Mist, ich hätte mir das gern selbst zu Weihnachten geschenkt … Na gut, so wird halt das neue Jahr mit tollen Comics gestartet :). Tolles Buch, tolle Seite – freu mich schon und kann es nur empfehlen :).
Monat: August 2015
Fußnoten in Romanen
Eine interessante Diskussion über Fußnoten als literarisches Mittel in Romanen. Besonders bei Terry Pratchett möchte ich sie nicht missen!
Kunst und Kultur – Urlaub pur!
Von Freitag bis Sonntag habe ich einen Wochenendtrip nach Brüssel unternommen und dort eine gute Freundin besucht. Da ich dort zum ersten Mal war, stand natürlich hauptsächlich Sightseeing auf dem Programm. Atomium, Kathedrale, Basilika, Justizpalast, Grand Place … Brüssel hat erstaunlich viel zu
bieten. Die Innenstadt ist in einem tollen Zustand, die alten Gebäude alle prächtig restauriert und in Stand gehalten. Zudem spielte auch das Wetter mit! Strahlender Sonnenschein begleitete mich durch alle drei Tage und zeigte die Stadt von ihrer besten Seite. Ein besonderer Leckerbissen war, dass mein Aufenthalt (ungeplant) genau in die Zeit fiel, in der die Königsfamilie nicht vor Ort war, und der Palast somit kostenlos besichtigt werden konnte, was – abgesehen von einer fragwürdigen Kunstinstallation im letzten Raum – ein einmaliges Erlebnis war.
Natürlich kam auch das Kunst-/Kulturprogramm nicht zu kurz. Nach den ganzen Sehenswürdigkeiten „flüchteten“ wir uns in die königlichen Museen, die derzeit eine umfassende Magritte-Ausstellung im Programm hatten. Nicht unbedingt mein bevorzugter Kunsstil (sieht man mal von Magrittes kurzer impressionistischer Phase ab), aber dennoch beeindruckend. Unser Kombiticket ausnutzend, sahen wir uns danach noch die solide Ausstellung „Alter Meister“ (mit einigen Gemälden von Bosch, Rembrandt, Rubens und Cranach) und die, leider enttäuschende, Ausstellung „Fin de Siècle“ mit Kunst von 1868-1914 an.
Abgerundet wurde das Kultur-Programm mit einem Kinobesuch – Disneys und Pixars neuestes Meisterwerk „Inside Out“ (dt. „Alles steht Kopf“) wurde vorgeführt – eine willkommene Überraschung, läuft der Film doch in Deutschland erst im Oktober an. Grandios. Humorvoll. Bezaubernd. Ich bin immer noch vollkommen hingerissen von der Liebe, die die Macher in diesen Film gesteckt haben – ein zweiter Kinobesuch in Deutschland wird dann später sicher folgen :).
Zum Schluss noch ein kleines Schmankerl für alle Geschichtsliebhaber wie ich. In der Kathedrale bin ich über eine Gedenktafel „gestolpert“, die anzeigt, dass hier
eine Tochter des englischen Königs Edward I. begraben ist – einem der letzten Könige vor Beginn der Rosenkriege. Gelebte Geschichte sozusagen.
Alles in allem ein tolles Wochenende und eine wunderschöne Hauptstadt, auch wenn sie nicht ganz in der europäischen Topliga mit Rom, London und Paris mithalten kann – aber jederzeit einen Besuch wert.
[(K)eine Rezension?] Ein ganzer Tag mit Margo Roth Spiegelman…
Es ist passiert (schon wieder)! Ich habe mich verliebt. In niemand geringeren als „Margo Roth Spiegelman“. Doch der Reihe nach…
Wenn das Literaturhaus Wien schreibt, „John Green erschafft mit seinen Worten Personen, die man heiraten will, Welten, von denen man ein Teil sein will, und Geschichten, die man erleben will“, hätte ich das nicht treffender formulieren können – und trotzdem greift es zu kurz. Mit seinen Romanen spiegelt John Green das Lebensgefühl einer ganzen Generation wieder, inspiriert abermillionen von Lesern (und neuerdings Kinogängern). Seine Personen sind dabei so lebendig, verletzlich, farbenfroh und authentisch, dass ein jeder sich mit ihnen identifizieren kann (oder sich – wie in meinem Fall – Hals über Kopf in sie verliebt). Während früher die Fans kreischend auf Hermine Granger und Harry Potter warteten, lösen heutzutage Hazel Grace, Alaska Young und Margo Roth Spiegelman regelrechte Begeisterungsstürme aus. Dabei sind seine Bücher jedoch von solch einer bestechenden sprachlichen Qualität, dass bereits nach seinem Debütroman Vergleiche mit Philip Roth und John Updike laut wurden.

Die selbstbewusste, lebensbejahende Hazel Grace aus „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ habe ich (nur) im Kino erlebt, die unnahbare, sprunghafte, bildhübsche Alaska Young sprang mir von den Seiten des Buches „Eine wie Alaska“ entgegen und heute, ja heute habe ich einen ganzen Tag mit der geheimnisvollen Margo Roth Spiegelman verbracht.
Zuerst habe ich das Buch „Margos Spuren“ gelesen – wie nicht anders zu erwarten ein (wie alle seine Bücher hochdekoriertes) Meisterwerk der Jugendliteratur. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, habe die Geschichte und den Einfallsreichtum geliebt, mit den Figuren gelitten, gelacht, getrauert. Mit jedem Satz von Margo wurde sie lebendiger, echter. Ich konnte nicht anders. Wie die Hauptfigur Quentin, wie Millionen anderer Leser, schloss ich Margo ins Herz. „Ich bin eine große Verfechterin der spontanen Groß- und Kleinschreibung. Die gängigen Regeln der Groß- und Kleinschreibung sind unfair den kleinen Worten gegenüber.“ Wie könnte ich sie nicht mögen, meine kleine Rebellin :).
Mit gemischten Gefühlen ging ich danach ins Kino, um mir die Hollywoodverfilmung des Filmes anzusehen. Zwar war den Machern von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ ein Film gelungen, den sowohl Kritiker als auch Green-Fans lauthals bejubelten – bei Margos Spuren sollte das allerdings anders sein. Nach etwa zwei Stunden verließ ich den Kinofilm mit dem gleichen Gefühl. Der Film war solide, wich jedoch in einigen Punkten sehr vom Buch ab. Gerettet wurde er jedoch von starken schauspielerischen Leistungen – insbesondere einem fantastischen Leinwanddebüt von Cara Delevingne – die Margos geheimnisvolle Art vorlagengetreu umsetzen konnte. Auch Nat Wolff in der männlichen Hauptrolle spielte gut, sodass der Film für Leute, die das Buch nicht gelesen hatten, sicherlich noch besser war, als für mich. Dennoch bereue ich es nicht – und „Margos Spuren“ wird in mein DVD-Regal wandern. Aber an die Klasse des Romans, an die Macht von John Greens Worten, kommt er nicht heran.
Aus dem Leben eines Schreiberlings – Zeitumkehrer gesucht!
Guten Morgen und einen wunderschönen Start in den Dienstag :).
Heute möchte ich Euch mal einen Einblick in meinen aktuellen Arbeits“alltag“ geben, der mich in manchen Momenten zeitlich schlicht überfordert.
Auf meinem Arbeitsplan für die nächsten Tage stehen derzeit:
- Eine Kurzgeschichte nach einem Lektorat überarbeiten
- Als Endkorrektur die Druckfahnen mehrerer Kurzgeschichten lesen
- Eine Kurzgeschichte für eine Ausschreibung plotten und schreiben
- Eine Novelle für eine Ausschreibung schreiben (der Plot ist immerhin größtenteils fertig)
- Novelle und Kurzgeschichte betalesen lassen, Anmerkungen einarbeiten und endkorrigieren
- Einige hundert Seiten lesen und rezensieren
- Blog und Facebookseite aktuell halten
Das wars dann aber auch schon. Oh, abgesehen von meinem Brotjob natürlich und der Urlaubsplanung und Organisation für zwei Kurzurlaube :). Wenn ich einen Wunsch frei hätte … wenn jemand weiß, wo sich Hermines Zeitumkehrer derzeit befindet – für sachdienliche Hinweise bin ich sehr dankbar :).
Liebe Grüße
Erik – der sich jetzt dann mal wieder an seine Arbeit setzt 🙂
(Werkstattbericht) Ein langgehegter Traum!
Vor einigen Tagen hatte ich hier ja bereits auf ein neues Projekt hingewiesen und weitere Informationen angekündigt. Nun habe ich Euch lang genug warten lassen :).
Die Anthologie sammelt unter dem Arbeitstitel „Ein kurzer Blick. Geschichten aus dem Karpatenbogen“ – wie man unschwer erraten kann – Geschichten, eben aus dem Karpatenbogen. Die einzelnen Beiträge entführen den Leser nach Rumänien und Ungarn und haben entweder eine kulinarische Köstlichkeit der Region zum Mittelpunkt der Geschichte oder basieren lose auf lokalen Sagen und Märchen. Katharina hat zudem eine Geschichte über den letzten Tag des bedeutendsten rumänischen Komponisten, George Enescu, beigesteuert.
Für einen Autoren ein tolles, dankbares (wenn auch arbeitsreiches) Thema! Sich auf vielfältigste Weise in eine, mir zumindest, eher unbekannte Region einzuarbeiten, kommt einer kleinen Reise gleich. Man lernt neue Orte kennen, Bräuche und Gepflogenheiten und erweitert Schritt für Schritt sein Wissen in allen möglichen Dingen.
Ein tolles Thema – aber ein langgehegter Traum? Sicherlich haben sich einige von Euch schon gefragt, was es mit dem Titel des Beitrages auf sich hat. Nun … schon während der Schulzeit hatte ich ein Faible für Geschichte (neben Latein mein Lieblingsfach) und verschlang alles, was ich dazu finden konnte. Und so reifte schon früh in mir der Wunsch, über starke Frauen in der Geschichte zu schreiben. Mit der Anthologie konnte ich mir diesen Wunsch ein Stück weit erfüllen. Immerhin thematisiert einer meiner Beiträge die wunderbare Sissi – oder genauer gesagt, eine Frau auf den Spuren der Kaiserin. Nicht das, was ich als Jugendlicher geplant hatte, aber ein Anfang. Nun muss ich nur noch Marie Antoinette und Jeanne d’Arc in meinen nächsten Projekten unterbringen :).
Liebe Grüße und einen schönen Donnerstag!
Erik
Ps: Vielleicht wird im nächsten Werkstattbericht ja das Cover enthüllt … also bleibt dran! 🙂
Brücken bauen mit Melanie
Starke und weise Worte zum frühen Morgen von Melanie Waldhardt :).
(Werkstattbericht) Wie ein Buch entsteht …
… ist für viele Autoren im Einzelnen sicherlich ein rotes Tuch. Ob Buchsatz, Covergestaltung, Lektorat oder ähnliches – nur allzugern überlassen Autoren (die nicht von sich aus den Weg des Selfpublishers gewählt haben) die technischen Fragen dem Verlag. Gleiches gilt sicherlich auch für Verlage. Wenn nicht jedes noch so kleine Detail in mühsamer Absprache mit den Autoren erarbeitet oder erörtert werden muss, spart das Zeit, Geld und vor allem Nerven.

Umso überraschter war ich, als im späten Frühjahr ein Angebot des Wunderwaldverlages in mein E-Mail-Postfach flatterte, mit anderen engagierten Autoren eine Anthologie zu einem Thema zu erstellen, und dabei in Zusammenarbeit mit dem Verlag in vollster Transparenz auch Sachen wie Buchsatz, Marketing, Covergestaltung – halt das Komplettpaket anzugehen.
Da ein solcher Einblick für einen Verlagsautoren eher ungewöhnlich (aber wichtig fürs Verständnis vieler Dinge) ist, habe ich sofort zugesagt – auch vor dem Hintergrund, dass ich mit dem Verlag und der netten Verlegerin bereits mehrfach vorher zusammengearbeitet hatte.
Mittlerweile neigt sich die Arbeit dem Ende zu. Gemeinschaftslektorate und -korrektorate fanden statt, Cover und Klappentext sind nahezu fertig und der Buchsatz steht auch soweit. In der Anthologie werden sechs Texte – jeweils zwei von Katharina, Sabine und mir – vertreten sein. Worum es thematisch geht? Das – und vieles mehr – erfahrt Ihr in meinem nächsten Werkstattbericht.
Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche
Erik
Isabella Benz: „Die Schwelle. Vermächtnis der Hüter (Band 1)“ – Book-Release-Party
Ich wünsche Euch allen einen sonnigen Sonntag!
Heute möchte ich den Post nutzen, um auf eine tolle Veranstaltung hinzuweisen.
Am 13.09.2015 erscheint der neue Roman „Die Schwelle“ – der erste Band der „Vermächtnis der Hüter“-Reihe von Isabella Benz, Autorin von „Als wir Charleston tanzten“ (erschienen in meinem Lieblings-Imprint: „Forever“ by Ullstein) und Mitherausgeberin der Anthologien im Burgenweltverlag.
Um dieses Ereignis zu feiern, hat sie eine fünfwöchige Releaseparty auf die Beine gestellt, die Morgen beginnt und die ich euch wärmstens ans Herz legen möchte. Dort gibt es neben den eBooks auch tolle Goodies wie Notizbücher, signierte Postkarten o.ä. zu gewinnen und man erfährt im Laufe der Zeit viel über das Buch und die dazugehörige Reihe.
Wer Lust hat, die Autorin die letzten fünf Wochen bis zum Erscheinungstermin zu begleiten und nebenbei an tollen Challenges teilzunehmen und Preise zu gewinnen, gelangt *hier* zur Veranstaltung auf Facebook.
Liebe Grüße
Erik
[Rezension] Mara & der Feuerbringer
Liegt – als Fan von Tommy Krappweis – schon lange auf meinem SuB – spätestens, nachdem ich die durchweg gelungene Verfilmung gesehen hab. Nach dieser Rezi ist die Lust noch größer 🙂