Zurück zu den Wurzeln – eine neue Verlagszusage

Bevor ab morgen die Buchmesse-Posts den Blog übernehmen, und ich Euch im Laufe des Tages noch einige Rezensionen präsentieren möchte, habe ich tolle Neuigkeiten zu verkünden. Nach den Vereinbarungen mit dem Chaospony Verlag und dem Eridanus Verlag kann ich für dieses Jahr noch eine weitere Verlagszusage vermelden! Ich freue mich riesig, dass meine Geschichte „Alles wie immer und doch alles neu“ eine Verlagsheimat beim Zeilengold Verlag im Imprint Sparkling Lines gefunden hat.

Mit dem Genre „Young-Adult“ begebe ich mich zurück zu meinen schriftstellerischen Wurzeln – seit meiner ersten Geschichte bin ich den Genres Teen-Romance und Young-Adult-Romance sehr verbunden – und freue mich daher umso mehr, mal wieder einen Text in diesem Bereich veröffentlichen zu dürfen. Sobald es weitere Informationen dazu gibt, werde ich Euch natürlich auf dem Laufenden halten =).

[Buchgedanken] Stella Tack: „Kiss Me Once“

In der letzten Zeit habe ich „Kiss Me Once“ von Stella Tack gelesen. Der Roman ist 2019 im Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH erschienen und der erste reine Liebesroman der Autorin. Dabei fällt die Genrezuordnung nicht ganz leicht. So balanciert der Roman genau auf der Grenze von Young- zu New-Adult-Romance, für beides lassen sich gute Argumente finden. Während Alter und Tätigkeit der Protagonistin (erstes Studienjahr) klassisch für New-Adult sprechen, entspricht die Handlung eher der eines Young-Adult-Romanes – wie auch das Ausblenden bei der Sexszene zeigt.

513hSfAtLVL._SX337_BO1204203200_Nie hätte Ivy Redmond damit gerechnet, bereits am ersten Tag an der University of Central Florida ihrem Traumtypen über den Weg zu laufen. Ryan MacCain ist nicht nur frech, sexy und geheimnisvoll tätowiert, sondern bekommt im Wohnheim auch noch das Zimmer direkt neben ihr. Jeder Blick aus Ryans grünen Augen, jede zufällige Berührung bringt ihr Herz zum Stolpern. Doch genau wie Ivy ist Ryan nicht, wer er zu sein vorgibt. Denn Ivy ist als Tochter aus reichem Haus inkognito an der Uni. Und Ryan ist ihr Secret Bodyguard.

„Kiss Me Once“ hat mich begeistert und im Sturm erobert. Schon mit der ersten Seite war ich Ivy, und ihrer quirligen, süßen und unglaublich charmanten Art verfallen und habe das Buch inhaliert. Dabei ist es der Autorin gelungen, mich als Leser an die Seiten zu fesseln, mich aufgrund der spannenden und abwechslungsreichen – wenn auch genrebedingt leicht vorhersehbaren – Handlung nicht mehr loszulassen. Dabei überzeugt Stella Tack vor allem durch einen unglaublich frischen, humorvollen und authentischen Schreibstil, der den Protagonisten Leben einhaucht und ihnen einen unverwechselbaren Charakter, eine eigene Stimme gibt. Holy Moly war das gut!

Das wunderbare Setting, das spürbare Knistern zwischen den Protagonisten und die einfühlsamen romantischen Szenen steuern das ihrige zu dem wirklich gelungenen Roman bei. Dabei sind nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebencharaktere wie Jeff und Alex dreidimensional und plastisch angelegt, haben eigene Stärken und Schwächen. Zu schade, dass das Buch als Einzelband geplant ist – hier ist noch so viel Potential für weitere Abenteuer vorhanden.

Die Buchgestaltung steht dem zauberhaften Inhalt in nichts nach und überzeugt auf der ganzen Linie. Buchsatz, Lektorat und Korrektorat haben fehlerfrei gearbeitet und das Cover … ist ein absoluter Traum. Hochwertig geprägt, mit Klappen, farbigen Coverinnenseiten und einem brillanten, farblich und stilistisch stimmigen Titelbild sorgt es für einen Eyecatcher und bleibt nachhaltig in Erinnerung.

Da ich mit dem Schwärmen gar nicht mehr aufhören kann, hier auch ein Hauch von Kritik. Zwar hat die Autorin versucht, die gesellschaftlichen Unterschiede von arm zu reich, die Parallelwelten der Gesellschaft, deutlich zu machen, zum Beispiel anhand der Geschichte von Maria. Dies hätte allerdings im Universitätskontext noch verstärkt werden können. Der Student, der immer wegnickt, weil er drei Jobs hat, um die Studiengebühren zu bezahlen. Die Studentin, die nie abends weggehen kann, weil sie auf ihre kleine Schwester aufpassen muss und keinen Babysitter anstellen kann … Ivy hätte noch heftiger mit der Realität außerhalb ihrer Filterblase konfrontiert werden können, schockierend, nachdenkend – und nachhaltig prägend.

Abgesehen davon liegt mit „Kiss Me Once“ ein Roman vor, der mich restlos begeistert und euphorisiert zurücklässt, der sicher nicht mein letztes Buch der Autorin war. Ein potentielles Jahreshighlight – das seinen Platz in allen Jahren bislang sicher gehabt hätte, sich in diesem Jahr aber starker Konkurrenz erwehren muss.

Mein Fazit? „Kiss Me Once“ ist brillant, ein Romance-Roman, der an der Grenze von Young- zu New-Adult entlangstreift. Das Buch überzeugt restlos durch ein malerisches Setting, zauberhafte Protagonisten und eine frische, authentische Erzählsprache. Bedenkenlos und wärmstens zu empfehlen – für LeserInnen ab 15 Jahren.

[Buchgedanken] Heike Ribguth: „Love me TwentyFourSeven“

In der letzten Zeit habe ich „Love me TwentyFourSeven“ von Heike Ribguth gelesen. Das Buch ist 2018 bei Twentysix im Selfpublishing erschienen, dem Genre Romance zuzurechnen und der Nachfolger von „Ein Cowboy zum Küssen“. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin, die mir das Buch im Rahmen der Leipziger Buchmesse 2019 in einer Goodie-Bag für Blogger schenkte.

51DHF0kGcJL._SX327_BO1204203200_Niemals würde Michelle ihre Heimatstadt Berlin gegen irgendeinen anderen Ort auf der ganzen Welt eintauschen. Auch nicht für einen superheißen Typen mit wunderschönen blauen Augen aus Texas. Blöd nur, dass Dan, dieser unglaublich attraktive Mann, mit dem sie schon tagelang geskypt hat, ihren absoluten Vorstellungen von einem Traummann entspricht.  Doch dann bezeichnet er sie bei einem Treffen  als Schlampe und katapultiert sich damit für IMMER und EWIG ins Aus. Was kann Michelle denn dafür, dass Rico, ihre alte Flamme, ganz unerwartet vor ihrer Haustür steht und so tut, als ob sie ein heißes Date am Start hätten?  Shit Happens. Wenn die Hochzeit ihrer besten Freundin Nina in Somerville, Texas, nicht wäre, hätte sie Dan mit Sicherheit schnell vergessen.

„Love me TwentyFourSeven“ setzt die Handlung von „Ein Cowboy zum Küssen“ nahtlos fort, kann aber auch unabhängig vom ersten Band gelesen werden. Man trifft altbekannte Charaktere wieder, lernt neue kennen und reist erneut ins malerische und wundervolle Setting von Texas. Traumhafte und wunderschöne Orte – ein Buch zum Wegträumen – oder auch der ideale Begleiter für den Sommerurlaub. Dabei gelingt es Heike Ribguth dieses Mal, den Schwerpunkt des Buches nicht zu sehr auf die Erotik zu legen, sondern viel mehr die Liebesgeschichte im Fokus zu behalten.

Die Handlung des Romanes ist genrebedingt teils vorhersehbar – auch wenn die Autorin sich bemüht, mit vielen unerwarteten Wendungen den Leser immer mal wieder in die Irre zu führen. Gefühlvoll und witzig: Wie schon im ersten Buch der Autorin wird der Leser von einem frischen und authentischen Schreibstil überrascht, der gelegentlich allerdings etwas übers Ziel hinausschießt. Gleiches gilt für die Protagonisten, die sich teilweise etwas irrational verhalten, sich insgesamt aber im Laufe der Handlung weiterentwickeln und Stärken und Schwächen zeigen.

Die Buchgestaltung zeigt sich zum Vorgängerband leicht verbessert. So ist der Buchsatz sehr gelungen, und auch das Cover überzeugt im Wesentlichen, auch wenn die Anordnung des Klappentextes auf der Coverrückseite etwas eigenwillig ist. Lediglich das Lektorat hat – sofern durchgeführt – einige Schwächen, die sich aber in einem Rahmen halten, der das Lesevergnügen nicht herabsetzt.

Mein Fazit? „Love me TwentyFourSeven“ ist klassische Texas Romance und überzeugt im Wesentlichen durch das brillante Setting und die frische und unverbrauchte Erzählsprache der Autorin. Leichte Schwächen im Lektorat vermögen dabei das Lesevergnügen nicht zu schmälern. Für Liebhaber des Genres bedenkenlos zu empfehlen – empfohlenes Lesealter etwa ab 17 Jahren.

[Buchgedanken] Anna Fischer: „Herz trifft Prinz“

In der letzten Zeit habe ich Anna Fischers neuesten Herz-Roman gelesen – vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars. „Herz trifft Prinz“ wurde 2019 bei Montlake Romance, Amazon Media EU S.à r.l. veröffentlicht und ist dem Genre Liebesroman zuzuordnen. Meine Besprechungen zu den anderen – eigenständigen – Romanen der Reihe findet ihr hier („Herz in Reparatur“, „Herz sucht Callboy“).

51U0heA59ZLEllen hat nicht nur Pech in der Liebe, sondern auch in ihrem Job als Journalistin. Denn heutzutage wird immer mehr auf die Sensationsgier der Leser gesetzt. Statt über berührende Erlebnisse zu berichten, zwingt Ellens Konto sie dazu, Banales über Stars und Sternchen zu schreiben. Als Ellen dahinterkommt, dass der charmante Hot-Dog-Verkäufer Jamal in Wahrheit ein Prinz aus der Südsee ist, der Inkognito in San Francisco lebt, glaubt sie, die passende Geschichte liefern zu können. Ihre begeisterte Chefin möchte allerdings kein simples Portrait, sondern eine intime Undercover-Lovestory. Trotz moralischer Bedenken überredet Ellen den ahnungslosen Jamal zu einer Tour durch Kalifornien. Doch dabei entwickeln sich unerwartet Gefühle und sorgen auf beiden Seiten für ziemliches Chaos …

„Herz trifft Prinz“ ist nicht nur eine charmante und erfrischende Liebesgeschichte, sondern auch eine leichte Anklage an die heutige Medienwelt, an Sensationsjournalismus und die Relevanz von Klickzahlen. Es prangert das Fehlen ethischer Grundsätze im Journalismus an und bedauert die fehlende Fokussierung auf relevante Inhalte. Dabei wird der Roman jedoch nicht allzu belehrend, nicht zu sehr gesellschaftskritisch und verliert den Fokus zur zugrundeliegenden Liebesgeschichte nicht.

Auch wenn die Handlung genrebedingt vorhersehbar ist und – trotz einiger unerwarteter Wendepunkte ohne allzugroße Überraschungen auskommt, gelingt es Anna Fischer doch, die Spannung dauerhaft zu halten, den Leser an die Seiten zu fesseln. Dies liegt zum  einen an der perfekten Wahl der Erzählperspektive (Ich-Erzähler aus Ellens Sicht) und zum anderen an dem – insbesondere in Dialogen – lockeren und frischen Schreibstil, der die Chemie und Harmonie zwischen den Figuren perfekt transportiert.

Das Setting ist malerisch und sorgt dafür, dass der Leser sich nach Kalifornien träumt. Tolle Sehenswürdigkeiten, spannende Gegensätze und illustre Figuren – die Autorin fängt in ihren Beschreibungen ein Panorama des amerikanischen Lebensgefühl ein und lässt den Leser zusammen mit den Charakteren daran teilhaben. Diese sind zudem vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, Motive und Ziele. Allerdings kommen aus meiner Sicht dieses Mal die Nebencharaktere etwas zu kurz. Ich hätte gern noch mehr von Sharky, noch mehr von Rosita, Ben und allen anderen erfahren. Auch wenn es wie ein leichter Widerspruch klingt – da dort doch gerade einige Nebenfiguren wieder auftauchen – werde ich auch mit dem Epilog nicht so ganz warm und hätte das Buch gern mit dem letzten Kapitel enden lassen.

Die Buchgestaltung ist im wesentlichen gelungen – Satz, Korrektorat und Lektorat haben ordentlich gearbeitet und nur kleinste Fehler übersehen. Das Cover passt sich gut in die Reihe ein und sorgt für eine hohen Wiedererkennungswert. Mir fehlt allerdings etwas der Bezug zur Story. Klar war es – unter Berücksichtigung der Reihencover – nicht möglich, die unglaublichen Orte, die die Protagonisten besucht haben, in den Hintergrund zu packen. Wenn jedoch der männliche Protagonist dunkelhäutig ist, hätte ich mir gewünscht, dies auch auf dem Cover widergespiegelt zu sehen.

Mein Fazit? „Herz trifft Prinz“ ist eine lockere, erfrischende Liebesgeschichte mit leicht gesellschaftskritischen Anklängen, die vor allem durch ein malerisches Setting und die Harmonie zwischen den Charakteren begeistert. Für Genreliebhaber bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Anna Todd: „After Passion“ (After 1)

In der letzten Zeit habe ich – inspiriert vom damaligen Kinobesuch – „After Passion“ von Anna Todd gelesen, den ersten Band ihrer erfolgreichen New-Adult-Reihe. Das Buch ist 2015 im Wilhelm Heyne Verlag in der Verlagsgruppe Random House GmbH veröffentlicht worden, die Originalausgabe erschein bei Gallery Books, Simon & Schuster, Inc., New York. Mein Exemplar entstammt aus der mittlerweile 18. Auflage (Glückwunsch!), der Roman ist dem Genre New-Adult-Romance zuzurechnen.

41bHN8VxJ6L._SX325_BO1204203200_Tessa Young ist attraktiv und klug. Und sie ist ein Good Girl. An ihrem ersten Tag an der Washington Central University trifft sie Hardin Scott. Er ist unverschämt und unberechenbar. Er ist ein Bad Guy. Er ist genau das Gegenteil von dem, was Tessa sich für ihr Leben wünscht. Und er ist sexy, gutaussehend und zieht Tessa magisch an. Sie kann nicht anders. Sie muss ihn einfach lieben. Und sie wird nie wieder die sein, die sie einmal war

Mich lässt die Lektüre von „After Passion“ etwas zwiegespalten zurück – wahrscheinlich bin ich auch mit zu hohen Erwartungen an das Buch heran gegangen. Denn mit „After Passion“ legt die Autorin unzweifelhaft einen gelungenen und im Wesentlichen überzeugenden Roman vor, aufgrund des Hypes hätte ich allerdings mehr erwartet. So bleibt als erstes Fazit bereits festzuhalten, dass „After Passion“ vielleicht mit dafür gesorgt hat, das New-Adult-Genre in Deutschland zu etablieren, es mit der deutschsprachigen New-Adult-Elite um Mona Kasten und Laura Kneidl aber nicht mithalten kann, deren Bücher (z.B. „Trust Again“ oder „Berühre mich. Nicht.„) sich doch deutlich absetzen können.

„After Passion“ punktet – wie die meisten Bücher des Genres – zunächst mit einem tollen Setting. Ein Universitätswohnheim, ein Verbindungshaus, die Bibliothek, unberührte Natur oder auch ein Diner – der Roman versetzt einen in das amerikanische Lebensgefühl, lässt den Leser sich nach Washington träumen. Dabei verliert er sich jedoch nicht in den Klischees. Die Handlung – genrebedingt teils vorhersehbar – ist spannend, elektrisierend und lässt den Leser durch unerwartete Wendungen immer mal wieder wütend, verzweifelt und frustriert zurück – genau wie Tessa, mit der man sich sofort gut identifizieren kann. Kleinere Ungereimtheiten in der Handlung kann man dabei locker verzeihen, den großen Cliffhange am Ende eher nicht. Insgesamt kommen mir in der Handlung aber zu wenig Impulse von außerhalb. So spannend die Probleme sind, die die Protagonisten alle untereinander haben, gibt es doch sonst kaum Krisen, Konflikte in ihrem Leben – abgesehen von den obligatorischen Problemen in der Kindheit.

Die Figuren sind dreidimensional angelegt, haben Stärken und Schwächen – teils mehr, teils weniger. Doch hier stoße ich auch auf mein größtes Problem – Hardin. Ein interessanter Charakter, der mich jedoch etwas verzweifeln lässt. Mir ist klar, dass die Geschichte einen Bad Boy braucht, und auch so angelegt ist. Mir ist auch klar, dass das Love Interest gegensätzlich zu Tessa konzipiert wurde, um Konfliktpotential zu schaffen – sonst wäre die Geschichte auch langweilig. Und dennoch finde ich es wichtig, dem – wenn man so will – Antagonisten auch Züge zu geben, die ihn sympathisch werden lassen, die es dem Leser ermöglicht, ihm ein gutes Ende zu wünschen. Und das sehe ich nicht, kann mich persönlich nicht mit Hardin identifizieren – und, so sehr ich Tessa auch mag, habe ich mich beim Lesen ertappt, ihnen kein Happy End zu wünschen – schlicht weil Hardin es nicht verdient hat.

Anna Todds Schreibstil ist hochemotional und strotz vor Gefühlen, ist aber auch sehr direkt, gerade in den Dialogen – was zwar zum Charakter von Hardin passt, ihm jetzt allerdings auch keine Sympathiepunkte mehr bringt. So gefühlvoll das Buch auch ist, gerade in den (überraschend und fast zu zahlreichen) erotischen Szenen wird hier noch Potential verschenkt, hier ist eindeutig noch Luft nach oben.

Die Buchgestaltung überzeugt auf der ganzen Linie. Satz, Lektorat und Korrektorat haben sauber gearbeitet, das wunderschöne Cover sorgt für einen hohen Wiedererkennungswert und passt sich gut in das Gesamtbild der Reihe ein. Es ist hochwertig geprägt und mit ausklappbaren, farbigen Coverinnenseiten versehen.

Mein Fazit? „After Passion“ ist ein im Wesentlichen gelungener Reihenauftakt, der vor allem mit seinem Setting und einer spannenden, wenn auch sehr auf die Beziehungen unter den Protagonisten zentrierten, Handlung punkten kann, sein Potential aber bei weitem nicht ausschöpft. Für Leser des Genres, die von Cliffhangern und unsympathischen Bad Boys nicht abgeschreckt werden, bedenkenlos zu empfehlen.

[Veröffentlichung] „Rosenkriege“ – eine alte Geschichte im neuen Gewand

Wie bereits in den letzten Tagen angeteasert, habe ich heute eine tolle Nachricht zu verkünden. Der ein oder andere erinnert sich vielleicht an meine Kurzgeschichte „Rosenkriege“ – meine allererste Verlagszusage überhaupt, die mit einiger Verzögerung 2015 in der Anthologie „Coole Mädchen, große Liebe“ des Oldigor Verlags veröffentlicht wurde. Da nach der Insolvenz des Verlages alle Rechte an mich zurückgefallen sind, suchte ich seit einiger Zeit nach einer Möglichkeit, die Geschichte woanders unterzubringen, da sie mir besonders am Herzen liegt.

unnamed-200x300Daher freue ich mich ungemein, dass sie ab dem 20.06.2019 wieder erhältlich ist. Zusammen mit den Geschichten von 29 anderen Autoren und Autorinnen kann sie nunmehr in der Anthologie „Ich glaube, verliebt: Geschichten voll erster Liebe“ des Schreiblust Verlages gelesen werden. Erhältlich ist das Buch unter anderem *hier*.

Vielleicht wird so der ein oder andere neue Leser auch die Geschichte entdecken und sich, hoffentlich, auch ein kleines bisschen in die Protagonisten verlieben.

 

[Buchgedanken] April Dawson: „Up All Night“

In den letzten Tagen habe ich „Up All Night“ von April Dawson gelesen. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung einiger Leseexemplare des Buches auf der diesjährigen Litblog-Convention. Das Buch ist 2019 bei LYX in der Bastei Lübbe AG erschienen und dem Genre New-Adult-Romance zuzurechnen.

4102BaC4yJjLAls Taylor Jensen an ein und demselben Tag nicht nur ihren Job an einen Kollegen verliert, sondern auch ihren Freund beim Fremdgehen erwischt, hat sie von Männern erst einmal genug. Völlig verzweifelt läuft sie Daniel Grant in die Arme, der ihr ein Zimmer in seiner WG anbietet. Einst waren sie beste Freunde, aber ein männlicher Mitbewohner mit sexy Tattoos und einem unwiderstehlichen Lächeln ist das Letzte, was Tae jetzt gebrauchen kann. Doch Dan steht schon lange auf Männer, weshalb das heiße Prickeln zwischen ihnen nichts zu bedeuten hat – oder etwa doch?

„Up All Night“ von April Dawson ist eine Geschichte über einen Neuanfang, über Mut, Gefühle und Vertrauen – ein Buch über Freundschaft, zweite Chancen und bedingungslose Liebe.

Dabei punktet der Roman vor allem mit seinen Charakteren. Nicht nur die Protagonisten, auch die Nebencharaktere sind vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen, eigene Ziele und Motive. Besonders begeistert bin ich dabei von Grace – und würde mich freuen, irgendwann auch mehr über sie zu lesen, auch wenn sich der nächste Band der Reihe vorerst um Addison drehen wird.

Auch wenn die Handlung genretypisch bedingt teilweise vorhersehbar ist, gelingt es April Dawson doch, den Leser durch einige unerwartete Wendungen immer mal wieder in die Irre zu führen und für Spannung zu sorgen. Zusammen mit dem gelungenen Setting ist es dabei vor allem der locker-leichte und flüssig zu lesende Schreibstil der Autorin, der den Leser an die Seiten fesselt und auch etwas Humor aufblitzen lässt. Dies wird noch durch die gelungene Wahl der Erzählperspektive unterstützt, die es dem Leser leichter macht, sicht mit den Protagonisten zu identifizieren, mit ihnen mitzuleiden und sich zu freuen.

Die Buchgestaltung überzeugt im Wesentlichen. Der Buchsatz ist gelungen, dem Lektorat und Korrektorat sind bis auf einen Bruch in der Perspektive und einen Fehler auf der Innenklappe des Covers sonst nur kleinere Fehler durchgerutscht, die den Lesefluss nicht beeinträchtigen. Das Cover ist ein wahrer Eyecatcher und leuchtet aufgrund der traumhaften Farbgebung. Eine hochwertige Prägung und farbige Coverinnenseiten runden das tolle Erscheinungsbild ab.

Mein Fazit? „Up All Night“ ist ein gelungener New-Adult-Roman, der vor allem durch seine Spannung und vielschichtigen Protagonisten glänzen kann. Kleinere Schwächen in der Buchgestaltung gehen dabei nicht zu Lasten des Leseflusses. Für Liebhaber des Genres ab 16 Jahren bedenkenlos zu empfehlen.

[Buchgedanken] Laura Kneidl: „Berühre mich. Nicht.“

Vor kurzem und als Vorbereitung zur Loveletter Convention 2019 habe ich „Berühre mich. Nicht.“ von Laura Kneidl gelesen, den Auftakt zu ihrer umjubelten New-Adult-Dilogie. Das Buch ist 2017 bei Lyx in der Bastei Lübbe AG erschienen und dem Genre New-Adult-Romance zuzuordnen.

51rY0YusxbL._SX312_BO1204203200_Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint. Und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt das ihr Herz gefährlich schneller schlagen …

Ich kann nicht nachvollziehen, wie „Berühre mich. Nicht.“ so lang auf meinem SuB schlummern konnte – ich wollte es schon seit einiger Zeit lesen. Dass ich jetzt endlich dazu gekommen bin, ist Fluch und Segen zugleich. Ein grandioses Buch, ein grausames Ende – für das sich Laura sogar in der Danksagung entschuldigt. Wie kann man nur? Am liebsten würde ich sofort Teil 2 nachschieben, das ist mir aber derzeit nicht möglich, da andere Bücher anstehen. Einfach grausam!

Abgesehen von dem brutalen Cliffhanger ist „Berühre mich. Nicht.“ ein in allen Punkten überzeugendes New-Adult-Buch voll großer Gefühle und grandioser Protagonisten – ein potentielles Jahreshighlight. Durch die perfekte Wahl der Erzählperspektive (Ich-Erzähler aus der Sicht von Sage) wird es dem Leser leicht gemacht, sich mit der Protagonistin zu identifizieren, mit ihr zu leiden, zu lachen, und sich in meinem Fall – ein bisschen – in sie zu verlieben.

Das Setting ist wunderbar und spiegelt das amerikanische Lebensgefühl wieder, die Handlung ist spannend und sorgt mit vielen unerwarteten Wendungen immer mal wieder für Spannungsspitzen. Tolle Dialoge und Laura Kneidls leichter und flüssiger, aber vor allem eindringlicher und gefühlvoller Schreibstil fesseln den Leser an die Seiten und lassen ihn das Buch nicht aus der Hand legen. Dabei gelingt es der Autorin, nicht nur die Anziehung zwischen den Protagonisten, sondern auch die Angst, die Panik und Verzweiflung von Sage greifbar zu machen.

Im Laufe der Handlung entwickeln sich die – vielschichtig und plastisch angelegten – Protagonisten weiter, zeigen Stärken und Schwächen. Dabei können auch die Nebencharaktere, allen voran April und Gavin, überzeugen. Ich bin schon gespannt, wie auch deren Geschichten im Folgeband „Verliere mich. Nicht.“ weitererzählt werden.

Die Buchgestaltung überzeugt auf ganzer Linie. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben sauber gearbeitet, das Cover ist hochwertig geprägt und mit farbigen Coverinnenseiten versehen. Das Motiv ist ein wahrer Eyecatcher und bietet zusammen mit dem zweiten Teil der Reihe einen hohen Wiedererkennungswert und ein einheitliches Design.

Mein Fazit? „Berühre mich. Nicht.“ ist ein nahezu perfektes New-Adult-Buch mit tollen Protagonisten, einer starken und gefühlvollen Sprache und ganz großen Emotionen. Auch wenn das Ende einige verzweifeln lassen wird, ist es bedenkenlos für Liebhaber des Genres zu empfehlen – allerdings meines Erachtens nach nicht wie vom Verlag empfohlen ab 14, sondern eher ab 16 Jahren.

 

 

 

[Buchgedanken] Anna Fischer: „Herz sucht Callboy“

In den letzten Tagen habe ich „Herz sucht Callboy“ gelesen, mein zweites Buch von Anna Fischer nach „Herz in Reparatur„. Vielen Dank an dieser Stelle an die Autorin und den Verlag für die Bereitstellung eines Vorab-Rezensionsexemplares. „Herz sucht Callboy“ ist am 21.05.2019 bei Montlake Romance, Amazon Media EU s.à r.l. erschienen und dem Genre Liebesroman zuzuordnen.

51YbCM5lneL._SX337_BO1204203200_Paula wird in Sachen Liebe bitter enttäuscht. Deshalb kehrt sie nicht nur ihr, sondern auch ihrer Heimat Berlin den Rücken und wandert nach New York aus. Sieben Jahre später ist sie Top-Scheidungsanwältin und immer noch überzeugter Single. Um bei ihrem konservativen Arbeitgeber den Karriereschritt zur Junior-Partnerin zu machen, muss sie jedoch zwingend verheiratet sein. Deshalb engagiert sie den Callboy Scott für eine Scheinehe. Leider entpuppt er sich als die Unzuverlässigkeit in Person. Doch nachdem sie ihn als ihren Verlobten ausgegeben hat, kann sie ihn nicht wie ein unpassendes Kleidungsstück umtauschen. Als Paulas Plan, sich schnell standesamtlich trauen zu lassen, völlig außer Kontrolle gerät und plötzlich auch noch ihre zukünftigen Schwiegereltern auf der Matte stehen, müssen die beiden länger als gedacht das verliebte Pärchen spielen …

„Herz sucht Callboy“ – um das Ergebnis gleich mal vorwegzunehmen – gefällt mir noch eine Spur besser als „Herz in Reparatur“. Die Prämisse ist innovativ, die Handlung spannend und konfliktbasiert, wenn auch genrebedingt teils vorhersehbar. Mit unerwarteten Wendungen gelingt es der Autorin jedoch immer mal wieder, den Leser zu überraschen, dem Geschehen eine neue Dynamik einzuhauchen.

Dabei ist es nicht nur das – erneut – malerische Setting, sondern es sind vor allem die krassen Gegensätze, die die Handlung enorm vorantreiben. Deutschland und Amerika, Staranwältin und Callboy, High-Society und Landleben – stets pointiert, aber nie klischeehaft stellt Anna Fischer die Protagonisten regelmäßig vor neue Hindernisse, reißt sie aus ihren Komfortzonen und sorgt gerade damit dafür, dass der Leser die Charaktere besser kennenlernt. Die perfekt gewählte Erzählperspektive (Ich-Perspektive von Paula) trägt das Ihrige dazu bei, dass der Leser sich gut mit der Protagonistin identifizieren kann, mit ihr leidet, und das Buch am liebsten nicht aus der Hand legen möchte.

Auch die Nebencharaktere überzeugen auf ganzer Linie. Sei es Charlie mit seinem Kater Tolstoi, Rachel, Abby, Doro oder Buddy – ein jeder hat seine eigene, wichtige Rolle und trägt die Handlung voran. Dabei entwickeln sich vor allem die Protagonisten, aber auch deren Eltern, im Laufe des Buches konsequent weiter, zeigen Stärken und Schwächen. Erneut bricht die Autorin klassische Rollenmuster auf und stellt eine Protagonistin in den Mittelpunkt, die den klassischen New-Adult-Romanen entwachsen ist, die mit über 30 Jahren mitten im Leben steht und deren bewegte Vergangenheit daher großen Einfluss auf ihre Zukunft hat.

Anna Fischers Schreibstil ist leicht und lässt sich flüssig lesen. Gefühlvoll, witzig und charmant nimmt die Autorin den Leser an die Hand und lässt das Kopfkino anspringen, bei einer erneut gelungenen Schwerpunktsetzung.

Die Buchgestaltung kann größtenteils überzeugen. Lektorat und Korrektorat haben sehr sauber gearbeitet, der Buchsatz ist ebenfalls solide. Das Cover passt sich gut in die Reihe ein und sorgt für ein einheitliches Reihenbild und einen Wiedererkennungswert. Auch wenn es mir zudem eine Spur besser gefällt als bei „Herz in Reparatur“, fehlt mir erneut etwas der Bezug zur Geschichte, etwas Mut und Innovation.

Mein Fazit? „Herz sucht Callboy“ ist ein überzeugender Liebesroman, der durch ein tolles Setting, interessante Charaktere und ein enormes Konfliktpotential punktet. Für Liebesromanleser bedenkenlos zu empfehlen – Feel-Good-Feeling inklusive.

[Buchgedanken] J. Vellguth: „Der letzte Liebesbrief“

In der letzten Zeit habe ich „Der letzte Liebesbrief“ von J. Vellguth gelesen. Der Roman ist 2018 im Selfpublishing veröffentlicht worden und dem Genre Romance/Liebesroman zuzuordnen. Es ist bereits mein viertes Buch der Autorin, ihr Roman „Das Päckchen“ schaffte sogar den Sprung in meine Jahreshighlights 2017.

513EkPcSAaL._SX326_BO1204203200_Nell wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre Tante endlich wieder glücklich zu sehen. Als sie bei ihrem Umzug einen versteckten Liebesbrief findet, der an Bernadette gerichtet ist, wittert sie ihre Chance. Voller Elan begibt sie sich auf eine verschlungene und geheimnisvolle Reise in die Vergangenheit. Dabei trifft sie auf einen attraktiven Fotografen, der einfach viel zu gut ist, um wahr zu sein.

Sam ist Mode-Fotograf, erfolgreich, berühmt und … er hat seine Muse verloren. Erst ein berührender Liebesbrief in den Ruinen eines alten Gebäudes und das Funkeln in den Augen einer ganz besonderen jungen Frau lassen ihn hoffen, dass seine Inspiration noch nicht ganz erloschen ist. Doch je länger er Nell folgt, desto deutlicher wird, dass noch wesentlich mehr hinter ihrer Geschichte steckt, als auf den ersten Blick zu sehen ist. Sind die beiden stark genug, um die Schatten ihrer Vergangenheit zu besiegen?

„Der letzte Liebesbrief“ ist Entspannung, ist Balsam für die Seele. Die Geschichte um Nell und Sam berührt und begeistert – und erlaubt dem Leser, sich wegzuträumen. Auch wenn die Handlung genrebedingt teils vorhersehbar ist, gelingt es der Autorin doch mit ihrem locker-leichten Schreibstil den Leser an die Seiten zu fesseln – Feel-Good-Garantie inklusive.

Eine der großen Stärken des Romans ist das bezaubernde Setting, das den Leser mit den Protagonisten unter anderem zu Lost Places oder in die Natur führt: J. Vellguths Auswahl athmosphärischer Orte unterstützt die Handlung perfekt – übrigens genau wie die Playlist, da jedes Kapitel mit einem gefühlollen Song überschrieben ist (Jason Mraz, Demi Lovato, James Blunt, Ed Sheeran, Owl City uvm.).

Die Charaktere des Romans, insbesondere die beiden Protagonisten und Love Interests Sam und Nell sind vielschichtig angelegt, haben Stärken und Schwächen und entwickeln sich im Laufe des Romans weiter. Beide tragen Probleme aus der Vergangenheit mit sich herum, die die Jagd nach den Briefen, die Schatzsuche, nicht nur zu einer Suche nach dem ominösen Verfasser, sondern auch zu einer Art Vergangenheitsbewältigung machen. Dabei nehmen die ernsteren Themen jedoch nie den Schwerpunkt der Handlung ein und lassen das Buch nicht zu einem Schicksalsroman werden.

Die Wahl mehrerer personaler Erzählperspektiven erlaubt es dem Leser, die Gedanken und Gefühle beider Protagonisten hautnah zu fühlen, mit ihnen zu leiden und zu lachen. Ich persönlich hätte allerdings auf Perspektivwechsel innerhalb eines Kapitels, innerhalb einer Szene verzichten können.

Die Buchgestaltung überzeugt ebenfalls größtenteils. Das Cover ist durch die tolle Farbkombination sehr auffällig, und die Schmetterlinge nehmen direkten Bezug auf die Handlung. Nichtsdestotrotz wäre hier mit etwas mehr Mut sicherlich noch ein stärkerer Eyecatcher möglich gewesen, wenn man zum Beispiel die Lost Places – oder Nells Narbe – in die Gestaltung miteingebunden hätte. Der Buchsatz ist fehlerfrei, lediglich die Chatverläufe hätten besser optisch dargestellt/abgegrenzt werden können. Am Korrektorat von Corinna Rindlisbacher gibt es erneut nichts auszusetzen.

Mein Fazit? „Der letzte Liebesbrief“ ist ein überzeugender Liebesroman, der perfekte Begleiter für Sommer und Urlaub dank Feel-Good-Garantie. Ein atemberaubendes Setting und ein locker-leichter, aber gefühlvoller Schreibstil sorgen für ein gelungenes Lesevergnügen – für Genreliebhaber bedenkenlos zu empfehlen.