Zurück zu den Wurzeln – eine neue Verlagszusage

Bevor ab morgen die Buchmesse-Posts den Blog übernehmen, und ich Euch im Laufe des Tages noch einige Rezensionen präsentieren möchte, habe ich tolle Neuigkeiten zu verkünden. Nach den Vereinbarungen mit dem Chaospony Verlag und dem Eridanus Verlag kann ich für dieses Jahr noch eine weitere Verlagszusage vermelden! Ich freue mich riesig, dass meine Geschichte „Alles wie immer und doch alles neu“ eine Verlagsheimat beim Zeilengold Verlag im Imprint Sparkling Lines gefunden hat.

Mit dem Genre „Young-Adult“ begebe ich mich zurück zu meinen schriftstellerischen Wurzeln – seit meiner ersten Geschichte bin ich den Genres Teen-Romance und Young-Adult-Romance sehr verbunden – und freue mich daher umso mehr, mal wieder einen Text in diesem Bereich veröffentlichen zu dürfen. Sobald es weitere Informationen dazu gibt, werde ich Euch natürlich auf dem Laufenden halten =).

[Buchgedanken] Stella Tack: „Kiss Me Once“

In der letzten Zeit habe ich „Kiss Me Once“ von Stella Tack gelesen. Der Roman ist 2019 im Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH erschienen und der erste reine Liebesroman der Autorin. Dabei fällt die Genrezuordnung nicht ganz leicht. So balanciert der Roman genau auf der Grenze von Young- zu New-Adult-Romance, für beides lassen sich gute Argumente finden. Während Alter und Tätigkeit der Protagonistin (erstes Studienjahr) klassisch für New-Adult sprechen, entspricht die Handlung eher der eines Young-Adult-Romanes – wie auch das Ausblenden bei der Sexszene zeigt.

513hSfAtLVL._SX337_BO1204203200_Nie hätte Ivy Redmond damit gerechnet, bereits am ersten Tag an der University of Central Florida ihrem Traumtypen über den Weg zu laufen. Ryan MacCain ist nicht nur frech, sexy und geheimnisvoll tätowiert, sondern bekommt im Wohnheim auch noch das Zimmer direkt neben ihr. Jeder Blick aus Ryans grünen Augen, jede zufällige Berührung bringt ihr Herz zum Stolpern. Doch genau wie Ivy ist Ryan nicht, wer er zu sein vorgibt. Denn Ivy ist als Tochter aus reichem Haus inkognito an der Uni. Und Ryan ist ihr Secret Bodyguard.

„Kiss Me Once“ hat mich begeistert und im Sturm erobert. Schon mit der ersten Seite war ich Ivy, und ihrer quirligen, süßen und unglaublich charmanten Art verfallen und habe das Buch inhaliert. Dabei ist es der Autorin gelungen, mich als Leser an die Seiten zu fesseln, mich aufgrund der spannenden und abwechslungsreichen – wenn auch genrebedingt leicht vorhersehbaren – Handlung nicht mehr loszulassen. Dabei überzeugt Stella Tack vor allem durch einen unglaublich frischen, humorvollen und authentischen Schreibstil, der den Protagonisten Leben einhaucht und ihnen einen unverwechselbaren Charakter, eine eigene Stimme gibt. Holy Moly war das gut!

Das wunderbare Setting, das spürbare Knistern zwischen den Protagonisten und die einfühlsamen romantischen Szenen steuern das ihrige zu dem wirklich gelungenen Roman bei. Dabei sind nicht nur die Protagonisten, sondern auch die Nebencharaktere wie Jeff und Alex dreidimensional und plastisch angelegt, haben eigene Stärken und Schwächen. Zu schade, dass das Buch als Einzelband geplant ist – hier ist noch so viel Potential für weitere Abenteuer vorhanden.

Die Buchgestaltung steht dem zauberhaften Inhalt in nichts nach und überzeugt auf der ganzen Linie. Buchsatz, Lektorat und Korrektorat haben fehlerfrei gearbeitet und das Cover … ist ein absoluter Traum. Hochwertig geprägt, mit Klappen, farbigen Coverinnenseiten und einem brillanten, farblich und stilistisch stimmigen Titelbild sorgt es für einen Eyecatcher und bleibt nachhaltig in Erinnerung.

Da ich mit dem Schwärmen gar nicht mehr aufhören kann, hier auch ein Hauch von Kritik. Zwar hat die Autorin versucht, die gesellschaftlichen Unterschiede von arm zu reich, die Parallelwelten der Gesellschaft, deutlich zu machen, zum Beispiel anhand der Geschichte von Maria. Dies hätte allerdings im Universitätskontext noch verstärkt werden können. Der Student, der immer wegnickt, weil er drei Jobs hat, um die Studiengebühren zu bezahlen. Die Studentin, die nie abends weggehen kann, weil sie auf ihre kleine Schwester aufpassen muss und keinen Babysitter anstellen kann … Ivy hätte noch heftiger mit der Realität außerhalb ihrer Filterblase konfrontiert werden können, schockierend, nachdenkend – und nachhaltig prägend.

Abgesehen davon liegt mit „Kiss Me Once“ ein Roman vor, der mich restlos begeistert und euphorisiert zurücklässt, der sicher nicht mein letztes Buch der Autorin war. Ein potentielles Jahreshighlight – das seinen Platz in allen Jahren bislang sicher gehabt hätte, sich in diesem Jahr aber starker Konkurrenz erwehren muss.

Mein Fazit? „Kiss Me Once“ ist brillant, ein Romance-Roman, der an der Grenze von Young- zu New-Adult entlangstreift. Das Buch überzeugt restlos durch ein malerisches Setting, zauberhafte Protagonisten und eine frische, authentische Erzählsprache. Bedenkenlos und wärmstens zu empfehlen – für LeserInnen ab 15 Jahren.

[Buchgedanken] Kerstin Ruhkieck: „Ein Cowboy am Nord-Pol oder Der Tag des hässlichen Hundes“

Als viertes Buch in meinem fantastischen Lesefrühling habe ich „Ein Cowboy am Nord-Pol oder Der Tag des hässlichen Hundes“ von Kerstin Ruhkieck gelesen und biege damit auf die (lange) Zielgerade des Lesefrühlings ein. Auch mit dem fünften Buch bin ich fast fertig, dann folgen nur noch zwei. Nichts leichter als das *hust*.

„Ein Cowboy am Nord-Pol oder Der Tag des hässlichen Hundes“ erschien 2016 im51l-pujxcql-_sx349_bo1204203200_ Drachenmond Verlag und ist dem Genre Young-Adult-Romance zuzuordnen. Es beschreibt die Geschichte der unscheinbaren Nora Nord und des Einzelgängers Jakob Pol. Ungeplant kommt Nora, die nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Großmutter lebt, mit Jakob zusammen, der weder ihren Namen kennt, noch sich sonderlich für sie interessiert. Doch mit jeder Beleidigung, mit jeder Provokation wächst Noras Faszination für Jakob. Verbirgt sich noch eine andere Persönlichkeit hinter der Maske der Oberflächlichkeit? Und welche Rolle spielt der vernachlässigte Hund „Dreamer“?

Kerstin Ruhkiecks Roman ist eine willkommene Abwechslung im sehr fantasy-lastigen Lesefrühling und trifft – nicht nur mich – mitten ins Herz. Gefühlvoll und mit einem locker-leichten Schreibstil, der sich gut an das Genre und die Protagonisten anpasst, erzählt Kerstin Ruhkieck die Handlung und lässt den Leser mit Nora lachen und leiden. Hinter der grundsätzlich klassischen Liebesgeschichte verbergen sich ernste Themen, die gekonnt in den Roman eingeflochten werden. Dabei gelingt es der Autorin stets die Balance zu halten, und das Buch nicht zu einem Schicksalsroman werden zu lassen. Die einzelnen Figuren, insbesondere Nora, machen im Verlauf des Buches eine starke Entwicklung durch und dienen dem Leser, vor allem Jugendlichen, als Identifikationsfigur. Mit unerwarteten Wendungen schafft es Kerstin Ruhkieck zudem, den Spannungsbogen jederzeit aufrechtzuerhalten. Auch wenn natürlich einige Elemente der Handlung vorhersehbar sind, bleibt der Leser jederzeit nah an der Geschichte und fiebert mit Nora mit.

Bezüglich des Spannungsbogens hätte ich mir noch etwas mehr externe Dramatik gewünscht, die das kurze Buch bedenkenlos auch noch hergegeben hätte. Etwas mehr von Allia, von Lyssa oder Jakobs Mutter hätte für noch größere Auf und Abs in der Handlung sorgen können. Aber vielleicht ist das Buch auch bewusst so minimalistisch angelegt, sodass eine extreme Konzentration auf das Innenleben beider Protagonisten möglich ist.

Das Cover ist von Rica Aitzetmüller gestaltet worden und passt gut zum Buch. Auch der Buchsatz, das Lektorat und das Korrektorat überzeugen meistens, die kleineren Fehler, die überlebt haben, stören keinesfalls den Lesefluss. Alles in allem muss aber auch angemerkt werden, dass das Buch insgesamt von der Aufmachung zwar nicht zu beanstanden ist und allgemeine Standards übertrifft, jedoch mit den phantastischen Büchern des Verlages, die ich bislang in der Hand hatte, nicht ganz mithalten kann.

Mein Fazit? „Ein Cowboy am Nord-Pol oder Der Tag des hässlichen Hundes“ ist ein klassischer Young-Adult-Romance Roman. Er konzentriert sich aufs Wesentliche, auf das Leben und die Probleme der Hauptpersonen und blendet dabei auch ernste Themen nicht aus. Das Buch punktet durch tolle Charaktere, die sich kontinuierlich weiterentwickeln, hätte jedoch aus meiner Sicht noch mehr Dramatik vertragen können. Für Genreliebhaber bedenkenlos zu empfehlen.

Kostenloses Lesevergnügen

Da sich mittlerweile so einiges angesammelt hat, dachte ich, ich erstelle mal eine Übersicht, was es derzeit alles kostenlos von mir im Internet zu lesen gibt. Vielleicht kann ich dem einen oder anderen ja mit einem der Texte etwas Unterhaltung oder Abwechslung schenken :).

Kostenlos auf dem Blog abrufbar:

  • Rosenkriege“ (Teen Romance, ehemals erschienen im mittlerweile aufgelösten Oldigor Verlag)

Kostenlos auf externen Blogs abrufbar:

Kostenlose Veröffentlichungen

  • Die zweite Flasche Bier“ (Young Adult Romance) in dem kostenlosen e-Book „Liebesgeschichten. Shortlist des Lit.Love Schreibwettbewerbs“
  • Claire“ (Kürzestgeschichte) in der kostenlos downloadbaren Zeitschrift „Bierglaslyrik, Nr. 34, Thema Ratgeber“ – Seite drüü
  • Auf das Leben!“ (Kürzestgeschichte) in der kostenlos downloadbaren Zeitschrift „Bierglaslyrik, Nr. 35, Thema Abgang“ – Seite vier

Viel Spaß beim Lesen 🙂