersten Panel, moderierte die nächste Diskussion zum Thema „Fantastische Jugendliebe“ – eines meiner absoluten programmatischen Highlights des Wochenendes. Neben ihr nahmen auch noch Emily Bold, Johanna Danninger, Bianca Iosivoni, Ellen McCoy und Marah Woolf auf der Bühne Platz. Neben dem Schwerpunkt Romantasy entfaltete sich auch ein spannendes Gespräch über das Schreiben und Plotten und eine Diskussion über Einzelbände und Mehrteiler. Wirklich toll!

20180512_133104In der Mittagspause gab es eine Weltpremiere. Montlake-Autor Friedrich Kalpenstein performte als Schlagersänger Ben Valdern, Protagonist seines Romanes „Gruppentherapie“, alle fünf Titel seiner ersten EP. Auch wenn perfekter Mallorca-Schlager nicht so ganz meine Musik ist, waren die Tänzerinnen sehr gut und die Stimmung der Zuhörerinnen euphorisch – und das Konzert eine willkommene Abwechslung zum sonst sehr informationslastigen Samstag. Apropos Abwechslung. In einer meiner Pausen wurde ich im Garten auch von Radio Fritz interviewt – anscheinend ist man als Mann auf der LLC wirklich eine Sensation (das Gefühl hatte ich dieses Mal fast noch stärker als in den letzten beiden Jahren).

20180512_151457Nach der Mittagspause besuchte ich meinen einzigen Workshop in diesem Jahr. J. Vellguth, von der ich erst kürzlich „Auf der Suche nach Glück in New York City“ rezensiert habe, referierte zum Thema „Mitten ins Herz – Lieblings-Szenen die berühren“. Nach einer angeregten Diskussion darüber, welche Aspekte in einer Lieblingsszene wichtig sind, las sie noch einige eigene Lieblingsszenen aus ihren Büchern vor. Ein gelungener Workshop und ein toller Abschluss des ersten Tages. Schön finde ich auch, dass immer mehr teilnehmende Autoren und einige Blogger und Besucher mich persönlich kennen – so machen Cons und Networking gleich noch viel mehr Spaß.

Am Sonntag erwarteten mich dann ein weiteres Programmhighlight, ein absoluter Superstar und die allgegenwärtige Signierstunde – aber dazu mehr im nächsten Post :).

[Buchgedanken] J. Vellguth: „Auf der Suche nach Glück in New York City“

Endlich ist es soweit, die nächste Messe des Jahres steht an. Doch bevor es für mich ab Samstag zu (meiner dritten) LoveLetter-Convention in Berlin geht, möchte ich die Zeit nutzen, Euch bis dahin noch zwei oder drei neue Rezensionen von Büchern teilnehmender Autorinnen vorzustellen. Den Anfang macht heut vormittag J. Vellguth mit: „Auf der Suche nach Glück in New York City“. Der Roman ist 2017 im Selfpublishing erschienen und dem Genre Liebesroman zuzuordnen.

51iqa6acf7l-_sx326_bo1204203200_Als Holly zu einem Bewerbungsgespräch bei Coleman and Sons eingeladen wird, wird ihr größter Traum wahr. Endlich bekommt sie eine Chance auf einen Job, der sie nicht nur erfüllt, sondern es ihr auch ermöglicht, vom Gehalt ihre Eltern zu unterstützen und sie zu besuchen. Mit ihrem exzellenten Studienabschluss sollte es eigentlich kein Problem sein, diese Arbeit zu ergattern. Wäre da nur nicht der junge Firmenspross, der absolut kein Interesse an einer neuen Assistentin hat.

„Auf der Suche nach Glück in New York City“ ist trotz des sperrigen Titels (der mir erst beim Lesen des Impressums wirklich ins Auge gefallen ist) eine frische und leichte Liebesgeschichte, die trotz des winterlichen Themas gut in meinen Lesefrühling gepasst hat. J. Vellguth – von der ich bereits den Roman „Das Päckchen“ gelesen habe, eines meiner Lesehighlights 2017 – gelingt es erneut, ein absolutes Wohlfühlbuch zu schreiben. Teils etwas vorhersehbar, erfindet „Auf der Suche nach Glück in New York City“ das Rad nicht neu, beschreibt es aber doch auf höchst amüsante und gefühlvolle Weise.

J. Vellguths spritziger und frischer Schreibstil haucht den einzelnen Figuren Leben ein und erschafft dreidimensionale, plastische Charaktere, mit denen man sich gut identifizieren kann und die sich im Laufe der Zeit auch beständig weiterentwickeln – inbesondere Rick. Zwar wäre ein Bruch der Genderstereotypen, ein Rollentausch der beiden Protagonisten innovativer gewesen, dennoch erfüllt die Geschichte jeden Anspruch an einen gelungenen Liebesroman. Durch das malerische Setting des winterlichen New Yorks und durch das Setzen kleiner, zauberhafter Details wie die Geschichte um den Pub-Besitzer, schafft die Autorin eine harmonische Stimmung, die selbst die Rückschläge der Protagonisten nicht wirklich zerstören kann. Ein Buch, mit dem man perfekt dem Alltag entfliehen kann, das aber nicht ganz an die Brillianz von „Das Päckchen“ heranreicht.

Kleinere Schwächen sehe ich bei der Buchgestaltung. Zwar ist der Buchsatz grundsätzlich ganz ordentlich gelungen und auch das Korrektorat hat gut gearbeitet, der Klappentext ist jedoch viel zu lang. Auch beim Cover bin ich etwas zwiegespalten. Einerseits gefallen mir der Ruindumdruck des Motivs über den gesamten Buchumschlag und die gedeckten Farben, andererseits bin ich von dem zentralen Motiv nicht ganz überzeugt. Menschliche Silhouetten vor den Silhouetten einer Stadt.

Mein Fazit? „Auf der Suche nach Glück in New York City“ ist ein gelungener Liebesroman, perfektes Wohlfühlkino in Buchform. Kleinere Schwächen in der Bucherstellung und eine etwas vorhersehbare Handlung werden durch das traumhafte Setting, tolle Charaktere und die zauberhafte Atmosphäre mehr als ausgeglichen. Für Liebsromanleser bedenkenlos zu empfehlen.

Ran an den SuB mit Ava 2018 – April

Nachdem ich im März gut aufholen konnte, und fast in Reihe mit dem geplanten SuB-Abbau bin, hat Ava für den April eine relativ schwierige Challenge ausgepackt, die mich im Zweifel wieder ein Stück zurückwirft, da ich viele meiner Bücher, die ich eigentlich auch lesen muss, dort nicht unterbringen konnte.

Thema des Monats war es, aus drei verschiedenen Kategorien jeweils zu wählen, und sich eine Kombination zusammenzustellen.

Meine Wahl fiel dabei auf Taschenbücher im Genre Romance mit weniger als 450 Seiten. In diesem engen Rahmen habe ich mir die folgenden drei SuB-Bücher ausgesucht – und freue mich schon darauf, sie zu lesen.

  1. Emily Bold: „Wenn Liebe Cowboystiefel trägt“
    -> Das Buch subbt schon viel zu lange bei mir vor sich hin. Und da ich von Emilys Büchern grundsätzlich meist begeistert bin, freue ich mich schon darauf. Noch mehr allerdings auf ihre „Silberschwingen“, die ich als Fantasy-Hardcover leider nicht in die Challenge bekommen habe, aber trotzdem bis zur LLC noch lesen möchte.
  2. Johanna Danninger / Greta Milàn: „The Wedding Project“
    -> Hier bin ich insbesondere darauf gespannt, wie gut es den Autorinnen gelungen ist, als Duo zu schreiben. Auch wenn jeder eine Erzählperspektive übernommen hat, ist es mir doch wichtig, keine allzugroßen Stilbrüche zu finden – ich bin gespannt. Von der Story her hat es mir jedenfalls in der Buchpräsentation auf der LBM gut gefallen.
  3. J. Vellguth: „Auf der Suche nach Glück“
    -> Nachdem „Das Päckchen“ eines meiner Jahreshighlights 2017 war, freue ich mich schon lange auf die nächsten Bücher von der Autorin. Neben dem Challengebuch habe ich auch noch eine kurze Märchenadaption der Autorin auf dem SuB, die ich ebenfalls bis Mitte Mai zur LLC noch lesen möchte.

Ich bin gespannt, wie sehr mir der April als Lesemonat hold sein wird – wenn man das Camp berücksichtigt, was auch ansteht. Drückt mir die Daumen!

[LBM2018] Tag 4 – ein toller Abschluss

Heute war – leider – bereits der letzte Tag der Leipziger Buchmesse. Und was für ein Tag das war ;). Zwar habe ich bereits gestern mein Programm etwas zusammengestrichen, hatte so aber die Chance, nochmals viele tolle Leute zu treffen.

20180318_103554Der Vormittag begann mit einem Vortrag zum Thema „Storytelling auf Buchblogs“ von Janine Rumrich (Bloggerin auf: http://www.frau-hemingway.de). Im Anschluss besuchte ich ein Meet & Greet von J. Vellguth und ließ mir von ihr zwei Bücher signieren. An dieser Stelle vielen Dank auch für das Signierexemplar von „Auf der Suche nach Glück“. Bevor ich die Halle wechselte, besuchte ich noch Bekannte beim Kunstanstifter Verlag und beim Homunculus Verlag. Den tollen Standaufbau des Kunstanstifter Verlages könnt Ihr am Ende des Beitrages in der Foto-Sammlung bestaunen.

20180318_112827Am Nachmittag traf ich auf den Wegen durch die Halle und am Burgenwelt Verlagsstand wieder viele tolle und nette Kollegen, unter anderem Jacqueline Mayerhofer, Melanie Vogltanz, Michaela Stadelmann, Stella Delaney, Nadine Muriel und die Burgenwelt-Autorinnen Yngra Wieland, Tatjana Stöckler und Ute Zembsch. Bestimmt habe ich noch viele vergessen, nach vier Messetagen bitte ich dafür um Verzeihung. Da Stella ebenfalls ein TeeTurtle-Shirt trug (so toll!), musste unbedingt ein gemeinsames Bild her.

20180318_140249Im Anschluss ging es zu meiner letzten Lesung auf der Messe. Sabine Giebken las aus „Wolkenherz – Eine Fährte im Sturm“, dem zweiten Teil ihrer Pferde-Buchreihe im Magellan-Verlag. Und ich bin schwach geworden – und habe mir direkt beide Teile gekauft und signieren lassen. Pferde, Kinder-/Jugendbücher, tolle Cover … damit bekommt man mich fast immer :D. Damit war meine Messe-Buchsammlung komplett. Mit vier vor der Messe gekauften Büchern, vier Signier-/Leseexemplaren und zwei auf der Messe gekauften Büchern, habe ich die stolze Anzahl von 10 Exemplaren zusammengesammelt, die ich morgen in den Koffer wuchten muss. Natürlich möchte ich Euch das Gesamtbild aller Bücher (und Funkos) nicht vorenthalten ;).

20180318_202534Am Ende möchte ich Euch noch einige abschließende Impressionen da lassen. Ich hoffe, ich konnte Euch die Leipziger Buchmesse etwas näherbringen und freue mich schon darauf, den ein oder anderen von Euch auf einer weiteren Messe mal persönlich kennenzulernen. Mein Messeplan für dieses Jahr sieht noch die Loveletter Convention in Berlin (leider nur teilweise), die Litblog Convention in Köln, die Frankfurter Buchmesse und das Lit.Love-Lesefestival in München vor. Vielleicht schaffe ich es auch noch zum Buchmesse Convent, das hängt aber von diversen Faktoren ab.