[LBM2021] Tag 2: Von Grenzen und ganz großen Gefühlen

Gestern stand bereits der zweite Tag der Leipziger Buchmesse an. Nachdem der erste Tag ja noch etwas kulturlastig war, spiegelte der Messefreitag meinen persönlichen Lesegeschmack besser wieder und wurde auch von zwei meiner absoluten Lieblingsautorinnen eingerahmt: Bianca Iosivoni und Stella Tack.

Wie angedeutet, begann der Tag mit Bianca Iosivoni, die zusammen mit Morgane Moncomble vom LYX Verlag per Instagram-Stories zum Thema Schreibroutinen interviewt wurde – ein spannender Einblick in den Alltag der beiden. Auch im Anschluss blieb ich bei einer Autorin des Verlags und – die Brücke zum Vortag schlagend – lauschte einer Lesung und Buchpräsentation von Anabelle Stehl, die von einer Studentin der HTWK Leipzig zu ihrem neuesten Roman „Breakaway“ interviewt wurde – hochspannend und supersympathisch. Bewundernswert, wie es ihr gelungen ist, als Bloggerin mit ihren Debütprojekten direkt zu einem so renommierten Verlag zu kommen.

So ganz ohne Kultur und Politik kam der Tag dann allerdings doch nicht aus. Am Nachmittag sah ich mir ein Gespräch auf dem Blauen Sofa zum Buch „Grenzerfahrungen“ an. Der Autor – und Bundestagspräsident – Dr. Wolfgang Schäuble diskutierte mit der Moderatorin Vivian Perkovic über aktuelle politische Entwicklungen, über sein Buch und über die Gesellschaft und knüpfte so nahtlos an die Diskussion vom Donnerstag zwischen Gesine Schwan, Michael Seemann und Bernd Stegemann an. Einziges Ärgernis: Die nicht ganz klaren Startzeiten und inhaltlichen Änderungen der Veranstaltungen auf dem Blauen Sofa, die sehr starken Schwankungen zu unterliegen scheinen. So startete auch die Diskussion mit Wolfgang Schäuble deutlich früher als angekündigt. Glücklicherweise kann man in Digitalformaten zurückspulen …

Zum Abschluss des Tages lud die Verlagsgruppe Droemer Knaur zum Romance Talk. Moderiert von Tina Lurz standen Nina Bilinszki, Lilly Lewis und – wie schon erwähnt – Stella Tack per Livestream Rede und Antwort. Unglaublich humorvoll sprachen sie über ihre Bücher, nahmen an lustigen Spielen teil und interagierten untereinander und mit den Zuschauern. Die leichten technischen Probleme taten dabei der tollen Stimmung keinen Abbruch. Mit diesem Highlight endete der Freitag, sodass die Hälfte der Messe bereits hinter mir lag. Doch auch am dritten Tag standen wieder einige tolle Veranstaltungen auf dem Programm – doch dazu morgen mehr =).

[Jahresrückblick] Lesehighlights 2020

Nachdem ich vor einigen Tagen bereits schon auf 2020 aus Bloggersicht zurückgeblickt habe, möchte ich heute meine Lesehighlights des vergangenen Jahres küren.

2020 habe ich, höchstwahrscheinlich :), 41 Bücher gelesen. Darunter waren etwa 60% Rezensionsexemplare, den Rest habe ich mir selbst gegönnt =). Aus diesen Büchern die Highlights zu wählen, fiel mir extrem schwer, da 2020 so viele gute Bücher erschienen sind – daher umfasste meine Vorauswahl auch 17!!! Bücher :). Nach reiflicher Überlegung habe ich die Liste dann auf 10 eingegrenzt, die ich Euch jetzt zeigen möchte =).

Eine ehrenwerte Erwähnung gilt dabei zuerst den folgenden vier Büchern, die es zwar in die Highlights schafften, aber den Sprung aufs Siegertreppchen knapp verpassten:

Doch nun, ohne weitere Vorrede, zu den Topplatzierungen!

Auf dem dritten Platz tummeln sich zwei New-Adult-Romane, die gleichzeitig unterhalten und berühren, die auch ernste Themen in den Fokus nehmen und sich durch glaubhafte Protagonisten auszeichnen: „Making Faces“ (Amy Harmon) und „Bad at Love“ (Morgane Moncomble).

Auf dem zweiten Platz finden sich alte Bekannte ein. Nach Platz 3 im Vorjahr geht es für den zweiten Teil der „Kiss the Bodyguard“-Reihe noch ein kleines Stückchen weiter nach oben. „Kiss Me Twice“ von Stella Tack ist genauso humorvoll wie der Vorgänger – und Ivy ein absoluter Scene Stealer – eine meiner Lieblingsprotagonistinnen aller Zeiten. Und auch Kiera Cass, die mit „Selection“ meine Jahreshighlights vor einigen Jahren eroberte, findet sich auf dem Silberrang mit „Promised“ ein. Wunderschön und brillant – und nur auf Platz 2, weil „Selection“ als Überbuchreihe die Ansprüche an Kiera Cass ins Unermessliche hat steigen lassen.

Auf Platz 1 – wie im letzten Jahr – Ava Reed mit „Truly“. Ich glaube, hier muss man gar nicht viel sagen – Avas Bücher sind einfach immer unglaublich berührend, ihre Protagonistinnen stark und zerbrechlich zugleich. Ein wahres Meisterwerk. Den Goldrang teilt sie sich in diesem Jahr mit einem absoluten Weltstar, mit Suzanne Collins „Die Tribute von Panem X: Das Lied von Vogel und Schlange“, das auf erschreckende Weise die Gedankengänge von Coriolanus Snow nachvollziehbar, fast sinnvoll erscheinen lässt – eine Charakterstudie in Perfektion, und eine willkommene Rückkehr in die Welt der Distrikte und des Kapitols.

Was waren Eure Highlights 2020? Welche der hier vorgestellten Bücher habt Ihr auch gelesen oder wollt Ihr noch lesen? =)

Bücherwunderland

Auch in der letzten Woche trudelten einige Bücher bei mir ein – wobei mittlerweile ein Ende in Sicht ist – und zwei möchte ich Euch heute davon zeigen. Da Stella Tacks „Kiss the Bodyguard“-Reihe zu meinen absoluten Highlights zählt, stand es außer Frage, dass „Beat It Up“ auch bei mir einzieht – vor allem, wenn es in einer Signieraktion ist. Gleiches galt für den wunderschön aussehenden New-Adult-Roman „Don’t Love Me“ von Lena Kiefer, die mich bei mehreren Lesungen und Buchvorstellungen zu ihrer „Ophelia Scale“-Reihe begeisterte (subbt leider noch). Vielen Dank an die Buchhandlung Graff für die erneut reibungslose Abwicklung der beiden Signieraktionen!

Wer von Euch kennt die Bücher schon? Und liebt Ihr Stellas Humor ebenfalls so wie ich (#TeamIvy!)? Ich kann es kaum erwarten, die beiden Bücher zu lesen – und kann mir gar nicht vorstellen, dass sie mir nicht gefallen :).

[Buchgedanken] Stella Tack: „Kiss Me Twice“

In der letzten Zeit habe ich „Kiss Me Twice“ von Stella Tack gelesen, den zweiten Teil der lose verknüpften „Kiss the Bodyguard“-Reihe. Das Buch ist 2020 in der Ravensburger Verlag GmbH erschienen und balanciert erneut etwas auf der Grenze zwischen Young-Adult und New-Adult Romance. Meine Besprechung zum ersten Teil der Reihe könnt Ihr *hier* abrufen, der auch eines meiner Jahreshighlights 2019 war.

Silver ist eine der wenigen Absolventinnen der Bodyguard-Academy in Miami. Sie ist knallhart und Jahrgangsbeste, und doch sind die Jobs rar. Bis Silver das Angebot erhält, undercover als Begleitschutz für Prinz Prescot zu arbeiten – niemand anderes als der Thronerbe von Nova Scotia. Von verwöhnten Royals hält Silver gar nichts, doch Prescot entpuppt sich als äußerst charmant. Und schon bald merkt sie, dass sie nicht nur Prescot vor politischen Feinden und Paparazzi schützen muss, sondern insbesondere ihr eigenes Herz vor dem unwiderstehlichen Prinzen.

Wow. Was für ein Buch. „Kiss Me Twice“ begeistert mich genau wie der Vorgänger und liebäugelt daher ebenfalls mit einem Platz in den Jahreshighlights. Süß, frech, abwechslungsreich und gefühlvoll – Stella Tacks „Kiss Me Twice“ ist Romance vom allerfeinsten. Als Leser klebt man an den Seiten, inhaliert die Geschichte und möchte das Buch am liebsten nicht aus der Hand legen, was nicht zuletzt auch an Stellas tollem, frischem und humorvollem Schreibstil liegt. Holy Moly, darauf ein Gatorade!

Dabei überzeugt der Roman durch ein malerisches Setting, durch eine Mischung aus Bodenständigkeit und High Society mit einer Prise royalem Flair. Und auch wenn die Handlung teils genrebedingt durchaus vorhersehbar ist, gelingt es der Autorin dennoch, den Leser mit unerwarteten Wendungen immer mal wieder in die Irre zu führen.

Herzstück des Buches sind jedoch die Charaktere. Sie sind – bis in die Nebenrollen – dreidimensional angelegt, haben Stärken, Schwächen, Motive und Ziele. Auch wenn man sich gut mit Silver und Prescot identifizieren kann, werden sie doch alle überstrahlt von der Protagonistin aus „Kiss Me Once“: Ivy Redmond, die mit einer kleinen, aber brillanten Nebenrolle ihrem Platz im Olymp meiner Lieblingsprotagonisten mehr als gerecht wird. Ich bin immer noch schockverliebt!

Auch wenn „Kiss Me Twice“ als Standalone gelesen werden kann, empfiehlt es sich doch, vorher „Kiss Me Once“ zu lesen, da man so noch eine stärkere Bindung zu den Figuren aufbaut, und die Querverbindungen den Roman insgesamt abrunden, unter anderem tauchen ja nicht nur Ryan und Ivy, sondern auch Jeff und Alex wieder auf.

Die Buchgestaltung ist ebenfalls gelungen. Lektorat, Korrektorat und Buchsatz haben sauber gearbeitet, das Cover ist hochwertig geprägt, wunderschön und ein wahrer Eyecatcher mit hohem Wiedererkennunswert und einem tollem Reihenbild. Als Highlight bieten die farbigen, ausklappbaren Coverinnenseiten sowohl einen Stammbaum der Familie von Prescot, als auch die Cover von Stellas anderen Ravensburger-Titeln. Einfach ein bezauberndes Gesamtpaket.

Mein Fazit? Mit „Kiss Me Twice“ legt Stella Tack einen Romance-Titel vor, der vor allem dank toller Protagonisten, einem zauberhaften Setting und einer frischen und spannenden Handlung glänzt. Ein fast sicheres Jahreshighlight – und für Leser des Genres ab dem vom Verlag angegebenen Alter von 14 bedenkenlos zu empfehlen.

Buchpost und Shopping Spree

In den letzten Tagen erreichte mich wieder einiges an Buchpost – zudem habe ich mir zwei absolute Wunschbücher selbst gekauft. Mit dabei sind dieses Mal Werke von Stella Tack, Laura Kneidl, Bianca Iosivoni, Anne Barns, Christin-Marie Below und Guido Raschke. Doch jetzt möchte ich Euch die Fotos nicht länger vorenthalten. Sehen sie nicht toll aus?

Bei „Kiss me twice“ handelt es sich um den Nachfolger von „Kiss me once„, das auch in meinen Jahreshighlights 2019 platziert war. In eben diesen Jahreshighlights fanden sich gleich mehrere Bücher von einer absoluten Lieblingsautorin, Bianca Iosivoni, die mit Laura Kneidl zusammen in den letzten Tagen den Auftakt zur Buchreihe „Midnight Chroncles“ veröffentlichte. Sehr erfreut bin ich auch darüber, nach „Kirschkuchen am Meer“ erneut als Blogger Bücher von Anne Barns besprechen zu dürfen. „Mirella Manusch“ hat sie dabei zusammen mit Christin-Marie Below veröffentlicht – vielen Dank an dieser Stelle an alle Beteiligten für die Bereitstellung der Rezensionsexemplare. Beim letzten Werk handelt es sich um etwas fürs Auge – „Topmodels 2020“ ist ein Bildband einiger der Teilnehmer der letzten Staffel von „Germanys Next Topmodel“, fotografiert und herausgegeben von Guido Raschke.

[Jahresrückblick] Lesehighlights 2019

Nachdem ich bereits auf das Jahr als Blogger zurückgeblickt habe, und bevor ich in Kürze 2019 als Autor Revue passieren lasse, möchte ich Euch heute meine Lesehighlights des Jahres präsentieren – mit Ava Reed, Bianca Iosivoni, Mona Kasten, Stella Tack, Caroline Brinkmann, Nina MacKay, Laura Kneidl und Emily Bold. Meine Highlights der letzten Jahre findet ihr hier: 2018, 2017, 2016.

Insgesamt habe ich 2019 gut 40 Bücher gelesen – es war ein wahnsinnig starkes, qualitativ unglaublich hochwertiges Lesejahr. Ich konnte viele gute Bücher nicht berücksichtigen – dennoch freut es mich unglaublich, Euch heute neun tolle Bücher präsentieren zu können. Wie üblich habe ich pro Reihe nur ein Buch ausgewählt, von einer anderen Regel bin ich aber abgewichen – mir blieb keine andere Wahl :).

Bevor ich zu den fünf Büchern auf dem Siegertreppchen komme, möchte ich noch vier weitere Werke erwähnen, die hauchzart daran vorbeigeschrammt sind – in vielen anderen Jahren wäre ihnen der Sprung vielleicht gelungen. Sie zeichnen sich alle durch einen tollen Schreibstil und eine spannende, gefühlvolle Handlung aus.

Doch nun zu den besten Büchern meines Lesejahres. Den dritten Rang teilen sich Stella Tack mit „Kiss Me Once“ und Bianca Iosivoni mit „Faling Fast“ (stellvertretend für die Hailee & Chase-Dilogie). Wo Stellas Buch süß ist, ist Biancas Werk schmerzhaft. Beide illustrieren bestechend die Geschichte einer jungen Frau, die ihren Platz sucht – unglaublich gefühlvoll, real und authentisch.

Hoch auf Platz zwei geht es für Deutschlands New-Adult-Queen Mona Kasten, die sich im Vorjahr noch auf Platz drei einfand. Stellvertretend für Teil 2-4 der Again-Reihe, die ich in diesem Jahr gelesen habe, klettert mein bisheriger Lieblingsband „Trust Again“ auf den Silberrang. Diesen teilt er sich – unglaublicherweise – mit *trommelwirbel* Bianca Iosivonis Buch „Soul Mates: Flüstern des Lichts“ (stellvertretend für die Dilogie). Bianca ist es damit gelungen, mein ehernes Gesetz zu brechen, einen Autor nur einmal zu erwählen. Bei „Soul Mates“ nimmt sie den Leser mit auf eine fantastische Reise, innovativ, magisch und hochspannend – ein wahrer Pageturner. „Trust Again“ schließlich ist ein Buch voller Vetrauen und Geheimnisse, ein Buch voller Stärke und Zerbrechlichkeit, voller Verzweiflung, Kraft und Mut. Und natürlich voller Liebe – eindringlich, romantisch und erotisch.

51IUh9ZXo9L._SX312_BO1204203200_Das Buch auf dem Goldrang sollte niemanden überraschen – schon früh im Jahr habe ich es zu einem Jahreshighlight erkoren. „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ von Ava Reed ist ein unglaublich berührendes Jugendbuch, es erschlägt den Leser im Positiven durch eine enorme Emotionalität. Es ist ein Buch, das nicht nur unterhält, sondern informiert, ohne belehrend zu werden – genau das, was die Gesellschaft braucht. „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen“ ist ein Buch, das ich gern geschrieben hätte, es gleichsam aber nie so können würde. Sollten noch irgendwelche Zweifel an Ava Reeds gigantischem Talent bestanden haben, sind sie restlos ausgeräumt. In einer gerechten Welt würde dies mit dem nächsten Jugendliteraturpreis belohnt werden – bis dahin muss Ava sich aber erstmal mit Platz 1 in meinen Jahreshighlights begnügen (nach jeweils Platz 2 in 2017 und 2018).

Welches sind Eure Highlights 2019? Was fehlt in meiner Liste? Kennt Ihr die vorgestellten Bücher? Dann rein damit in die Kommentare :).

Lovelybooks Leserpreis 2019 – Mein Voting Sheet

Noch bis morgen findet die Wahl des Lovelybooks-Leserpreises statt. Natürlich habe ich wieder an der Abstimmung teilgenommen und möchte Euch heute meinen Wahlzettel präsentieren, unter anderem mit Ava Reed (4 Stimmen), Bianca Iosivoni (4), Mona Kasten (2), Isabel Kritzer (2), Julia Adrian (2), Julia Engelmann (1) und Manuela Schörghofer (1)! Dabei fiel mir die Stimmabgabe bei den belletristischen Jugendbüchern und bei den Liebesromanen relativ einfach, am schwierigsten war es bei den fantastischen Jugendbüchern und den Buchcovern, da dort die Dichte an guten Werken in diesem Jahr extrem hoch war.

Doch nun zu den einzelnen Stimmen!

  • Bester Roman
    • Maja Lunde: „Die Letzten ihrer Art“
    • Hank Green: „Ein wirklich erstaunliches Ding“
    • Margaret Atwood: „Die Zeuginnen“
  • Bestes Buch im Genre „Krimi & Thriller“
    • Jussi Adler-Olsen: „Opfer 2117“
    • Nele Neuhaus: „Muttertag“
    • Isabel Kritzer: „CAPTUM: Born. Twice.“
  • Bestes Buch im Genre „Fantasy & Science Fiction“
    • Ben Aaronovitch: „Die Glocke von Whitechapel“
    • Jenny-Mai Nuyen: „Die Töchter von Ilian“
    • Jennifer L. Armentrout: „Brave – Eine Liebe zwischen Licht und Dunkelheit“
  • Bestes belletristisches Jugendbuch
  • Bestes fantastisches Jugendbuch
    • Julia Adrian: „Winters zerbrechlicher Fluch“
    • Ava Reed: „Ashes and Souls – Schwingen aus Rauch und Gold“
    • Bianca Iosivoni: „Sturmtochter 3: Für immer vereint“
  • Bestes Bilderbuch
    • Michael Engler/Joelle Tourlonias: „Rocky Waschbär: Der Apfelkuchendieb“
    • Barbara van den Speulhof/Stephan Pricken: „Der Grolltroll Band 1“
    • Torben Kuhlmann: „Armstrong“
  • Bestes Kinderbuch
    • Catherine Doyle/Cornelia Haas: „Sturmwächter: Das Geheimnis von Arranmore“
    • Tanya Stewner/Claudia Carls: „Alea Aquarius 5: Die Botschaft des Regens“
    • Gebrüder Grimm/Poppy J. Anderson u.a. „Es war einmal – Neue und klassische Märchen“
  • Bester Liebesroman
  • Bester Erotikroman
    • E. L. James: „The Mister“
    • Jennifer L. Armentrout: „Golden Dynasty – Größer als Verlangen“
    • Jennifer L. Armentrout: „Golden Dynasty – Brennender als Sehnsucht“
  • Bester historischer Roman
  • Bestes Buch im Genre „Humor“
    • Friedrich Kalpenstein: „Inselhippies“
    • Anna Buchwinkel: „Nach dem Tod gleich links“
    • Dieter Nuhr: „Gut für dich!“
  • Bestes Buch im Genre „Sachbuch & Ratgeber“
    • Julia Engelmann: „Keine Ahnung, ob das richtig ist“
    • Christian Sepp: „Ludovika. Sisis Mutter und ihr Jahrhundert“
    • Huw Lewis-Jones: „Verrückt nach Karten“
  • Bestes Hörbuch
    • Bianca Iosivoni: „Falling Fast“
    • Mona Kasten: „Hope Again“
    • Laura Kneidl: „Someone New“
  • Bestes deutschsprachiges Debüt
    • Kathinka Engel: „Finde mich. Jetzt“
    • Kira Mohn: „Show me the Stars“
    • Lena Kiefer: „Ophelia Scale – Die Welt wird brennen“
  • Bester Buchtitel
    • Julia Adrian: „Winters zerbrechlicher Fluch“
    • Ava Reed: „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.“
    • Meike Werkmeister: „Sterne sieht man nur im Dunkeln“
  • Bestes Buchcover
    • Ava Reed: „Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.“
    • Isabel Kritzer: „California’s next Magician“
    • Mara Erlbach: „Die Gabe des Winters“

Puh, das war ganz schön viel – für alle, die bis hierhin gelesen haben, gibt es als Belohnung hier die tollen Cover, für die ich gestimmt habe.

 

Für wen habt Ihr gevoted? Rein damit in die Kommentare!

[FBM2019] Messeausbeute

Ich war Euch hier noch die Fotos meiner Ausbeute der diesjährigen Frankfurter Buchmesse schuldig. Auf den Bildern finden sich (in dieser Reihenfolge) die Bücher, die ich dort gekauft habe, die Bücher, die ich zum Signieren mitgenommen habe, sowie Lese-/Rezensionsexemplare aus Bloggertreffen, Goodiebags und von Veranstaltungen. Zudem habe ich ein Bild der gesammelten Goodies gemacht, sowie ein Bild der Goodies, die ich verschenken/verlosen möchte :).

Auf dem ersten Bild befinden sich übrigens zwei Exemplare von „Winters zerbrechlicher Fluch“, da ich in naher Zukunft eines davon an Euch verlosen möchte – also bleibt wachsam :).

[Buchgedanken] Stella Tack: „Kiss Me Once“

In der letzten Zeit habe ich „Kiss Me Once“ von Stella Tack gelesen. Der Roman ist 2019 im Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH erschienen und der erste reine Liebesroman der Autorin. Dabei fällt die Genrezuordnung nicht ganz leicht. So balanciert der Roman genau auf der Grenze von Young- zu New-Adult-Romance, für beides lassen sich gute Argumente finden. Während Alter und Tätigkeit der Protagonistin (erstes Studienjahr) klassisch für New-Adult sprechen, entspricht die Handlung eher der eines Young-Adult-Romanes – wie auch das Ausblenden bei der Sexszene zeigt.

513hSfAtLVL._SX337_BO1204203200_Nie hätte Ivy Redmond damit gerechnet, bereits am ersten Tag an der University of Central Florida ihrem Traumtypen über den Weg zu laufen. Ryan MacCain ist nicht nur frech, sexy und geheimnisvoll tätowiert, sondern bekommt im Wohnheim auch noch das Zimmer direkt neben ihr. Jeder Blick aus Ryans grünen Augen, jede zufällige Berührung bringt ihr Herz zum Stolpern. Doch genau wie Ivy ist Ryan nicht, wer er zu sein vorgibt. Denn Ivy ist als Tochter aus reichem Haus inkognito an der Uni. Und Ryan ist ihr Secret Bodyguard.

„Kiss Me Once“ hat mich begeistert und im Sturm erobert. Schon mit der ersten Seite war ich Ivy, und ihrer quirligen, süßen und unglaublich charmanten Art verfallen und habe das Buch inhaliert. Dabei ist es der Autorin gelungen, mich als Leser an die Seiten zu fesseln, mich aufgrund der spannenden und abwechslungsreichen – wenn auch genrebedingt leicht vorhersehbaren – Handlung nicht mehr loszulassen. Dabei überzeugt Stella Tack vor allem durch einen unglaublich frischen, humorvollen und authentischen Schreibstil, der den Protagonisten Leben einhaucht und ihnen einen unverwechselbaren Charakter, eine eigene Stimme gibt. Holy Moly war das gut!

Das wunderbare Setting, das spürbare Knistern zwischen den Protagonisten und die einfühlsamen romantischen Szenen steuern das ihrige zu dem wirklich gelungenen Roman bei. Dabei sind nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebencharaktere wie Jeff und Alex dreidimensional und plastisch angelegt, haben eigene Stärken und Schwächen. Zu schade, dass das Buch als Einzelband geplant ist – hier ist noch so viel Potential für weitere Abenteuer vorhanden.

Die Buchgestaltung steht dem zauberhaften Inhalt in nichts nach und überzeugt auf der ganzen Linie. Buchsatz, Lektorat und Korrektorat haben fehlerfrei gearbeitet und das Cover … ist ein absoluter Traum. Hochwertig geprägt, mit Klappen, farbigen Coverinnenseiten und einem brillanten, farblich und stilistisch stimmigen Titelbild sorgt es für einen Eyecatcher und bleibt nachhaltig in Erinnerung.

Da ich mit dem Schwärmen gar nicht mehr aufhören kann, hier auch ein Hauch von Kritik. Zwar hat die Autorin versucht, die gesellschaftlichen Unterschiede von arm zu reich, die Parallelwelten der Gesellschaft, deutlich zu machen, zum Beispiel anhand der Geschichte von Maria. Dies hätte allerdings im Universitätskontext noch verstärkt werden können. Der Student, der immer wegnickt, weil er drei Jobs hat, um die Studiengebühren zu bezahlen. Die Studentin, die nie abends weggehen kann, weil sie auf ihre kleine Schwester aufpassen muss und keinen Babysitter anstellen kann … Ivy hätte noch heftiger mit der Realität außerhalb ihrer Filterblase konfrontiert werden können, schockierend, nachdenkend – und nachhaltig prägend.

Abgesehen davon liegt mit „Kiss Me Once“ ein Roman vor, der mich restlos begeistert und euphorisiert zurücklässt, der sicher nicht mein letztes Buch der Autorin war. Ein potentielles Jahreshighlight – das seinen Platz in allen Jahren bislang sicher gehabt hätte, sich in diesem Jahr aber starker Konkurrenz erwehren muss.

Mein Fazit? „Kiss Me Once“ ist brillant, ein Romance-Roman, der an der Grenze von Young- zu New-Adult entlangstreift. Das Buch überzeugt restlos durch ein malerisches Setting, zauberhafte Protagonisten und eine frische, authentische Erzählsprache. Bedenkenlos und wärmstens zu empfehlen – für LeserInnen ab 15 Jahren.